02: Ende Kapitel 1 (ab "Es gab Dinge, an die ...")

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Ende Kapitel 1 (ab "Es gab Dinge, an die ...") schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • In diesem Kapitel wird etwas Tempo raus genommen, was aber für ein Reisekapitel nicht verwunderlicn ist. Interessant fand ich eine Ort wieder zu "sehen" der in "Feind" bereits besucht wurde, den Nachtschattenwald. Sein schönes Geheimnis im inneren hat mich sehr überrascht, aber auf eine sehr positive Weise. Der Ort erinnertevdoch mehr an Elfen als es die Faye sonst tun.

    Auch wächst unsere "Heldengruppe" schnell um interessante Charaktere an.

    Flussatem ist ein toller Ort für Geschichten, auch wenn er vermutlich sehr schnell wieder verlassen wird. Ein echtes Piratennest par Excellence. Und seine Bewohner sind ähnlich schillernd. Der Ratsmeister und der Kapitän gefallen mir ausgesprochen gut, da freu ich mich schon auf den nächsten Schlagabtausch.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Cherron ist ein rechtes Schlitzohr dabei aber nicht unsympathisch. Die Kristalle anstelle seiner Augen finde ich interessant aber auch ein bisschen unheimlich.

    Ulrik gefällt mir auch recht gut, als Vertrauensperson würde ich aber nicht unbedingt einschätzen:totlach:


    Alenias ist en Beweis dafür, dass es auch anstrengend sein kann, derart langlebig zu sein. Irgendwann bietet das Leben keinen Anreiz mehr. Die Dauer der Schwangerschaft einer Faye erscheint auf den ersten Blick arg lange, aber auf die Lebenszeit gesehen, ist es wohl Recht kurz.

    Interessant, dass die Faye an schwangeren Menschenfrauen lernen wollen, wie Schwangerschaft und Geburt funktionieren. Fraglich ,ob das Sondereigentum übertragbar ist. Abgesehen davon, dass das für die Frauen sicher kein Spaß ist wie wir die Faye kennengelernt haben.


    Ich bin gespannt auf die Reise mit der Mondkrake und den neuen Reisegefährten.

  • Wir treffen auf echte Piraten, mit Haken am Armstumpf und mit Goldketten behangen, sehr cool.

    Die Kristalle anstelle seiner Augen finde ich interessant aber auch ein bisschen unheimlich.

    Die Kristalle fand ich auch ziemlich gruselig.


    Ulrik gefällt mir gut, aber wenn Gold winkt, wird er vorher getroffene Absprachen sausen lassen, auch wenn er sein Wort gegeben hat. Und Widerworte lässt er als Kapitän nicht gelten. Als Kiretta kurz aufbegehrt und ihre Meinung sagt, weist er sie sofort in ihre Schranken. Er kann keine Zweifel an seiner Autorität aufkommen lassen und keine Schwäche zeigen.

    Ein echtes Piratennest par Excellence.

    Alleine die Begrüßung durch den Piraten über dem Eingang hat mich zum Schmunzeln gebracht.

  • Ich empfinde den Tempowechsel auch eher angenehm. Spannend finde ich, wie sich die Welt in den Jahren weiterentwickelt hat. Das Zweckbündnis mit den Faye scheint nur noch in gegenseitigem Ignorieren zu bestehen, es gibt immer noch Mondschwerter und nicht dem Schatten unterworfene Länder. Auch der gealterte Faye bietet viel Raum für Spekulation und Hintergrund.


    Bei den ersten Schilderungen von Flussatem hatte ich auch schnell ein pulsierendes Tortuga vor Augen. Die Begrüßungsszene ist in der Tat knuffig. Der Admiral ist im Umgang mit den Schattenherren angenehm frei und wirkt wirklich wie ein ausgekochtes Schlitzohr mit dem Herzen am rechten Fleck, wenn man seine ehemaligen Schiffskameraden anspricht.


    Auch in das Wesen unseres Generals bekommt man weiteren Einblick - er ist durch und durch Soldat und nicht dem Schatten als Ideologie verfallen. Er macht, was er muss aber er empfindet keine Genugtuung. Auch hier könnte man mit Sicherheit eine philosophische Abhandlung schreiben :)


    Ich freue mich auf die nächsten Kapitel :)

  • Tja, der ganze Kampf und die vielen Opfer aus Band 1 waren leider mittelfristig umsonst, alle Silberminen unterstehen inzwischen den Schatten und für die Osadroi gibt es nichts mehr zu erstreiten.


