10: Ende Kapitel 5 (ab "Bren Stonner kniete lange ...") - Ende

  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Ende Kapitel 5 (ab "Bren Stonner kniete lange ...") bis zum Ende schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Ein paar Abschlussfragen - im Fazit soll es ja spoilerfrei zugehen, aber in diesem Leseabschnitt dürfen wir davon ausgehen, dass jeder die Geschichte kennt.

    Was war besonders spannend?

    Habt Ihr ein bisschen Romantik im Roman gefunden - bei Kiretta und Bren oder bei Lisanne und Helion?

    Die Chaque sind kein Standard-Fantasyvolk - hättet Ihr Euch mit Orks wohler gefühlt?

    Was für eine Stimmung hat für Euch das Leseerlebnis geprägt?

    Welche Wendung hat Euch besonders überrascht?

    Und was haltet Ihr von den Neuerungen - den Anhängen, den neuen Szenen, den Vignetten, den neuen Karten?

  • Tja, egal, wie sich Bren entscheidet, er konnte nur verlieren: entweder sein Leben oder aber Lisannes Vertrauen. Eigentlich konnte Bren nichts anderes tun als das, was er getan hat, wenn er nicht sterben wollte. Dass Lisanne ihn sogar nochmal vertraulich darum bittet, Helion zu schützen und ihn dafür auch noch auf den Mund küsst, macht das alles natürlich nicht einfacher.


    Und Velon steckt mit in der ganzen Geschichte und fädelt das mit den Ghoulen ein. Was sehr gut rüberkommt, ist der Zwiespalt, in dem sich Bren befindet, wie er immer und immer das Für und Wider abwägt auf der Suche nach dem richtigen Weg, den es gar nicht geben kann. Ich glaube beinahe, das ist die schwierigste Schlacht, die der General in seinem bisherigen Leben schlagen musste.


    Ahnt Jittara womöglich, dass Bren zu einem Unsterblichen werden könnte und will sich deswegen mit ihm gutstellen? Irgendwie hat man den Eindruck, alle um Bren wissen mehr als er selbst.

    In jedem Fall hat sich Bren seinen Verdienst um die Unsterblichkeit sicherlich etwas anders vorgestellt. Gerg, der neue Schattenkönig hält zwar Elien Vitans Versprechen, aber ich frage mich, ob diese Leere, die Bren in sich spürt, normal ist oder doch den Umständen geschuldet ist, dass er Helion umgebracht hat. Er zweifelt ja sogar kurz daran, ob er wirklich das Richtige getan hat, obwohl er nun endlich ein Osadro ist.


    In dem Zusammenhang fand ich es spannend, dass du, Bernd, überlegt hattest, Helion doch überleben zu lassen. Auch das hätte bestimmt einen spannenden dritten Band ergeben. Vielleicht kannst du ja irgendwann noch die Alternativgeschichte schreiben, die sicherlich genauso interessant wäre wie der aktuelle Roman.

    Ich muss gestehen, dass ich an der Stelle, an der Helion stirbt, wieder eine kleine Enttäuschung verspürt habe, weil man doch irgendwie hofft und erwartet, dass Helion nochmal eine Rolle spielen wird.

    Aber wenn man es von Helions Warte aus sieht, hat Bren ihm eigentlich einen Gefallen getan, dass er ihn endlich aus Lisannes Fängen befreit hat.


    Spannend ist es in jedem Fall, live zu erleben, wie sich die frisch erworbene Unsterblichkeit „anfühlt“. Und es wird sicherlich auch weiterhin spannend sein, Brens nächste Schritte als Unsterblicher zu begleiten.


    Dass Bren allerdings ins Lisannes hasserfüllten Fokus gerät, war ja zu erwarten – sie reagiert auch sehr schnell und zahlt ihm Helions Tod in gleicher Münze heim. Und ihre Drohung, dass sie alles und jeden zerstören würde, was ihm Freude macht, wird sie garantiert in die Tat umsetzen; und Brens Leben wird nun seeeeehr lang sein.


    Traue niemals einem Fayé: nach Limoras' Verrat kommt nun Alenias' „Verrat“. Wobei ich ihn sogar verstehen kann, denn das, was er im Seelennebel erfahren hat, könnte die Zukunft seines ganzen Volkes retten. Ganz schön raffiniert von den Göttern, sich der Fayé zu bedienen, um ihre schattigen Widersacher vielleicht loszuwerden, denn die Menschen haben es nicht geschafft. Vielleicht gelingt es bei einem Kampf Unsterbliche gegen Unsterbliche.


    Wieder sehr spannend fand ich das Nachwort, welche neuen Episoden dazugekommen bzw. erweitert wurden. Und auch welche eigenen Erfahrungen du mit in den Roman hast einfließen lassen – hier musste ich vor allem bei der Erwähnung deines Klassenausflugs nach Osnabrück lachen.


    Achja, dadurch, dass wir den zweiten Teil kurz nach dem ersten Teil gelesen haben, wusste ich diesmal auch sofort, um wen es sich bei den beiden Greisen handelt.

  • Was war besonders spannend?

    Oh, an dem Buch war einiges spannend, auch beim zweiten Mal lesen. Ich fand es spannend, die Schattenherren näher kennenzulernen und zwar durch jemanden, der ihnen sehr nahe ist und aufgrund seiner herausragenden Leistungen für die Osadroi ein gewisses Ansehen bei ihnen genießt - auch wenn das schnell kippen kann.


    Dann fand ich natürlich die Ausgangssituation spannend, dass zwei Schattenherren mit Bren auf Augenhöhe kooperieren müssen, sie also in einem Boot sitzen, denn ein Mißerfolg ihrer Mission für alle Drei ein schlechtes Ende hätte nehmen können.


    Die Fahrt durch den Seelennebel, eigentlich die komplette Reise und die unterschiedlichen Stationen, die Bren, Velon und Gadior auf der Suche nach Lisanne bereisen. Die Hinweise, die sie stückweise auf den Verbleib der Schattenherzogin finden und die umso neugieriger macht, wo sich Lisanne aufhält. Dann natürlich die Frage nach dem Schicksal von Helion.


