Leserundenfazit, Rezensionen etc. (ohne Spoiler)

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  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die ihr nach der Leserunde schreiben wollt. Denkt bitte daran, dass Eure Rezensionen eine Art "Gegenleistung" für die Freiexemplare der Verlage sind. Es wäre deshalb schön, wenn sich hier möglichst alle beteiligen - ebenso ist ein Fazit zur Leserunde (gerne auch eines des Autors) immer interessant. Zudem gibt es diesmal sogar für einige von euch Band 2 zu gewinnen, wenn ihr aktiv an der Leserunde teilgenommen und eine Rezension zeitnah geschrieben habt.


    Bitte vermeidet Spoiler und komplette Zusammenfassungen des Inhalts in den Rezensionen, da diesen Thread vielleicht auch Leute lesen, die "Palace of Glass" nicht gelesen haben, es aber noch tun wollen!


    Außerdem wäre es sicherlich sowohl für Christine E. Bernard als auch für ihren Verlag Penhaligon, der uns freundlicherweise Freiexemplare spendiert hat, schön, wenn ihr eure Rezensionen nicht nur hier, sondern auch auf anderen Internetseiten, Blogs und so weiter einstellen mögt.

    Bitte rezensiert das Buch auch auf unserer Hauptseite Literaturschock.de. Eine extra Anmeldung ist hierzu nicht nötig, Gastrezensionen werden manuell freigeschaltet.

  • Rea hat ein Geheimnis. Sie lebt in einer Welt, in der eine Berührung eine Sünde - genau wegen der Gefahr die von ihr und ihresgleichen ausgeht. Durch eine Berührung kann sie die Gedanken der Person spüren und sie kann sie verändern. Diese Fähigkeit wird streng geahndet. Die einzige Möglichkeit für Rea ihre Sucht nach Berührungen zu befriedigen - und das sind illegale Kämpfe. Dort wird sie aufgespürt und als Bodyguard für den Prinzen rekrutiert, dessen Leben in Gefahr ist.


    Ein typischer YA-Roman, dachte ich. Bei solcherlei Romanen stehen die Chancen 50:50, dass mir das Buch zusagt, oder das ich gefühlte hundert mal die Augen verdrehe, weil es dem Roman einfach nicht gelingt, mich zu berühren. Ich hoffte natürlich auf ersteres - und wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil - ich war angenehm überrascht über den Weltenbau und die Charaktere.

    Zunächst einmal zum Weltenbau - Stellt euch einfach mal vor, wie es wäre vollkommen ohne Berührungen auskommen zu müssen. Nicht der freundliche Händedruck eines Bekannten, nicht die sanfte Berührung eines Freundes. Und auf dieser Basis hat die Autorin ihre Welt erschaffen. Die Menschen züchtig verhüllt, der Alltag streng reglementiert und sogar in den U-Bahnen gibt es Felder, wo ein Mensch stehen kann und sich gefälligst kein anderer rein zu drängeln hat. Und das alles nur aus Furcht - Furcht vor den Magdalenen, die den Geist eines Menschen manipulieren können. Allein diesen Gedanken finde ich vor allen in unserer heutigen Gesellschaft ziemlich spannend - denn es mündet in der Frage - mal fern ab von Phantastik - welche Gedanken und Emotionen eigentlich noch hausgemacht sind und welche uns eingegeben werden von den Medien, vom Privaten oder vom Arbeitsumfeld. Und wie viel Respekt sollte man eigentlich davor haben?

    Spannend und fantastisch verpackt wurde diese Thematik in dem vorliegenden Werk.


    Die Hauptrolle, aus deren Augen wir die Welt wahrnehmen, spielt Rea, eine junge Schneiderin und verborgene Magdalena. Zu Beginn erkunden wir London - ein London voller Reglementierungen, Kleiderordnungen und Dünkel, die mich wirklich manchmal erschreckt haben. Ob Kummerbünde, in die die Hände geschoben werden oder Marienkrägen, die das Gesicht möglichst hoch verdecken - alles wird hier dafür getan, dass sich die nackte Haut nicht berührt. Andererseits gibt es verborgene Orte - Babylon, in denen Berührungen angeboten werden wie Ware und in denen die Magdalenen Unterschlupf und Erleichterung finden. Ehrlich, ich wäre in einer solchen Welt auch süchtig nach der kleinsten Berührung. Rea selbst kommt eigentlich ganz Tough und abgeklärt rüber und ist mir erstaunlich wenig auf die Nerven gefallen. Auch nimmt man bei ihr eine spürbare Entwicklung im Laufe des Buches wahr, was ich stets begrüße. Ich bin ihr gerne durch London und später in den Palast gefolgt. Reas Sichtweise ist ebenso durchzogen von Erinnerungen an ihre Zeit in Amerika, sodass der Leser neugierig wird, welches Puzzleteil ihres Charakters denn als nächstes an ihren Platz rückt.

    Generell blieb kaum ein Charakter eindimensional oder blass, sei es der Prinz, seine Leibwächter (oh, ich mochte insbesondere Blanc sehr gerne!) oder Reas Bruder Liam.


