01: Anfang - Kapitel 6

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  • Hallo Ihr Lieben,


    hier treffen wir uns ab dem 15.06.2018 zur Leserunde zu dem Buch "Träume aus Silber" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders Mina Baites/Iris Klockmann, die uns hier begleiten wird. Schön, dass Du, liebe Iris, wieder mit dabei bist! :-*


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch.

    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Wenn ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, dann wäre es gut, wenn ihr hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid geben würdet.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass bitte pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte! :winken:


    Hier könnt Ihr vom Anfang bis einschl. Kapitel 6 schreiben.

    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!


    Liebe Grüße

    odenwaldcollies :winken:

  • Ein liebes Hallo an dich Iris und Mitleserinnen. Ich habe so auf dieses Buch gewartet und bin gespannt was es neues gibt.

    Nicht das ihr euch wundert, dass ich heute schon den ersten Abschnitt fertig gelesen habe und einen kleinen ersten Eindruck schreibe. Aber wir fahren morgen in den Urlaub und ich muss erst mal sehen ob ich WLAN habe. Ansonsten muss ich mit Handy schreiben und das ist etwas mühsam. Ist aber nur eine Woche, also sollte ich es mit kurzen Beiträgen hinbekommen.


    Ich kann schon so viel sagen, ich fühlte mich gleich wieder zu Hause bei Lilian, Peter, Lotte, Sam und Friedrich. Im Prolog erfahren wir ein bisschen von Emma, bis sie ins Dunkel entschwann. Sie muss furchtbar unter der Trennung von Peter und vor allem von Lilian gelitten haben. Sie kam mir so einsam vor und dann so ein tragisces Ende.


    Lilian ist fest entschlossen erst Ruhe zu geben, wenn sie alles über Emma in Erfahrung gebracht hat. Schön das Peter Sam und sie begleiten wird. Aber ich kann mir vorstellen,dass es auch für ihn eine Achterbahn der Gefühle werden wird.

    Der Entschluss nach Kapstadt zu gehen und alles in London hinter sich zu lassen, steht immer noch. Das finde ich schön, so ist wenigstens ein Teil der Familie vereint.

    Was mich erstaunt hat, dass Peter einen Antrag stellen muss um seinen Namen, Paul Blumenthal, wieder tragen zu dürfen. Sicher man gewöhnt sich irgendwann an den neuen Namen, aber es ist eben nicht die eigene Identität.

    Das Lotte nicht zurück kann und will kann ich voll und ganz nachvollziehen, bei dem was ihr und ihrer Familie und Freunden angetan wurde.


    Also die Pflegeeltern, die Murphys, sind mir irgendwie unsympathisch. Schon wie der Hausherr so völlig gleichgültig meinte, es war normal im Massengrab zu laden bei all den Toten. Sie hätten Emma aber vielleicht auch auf einem Friedhof beerdigen können, wenn sie es gewollt hätten.


    Wurden die Pflegeeltern in England damals dafür bezahlt, dass sie die Kinder bei sich aufgenommen haben?

    Das würde ihr Verhalten vielleicht erklären.


    Die kommen so komisch rüber, als wenn sie etwas zu verheimlichen haben. Und die Sache mit dem verschwundenen Dr. Cook ist auch mysteriös. Wurde er entführt oder hatte er etwas zu verheimlichen. Denn schließlich wurde er polizeilich gesucht.

    Nett fand ich als Duc, ein anderer Pflegesohn der Murphys, zu Lilian kam und von der Zeit, als Emma bei ihnen wohnte, erzählt hat. Vielleicht erfahren sie noch ein bisschen mehr von Euch seiner Schwester.


    Ceara Foley, wer ist sie??? Sie scheint schwer traumatisiert, träumt immer wieder einen bösen Alptraum. Auch sie wuchs bei Pflegeeltern Rhona Ward, und ihr Mann Brady, auf. Sie wurde als neunjährige stark verletzt. Welche Druckwelle mag das gewesen sein und welche Verbindung gibt es nach Dublin? Eigentlich macht mich die Tatsache stutzig, dass Ceara damals ebenfalls neun Jahre alt war. Aber das wäre wohl zu einfach das mit Emma in Verbindung zu bringen. Und sie war in einem Krankenhaus, in Irland zu sich genommen. Das ist für mich ein erstes großes Rätsel. Sie muss eine Bedeutung haben, nur welche?

    Fakt ist, dass ihr liebevoller Mann Aidan, nun nicht mehr weiter zusehen will, wie sie sich tagtäglich quält. Vielleicht, sollte sie sich entscheiden zu dem Doktor zu gehen, kommt ein wenig Licht ins Dunkle.


    Lotte hat schwer an der Neuigkeit von Lilian und Peter zu nagen. Aber es gibt noch etwas anderes was mich beunruhigt. So wie Friedrich auch, frage ich mich bei der politischen Lage, ob es klug von Lotte ist, Dede aufzunehmen. Aber so ist Lotte, sie kann nicht anders. Das war schon im ersten Teil so, sie lebt für ihre Begegnungsstätte.