    Dann die Rückkehr nach Ondrien und was Lisanne dort erwarten bzw. wie die Erweckung des nachfolgenden Schattenkönigs verlaufen wird. Und natürlich der fiese Gewissenskonflikt, in den Bren durch Elien Vitan gebracht wird: wird er seinem oder Lisannes Befehl folgen? Wird Bren die Unsterblichkeit oder den Tod erlangen?


    Habt Ihr ein bisschen Romantik im Roman gefunden - bei Kiretta und Bren oder bei Lisanne und Helion?

    Die Romantik zwischen Kiretta und Bren war eher "normal" menschlich und hat mich für die beiden gefreut, denn ich finde, sie passen gut zusammen.

    Die besondere Beziehung zwischen Lisanne und Helion hatte etwas faszinierendes an sich, weil es sie bei den Osadroi eigentlich nicht geben dürfte; ich hätte nie gedacht, dass so etwas möglich ist. Und darüber immer die Ungewissheit, wie Helion die Situation in seiner Stasis empfindet, ob er überhaupt etwas empfindet. Das ist übrigens auch der Punkt, bei dem ich die leichte Enttäuschung verspürt habe, dass wir von Helions Seite gar nichts über sein Empfinden der letzten 50 Jahre erfahren.


    Die Chaque sind kein Standard-Fantasyvolk - hättet Ihr Euch mit Orks wohler gefühlt?

    Die Chaque passten sehr gut zu Tamiod - wären dort plötlich Orks aufgetaucht, hätte ich wahrscheinlich das Gefühl gehabt, im falschen Film zu sein. Bren, Velon und Gadior sind irgendwo falsch abgebogen und nach Mordor gelangt :totlach:


    Was für eine Stimmung hat für Euch das Leseerlebnis geprägt?

    Für mich stand die Stimmung im Vordergrund, nie zu wissen, was oder wie sich die Schattenherren gegenüber Bren verhalten würden. Ich hatte immer so eine innerliche Hab-Acht-Stellung, wenn die Szenen zwischen Bren und den Osadroi beschrieben wurden.


    Welche Wendung hat Euch besonders überrascht?

    Am allermeisten hat mich damals wirklich das Ultimatum von Elien Vitan überrascht und auch schockiert, weil es für Bren ja wirklich keinen Ausweg gab, der für alle Beteiligte annehmbar gewesen wäre.


    Und was haltet Ihr von den Neuerungen - den Anhängen, den neuen Szenen, den Vignetten, den neuen Karten?

    Ich habe es ja oben in meinem Beitrag schon erwähnt, dass mir die Anhänge wieder sehr gut gefallen, weil du auch aus dem Nähkästchen plauderst. Bei den neuen Szenen hatte ich nicht das Gefühl, dass irgendetwas zu viel erzählt worden wäre, sprich, sie haben sich gut eingepasst. Die Vignetten und die Karten sind wieder genauso gut gelungen wie im ersten Band.

  • Tja, egal, wie sichBren entscheidet, er konnte nur verlieren:

    Stimmt. Und verloren hat er nun auf jeden Fall, nämlich Kiretta.


    Ich weiss aber auch nicht, ob eine andere Entscheidung weniger fatale Folgen für ihn gehabt hätte. Dass Lisanne Rache übt, war vorhersehbar und als Bren die Schatulle öffnet, wusste ich was daran liegt.

    Ich vermute, Lisanne hat Bren wirklich vertraut und fühlte sich in ihrer Liebe zu Helion von Bren verstanden. Bren hat jetzt eine Feindin für sehr lange Zeit.


    Als Bren sich über Helion beugte, dachte ich für einen kurzen Moment, er würde sich etwas einfallen lassen, um Helion zu retten und den Schattenkönig trotzdem zufriedenstellen.

    Man konnte sich gut vorstellen, in welchem Zwiespalt sich Bren befand und seine widerstreitenden Gefühle wurden gut transportiert.


    Anhang 1 hat mir sehr gut gefallen. Die Hautpersonen intensiv beleuchtet mit etwas Hintergrundwissen.

    Das Nachwort war interessant und unterhaltsam. Normalerweise blättere ich nach der Hauptgeschichte nur kurz durch bis ganz zum Schluss, aber hier habe ich jede Seite genossen.

  • Was war besonders spannend?

    Die Idee um die Schattenherren insgesamt. Brens Suche nach Lisanne und die gemeinsame Rückkehr zum Schattenkönig.


    Habt Ihr ein bisschen Romantik im Roman gefunden - bei Kiretta und Bren oder bei Lisanne und Helion?

    Auf jeden Fall.

    Für Kiretta und Bren hab ich mich gefreut, dass sie sich gefunden haben. Bei Lisanne und Helion war es eher "abgehoben" und nicht wirklich greifbar, was die beiden verbindet. Die Vorstellung eines Kriegers des Lichtes und einer Dienerin der Schatten als Paar war sehr romantisch.

    Die Chaque sind kein Standard-Fantasyvolk - hättet Ihr Euch mit Orks wohler gefühlt?

    Nö. Im Bereich der Fantasy bin ich für jede Art von Volk offen und lerne auch gerne neue eklige Varianten kennen.


    Was für eine Stimmung hat für Euch das Leseerlebnis geprägt?

    Spannung wenn ein Anhänger des Schattenkönigs auftrat. Sie haben etwas Unberechenbares und Gruseliges an sich.

    Welche Wendung hat Euch besonders überrascht?

    Die Entscheidung, vor der Bren steht, nachdem der Schattenkönig ihm den Befehl gab, Helion zu töten. Da habe ich kurz die Luft angehalten und gedacht "ach du Sch...".

    Und was haltet Ihr von den Neuerungen - den Anhängen, den neuen Szenen, den Vignetten, den neuen Karten?

    Da ich die erste Ausgabe nicht kenne kann ich zu den Neuerungen nichts sagen. So wie das Buch ist, ist es klasse und mit den Vignetten, Karten und Anhängen insgesamt rund.