    Manchmal war ich jedoch erstaunt über die Grausamkeit, mit der die ein oder andere brutale Gegebenheit geschildert wurde. Ob die Schilderungen immer notwendig waren oder nicht, sei dahin gestellt. Jedenfalls haben sie dafür gesorgt, dass mir die Reas Welt um einiges düsterer vorkam, als es vielleicht ohne sie der Fall gewesen wäre.


    Die Actionszenen haben mir im übrigen sehr gut gefallen - sehr temporeich und ohne unnötige Längen. So machen mir solche Szenen Spaß.


    Natürlich gibt es auch einige Kritikpunkte. Zu Beginn kam mir die Welt vor wie das 18. Jahrhundert und ich war reichlich irritiert, als Rea plötzlich ihr Handy hervorholte oder in die U-Bahn stieg. Doch nach einer Weile gewöhnt man sich daran. Einige Ungenauigkeiten im Plot sind mir noch aufgefallen, auf die ich hier aufgrund von Spoilern nicht näher eingehen möchte.


    Das Buch hat mich überraschend gut unterhalten und ich flog nur so durch die Seiten, hatte Rea und ihre Mitstreiter sehr schnell ins Herz geschlossen. Deshalb vergebe ich vier sehr gute Sterne mit Tendenz nach oben. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil.


    Und hier sind die Links:

    https://literaturschock.de/lit…e-of-glass-die-waechterin

    https://www.goodreads.com/review/show/2407908478

    https://www.lovelybooks.de/aut…6-w/rezension/1570721520/

    https://www.lesejury.de/c-e-be…1&tab=reviews&s=2#reviews

    http://wasliestdu.de/rezension/welt-ohne-kontakt

    https://www.thalia.de/shop/hom…99743.html?jumpId=2552004

    https://www.thalia.de/shop/hom…99743.html?jumpId=2552004

    https://www.jokers.de/artikel/…die-waechterin_23825306-1

    https://www.buecher.de/shop/sc…detail/prod_id/49960011/#

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Traders)

  • Ein Buch das sich nur schwer aus der Hand legen lässt!

    Dieses Buch hat mich in mehr als einer Hinsicht überrascht. Ich habe einen leichten YA Roman erwartet, und ein Buch mit viel Tiefgang und einer sehr durchdachten Welt gefunden.

    Die Hauptperson Rea, aus deren Perspektive das Buch auch geschrieben ist, lebt in einem Land in dem Berührungen verboten sind, und die Grenzen gut bewacht. Eigentlich versucht sie nur möglichst unauffällig durchs Leben zu kommen. Aber sie braucht Berührungen, also zieht sie nachts manchmal ihre Handschuhe aus und kämpft verkleidet in Strassenkämpfen. Dort wird sie entdeckt und als Leibwächterin des Prinzen in die Höhle des Löwen, den Palst gebracht.

    Der Kontrast dieser nun drei Leben, Schneiderin, nächtliche Kämpferin und Leibwächterin, ist gut nachvollziehbar und birgt natürlich jede Menge Raum für Spannungen.

    Das Buch überzeugt durch eine sehr durchdachte Gesellschaft, inklusive der Schattenseiten, einen erstaunlich tiefen Einblick in die Psycheund menschliche Abgründe und ein rasantes Erzähltempo. Es ist dabei manchmal brutal offen, aber das gefällt mir persönlich sehr gut.

    Eine klare Empfehlung meinerseits.


    Die Leserunde hat mir viel Spass gemacht, auch wenn mir die Abschnitte sehr gross waren.

    Streuen werd ich diese Rezension heute Nachmittag auf der Hauptseite, amazon und thalia.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Palace of Glass vereinigt viele Gegensätze in sich, so scheint es. Es spielt in der Zukunft, doch es herrscht die Mode aus dem Mittelalter. Es ist eine düstere Dystopie und auch eine Liebesgeschichte.

    Interessanterweise gibt es trotzdem nicht viele Ungereimtheiten (die ein oder andere bleibt jedoch nicht aus). Rea, unsere Protagonistin, ist eine Magdalena- eine Person, die mithilfe von Berührungen Gedanken ihres Gegenübers sehen kann. Eine interessante Gabe, möchte man meinen- jedoch nicht einer Welt, in der jegliche körperliche Berührungen unter Strafe gestellt sind. Faszinierend bei der Lektüre fand ich, wie konsequent dieser Gedanke von der Autorin zu Ende geführt wurde- jedes kleine Detail ist wichtig- sodass sie sogar daran denkt wie ein Bus beschaffen sein müsste, damit man nicht versehentlich in Berührung mit seinen Mitfahrern kommt. Magdalenen sehen das Bewusstsein der Menschen wie eine Landschaft- diesen Gedanken finde ich schlichtweg genial. Jeder menschliche Geist ist anders und bietet sich anders dar, angepasst an den Charakter desjenigen. Dies sind deutliche Anleihen aus der realen Psychologie, wo man ebenfalls etwas wie innere Landschaften kennt. Hier merkt man durchaus die gründliche Recherche, die für dieses Buch geleistet worden ist. Das Setting, also eine Dystopie von einer Welt, in der Berührungen nicht möglich sind- hat mich schlichtweg begeistert. So etwas klingt kaum vorstellbar, entsprechend viel Potential gibt eine solche Geschichte her. Palace of Glass ist der erste Teil einer Trilogie und ich kann mir ohne weiteres vorstellen, dass diese Dystopie noch viele weitere Bücher füllen könnte.

