Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

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  • "Knecht" stellt eine gelungene Fortsetzung von "Feind" dar. Obwohl die Bücher klar zusammen gehören ist der Ton in diesem Buch doch ein ganz anderer, was ich sehr erfrischend finde. Der Leser wird hier nicht auf eine Reise IN die Schatten mitgenommen, sondern auf eine Fahrt MIT ihnen.

    Viel Zeit ist seit Feind vergangen, und nur Wenige Figuren von "damals" sind noch mit dabei, und auch die Perspektive ist eine ganz andere. Und dich ist man sofort in der Geschichte angekommen. Interessant fand ich das man so leicht mit den Charakteren mitfiebert, die im Buch davor noch erbitterte Feinde waren. Ein sehr lesenswertes Buch für Freunde der Dark Fantasy, das die bisher bekannte Welt von Eloy noch weiter und detailreicher beschreibt.

    Auch der Frieden des Schattenkönigs hält noch Abenteuer bereit.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Mit "Knecht" führt Robert Corvus seine Leserschaft erneut in die Schatten.

    Diemal hat sie die Gelegenheit, die Welt der Schattenherren nicht nur von außen zu betrachten, sondern darf sie bei deren Auftrag Lisanne zu finden begleiten.


    Dabei bekommt der Leser tieferen Einblick in das Wesen der Osadroi und Faye und deren Gedanken und Beweggründe.

    Auch weitere interssante Menschen lernt er kennen, unter anderem den verdienten General Bren Stonner, dem Schattenkönig ergeben, hegt er die Hoffnung auf Aufnahme in die Reihe der Schattenherren, vergisst allerdings auch nicht seine Menschlichkeit.

    Wie schon in "Feind" erschafft Robert Corvus eine eindrucksvolle teils faszinierende, teils beängstigende Welt, bevölkert mit spannenden Charakteren und überraschenden Lebewesen.

    Auch ein ungewohnter Hauch von Romantik ist zu verspüren.


    Sowieso spielt der Autor diesmal mehr mit den Emotionen seiner Leser. Ständig ist man hin- und hergerissen zwischen dem Abscheu vor den "Bösen" und einer immer mehr aufkeimenden Sympathie.


    "Knecht" hat mich beim Lesen noch mehr gefangen genommen als "Feind" und ich fürchte, ein Stück weit in die Schatten hinein gezogen.

    Ein Trost ist, dass wir, als Freunde der Dark Fantasy und begeisterte Leser von Robert Corvus' Büchern, uns dort wohl alle wieder treffen.





    Wieder hat es mir sehr viel Spass gemacht mit euch zusammen zu lesen, es war fast als säßet ihr mit auf dem Sofa. ( Nächstes Mal gern was zu knabbern mitbringen^^)

    Danke auch an Robert und seine Denkanstöße und Einblicke in sein Tagebuch:)

    Ich freue mich schon auf die nächste Runde mit euch in den Schatten und hoffe, Bren ist dann immer noch ein bisschen nett.rotwerd

  • Die Handlung von "Knecht" beginnt etwa 50 Jahre nach dem Ende der Ereignisse von "Feind"


    Diesem Mal begleiten wir General Bren Stonner auf der Suche nach Lisanne, der Schattenherrin die wir schon aus "Feind" kennen. Lisanne ist beim Schattenkönig in Ungnade gefallen, ihr Name darf nicht mehr genannt werden und sie selbst ist verschwunden.

    Bren begibt sich zusammen mit zwei Schattenherren auf eine abenteuerliche Reise und findet neue Freunde und viele neue Feinde.


    Ich habe Brens Roadtrip als Leser mit viel Spannung und auch Spaß verfolgt. Besonderns die Piraten haben es mir angetan (Ja, Piraten!).
    Robert Corvus nimmt die Leser mit auf einer Achterbahn der Gefühle: Sympathie, Hass, Abscheu, Humor, Ekel, Romantik, Hoffnung, Entsetzen , Resigantion ...

    all diese Emotionen habe ich im Laufe des Buches durchlaufen.


