01: Anfang - einschl. Kapitel 9

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  • Hallo Ihr Lieben,


    hier treffen wir uns ab dem 01.06.2018 zur Leserunde zu dem Buch "Rotes Rauschen" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders Cornelia Lotter, die uns hier zum ersten Mal begleiten wird. Schön, dass Du, liebe Cornelia, mit dabei bist! :-*


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch.

    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Wenn ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, dann wäre es gut, wenn ihr hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid geben würdet.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass bitte pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte! :winken:


    Hier könnt Ihr vom Anfang bis einschl. Kapitel 9 schreiben.

    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!


    Liebe Grüße

    odenwaldcollies :winken:

  • Hallo Ihr Lieben,

    dann mache ich einmal den Anfang.


    Beim Titel "Rotes Rauschen" fiel mir ein, dass ich von "Weissem Rauschen " schon etwas gehört hatte. Es ging da glaube ich um eine beruhigende Wirkung in einem speziellen Frequenzbereich, wenn ich mich richtig erinnere.


    Als ich dann das erste Kapitel las, dachte ich, ich wäre im falschen Genre.

    Die Erotik-Szenen waren mir zu heftig und ich weiss auch am Ende des Abschnittes nicht, was diese für die Geschichte bringen sollen.


    Das Verabreichen von LSD und Ecstasy, um Verborgenes aus der Psyche hervorzubringen, hat mich erschreckt. Ist so etwas tatsächlich passiert? Eine anerkannte Behandlungsmethode ist das doch sicher nicht oder?


    Schon merkwürdig, dass Gudrun so ablehnend reagiert, als Susanne den Folgetermin wahrnimmt. Weiss sie vielleicht mehr, als sie zugibt oder will sie Susanne nur schützen?


    Ich bin gespannt wie es weitergeht und was in den Sitzungen so noch passiert.

  • Schön, dass es endlich losgeht! Danke Claudia, für deine Eindrücke.


    Ich bin gespannt, was die anderen zu der lesbischen Szene sagen. Ich weiß, dass es ein Wagnis war. Aber ich habe mir gedacht, warum nicht mal 2 Figuren anhand einer Sexszene einführen?


    Was diese spezielle Therapie anbetrifft, die man Psycholyse nennt, muss ich leider sagen, dass in diesem Punkt der Thriller zu 100 Prozent der Realität entspricht. Man findet das leicht heraus, wenn man das Wort mal googelt. Nur so bin ich ja auch auf das Thema und die Idee gekommen.


    Im Nachwort habe ich noch einiges dazu geschrieben. Die Schilderung der Therapiesitzungen habe ich weitestgehend aus einem Buch genommen, das eine Betroffene geschrieben hat. Die war eine Schülerin dieses Schweizers, der das Ganze "erfunden" und bis zu seinem Tod letztes Jahr praktiziert hat. Jetzt praktizieren das in verschiedenen Ländern seine Schüler.


    Dass Gudrun so ablehnend reagiert, hängt wohl in erster Linie mit ihrem gesunden Misstrauen und der Tatsache, dass es viel Geld kostet, zusammen.


    LG Cornelia

  • Die Erotik-Szene auf den ersten Seiten hat mich momentan auch erst Abgeschreckt. Hat mir persönlich gar nicht gefallen, war mir zu plump.


    Mich interessiert aber das Thema mit den bewusstseinserweiternden Drogen. Bin auf die weitere Geschichte gespannt.

  • Die Erotik-Szene war auch nicht so meins, aber dadurch wurde gut deutlich, dass Gudrun nach dem zweiten Therapie-Wochenende sehr distanziert war. Ich wundere mich, warum sie so dagegen ist, dass Susanne die Therapie macht. Und warum zweifelt sei den Missbrauch durch den Vater an? Das alles kommt mir sehr komisch vor.


    Mir ist das sehr unheimlich, dass durch die Drogen die Vergangenheit wieder zurückgeholt wird. Könnte es nicht auch sein, dass man im Drogenrausch irgendetwas träumt, was man gar nicht erlebt hat? Die Szene mit dem Kaninchen war ja wirklich grausam. Aber woher will Susanne wissen, ob sie das wirklich erlebt hat? Es könnte ja auch so etwas wie ein Albtraum sein.