    Nun... dass es auch eine Romanze gibt, ist wohl unvermeidbar in einem solchen Buch. Ich gehöre zu denen die wenn überhaupt Romanzen nur in homöopathischen Dosen in Büchern vertragen können, dementsprechend war es hier für mich zuviel, zu wichtig und auch nicht komplett nachvollziehbar (Prinzip: Erster Blick, erster Kuss, unsterblich verliebt). Aber gut, dies ist für einen Jugendroman recht typisch. Die Charaktere empfand ich als sehr unterschiedlich in ihrer Intensität- zum Teil sehr interessant und auch genügend unterfüttert, manche noch nicht richtig ausbalanciert. Einige blieben blass, andere waren zu überzeichnet in ihrer Art. Die Hauptprotagonistin Rea jedoch war für mich gut gelungen und auch ein Charakter, dem ich auch in künftigen Teilen gerne weiter folgen werde und möchte.



    Mein Gesamtfazit: Ein ungemein spannender Jugendroman mit einem ungeheuer mitreißenden Setting und mit einer echten Vision- mit kleineren Schwächen an der Charakterfront. Dies ist jedoch nichts was mich davon abhalten wird, auch den Rest der Trilogie zu lesen.



    Rezension gepostet auf


    Literaturschock (noch in Freischaltung)

    Buch7

    Amazon

    Meinem Blog

  • Was wäre wenn wir für einen Teil der Menschheit aus Glas wären, wenn…


    es unter uns Menschen gäbe, die schon bei einer flüchtigen Berührung unsere Gedanken lesen können, die unsere Gedanken manipulieren können, Dinge vergessen lassen, Ereignisse verdrehen. Menschen, denen man das nicht ansieht, deren Berührung wir also nicht bewusst vermeiden können. Was würden wir tun?

    Wären wir einverstanden, wenn der Staat ein allgemeines Berührungsverbot erlassen würde, um uns zu schützen? Welche Strafen wären gerechtfertigt, um unsere Identität zu schützen?

    In nicht allzuferner Zukunft hat man sie wieder entdeckt, wo man doch dachte, die Hexen gäbe es nicht mehr. Aber es gibt sie, die Magdalenen. Männer und Frauen, die unterschiedliche Fähigkeiten haben, mit Gedanken umzugehen. Sie sind gefährlich, sie werden verfolgt, sie leben im Untergrund.

    Die Menschen schützen sich vor ihnen, indem sie sich von Kopf bis Fuß verhüllen und das nicht nur freiwillig, sondern jedes Fleckchen Haut zu bedecken ist mittlerweile Gesetz. Lange Röcke, Hohe Kragen, Masken und Handschuhe und die Macht des Königs, der sein Volk beschützt. Es fühlt sich an wie Vergangenheit, in der es dann tablets und handies gibt, die in diesem Umfeld auf mich wirkten wie Anachronismen.

    Der Leser begegnet der Magdalena Rea in London, im Kampfkreis. Sie kämpft dort aus einem einzigen Grund: sie möchte Haut berühren, in einen Geist eindringen. Sie braucht diese Berührung. Sie ist süchtig danach. Sie gewinnt den Kampf, weil sie die Gedanken ihres Gegners lesen kann. auf dem Rückweg vom Kampf wird sie verfolgt und schafft es nur mit Mühe nach Hause zu ihrem Bruder, alles was ihr von der Familie noch geblieben ist. Aber sie hat den Verfolger nicht abgeschüttelt. Angst und Geistgier bestimmen ihr Leben. Das wird auch nicht anders, als sie abgeholt wird….

    In der Geschichte ist demzufolge Spannung immer inbegriffen. Wer ist wer? Welche Motive bringen die Charaktere dazu, zu handeln wie sie es tun? Wer wird überleben?

    Sehr detailliert wird in der Geschichte die Frage nachvollzogen, was passiere würde, wenn Berührungen verboten sind. Ein besonders schönes Detail sind die nummerierten Quadrate bei Wartebereichen und der Stopp der zuführenden Rollbahnen, sobald diese alle besetzt sind. Makaber, dass dies natürlich auch bedeutet, dass sexuelle Beziehungen nur zur Nachwuchszeugung gestattet sind.

    Palace of Glass – ein Titel, der in mehrfacher Bedeutung stimmig ist für diese Geschichte. Menschen sind aus Glas für Magdalenen. Das Schicksal der Magdalenen ist zerbrechlich wie Glas. Dünn sind die Beziehungen ohne Hautkontakt und schließlich laufen alle wie auf Glas, vorsichtig, sich ständig der Gefahr bewusst.

    Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet, die rote Seide, in ihrer Leichtigkeit ein weiteres Symbol für diese Welt, in der die Körperlichkeit verloren geht.

