01: Prolog und Interludium

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  • Hallo Ihr Lieben,


    hier treffen wir uns ab dem 25.05.2018 zur Leserunde zu dem Buch "Die Schattenherren: Feind" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders Robert Corvus, der uns hier begleiten wird. Schön, dass Du, lieber Robert, wieder mit dabei bist! :-*


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch.

    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Wenn ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, dann wäre es gut, wenn ihr hier oder per PN an den Moderator/Autor kurz Bescheid geben würdet.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass bitte pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte! :winken:


    Hier könnt Ihr zum Prolog und Interludium schreiben.

    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!


    Liebe Grüße

    odenwaldcollies :winken:

  • Ich freue mich sehr auf die Leserunde! :banane:


    Zu Beginn auch hier der Hinweis, dass Ihr die Karten, das Glossar und das Dramatis Personae auf meiner Homepage findet. Ihr dürft das Material gern ausdrucken, wenn Ihr beim Lesen im eBook nicht so gern vor- und zurückspringen wollt.

    Das Buch hat noch einen weiteren Anhang, Rebellen, Verfluchte und Sterbliche. Er stellt wichtige Figuren aus der Perspektive eines Chronisten vor, der in derselben Welt lebt wie sie. Ich empfehle, diesen Text im ersten Leseabschnitt noch nicht zu lesen, sondern frühestens, wenn Ihr im zweiten seid. Er ist aber nicht notwendig zum Verständnis der Geschichte; es kommt eben darauf an, ob Ihr etwas mehr über die Figuren wissen möchtet, oder ob Euch reicht, was im Fluss der Geschichte über sie erzählt wird. ;)


    Wo wir schon beim Drumherum sind: Dieses Buch ist das Erste, das ich ohne Unterstützung durch einen Verlag zusammengebraut habe. :kochen: Deswegen interessiert mich besonders, wie Ihr mit der Präsentation zufrieden seid. Titelbild, Vignetten, Gestaltung ... wie gefällt es Euch?


    Aber noch gespannter bin ich natürlich darauf, wie die Geschichte bei Euch ankommt. Also - wie gefällt Euch der erste Leseabschnitt - und für diejenigen, die die Originalausgabe nicht kennen: Was denkt Ihr, was für eine Geschichte erwartet Euch nach dem Interludium? :wahrsager:

  • Hallo zusammen und ja, ich freue mich auch total auf die LR. Glossar und Personenregister habe ich mir gerade ausgedruckt und die erste Frage, die ich schon stelle wollte (zum weiteren Anhang "Rebellen, Verfluchte und Sterblich") hast Du schon beantwortet. Danke dafür Robert. Auch wenn ich das eben erst gesehen habe und natürlich vorhin, als ich den Prolog gelesen habe, trotzdem schon reingespinst habe.


    Der Prolog hat mich erstmal ganz schön geschockt. Dass ein Vater seine Tochter so verkaufen kann und dann tötet er auch noch seine Frau:ohnmacht:Das fand ich echt hart. Wie schrecklich muss das für Lióla gewesen sein. Sie wirkte so vertraut mit ihrem Vater und dann das...


    Ich weiß noch nicht, wie viel ich am Wochenende posten kann, nur schon mal zur Vorwarnung, falls ich mich erst nächste Woche wieder melde.


    Was die Präsentation angeht, da bin ich total begeistert. Je mehr Extras wie Landkarten, Glossare etc. desto besser. Vor allem aber das Cover gefällt mir. Als Du die LR hier vorgeschlagen hast, hat mich das Cover neugierig gemacht und die Informationen zum Inhalt haben dann den Ausschlag für die LR gegeben. Außerdem finde ich es total klasse, wie aktiv Du hier im Forum als Autor bist und Dich um uns kümmerst. Die Zeit muss man auch erstmal haben.