    Der „eingeschmuggelte“ Journalist ist mir äußerst suspekt. Ich hätte auf jeden Fall Hemmungen, in dieser Gruppe weiter zu machen, wenn ich wüsste, dass jemand dabei ist, der nur zu Studienzwecken und nicht zu seiner eigenen Heilung mitmacht.


    Bezieht sich das „rote“ Rauschen auf Blut?


    Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht!

  • Als ich dann das erste Kapitel las, dachte ich, ich wäre im falschen Genre.

    Die Erotik-Szenen waren mir zu heftig und ich weiss auch am Ende des Abschnittes nicht, was diese für die Geschichte bringen sollen.

    Wie gesagt, die Szene fand ich auch sehr heftig. Aber umso deutlicher wurde die Ablehnung später, als Susanne sich für die Therapie entscheidet.

  • Hallo zusammen,


    ich habe nun auch den ersten Abschnitt gelesen und war genauso über die Anfangsszene irritiert. Ich finde zwar gut, dass hier mal ein lesbisches Pärchen beschrieben wird, aber die Sexszenen hätte ich jetzt nicht gebraucht. Wenn ich sowas lesen will, greife ich zu einem Nackenbeißer (dann allerdings mit heterosexuellen Paaren). Ich glaube auch nicht, dass diese Szene besonders wichtig für die weitere Geschichte ist.


    Die Therapie allerdings fand ich schon spannend. Ich wusste bis jetzt nicht, dass diese Drogen dafür eingesetzt werden und finde das schon sehr erschreckend. Auch glaube ich, dass der Therapeut in diesen Sitzungen nicht allen gleichzeitig gerecht werden kann. Was ist, wenn plötzlich alle gleichzeitig in einer extremen Situation sind, da kann der Therapeut doch gar nicht effektiv eingreifen. Finde ich irgendwie sehr leichtsinnig.


    Da bin ich dann schon auf Gudruns Seite, die vermutet, dass das nur Geldmacherei ist.


    Das Ergebnis dieser fragwürdigen Therapie ist heftig, ihr Vater soll sie missbraucht haben. Das ist eine Erkenntnis, die Susanne schon relativ entspannt entgegennimmt. Jeden anderen hätte das vermutlich den Boden unter den Füßen weggezogen.


    Dieser Gerd Fröbel finde ich schon irgendwie auffällig. Seine Motivation kann ich aber durchaus verstehen, wenn er tatsächlich eine Schwester an dieser Organisation verloren hat.


    Ich bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Was diese spezielle Therapie anbetrifft, die man Psycholyse nennt, muss ich leider sagen, dass in diesem Punkt der Thriller zu 100 Prozent der Realität entspricht. Man findet das leicht heraus, wenn man das Wort mal googelt. Nur so bin ich ja auch auf das Thema und die Idee gekommen.

    Das finde ich allerdings sehr erschreckend. Bis jetzt war mir dieses Thema nicht bewusst.

    Gibt es da Links, wo man das nachlesen kann?

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Hallo ihr Lieben,


    nachdem unser Besuch nun gegangen ist, kann ich auch noch was zum ersten Abschnitt schreiben.


    Als erstes möchte ich das Titelbild erwähnen, das gefällt mir sehr gut mit seinem unheimlichen Motiv des einsamen Kindes mit seinem Kuscheltier.


    Dann der Prolog, welcher sehr irritierend und beängstigend ist. Ich war mir anfangs nicht sicher, ob es sich hier um einen Albtraum handelt. Und natürlich habe ich mich gefragt, wer die anderen Leute sind, aber das klärt sich dann ja auf: es handelt sich dabei um die anderen Mitglieder der Therapiegruppe. Wenn man bedenkt, dass das Ziel der Gruppe eigentlich sein soll, der Wurzel ihrer verdrängten Probleme auf die Spur zu kommen, erscheint der Prolog noch erschreckender, denn das scheint mir eher ein drogenbasierter Ausflug in ein Albtraum-Szenario zu sein.