    Nun erfahren wir auch, wie Lisanne sich damals abgesetzt hat, indem sie Gadior den Feldzug überlassen hat. Das scheint dann wohl auch der Grund zu sein, dass ihr Name nicht mehr genannt werden durfte, nachdem sie quasi sang- und klanglos verschwunden ist. Und dadurch wurde Gadior vom Schattenbaron zu -grafen. Eigentlich war das sehr vorteilhaft für ihn, aber ich nehme es ihm sogar ab, dass er auf die Ehre verzichtet hätte, wenn er nur in Lisannes Nähe hätte bleiben können - sie hat ja die Wirkung auf ihre Umgebung.


    Spannend sind die Einsichten, welche Gadior uns gestattet, als er das Altern der Fayé durch den zunehmenden Verlust der Lebensfreude mit den Erinnerungen vergleicht, die die Osadroi gerade zu Beginn nach der Umwandlung trifft. Dass es nicht Knall auf Fall geht, ein Osadro zu werden, sondern doch auch eine gewisse Eingewöhnung benötigt.


    Bei Alenias musste ich direkt an Limoras denken, aber bei Alenias liegt der Fall ja etwas anders: er ist nicht aus seiner Fallan verstoßen worden und verfolgt somit nicht das Ziel, mit allen Mitteln wieder aufgenommen zu werden. Im Gegenteil, das ist eher eine Art Todessehnsucht, die er verspürt. Man darf gespannt sein, was Bren und die Anderen mit ihm noch erleben werden.


    Der Teil des Fayé-Waldes, der intakt ist, steht in ganz schönem Kontrast zu der von den jetzigen Fayé vergewaltigten Natur. Dieser idyllische Teil dürfte ein großer Schatz für die Fayé sein.


    Sehr schön finde ich so Einschübe, wie der, wo sich Bren an seine Kindheit erinnert, dass er damals auch einen Kreisel hatte. Oder er sich früher Gedanken darüber gemacht hat, welche Frauen er als Essenzgeber für die Schattenherren ausgesucht hat. Natürlich ist es schade, dass er sich jetzt keine Gedanken mehr darüber macht, aber andererseits wird man ja irgenwann kirre, wenn man ständig versucht, diesen Spagat zu meistern, zumal er weiterhin in seiner Position arbeiten möchte.


    Gadior ist leicht pikiert bei Cherrons Beschreibung von Lisanne :totlach: Na, Cherron gibt ja selber zu, dass er sie nie gesehen hat, daher kann er leicht daherreden. Ansonsten wäre er ihr wahrscheinlich genauso verfallen wie Admiral Elljias.


    Ein Schiff samt Besatzung konnte Bren auftreiben, nun kann es raus aufs Meer gehen, weiter der Spur folgend, die hoffentlich zu Lisanne führt. Auf das Wiedersehen mit Kiretta habe ich mich auch wieder gefreut, aber Ulrik ist naja, halt Ulrik.


    In diesem Abschnitt bin ich übrigens über diesen Absatz gestolpert :totlach:

    "Aber dort sammelte es sich nicht, es gab keine Schicht, die sich auf das Gras gelegt hätte, wenn man von vereinzeltem Glitzern absah, als spiele eine winzige, leuchtende Fee auf den Halmen."


    Da haben wir ja wieder die Glitzer-Fee, irgendwie scheint Bernd wirklich von ihnen fasziniert zu sein :totlach: Gab es diese Stelle auch schon in der Originalausgabe?

  • den Nachtschattenwald. Sein schönes Geheimnis im inneren hat mich sehr überrascht, aber auf eine sehr positive Weise.

    Ja, kein Vergleich zu dem gemarterten Baum mit den Eingeschlossenen, in dem sich Helion im letzten Band versteckt hat.


    Die Kristalle anstelle seiner Augen finde ich interessant aber auch ein bisschen unheimlich.

    Das muss schon sehr seltsam aussehen. Dass Cherron damit tatsächlich was sehen kann, hat mich ja fasziniert.


    Als Kiretta kurz aufbegehrt und ihre Meinung sagt, weist er sie sofort in ihre Schranken. Er kann keine Zweifel an seiner Autorität aufkommen lassen und keine Schwäche zeigen.

    Ja, damit hat Ulrik so seine Probleme ;)

  • Der Ort erinnerte doch mehr an Elfen als es die Faye sonst tun.

    Er ist sehr, sehr alt ... Eine Art Elysium, in dem sich der Wald so bewahrt hat, wie er früher in Gänze gewesen ist. In Feind gibt es auch schon Relikte davon, etwa den Baumpalast, in dem Truber sein Fest feiert. Dort lässt sich die idyllische Vergangenheit allerdings nur noch erahnen, während sie hier sehr präsent ist.

    da freu ich mich schon auf den nächsten Schlagabtausch.