    Bis die Tage und auf eine spannende LR

    Kathrin

  • Ich habe mich gerade wieder in die Schatten begeben. Meine Meinung zum Cover ist leider geprägt davon, dass man die grausame Schönheit nicht wirklich darstellen kann. Es ist ein schönes dunkles Bild aber da ich gerade auf dem WGT war eben nichts besonderes. Ich glaube auch nicht wirklich, dass es zu allen drei Bänden passt. Aber es zieht sicher die dunklen Romantikerinnen. Vielleicht weniger die männlichen Leser? Es weckt meiner Meinung nach falsche Erwartungen an das Buch.

    Die Karten finde ich toll und natürlich auch die Zusatzinformationen, obwohl ich noch nicht ins Glossar schauen musste. Alle Personen waren ja alte Bekannte.

    Mich wundert allerdings, dass erst die Schattenherren Bernd zum schwärzesten Fantasy Autor gemacht haben. Schließlich war "Sanguis B" nicht viel heller. Oder bezieht sich die Aussage auf Robert? Ich gehöre ja zu den begeisterten Lesern von damals. Ich hoffe, die Konsequenz in der charakterführung ist geblieben.

    Es hat mich jedenfalls gleich wieder gepackt, obwohl ich einigen Widerstand in mir gespürt habe, das Buch zu öffnen :)

    War ich damals schon getröstet über den Tod der Mutter oder bin ich es jetzt mit dem Hintergrundwissen? Ein Weiterleben mit dem Wissen um die verlorene Tochter wäre doch eine Qual gewesen.

    Also ich erwarte euch in den Schatten, auch wenn wir bald kurz auf die helle Seite wechseln.

  • Wie ich es langsam erwarten sollte wird man auch hier wieder direkt, ohne große Erklärungen ins Geschehen geworfen. Ich muss gestehen, nach der Buchvorstellung, hat mich der Prolog mehr als nur etwas überrascht, erwartete ich doch in Mordranel einen "lichten" Charakter zu finden. Ein sehr verstörender Part, der aber eine sehr gute Charakterstudie dar stellt. Wieviel ist jemand gewillt zu geben um etwas zu erreichen. Das Interludium ist dann sehr schön daran angeschlossen, lässt es uns doch einen sehr tiefen Blick in die Arbeitsweise des Kultes werfen. Ein sehr stimmiger düsterer Einstieg, der ohne viel Gewalt und Blut auskommt und trotzdem für den ein oder anderen Schauder sorgt, grade in der erzählten Ruhe und Normalität.

    Zur Darstellung muss ich sagen es gefällt mir sehr gut, auch wenn die Karten vll dynamischer sein könnten (technisch gesprochen) da sie auf dem Tablet grade mal ne halbe Seite füllen. Ich weiss aber nicht ob man das in diesem Format überhaupt anders machen könnte.

    Zum weiteren Geschehen kann ich nicht mal spekulieren, da ist noch alles möglich, da ich nicht mal vorhersagen kann wieviel Zeit zum nächsten Abschnitt hin vergehen wird. Es scheint mur etwss unwahrscheinlich das es nahtlos anschliesst.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Selten trifft man bereits auf so wenig Seiten auf so viele unsympathische bis abscheuliche Charaktere.

    Modranel scheint ja zunächst zumindest etwas Reue zu verspüren doch zeigt sich schnell,dass er in seinem wahnhaften Streben nach Wissen nicht davor halt macht seine Tochter zu opfern.
    Seine Rechtfertigung ist nicht neu aber immer wieder beliebt- ein höhere Zweck, ein besseres Leben für alle anderen...Monatlich ein neues Kleid und Dienstboten erscheint ihm offenbar eine angemessene Entschädigung für die Mutter.

    Der Mord an seiner Frau kam dann aber doch überraschend.

    Bevor der Leser dann so Recht Mitleid mit der vertrauensvollen völlig unbeschwerten Liola bekommen kann , die sich so freut, kein Frühstück machen zu müssen, hat sie bereits ihren Auftritt im Interludium. Da sieht man schnell, dass von dem süßen Mädchen nicht mehr viel vorhanden ist.