  • Hui, und noch ein paar Wendungen zum Schluss. Keine meiner Spekulationen ist eingetroffen, aber das Ende war durchaus überzeugend.

    Mich hat etwas überrascht das sich Bran hat absichtlich ertappen lassen nachdem er Helion getötet hat. Aber der Weg dorthin war spannend grade mit den vielen Intrigen, und den Überlegungen dazu.

    Um Kiretta ist es schade, aber es war irgendwie vorhersehbar. Ich bin gespannt wie sich diese Feindschaft zwischen Lisanne und Bran weiter entwickelt.

    Das Nachwort hat mir wieder gut gefallen, ich lese diese sehr gerne da sie Einblicke in den Schaffensprozess und die Inspirationen geben. Die Bay of Fundy ist beeindruckend, falls du mal in die Gegend kommst. Und die Info hat mir Flussatem grade noch mal bildlicher werden lassen.


    ich fand es spannend mal in die Schatten hinein zu blickend. Ich fand es interessant einen kompletten Roman lang mal Personen zu folgen, die eben keine Sympathieträger sind.

    Die Romantik war zwar da, aber für mich tatsächlich eher Nebensache. Aber ich fand es schön wie grade die Beziehung zwischen Bren und Kiretta so normal dargestellt wurde. Ja sie ist da, aber sie wird nicht übermächtig, sondern das Leben drum herum geht weiter.

    Ich fand die Chaque sehr spannend da sie eben nicht klassisch sind, das hat meiner Phantasie freien Lauf gegeben.

    Ich fand grade dieses durchgehende Misstrauen sehr prägend, sie bestimmt quasi das ganze Leben in die Schatten.

    Am meisten überrascht hat mich das aus den Schatten auftauchen vom Schattenkönig, mit dem Auftrag den er Bren gibt hatte ich nicht gerechnet.

    Die Anhänge und das Nachwort find ich klasse. Die Vignetten find ich schön, wobei sie michnim Laufe des Romans tatsächlich irritiert haben. Bren ist der Wolf, darauf hab ich anfangs auch die Vignette bezogen, bis klar wurde das es Lisannes Wappen ist und eine Katze, aber zu Lisannes Schwertmann wird Bren ja erst etwa auf der Hälfte des Buches. Und das Bild am Ende konnte ich gar nicht einordnen. Das Einhorn hat keine für mich erkennbare Verbindung zu Bren oder Lisanne. Anders als bei Feind erkennt man hier zwar Perspektivwechsel (die selten sind), aber die Zuordnung ist nicht so eindeutig.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Es bleibt ja nicht mehr viel zu sagen, Karin hat mir schon quasi aus der Seele geschrieben:)

    Mirhaben die Reisen durch den Seelennebeln sehr gefallen, gerade weil sie so unterschiedlich waren und jede auf ihre Weise spannend.

    Der Weg durch ie Lavafelder war so eindrücklich beschrieben, dass es mir fast die Augenbrauen versengt habe:)

    Die Romanze zwischen Bren und Kiretta entsteht eher beiläufig, das macht sie glaubwürdig und nicht schwülstig. Beide sind ja wohl nicht gerade unattraktiv, die gemeinsamen Erlebnisse lassen eine Bindung entstehen. Wäre ja fast erstaunlicher wenn sie nicht zusammen kämen.
    Die Liebe Lisanne zu Helior ist eher von der Sorte, die die Zeit nicht überdauern kann, wie hier jemand schrieb, liegt der Reiz vielleicht darin, dass Helion eine verbotene Frucht ist.

    Lisanne Form der Rache, war nicht überraschend -Auge um Auge oder besser Geliebte für Geliebten.

    Fraglich wie Kiretta auf länger Sicht mit Bren als Osadroi klar gekommen wäre.


    Größen Eindruck hat Brens Zwiespalt kurz vor Helions Tötung gemacht. Ich hätte auch gedacht, dass er es sich im letzten Moment anders überlegt. Schon das Ausschalten des alten Wächters hat ihm Probleme bereitet.

    Er ist ein Krieger und kennt, dass Töten, aber ein Reiter Mord ist nicht sein Stil.


    Auch wenn ich es besser weiß, ein kleines bisschen hatte ich gehofft, dass Bren auf ein ewiges Leben verzichtet und mit Kiretta in den Sonnenuntergang segelt. Aber da die Mondkrake auch alles nur nicht mehr seetüchtig ist....

    War ja auch nur eine winzige Hoffnung.;)


    Ja die Identität des alten Ehepaaren war mir auch klar, geschuldet der Tatsache,dass wir 'Feind" ja gerade erst gelesen haben.


    Ich bin auch nicht unbedingt der Nachwort -Leser, aber bei Robert ist das noch Mal ein kleines Bonbon oben drauf, weil er uns damit ein Stück an seinem Schaffen teilhaben läßt.

    Die Vignetten und Karten sind auch wieder eine Bereicherung für das Buch und beleben das Geschriebene zusätzlich.

  • Also mir ist gestern erst im Nachwort aufgefallendass das Schiff "Mord-krake" heißt, ich habe es immer englisch ausgesprochen, also Mord-kräk ... ups


    Ansonsten bin ich vom Ende nicht wirklich überrascht. Ich bin enttäuscht, enttäuscht von Bren. Wie kann er Lisanne verraten?

    Ich finde sie hat jedes recht ihm böse zu sein. Und auch dass sie ihm Kiretta genommen hat war nur recht, Auge um Auge und so .

    Auch wenn es mir um Kiretta wirklich leid tut. Ich mochte sie als Charakter sehr aber irgendwie hat sie leider ausgedient. In jedem anderen Buch hätte ich mir für die Beiden ein "happily ever after" gewünscht aber da ich wusste wo wir uns befinden war damit leider nicht zu rechnen.

    Und irgendwie gönne ich Bren jetzt dass er diese Leere in sich spürt. Wenn er jetzt auch noch ein "glücklicher" Schattenherr geworden wäre , wäre mir das zuviel des Bösen gewesen.


    Aber ich glaube nicht mehr dass wir am Ende der Trilogie die Schatten besiegen können. Wer soll denn das bitte schön tun?