    Die Atmospähre des Buches ist gewohnt düster, der Blickwinkel auf die Welt aus der Welt der Schatten heraus ist beängstigend aber auch spannend.

    Ich hätte mich gefreut mehr "alten Bekannten" zu begegnen, auch wenn die neuen Charaktere durchweg interessant sind.


    Auch das Nachwort ist super gelungen, man lernt viel über die Entstehung der Schattenherren. Und Kartenmaterial und ein Glossar runden den guten Gesamteindruck des Buches perfekt ab.


    Und ich bin sehr gespannt auf Teil 3 der "Schattenherren".

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Das wieder eine super tolle Leserunde. Und das Tagebuch hat mir auch sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich schon, mit Euch den letzten Teil zu lesen und bin schon ganz gespannt.


    Hier nun mein Eindruck:


    Knecht spielt ca. 50 Jahre später als Feind. Die Schatten haben gesiegt und die Menschen in ihrer dunklen Hand. Der ermüdete Schattenkönig Elien Vitan hat keine Lust mehr zum Regieren und möchte nun abdanken. Dafür benötigt er die Anwesenheit der charismatischen Lisanne, die seit Jahren verschollen ist. General Bren Stonner soll sich nun gemeinsam mit Graf Gadior und Baron Velon auf der Suche nach Lisanne machen und begibt sich in ein spannendes Abenteuer.


    Dieser Road-Movie in der Dark-Fantasy beinhaltet alles, was eigentlich ein Abenteuerroman ausmacht: Spannende und skurrile Charaktere, unheimliche Orte, neue Sitten und Gebräuche, unvorhergesehene Schwierigkeiten und Wendungen. Und wer auf Piraten steht, der kommt ebenfalls auf seine Kosten. Während der Leser in Feind noch auf der Seite der Menschen verweilte, so darf man hier aus der Sicht der Schatten diese Reise erleben und erfühlen. In dieser Düsternis gelten eben andere Regeln. Stück für Stück wird der Leser nun in die dunkle Seite eingeführt und bald zuckt man schon nicht mal mehr mit dem Augenlid, wenn mal wieder einige Lebens-Essenzen "verkostet" werden. Sogar sympathische Gefühle für diese düsteren Gesellen werden beim Leser geweckt. Und wie auch im 1. Teil darf man sich hier keiner Figur so sicher sein und es gibt immer wieder überraschende Wendungen.


    Die Beschreibung der unterschiedlichen Welten fand ich unglaublich faszinierend, man konnte die verschiedenen Atmosphären förmlich spüren. Ein klein wenig düstere Romantik ist auch dabei. Happy Ends bei Dark Fantasy darf man aber wohl eher nicht erwarten. Toll sind auch die schönen Zeichnungen von Timo Kümmel und das Nachwort und zusätzliche Erklärungen von Robert Corvus.



    (erscheint auf meinem Block, bei Amazon und Literaturschock)

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Da ich beim ersten Mal Lesen dem zweiten Band schon 5 Punkte vergeben hatte, habe ich mich jetzt schwer getan, eine völlig neue Rezension zu schreiben. Daher habe ich sie einfach um ein paar Punkte ergänzt :totlach:


    Band 2 der Schattenherren-Trilogie


    Der Schattenkönig Elien Vitan ist seines Amtes müde und will sich in die Burg der Alten zurückziehen. Die Tradition verlangt für den Thronwechsel die Anwesenheit aller Schattenherzöge, was in diesem Fall jedoch schwierig ist, weil niemand weiß, nicht einmal der Schattenkönig, wo sich Lisanne aufhält. Sie hat vor Jahrzehnten den Zorn Eliens auf sich gezogen, die Gründe sind unbekannt. Wer es wagt, ihren Namen auszusprechen, muß mit den härtesten Strafen rechnen.