    Das Cover gefällt mir sehr. Die grausame Schönheit ist sehr gut dargestellt, finde ich, soweit das halt in einem Bild machbar ist

    Ich habe mich gerade wieder in die Schatten begeben. Meine Meinung zum Cover ist leider geprägt davon, dass man die grausame Schönheit nicht wirklich darstellen kann. Es ist ein schönes dunkles Bild aber da ich gerade auf dem WGT war eben ..... Vielleicht weniger die männlichen Leser? Es weckt meiner Meinung nach falsche Erwartungen an das Buch.

    Welche Erwartungen meinst du weckt es ? Sollte es für die männlichen Leser lieber etwas blutrünstiger sein:)?


    Ein Personenregister finde ich immer praktisch. Jetzt ist es ja noch überschaubar. Das Kartenmaterial gefällt mir auch.



  • Ich glaube auch nicht wirklich, dass es zu allen drei Bänden passt. Aber es zieht sicher die dunklen Romantikerinnen. Vielleicht weniger die männlichen Leser? Es weckt meiner Meinung nach falsche Erwartungen an das Buch.

    Ob es zu den Büchern passt, kann ich nicht beurteilen, noch nicht, denn ich begebe mich ja zum ersten mal in die Schatten. Und ich gehöre auch eindeutig nicht zu den dunklen Romantikerinnen, da man mich in der Regel mit Vampiren und Werwölfen jagen kann;). Nichtsdestotrotz hat mich dieses Cover deutlich mehr angesprochen, als das der ursprünglichen Ausgabe. Da weiß ich nicht, ob ich überhaupt in den Klappentext geschaut hätte.


    An der Stelle muss ich mich übrigens outen: wen meinst du mit "Bernd", Rhea?

    War ich damals schon getröstet über den Tod der Mutter oder bin ich es jetzt mit dem Hintergrundwissen? Ein Weiterleben mit dem Wissen um die verlorene Tochter wäre doch eine Qual gewesen.

    Auch da bist du Schattenneulingen ggf. ein Stück weit voraus. Es wäre sicherlich für die Mutter schlimm gewesen, weiter leben zu müssen ohne die geraubte/ verkaufte Tochter. Vielleicht sogar schimmer, als wenn Liola " nur" gestorben wäre. Und dennoch schockt mich das Verhalten des Vaters. Wo bitte ist da die Liebe zu seiner Familie? Hat er seine Frau jemals geliebt? Seine Tochter? Ich muss dazu sagen, dass ich sehr glücklich und wohl behütet aufgewachsen bin und zumindest in unserer Kernfamilie so etwas wie einen richtig heftigen Streit nicht kenne. Meinungsverschiedenheiten, die kenne ich natürlich auch, aber ansonsten halten wir wie Pech und Schwefel zusammen. Deshalb sind mir solche Taten innerhalb einer Familie immer unbegreiflich.

  • Das Interludium ist dann sehr schön daran angeschlossen, lässt es uns doch einen sehr tiefen Blick in die Arbeitsweise des Kultes werfen.

    Das stimmt. Allerdings frage ich mich momentan schon noch, wie wichtig dieses Interludium und z. B.auch Birros noch werden wird.

  • wen meinst du mit "Bernd", Rhea?

    Mich. ;) Mein bürgerlicher Name ist Bernd Robker (so steht er auch im Impressum meiner Webseite), mein früheres Pseudonym ist Bernard Craw, und das aktuelle Robert Corvus.


    Mich wundert allerdings, dass erst die Schattenherren Bernd zum schwärzesten Fantasy Autor gemacht haben. Schließlich war "Sanguis B" nicht viel heller.

