03: Ende Kap. 1 ab "Helion stand auf."

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Unter "sein Schwert schmieden " hätte ich mir etwas anderes vorgestellt aber so ist es ja doch recht beeindruckend und auch die Rüstung ist schnell auf Maß gefertigt.

    Auch, dass während des " Fertigungsprozesses' das Wesen des Paladins erkennen um im Schidl manifestiert ist interessant. Die Priesterin erkennt aber auch, dass Heliors feste Werte und Überzeugungen ihm noch zum Schaden gereichen können.



    Bei der Beschreibung der leidenschaftlichtlichen Vereinigung von Gerrior mit einer Greisin hatte ich zunächst gedacht, gehofft?, dass der Osadro Gerrior getäuscht hat, ihm eine Greisin zugeführt und die Person der jungen schönen Agura nur vorgaukelt.

    Die Wahrheit ist im Hinblick auf das Wesen der Schattenherren nicht wirklich überraschend aber doch etwas grauselig.


    Giswon war mir bei seinem ersten Auftritt nicht so Recht sympathisch. Wie auch Heliors hatte ich den Eindruck eines Mannes dem das Äußere wichtiger ist als der Kampf gegen die Schatten und bei dem die Ehre etwas in den Hintergrund getreten ist.

    Doch bei dem Gespräch mit Helior wird schnell klar, dass er vielleicht nicht mehr so häufig das Schwert auf dem Schlachtfeld schwingt, aber dafür im Dschungel der Diplomatie andere Schlachten schlägt.


    Modranel scheint sich ja gegen die Schatten gewandt zu haben und den Kampf gegen sie zu unterstützen.

    Ich glaube aber immer noch nicht, dass dies von Anfang an sein Plan war.

    Aber ich bin Willens mich eines Besseren belehren zu lassen, dafür muss er sich aber noch ziemlich anstrengen:)

  • nter "sein Schwert schmieden " hätte ich mir etwas anderes vorgestellt aber so ist es ja doch recht beeindruckend und auch die Rüstung ist schnell auf Maß gefertigt.

    Auch, dass während des " Fertigungsprozesses' das Wesen des Paladins erkennen um im Schidl manifestiert ist interessant. Die Priesterin erkennt aber auch, dass Helios' feste Werte und Überzeugungen ihm noch zum Schade gereichen können.

    Das fand ich auch sehr beeindruckend. Coole Idee und die perfekte Maßarbeit



    Bei der Beschreibung der leidenschaftlichtlichen Vereinigung von Gerrior mit einer Greisin hatte ich zunächst gedacht, gehofft?, dass der Osadro Gerrior getäuscht hat, ihm eine Greisin zugeführt und die Person der jungen schönen Agura nur vorgaukelt.

    Die Wahrheit ist im Hinblick auf das Wesen der Schattenherren nicht wirklich überraschend aber doch etwas grauselig.

    Der war bestimmt beschäftigt und abgelenkt genug mit sich selbst, er hat das bestimmt nicht mehr gemerkt ;-)


    Ich war eher überrascht dass der Schattenherr sich doch so einfach besiegen lies, scheint ja eine Wunderwaffe zu sein.


    Modranel scheint sich ja gegen die Schatten gewandt zu haben und den Kampf gegen sie zu unterstützen.

    Ich glaube aber immer noch nicht, dass dies von Anfang an sein Plan war.

    Modranel traue ich so gar nicht über den Weg, da bin ich auch ganz bei Dir


    Gideon war mir bei seinem ersten Auftritt nicht so Recht sympathisch. Wie auch Helios' hatte ich den Eindruck eines Mannes dem das Äußere wichtiger ist als der Kampf gegen die Schatten und bei dem die Ehre etwas in den Hintergrund getreten ist.

    Doch bei dem Gespräch mit Helios' wird schnell klar, dass er vielleicht nicht mehr so häufig das Schwert auf dem Schlachtfeld schwingt, aber dafür im Dschungel der Diplomatie andere Schlachten schlägt.

    Ja, ein gutes Beispiel wie sehr der erste Eindruck täuschen kann. Ich bin gespannt wie er kämpfen wird. Seinen "Recken" hat er ja anscheinend gut ausgebildet und er nimmt Helion seinen Sieg auch nicht übel.