    Elien beauftragt Bren Stonner, den kampferfahrenen General der westlichen Dunkelheit, sich zusammen mit Schattengraf Velon auf die Suche nach Lisanne zu machen. Ein Scheitern der Mission wird Elien Vitan nicht dulden.


    Auch beim zweiten Lesen hat mir dieser Band wieder sehr gut gefallen, auf das Wiedersehen mit Bren Stonner habe ich mich besonders gefreut.

    Es ist von Vorteil, wenn man den ersten Band Feind gelesen hat, der die Schattenherren und Ondrien aus der Sicht ihrer Feinde beschreibt und einen Einblick in die Lebensweise der Osadroi mit ihren Ritualen gibt.


    Die Handlung in Knecht spielt ca. 50 Jahre nach den Ereignissen des ersten Bandes und ist diesmal aus der Sicht eines Menschen geschrieben, der als General und exzellenter Einzelkämpfer den Schatten dient. Bren Stonner ist absolut loyal gegenüber den Schattenherren, auch wenn er nicht mit allem einig ist, was die Lebensweise der Osadroi angeht.

    Dieser Charakter hat mir sehr gut gefallen, weil er zwar ein Diener der Schatten ist, aber dennoch einen Gerechtigkeitssinn hat bzw. unnötige Grausamkeit als unprofessionell ablehnt.


    Ebenfalls hat mir die Darstellung der Schattengrafen Velon und Gadior sowie der Schattenherzogin Lisanne in diesem Buch sehr gut gefallen. Im Gegensatz zum ersten Band, bei dem man die Schattenherren aus Feindessicht nur als unnahbar und grausam erlebt, treten sie hier differenzierter auf, mit Gefühlsregungen, die überraschen.


    Ein weiterer Charakter, der mich überzeugen konnte, ^ist die Steuerfrau Kiretta, die mit ihrer Intelligenz und Kombinationsgabe Bren Stonner für sich einnehmen kann und als beste Navigatorin auf See unentbehrlich ist.


    Ein weiterer Höhepunkt des Buches ist die Reise bzw. die Suche nach Lisanne. Neben bekannten Schauplätzen bereisen die Protagonisten auch unbekannte Orte einschl. dem Meer der Erinnerung.

    Durch die verschiedenen Handlungsplätze lernt man verschiedene Menschentypen kennen, ob das die Piraten von Flutatem oder die Gildemeisterinnen auf der Insel Ejabon-vor-dem-Nebel sind.


    Auch dieser Band wurde von dem Autor inzwischen überarbeitet und erweitert. Die neuen Szenen fügen sich passgenau in das Buch ein, ohne dass man einen Bruch o.ä. bemerkt. Ebenfalls wurde das Buch um die schönen Zeichnungen der Karten durch Timo Kümmel erweitert, deren Platzierung im Buch direkt vor den Orten des Geschehens perfekt ist.


    Meine Meinung erscheint bei:

    Amazon

    Literaturschock.de (erste Rezension erweitert)

  • Mit "Knecht" führt uns Robert Corvus erneut in die Welt der Schattenherren, die wir bereits aus dem ersten Band "Feind" kennen.

    Im Folgeband begleiten wir Bren, einen Anhänger der Schattenherren, und betrachten die Geschehnisse nun von der anderen Seite.


    General Bren Stonner begibt sich auf Geheiß des Schattenkönigs in Begleitung von zwei Schattenherren auf die Suche nach Lisanne. Lisanne war in Ungnade gefallen, ihr Name durfte nicht ausgesprochen werden.

    Bren Stonners Ziel ist es, Unsterblichkeit zu erlangen und möglicherweise würde die erfolgreiche Suche nach Lisanne ihn seinem Ziel ein ganzes Stück näher bringen.


    Der Autor versteht, es, im Leser die unterschiedlichsten Gefühle zu wecken. Man fühlt sogar zeitweise mit Lisanne, was ich nach dem Lesen des ersten Bandes nicht für möglich gehalten hätte. Überraschende Wendungen, nicht vorhersehbare Entscheidungen und spannende Situationen fesseln beim Lesen und lassen das Buch nur schwerlich aus der Hand legen.