    Also ich bin schon mehr als begeistert. Wie gewohnt ist alles sehr gefühlvoll und mit Liebe geschrieben. Und man bekommt wie schon im ersten Teil, ganz nebenbei historische Hintergründe vermittelt.

  • Ich habe das erste Buch auch gelesen, durfte jetzt aber feststellen, daß man auch in die Geschichte reinkommt, wenn man das nicht gemacht hat. Es wird ja viel erklärt.


    Irgendwie habe ich den Verdacht, daß Emma doch nicht umgekommen ist, daß vielleicht Ceara Emma ist. Ist aber nur eine Vermutung.


    Ich kann gut verstehen, daß Lilian sich erst auf Emmas Spuren heften möchte, bevor sie Sam heiratet. Denn sie hat einfach noch nicht mit der Vergangenheit abgeschlossen. Und Peter, ihr Vater, ist ebenso daran interessiert, etwas über seine Tochter zu erfahren. Er hatte nie nach England gehen können.

    Also die Pflegeeltern, die Murphys, sind mir irgendwie unsympathisch. Schon wie der Hausherr so völlig gleichgültig meinte, es war normal im Massengrab zu laden bei all den Toten. Sie hätten Emma aber vielleicht auch auf einem Friedhof beerdigen können, wenn sie es gewollt hätten.


    Wurden die Pflegeeltern in England damals dafür bezahlt, dass sie die Kinder bei sich aufgenommen haben?

    Das würde ihr Verhalten vielleicht erklären.

    Die Pflegeeltern von Emma kommen mir auch seltsam vor. Vielleicht wurden sie ja verpflichtet Kinder aufzunehmen und wollten das eigentlich nicht. Duncan hingegen ist ein freundlicher junger Mann.


    Ich bin schon sehr gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.

  • Anne H. , ja mich beschleicht auch irgendwie der Verdacht das es Emma sein könnte. Aber Irland? Sie war doch schwer verletzt, wie kann sie dann von London nach Irland in dem Zustand kommen?

  • Hallo ihr Zwei,


    mich freut's, dass ihr schon mittendrin seid in der Geschichte. Die ersten Rätsel tun sich auf. Ich sage besser nicht viel dazu, sonst verrate ich noch etwas. :unschuldig:

    Ja, Pflegeeltern werden bezahlt, wenn sie ein Kind bei sich aufnehmen. Das war damals genauso wie heute. Und im Krieg und in der Zeit danach wurden sie natürlich händeringend gesucht.


    Kessi, danke, dass du dir so kurz vor dem Urlaub Zeit nimmst für mein Buch.


    Liebe Grüße und einen schönen Abend für euch

    Iris/Mina :)

  • Hallo Iris, wenn die Pflegeeltern ( auch die Murphys) bezahlt wurden, ging es ihnen vielleicht mehr ums Geld. So kam es mir bei Emma vor, wo hingegen Duc wohl ihr Liebling gewesen ist. Arme Emma, sich so gar nicht geliebt zu fühlen.

  • Hallo zusammen,


    nach der großartigen Leserunde zu "Die silberne Spieldose" habe ich mich ganz besonders auf die Fortsetzung und unseren Austausch gefreut. Als ich vorhin das Personenregister gesehen habe, hatte ich kurz Zweifel, ob ich noch alles zusammen bekomme, aber die waren völlig unnötig! Bereits mit dem Prolog steckte ich schon in der Geschichte... Zumal Iris das ja sehr geschickt macht - selbst Leser*innen, die den ersten Roman nicht gelesen haben, werden mit den kleinen Zusammenfassungen die wichtigen Details nachvollziehen können und somit nichts Elementares verpassen. Naja, wobei - mir ist während der Lektüre wieder eingefallen, wie sehr mich der letzte Roman mitgenommen hat, vor allem auch am Ende. Daher hoffe ich natürlich, dass niemand auf die Spieldose verzichtet.;)