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Ein toller Kampf, zwar war der Ausgang vorhersehbar, aber das ist wohl eine der wenigen vorhersehbaren Stellen im buch. Vermutlich muss der Kampf hier so stattfinden, damit der Autor abkürzen kann. er braucht zwei gleichstarke Gegner und auch solche, die dem Geist der Ritter ergeben sind und sich wirklich ernsthaft schlagen. So kann er sich die anderen ersparen zu schildern. Der eine unterschätzt den anderen und der wiederum überschätz sich. Ich fand es schon beim ersten Mal schade, dass jemand wie Narron ausscheiden muss. Gleichzeitig zeigt das aber auch, wie unsinnig ein solches Ritual in diesen Zeiten ist, wo jeder Kämpfer gebraucht wird und der zweitstärkste scheidet aus. Es erinnert mich an die dummen Elfen in Silberflamme. Potenzial wir einfach vergeudet.

    Was ich nicht verstehe ist, warum sein Lehrmeister Helion nicht auf diesen Kampf vorbereitet hat. Er muss doch gewußt haben, wie der Prüfungskampf aussieht und hätte ihm zumindest die Regeln erklären können.

    Die Priesterin erkennt aber auch, dass Heliors feste Werte und Überzeugungen ihm noch zum Schaden gereichen können.

    Ja, es ist die Frage, ob dies das sein wird, was ihm zu schaffen macht. Auf alle Fälle ist man stärker, wenn man sich im Wind biegen kann, aber ob das für den Wind auf dem Schlachtfeld auch gilt wage ich zu bezweifeln.


    Mannes dem das Äußere wichtiger ist als der Kampf gegen die Schatten und bei dem die Ehre etwas in den Hintergrund getreten ist.

    So sieht er aus, wenn er in der Gesellschaft ist. Solche Szenen finde ich immer sehr stark, wenn sich ein Charakter oder eine Situation völlig dreht weil die Sichtweise sich ändert. (ganz toll im Film "Avatar" als im Wald die Fackel ausgemacht wird)


    Interessant auch, wie sich die Sichtweise auf die Ritter ändert je nachdem auf welche Helion trifft. Es sollte ihn lehren, nicht immer so vorschnell zu urteilen. Gut ist, dass er schnell bereit ist, seine Fehler einzusehen was ihm schließlich auch den entscheidenden Vorteil beschafft.


    Modranel scheint sich ja gegen die Schatten gewandt zu haben und den Kampf gegen sie zu unterstützen.

    Ich glaube aber immer noch nicht, dass dies von Anfang an sein Plan war.

    Das glaube ich auch nicht wirklich, aber er hat recht, wenn er meint, dass Magie wie der Pfeil ist. Es kommt darauf an wer ihn/sie wofür benutzt. Es ist eigentlich dumm, wenn der Gegner Magie benutzt, diese zu verteufeln, denn dann gibt man eine entscheidende Waffe von vornherein auf. An der Stelle im Prolog war ich voll auf seiner Seite.

    Nun ist er ja dort wo er hin wollte, raus aus der Mittelmäßigkeit. Jetzt ist vielleicht die Zeit wo er diesen Drang verliert und damit das Ziel seines bisherigen Lebens. Möglich, dass ihm da die Reue hochkommt oder auch, dass er als Held in die Geschichte eingehen möchte oder einfach zeigen will, dass er jetzt der stärkste ist, wer weiß. Vielleicht muss er auch helfen??? aus ganz pragmatischen Gründen?

  • Das Helion gewinnt, war für mich klar. Ich bedauere allerdings, dass Narron nun nicht mehr dabei zu sein scheint. Ich fand ihn als Charakter durchaus interessant.


    Ein toller Kampf, zwar war der Ausgang vorhersehbar, aber das ist wohl eine der wenigen vorhersehbaren Stellen im buch.

    Dann freue ich mich, dass es kaum vorhersehbare Stellen gibt. Ich mag es, wenn man mich überrascht, auch wenn die Überraschungen bei diesem Autor manchmal ganz schön hart sind.


    Helion ist ja ein wenig zwiegespalten, was den Orden betrifft. Aus meiner Sicht durchaus verständlich. Ob den Leuten nicht klar ist, dass die Bedrohung seitens der Schattenherren sehr stark ist? Oder ob das eine typische menschliche Ablenkung ist?