    Eine spannende Geschichte mit einigen Rätseln und unerwarteten Entwicklungen. Spannende Story, interessante Charaktere und ein Ausgangspunkt, der zumindest Nachdenkens wert ist.

  • Nachdem dieses Buch wochenlang aus meiner Timeline auf Facebook nicht mehr wegzudenken ar, habe ich mich wahnsinnig gefreut, hier die Chance zu bekommen, an der Leserunde teilzunehmen. Vielen Dank noch einmal dafür!


    Auf den ersten Seiten hatte ich noch kleine Schwierigkeiten, in die Welt und die Regeln von Rea hineinzufinden. Sie ist doch völlig anders als unsere und manche Regeln werden erst nach und nach klarer. Auch die Kleidung wirkt anfangs befremdlich, doch sie ergibt nach und nach Sinn.

    Die Figuren fand ich dagegen von Anfang an spannend. Sie waren und sind für mich stellenweise bis zum Schluss nicht durchschaubar und genau das gefällt mir sehr gut. Es ist nicht vorhersehbar und aalglatt, sondern man findet Ecken und Kanten.


    Auch die Vielfalt der Figuren hat mich gefreut. Die Geschichte spielt sich nicht nur zwischen zwei der drei Personen ab, sondern es kommen viele verschiedene Charaktere zum Zug und ich bin gespannt darauf, sie in den zwei Folgebänden noch besser kennenzulernen.


    Ich persönlich finde die Welt von PoG zwar ein wenig befremdlich und erschreckend, doch sie ist großartig gestaltet und aufregend. Sie regt immer wieder zum Nachdenken an und gefällt mir einfach sehr gut.


    Das Lesen und die Diskussion hier hat mir großen Spaß gemacht, da die Gespräche nicht nur oberflächlich waren, sondern wirklich Inhalt hatten. ich bin sicher, das war nicht meine letzte Teilnahme hier!


    Eine detailliertere Rezension findet ihr auch hier, auf meinem Blog Janas Lesehimmel

    Ein Leben ohne Bücher ist möglich, aber sinnlos

  • Ich habe ganz vergessen mich zu bedanken, dass wir das Buch hier in der Leserunde lesen konnten. Gern hätte ich noch ausführlicher diskutiert, vielleicht gibt es auch eine Leserunde zum zweiten Band und zum dritten Band?

    Vielen Dank an die Autorin für die Begleitung und ich hoffe, auf eine Diskussion zum dritten Band, wo all die lalalalas Aaufgeklärt werden.:)

  • Wir befinden uns in einer Welt, in der Magdalenen durch Berührung Gedanken lesen oder gar manipulieren können. Diese Gabe löst im herrschenden Regime große Angst aus, so dass Berührungen strikt untersagt sind. Für Rea, eine Magdalena, ist dies eine regelrechte Qual, denn ihre Gabe ist so stark, dass sie eingesetzt werden möchte. Ohne Hautkontakt geht sie ein wie eine Pflanze, weswegen sie Gefahren auf sich nimmt, um im Untergrund über Kämpfe an Hautkontakt zu kommen, bis sie eines Tages von der Palastwache entdeckt wird, ...


    Rea ist eine starke Protagonistin, aus deren Augen wir die Geschichte und Welt mitbekommen. Oftmals nerven mich Protagonsten in Jugendbüchern, weil sie so naiv sind, wenig vorausschauend denken. Doch das ist hier anders. Auch wenn Rea sich hin und wieder von ihren Gefühlen leiten lässt (wie jeder Mensch), so ist sie wenig naiv, ein starker Charakter und für mich jederzeit verständlich. Der Roman wartet aber auch mit anderen interessanten Charakteren auf. Durch die Ich-Perspektive werden sie unterschiedlich detalliert und kohärent dargestellt, was mich bisher nicht gestört hat. Immerhin handelt es sich hier um den ersten Teil einer Trilogie, so dass Band 2 und 3 noch Raum lassen für die Entwicklung der Nebencharaktere.


    Die Story und das Setting war ungewöhnlich aber spannend. Ich konnte mich schnell auf diese neue Welt einlassen, was vor allem mit den anschaulichen Beispielen, die Bernard benutzt, zu tun hatte. Für mich war die Welt durchdacht und schlüssig. Die Story nimmt schnell an Fahrt auf. Auch wenn ich manchmal nicht genau wusste, worauf es hinaus laufen sollte, fühlte ich mich immer gut unterhalten. Es gab einige schöne Nebenszenen die die Liebesgeschichte angefeuert haben und die ich sehr gerne gelesen habe. Ein ewiges Hin und Her und Missverständnisse hier und da wegen fehlender Kommunikation gibt es eigentlich gar nicht. Also in diesem Roman passiert einiges!