    Und zum Thema Helion. Helion war ja einfach nur "da" aber mehr nicht. Ihm trauere ich so gar nicht mehr hinterher. Ich verstehe auch Lisannes Liebe zu ihm nicht. Sie hat ihn gesehen und sich unterblich in ihn verliebt und er ist in Stasis gefallen und das war´s? Was sieht sie in ihm? Ne, da war nix mit Romantik. Da war nichts.


    Insgesamt kann man also sagen: ich bin desillusioniert


    Ich bin auch nicht unbedingt der Nachwort -Leser, aber bei Robert ist das noch Mal ein kleines Bonbon oben drauf, weil er uns damit ein Stück an seinem Schaffen teilhaben läßt.

    Die Vignetten und Karten sind auch wieder eine Bereicherung für das Buch und beleben das Geschriebene zusätzlich.

    Ja, das Nachwort hat mir auch gut gefallen. Man bekommt einen tollen Eindruck von der Entstehung der Geschichte.

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Bren hat sich nun entschieden. Ein wenig hatte ich gehofft, dass er eine Alternative findet. So ist nun der Grundstein gelegt für eine abgrundtiefe Feindschaft, die sich vermutlich im nächsten Teil wiederspiegelt. Ich kann damit leben. Auch die Tatsache, dass Kiretta nicht überlebt, ist für mich schlüssig. Ich fand sie als kleidertragenes Anhängsel dann zum Schluss auch eher langweilig.


    Schade finde ich irgendwie, dass der Schattenkönig Elien Vitan uns nun verlassen hat. Er bekam bei mir gerade ein Gesicht, eine Gestalt, eine Aura. Mit dem Neuen kann ich noch nichts anfangen.


    In jedem Fall hatsich Bren seinen Verdienst um die Unsterblichkeit sicherlich etwasanders vorgestellt. Gerg, der neue Schattenkönig hält zwar ElienVitans Versprechen, aber ich frage mich, ob diese Leere, die Bren insich spürt, normal ist oder doch den Umständen geschuldet ist, dasser Helion umgebracht hat. Er zweifelt ja sogar kurz daran, ob erwirklich das Richtige getan hat, obwohl er nun endlich ein Osadroist.

    Ich vermute, die Leere wird er nun immer spüren, weil das auch ein Teil des Schattens ist. Und ich glaube sogar, dass er das Falsche getan hat. Aber er hat sich nun mal entschieden. Der Wunsch, ein Unsterblicher zu sein, war einfach zu groß.


    Ich muss gestehen,dass ich an der Stelle, an der Helion stirbt, wieder eine kleineEnttäuschung verspürt habe, weil man doch irgendwie hofft underwartet, dass Helion nochmal eine Rolle spielen wird.

    Ehrlich gesagt, hätte ich auch gerne noch etwas von Helion gelesen oder auch über die besondere Beziehung zwischen Helion und Lisanne. Das kam mir irgendwie zu kurz. Ich glaube, dann könnte man auch besser verstehen, was die ganz besondere Beziehung ausmacht. Außerdem hätte ich auch gerne gewusst, wie Helion seine Situation empfindet. Merkt er es überhaupt, ist das so wie in Koma liegen oder konnte er tatsächlich in irgendeiner Weise mit Lisanne kommunizieren?


    Ich vermute, Lisanne hat Bren wirklich vertraut und fühlte sich in ihrer Liebe zu Helion von Bren verstanden.

    Ich hatte auch das Gefühl und dachte ziemlich lange, dass Bren sich Lisanne anschließen würde, auch als Osadrio. Nun ja, der Autor hatte da etwas anderes vor.


    Traue niemals einemFayé: nach Limoras' Verrat kommt nun Alenias' „Verrat“. Wobeiich ihn sogar verstehen kann, denn das, was er im Seelennebelerfahren hat, könnte die Zukunft seines ganzen Volkes retten. Ganzschön raffiniert von den Göttern, sich der Fayé zu bedienen, umihre schattigen Widersacher vielleicht loszuwerden, denn die Menschenhaben es nicht geschafft. Vielleicht gelingt es bei einem KampfUnsterbliche gegen Unsterbliche.

    Verrat ist es sicherlich, aber eigentlich wollen sie nur ihre Freiheit erkämpfen. Und jetzt kann man auch verstehen, warum Alenia plötzlich wieder lebendig wurde. Er hat nun ein großes Ziel. Ich bin gespannt, ob sie es schaffen, vielleicht sogar mit den Mondschwertern zusammen (auch da hätte ich Helion gerne gesehen).


    Ja die Identität des alten Ehepaaren war mir auch klar, geschuldet der Tatsache,dass wir 'Feind" ja gerade erst gelesen haben.

    Irgendetwas meldet sich bei mir im Hinterstübchen, auch schon beim Lesen dachte ich, die kenne ich, aber ich komme nicht drauf. Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen?


    Ich fand vieles spannend, aber ganz besondern die Entdeckung der neuen Orte, die Städte, der Seelennebel, die neu erschaffene Welt von Lisanne...

    Die Romantik war da, wenn auch etwas spröde, aber durchaus passend. Mehr hätte ich auch nicht gebraucht. Das überhaupt Romantik dabei war, hat mich schon überrascht.

    Mit Orks hätte ich mich nicht wohl gefühlt, weil ich die nicht leiden kann. Die Chaque sind neu und unverbraucht, deshalb gefallen sie mir auch gut.

    Die Stimmung war auf jeden Fall düster und dunkel und ein wenig auch melancholisch. Irgendwie war jeder auf der Suche.

    Die große Überraschung war für mich tatsächlich die Anweisung vom Schattenkönig, Helion zu töten. Damit hätte auch ich nicht gerechnet. Und die zweite Überraschung war die, dass die Götter über die Fayé eingreifen und so nun versuchen, die Schatten loszuwerden.

    Ich mag die Anhänge, besonders die Zeichnungen. Die Vignetten finde ich auch sehr schön anzusehen, helfen mir aber beim Lesen jetzt nicht. Die Karten allerdings schon. Ich fand total gut, dass einige Karten vor dem Kapitel gedruckt wurden. So konnte man sich gut an den neuen Ort herantasten.


