01 - Teil 1 (bis Seite 110)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Ich fand es schon immer mehr als gewöhnungsbedürftig in den USA wenn mir im Waschraum wer Wasser anmachte und Handtücher anreichte, das mit dem Füttern und alles geöffnet bekommen, schon alleine mit Händen auf dem Rücken aus einem Auto steigen fänd ich mehr als nur anstrengend.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Genau so stelle ich es mir auch vor. Ist schon allein das, die ganze Zeit die Hände so am Rücken, eine Herausforderung.

    Dann sich dazu auch noch von fremden füttern lassen...

    Ich fand es schon immer mehr als gewöhnungsbedürftig in den USA wenn mir im Waschraum wer Wasser anmachte und Handtücher anreichte, das mit dem Füttern und alles geöffnet bekommen, schon alleine mit Händen auf dem Rücken aus einem Auto steigen fänd ich mehr als nur anstrengend.

    Fenlinka

    generell finde ich, dass gerade die Hände und die Daumen in unserer Evolution das wichtigste sind. Sie sind das, was uns vom Tier unterscheidet und hier wird ihre Nutzung so ... unterbunden ... eine grausame Vorstellung.

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Traders)

  • Ich glaube, ich würde ständig hinfallen ohne Hände. Ich käme gar nicht aus dem Auto raus, wenn meine Hände hinter meinem Rücken im Kummerbund stecken würden.

    Ich finde das extrem befremdlich

    Ein Leben ohne Bücher ist möglich, aber sinnlos

  • Das ist es. Das erinnert mich an dieses Hüpfrennen, bei dem man die Hände auf dem Rücken hat und wie ein Häschen hüpfen muss. Das ist sowas von schwer.

    ich hätte mir in Reas Welt sowas von den Hals gebrochen. XD

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Traders)

  • ich hätte mir in Reas Welt sowas von den Hals gebrochen. XD

    Ich auch. Wenn man tatsächlich versucht, ohne mit den Armen zu pendeln bzw. das Gleichgewicht zu halten, ist das extrem schwer.

    Aber die Leute sind es ja von Kind an gewöhnt und entsprechend trainiert. Trotzdem fühlt sich das irgendwie amputiert an.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • ich hätte mir in Reas Welt sowas von den Hals gebrochen. XD

    Ich auch. Wenn man tatsächlich versucht, ohne mit den Armen zu pendeln bzw. das Gleichgewicht zu halten, ist das extrem schwer.

    Aber die Leute sind es ja von Kind an gewöhnt und entsprechend trainiert. Trotzdem fühlt sich das irgendwie amputiert an.

    ich habe auch ein (erworbenes) Handicap am rechten Arm. Wenn ich daran zurück denke, wie schwer es mir fiel, mein Gleichgewicht irgendwie wieder zu finden damals, tun mir die Leute noch mehr leid xD

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Traders)

  • Wenn man langsam geradeaus geht, wird das wohl relativ problemlos sein, aber man muss nur einmal stolpern. Dann wird es schwierig. Wenn man sich aber anschaut, von wem die Gesetze kommen, also vom Adel, der viel Platz hat, viele Diener etc. dann sieht das schon weniger störend aus. An das gemeine Volk denkt man da wohl eher weniger.

  • So, jetzt bin ich auch bei euch. Durch die recht grosssen Leseabschnitte musste ich mehrmals unterbrechen, aber jetzt bin ich durch.


    Die Welt, die beschrieben ist, finde ich sehr interessant und so gut beschrieben, dass ich mich gut hineinversetzen konnte. Eine Gesellschaft, in der Berührungen verboten sind, wie schrecklich! Hätte es nicht ausgereicht, dass das Tragen von Handschuhen in der Öffentlichkeit Pflicht ist?

    Ständig die Hände auf dem Rücken zu tragen und dann zuppelt einem ständig jemand an einer Schleppe herum, um die Richtung vorzugeben, bah.


    Dieses Tier oder Wesen, das ständig um Rea herumschleicht ist anscheinend eine Manifestation ihrer Dranges nach Berührung bzw. nach Gedanken anderer. Ist dies bei allen Magdalenen so oder ist das eine spezielle Form, die nur Rea so fühlt?