    Lillian mit ihrem Vater Paul und ihrer Großmutter zu erleben, hat mich erneut sehr berührt. Wie großartig, dass die drei sich - nach all den Jahren, den Verlusten, dem Schmerz und der Sehnsucht - wiedergefunden haben. Dieser vertraute, liebevolle Umgang... ich mag die Blumenthals einfach sehr, sehr gerne! Gleichzeitig ist es sicherlich auch weiterhin nicht leicht, da die Tatsache, dass sie künftig in Südafrika zusammenleben werden, auch stetig an den immensen Verlust erinnert: die ermordete Mutter Lilians und die bei einem Bombardement getötete Emma. Wobei ich hoffe, dass sich letzteres als ein Irrtum herausstellt! Ich denke, dass es sich bei Ceara um Emma handeln könnte, auch wenn ich nicht weiß, wie sie damals nach Dublin gekommen ist. Die extrem schwere Verletzung stammt von einem Luftangriff - diese Angriffe der Deutschen fanden 1940 bis 1941 in Großbritannien statt. Das Deutsche Reich hat nach dem schnellen Sieg in Frankreich zwar eine Invasion Irlands angedacht, aber diese Pläne wurden verschoben. So kam es nur zu einem irrtümlichen Angriff der Wehrmacht auf Dublin im Frühjahr 1941, aber ich denke nicht, dass Ceara hier verwundet wurde, sondern vermutlich in England. Doch wie kam sie dann in ein Dubliner Krankenhaus? Und hat die Aktion etwas mit dem mysteriösen Abtauchen des Docs zu tun? Vielleicht hat er die "Gunst der Stunde" genutzt und Kinderhandel? Auch wenn ich mir so etwas kaum vorstellen kann/mag, so denke ich, dass es reichlich Menschen gibt, die die Kriegssituation für solch perfide Machenschaften nutzen, um sich zu bereichern. Ich bin gespannt, ob Aiden Ceara dazu bekommt, einen Psychiater aufzusuchen und eine Therapie zumindest zu versuchen...


    Die Murphys (irischer Name, aha!) sind ziemlich nüchtern, wenn auch nicht gänzlich uninteressiert. Ich denke, dass es unter Garantie schlechtere Unterkünfte für Waisenkinder oder Kinder aus sehr schwierigen Verhältnissen gab - vor allem, wenn ich da an so manches Waisenhaus denke. Dennoch war Emma derart traumatisiert, dass sie nicht einfach in eine diesbezüglich nicht geschulte Pflegefamilie gesteckt hätte werden dürfen. Zudem noch als ein Kind von mehreren! Aber das sagt sich natürlich so einfach - aus heutiger Perspektive und ohne den konkreten Blick auf Kriegsopfer und die jüdischen Kinder, die mit den sogenannten Kindertransporten nach Großbritannien kamen.


    Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Auf jeden Fall finde ich es toll, dass Paul sich mit auf die Spurensuche begeben hat!

  • Aber ich kann mir vorstellen,dass es auch für ihn eine Achterbahn der Gefühle werden wird.

    Auf jeden Fall! Es deutet sich ja schon an - als Duc den Satz erwähnt, den Emma manchmal mantraartig vor sich hin gesagt hat... Ich denke, dass es sich als Vater immer Vorwürfe macht, weil er seine beiden Töchter auf sich alleine gestellt nach England geschickt hat. Sachlich betrachtet: was hätte er anderes tun sollen? Es war die beste Gelegenheit, Emma und Lilian in Sicherheit zu bringen - sie bei sich zu behalten, wäre viel gefährlicher gewesen! Und wer konnte schon ahnen, dass Emma bei einem Bombardement Londons ums Leben kommt... Aber das sagt sich alles leichter - ich denke, es ist vermutlich die "normale" Reaktion eines liebenden Vaters.

    Was mich erstaunt hat, dass Peter einen Antrag stellen muss um seinen Namen, Paul Blumenthal, wieder tragen zu dürfen.

    Naja, so wie ich es verstanden habe, ist er mit gefälschten Papieren in Südafrika angekommen. Da er zuvor staatenlos war, wird ein Nachweis seines echten Namens schwierig gewesen sein... Heutzutage kannst du auch nicht einfach so in ein Amt spazieren und deinen Namen einfach mal so ändern.

    Also die Pflegeeltern, die Murphys, sind mir irgendwie unsympathisch. Schon wie der Hausherr so völlig gleichgültig meinte, es war normal im Massengrab zu laden bei all den Toten. Sie hätten Emma aber vielleicht auch auf einem Friedhof beerdigen können, wenn sie es gewollt hätten.

    London war damals aber nicht im Normalzustand, sondern in manchen Stadtteilen stark zerstört. Ca. 28.000 Tote in der Zeit des "Blitz" - da sind die Hinweise auf Massengräber aufgrund von Seuchengefahr ziemlich plausibel.

    Und die Sache mit dem verschwundenen Dr. Cook ist auch mysteriös. Wurde er entführt oder hatte er etwas zu verheimlichen. Denn schließlich wurde er polizeilich gesucht.

    Nett fand ich als Duc, ein anderer Pflegesohn der Murphys, zu Lilian kam und von der Zeit, als Emma bei ihnen wohnte, erzählt hat. Vielleicht erfahren sie noch ein bisschen mehr von Euch seiner Schwester.

    Bei Duc wäre ich nicht darauf gekommen, dass es sich um Duncan gehandelt hat - der Duncan, der Emma kurz vor dem Angriff kurzerhand über die Schulter geworfen hat, damit sie rechtzeitig in der U-Bahn-Station angelangen... Toll, dass er sie damals mochte und sich gesorgt hat - damit ist er Lilian, Paul und Sam zumindest eine kleine Hilfe.