    Jetzt bin ich sehr gespannt auf den letzten Teil. Wie gesagt werde ich diesen lesen, während ich durch Skandinavien reise. Das könnte eine gewisse Stimmung unterstreichen.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ja die Identität des alten Ehepaaren war mir auch klar, geschuldet der Tatsache,dass wir 'Feind" ja gerade erst gelesen haben.

    Irgendetwas meldet sich bei mir im Hinterstübchen, auch schon beim Lesen dachte ich, die kenne ich, aber ich komme nicht drauf. Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen

    Der einzige Einarmige der mittlerweile im Greisenalter sein dürfte, der mir gleichmeingefallen ist, ist Martin. Der ist zwar irgendwann mehr in Erscheinung getreten, hatte aber immerhin überlebt.

    Bei der greisen Gattin rate ich eher, würde aber auf Nalaji tippen, die verschwand ja auch unspektakulär aus der Geschichte, hatte also gute Überlebenschancen:)

  • Die Chaque sind kein Standard-Fantasyvolk - hättet Ihr Euch mit Orks wohler gefühlt?

    Nein, ganz und gar nicht

    Orks sind wirklich sehr Mittelerde-mäßig, dann doch lieber neue Gestalten. Wobei die Chaque auch seltsam blass bleiben. Sie haben keinen eigenen Willen, werden gelenkt, dadurch sind sie nicht besonders spannend für mich.

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Ansonsten bin ich vom Ende nicht wirklich überrascht. Ich bin enttäuscht, enttäuscht von Bren. Wie kann er Lisanne verraten?

    Ich weiss nicht ob es wirklich Verrat im klassischen Sinn ist. Bren hat ja lange versucht raus zu finden welche Emotionen, Lisanne gegenüber, von ihm kommen und welche von Lisanne erzwungen wurden. (Was ich übrigens sehr cool fand.) Ich glaube hier hat sie sich einmal zu viel auf ihre Ausstrahlung verlassen und Brens Loyalität dem Schattenkönig gegenüber unterschätzt. Und dieser ist die höchste Instanz in den Schatten, ihre Macht über alles hat Lisanne mit Tamiod aufgegeben. Vielleicht war sie es auvh deswegen nicht mehr gewohnt das jemand ihr nicht gehorchen könnte.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Und Velon steckt mitin der ganzen Geschichte und fädelt das mit den Ghoulen ein.

    Ist das so ...? So ganz klar ist Velons Rolle ja nicht ...


    Ahnt Jittara womöglich, dass Bren zu einem Unsterblichen werden könnte und will sich deswegen mit ihm gut stellen?

    In jedem Fall ist Bren sehr nah an mächtigen Schattenherren dran, und das macht es ratsam, mit ihm gut zu stehen.

    Vielleicht kannst du ja irgendwann noch die Alternativgeschichte schreiben, die sicherlich genauso interessant wäre wie der aktuelle Roman.

    Ich glaube, dem wird immer mein Drang entgegenstehen, neue Geschichten zu erzählen. Aber vielleicht spielt eine davon mal wieder in der Welt der Schattenherren - wer weiß?

    Spannend ist es in jedem Fall, live zu erleben, wie sich die frisch erworbene Unsterblichkeit „anfühlt“.

    Da habe ich versucht, den Faden in etwa da wieder aufzunehmen, wo er bei Lióla in Feind durchtrennt wurde.

    Die Fahrt durch den Seelennebel, eigentlich die komplette Reise und die unterschiedlichen Stationen,

    Schön, dass Dir gerade dieser Reiseaspekt so gut gefällt. :freu: Wie im Nachwort geschildert, war Knecht ja nach Im Schatten der Dornrose bereits mein zweiter Versuch, einen Fantasy-Roadmovie zu schreiben.

    Bren hat jetzt eine Feindin für sehr lange Zeit.

    Vielleicht sogar für die Ewigkeit, wenn man die Lebensspanne der Osadroi bedenkt ...


    Normalerweise blättere ich nach der Hauptgeschichte nur kurz durch bis ganz zum Schluss, aber hier habe ich jede Seite genossen.

    Ich bin auch nicht unbedingt der Nachwort -Leser, aber bei Robert ist das noch Mal ein kleines Bonbon oben drauf, weil er uns damit ein Stück an seinem Schaffen teilhaben läßt.

    :freu::freu:


    Keine meiner Spekulationen ist eingetroffen, aber das Ende war durchaus überzeugend.

    Sehr schön. :err:

    Wenn man die Leserinnen überraschen kann und dennoch alles folgerichtig erscheint, hat man etwas richtig gemacht, finde ich.


    Mich hat etwas überrascht das sich Bran hat absichtlich ertappen lassen nachdem er Helion getötet hat.

    Ein bisschen spielt da sicher auch die Aussichtslosigkeit einer Flucht hinein ... Ein Thema, das in Herr gleich zum Beginn eine Rolle spielen wird. ;)

    Das Einhorn hat keine für mich erkennbare Verbindung zu Bren oder Lisanne.

    Ich habe nun noch einmal nachgeschaut und gesehen, dass es in Knecht tatsächlich keinen Hinweis auf seine Bedeutung gibt. rotwerd Das wird in Herr aber gleich zu Beginn nachgereicht.


    Fraglich wie Kiretta auf länger Sicht mit Bren als Osadroi klar gekommen wäre.

    Darüber, ob und wie eine Beziehung funktionieren kann, wenn ein Partner Osadro und der andere Mensch ist, könnt Ihr gern noch ein wenig nachdenken - auch das wird in Herr Thema sein. :)

    Ich hätte auch gedacht, dass er es sich im letzten Moment anders überlegt. Schon das Ausschalten des alten Wächters hat ihm Probleme bereitet.

    Ich glaube, in gewisser Weise hätte es aus Brens Sicht den Tod des Wächters noch verwerflicher gemacht, wenn er die Sache nicht bis zum Ende durchgezogen hätte.