    Du wirst nicht lange warten müssen. ;)


    Cherron ist ein rechtes Schlitzohr dabei aber nicht unsympathisch.

    Ich finde das auch bei mir selbst immer interessant, wie sich meine Sympathien verteilen, wenn ich einen Roman lese. Man schließt da Leute ins Herz, denen man im echten Leben lieber nicht begegnen wollte ...


    Er kann keine Zweifel an seiner Autorität aufkommen lassen und keine Schwäche zeigen.

    Das könnte man nicht nur für Ulrik, sondern auch für Schattenfürst Velon sagen. Ob es den beiden gelingt, ihre "Herrschaftsbereiche" sauber abzustecken ...?


    es gibt immer noch Mondschwerter und nicht dem Schatten unterworfene Länder.

    Das stimmt, aber die Ondrier haben ihr Kriegsziel erreicht:


    alle Silberminen unterstehen inzwischen den Schatten

    Ohne Silber kann ihnen nichts mehr gefährlich werden. Allerdings bedeutet die Tatsache, dass kein neues Silber mehr geschürft wird, ja nicht, dass überhaupt keines mehr im Umlauf wäre. Vielleicht warten sie nun deswegen ein paar Jahrzehnte ab, dass sich die Bestände ausdünnen ... Kaufen sie über Mittelsmänner auf ... Und irgendwann hat nur noch jeder zehnte Paladin ein Silberschwert. Wieso die Dinge überstürzen, wenn das Wild ohnehin schon ausblutet?


    Die Begrüßungsszene ist in der Tat knuffig.

    Falls Ihr die Szene an der "Stadtmauer" meint, seid Ihr die Ersten, die sie zu lesen bekommen - sie ist neu in der erweiterten Edition. ;)


    Spannend sind die Einsichten, welche Gadior uns gestattet, als er das Altern der Fayé durch den zunehmenden Verlust der Lebensfreude mit den Erinnerungen vergleicht, die die Osadroi gerade zu Beginn nach der Umwandlung trifft.

    Der Themenkomplex um Unsterblichkeit, ihren Preis und ihre Auswirkungen gehört zum Grundgewebe dieser Trilogie. Solche Passagen tauchen also immer mal wieder auf.

    Gadior ist leicht pikiert bei Cherrons Beschreibung von Lisanne

    Ich erinnere mich auch nach Jahren, dass ich damals beim Schreiben gelacht habe, als ich an diese Rede kam. :lachen:

  • Ulrik gefällt mir gut


    Ulrik gefällt mir auch recht gut

    Komisch, dass Ulrik so gefällt. Er ist doch ein Unsympath von Beginn an. Ja, er ist der Kapitän, aber er behandelt seine Steuerfrau nicht wie ein wichtiges Mitglied seiner Mannschaft, sondern wie seinen Besitz. DA ich diese mag, mag ich ihn nicht. Auch nicht beim zweiten Mal lesen. Kaüitän hin oder her. Respekt kommt nicht von sinnloser Schikane.

    er ist durch und durch Soldat und nicht dem Schatten als Ideologie verfallen

    Wie kommst du darauf, dass er ihrer Ideologie nicht verfallen ist? Ständig kommt doch der GEdanke, dass er vielleicht schon zu alt ist, um die Unsterblichkeit zu erhalten. Was ist denn die Ideologie der Schattenherren? Ziel ist ihre Herrschaft, die Unsterblichkeit und der Glaube, dass sie allein die mächtigsten sind, im Prinzip sind sie lebende Götter und außer ihnen gibt es keine. Das alles glaubt aber Bren doch auch!

    Natürlich ist es schade, dass er sich jetzt keine Gedanken mehr darüber macht, aber andererseits wird man ja irgenwann kirre, wenn man ständig versucht, diesen Spagat zu meistern, zumal er weiterhin in seiner Position arbeiten möchte.

    Ich denke es geht nicht um einen Spagat, sondern einfach darum, dass diese Gedanken die Opfer schon personalisieren. Je unpersönlicher sie aber sind (er möchte nicht mit ihnen sprechen) umso leichter ist es, sie zu opfern.