    Lotte hat schwer an der Neuigkeit von Lilian und Peter zu nagen. Aber es gibt noch etwas anderes was mich beunruhigt. So wie Friedrich auch, frage ich mich bei der politischen Lage, ob es klug von Lotte ist, Dede aufzunehmen. Aber so ist Lotte, sie kann nicht anders. Das war schon im ersten Teil so, sie lebt für ihre Begegnungsstätte.

    Es ist so bitter, dass Lotte dem Nationalsozialismus entkommen konnte, um nun in einem Land zu leben, dass leider sehr rassistisch ist. Die beiden Staaten und ihre Taten sind nicht zu vergleichen, aber ich stelle es mir dennoch extrem schwierig vor, dass die Blumenthals auch hier wieder Ausgrenzung, Gewalt und Verfolgung miterleben müssen.

  • Guten Morgen liebe Iris und auch guten Morgen an alle Mitleserinnen,

    ich war schon sehr neugierig auf diese Leserunden. Die Leserunde zur silbernen Spieldose war wirklich ausnehmend interessant und emotional! Wie schön, dass es endlich soweit ist und wir mehr über die Familie Blumenthal erfahren können.


    Ich muss sagen, dass ich gleich wieder in die Geschichte reingefunden haben. Natürlich helfen die Hinweise auf die Geschehnisse des ersten Buches dabei.

    Der Prolog beginnt gleich schrecklich traurig: Emma ist trotz anderer Pflegekinder einsam in der Familie der Murphys. Die Spieldose, die ihr so viel bedeutet hat, hat sie ja klugerweise ihrer kleinen Schwester mitgegeben. Nur durch sie konnte Lilian ihre Familie wiederfinden. Bei dem Bombenangriff werden große Teile der Straße, in der sie lebt zerstört und sie wird verletzt. Aber ich glaube nicht, dass sie getötet wurde. Alles deutet ja darauf hin, dass es sich bei Ceara in Dublin um die kleine Margarethe/Emma aus Hamburg handelt. Die Frage ist allerdings, wie sie schwer verletzt nach Dublin gekommen ist. Der Bombenangriff war ja in London, oder?


    Lilian will alles über ihre kluge ältere Schwester erfahren und begibt sich mit Fastehemann und Vater auf die Suche.

    Die Geschichte um Dr. Cook ist ein wenig rätselhaft. Warum verschwand er so plötzlich? Und warum hat die Polizei nach ihm gesucht? Das ist ja alles nach dem Krieg passiert, oder?


    Das Gespräch mit den Murphys ist nicht sehr aufschlussreich und sehr sympathisch wirken die beiden auch nicht. Haben sie etwas zu verbergen, weil sie auf die Frage nach Dr. Cook doch etwas eigenartig reagieren - wegen der "eingefrorenen Züge"?


    Duncan erzählt ihnen mehr über Emma. Diese Sätze "Ich bin Emma. Nur Emma" sind schon sehr berührend. Ich hab mir nie wirklich klar gemacht, wie viel Identität man mit seinem eigenen Namen verbindet. Seinen eigenen Namen aufgeben zu müssen bedeutet auch einen Teil seiner Identität zu verlieren.

    Neugierig bin ich, ob die Schwester, von der Duncan erzählte, tatsächlich bessere Informationen über Emma hat!


    Ceara - es spricht schon sehr viel dafür, dass sie eigentlich Margarethe/Emma ist. Die Verletzungen zum Beispiel oder die Albträume. Oder auch das Talent für Kunsthandwerk. Diesbezüglich ähnelt sie ihrem Vater und ihrem Großvater. Sie weiß es nur nicht.

    Und eigentlich will sie ihre Vergangenheit mittels Therapie gar nicht aufarbeiten. Sie denkt, dass ihre Familie tot ist und dass jede Information diesbezüglich eigentlich sinnlos ist. Irgendwie verstehe ich sie schon. Sie ist ja überzeugt, dass ihre Eltern tatsächlich tot sind und sie erinnert sich an nichts mehr.

    Ich frage mich, wie es ihr ergehen wird mit der Wahrheit.


    Und Lotte, die selbst erfahren musste, was es bedeutet, vertrieben zu werden, keine Rechte zu haben, als Mensch letzter Klasse behandelt zu werden, hilft Dede, der es jetzt im Apartheidsregime so geht.

    Und ganz besonders spannend fand ich bei deren Gespräch, dass Dedes Mann wollte, dass sie nur in der 3. Person von sich spricht, dass sie also das "Ich" verliert. Womit ich wieder beim Thema Identität wäre... Grausam, welche Ideen Menschen haben, um andere klein zu machen!


    Der Stil gefällt mir wieder sehr gut - aber da hab ich auch gar nix anderes erwartet.

    Und jetzt bin ich schon neugierig auf den nächsten Abschnitt!:daumen:

  • @kessie: schönen Urlaub! Genieße diese Tage! Und ich drück Dir die Daumen, dass Du WLAN hast - am Handy zu schreiben ist extrem nervig!