    Die Erotikszene hat mich ebenfalls irritiert, aber nicht, weil es sich um zwei Frauen handelt, sondern weil ich mit so einer Szene in dieser Detailliertheit hier nicht gerechnet habe. Susanne und Gudrun sind seit drei Jahren ein Paar, aber Susanne sagt von sich selbst, dass sie nicht zur Liebe fähig wäre. das würde bedeuten, auch Gudrun kann sie eigentlich nicht lieben. Was ist dann die Grundlage für ihre Beziehung? Rein nur die sexuelle Befriedigung? Das fände ich sehr wenig. Außerdem scheint mir Gudrun ein wenig arg zur Eifersucht zu neigen, hatte ich den Eindruck.


    Warum steht Gudrun so ablehnend Susannes Therapie gegenüber? Ist das nur wegen des Geldes oder steckt hier mehr dahinter? Wenn sie gesundheitliche Bedenken hat, dann sollte sie ihre Freundin konkret auf diese Bedenken ansprechen, die sind ja beim Einsatz von Drogen durchaus gerechtfertigt. Oder weiß sie mehr? Warum ähneln ihre Bilder den Szenen aus Susannes Drogenausflügen? Greift hier Susannes Unterbewusstsein auf Bilder zurück, die ihr bekannt sind? Und welche Rolle spielt das Hexenhaus?


    Diese Therapie scheint sich aber hart am Rand der Legalität zu bewegen, so wie Richard darauf besteht, dass jeder eine Erklärung unterschreiben muss, was die freiwillige Einnahme der Substanzen angeht. Und auch die Verpflichtung, niemanden außerhalb der Gruppe etwas zu erzählen.

    Ich weiß zwar, dass man mit dem wohldosierten Einsatz von Drogen einiges erreichen kann, aber dennoch hätte ich bei LSD und Extasy doch zu sehr Schiss, das auszuprobieren.


    Was mich auch stören würde, dass jeder in der Gruppe von deinen Problemen und auch deinen Erlebnissen während der Drogentrips erfährt. Das macht jeden Einzelnen doch angreifbar. Z.B. ist Gerd auch nicht derjenige, der er vorgibt zu sein. Gut, er will den anderen Teilnehmern nicht schaden, aber was, wenn er oder einer der Anderen nicht an die mündliche Verschwiegenheitserklärung hält?


    Richard Kohler macht auf den ersten Blick einen verantwortungsbewussten Eindruck, aber wenn das, was Gerd von den Kirschblütlern erzählt, stimmt, dann ist das alles doch nicht so harmlos.


    In jedem Fall ist das, was Susanne über ihren Vater erfährt, ziemlich heftig. Ich würde nicht wollen, dass das jeder in der Gruppe erfährt.

    Und ja, Verdrängung kann in der Tat so gut funktionieren, dass man sich an solch traumatischen Erlebnisse nicht mehr erinnern kann. Außerdem sagt Gerd hier etwas Schlaues: dieses Verdrängen ist ein wichtiger Schutzmechanismus. Andererseits kann ich natürlich auch Susanne verstehen, denn sie vermutet die Ursache für ihre heutigen "Unzulänglichkeiten" in der Vergangenheit und hofft sicherlich auch, dass es besser wird, wenn sie diese kennt.


    Aber dass Gerd Susanne bittet, für ihn Augen und Ohren zu sein, obwohl er weiß, dass es bei den Sitzungen bereits Todesfälle gegeben haben soll, finde ich etwas arg heftig. Für ihn ist das allerdings sehr wichtig und persönlich, weil seine Schwester betroffen ist, aber an Susannes Stelle würde ich mir sehr gut überlegen, ob ich die Therapie wirklich würde weiterführen wollen.

  • Und warum zweifelt sei den Missbrauch durch den Vater an? Das alles kommt mir sehr komisch vor.

    Ja, das hat mich auch gewundert, zumal sie zuvor selbst den Verdacht geäußert hatte.


    Was ist, wenn plötzlich alle gleichzeitig in einer extremen Situation sind, da kann der Therapeut doch gar nicht effektiv eingreifen.