    Falls Ihr die Szene an der "Stadtmauer" meint, seid Ihr die Ersten, die sie zu lesen bekommen - sie ist neu in der erweiterten Edition

    Danke dafür, dieser Empfang war das Beste für mich in der Hafenstadt. Gehören dazu auch die Überlegungen Brens wie er diese Stadt angreifen würde? Ich fand es toll wie das beschrieben wird, weil diese automatischen Überlegungen beweisen, dass er mit ganzer Seele ein Stratege ist.

    Der Themenkomplex um Unsterblichkeit, ihren Preis und ihre Auswirkungen gehört zum Grundgewebe dieser Trilogie. Solche Passagen tauchen also immer mal wieder auf

    Das bietet sich an bei unsterblichen Protagonisten;)

    Ich finde die Überlegungen dazu ja auch ziemlich interessant. Lióla wollte die Zeit nutzen um sich fortzubilden und alles zu lernen, was sie der Perfektion näher bringt. Da man eigentlich Perfektion nicht erreichen kann, sich ihr, wie der Wahrheit, nur unendlich annähern, ist eigentlich immer was zu tun. Lernen ist ein unendlicher Prozess. Da ich gerne lerne, denke ich, ich hätte wohl nicht so schnell Schwierigkeiten. Ich denke auch, dass unbegrenzte Lebenszeit vielleicht einiges uninteressant macht, weil man vielen wiederholen und neu machen kann. Aber allgemein existiert wohl die Überzeugung, dass eine Überdrüssigkeit entwickelt wird, Langeweile. Ein Thema, was in der SF auch meist so behandelt wird.

  • Das bietet sich an bei unsterblichen Protagonisten;)

    Ich finde die Überlegungen dazu ja auch ziemlich interessant. Lióla wollte die Zeit nutzen um sich fortzubilden und alles zu lernen, was sie der Perfektion näher bringt. Da man eigentlich Perfektion nicht erreichen kann, sich ihr, wie der Wahrheit, nur unendlich annähern, ist eigentlich immer was zu tun. Lernen ist ein unendlicher Prozess. Da ich gerne lerne, denke ich, ich hätte wohl nicht so schnell Schwierigkeiten. Ich denke auch, dass unbegrenzte Lebenszeit vielleicht einiges uninteressant macht, weil man vielen wiederholen und neu machen kann. Aber allgemein existiert wohl die Überzeugung, dass eine Überdrüssigkeit entwickelt wird, Langeweile. Ein Thema, was in der SF auch meist so behandelt wird.

    Aber wenn man alle Zeit der Welt hat könnte ich mir auch eine gewisse Lethargie vorstellen, weil man ja alles auch noch "morgen" anfangen kann.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Komisch, dass Ulrik so gefällt. Er ist doch ein Unsympath von Beginn an. Ja, er ist der Kapitän, aber er behandelt seine Steuerfrau nicht wie ein wichtiges Mitglied seiner Mannschaft, sondern wie seinen Besitz.

    Bei Ulrik habe ich den Eindruck, dass er nur nach aussen hin so besitzergreifend wirkt, bzw. wirken will / muss, da er den anderen Mannschaftmitgliedern gegenüber seine Kapitänsfunktion herausstellen will. Keiner soll an seiner Stärke zweifeln und er wird seiner Steuerfrau keine Dinge durchgehen lassen, die er bei den anderen auch nicht duldet.

  • Für mich ist er einer, der mit Gewalt herrscht und keinen Respekt vor seiner Mannschaft hat. Ein Kapitän Bligh eben. Schließlich muss seine Steuerfrau ihm auch anderweitig zu Willen sein.

  • Jetzt hatte ich doch tatsächlich mein E-Book geschreddert - und alle Notizen sind weg :(. Ich weiß schon, warum ich lieber Print-Exemplare mag.


    Da ich ohnehin etwas spät bin, werde ich nun anhand Eurer Beiträge was dazu sagen.


    In diesem Kapitel wird etwas Tempo raus genommen, was aber für ein Reisekapitel nicht verwunderlicn ist.

    Das empfand ich auch als sehr angenehm. Dabei war es keineswegs Langweilig oder langatmig, ganz im Gegenteil. Man lernt so seine Protagonisten ein wenig besser kennen.

    Cherron ist ein rechtes Schlitzohr dabei aber nicht unsympathisch. Die Kristalle anstelle seiner Augen finde ich interessant aber auch ein bisschen unheimlich.


    Der Admiral ist im Umgang mit den Schattenherren angenehm frei und wirkt wirklich wie ein ausgekochtes Schlitzohr mit dem Herzen am rechten Fleck, wenn man seine ehemaligen Schiffskameraden anspricht.