    Die Anpassung der Rüstung fand ich schon toll. Solche Kleidung hätte ich auch gerne (aber nur, wenn sie sich bei Zunahme auch anpasst ;)).


    Den Kampf mit dem Osadro fand ich schon spannend und mich hat gefreut, dass sich Helion direkt behaupten konnte. Bedauerlich finde ich, dass nun Keratron zunächst nicht mehr dabei ist. Immerhin überlebt er und ich hoffe, dass er später wieder dazu kommt. Ich hatte den Eindruck, dass er einer der wenigen ist, die den Ernst der Lage erkennen und mit allen Mitteln dagegen ankämpft.


    Das Gespräch zwischen Giswon und Helion war sehr aufschlussreich. Modranel ist tatsächlich zum großen Magier aufgestiegen. Ich traue ihm aber nicht wirklich, auch wenn er jetzt augenscheinlich gegen den Feind kämpft. Zumindest hoffe ich, dass er wenigstens zu seiner jüngsten Tochter steht.

    Aber was wäre denn, wenn Vater und Tochter Spione der Schattenherren sind? Auch das wäre eine Möglichkeit.



    Doch bei dem Gespräch mit Helior wird schnell klar, dass er vielleicht nicht mehr so häufig das Schwert auf dem Schlachtfeld schwingt, aber dafür im Dschungel der Diplomatie andere Schlachten schlägt.

    Die Schlacht der Diplomatie ist sicherlich einer der Schwersten. Vor allem muss man dabei ein gutes Gedächtnis haben und verdammt viel Verhandlungsgeschick.


    Ich bin gespannt, wie es jetzt weitergeht. Helion wird ja nun mit Modranel und Ajina zur letzten Silbermine reisen.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Mir hat dies Kapitel recht gut gefallen. Besonders der innere Kampf in Helion, seine Sicht auf den Orden betreffend ist gut ausgearbeitet. Und hey, es gab mal ne plausible Begründung warum Grünzeug direkt in den Kampf geschickt wurde ;)

    Das Schmieden der Rüstung hat mir sehr gut gefallen, da kam etwas Magie/Mystik in das ganze, das bisher doch sehr Geheimnis frei aufgebaut war. Ich glaube Helion wird sich ganz gut einbringen auf seiner Mission, aber ich rechne noch mit dem ein oder anderen kreativen/ungehorsamen Angang von ihm, da ich nicht glaube das er reibungslos ins Getriebe des Ordens passen wird. Ajina ist sehr interessant aufgebaut. Schon ihrer Freundin verrät sie nicht alles, und auch vor Helion hält sie einiges geheim, wer weiss was da noch drin schlummert.

    Gisworn "Wandlung" hat mich dagegen gar nicht überrascht muss ich gestehen, da wir ihn bisher ja nur durch Helions voreingenommene Augen gesehen hatten.

    Insgesammt find ich das das das Kapitel die Figuren gut ausbaut, und uns auch einen ersten, vorsichtigen einblick in die Art der Kämpfe gibt.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • In der Tat ist die Naivität von Helion erfrischend. Er hat schnell lernen müssen, wie sich Vorurteil, Augenscheinliches und Tiefgründiges widersprechen können. Der Konflikt in der Beziehung zwischen Ajina und ihm durch ihren Vater verspricht auch viel Potenzial.


    Das der Kampf gegen den Schattenherren geglückt ist finde ich gut erklärt. Eine Kaste, die Unsterblich und in Ihren Augen auch übermächtig ist muss irritiert reagieren, wenn sie auf einmal verletzlich wird. Besonders, wenn es in den eigenen Maßstäben einen jungen trifft.


    Ich persönlich frage mich bereits, wie die Familienzusammenführung geschehen wird.

  • Auch, dass während des " Fertigungsprozesses' das Wesen des Paladins erkennen um im Schidl manifestiert ist interessant.

    Das war übrigens die Vorlage für das Titelbild der Originalausgabe (und damit auch die Vignette, die in der erweiterten Ausgabe über den Helion-Szenen steht): Es zeigt den Schild mit dem Baum.


    Bei der Beschreibung der leidenschaftlichtlichen Vereinigung von Gerrior mit einer Greisin hatte ich zunächst gedacht, gehofft?, dass der Osadro Gerrior getäuscht hat, ihm eine Greisin zugeführt und die Person der jungen schönen Agura nur vorgaukelt.