    Abgesehen davon, dass man Sanguis B. im Horror und nicht in der (Dark) Fantasy eingeordnet hat, ist der Roman in einem sehr kleinen Verlag erschienen und hat keine vergleichbare Verbreitung zu den Schattenherren erfahren. Deswegen war die Rezeption auch nicht so umfangreich. Anders ausgedrückt: Kaum jemand hat damals bemerkt, dass das Buch erschienen ist. :err:


    Der Prolog hat mich erstmal ganz schön geschockt.

    hat mich der Prolog mehr als nur etwas überrascht

    Ich hoffe, Ihr seid nicht abgeschreckt. :aaa:Feind ist eine Dark-Fantasy-Geschichte, da wollte ich schon direkt im Prolog klar machen, dass man sich auf üble Typen gefasst machen muss - und darauf, dass diese auch durchaus zum Erfolg kommen können.

    Selten trifft man bereits auf so wenig Seiten auf so viele unsympathische bis abscheuliche Charaktere.

    Wo bitte ist da die Liebe zu seiner Familie? Hat er seine Frau jemals geliebt? Seine Tochter?

    Wie Ihr Eure Sympathien auf die vorgestellten Figuren verteilt, überlasse ich ganz Euch. Bei der Originalversion war das durchaus unterschiedlich in der Leserschaft. Je nachdem, was man selbst an Überzeugungen mitbringt, verläuft die Trennlinie zwischen "verständlich", "sympathisch", "verdammenswert" woanders.

    Modranel ist ein wissbegieriger und fleißiger Mensch, was zunächst einmal positive Eigenschaften sind. Sein Wissensdurst hat ihn völlig verzehrt, er steht über allem - auch über seiner Familie. Ob und wie sehr er sie geliebt hat ... Ich denke, in seiner Erinnerung erfahren wir zumindest, dass er schon immer alles seinem Wissensdurst untergeordnet hat. Trotzdem erinnert er sich auch an einige zärtliche Momente mit seiner Familie.

    Das Interludium ist dann sehr schön daran angeschlossen,

    Bei der Originalveröffentlichung war das Interludium nicht im eigentlichen Buch enthalten, sondern als kostenloses eBook erhältlich. Dazu gab es einen enzyklopädischen Teil zur Welt der Schattenherren (der steht auch auf meiner Homepage) und den Prolog als Leseprobe. Dieses Gratis-eBook war primär eine Marketing-Erwägung. Für die erweiterte Edition habe Giftschatten an der chronologisch passenden Stelle einsortiert, dann hat man alles beisammen. Was auch daran liegt, dass ich im Selbstverlag bei Amazon kein eBook einstellen kann, das permanent kostenlos ist (immer nur 5 Tage innerhalb von 3 Monaten).

    Was die Präsentation angeht, da bin ich total begeistert.

    Zur Darstellung muss ich sagen es gefällt mir sehr gut,

    Das freut mich. :freu:Ich möchte die weiteren Bände ja im Monatsabstand ebenfalls herausbringen, und dafür ist es wichtig, dass ich weiß, ob die Aufmachung passt. Dann würde ich das nämlich bei denen entsprechend einheitlich so machen.

  • Bevor der Leser dann so Recht Mitleid mit der vertrauensvollen völlig unbeschwerten Liola bekommen kann , die sich so freut, kein Frühstück machen zu müssen, hat sie bereits ihren Auftritt im Interludium. Da sieht man schnell, dass von dem süßen Mädchen nicht mehr viel vorhanden ist.


    Das ist tatsächlich etwas was mich sehr überrascht hat. Dass so viele Jahre zwischen Prolog und Interludium vergehen... ich glaube ich hätte da gerne noch ein wenig lesen wollen, wie es Liola in ihrer ersten Zeit bei ihren Schattenherren erging. Wie schwierig es für sie war, wie sie sich zu dem gewandelt hat, was sie im Interludium dann ist.


    Übrigens sorry, wenn bei Liolas Namen der Accent auf dem o fehlt, aber das bekomme ich mit dem Tablet am frühen Morgen noch nicht wirklich hin.

