01: Prolog und Anfang Kapitel 1 bis "... aus dem Sattel zu kommen." (Pos. 663)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Hallo Ihr Lieben,


    hier treffen wir uns ab dem 22.06.2018 zur Leserunde zu dem Buch "Die Schattenherren 2: Knecht" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders Robert Corvurs, der uns hier begleiten wird. Schön, dass Du, lieber Robert, wieder mit dabei bist! :-*


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch.

    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Wenn ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, dann wäre es gut, wenn ihr hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid geben würdet.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass bitte pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte! :winken:


    Hier könnt Ihr zum Prolog und bis Anfang Kapitel 1 bis "... aus dem Sattel zu kommen." (Pos. 663) schreiben.

    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!


    Liebe Grüße

    odenwaldcollies :winken:

  • Hui, da geht es ja schon weiter wärend im Thread zu "Feind" noch Leben ist. Schön!

    Ich hab heute vier Anläufe gebraucht um den Abschnitt durch zu kriegen, mal sehen ob ich meine Gedanken noch zusammen bekomme.

    Als erstes fand ich es im Epilog interessant das man direkt was von Lisanne liest, die dem Klappentext (oder wie auch immer das in der Digitalen Version heisst) nach ja verschwunden ist. Auch bekommt man eine relativ konkrete Ahnung wo sie sein könnte. Ich weiss noch nicht ob mir das gefällt, das wird sich zeigen wenn ich lese wie es im Buch weiter geht.

    Die nachfolgende Darstellung des Schattenkönigs fand ich sehr interessant. Und trotz besseren Wissend hab ich immer einen halb vergangenen Greis vor Augen wenn ich von ihm lese, und nicht das optische Alter. Keine Ahnung, solche Streiche spielt mir meine Phantasie eher selten. (Ich hab auch beim Rad der Zeit eine Figur bei der sich meine Phantasie hartnäckig weigert die Haarfarbe dem Buch anzupassen, das fühlt sich so ähnlich an.) Faszinierend find ich die Herrscherfolge der Schattenkönige, erinnerte mich etwas an Underworld, die es ja quasi unmöglich macht das ein "neuer" König wird. Das ist irgendwie gespenstisch und sehr spannend. Überrascht hat mich die Anzahl der Herzen, da ich dachte die Zahl der Osadroi sei kleiner, ich hab irgendwie pro Herzog/in nur mit einer Handvoll Untertänigen Schattenherren gerechnet.

    Der Charakter Bren ist sehr interessant. Er scheint vom Kopf her den Schatten komplett zugewandt, hofft auf ein Aufsteigen im Rang und alles und doch wirkt er seinen (kleinen) Aktionen nach durchaus "gut". Er schont die Dörfer/verteilt die Last des Heeres auf mehrere, "bezahlt" im Gasthaus, sorgt dafür das die zu entsorgende Leiche kein Goulefutter wird, .... . Das ist eine sehr interessante Widersprüchlichkeit, gerade für jemanden der in den Schattenlanden aufgewachsen ist. Das gibt irgendwie auf eine befremdliche Art Hoffnung.

    Und am Ende des Abschnitts lernen wir wieder eine Klerikerin kennen die ein Kind des dreifachen Vollmonds ist, hat was von Muster, aber auch hier bin ich nicht sicher ob mir das gefällt, das hängt davon ab wieweit das ausgeschlachtet wird, denke ich.

    Alles in Allem ein etwas unerwarteter, aber sehr vielversprechender Start ins zweite Buch.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Auch bekommt man eine relativ konkrete Ahnung wo sie sein könnte.

    Da bin ich natürlich gespannt auf Deine Vermutung! Was denkst Du, wo sie stecken könnte?


    Faszinierend find ich die Herrscherfolge der Schattenkönige, erinnerte mich etwas an Underworld, die es ja quasi unmöglich macht das ein "neuer" König wird.