    Hm, magst Du uns erzählen, wieso es für Dich weniger schlimm gewesen wäre, wenn es sich um eine Greisin gehandelt hätte?


    Ich war eher überrascht dass der Schattenherr sich doch so einfach besiegen lies, scheint ja eine Wunderwaffe zu sein.

    "Wunderwaffe" ist vielleicht etwas viel gesagt, aber auf jeden Fall eine neue Waffe und damit eine, auf die der Osadro nicht gefasst ist. Er weiß nicht, wie er sich am besten dagegen wehren kann.


    Gleichzeitig zeigt das aber auch, wie unsinnig ein solches Ritual in diesen Zeiten ist, wo jeder Kämpfer gebraucht wird und der zweitstärkste scheidet aus. Es erinnert mich an die dummen Elfen in Silberflamme.

    Ja, jetzt wo Du es sagst: Es scheint ein wiederkehrendes Thema zu sein. :err:


    Was ich nicht verstehe ist, warum sein Lehrmeister Helion nicht auf diesen Kampf vorbereitet hat. Er muss doch gewußt haben, wie der Prüfungskampf aussieht und hätte ihm zumindest die Regeln erklären können.

    Eigentlich hatte Helion ja nicht vor, dem Orden beizutreten. Deswegen hat sein Meister ihn nicht in die Zeremonien und Aufnahmeprüfungen eingewiesen. Vielleicht dachte er auch, er hätte noch mehr Zeit dafür, als ihm dann geblieben ist ...


    Es ist eigentlich dumm, wenn der Gegner Magie benutzt, diese zu verteufeln, denn dann gibt man eine entscheidende Waffe von vornherein auf.

    Das ist zwar richtig, aber auch die Meinung, dass der Zweck eben nicht die Mittel heiligt, ist ja weit verbreitet. Und das Studium der Magie produziert Leid und Tod in gewaltigem Ausmaß, das endet nicht bei Lióla: Wenn Modranel ernsthaft Magie studieren will, muss er Lebenskraft dazu benutzen, und wenn er nur seine eigene verwendet, kommt er nicht weit ... Er muss also anderen Menschen das Leben rauben, um ein guter Magier zu werden.

    Ich mag es, wenn man mich überrascht,

    Falls Du bis zum Ende dabei bleibst, wird Dich der Anfang von Herr bestimmt sehr überraschen. :wahrsager: :)


    Aber was wäre denn, wenn Vater und Tochter Spione der Schattenherren sind? Auch das wäre eine Möglichkeit.

    Eine interessante Variante. Was könnten sie dann mit ihren bisherigen Aktionen bezwecken? Bislang hat ihr Wirken immerhin einen Osadro die Unsterblichkeit gekostet.


    Das Schmieden der Rüstung hat mir sehr gut gefallen, da kam etwas Magie/Mystik in das ganze,

    Das dient auch dazu, zu zeigen, dass der Segen der Mondmutter durchaus noch auf den Mondschwertern ruht und auch greifbare Effekte hat.


    In der Tat ist die Naivität von Helion erfrischend.

    Das ist zugegebenermaßen eine häufig verwendete Technik: Man legt die Perspektive auf eine Figur, die die Welt (in diesem Fall: den Orden) selbst noch erkunden muss, sodass die Leserschaft mit ihr gemeinsam diese Einführung bekommt. Es freut mich, wenn das hier gut funktioniert.

    Ich persönlich frage mich bereits, wie die Familienzusammenführung geschehen wird.

    Ich vermute, am Ende des Romans wirst Du den Begriff "Familienzusammenführung" als unpassend verniedlichend für das Geschehen empfinden. :teufel:

  • Ich vermute, am Ende des Romans wirst Du den Begriff "Familienzusammenführung" als unpassend verniedlichend für das Geschehen empfinden. :teufel:

    Ach, ich denke, ich werde nicht enttäuscht :) Und ja, die Methode mit Helion einem den Orden näher bringen funktioniert sehr gut. Tatsächlich ist es anstrengend, das Buch aus der Hand zu legen und nicht direkt in einem durchzulesen. Es ist meine erste Leserunde und ich muss sagen, ich bin gefesselt :)

  • Bei der Beschreibung der leidenschaftlichtlichen Vereinigung von Gerrior mit einer Greisin hatte ich zunächst gedacht, gehofft?, dass der Osadro Gerrior getäuscht hat, ihm eine Greisin zugeführt und die Person der jungen schönen Agura nur vorgaukelt.