  • Danke für die Aufklärung was den Namen angeht.


    Und nein, abgeschreckt bin ich davon nicht. Im Gegenteil. Ich war ja auf Dark Fantasy eingestellt. Und mir sind gut gezeichnete üble Typen lieber, als 08/15 Charaktere.


    Wie ich meine Sympathien verteile, wird sich zeigen. Dazu weiß ich noch zu wenig. Aber so ein Verhalten wie das von Modranel finde ich trotzdem erschreckend, auch wenn er aus seiner Sicht vielleicht einen Grund dafür hat. Es muss mir ja nicht gefallen, wie er sich verhält. Ich weiß auch, dass es so ein Verhalten durchaus auch in der Realität gibt, ich kann es für mich und meinen familiären Hintergrund nur nicht nachvollziehen.

  • Welche Erwartungen meinst du weckt es ? Sollte es für die männlichen Leser lieber etwas blutrünstiger sein :) ?

    Nein, nur einfach nicht so romantisch wirken. Es sieht für mich aus wie eine Dark-Romance. Aber wichtiger ist wohl (deshalb gilt diese Meinung eben nur für mich) dass eine der beeindruckendsten Stellen im Buch die Beschreibung einer wirklich grausam schönen Frau ist, die in mir einen wirklichen Schauer von Schönheit erzeugt hat. Ich konnte mir diese Schönheit nicht vorstellen und denke man kann es auch nichtt. Jetzt gibt es ein Bild, welches diese Beschreibung relativiert und für mich ist das schade. Ich habe bisher nur wenige Male im Leben erlebt wie Schönheit richtig körperliche Reaktionen hervorruft. Ich bin gespannt wie diese Szene nun auf mich wirken wird. In einem Buch bis dahin nie.

    Kaum jemand hat damals bemerkt, dass das Buch erschienen ist. :err:

    Das ist wirklich schade. Es ist ein wirklich tolles Buch. Mein erster Vampirroman, den ich durchlesen konnte, oder besser gesagt musste, denn es ist so spannend, dass ich es nicht weglegen konnte, obwohl ich damals Horror oder Dark-Fantasy gar nicht gelesen habe.

    Ich denke, in seiner Erinnerung erfahren wir zumindest, dass er schon immer alles seinem Wissensdurst untergeordnet hat

    Er ist ein faustischer Geist. Faust hat auch Gretchen auf dem Gewissen, auch wenn er sie nicht selbst umbringt. Nur dass Faust die Möglichkeit hatte durch die Wette, seine Seele zu befreien.

    Auch Modranel hat durchaus ein wichtiges Ziel außerhalb seines Egoismus. Er denkt, dass er mit der Macht der Magie die Schattenherren besiegen kann.

    Was nicht heißt, dass er mir sympathisch wäre, aber die Suche nach Wissen ist es schon.

    wie es Liola in ihrer ersten Zeit bei ihren Schattenherren erging. Wie schwierig es für sie war, wie sie sich zu dem gewandelt hat, was sie im Interludium dann ist

    Ich glaube, dass einiges schon in ihr angelegt war. Sie ist 10 Jahre alt, da sind viele Eigenschaften schon festgelegt. Dann die Enttäuschung über ihren Vater (der übrigens weiß, dass sie wertvoll ist in den Schatten, aber sicher nicht mit der Karriere rechnet).

    Die Geschichte, wie sie schließlich zu dem geworden ist, der sie jetzt ist wäre wohl eine eigene Erzählung wert, aber würde hier sicher einen Teil Tempo rausnehmen.

  • Ich hoffe, Ihr seid nicht abgeschreckt. :aaa:Feind ist eine Dark-Fantasy-Geschichte, da wollte ich schon direkt im Prolog klar machen, dass man sich auf üble Typen gefasst machen muss - und darauf, dass diese auch durchaus zum Erfolg kommen können.