    Bis jetzt konnte Rea mit ihrer Fähigkeit sich gut anpassen bzw. verstecken. Hoffentlich gelingt ihr dies auch in Zukunft, wenn sie als Mätresse bzw. Leibwächterin ihren Dienst tut. Die Sache mit dem Seidenband war ja echt knapp, im allerletzten Moment konnte sie es noch verstecken, bevor die Presse sich auf sie stürzte.


    Liam ist also ersteinmal in Sicherheit, ssehr gut. Dann kann Rea sich auf sich konzentrieren und auch Liam kann eine Zeitlang durchatmen und etwas für sich tun.


    Galahad mag ich und auch den Kronprinzen finde ich spontan sympathisch. Ich bin gespannt, was Rea im Palast jetzt so alles erlebt.


    Ich weiss noch nicht so recht, was ich von der Duchess halten soll. Warum kann sie so freizügig herumlaufen und welche Funktion sie wohl im Palast genau hat. Die dame hat eindeutig etwas Mysteriöses an sich.

    Insgesamt ein schöner erster Abschnitt, der sich sehr gut lesen liess :)

  • Na ja, noch ist Liam nicht in Sicherheit. Er kann ja erst in sechs (?) Wochen nach Paris. Das ist schon noch eine ordentliche Zeitspanne, in der einiges passieren kann und die Rea am Hofe aushalten muss...

  • Avila und dadurch, dass er so ein Geheimnis um seine Reisepläne macht, glaube ich es erst, wenn er dort und in Sicherheit ist. Allerdings habe ich da eine ganz andere Vermutung ;)

    Ein Leben ohne Bücher ist möglich, aber sinnlos

  • Wenn man sich aber anschaut, von wem die Gesetze kommen, also vom Adel, der viel Platz hat, viele Diener etc. dann sieht das schon weniger störend aus. An das gemeine Volk denkt man da wohl eher weniger.

    Ja, das ist wieder typisch. Beim Adel wäre an jeder Ecke genügend Platz oder ein Diener, der einem behilflich sein könnte (zumal sie es ja gewohnt sind, von Gehilfen umgeben zu sein) und für alle anderen wird dadurch das Leben nur noch problematischer, aber wieso sollte den Adel das auch interessieren? Das ist also wieder ganz wie in der Realität auch, die höher Gestellten oder diejenigen, die Gesetze erlassen, denken nicht wirklich über die Konsequenzen für die normalen Bürger nach.

    Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel... und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen. (Walt Disney)<br /><br />http://skyline-of-books.blogspot.de/

  • Habe Abschnitt 1 auch schon länger durchgelesen, konnte aber leider hier nicht schreiben, weil ich spontan länger bei meiner Mama übers lange Wochenende war...

    Mein Leseeindruck:

    Der Beginn hat mich direkt gepackt, sodass ich ihn auch an einem Stück gelesen habe. Den Wandel bis 2054 find ich schon ziemlich krass, alles ist ja eher schwarz/weiß - selbst Fotos, weil das "schicker"/"reiner" ist, Farben sind verpönt und mit der Kleidung des 19. Jh kommen auch die Sitten wieder. Da würde ich auch durchdrehen ohne eine Magdalena zu sein!

    Fragen, die ich mir stelle:
    Wodurch genau wurden die Magdalenen wiederentdeckt? Und gibt es sie auf der ganzen Welt?

    Was ist mit Reas Mutter passiert? Ist Rea die neue Feuerschwester? Warum sind eher Frauen Magdalenen?


    Das, was ich mich generell "frage", ist, warum man da immer direkt Unterdrücken muss, wenn es Menschen gibt, die anders sind, die vielleicht auch Fähigkeiten haben, die mehr "Macht" aussübt - klar die Mehrheit hat Angst (die Macht zu verlieren), aber durch Unterdrückung ist im Grunde nichts gewonnen, als die Fähigkeiten zu nutzen. Die Magdalenen haben ja auch Fähigkeiten, die tatsächlich helfen können! Klar gibt's welche, die ihre Fähigkeiten für falsche Sachen einsetzen, aber das hat man immer, egal welche Fähigkeiten Menschen haben.


    Das der Verfolger der Kronprinz ist, kam für mich irgendwie nicht überraschend, das hab ich mir bei der Szene mit dem Ball schon gedacht und er ist auch vermutlich Reas Loveinterest?!