    Was mich erstaunt hat, dass Peter einen Antrag stellen muss um seinen Namen, Paul Blumenthal, wieder tragen zu dürfen. Sicher man gewöhnt sich irgendwann an den neuen Namen, aber es ist eben nicht die eigene Identität.

    Das hat mich auch erstaunt! Bzw. ich hab es vorher einfach nicht überlegt, dass ja viele Menschen auf der Flucht eine andere Identität annehmen mussten, gefälschte Papiere hatten und dann in einem anderen Land sicher Probleme hatten, zu beweisen, wer sie nun wirklich waren und diesen Namen auch wieder zu bekommen.

  • ja mich beschleicht auch irgendwie der Verdacht das es Emma sein könnte. Aber Irland? Sie war doch schwer verletzt, wie kann sie dann von London nach Irland in dem Zustand kommen

    Das ist die große Frage - und ich bin neugierig, wie Iris dieses Problem lösen wird.


    Naja, wobei - mir ist während der Lektüre wieder eingefallen, wie sehr mich der letzte Roman mitgenommen hat, vor allem auch am Ende.

    Stimmt - ich habe diese Leserunde auch als sehr emotional, sehr berührend in Erinnerung. Die Familie Blumenthal steht ja für das Schicksal vieler Menschen.

    Und das sind Schicksale, die ich mir so einfach nicht mehr vorstellen kann. Ich merke ja auch beim Lesen solcher Bücher, dass es mir überhaupt nicht klar ist, was so eine Flucht bedeutet hat. Dass das Leiden keineswegs mit dem Ankommen in einem anderen Land beendet war, sondern vieles über Generationen nachwirkt.

    Vielleicht hat er die "Gunst der Stunde" genutzt und Kinderhandel?

    Ich gestehe, dass ich einen kurzen Moment auch dran gedacht habe, aber diesen Gedanken dann gleich wieder verworfen, weil ich glaube, dass es damals wirklich viele Kinder gab, die obdachlos und alleine waren (auch in England) und außerdem war Ceara ja schwer verletzt, folglich nicht wirklich ein Kind für Menschenhandel. Organhandel? Gab es das damals schon? Es ist 2 Uhr 45 - meine Phantasie geht mit mir durch...


    Gute Nacht, meine Lieben, es ist schön, dieses Buch mit Euch gemeinsam zu lesen!

  • Hallo Iris, wenn die Pflegeeltern ( auch die Murphys) bezahlt wurden, ging es ihnen vielleicht mehr ums Geld. So kam es mir bei Emma vor, wo hingegen Duc wohl ihr Liebling gewesen ist. Arme Emma, sich so gar nicht geliebt zu fühlen.

    Liebe Kessi,


    mir ihre Situation vorzustellen, fand ich unbeschreiblich grausam. Mich hat es beim Schreiben geschüttelt, ich brauchte so einige Taschentüchlein ... ;)Sich ungeliebt zu fühlen und nicht vermisst zu werden, ist für mich der Supergau.

  • nach der großartigen Leserunde zu "Die silberne Spieldose" habe ich mich ganz besonders auf die Fortsetzung und unseren Austausch gefreut. Als ich vorhin das Personenregister gesehen habe, hatte ich kurz Zweifel, ob ich noch alles zusammen bekomme, aber die waren völlig unnötig! Bereits mit dem Prolog steckte ich schon in der Geschichte... Zumal Iris das ja sehr geschickt macht - selbst Leser*innen, die den ersten Roman nicht gelesen haben, werden mit den kleinen Zusammenfassungen die wichtigen Details nachvollziehen können und somit nichts Elementares verpassen. Naja, wobei - mir ist während der Lektüre wieder eingefallen, wie sehr mich der letzte Roman mitgenommen hat, vor allem auch am Ende. Daher hoffe ich natürlich, dass niemand auf die Spieldose verzichtet. ;)

    Danke, liebe dubh,


    es freut mich besonders, dass dir mein Einstieg gefallen hat. Ich habe mir damals viele Gedanken gemacht, wie ich beide Teile miteinander verknüpfe, damit die Leser der Fortsetzung im Bilde sind. Aber ich gebe dir recht, auch wenn es mir geglückt ist, - bitte niemand verzichtet auf die Spieldose. Ich denke, man würde etwas verpassen. 8o

  • Dennoch war Emma derart traumatisiert, dass sie nicht einfach in eine diesbezüglich nicht geschulte Pflegefamilie gesteckt hätte werden dürfen. Zudem noch als ein Kind von mehreren! Aber das sagt sich natürlich so einfach - aus heutiger Perspektive und ohne den konkreten Blick auf Kriegsopfer und die jüdischen Kinder, die mit den sogenannten Kindertransporten nach Großbritannien kamen.

