03 - Teil 3 (Seite 217 bis 324)

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  • Ich zitiere biblometasias Gedanken aus dem ersten Abschnitt mal in diesen, wo es um die Triggerwarnung geht, denn erst hier erfahren wir erst so richtig, was Rea in den USA passiert ist, oder? (Ich bin noch nicht ganz mit dem 3. Abschnitt fertig, aber ich meine, dass Genaures erst hier kommt und nicht schon im 2. Teil.)


    Die Szene in dem Abschnitt geht ja auch noch, aber so ab dem, was in Abschnitt 2 passiert...

    Ich weiß jetzt nicht, ob schon über Reas Vergangenheit gesprochen wurde, aber ich finde die Misshandlungen, die schon deutlich ins Sexuelle 'reingehen, auch sehr heftig. Ich gebe dir Recht, dass ich auch denke, dass andere Personen, die ähnliches durchlebt haben, sicherlich daran erinnert werden. Die Szenen werden (so weit ich bin) bisher nur in Fetzen erzählt, aber diese sind wirklich sehr intensiv, dass ich mich auch geschüttelt habe beim Lesen und es wirklich unangenehm fand.

    Ich habe so eine Vergangenheit, aber beim lesen kann ich mich so weit distanzieren das es mir jetzt hier nicht viel ausgemacht hat.

    Da geht es mir beim anderen Leserundenbuch „Rotes Rauschen“ schon anders. Da muss ich gelegentlich längere Pausen machen da es mir zu nahe geht und mich extrem aufwühlt.

    Ich denke das es auch viel mit der momentanen persönlichen Gemütsverfassung zu tun hat wie man manche Beschreibungen empfindet. Manchmal ist man zart besaitet und ein ander mal es abgestumpft. So empfinde ich es zumindest meist.

  • Es sei denn das Thema Suizid, Missbrauch etc. sind die zentralen Themen in einem Buch. Dann denke ich, ist eine Triggerwarnung sinnvoll.

    Wieso, dann steht es doch schon auf dem Cover?

    Meinst du wegen dem Klappentext? Wenn er gut ist, ja. Dann hast du vollkommen Recht.

  • Ich denke das es auch viel mit der momentanen persönlichen Gemütsverfassung zu tun hat wie man manche Beschreibungen empfindet. Manchmal ist man zart besaitet und ein ander mal es abgestumpft. So empfinde ich es zumindest meist.

    Ja, das habe ich jetzt gemerkt, als wir in der Leserunde eine Szene zum zweiten Mal gelesen haben, sie hat auf mich völlig anders gewirkt als beim ersten Mal. Allerdings abgestumpft geht vermutlich nicht, aber man kann es besser überlesen

  • Ich zitiere biblometasias Gedanken aus dem ersten Abschnitt mal in diesen, wo es um die Triggerwarnung geht, denn erst hier erfahren wir erst so richtig, was Rea in den USA passiert ist, oder? (Ich bin noch nicht ganz mit dem 3. Abschnitt fertig, aber ich meine, dass Genaures erst hier kommt und nicht schon im 2. Teil.)


    Die Szene in dem Abschnitt geht ja auch noch, aber so ab dem, was in Abschnitt 2 passiert...

    Ich weiß jetzt nicht, ob schon über Reas Vergangenheit gesprochen wurde, aber ich finde die Misshandlungen, die schon deutlich ins Sexuelle 'reingehen, auch sehr heftig. Ich gebe dir Recht, dass ich auch denke, dass andere Personen, die ähnliches durchlebt haben, sicherlich daran erinnert werden. Die Szenen werden (so weit ich bin) bisher nur in Fetzen erzählt, aber diese sind wirklich sehr intensiv, dass ich mich auch geschüttelt habe beim Lesen und es wirklich unangenehm fand.

    Ja, genau, ab da dachte ich wirklich eine Triggerwarnung wäre gut, weil ich glaube schon, dass Leute, die ähnliches erlebt haben, da Flashbacks bekommen können und manche deswegen ja auch bestimmte Bücher nicht lesen (können).