    Wie kann er Lisanne verraten?

    Lisanne ist Lisanne, aber der Schattenkönig ist der Schattenkönig. Irgendwann ist auch mal Schluss mit den weiblichen Reizen. ;)


    Und auch dass sie ihm Kiretta genommen hat war nur recht, Auge um Auge und so .

    Auch wenn es mir um Kiretta wirklich leid tut.

    :lachen:

    Liebes Tagebuch,

    es ist schon ulkig, zu beobachten, wie die Schatten Besitz von den Herzen meiner Leserschaft genommen haben. Dort denkt man schon finster wie im tiefsten Schacht eines Kohlebergwergs - um dann im Nachsatz (vermutlich erst beim Editieren des Beitrags) noch zu beteuern, dass man doch irgendwie der Meinung ist, dass es nicht ganz hundertprozentig ultra-korrekt ist, wenn man einen Menschen wie eine Spielfigur zerbricht.


    Aber ich glaube nicht mehr dass wir am Ende der Trilogie die Schatten besiegen können. Wer soll denn das bitte schön tun?

    Der Krieg gegen ein übermächtiges Reich ist ein typisches Thema der High Fantasy. In der Dark Fantasy liegt der Fokus anders: Das finstere Imperium ist übermächtig und bleibt übermächtig - wie lebt (und stirbt) es sich damit?
    Wobei wir hier ja zwei finstere Mächte haben: Ondrien und die Fayé ...

    . Ich verstehe auch Lisannes Liebe zu ihm nicht. Sie hat ihn gesehen und sich unterblich in ihn verliebt und er ist in Stasis gefallen und das war´s? Was sieht sie in ihm?

    Sie kennt ihn sehr genau, weil sie den Rubin "ausgelesen" hat, in den er jeden Tag seine Gedanken gesprochen hat (das ist die letzte Szene in Feind). Zudem ist in dem Moment, als sie am verwundbarsten war, ein Teil dessen, was sein Leben ausmacht - seine Essenz - auf sie übergegangen. Und auf irgendeine mystische Art war sie ein halbes Jahrhundert lang mit ihm verbunden ...
    Vielleicht liebt sie ihn intensiver, als das zwischen Menschen, die einen solchen Austausch niemals vollziehen können, überhaupt möglich wäre.

    Insgesamt kann man also sagen: ich bin desillusioniert

    Wenn Du nach Knecht desillusioniert bist, wirst Du nach Herr entsetzt sein. :lachen:

    So ist nun der Grundstein gelegt für eine abgrundtiefe Feindschaft, die sich vermutlich im nächsten Teil wiederspiegelt.

    Herr schließt übrigens direkt an Knecht an, es gibt also keinen nennenswerten Zeitsprung.


    Mit dem Neuen kann ich noch nichts anfangen.

    Oh, das wir sehr schnell anders werden - Gerg wird in Herr prägend ins Geschehen eingreifen ...

    Verrat ist es sicherlich, aber eigentlich wollen sie nur ihre Freiheit erkämpfen.

    Wenn man genau nach den Buchstaben geht, ist es eventuell noch nicht einmal ein Verrat. Mit der Thronbesteigung des neuen Schattenkönigs erlöschen alle ondrischen Verträge - auch die Abkommen mit den Fayé. Wie können sie ein Bündnis verraten, das nicht mehr existiert?


    Ich bin gespannt, ob sie es schaffen, vielleicht sogar mit den Mondschwertern zusammen (auch da hätte ich Helion gerne gesehen).

    Denkst Du, den Menschen ginge es besser, wenn sie von den Fayé beherrscht würden, als wenn sie unter den Schatten leben müssten?


    Das überhaupt Romantik dabei war, hat mich schon überrascht.

    Du musst jetzt sehr stark sein: In Herr gibt es sogar eine Prise Erotik. :sabber:


    Die Stimmung war auf jeden Fall düster und dunkel und ein wenig auch melancholisch. Irgendwie war jeder auf der Suche.

    :banane:Das ist wirklich die perfekte Beschreibung dessen, wie der Roman wirken sollte!



    Der einzige Einarmige der mittlerweile im Greisenalter sein dürfte, der mir gleichmeingefallen ist, ist Martin

    Martin? Wer ist Martin?


    Orks sind wirklich sehr Mittelerde-mäßig, dann doch lieber neue Gestalten.

    Tolkien hat die Orks populär gemacht, aber eigentlich sind sie Sagengestalten wie Zwerge und Elfen. Inzwischen gehören sie so sehr zum Standardrepertoire der Fantasy, dass es sogar den Begriff "EDO-Fantasy" gibt - Romane, in denen Elfen, Zwerge und Orks vorkommen (Elven, Dwarf, Orc = EDO). :err:


  • Der einzige Einarmige der mittlerweile im Greisenalter sein dürfte, der mir gleichmeingefallen ist, ist Martin

    Martin? Wer ist Martin?

    Elende Autokorrektur. Meint immer besser zu wissen was ich schreiben willX( Wenn man nicht immer nochmal liest was man (oder die Autokorrektur) geschrieben hat. Es sollte natürlich Narron heißen. Ha wollte der Klugscheißer schon wieder Martin draus machen:argh:

  • Wenn er jetzt auch noch ein "glücklicher" Schattenherr geworden wäre , wäre mir das zuviel des Bösen gewesen.

    Nee, das wäre echt nichts gewesen.


    Ich fand sie als kleidertragenes Anhängsel dann zum Schluss auch eher langweilig.

    Stimmt, Kiretta hat am Ende viel von ihre Biss verloren, so ganz ohne Schiff.


    Irgendetwas meldet sich bei mir im Hinterstübchen, auch schon beim Lesen dachte ich, die kenne ich, aber ich komme nicht drauf. Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen?

    Mowala hat richtig getippt.


    Ist das so ...? So ganz klar ist Velons Rolle ja nicht ...

    Irgendwie muss er aber etwas geahnt haben, ansonsten wäre es ein ziemlicher Zufall gewesen, dass er Bren gerade zu dem Zeitpunkt auf die Ghoule und deren Meister aufmerksam gemacht hat.