    Damit hast du vollkommen recht, aber in der Flut von heimatlosen Kindern war das natürlich unmöglich. Vielleicht erinnert ihr euch an die Passage in der Spieldose, wo die Heimleiterin sagte, sie konnten mit der Wahl von Pflegefamilien nicht wählerisch sein. Sie waren froh, wenn die Kinder ein Dach über dem Kopf hatten und versorgt wurden. Für einen Teil mag das genügt haben, für Emma jedoch nicht. :(


    Naja, so wie ich es verstanden habe, ist er mit gefälschten Papieren in Südafrika angekommen. Da er zuvor staatenlos war, wird ein Nachweis seines echten Namens schwierig gewesen sein... Heutzutage kannst du auch nicht einfach so in ein Amt spazieren und deinen Namen einfach mal so ändern.

    In der Nachkriegszeit war es noch um Längen schwerer. Ich habe von einer ganzen Reihe jüdischer Schicksale erfahren, die trotz jahrzehntelanger Warterei nie ihren Namen zurückbekommen haben. Peters Geschichte berührt mich noch immer unheimlich. Ja, wir fragen uns oft, warum der Name so einen Stellenwert hat. Das fragen wir uns aber nur, weil wir uns nie in einer derartigen Situation befunden haben. Beim Lektorat für Amazon Crossing durfte ich mit einer Lektorin zusammenarbeiten, die selbst einen jüdischen Hintergrund hat. Sie hat mir erzählt, dass die fremden Namen noch heute mit so vielen schmerzlichen Erinnerungen verknüpft sind, dass sie innerhalb der Familie gemieden werden. Am liebsten würden sie sie sogar vergessen. Das zu erfahren war irgendwie augenöffnend für mich. Nie wieder werde ich sagen, Namen sind Schall und Rauch ...


    Es ist so bitter, dass Lotte dem Nationalsozialismus entkommen konnte, um nun in einem Land zu leben, dass leider sehr rassistisch ist.

    Richtig. Aber für Lotte ist es auch eine Chance, ihre eigenen Erfahrungen zu verarbeiten. Und sie ist ein energischer und kraftvoller Mensch, vielleicht wird sie daran wachsen?


    Guten Morgen liebe Iris und auch guten Morgen an alle Mitleserinnen,

    ich war schon sehr neugierig auf diese Leserunden. Die Leserunde zur silbernen Spieldose war wirklich ausnehmend interessant und emotional! Wie schön, dass es endlich soweit ist und wir mehr über die Familie Blumenthal erfahren können.

    Guten Morgen, ysa! Mir geht es genauso. Ich habe auf unsere Leserunde hingefiebert und freue mich sehr, die Geschichte mit euch zu teilen. :love:Emotional wird es auch wieder, ich kann nicht anders. :)

    Diese Sätze "Ich bin Emma. Nur Emma" sind schon sehr berührend. Ich hab mir nie wirklich klar gemacht, wie viel Identität man mit seinem eigenen Namen verbindet. Seinen eigenen Namen aufgeben zu müssen bedeutet auch einen Teil seiner Identität zu verlieren.

    Ja, genau. Wie wichtig unser Name ist, wurde mir auch erst mit der Beschäftigung über jüdische Geschichte bewusst. Es bedeutet, ein Nichts und ein völlig Fremder sein zu müssen. Alles, was dir wichtig war, was du gedacht und gefühlt hast, wen du geliebt hast, zu wem du gehörst, musst du ausradieren, um zu überleben. Stellt euch das mal vor ... Bei dem Gedanken bekomme ich jedes Mal eine Gänsehaut.


    So, zu allem anderen schweige ich lieber noch ... :unschuldig:Ich wünsche euch weiter spannende Unterhaltung!


    Liebe Grüße

    eure Iris/Mina

  • Hallo ihr Lieben,


    ich bin sehr gut in das Buch gestartet, auch wenn der Prolog so traurig ist. Iris hatte ihn ja auf der Leipziger Buchmesse gelesen und ich fand ihn damals schon so traurig, dass Emma mitsamt dem Welpen, für den sie alles gewagt hat, in die Luft geflogen ist ;(


    Aber ist sie damals wirklich gestorben? Die Murphys haben den Hund neben ihr liegen sehen, was ihren Tod untermauert - aber stimmt das auch wirklich? Wobei es natürlich viel wahrscheinlicher ist, dass sie bei dem Bombenangriff gestorben ist, als es überlebt zu haben.

    Aber wir haben noch den verschwundenen Dr. Cook, der Emmas Totenschein ausgestellt hat und kurz danach polizeilich gesucht wurde. Ich bin mir auch sicher, dass Alfred Murphy nicht die Wahrheit gesagt hat, was den Doktor angeht.


    Als wir Ceara kennenlernen und ihre Erinnerungen will man direkt ausrufen: das ist doch Emma, ganz klar. Aber sie ist in Dublin aufgewacht. Emma ist in London "gestorben". Wie passt das zusammen? Dennoch denke ich, dass es sich bei ihr um Emma handeln könnte. Und wenn ja, dann bin ich sehr gespannt auf ihre Geschichte, wie sie von London nach Dublin kam. In jedem Fall hatte sie dort bessere Pflegeeltern als die Murphys, die mit Margarethe vollkommen überfordert waren. Wobei die Wards es auch leichter gehabt haben dürften, da Emma/Margarethe ihre Erinnerungen verloren hatte und somit auch kein Heimweh mehr nach ihren Eltern haben konnte.