    Genau das habe ich mich auch gefragt.

  • Ich wundere mich, warum sie so dagegen ist, dass Susanne die Therapie macht. Und warum zweifelt sei den Missbrauch durch den Vater an? Das alles kommt mir sehr komisch vor.


    Mir ist das sehr unheimlich, dass durch die Drogen die Vergangenheit wieder zurückgeholt wird. Könnte es nicht auch sein, dass man im Drogenrausch irgendetwas träumt, was man gar nicht erlebt hat? Die Szene mit dem Kaninchen war ja wirklich grausam. Aber woher will Susanne wissen, ob sie das wirklich erlebt hat? Es könnte ja auch so etwas wie ein Albtraum sein.


    Bezieht sich das „rote“ Rauschen auf Blut?

    Sehr schön, dass es endlich richtig losgeht. Ich sehe schon, ihr habt viele Fragen, von denen - hoffentlich - alle im Laufe des Romans beantwortet werden. Aber ich will mal einiges rausgreifen und beantworten.


    Das schrieben ja einige von euch, dass ihr euch wundert, warum Gudrun gegen die Therapie ist und warum sie den Missbrauch anzweifelt. Also gegen die Therapie ist sie, weil sie grundsätzlich eine sehr bodenständige und kritische Zeitgenossin ist und auch speziell Psychotherapeuten kritisch gegenübersteht. In dem Fall weiß sie ja, dass Susanne schon einige Therapien gemacht hat, und dass diese ihr nicht wirklich geholfen haben.


    Sie weiß auch, dass es die sogenannten False Memories gibt, die falschen Erinnerungen (darüber habe ich einen ganzen Roman geschrieben, wer sich dafür interessiert, er heißt "Durch die Hölle", da haben mir 8 Betroffene ihre Geschichte erzählt), und deshalb stellt sie auch den Missbrauch zumindest in Frage, hält ihn aber nie für ausgeschlossen.


    Bei dem Titel habe ich durchaus bei "Rot" an das viele Blut gedacht, das im Roman fließt.


    Natürlich kann es immer sein, dass man im Drogenrausch etwas träumt, was man nicht erlebt hat. Derjenige, der die Bilder sieht, weiß aber im Normalfall sehr genau, ob es sich hierbei um seine eigenen Erinnerungen handelt.

  • Die Therapie allerdings fand ich schon spannend. Ich wusste bis jetzt nicht, dass diese Drogen dafür eingesetzt werden und finde das schon sehr erschreckend. Auch glaube ich, dass der Therapeut in diesen Sitzungen nicht allen gleichzeitig gerecht werden kann. Was ist, wenn plötzlich alle gleichzeitig in einer extremen Situation sind, da kann der Therapeut doch gar nicht effektiv eingreifen. Finde ich irgendwie sehr leichtsinnig.

    Ich wusste von dieser Art Therapie auch nichts, bevor ich nicht vor 2 Jahren einen Bericht im Spiegel las, wo so eine Sitzung aus dem Ruder gelaufen ist. Damals kämpften alle Teilnehmer, einschließlich des Leiters, um ihr Leben. Das Urteil gegen den Psychologen ist erst kürzlich gesprochen worden.


    Weil nach Links gefragt wurde, hier ist einer:

    https://www.welt.de/regionales…enrausch-in-Handeloh.html


    Ein anderer interessanter Link ist das Interview mit einer Drehbuchautorin, die 18 Jahre in der Sekte war. Der Film dazu ist aber nicht mehr verfügbar. Hier ein Artikel:

    https://www.merkur.de/tv/ariel…gemeinschaft-8517143.html

  • Danke für das Lob zum Cover. Ich bin auch sehr glücklich damit. Meine Designerin hat da ganze Arbeit geleistet. Es ist ja nicht immer einfach, die Vorgaben des Autors bildlich umzusetzen.


    Zum Prolog: Wie ich ja schon schrieb, hat diese Szene fast genauso wirklich in Stade bei dieser missglückten Drogensitzung stattgefunden. Ich habe nur das Material, das frei verfügbar war, in Szene bzw. Handlung umgewandelt und ein bisschen meine Fantasie bemüht.