    Was soll ich noch groß sagen? Der Roman hat mich wirklich angefixt und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

  • Vor vielen Jahren ist bei den Menschen eine Mutation aufgetreten, die manche von ihnen dazu befähigt, die Gefuehle und Gedanken anderer bei direktem Körperkontakt zu lesen. Die Angst, dass mit diesen Fähigkeiten Missbrauch getrieben werden könnte, bringt die Gesellschaft dazu, immer härtere Gesetze zu erlassen, in denen vor allem jede Art von Beruehrungen untersagt werden. Eine teils klösterlich-verklemmte Kleiderordnung und eine hysterische Furcht vor den sogenannten Magdalenen beherrscht die Menschen. Man fühlt sich an die Hexenverfolgungen des Mittelalters erinnert. Dass dies alles in einer technisch modernen Welt unserer Gegenwart spielt gibt dem Ganzen ein ganz eigenes Flair.


    Rea ist eine Heldin wie aus dem Bildebuch. Die Eltern hat sie frueh verloren. Um so mehr hängt sie am großen Bruder, der inzwischen der einzige ist, der um ihre Fähigkeiten weiß. Rea hat einen schier unstillbaren Wunsch nach Hautkontakt zu anderen Menschen, den sie bei heimlichen Faustkämpfen befriedigt. Durch ihre Erfolge wird der königliche Hof in England auf sie aufmerksam und beauftragt sie mit dem Personenschutz des Kronprinzen, der im Visier unbekannter Attentäter steht. So landet Rea im Zentrum der Macht. Dort, wo man sie wahrscheinlich sofort hinrichten würde, wenn man herausbekommen wuerde, dass sie eine Magdalena ist.


    Die Trilogie "Palace of Glass" katapultiert den Leser in eine Welt zwischen Dystophie und Fantasy mit einem Hauch von Histo-Feeling. Das ist ungewöhnlich und erfrischend, da man teilweise das Gefuehl hat, alles zu kennen und im nächsten Augenblick erschrocken oder überrascht davon wird, dass diese Welt eine so altertümliche und fremde ist. Die junge Heldin ist mutig und klug und wächst zusehends an all den Bedrohungen und Erfahrungen. Eine gute Handvoll interessante Charaktere hauchen der Geschichte Leben ein. Jeder hat hier sein eigenes Säckchen aus der Vergangenheit zu tragen. Erst nach und nach erfährt der Leser einzelne Zusammenhänge. Die Autorin hält auch jede Menge Ueberraschungen bereit und lässt für die Fortsetzungen einige Fragen offen, einige Geheimnisse ungelüftet.


    Neben einer Liebesgeschichte, die natuerlich eine sehr große Rolle spielt, gibt es jede Menge Action und dramatische Verwicklungen, die den Spannungspegel durchgehend hoch halten. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen und man könnte das Buch kaum beiseite legen.

    Mir persönlich war es an mancher Stelle etwas viel Herzschmerz und Liebeswirren. Und zwei, drei Mal hatte ich irgendwie das Gefuehl, dass bei der Uebersetzung ins Deutsche etwas verloren ging, weil versucht wurde, den englischen Sprachrythmus unbedingt ins Deutsche mitzunehmen.


    Ein sehr empfehlenswerter erster Band der auch optisch gefällt und Lust macht auf die Fortsetzung.


    Das Buch war perfekt für eine Leserunde, da man viel Rätseln und Spekulieren konnte. Dank Christines lebhafter Beteiliung an der Runde, wurde es ein sehr unterhaltsamer Austausch, für den ich mich bedanke. Ich freue mich, wenn wir uns alle zum zweiten Teil wieder zusammenfinden und gemeinsam herausfinden, was an unseren Vermutungen richtig oder falsch war und wie es mit Rea weitergeht.

  • Zunächst vielen lieben Dank an diese tolle Leserunde und an die Autorin. Es hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht, mit Euch zu spekulieren und diskutieren und ich bin bei der nächsten Leserunde auf jeden Fall dabei.


    Hier nun meine Buchbewertung:



    Spannender und düstere Auftakt der Palace of Glass-Trilogie


    London 2054. Berührungen anderer Menschen sind verboten aus Angst vor den sogenannten Magdalenen, die bei Berührung Gedanken lesen und manipulieren können. Dieses Szenario kommt sehr bedrückend und düster daher, die Angst ist allgegenwärtig, entweder vor den Magdalenen oder vor der Aufdeckung, denn die Magdalenen leben unentdeckt und verheimlichen ihre besondere Gabe. C.E. Bernard versteht es sehr gut, diese besondere Atmosphäre zu vermitteln und lässt den Leser regelrecht erschauern. Alleine die Vorstellung, niemanden mehr berühren zu dürfen, ist schon schrecklich. Auch die Welt, in der die Menschen leben, ist somit düster und hat eher eine mittelalterliche Atmosphäre in einer modernen Zeit.


    Rea, eine Magdalena, die heimlich Faustkämpfe austrägt, um zumindest dort die Sucht nach Berührung nachgeben zu können, ist die Heldin dieser Trilogie. Ihr Hobby bleibt nicht lange unentdeckt. Der britische Geheimdienst entführt sie regelrecht, um den Kronprinzen zu beschützen, nicht wissend, dass sie sich eine Magdalena ins Haus holen, die der König vehement bekämpfen will. Die um Rea und den Prinzen gesponnenen Intrigen sind spannend und rasant erzählt. Man weiß als Leser nie, wer dahinter steckt, wen man trauen kann und wem nicht. Bis zum Schluss sind die Karten verdeckt. Die Charaktere sind spannend und facettenreich beschrieben, die Sympathien und auch Verdächtigungen wechseln ständig, es gibt actionreiche Szenen, bei denen man mitfiebert, aber auch viele Szenen, wo Rea Gefahr läuft, erkannt zu werden.