    Hm, magst Du uns erzählen, wieso es für Dich weniger schlimm gewesen wäre, wenn es sich um eine Greisin gehandelt hätte

    Nein, ich meinte nicht, dass das weniger schlimm gewesen wäre, schon gar nicht für die alte Dame.rotwerd

    Vielleicht dachte ich es ist doch viel einfacher eine arme Omi ranzuschpeppen,dem Kerl vozugaukeln jaja das ist die Richtige...

    Ach je, das ist ja noch gemeiner, zumal man der alten Dame ja auch etwas hätte anbieten müssen, damit sie sich die Mühe macht auf Gerrior rumzuturnen.

    Andererseits hat Agura ja bestimmt auch etwas anderes erwartet als sei Lebensessenz ausgesaugt zu bekommen...

    Ich verhaspel mich gerade etwas bis zur Unverständlichkeit merke ich.

    Ob nun getarnte Greisin oder ausgesaugte Baronin ist ja nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera.

    Ich wollte auch gar keine Wertigkeit zwischen den Möglichkeiten abgeben es erschien mir wohl spontan der"einfachere" Weg.;)

    Andererseits hat der Schattenherr so auch gleich zwei Fliegen erschlagen. Er hat Gerrior am Wickel und hat die Lebenskraft von Agura.


    So jetzt habe ich mich für den frühen Morgen genug verfaselt:)

    Keinesfalls finde ich die Variante mit der wie auch immer überzeugten oder schlimmer noch gezwungen Greisin weniger schlimm






  • Ich muss gestehen, ich hatte nicht mehr auf dem Schirm, wer bei dem Kampf Narron gegen Helion tatsächlich gewinnt. Klar, nur der Gewinner wird im Orden aufgenommen und dass Helion dabei ist, wusste ich schon noch. Aber ich war mir dann doch nicht sicher, ob nicht auch die zweite Reihe noch zum Zuge kam, weil der Orden froh sein muss um jeden tüchtigen Kämpfer. Daher finde ich in Narrons Fall die Regelung blöd, dass er nun kein Mondschwert werden kann. Wenn man dann dagegen die beiden anderen Kämpfer sieht, von denen einer schon recht angeschuckert war, dann ist das irgendwie "ungerecht". Wobei Nalaji sich freuen dürfte, wenn Narron in ihrer Nähe bleibt.


    Ich weiß noch, dass ich auch bei der ersten Lektüre an dieser Stelle gehofft habe, dass Narron nochmal eine Rolle spielen wird. Auch wenn Narron ein wenig arrogant Helion gegenüber war, da hat er sich die blutige Nase schon verdient.


    Sehr gut hat mir die ausgelassene Stimmung gefallen, die nach dem Küren der Sieger in Akene herrscht. Wie Bernd hier auf einzelne Szenen Spotlichter setzt, wie z.B. der Balkon mit den vornehmen Bürgern oder der Königin und auf der anderen Seite die leichten Mädchen, die sich den Siegern an den Hals werfen - mit der Brust voran :totlach: Ddadurch hatte man das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein.


    Und genau, bei Giswon habe ich mich damals auch schon von Helions erstem Eindruck täuschen lassen, dabei steckt viel mehr hinter ihm. Und ja, das diplomatische Parkett ist oftmals mit mehr Fußangeln versehen als das Kriegsfeld. Aber irgendwer muss schließlich auch diese Aufgabe übernehmen. Toll war es auch von Giswon, dass er für Helion Zeugnis abgelegt hat, obwohl er auch der Schwertvater von Narron war. Und er nimmt es auch Helion nicht übel, dass er Narron besiegt hat.


    Die Zeremonie, bei der sich die Rüstung an Helion anpasst und sein Blut in das Schwert fließt, fand ich auch sehr schön und erhaben beschrieben. Kein Wunder, dass Helion in dem Moment das Gefühl hatte, das Richtige getan zu haben.