    Es muss ja auch nicht unbedingt auf/in dem Buch sein, aber zumindestens in Rezensionen eben damit Menschen mit entsprechenden Traumata besser einschätzen können, ob man es lesen kann oder nicht.
    Bei Serien/Filmen kann man das, finde ich, immer besser abschätzen, weill man Szenen sehen kann oder googeln kann etc. Bei Büchern bleibt einem nur der Klappentext, evtl. der Text in dem Innenklappteil/Schutzumschlag und Rezensionen, wenn man den recherchiert.
    Ich hab's mir einfach notiert, das in meiner Rezension zu machen, weil ich in letzter Zeit feinfühliger dafür geworden bin, dass es bestimmte Themen/Trigger gibt, die mich zwar nicht triggern, aber es doch mehr Menschen gibt für die es gut wäre zu wissen, vor allem, wenn Cover/Klappentext sowas nicht erahnen lassen.

    Ob man Triggerwarnungen bei Büchern einführen sollte oder nicht ist sicherlich ein Streitthema, aber sagen wir mal so, ich möchte auch ein Schild, dass mich warnt, dass in 100m ein Abgrund kommt, statt im im schlimmsten Fall in den Abgrund zu stürzen und wenn ich das eh weiß, ignoriere ich das Schild halt einfach. ;)

  • Das mit einer Triggerwarnung für dieses Buch sehe ich anderes. Ich denke nicht, dass das hier richtig oder nötig ist. Die Erlebnisse in Rea Vergangenheit sind sicher schlimm und für jemanden, der tatsächlich so etwas erlebt hat kaum lesbar. Aber es ist eine Einzelheit, die für den Verlauf der Geschichte nur marginal wichtig ist und deshalb in einem Klappentext oder als Hinweis doch etwas überzogen, finde ich. Zur Not kann man diesen Abschnitt ueberblättern, ohne etwas zu verpassen. Es gibt ja z,B, Krimis, in denen es um Vergewaltigung und Mord geht. Aber das ist meist gut erkennbar. Und solche Szenen in Buechern oder Filmen werden Betroffenen immer wieder begegnen. Und da für jedes Medium so eine explizite Warnung rauszugeben finde ich seltsam, vor allem, wenn es, wie hier, dem Ganzen mehr Bedeutung gibt als es sollte.

    Und im Ganzen gesehen ist Rea ja gestärkt und mutig aus der Sache herausgegangen und man könnte es ja vielleicht auch so sehen, dass Betroffene für sich die Erkenntnis bekommen könnten, dass solche Erlebnisse verarbeitet und überwunden werden können - bis zu einem gewissen Grad jedenfalls .

  • Ich fand diesen Abschnitt recht spannend, aber eins hat mich doch etwas gestört: die Küsserei zwischen Rea und dem Prinzen war mir zu dominant und zu viel. Ich hatte ja schon bei der Bewerbung für diese Runde gesagt, dass ich gespannt bin, wie viel Erin Watt in diesem Buch steckt und hier habe ich sie nun also. ich habe nichts gegen Romanzen und Liebeleien, aber sie küssen sich ja nun geradezu fast überall. Ich hoffe, dass das nicht überhand nimmt und sich der Fokus auf die Beziehung verschiebt.


    Aber immerhin finde ich Rea nicht so anstrengend wie die Protagonistin von Erin Watts Büchern (das war unter anderem meine größte Angst, da der Vergleich im Klappentext mich doch etwas hat zögern lassen). Rea sollte in meinen Augen nur vorsichtig sein, denn wer weiß, wer die beiden alles sehen könnte, wenn sie sich küssen und wer weiß, was dann passieren könnte bzw. was das auslösen könnte. Ich wäre da vorsichtiger. Im Übringen kann ich total gut verstehen, warum der Prinz überlegt, wann seine Gefühle für Rea angefangen haben. Da sieht man mal wieder dran, was diese Beeinflussung der Menschen durch Berührung alles auslöst: Selbstzweifel, Unsicherheit und Angst, dass es keine selbst aufgetretenen, wirklichen Gefühle sind. Ich denke aber, dass er diese Verunsicherung überwinden wird.


    Interessant fand ich, dass der König nicht der Vater des Prinzen ist. Aber...wer ist es dann?

    Und was verbirgt die Königin noch alles? Könnte sie vielleicht eine Magdalena sein? Hat sie dann den König dazu beeinflusst, den Prinzen als seinen Sohn zu lieben..? Ich bin mir da ziemlich unschlüssig.


    Blanc finde ich nach wie vor total cool und ich hoffe, dass er in Band 2 eine wichtige Rolle spielen wird! Ich möchte ihn jedenfalls nicht mehr missen in dieser Geschichte, da seine Auftritte immer so erfrischend sind und ich sie geradezu in mir aufsauge.

    Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel... und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen. (Walt Disney)<br /><br />http://skyline-of-books.blogspot.de/

  • Ich habe manchmal das Gefühl, als ob die Organisation "Winter" aus den bekannten Personen besteht: Blanc, Duchesse, Comte und René. Der Comte verhält sich sicher so. Allerdings frage ich mich, warum man es auf dem Prinzen abgesehen hat. Nur weil man leichter an ihn ran kommt? Der Prinz wäre doch für die Magdalenen eher ein besserer Regent?

    Woher stammt die Liebe des Prinzen zum Theater? Irgendjemand muss es ihm doch gezeigt haben? Woher wußte er, wo die Magdalenen sind, die helfen könnten? Die Duchesse scheint es nicht zu sein. Es muss also noch jemanden geben, der im Palast wohnt und dem Prinzen Sachen zeigt, die eigentlich verboten sind.

    Vielleicht ist der Prinz das Ziel, weil man mit ihm den König oder die Königin erpressen könnte? Oder vielleicht jemand anderen wichtigen..vielleicht gibt es einen Zusammenhang zu deinem zweiten Gedanken, dass es noch jemanden gibt, der dem Prinzen Dinge beibringt (den Gedanken finde ich super, denn daran hab ich noch gar nicht gedacht!). Wer weiß, ob diese Person vielleicht eine besondere Bedeutung hätte..?

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  • man schicjkt keine Henne in einen Stall mit drei Hähnen ohne Absicht xD da kommt in den nächsten Bänden definitiv noch was (und ich bin soooooo neugierig drauf xD - solange das Beziehungsgeflecht nicht überhand nimmt)

    Das denke ich mir auch, wobei ich hoffe, dass es nicht zu stark überhand nimmt und ein ständiges hin und her wechseln wird (da denke ich dann schon wieder an die Buchreihe von Erin Watt). Ich denke mir auch, dass irgendwann solche Mehr-Eck-Geschichten ausgereizt sind und gerade bei diesem Buch finde ich bisher die anderen Aspekte spannender als die Romanze

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  • Leider fürchte ich, dass der Prinz erst mal nicht so positiv auf die Enthuellung reagieren wird, wie Rea das annimmt . Das ist zu blauäugig von ihr, denn er hat Magdalenen ja sein Leben lang als das Böse und Bedrohliche kennengelernt UND belogen hat Rea ihn ja schon eine ganze Weile und er wird sich fragen, wie echt seine Gefuehle wirklich sind für Sie.

    Ich bin da ganz bei dir, denn ich denke, dass es zu Verunsicherung und Zweifeln führen wird. Gerade so Geheimnisse, die dann selbst nachdem man sich länger kennt noch immer bewahrt werden, werden von dem Gegenüber dann oft als "Betrug" (vielleicht ist diese Bezeichnung etwas zu heftig) aufgefasst und die Vertrauensbasis wird erschüttert.

    Ich denke das es auch viel mit der momentanen persönlichen Gemütsverfassung zu tun hat wie man manche Beschreibungen empfindet. Manchmal ist man zart besaitet und ein ander mal es abgestumpft. So empfinde ich es zumindest meist.

    Genau das denke ich nämlich auch. Zudem hat meiner Meinung nach jeder Mensch irgendwas, das ihn "triggern" könnte. Beispielsweise könnte man ja auch gerade eine schlimme Trennung durchlebt haben und dann liest man ein Buch von dem man denkt, es sei eine Liebesgeschichte, aber plötzlich trennen sich die Charaktere auf schlimmste Weise. Dann kann man auch getriggert werden und sich an seine Trennung erinnern, obwohl man sich davon ablenken wollte mit dem Buch. Demnach müsste man vor fast allem warnen, da jeder Mensch anders und individuell ist. Zudem hat man eben, wie Bücherbienchen schreibt, Tage, an denen man besser mit sowas umgehen kann und Tage, wo es einen eher trifft. Dann kann man entweder die Szenen überfliegen/überblättern oder das Buch an einem anderen Tag weiterlesen. Dies führt mich dann zu den Worten von gagamaus:

    Das mit einer Triggerwarnung für dieses Buch sehe ich anderes. Ich denke nicht, dass das hier richtig oder nötig ist. Die Erlebnisse in Rea Vergangenheit sind sicher schlimm und für jemanden, der tatsächlich so etwas erlebt hat kaum lesbar. Aber es ist eine Einzelheit, die für den Verlauf der Geschichte nur marginal wichtig ist und deshalb in einem Klappentext oder als Hinweis doch etwas überzogen, finde ich. Zur Not kann man diesen Abschnitt ueberblättern, ohne etwas zu verpassen.