    Abgerundet wird das Werk durch Einblicke des Autoren in die Entstehung des Buches und auch die Hintergründe der Neuauflage. Ausflüge in die Geschichte der Charaktere, kleine Biografien, Kartenmaterial, Personenregister und Glossar bilden einen interessanten Abschluss.


    Ich empfehle auf jeden Fall, den ersten Band vorher zu lesen, man würde es sonst bereuen.

    Wer Dark Fantasy mag, wird von der Geschichte um die Schattenherren begeistert sein, ich zumindest bin es und stehe in den Startlöchern für die Lektüre des dritten Bandes.

  • Auch ich habe gern zum zweiten mal gelesen und werde diese Meinung auch bei Amazon schreiben. Vielen Dank noch mal an alle, die die Leserunde ermöglicht haben und wieder zu einer fröhlichen Diskussionsrunde gemacht haben.


    Nachdem die Schattenherren im ersten Band hauptsächlich aus der Sicht ihrer Feinde gesehen wurden, steht im zweiten Teil dieser Trilogie ein Knecht der Schatten im Mittelpunkt. Als Leser befindet man sich also mitten in den Schatten, die ihre Herrschaft inzwischen so weit ausgebaut haben, dass ihnen niemand mehr wirklich schaden kann. Da inzwischen ein halbes Menschenleben vergangen ist und der General, der als Knecht der Schattenherren durch das Geschehen führt, erst in den dreißigern ist, konnte der Leser ihn in „Feind“ noch nicht kennenlernen. Es gibt somit keine Vorurteile gegen ihn. Ob das etwas daran ändern würde, dass er zum Sympathieträger wird, weiß ich nicht. Es ist für mich auch beim zweiten Lesen wieder verwunderlich, wie man als Leser plötzlich mit einem Mann mit fiebert, der den Schattenherren vorbehaltlos dient und selbst davon träumt, ein Schattenherr zu werden. Plötzlich ist diese eigentlich dunkle Gestalt im Reich der Schatten die Lichteste. Als Leser begeben wir uns in die Schatten und begegnen dem Schattenkönig, der müde ist und schlafen gehen will. Wie bei Königen üblich benötigt es dafür eine große Zeremonie und alle haben dabei zu sein. Jedoch, wie der Leser erfährt, ist Lisanne, die Charismatische, die überirdisch Schöne, verschwunden. Zwar hat der König ihr Herz und könnte sie jederzeit töten, aber das will er nicht. Er gibt zwei Schattenherren und seinem besten General die Aufgabe, sie zu finden und zurück zu bringen. Damit beginnt ein Reiseabenteuer besonderer Art, angeführt von einem General, der seine Arbeit versteht und seinen Herren gegenüber absolut loyal ist. Ihn begleiten zwei sehr unterschiedliche Schattenherren. Somit erfährt der Leser ganz nebenbei viele neue Einzelheiten über die Schattenherren und über einige neue Teile der Welt insgesamt. Teilweise muten mich die fantastischen Gestalten an wie aus einem dunklen Phantasialand. Sie entspringen nicht nur einfach der Phantasie des Autors, sondern wie Michael Ende mit Bastian Baltasar Bux hat der Autor jemanden geschaffen, der sich Dinge ausdenkt, die Realität werden. Aber es sind keine netten Gestalten! Unterwegs auf ihrer Suche treffen sie auf schillernde Charaktere, kämpfen um ihr (teilweise unsterbliches) Leben, und immer wieder muss der General Entscheidungen treffen. Als Leser ist man permanent unter Spannung. Dieser Teil hat mir auch beim zweiten Mal noch besser gefallen als der erste. Faszinierend, wie die Emotionen für die Bösen geweckt werden. Die vielen Details sind immer wieder interessant und die Bilder von Timo Kümmel lassen die Welt lebendiger werden