    Dass Helion so schnell seinen ersten Osadro überwältigt, daran konnte ich mich auch nicht mehr erinnern. Der bleiche Typ hat sich eindeutig selbst überschätzt und ihm ist die Essenz im Hals stecken geblieben - recht so :teufel: Die arme Agura, furchtbar, wie schnell das geht mit dem Aussaugen der Essenz, wenn ein Osadro seine Gier nicht bezähmen kann. Dass Gerrior ebenfalls tot ist, tut mir nicht sehr leid. Ganz schön frech, wie er seinem ehemaligen Kampfgenossen offen das Paktieren mit Ondrien anbietet. Aber Keratron ist glücklicherweise nicht korrupt - umso mehr freue ich mich, dass er überlebt hat.


    So, Modranel möchte die Schattenherren, speziell die Schattenherzogin Lisanne austricksen und ausschalten. Giswon sagt selbst, dass man dem Magier nicht trauen kann, ich weiß nicht, ob das wirklich so eine gute Idee ist. Ajina traue ich schon, aber nicht ihrem Vater. Von wegen er hat das Bündnis mit Ondrien vor 5 Jahren wegen seiner Tochter aufgekündigt. Nachdem er zuvor seine zweite Tochter Ondrien überlassen und 10 Jahre von dem Bündnis profitiert hat.

    Was ist, wenn Lisanne ihm in Guardaja mit einem Angebot ködert, dass dann einfach wieder zu verlockend ist?


    Andererseits stehen die Chancen der Menschen derart schlecht, dass sie nach jedem Strohhalm greifen müssen.


    In jedem Fall geht es für Helion ziemlich schnell vorwärts, was seine zukünftigen Aufgaben und Verantwortungen angeht. Von wegen Tempeldienst :totlach:

  • Ich glaube aber immer noch nicht, dass dies von Anfang an sein Plan war.

    Aber ich bin Willens mich eines Besseren belehren zu lassen, dafür muss er sich aber noch ziemlich anstrengen :)

    Nein, das glaube ich auch nicht, dass das von Beginn an sein Plan war. Im Prolog haderte er ja mit der Mittelmäßigkeit, vor der er solche Angst hatte, da schimmerte nichts durch, dass er hier taktisch vorgegangen wäre.

    Ich fand es schon beim ersten Mal schade, dass jemand wie Narron ausscheiden muss. Gleichzeitig zeigt das aber auch, wie unsinnig ein solches Ritual in diesen Zeiten ist, wo jeder Kämpfer gebraucht wird und der zweitstärkste scheidet aus.

    Da bin ich zu 100% bei dir.

    Ich hatte den Eindruck, dass er einer der wenigen ist, die den Ernst der Lage erkennen und mit allen Mitteln dagegen ankämpft.

    Da scheint mir auch so, wahrscheinlich hat er sich auch deswegen an Giswon und die "neuen" Mondschwerter gewandt, die sich in der Halle befanden, weil er wusste, dass die, die sich draußen feiern lassen, zu luschig sind, abgesehen davon, dass sie mit ihrem Alkoholspiegel sicherlich nicht viel Produktives zum Kampf hätten beisteuern können.

  • Ich weiß noch, dass ich auch bei der ersten Lektüre an dieser Stelle gehofft habe, dass Narron nochmal eine Rolle spielen wird. Auch wenn Narron ein wenig arrogant Helion gegenüber war, da hat er sich die blutige Nase schon verdient.

    Naja, Helion war auch ein wenig arrogant, dachte doch, er sei besser vorbereitet, weil bessere Schule als in der verweichlichten Stadt.


  • Ich fand es schon beim ersten Mal schade, dass jemand wie Narron ausscheiden muss. Gleichzeitig zeigt das aber auch, wie unsinnig ein solches Ritual in diesen Zeiten ist, wo jeder Kämpfer gebraucht wird und der zweitstärkste scheidet aus.

    Da bin ich zu 100% bei dir.

    Das Problem wahrscheinlich jeder Welt und jeden Zeitalters: Das war schon immer so!!

    Nicht das beste Argument aber ein gern angebrachtes:)

  • Naja, Helion war auch ein wenig arrogant, dachte doch, er sei besser vorbereitet, weil bessere Schule als in der verweichlichten Stadt.

    Stimmt, damit hast du recht, das hatte ich schon wieder verdrängt rotwerd


    Ja, ich meine auch mich an so etwas erinnern zu können.


    Das Problem wahrscheinlich jeder Welt und jeden Zeitalters: Das war schon immer so!!

    Nicht das beste Argument aber ein gern angebrachtes :)

    Damit hast du - leider - recht.

