Allgemeine Fragen an Robert Corvus

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Verbrauchen die Faye um Magie zu wirken auch Lebenskraft? Ihre Eigene dürfte bei einer unsterblichen Rasse ja vermutlich nicht gehen, oder sie wären übermächtig.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Verbrauchen die Faye um Magie zu wirken auch Lebenskraft?

    Nein, denn streng genommen wirken sie gar keine Magie. Die Fayé sind "nicht ganz von dieser Welt", worauf auch ihre Nebelaugen hindeuten. Sie haben von ihrem Wesen her eine Verbindung in andere Wirklichkeiten, in denen die Naturgesetze, die die Götter erlassen haben, keine Geltung besitzen. Aus diesen anderen Wirklichkeiten können sie Wesenheiten herüber rufen: Dämonen. Diese Dämonen wiederum wirken ihre Magie dadurch, dass sie den Gesetzen der Götter auch "im Diesseits" nur bedingt unterworfen sind.

    Wenn ein Fayé "zaubert", kommuniziert er mit einem Dämon und schließt einen Pakt mit ihm. Die Gegenleistung für den Dienst des Dämons kann alles Mögliche sein, aber selten ist es mit Nettigkeiten verbunden.


    In der alten Zeit, als die Welt noch nicht so gefestigt war (= die Götter die Naturgesetze noch nicht so streng durchgesetzt haben), konnten die Fayé auch mit den Bäumen des Waldes etc. direkt kommunizieren und diese dazu betören, zum Beispiel in Form eines Palastes zu wachsen. Dass die Götter so etwas nicht mehr wollten, sondern stattdessen die Verlässlichkeit der Naturgesetze absolut setzten (ein Baum wächst eben, wie ein Baum wächst, und nicht in Form eines Palastes), war ein Grund dafür, dass sie die Fayé aufgefordert haben, die Welt zu verlassen, sagt man.

  • Es wäre interessant diese Geschichte zu lesen. Neuerdings habe ich eine andere Beziehung zu Dämonen :D

    Das Betören der Bäume fand ich schön, also haben sie früher schöne Sachen erschaffen oder nicht? Das mit der Dämonenzauberei war das auch auf die Bäume angewendet? Haben sie es schon vor ihrer Verbannung so gemacht? Wohin sollten sie gehen, nur weil die Götter ihren Willen durchsetzen mussten? Aber nun kommen die Schattenherren und bieten ihnen die Stirn. DAs haben sie nun davon.

  • Das Betören der Bäume fand ich schön, also haben sie früher schöne Sachen erschaffen oder nicht?

    Ja. Oder sie haben sich mit der Natur/ihrer Umgebung zu etwas Schönem verabredet. Das Ergebnis waren solche Gebiete wie der alte Bereich im Nachtschattenwald, den den Expedition passiert bzw. wo sie mit dem Faxékönig spricht.


    Das mit der Dämonenzauberei war das auch auf die Bäume angewendet?

    Heutzutage ja: Zum Beispiel bei den Bäumen, in die Menschen/Fayé eingewachsen sind. Auch Limoras' Zauber in Feind sind diese Art von Magie: Die "Schnecke", die die kleine Tür in Guardaja öffnet, ist ebenso ein Dämon wie die Wesenheiten, denen Helion begegnet, als er zwischen Leben und Tod schwebt.

    Haben sie es schon vor ihrer Verbannung so gemacht?

    Vor ihrer Verbannung haben sie mit ihrer Umgebung gesprochen. Sie haben beispielsweise die Bäume überredet, in einer bestimmten Weise zu wachsen. Umgekehrt hat ein Baum sie vielleicht gebeten, ihn von einem Pilz an seinen Wurzeln zu befreien.


    Wohin sollten sie gehen, nur weil die Götter ihren Willen durchsetzen mussten?

    Nach Osten - was immer dort liegen mag. Den Seelennebel gab es damals ja noch nicht.

  • Aber aus dieser Welt sollten sie gehen, in welche Welt? Das ist so wie der Spruch "Nazis raus" wo ich immer frage, wohin? Wem wollen wir sie zumuten? (Deshalb liebe ich den Zusatz: "aus den Köpfen")