    Kommt die E-Mail, die Rea bekommen hat von dem Kronprinzen oder von jemandem anderen der ihr Geheimnis kennt und/oder eine Revolution will? Vielleicht ist der Kronprinz ja auch eine Magdalena oder jemand anderes im Hofstaat?


    Das mit den drei Laufspuren finde ich übrigens richtig gut, ich finde sowas könnte man auch heute schon gebrauchen, vor allem an Bahnhöfen! ^^


    Warum ist es eigentlich die Mode aus dem 19. Jh. geworden und keine "neue" Mode, die dann hochgeschlossen ist? Und warum haben eigentlich alle Frauen das mit sich machen lassen? Mit der Mode sind ja auch die Sitten wieder Jahrhunderte zurückgesetzt.


    Die Kreatur von der Rea spricht, finde ich auch wahnsinnig spannend. Sie ist ja irgendwie die Verkörperung ihrer Ängste, Sehnsüchte und ihres Verlangens, also quasi die "Dunkle Seele"...

  • mich die öffentliche Durchsuchung ihrer Person erschüttert. Mutet man dem Prinzen wirklich zu eine Frau zu sich zu nehmen, die in der Öffentlichkeit gedemütigt wurde? Die alle nackt sehen konnten? Hätte man das nicht auch in einem inoffiziellen Kreis machen können? Die Szene ist mir absolut unverständlich. Ich weiß nicht

    Genau, das hatte in meinen Notizen noch vergessen aufzuschreiben, aber im Buch auch markiert. Warum musste das so öffentlich sein? Hätte nicht auch die Königin, als Frau, in einer Kammer machen können? Ich weiß nicht, ob ich das noch als sehr verschärfte Sicherheitsmaßnahme betiteln würde oder schon als eine Art missbrauch/Übergriffigkeit

  • Genau, das hatte in meinen Notizen noch vergessen aufzuschreiben, aber im Buch auch markiert. Warum musste das so öffentlich sein? Hätte nicht auch die Königin, als Frau, in einer Kammer machen können? Ich weiß nicht, ob ich das noch als sehr verschärfte Sicherheitsmaßnahme betiteln würde oder schon als eine Art missbrauch/Übergriffigkeit

    Wenn ich ehrlich bin, fand ich die Demütigung auch ein bisschen überzogen. Zum eigentlichen Plot hat es jetzt nichts beigetragen, wenn inhr mich fragt.

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Traders)

  • LizzyCurse stimmt, aber ich finde auch, dass es zeigt, wie krass diese Entwicklung ist und das vor nichts zurückgeschreckt wird, aus Angst vor den Magalenen oder aus Angst vor dem Machtverlust, wenn man die Magalenen als gleichwertig und nicht als Gefahr betrachten würde.


    Aber ich denke, das Buch sollte doch mit Triggerwarnung kommen.

  • biblometasia echt? Was wird da in deinen Augen getriggert? Klar, sie wurde nicht direkt zuvorkommend behandelt, aber wirklich schlimm fand ich das jetzt nicht, sodass man vorwarnen müsste.

    Ein Leben ohne Bücher ist möglich, aber sinnlos

  • Genau, es soll in der Welt schon noch Sex geben, aber nur zwischen verheirateten Paaren und nur zum Zwecke der Fortpflanzung.

    Und wie ist das dann mit den Kindern? Wie werden diese aufgezogen, wenn Berührungen tabu sind? Ganz ohne Umarmungen und mal einen liebevollen Kuss? :o

    "Erst" im Alter von drei Jahren (ab dem Moment, wo Kinder sich ihrer selbst bewusst werden) gilt das Berührungsverbot. Da das Verbot erst seit 26 Jahren in Kraft ist, werden jetzt gerade die ersten Kinder erwachsen, die damit aufgewachsen sind -- und an Rea kann man ja sehen, dass das offenbar nicht die beste Idee ist. Wobei sich gerade Reas Mutter ja auch darüber hinweggesetzt hat und ihre Kinder trotzdem berührt hat. Ich musste auch an das Säuglingsexperiment denken und fand es ganz furchtbar. Es ist eben keine schöne Welt. :(