    Da habe ich versucht, den Faden in etwa da wieder aufzunehmen, wo er bei Lióla in Feind durchtrennt wurde.

    Sehr gut gelungen - auch wenn ich seiner Entscheidung, ein Unsterblicher zu werden, kritisch gegenüberstehe, habe ich gehofft, dass diesmal keinen solchen Zwischenfall wie bei Lióla gibt. Wobei ich bei Lióla sehr zufrieden darüber war, dass sie von Helion getötet wurde. Aber wie diese Umwandlung vonstatten geht, hat mich ebenfalls interessiert.


    Denkst Du, den Menschen ginge es besser, wenn sie von den Fayé beherrscht würden, als wenn sie unter den Schatten leben müssten?

    Hier könnte man sicherlich auch die Frage stellen, ob Pest oder Cholera.

  • Sie kennt ihn sehr genau, weil sie den Rubin "ausgelesen" hat, in den er jeden Tag seine Gedanken gesprochen hat (das ist die letzte Szene in Feind). Zudem ist in dem Moment, als sie am verwundbarsten war, ein Teil dessen, was sein Leben ausmacht - seine Essenz - auf sie übergegangen. Und auf irgendeine mystische Art war sie ein halbes Jahrhundert lang mit ihm verbunden ...
    Vielleicht liebt sie ihn intensiver, als das zwischen Menschen, die einen solchen Austausch niemals vollziehen können, überhaupt möglich wäre

    Danke für die Erklärung, das macht diese Liebe für mich verständlicher.

    Auch wenn ich gerne Helions Meinung dazu gelesen hätte

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Es war wieder spannend, obwohlder Ausgang ja bekannt war. Viele Details sind wieder neu gelesen worden. Ich fand die Bezeihungsgeschichten wirklich spannend und zwar alle, die zwischen dem General und den ihm anvertrauten Osadroi - wie stehen sie zu ihm? Warum ändert sich das Verhalten an einigen Stellen? 'Mal ist Velon näher an Bren, mal Gadior und besonders spannend, wie sich alles ändert, als sie an SEINEM Hof sind. Ich fand es toll beschrieben, wie Bren in diese Stimmung der Intrigen hineingezogen wird, sie mit der Empathie eines Generals, der Gefahr spürt erfasst und versucht sich in diesem Labyrinth zurecht zu finden.

    Dann seine Beziehung zu Kiretta, einfach eine gesunde und schöne Liebesgeschichte, ohne Schmalz und mit großer Selbstverständlichkeit erzählt.

    Die Beziehungen Lisannes. Sie ist super spannend. Was an ihren Aussagen, an der Ausstrahlung ist echt und was ist manipuliert? Wie steht sie zum neuen Schattenkönig? Sie leistet sich nicht dabei zu sein als ER einen neuen Schattenherren erschafft. Sie meint, sie hätte Bren auch die Unsterblichkeit geben können, gegen SEINEN Willen? Das wäre ja noch spannender gewesen.

    Sehr gefallen haben mir die inneren Betachtungen Brens, was wohl sein Denken ist und was von außen '"aufgezwungen" ist. Eine Frage, die man sich immer stellen kann, denn unsere Gesellschaft manipuliert uns auch, b wir das wollen oder nicht.

    Und ganz spannend., seine Gefühle nach der Verwandlung. Wie steht er jetzt doch anders zum Einnehmen der Essenz!

    Die Hauptlinie kannte ich ja, aber das Runterstürzen des Mädchens als Fraß für die Ghoule hat mich wieder überrascht. Obwohl die Motivation natürlich nachvollziehbar ist.


    Die Chaque sind auf alle Fälle hier besser, denn sie zeigen die Phantasie Lisannes. Sie ist ein Bastian Balthasar Bux der dunklen Seite.


    Beim Lesen habe ich diesmal immer wieder versucht, mich etwas von Bren zu distanzieren, aber es ist nicht gelungen. :argh:


    Tja, egal, wie sichBren entscheidet, er konnte nur verlieren: entweder sein Leben oderaber Lisannes Vertrauen. Eigentlich konnte Bren nichts anderes tunals das, was er getan hat, wenn er nicht sterben wollte. Dass Lisanneihn sogar nochmal vertraulich darum bittet, Helion zu schützen undihn dafür auch noch auf den Mund küsst, macht das alles natürlichnicht einfacher

    Hatte er ihr Vertrauen? Was ist es wert, wenn sie doch sich praktisch IHM zu Füßen wirft? Das war ja sogar Bren peinlich.

    Man konnte sich gut vorstellen, in welchem Zwiespalt sich Bren befand und seine widerstreitenden Gefühle wurden gut transportiert.

    Ja, das ist absolut top erzählt!!

    Schattenkönig hält zwar ElienVitans Versprechen, aber ich frage mich, ob diese Leere, die Bren insich spürt, normal ist oder doch den Umständen geschuldet ist, dasser Helion umgebracht hat. Er zweifelt ja sogar kurz daran, ob erwirklich das Richtige getan hat, obwohl er nun endlich ein Osadroist


    sollte man nicht eine Leere spüren, wenn das Herz weg ist? Man verzichtet auf einen Teil des Lebens, den sonnigen. Da sollte ein wenig Leere schon zu spüren sein.

    Aber wenn man es vonHelions Warte aus sieht, hat Bren ihm eigentlich einen Gefallengetan, dass er ihn endlich aus Lisannes Fängen befreit hat.

    Ihre Fänge? Sie widerspricht wegen ihm ihrem Schattenkönig und setzt alles aufs Spiel. Außerdem will sie nichts machen, was er nicht will.

    Ich vermute, Lisanne hat Bren wirklich vertraut und fühlte sich in ihrer Liebe zu Helion von Bren verstanden. Bren hat jetzt eine Feindin für sehr lange Zeit

    Ja, das Gefühl hatte ich auch und ich fand es auch ziemlich schlimm (wenn auch verständlich), dass Bren ihre Haltung nicht versteht. Ihre Liebe zu einem Feind findet er blasphemisch.