  • Wie Bernd hier auf einzelne Szenen Spotlichter setzt, wie z.B. der Balkon mit den vornehmen Bürgern oder der Königin und auf der anderen Seite die leichten Mädchen, die sich den Siegern an den Hals werfen - mit der Brust voran :totlach: Ddadurch hatte man das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein.

    Bei solchen Schilderungen kommt es immer auf die signifikanten Details an. Wenn man Massenszenen oder andere große Setting (komplette Städte, große Schlachten etc.) komplett beschreiben will, verzettelt man sich und es wird schnell langatmig. Stattdessen beschreibe ich lieber einzelne Schlaglichter, und die dafür umso intensiver.

    Dass Helion so schnell seinen ersten Osadro überwältigt, daran konnte ich mich auch nicht mehr erinnern.

    Hm. Einerseits frage ich mich, ob mein Roman so wenig eindrücklich ist, dass er schlecht im Gedächtnis bleibt. Andererseits freue ich mich, dass Euch durch den Abstand auch das "Zweitlesen" nicht langweilt und noch ein paar Überraschungen bietet. Ja, ich glaube, ich entscheide mich für Letzteres und freue mich einfach, wenn Euch die Leserunde zur erweiterten Edition Spaß macht. :)


    Was ist, wenn Lisanne ihm in Guardaja mit einem Angebot ködert, dass dann einfach wieder zu verlockend ist?

    Ja, das ist die große Gefahr. In der Theorie weiß man noch vergleichsweise klar, was richtig und was falsch ist. Aber wenn man unmittelbar mit der Wahl konfrontiert wird, in all ihren Facetten und ihrer Komplexität - dann ist oft gar nichts mehr klar.

  • Die Anpassung der Rüstung fand ich schon toll. Solche Kleidung hätte ich auch gerne (aber nur, wenn sie sich bei Zunahme auch anpasst ;) ).

    Mein erster Gedanke war: und wie kommt er da wieder heraus ^^




    Die Spoiler lese ich als Erstleser mal nicht, ich will mich ja überraschen lassen (auch wenn das hier sehr verführerisch ist )

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Hallo zusammen,


    das war ein ganz toller Abschnitt. Ich bin hier sowas von angekommen in dem Buch, dass es mir wirklich verdammt schwer gefallen ist, das Buch nach diesem Abschnitt zur Seite zu legen ... und das an einem Sonntag mit viel Lesezeit für mich. Ich habe echt angefangen parallel zu lesen, was ich gar nicht mag und dann ist das Parallelbuch auch noch auf dem Tablet, wo doch die Schatten und die LR so präsent sind ... nur gut, dass ich das Parallelbuch auch als dickes, schweres HC habe


    Im Moment bin ich Helion grade ziemlich verfallen, auch wenn mir schon am Ende vom letzten Abschnitt klar war, dass er den Kampf gegen Narron gewinnen würde. Wobei ich mich schon auch gefragt habe, ob Narron noch eine zweite Chance bekommen wird um den Mondschwertern beizutreten oder ist das mit seiner Niederlage für immer verwirkt? Und wenn es so wäre (letzteres), wäre er dann ggf. nicht auch anfällig für die Schattenherren? Die Niederlage muss doch ganz schön erniedrigend für ihn gewesen sein, er hat sicherlich nicht damit gerechnet, gegen einen Nobody zu verlieren.


    Ich fand es übrigens toll von Giswon, dass er sowohl seinen Schüler Narron als auch Helion als ...hmmm ..."Meister" in diesen Zweikampf führt, schließlich kann Treaton das ja für Helion nicht mehr tun. Da hat Giswon schon das erste Mal bei mir gepunktet. Und was er später alles zu Helion gesagt hat, boah, das fand ich großartig!! Da waren echt schöne und schlaue Dinge dabei. Ich hab das Tablet jetzt grad nicht hier und kann den genauen Wortlaut nicht nachlesen, aber da war z.B. ein Satz, dass für Sterbliche/ Menschen jede Stunde zählt (zumindest so in der Art). Das ist etwas, was wir uns viel öfter ins Gedächtnis rufen sollten.

    Unter "sein Schwert schmieden " hätte ich mir etwas anderes vorgestellt aber so ist es ja doch recht beeindruckend und auch die Rüstung ist schnell auf Maß gefertigt.