    Cherron fand ich ziemlich cool. Der pellt sich ein Ei drauf, dass da Unsterbliche vor ihm stehen. Immerhin wollen die ja was von ihm. Diese Kristalle finde ich aber schon sehr gruselig. Wie Glubschaugen - nur ohne Augen. Und ein Schlitzohr ist er allemal.

    Wir treffen auf echte Piraten, mit Haken am Armstumpf und mit Goldketten behangen, sehr cool.

    Die Piraten sind echt super. Ich mag das, habe damals als Kind Piratenfilme geliebt und war auch immer lieber Pirat als Prinzessin.


    Nun erfahren wir auch, wie Lisanne sich damals abgesetzt hat, indem sie Gadior den Feldzug überlassen hat. Das scheint dann wohl auch der Grund zu sein, dass ihr Name nicht mehr genannt werden durfte, nachdem sie quasi sang- und klanglos verschwunden ist. Und dadurch wurde Gadior vom Schattenbaron zu -grafen. Eigentlich war das sehr vorteilhaft für ihn, aber ich nehme es ihm sogar ab, dass er auf die Ehre verzichtet hätte, wenn er nur in Lisannes Nähe hätte bleiben können - sie hat ja die Wirkung auf ihre Umgebung.

    Aber ist das wirklich der Grund, warum sie keiner beim Namen nennen darf? Ich vermute immer noch etwas ganz anderes dahinter. Vielleicht hat Helion ihr mehr zugesagt als sie durfte und hat dadurch Verrat begangen. Das wäre für mich eher eine Erklärung. Gadior hat es sicherlich geholfen. Warum hätte sie ihm nicht die Arbeit überlassen sollen?

    Ich glaube, da kommt noch was.

    Gadior ist leicht pikiert bei Cherrons Beschreibung von Lisanne :totlach:

    :totlach::totlach::totlach: Na ja, Recht hat er ja, Lisanne ist ja nun mal eine heiße Schnitte. Der Fokus liegt eben bei jedem woranders ^^

    In diesem Abschnitt bin ich übrigens über diesen Absatz gestolpert :totlach:

    "Aber dort sammelte es sich nicht, es gab keine Schicht, die sich auf das Gras gelegt hätte, wenn man von vereinzeltem Glitzern absah, als spiele eine winzige, leuchtende Fee auf den Halmen."


    Da haben wir ja wieder die Glitzer-Fee, irgendwie scheint Bernd wirklich von ihnen fasziniert zu sein :totlach: Gab es diese Stelle auch schon in der Originalausgabe?

    DAS habe ich doch tatsächlich überlesen :o Unfassbar, was der Herr Corvus da mit uns treibt. Schummelt uns heimlich Glitzerfeen unter. Ich bin entsetzt :boah:

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ich denke es geht nicht um einen Spagat, sondern einfach darum, dass diese Gedanken die Opfer schon personalisieren. Je unpersönlicher sie aber sind (er möchte nicht mit ihnen sprechen) umso leichter ist es, sie zu opfern.

    Stimmt, damit könntest du recht haben.

    DAS habe ich doch tatsächlich überlesen :o

    Echt jetzt, DAS hast du überlesen??? :o:totlach::totlach:

  • Komisch, dass Ulrik so gefällt. Er ist doch ein Unsympath von Beginn an.

    Schurken entwickeln eine gewisse Anziehungskraft. Vielleicht, weil sie Grenzen überschreiten, durch die wir uns im Alltag manchmal eingeengt fühlen. Klar, wir wissen alle, dass eine schallende Ohrfeige praktisch nie eine Lösung ist. Aber manchmal juckt es trotzdem in der Hand ...


    Das alles glaubt aber Bren doch auch!

    Es geht vermutlich weniger darum, was er glaubt, als darum, wie er diesen Glauben umsetzt. Seine Vorbehalte gegenüber dem Kult und seinen Praktiken sind ja erheblich ...


    Gehören dazu auch die Überlegungen Brens wie er diese Stadt angreifen würde?

    Ja. In der Originalversion steige ich in Flutatem mit dem Gespräch mit Cherron ein, und die Ankunft ist nur eine kurze Rückblende. In der erweiterten Edition ist das ausführlicher auserzählt.


    Wie Glubschaugen - nur ohne Augen.

    Also "Glubsch"? :lachen:


    Vielleicht hat Helion ihr mehr zugesagt als sie durfte und hat dadurch Verrat begangen.

    Was für eine Art Verrat könnte das gewesen sein?

  • Ich mag Ulrik als Charakter, nicht als Mensch, falls das Sinn ergibt. Er hat nicht meine Sympathie, aber es macht Spass von ihm zu lesen.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)