    Abgeschreckt in keinster Weise, eher neugierig gemacht ;)

    Ich wusst ja auf was ich mich einlasse, und finde die Balance bisher sehr gut. Die Charaktere sind gut nachvollziehbar in ihren Motivationen.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Nachdem ich jetzt schon einige Bücher von Robert gelesen habe und mich auch bei dem Autorenduo Corvus/Hennen so schnell nichts mehr überrascht, war mir auch klar, dass es hier keine schöne Familiengeschichte wird.


    Den Prolog fand ich wirklich klasse, durchweg düster und mit für mich den schlimmsten Taten - nämlich seine eigene Familie zu verkaufen bzw. zu töten - beginnend auch direkt ein gelungener Einstig in die Dark-Fantasy.


    Natürlich war ich schockiert, dass der Vater seine Tochter für dieses magische Buch verkauft. Und noch schlimmer fand ich, dass er seine Frau tötete und damit auch der anderen Tochter die Mutter nahm. Obwohl ich von der Tochter auch eine andere Reaktion erwartet hätte, als im Blut der Mutter zu "spielen".


    Ich bin gespannt, ob Modranel tatsächlich zu einem erfolgreichen Magier aufsteigt und sich sein Opfer gelohnt hat. Tatsächlich hat er aber auch gleichzeitig mit seinem Handel vermutlich selbst den größten Feind geschaffen, oder? Ich denke, dass Lióla diese dunkle Frau werden und für Schrecken und Angst Sorgen wird.


    Das Trinken der Essenz von den Kindern erinnerte mich an Galayne in der Phileasson-Saga. Robert Corvus : Wurde dieser Part von Dir dort übernommen? Eigentlich ist Galayne ja ein Hennen-Elf. Oder woher kommt das ursprünglich?

    Feind ist eine Dark-Fantasy-Geschichte, da wollte ich schon direkt im Prolog klar machen, dass man sich auf üble Typen gefasst machen muss - und darauf, dass diese auch durchaus zum Erfolg kommen können.

    Das ist Dir auch hervorragend gelungen. Und ich bin vorgewarnt und werde versuchen, keine Sympathiepunkte an die "Guten" zu verteilen, denn ich ahne Böses.

    Auch Modranel hat durchaus ein wichtiges Ziel außerhalb seines Egoismus. Er denkt, dass er mit der Macht der Magie die Schattenherren besiegen kann.

    Ich vermute auch, dass das sein Ziel ist. Wie oben schon erwähnt, hat er vermutlich selbst den größten Feind erschaffen. Das könnte spannend werden, wenn der Vater auf seine Tochter trifft oder sich sogar die beiden Schwestern gegenüberstehen.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Das Interludium fand ich durchaus aufschlussreich und ich bin froh, dass es jetzt mit dabei ist. Man weiß als Leser sofort, welche Entwicklung Lióla nun gemacht hat und sie tief in diesem Kult steht.


    Auch die sehr kluge Führung des Gesprächs und damit das Säen des Bösen finde ich sehr gelungen. Mitleid mit Mutter und Sohn hatte ich da nicht. Wer sich mit dem Bösen einlässt, wird auch selbst Böses bekommen.


    Ob sie Interesse an dem Sohn hat und sie ihm irgendwann wiederbegegnet? So als Schreckenspärchen?


    Bei der Originalveröffentlichung war das Interludium nicht im eigentlichen Buch enthalten, sondern als kostenloses eBook erhältlich.

    Ich finde es so besser und durchaus wichtig. Dabei war für mich die eigentliche Schulung und Entwicklungsverlauf gar nicht wichtig (das hat man schon oft genug gelesen). Es reicht aus, dass Lióla nun das ist, was sie ist und nicht mehr das kleine Mädchen.

    Die Geschichte, wie sie schließlich zu dem geworden ist, der sie jetzt ist wäre wohl eine eigene Erzählung wert, aber würde hier sicher einen Teil Tempo rausnehmen.