    Das Ende des ersten Teils ist spannend erzählt und durchaus schlüssig, auch wenn noch einige Fragen offen bleiben, die vermutlich in den nächsten beiden Bänden beantwortet werden.

    Ein außergewöhnliches Jugendbuch mit einem ganz besonderem Setting und einer eher ungewöhnlichen Liebesgeschichte.




    auch demnächst auf meinem Blog http://kerkis-farbkleckse.de, auf Literaturschock-Forum und auf Amazon

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Dieses Buch bringt einige innovative, spannende Ideen mit sich!


    Klappentext

    „Stellen Sie sich vor…


    London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist.“


    Gestaltung

    Dass das Cover leicht schimmert, finde ich richtig cool, da es so etwas Besonderes an sich hat. Auch finde ich die Farben aus blau, weiß und rot sehr schön, da so vor allem das rote Band, welches in der Geschichte auch eine wichtige Rolle spielt, gut zur Geltung kommt. Dabei gefällt mir vor allem, dass dieses Band auf dem Buchrücken weitergeht und sich später auch über die anderen Bände ziehen wird. Das Covermotiv, welches am unteren Bildrand zu erkennen ist, erinnert mich an spritzendes Wasser.


    Meine Meinung

    Tatsächlich wurde ich vor allem dadurch super neugierig auf dieses Buch, dass es mit Sarah J. Mass, Kiera Cass und Erin Watt verglichen wird. Ich liebe die Bücher von Frau Maas nämlich sehr, war aber verunsichert, wie viel Erin Watt wohl in „Palace of Glass“ stecken würde. Also blieb mir nur eins: es selber herausfinden! Der Schreibstil von C.E. Bernard hat mir sehr gut gefallen, denn ich hatte das Gefühl, dass das Erzähltempo sehr hoch und schnell ist. So kam keine Langeweile auf und es fühlte sich so an, als würde ich durch die Seiten fliegen, was bei mir die Lesefreude immens erhöht hat. Ich liebe es, wenn eine Geschichte rasant erzählt wird!


    In „Palace of Glass“ begegnet dem Leser eine mittelalterliche Welt, die doch immer wieder durchsetzt ist von unseren technischen Neuerungen. Die Geschichte spielt in der nahen Zukunft, in welcher es durch Mutationen sogenannte Magdalenen gibt. Diese haben bei direktem Hautkontakt besondere Fähigkeiten wie beispielsweise die Gedankenmanipulation. So gehen die Menschen davon aus, dass Magdalenen gefährlich sind, wodurch es strenge Gesetze gibt: die komplette Verdeckung der Haut ist Pflicht! In dieser Welt lebt Rea, die eine Magdalene ist und an illegalen Straßenkämpfen beteiligt ist. Bald wird sie als Leibwächterin des Prinzen abgeordert und trifft dort auf den Prinzen Robin…


    Das Setting empfand ich als sehr ansprechend, da ich oftmals an die Hexenverfolgungen der Vergangenheit denken musste und immer wieder schockiert war angesichts der Entwicklungen, die die Welt im Buch durchlaufen hat. Oftmals kam ich aus dem Erstaunen oder der Sprachlosigkeit gar nicht mehr heraus, da ich von Dingen las, die für mich nur schwer vorstellbar waren. Gleichzeitig schafft die Autorin es aber, diese abgefahrenen Dinge so gut zu beschreiben und zu erklären, dass sich vor meinem inneren Auge Bilder abspielten, die mir alles verdeutlicht haben. Was ich auch super unterhaltsam fand, war der Mix aus Mittelalter und Technik. Ich war so im Mittelalter-Setting gefangen, dass ich immer wieder gestutzt habe, als z.B. Handys benutzt wurden. Eine interessante Kombination!


    Auch mochte ich die Idee der Magdalenen, die verschiedene Fähigkeiten haben können und von denen es verschiedene Typen gibt. Hier hätte ich unter anderem auch ein Glossar super gefunden, in dem man immer wieder während des Lesens hätte nachschauen können. Die Entwicklung der Gesellschaft, die durch das Vorhandensein der Magdalenen entstanden ist, fand ich sehr beklemmend, denn Berührungen gehören ja eigentlich zum menschlichen Leben dazu, aber in der Welt von „Palace of Glass“ hält man sich voneinander fern. Diese Idee empfand ich als neuartig und spannend. Vor allem bin ich neugierig, wie die Geschichte sich in den nächsten beiden Bänden weiterentwickeln wird, denn die Handlung empfand ich als sehr spannend. Einerseits gab es einige actionreiche und rasante Szenen, andererseits wurden aber auch einige Rätsel gestreut.