    Auch, dass während des " Fertigungsprozesses' das Wesen des Paladins erkennen um im Schidl manifestiert ist interessant. Die Priesterin erkennt aber auch, dass Heliors feste Werte und Überzeugungen ihm noch zum Schaden gereichen können.

    Das war für mich die erste Szene mit richtig heftig Gänsehaut. Total großartig erzählt, Kopfkino pur!!!

    Bei der Beschreibung der leidenschaftlichtlichen Vereinigung von Gerrior mit einer Greisin hatte ich zunächst gedacht, gehofft?, dass der Osadro Gerrior getäuscht hat, ihm eine Greisin zugeführt und die Person der jungen schönen Agura nur vorgaukelt.

    Die Wahrheit ist im Hinblick auf das Wesen der Schattenherren nicht wirklich überraschend aber doch etwas grauselig.

    Auch das war eine Wahnsinns-Szene. Wirklich heftig, wirklich gruselig aber auf verstörende Weise auch extrem faszinierend. Aber die Baroness, die zur Greisin wird, tut mir auch ganz schön leid.


    Doch bei dem Gespräch mit Helior wird schnell klar, dass er vielleicht nicht mehr so häufig das Schwert auf dem Schlachtfeld schwingt, aber dafür im Dschungel der Diplomatie andere Schlachten schlägt.

    Und für den Dschungel der Diplomatie ist auch nicht jeder geeignet. Auch solche Menschen muss es geben. Es gibt Romane, wo mir die politischen/ diplomatischen (Ver)Wirrungen extrem gut gefallen, wo ich dann aber u.U. eher auf Schlachten verzichten könnte.

    Modranel scheint sich ja gegen die Schatten gewandt zu haben und den Kampf gegen sie zu unterstützen.

    Ich glaube aber immer noch nicht, dass dies von Anfang an sein Plan war.

    Aber ich bin Willens mich eines Besseren belehren zu lassen, dafür muss er sich aber noch ziemlich anstrengen:)

    Ich befürchte, dass Modranel zu einer extrem spannenden und faszinierenden Figur in diesem Roman werden könnte, auch wen nicht die geringste Ahnung habe, auf welcher Seite er letztlich stehen wird. Zumindest mal ist er tatsächlich ein sehr mächtiger Magier geworden und könnte tatsächlich zur wichtigsten Waffe gegen die Schattenherren werden ... aber Giswon sagt ja, dass man ihm besser nicht trauen sollte.

  • Wobei ich mich schon auch gefragt habe, ob Narron noch eine zweite Chance bekommen wird um den Mondschwertern beizutreten oder ist das mit seiner Niederlage für immer verwirkt?

    Ich finde, da müssen wir nicht übermäßig streng sein. Die Regel mit dem "1 Abschnitt pro Tag" hat den Sinn, dass man noch vernünftig in den Leseabschnitten spekulieren kann - das geht eben nicht mehr, wenn man das Buch komplett in einem Rutsch durchliest und dann nachträglich postet. Aber Du bist ja schon auf die Beiträge zu diesem Leseabschnitt eingegangen, und aktuell wird bereits im 4. Leseabschnitt fleißig diskutiert (und ich könnte mir auch vorstellen, dass es heute auch im fünften schon zur Sache gehen wird). Ich denke, es spricht nichts dagegen, dass Du auch mehrere Leseabschnitte an einem Tag liest, um zur aktuellen Diskussion aufzuschließen - jedenfalls, solange Du, so wie hier, nach jedem Abschnitt eine kurze Pause einlegst und Deine Eindrücke postest. :trost:


    Wobei ich mich schon auch gefragt habe, ob Narron noch eine zweite Chance bekommen wird um den Mondschwertern beizutreten oder ist das mit seiner Niederlage für immer verwirkt?

    Es ist nicht für immer, aber die Zeremonie wird nur in Roten Nächten durchgeführt. Es hängt also von der Mondkonstellation ab, und der Heerzug in den Norden bricht in Kürze auf ...


    ein Satz, dass für Sterbliche/ Menschen jede Stunde zählt

    Wie Ihr sicher gemerkt habt, lasse ich mich gern von anderen Geschichten in Buch oder Film inspirieren. In diesem Fall gibt es eine Parallele zu "Troja", wo Achilles sagt, dass die Götter neidisch auf die Sterblichen sind, weil für die Sterblichen jeder Augenblick einmalig und damit wertvoll ist.