    Bei diesem Buch ist es Reas Vergangenheit und damit -wie gagamaus schreibt- ein kleiner Teil der Geschichte. Dies kann man ja einfach überblättern oder überfliegen, wenn man denn sowas nicht lesen möchte/kann. Dann müsste man nämlich, wie bereits gesagt, vor mehreren verschiedene Dinge warnen, da jeder Mensch etwas anderes als triggernd erlebt und jeder auch anders belastet wird von bestimmten Geschehnissen bzw. geschriebenen Ereignissen.

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  • Das mit einer Triggerwarnung für dieses Buch sehe ich anderes. Ich denke nicht, dass das hier richtig oder nötig ist. [...] deshalb in einem Klappentext oder als Hinweis doch etwas überzogen, finde ich. Zur Not kann man diesen Abschnitt ueberblättern, ohne etwas zu verpassen.

    Ich habe glaube ich einfach andere Vorstellungen davon, wie Triggerwarnungen aussehen könnten - auf der ersten/zweiten Buchseite, wo auch die Copyrightsachen stehen ein "Enthält Missbrauch/Gewalt/..." eventuell noch mit leicht/schwer oder sowas und damit würde ich auch das Buch hier versehen, auch wenn es klar nicht so heftig ist, wie bei Game of Thrones oder sowas.
    Aber ich stelle mir Triggerwarnungen halt nicht als großen Ding vor, wie die Altersbeschränkungen auf Filmen und es würde mich demnach null stören, dass in Bücher finden zu können.

  • Ich habe glaube ich einfach andere Vorstellungen davon, wie Triggerwarnungen aussehen könnten - auf der ersten/zweiten Buchseite, wo auch die Copyrightsachen stehen ein "Enthält Missbrauch/Gewalt/..." eventuell noch mit leicht/schwer oder sowas und damit würde ich auch das Buch hier versehen, auch wenn es klar nicht so heftig ist, wie bei Game of Thrones oder sowas.
    Aber ich stelle mir Triggerwarnungen halt nicht als großen Ding vor, wie die Altersbeschränkungen auf Filmen und es würde mich demnach null stören, dass in Bücher finden zu können.

    Aber wenn sie auf der ersten/zweiten Seite stehen würden, würden sie vermutlich nicht wirklich gesehen und wahrgenommen. Dann hat ein Mensch, der eventuell gewarnt hätte wollen oder für den es sinnvoll gewesen wäre, das Buch vermutlich schon gekauft und würde sich ärgern. So Altersbeschränkungen sind auch keine Triggerwarnungen, sie schützen eher davor, dass jüngere nicht zu gewalttätige Szenen sehen sollten.

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  • Naja, wenn man das halt grundsätzlich Publik macht, sollten die Menschen, die es betrifft, wissen wo man es findet und alle anderen stören sich daran nicht. Naja, wie gesagt, das scheint ja doch eine grundsätzlich größere Diskussion zu sein, ob Triggerwarnung sinnvoll ist und wenn, wie man es macht, sodass die "Betroffenen" es wahrnehmen, sich alle Leser, die das aber nicht interessiert, nicht daran stören.
    Ich glaube aber, dass es einen Weg gibt, es so zu drucken, dass es nicht als störend empfunden wird...

  • Das Buch wird immer interessanter. Die Anschläge häufen sich und Rea, sie verliebt sich mal kurzerhand in den Prinzen. Gut, war ja irgendwie klar, aber dennoch. Die ganzen Liebesschnulzen habe ich einfach überlesen, für mich war die Geschichte an sich interessanter.


    Winter ist immer noch nicht greifbar. Aber ich habe auch den Verdacht, es gibt einen Maulwurf in den eigenen Reihen. Nur wen? Ninon ist nicht ganz sauber, aber (ja, ich habe gespickt) da sie im zweiten Buch noch dabei ist, schließe ich sie aus. Trotzdem, irgendwas stimmt nicht mit ihr.


    Comte oder Réne? Immerhin sind die beiden recht blass, stehen am Rand. Aber konnten sie das alles wirklich wissen?