    Genau das denke ich auch. Ich weiß auch nicht, ob das überhaupt so interessant wäre so im Nachhinein. Aber da ich die Schattenherren noch nicht kenne, warte ich erst mal ab, ob mich dass nach dem 3. Band interessieren würde.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Titelbild, Vignetten, Gestaltung ... wie gefällt es Euch?

    Das "Buch" selber (für mich ist ein Buch immer noch eins mit Papierseiten, in denen ich blättern kann) finde ich gut aufgemacht. Das Titelbild gefällt mir, allerdings finde ich die Frau gar nicht so schrecklich. Das alte Titelbild gefällt mir aber auch.

    Die Zeichnungen gefallen mir immer wieder, auch wenn sie sich jetzt natürlich in der Art wiederholen, weil es der gleiche Zeichner ist. Ich könnte mir aber vorstellen, dass er durchaus die Pläne noch plastischer zeichnen könnte.

    wie gefällt Euch der erste Leseabschnitt

    Mir gefällt er sehr gut und ich bin jetzt richtig neugierig darauf, wie es mit Lióla weitergeht und ob und wann sie auf ihre Familie trifft.

    Was denkt Ihr, was für eine Geschichte erwartet Euch nach dem Interludium?

    Ich denke, Lióla wird schnell Kariere machen, sie scheint eine große Begabung zu haben. Und sie wird natürlich versuchen, weiterhin Schatten zu verbreiten. Ich erwarte auch Kämpfe zwischen den Schattenherren und den anderen Menschen, die sich nicht unterwerfen möchten.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Das Trinken der Essenz von den Kindern erinnerte mich an Galayne in der Phileasson-Saga. Robert Corvus : Wurde dieser Part von Dir dort übernommen?

    In Galaynes Fall stammt die Idee weder von Bernhard noch von mir, sondern von den Entwicklern des Rollenspiels Das schwarze Auge (was ein Sammelbegriff für mehrere Tausend Leute ist, die meist mit sehr kleinen, manchmal aber auch mit sehr umfassenden Beiträgen zur Fantasywelt Aventurien beigetragen haben). Die haben diese spezielle Form der Ernährung für Wesen wie Galayne ins Regelbuch geschrieben.

    Auch Modranel hat durchaus ein wichtiges Ziel außerhalb seines Egoismus. Er denkt, dass er mit der Macht der Magie die Schattenherren besiegen kann.

    Woraus schließt Du, dass sein Ziel darin liegt, gegen die Schattenherren zu kämpfen? Bislang ist er ja deren Geschäftspartner.

    direkt ein gelungener Einstig in die Dark-Fantasy

    :freu:


    Ich erwarte auch Kämpfe zwischen den Schattenherren und den anderen Menschen, die sich nicht unterwerfen möchten.

    Ich denke, der Roman wird Dir geben, was Du suchst. :wahrsager:

  • Ich hoffe, Ihr seid nicht abgeschreckt. :aaa:Feind ist eine Dark-Fantasy-Geschichte, da wollte ich schon direkt im Prolog klar machen, dass man sich auf üble Typen gefasst machen muss - und darauf, dass diese auch durchaus zum Ersten

    Nein, abgeschreckt hast du mich auf keinen Fall, es war ja auch keine romantische Liebesgeschichte angekündigt;)
    Und auch Figuren, die zunächst eher so gar nicht nett sind,schaffen es ja oft doch, unfreiwillig Sympathien zu erwecken. Und wo gibt es schon nur nette Zeitgenossen:)

    Ich bin weiterhin gespannt und keineswegs abgeschreckt


  • Hallo zusammen,


    Feind war ja seinerzeit mein erstes Buch von Robert/Bernd und es hat mich damals etwas zwiegespalten zurückgelassen. Warum, darauf gehe ich aber erst im letzten Abschnitt ein. Band 2 und 3 haben mir dann aber supergut gefallen.