    Diese Rätsel hatten vor allem mit den Figuren zu tun, denn hier war ich mir nie sicher, wem ich wirklich trauen kann. Mit Reas Leibwächter-Job ist sie im Palast unterwegs, wo sie verschiedene Personen trifft, von denen sich einige in mein Herz geschlichen haben und von denen ich bei anderen nie sicher war, woran ich bei ihnen bin. Die Geschichte spielt ein Spiel mit dem Leser, denn es werden einige Rätsel gestreut, hinter die man nicht so leicht blicken kann. So gab es für mich zum Ende hin auch eine Überraschung, mit der ich nicht gerechnet habe.


    Dabei empfand ich Rea als durchaus sympathische Protagonistin, die eine schwere Vergangenheit hat und die mit ihrer Geschichte bei mir für Spannung gesorgt hat. Prinz Robin fand ich durchaus auch nett, aber als er mit Rea anbändelt, haben sie sich für meinen Geschmack ein wenig zu viel und an zu offensichtlichen Stellen geküsst. Hierdurch ging für mich dann auch ein wenig der Fokus verloren. Mein Herz hat eindeutig Blanc gestohlen, denn jeder seiner Auftritte war für mich super erfrischend, da er Abwechslung in die Handlung gebracht hat. Rätselhaft sind für mich noch immer die Königin und die Duchesse, sodass ich auf die Fortsetzung sehr gespannt bin.


    Fazit

    Mir hat der Auftaktband „Palace of Glass – Die Wächterin“ gut gefallen, da in ihm einige neuartige Ideen anzufinden sind, die mir so noch nicht begegnet sind. Der Misch aus Mittelalter und Technik sowie das Konzept der Magdalenen fand ich sehr spannend und fesselnd. Zwar empfand ich die Liebeleien im Mittelteil als etwas zu stark fokussiert, aber dafür mochte ich es sehr, dass die Handlung ein Spiel mit dem Leser spielt, da sie ihn zum Spekulieren anregt und in ihm eine Skepsis gegenüber vielen der Figuren weckt. Man weiß nie so recht, woran man ist und wie die Geschichte sich entwickeln wird.

    4 von 5 Sternen!

    4ratten

    Reihen-Infos

    1. Palace of Glass – Die Wächterin

    2. Palace of Silk – Die Verräterin

    3. Palace of Fire – Die Kämpferin


    Leserundenfazit

    Ganz lieben Dank für die schöne Leserunde! So viel Austausch war richtig toll! :) Und das gemeinsame Rätseln und all die Fragen, die wir uns gestellt (und gegenseitig beantwortet haben)! Super! Lieben Dank auch an die Autorin fürs Begleiten :)


    Auf folgenden Seiten gestreut:

    https://skyline-of-books.blogs…-glass-die-wachterin.html

    https://literaturschock.de/lit…e-of-glass-die-waechterin

    https://literaturschock.de/lit…ostID=1016532#post1016532

    https://www.amazon.de/Palace-G…tBy=recent#R1NEKFQQW3Q7NM

    http://www.thalia.de/shop/ab-1…ent=127687&jumpId=1801862

    https://www.lovelybooks.de/aut…6-w/rezension/1599537210/

    http://www.lesejury.de/rezensionen/deeplink/141099/Product

    https://www.buechertreff.de/fo…ostID=2246547#post2246547

    http://wasliestdu.de/rezension…-spannende-ideen-mit-sich

    Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel... und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen. (Walt Disney)<br /><br />http://skyline-of-books.blogspot.de/

  • Meine Meinung

    Das Setting ist wirklich interessant und gleichzeitig schockierend. Wie bereits erwähnt spielt Palace of Glass im Jahre 2054, alle haben moderne Technologie, wie Tablets und Smartphones, aber es herrscht eine strikte Kleiderordnung, die Mode des 19. Jahrhunderts, weite und hochgeschlossene Kleidung. Die Menschen tragen Handschuhe und die Hände werden am Rücken in den Kummerbund gesteckt, damit man auch ja niemanden ausversehen berühren kann. Außerdem sind Farben verpöhnt, Frauen tragen am Besten weiß, Männer schwarz, selbst Bilder und Fotografien sind schwarz/weiß und auch Körperkontakt ist nur Ehepaaren erlaubt. Und warum das alles? Aus Angst vor den Magdalenen, die durch Körperkontakt in den Geist anderer Menschen eindringen können.


    Das Buch ist in vier Teile geteilt, die mit Zitaten von William Blake eingeleitet werden. Der Schreibstil der Autorin ist super angenehm und fließend, sodass man sehr schnell in der Handlung der Geschichte eintaucht und das Buch auch recht zügig durchlesen kann, obwohl die Geschichte nicht wirklich seicht ist. Die Handlung ist soweit logisch, als Leser wird man davon getrieben immer weiter zu lesen, um herauszufinden, was wirklich los ist, mit Rea, mit dem Prinzen Robin und allen anderen Charakteren. Es gibt so einige Andeutungen am Anfang zu Reas Vergangenheit und man will einfach nur wissen, was genau passiert ist, um sie besser verstehen zu können. Das der Prinz zu Reas Love Interest wird, kam nicht wirklich überraschend, trotzdem schwimmt die Liebesgeschichte nicht in Kitsch und es ist auch nicht alles rosarot, kann es auch gar nicht sein. Die Charaktere sind sehr vielseitig und werden es bestimmt noch mehr in den Folgebänden, sie haben Ecken und Kanten, sind nicht alle weiß und geschönt und selbst die Nebencharaktere bekommen eine gewisse Tiefe.