    Und zum Thema Helion. Helion war ja einfach nur "da" aber mehr nicht. Ihm trauere ich so gar nicht mehr hinterher. Ich verstehe auch Lisannes Liebe zu ihm nicht. Sie hat ihn gesehen und sich unterblich in ihn verliebt und er ist in Stasis gefallen und das war´s? Was sieht sie in ihm? Ne, da war nix mit Romantik. Da war nichts.

    Ja, es ist nicht Helion, der hier einen melancholischen Einschlag bringt. Lisanne tut mir leid. sie hat alles für ihn oder besser für ihre Liebe hergegeben und wird so hintergangen.

    Lisannes Liebe habe ich so verstanden, dass nach der Heilung Helions doch ziemlich viel zerstört wurde und er hat sich an seiner Liebe festgehalten. Dieses Gefühl hat ihn ins Leben zurück geholt und sie war es auch, die ihn im entscheidenden Moment geschwächt hat. In dem Moment hat Lisanne seine Essenz genommen und die wird dann hauptsächlich aus Liebe bestanden haben-.

    Ansonsten bin ich vom Ende nicht wirklich überrascht. Ich bin enttäuscht, enttäuscht von Bren. Wie kann er Lisanne verraten?

    Ich finde sie hat jedes recht ihm böse zu sein. Und auch dass sie ihm Kiretta genommen hat war nur recht, Auge um Auge und so

    Enttäuscht war ich nicht. Seinen Zorn über den Tod Kirettas habe ich nicht verstanden. Er ist so ein guter Stratege, er konnte sich doch denken, dass Kiretta in Gefahr ist. Er weiß was er Lisanne angetan hat und sein Zorn ist also völlig daneben, eher hätte doch Trauer sein sollen. Er hat so ein Gerechtigkeitsgefühl, hier hat er es schon abgelegt.

    Stimmt, Kiretta hat am Ende viel von ihre Biss verloren, so ganz ohne Schiff.

    Ich fand das nicht. Sie bewegt sich in der Umgebung der Schatten sehr selbstbewußt. Sie war immernoch mutig und sehr verständnisvoll, eine gute Partnerin. Aber sie mußte weg, denn sie ist ein Mensch und Bren ist jetzt ein Osadro, der eine Beziehung zwischen Mensch und Schattenherr nicht so gut findet. Wie ja immer eine Beziehung zwischen

    Sterblichen und Unsterblichen sehr problematisch ist.

    Schade finde ich irgendwie, dass der Schattenkönig Elien Vitan uns nun verlassen hat. Er bekam bei mir gerade ein Gesicht, eine Gestalt, eine Aura. Mit dem Neuen kann ich noch nichts anfangen.

    Ja, das geht mir auch so.

    Da habe ich versucht, den Faden in etwa da wieder aufzunehmen, wo er bei Lióla in Feind durchtrennt wurde.

    Das finde ich sehr toll und sehr gelungen.

    Denkst Du, den Menschen ginge es besser, wenn sie von den Fayé beherrscht würden, als wenn sie unter den Schatten leben müssten?

    Ja, wenn die Fayé von den Göttern begnadigt würden und wieder im Einklang mit der Natur leben würden. Die Menschen sind Teil der Natur.

  • Danke für die Erklärung, das macht diese Liebe für mich verständlicher.

    Auch wenn ich gerne Helions Meinung dazu gelesen hätte

    Trotz der entstandenen Bindung zwischen Lisanne und Helion bezweifle ich auch, dass Helion dieLiebe in diesem Maße erwidert, wenn überhaupt

  • Stimmt, Kiretta hat am Ende viel von ihre Biss verloren, so ganz ohne Schiff.

    Aber noch immer mit einer coolen Hakenhand! ^^


    Viele Details sind wieder neu gelesen worden.

    :freu:Sehr schön, dann hat sich die Neuauflage ja gelohnt!


    sie mit der Empathie eines Generals, der Gefahr spürt erfasst und versucht sich in diesem Labyrinth zurecht zu finden.

    Das ist auch eine schöne Beobachtung. Bren ist zwar sehr zurückhaltend, was persönliche Bindungen, insbesondere Freundschaften, angeht. Gerade das verschafft ihm aber die Möglichkeit, soziale Prozesse von außen zu beobachten und zu beurteilen.


    Beim Lesen habe ich diesmal immer wieder versucht, mich etwas von Bren zu distanzieren, aber es ist nicht gelungen.

    :lachen:


    Lisannes Liebe habe ich so verstanden, dass nach der Heilung Helions doch ziemlich viel zerstört wurde und er hat sich an seiner Liebe festgehalten. Dieses Gefühl hat ihn ins Leben zurück geholt und sie war es auch, die ihn im entscheidenden Moment geschwächt hat. In dem Moment hat Lisanne seine Essenz genommen und die wird dann hauptsächlich aus Liebe bestanden haben-.

    Eine sehr schöne und passende Deutung. :daumen:


    Ja, wenn die Fayé von den Göttern begnadigt würden und wieder im Einklang mit der Natur leben würden. Die Menschen sind Teil der Natur.

    Das wäre tatsächlich eine Perspektive: Wenn sich die Fayé komplett von den Dämonen lossagen und zur Harmonie mit der Natur zurückfinden würden ...

    Nur: Heutzutage ist die Natur stärker von den (Natur-)Gesetzen der Götter geprägt. Bäume lassen sich nicht mehr betören, zu Palästen zu wachsen. So wie früher werden die Fayé also nur dann wieder leben können, wenn die Götter "zurückrudern" und wieder mehr Magie in der Welt zulassen ...

Anstehende Termine

  1. Freitag, 6. Juli 2018 - Sonntag, 22. Juli 2018

    Dani79

  2. Dienstag, 10. Juli 2018, 21:40 - Dienstag, 24. Juli 2018, 22:40

    odenwaldcollies

  3. Freitag, 13. Juli 2018 - Sonntag, 29. Juli 2018

    Caren

  4. Freitag, 13. Juli 2018 - Sonntag, 22. Juli 2018

    odenwaldcollies