    Vielleicht schafft es Aidan doch noch, seine Frau davon zu überzeugen, sich ihrer Vergangenheit zu stellen.


    Ich fand es sehr schlimm, wie Emma unter der Trennung von ihren Eltern gelitten haben muss. Und die Murphys waren nicht die ideale Pflegefamilie für sie. Wobei ich ihnen nicht mal unterstellen möchte, dass sie nicht gut zu den Kindern waren - wobei es schon auffällig ist, dass außer Duc so gut wie keines der anderen Kinder mehr Kontakt zu ihnen hat -, aber mit Emma hat es einfach nicht gepasst. Aber mitten im Krieg war das eh eine sehr schwierige Situation und man musste sicherlich froh sein, Pflegeeltern für Flüchtlingskinder aus Deutschland zu bekommen.


    Jetzt aber erstmal zu Lilian, ihrer Familie und Sam: es ist so herzerwärmend, wie gut sich die Familie versteht. Sam und Lil sind in den letzten Zügen, was ihr dauerhafter Umzug nach Kapstadt angeht. Wobei die Apartheid einen dunklen Schatten über ihre Zukunft in Südafrika wirft, denn Lotte wird bestimmt noch Ärger wegen ihrem Einsatz für Dede bekommen. Aber ich denke, die anderen Familienmitglieder werden hinter ihrer Entscheidung stehen, denn die Parallelen zu ihren eigenen Erfahrungen im Nationalsozialismus sind ja echt nicht zu verleugnen. Es ist einfach nur furchtbar, was Dede widerfahren ist und ich bin froh, dass sie bei Lotte erstmal durchatmen kann.


    Ich will nicht wissen, wie sich Peter fühlt, nachdem er erfahren hat, wie es Emma in London ergangen ist, auch emotional. Und dann um die eigene Hilflosigkeit zu wissen, nie nach London geflogen zu sein, weil er seinerzeit staatenlos war. Es ist einfach nur furchtbar traurig, wie lange die Taten der Nazis nicht nur das Leben dieser Familie auf Jahrzehnte hinaus beeinflusst.

  • kessi69

    Einen schönen Urlaub wünsche ich dir.


    Schön das Peter Sam und sie begleiten wird. Aber ich kann mir vorstellen,dass es auch für ihn eine Achterbahn der Gefühle werden wird.

    Ja, das befürchte ich auch - es zeichnet sich jetzt schon ab, nachdem er erfahren hat, wie einsam sich Emma gefühlt hat.


    Also die Pflegeeltern, die Murphys, sind mir irgendwie unsympathisch.

    Mir auch, auch wenn ich sie nicht vorschnell verurteilen möchte. Aber es war ihnen ja eindeutig unangenehm über Emma zu reden, sie konnten es ja gar nicht erwarten, die Blumenthals so schnell wie möglich wieder loszuwerden.


    Nett fand ich als Duc, ein anderer Pflegesohn der Murphys, zu Lilian kam und von der Zeit, als Emma bei ihnen wohnte, erzählt hat.

    Darüber habe ich mich auch sehr gefreut, nachdem ich zuerst enttäuscht war, als er behauptete, Emma nicht gekannt zu haben.


    Eigentlich macht mich die Tatsache stutzig, dass Ceara damals ebenfalls neun Jahre alt war. Aber das wäre wohl zu einfach das mit Emma in Verbindung zu bringen. Und sie war in einem Krankenhaus, in Irland zu sich genommen. Das ist für mich ein erstes großes Rätsel. Sie muss eine Bedeutung haben, nur welche?

    Ich kann mir auch nur vorstellen, dass der verschwundene Dr. Cook hier irgendwie seine Hände im Spiel hatte.


    Ich habe das erste Buch auch gelesen, durfte jetzt aber feststellen, daß man auch in die Geschichte reinkommt, wenn man das nicht gemacht hat. Es wird ja viel erklärt.

    Ja, für mein miserables Namensgedächtnis war es auch sehr gut, dass Iris nochmal genügend Verweise auf "Die silberne Spieldose" eingebaut hat.


    Es ist so bitter, dass Lotte dem Nationalsozialismus entkommen konnte, um nun in einem Land zu leben, dass leider sehr rassistisch ist. Die beiden Staaten und ihre Taten sind nicht zu vergleichen, aber ich stelle es mir dennoch extrem schwierig vor, dass die Blumenthals auch hier wieder Ausgrenzung, Gewalt und Verfolgung miterleben müssen.

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Familie dann wirklich in Südafrika eine Zukunft haben wird, auch wenn ich Peters Argument, nicht noch einmal von vorne anfangen zu wollen/müssen, durchaus nachvollziehen kann.

    Aber vielleicht ist es auch so, wie Iris schreibt: evtl. wächst Lotte an der Aufgabe und lässt sich nicht so schnell unterkriegen.