    Jetzt bin ich gespannt, wie das Buch bei dem erneuten Lesen wirkt, nachdem ich ja von dir, Bernd, inzwischen alle folgenden Bücher kenne. Für mich ist Feind nach wie vor eigentlich das düsterste Buch von dir, also von den Büchern, die du als Robert Corvus geschrieben hast.


    Für dich ist die Reihe dann sicherlich auch etwas besonderes, wenn du mit ihr damals in die Phase des Vollzeit-Autors gestartet bist.


    Ich weiß noch, dass der Prolog damals eine der Szenen war, die mich mit am meisten schockiert haben und mir daher noch sehr präsent war. Eigentlich - denn an das Auftauchen der Mondschwerter konnte ich mich nicht mehr erinnern. Ebenso hatte ich mich nicht mehr an Quindas Tod erinnert.


    Tja, Modranel ist ein leichtes und williges Opfer für die Osadro, das Böse ist bereits in sein Herz getröpfelt, so wie er aus lauter Gier nach Macht und Magie seine Tochter Lióla verkauft.

    Im Interludium wird erwähnt, dass jeder weiß, dass Menschen mit schwarzem Haar, bleicher Haut und farblosen Lippen auch gefährdet ist, wahnsinnig zu werden. Leider werden wir nie erfahren, wie sich Lióla entwickelt hätte, wenn sie eine ganz normale Kindheit hätte verbringen dürfen.


    Was mir auch nicht mehr bewusst war, dass Baron Gadior solch jungenhaften Züge hat, in meiner Vorstellung war er inzwischen ein junger Mann ^^


    Als Gadior ein wenig von Liólas Essenz erntet, bekommen wir schon mal einen Vorgeschmack auf die Lebensweise der Schattenherren.


    An das Interludium Giftschatten konnte ich mich noch erinnern, diese Geschichte fand ich damals schon ziemlich böse und faszinierend. Dass das aber damals ausgekoppelt als Kurzgeschichte erschienen war, daran hätte ich mich auch nicht mehr erinnert.


    In jedem Fall zeigt das sehr schön, was aus den Menschen wird, die sich zu Dienern der Osadro machen: Dankbarkeit kann keine erwartet werden, überall lauert Lüge und Hinterhältigkeit. Ganz schön anstrengend :totlach: Und die Ausbildung von Lióla war für die Schattenherren ein voller Erfolg, sie haben sie genau da und genauso, wie sie sie haben wollten.

  • Wo wir schon beim Drumherum sind: Dieses Buch ist das Erste, das ich ohne Unterstützung durch einen Verlag zusammengebraut habe. :kochen: Deswegen interessiert mich besonders, wie Ihr mit der Präsentation zufrieden seid. Titelbild, Vignetten, Gestaltung ... wie gefällt es Euch?

    Mit gefällt der Aufbau sehr gut, gerade die Vignetten finde ich gelungen. Die Karten gefallen mir eh wieder gut, dadurch dass sie auch wieder von Timo Kümmel sind, haben sie auch einen gewissen Wiedererkennungswert. Zu dem Titelbild: da ist es bei mir ähnlich wie bei Rhea, ich denke es ist verdammt schwierig, die betreffende Frau annähernd darstellen zu können. Aber davon abgesehen gefällt mir die Dame ziemlich gut.

    Wie schrecklich muss das für Lióla gewesen sein. Sie wirkte so vertraut mit ihrem Vater und dann das...

    Vor allem als sie sich dann noch hilfesuchend an ihren Vater wendet, als Gadior ihr prophezeit, was alles mit ihr geschehen wird :o


    Obwohl ich von der Tochter auch eine andere Reaktion erwartet hätte, als im Blut der Mutter zu "spielen".

    Ich vermute mal, das liegt auch einfach noch daran, dass Ajina erst 6 Jahre alt war und sie die ganze Situation wahrscheinlich noch nicht richtig erfasst hat.