    Susannes Bilder habe ich deshalb eingefügt, weil ich den Leser etwas im Unklaren lassen wollte, wo die Ursache von Susannes "Erinnerungen" ist. Der Gedanke, den du hattest, sollte tatsächlich in den Lesern hervorgerufen werden. (Ist also gelungen :-))


    Die Therapie bewegt sich nicht am Rande der Legalität. Sie IST illegal. Das hindert aber die "Therapeuten" nicht, sie bis heute anzubieten. Und wie ich noch im Nachwort ausführe, zählen zu den "Patienten" auch Polizisten, Richter etc.


    Was die Gruppentherapie anbetrifft, so ist das ja auch in anderen Gruppentherapien so, dass die anderen von den Problemen aller erfahren. Anscheinend scheint das aber eine gängige und erfolgreiche Methode zu sein, sonst würde es sie nicht geben.

  • Das schrieben ja einige von euch, dass ihr euch wundert, warum Gudrun gegen die Therapie ist und warum sie den Missbrauch anzweifelt. Also gegen die Therapie ist sie, weil sie grundsätzlich eine sehr bodenständige und kritische Zeitgenossin ist und auch speziell Psychotherapeuten kritisch gegenübersteht. In dem Fall weiß sie ja, dass Susanne schon einige Therapien gemacht hat, und dass diese ihr nicht wirklich geholfen haben.

    Einiges zwischen den Zeilen schürt den Verdacht, ob Gudrun womöglich mehr weiß als sie sagt bzw. ob sie wirklich diejenige ist, für die sie sich ausgibt - bei einem Psychothriller bin ich erstmal bei allem und jedem misstrauisch :totlach:


    Die Therapie bewegt sich nicht am Rande der Legalität. Sie IST illegal. Das hindert aber die "Therapeuten" nicht, sie bis heute anzubieten. Und wie ich noch im Nachwort ausführe, zählen zu den "Patienten" auch Polizisten, Richter etc.

    Das ist ja auch der Hammer :o Ich habe eben deine Links durchgelesen, die mich fassungslos zurücklassen. Zumal hier gezielt mit den Ängsten und Problemen von hilfesuchenden Menschen "gespielt" wird.


    Was die Gruppentherapie anbetrifft, so ist das ja auch in anderen Gruppentherapien so, dass die anderen von den Problemen aller erfahren. Anscheinend scheint das aber eine gängige und erfolgreiche Methode zu sein, sonst würde es sie nicht geben.

    Und wenn man so verzweifelt ist wie Susanne und nach jedem Strohhalm greift , wird man auch in den sauren Apfel beißen, dass andere Menschen die eigenen Traumatas mitbekommen.

  • Die Erotik-Szene auf den ersten Seiten hat mich momentan auch erst Abgeschreckt. Hat mir persönlich gar nicht gefallen, war mir zu plump.


    Mich interessiert aber das Thema mit den bewusstseinserweiternden Drogen. Bin auf die weitere Geschichte gespannt.

    Magst du nicht ein wenig mehr auf den ersten Abschnitt eingehen? Wie hast du die ersten Sitzungen von Susanne bei Richard Kohler empfunden? Was hat dir dabei gefallen, was nicht? Warum interessiert dich das Thema mit den bewusstseinserweiternden Drogen? Siehst du es kritisch oder als Chance?

  • Was mich auch stören würde, dass jeder in der Gruppe von deinen Problemen und auch deinen Erlebnissen während der Drogentrips erfährt. Das macht jeden Einzelnen doch angreifbar. Z.B. ist Gerd auch nicht derjenige, der er vorgibt zu sein. Gut, er will den anderen Teilnehmern nicht schaden, aber was, wenn er oder einer der Anderen nicht an die mündliche Verschwiegenheitserklärung hält?

    DAS würde mich auch stören. Man kann ja viel versprechen, ob man das dann hält, ist die andere Frage. Und wenn ich von einem Journalisten wüsste, der zu Recherchezwecken teilnimmt, würde ich da kein Wort mehr sagen.