    Beim Lektorat für Amazon Crossing durfte ich mit einer Lektorin zusammenarbeiten, die selbst einen jüdischen Hintergrund hat. Sie hat mir erzählt, dass die fremden Namen noch heute mit so vielen schmerzlichen Erinnerungen verknüpft sind, dass sie innerhalb der Familie gemieden werden. Am liebsten würden sie sie sogar vergessen. Das zu erfahren war irgendwie augenöffnend für mich.

    Vor allem waren die Juden damals gezwungen, ihren Namen aufzugeben und damit ihre Geschichte und Vergangenheit, von der niemand erfahren durfte. Das ist nochmal etwas ganz anderes, wie wenn man freiwillig seinen Namen ändert.

  • Der traurige Prolog hat mich auch sofort sehr aufgewühlt. Ich hatte gleich die traurigen Szenen aus dem ersten Teil vor Augen und habe mich gefragt, ob die Traurigkeit sich noch in Freude wandeln kann.


    Bei Ceara ist uns wohl allen gleich der Gedanke an Emma gekommen. Alles, bis auf die Sache mit London und England, deutet auf Emma hin. Nur der Zusammenhang fehlt, wenn es dann so ist.


    Ja Emma hat trauriger Weise fürchterlich gelitten. Wie auch Peter, der im Unklaren war, ob es Emma gut geht. Wie es bei Lilian war und warum er sie nicht zu sich geholt hat, wissen wir ja. Aber es muss entsetzlich schlimm sein, wegen der Staatenlosigkeit nichts unternehmen zu können.


    Bei Peter, Lotte und Lilian ist es als wären sie nie getrennt gewesen. So eine große Zusammengehörigkeit ist schon manchmal in intakten Familien nicht in diesem Ausmaß zu finden. Mich berührt es , wie liebevoll sie miteinander umgehen und die Entscheidung anderer akzeptieren und sie bestmöglich unterstützen. Auch bei Sam ist es so, da kann Lilian sich glücklich schätzen so einen tollen Mann an ihrer Seite zu haben.


    Bei Peter bin ich mir noch nicht sicher ob er alles verkraftet, was er vielleicht noch zu hören bekommt. Das macht mir wirklich Sorgen.

  • Iris... auf der Seite 68 steht:

    "Ganz schlimm wurde es, als unser Madiba im letzten Jahr verhaftet wurde."

    Lotte kannte den liebevollen Spitznamen von Nelson Mandela, der so viel wie "Väterchen"bedeutete.


    Es ist ja nicht wirklich relevant für die Geschichte, aber soweit ich weiß, ist Madiba der Clanname, der in Südafrika eine höhere Bedeutung hat als der Familienname.

    Tata - wie er auch oft genannt wurde, war eben dieses liebevolle Väterchen.


    Recht interessant:

    Nelson Mandelas Namen


    Interessant finde ich das auch im Zusammenhang mit den Gedanken um die identitätsstiftende Wirkung von Namen.


    :blume:

  • Bei Peter, Lotte und Lilian ist es als wären sie nie getrennt gewesen. So eine große Zusammengehörigkeit ist schon manchmal in intakten Familien nicht in diesem Ausmaß zu finden. Mich berührt es , wie liebevoll sie miteinander umgehen und die Entscheidung anderer akzeptieren und sie bestmöglich unterstützen. Auch bei Sam ist es so, da kann Lilian sich glücklich schätzen so einen tollen Mann an ihrer Seite zu haben.


    Bei Peter bin ich mir noch nicht sicher ob er alles verkraftet, was er vielleicht noch zu hören bekommt. Das macht mir wirklich Sorgen.

    Guten Morgen, ihr Lieben!


    Kessi, damit hast du recht. Man spürt glaube ich zwischen den Zeilen, wie sehr die Familie zusammengehört. Ihre Geschichte hat das mit Sicherheit verstärkt und macht sie dankbar, einander wiedergefunden zu haben. Für Peter sind die vielen Details schrecklich, aber die Suche nach der Wahrheit ist nach der langen Zeit der Ungewissheit auch wichtig für ihn. Zumal er keine Partnerin an seiner Seite hat. Eigentlich ist er DIE große verletzliche Seele meiner Geschichte. ;)

    Es ist ja nicht wirklich relevant für die Geschichte, aber soweit ich weiß, ist Madiba der Clanname, der in Südafrika eine höhere Bedeutung hat als der Familienname.

    Tata - wie er auch oft genannt wurde, war eben dieses liebevolle Väterchen.

    Oh ja, ysa, stimmt ... Da ist etwas durcheinandergeraten. Danke! Und was die Verbindungen Namen/Identitäten betrifft, das ist volle Absicht. :totlach:Interessant auch in dem Zusammenhang, dass wir Frauen bis vor ein paar Jahren den Namen des Mannes annehmen mussten. Gut, dass wir mittlerweile über unsere Namen und Identitäten selbst entscheiden können, oder?