    Fazit

    Mich hat besonders das Setting gepackt und schockiert, aber im positiven Sinne, denn die Autorin schafft es durch ihren Weltenbau gesellschaftskritisch zu sein (Wie kann es sein, dass die Angst vor einer Personengruppe so mächtig ist, dass man sich als Frau wieder komplett unterdrücken lässt?), gleichzeitig ist Rea eine starke Protagonistin, die ihre eigene Vergangenheit ein Stück verarbeitet und dadurch selbstbewusster wird. Ich bin sehr gespannt, wie es mit ihr und den anderen Charakteren in den nächsten Bänden weiter geht!
    Daher gibts von mir eine Leseempfehlung. (entspricht etwa 4 Sternen)

    Leserundenfazit

    Der Austausch hat mir total gut gefallen, die langen Abschnitte fand ich dennoch etwas zu lang, bei der Runde zu Band 2 würde ich da definitiv schon zur Hälfte des Teilabschnitts meine Fragen und Vermutungen teilen, den oft, hatte ich eine Vermutung und am Ende des Abschnittes wurde es dann schon aufgeklärt. Das Rätsel in der Gruppe und auch Christines Beteiligung haben auch richtig Spaß gemacht! :)


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    Rea ist eine Magdalena, ein Mensch, der durch bloße Berührung der Haut in die Gedanken ihres Gegenübers eintauchen kann. In einer Welt, in der jeglicher Hautkontakt verboten ist, befriedigt sie Ihren Drang mit Faustkämpfen, da dort Hautkontakt an der Tagesordnung ist. Eines Tages wird der königliche Palast auf sie aufmerksam, denn der Prinz braucht eine Leibwache und Rea scheint genau die richtige Anwärterin für diesen Job zu sein. Natürlich weiss niemand, dass sie nur deshalb so gut darin ist, weil sie während des Kampfes die Gedanken ihres Gegners kennt.


    Man taucht in "Palace of Glass" in ein ganz besonders Setting ein. London im Jahre 2054 ist ein spezieller Ort. Die Menschheit weiss um die Existenz der Magdalenen. Personen, die durch Hautkontakt Gedanken lesen und auch beeinflussen können. Aus Angst hat der Herrscher jeglichen Hautkontakt verboten. Lange Gewänder, Handschuhe, hohe Kragen, man fühlt, wie bedrückend, furchteinflössend und düster das Leben dort sein muss.

    Als Rea in den Palast berufen wird, bangt man mit ihr, dass sie nicht entdeckt wird. Aber wer im Palast ist nun Freund oder Feind. Denn nicht jeder ist bedingsgungsloser Anhänger des Königs. Die Charaktere sind detailliert beschrieben und ausgearbeitet, sodass man das Buch schwerlich aus der Hand legen kann. Ganz besonders hat es mir hier Blanc angetan. Wer ist gut und wer ist böse, oft bin ich beim Verteilen der Sympathiepunkte hin und her geschwenkt, um am Ende von der Autorin dann doch überrascht zu werden.


    "Palace of Glass - Die Wächterin" ist der Auftaktband einer Trilogie. Eine spannende, besondere Geschichte mit Action, zu lüftenden Geheimnissen und einem Schuss Romantik, die ich, auch aufgrund der tollen Idee hinsichtlich der Magdalenen empfehle.


    Zur Leserunde


    Vielen Dank für diese schöne Runde mit diesem tollen Buch. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band :winken:

  • Hier fehlen noch die Rezensionen von Tanzmaus und vor allem von Buecherbienchen ! Wenn ihr ein FE zugesprochen bekommt, erwarten wir eigentlich in jedem Fall eine abschließende Meinung hier im Thread dazu. Deswegen wäre es schön, wenn zumindest Buecherbienchen dies noch nachholen kann.


    Ansonsten bleibt mir noch mich bei euch für die schöne und aktive Runde zu bedanken! Mir hat der Austausch mit euch sehr Spaß gemacht und es war toll, wie aktiv ihr euch hier beteiligt habt. Auch einen lieben Dank an die Autorin CEBernard für deine Teilnahme. Das hat die Runde auf jeden Fall bereichert!

    Ich hoffe doch sehr, dass wir uns in der Runde zu Band 2 wieder lesen werden, wobei ich gesehen habe, dass die meisten sich auch schon bereits angemeldet haben. Für alle, die es noch nachholen wollen, hier ist der Thread. 07/2018 C. E. Bernard - Palace of Silk: Die Verräterin

  • Danke. es geht schon etwas besser. Ich habe heute die Schiene ab und schreibe etwas. Kann nur sein, dass ich sie heute mittag wieder anlegen muss. Bis dahin steht aber die Rezension, ich sitze schon dran. Danke für die Erinnerung :-)