    "Underworld" war da tatsächlich eine Inspiration. Wobei es dort, wenn ich mich richtig erinnere, nur drei Herrscher sind, während es mehr Schattenkönige gibt.


    Überrascht hat mich die Anzahl der Herzen

    Zunächst einmal ist Ondrien das größte Land der Welt, von daher ist auch Platz (bzw. Notwendigkeit) für eine gewisse Anzahl an Adligen, die es verwalten.

    Und dann ist da der Faktor, dass ein Osadro nicht eines natürlichen Todes stirbt. Immer, wenn einer dazu kommt, steigt die Anzahl grundsätzlich permanent um 1 an. (Dass Helion in Feind gleich mehrere töten kann, macht ihn zu einer solch herausragenden Heldengestalt in den Annalen seines Ordens.) Im Laufe der Jahrhunderte sammelt sich da etwas an - auch, wenn der Schattenkönig darauf achtet, dass nicht jeder Schattenherzog oder Schattengraf ständig neue Unsterbliche erhebt.

    wieder eine Klerikerin kennen die ein Kind des dreifachen Vollmonds ist,

    Die haben einen "Startvorteil" (sofern sie nicht wahnsinnig werden), weil sie sehr empfänglich für die Ströme der Magie sind. Das ist im Kult sehr gefragt, da die Kleriker oft auf die eine oder andere Weise den Osadroi beim Zaubern assistieren.

  • Auch bekommt man eine relativ konkrete Ahnung wo sie sein könnte.

    Da bin ich natürlich gespannt auf Deine Vermutung! Was denkst Du, wo sie stecken könnte?

    Naja, sie ist den Schattenherren entzogen, in einem dem Anhänger fremden Land und es gibt eine Karte zu einem Land rechts vom Nebel. Ich glaube das das als Puzzle zusammen passt ;)

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Lisanne scheint ja nicht völlig verschwunden zu sein wie ihr kurzer aber wieder eindrucksvoller Auftritt im Prolog zeigt. Nur vom"Radar" des Schattenkönigs ist sie offenbar verschwunden.
    Da ihr Name seit Jahrzehnten nicht mehr genannt werden darf, ist ihr Beliebtheitsstern offenbar gesunken.

    Umso spannender , warum der Schattenkönig sie jetzt, da er sich sozusagen aufs Altenteil zurückziehen will, bei

    der Erweckung des neuen Schattenkönigs unbedingt dabei habe will. Hat er Größeres mit ihr vor? Eine besondere Begabung ihrerseits erkennt er ja durchaus an.


    Die "Verkostung" Adurianas erscheint mir weniger ein Gefallen für Velon zu sein, als ein Test von Brens Beherrschung und Ergebenheit.

    Der beiläufig und geradezu abfällig geäußere Befehl iAdurianas Überreste -das hier- raus zu bringer zeigt was die Hüllen der ausgesaugten Menschen für die Schattenherren sind - das, was für uns eine Burgenverpackunge ist..Immerhin "recycelt" Brens sie nicht in Form von Ghoulfutter , sonder gestattet sie ordendlich.

    Das spricht für ihn. Ebenso wie deine in seinem Rahmen mögliche Rücksichtnahme bei der "Gastfreundschaft" des Dorfes und dem schlechten Gewissen gegenüber der Tochter des Gastwirtes.


    Das läßt ihn nicht so ganz finster dastehen. Andererseits tritt er Bekommt auch nicht offen gegenüber und achtet darauf bei seinem Versuch der "Schadensregulierung" nicht beobachtet zu werden. Was wohl auch nur zur Folge hätte, dass sein Auftritt in " Feind" Recht kurz wäre:)

    Was ich sehr schade fände, da wir von ihm noch überrascht werden könnten, auch wenn er scheinbar auch anstrebt unter die Osadroi aufgenommen zu werden.

    Außerdem möchte ich, dass Gern ein i bisschen nett ist und uns auch noch etwas erhalten bleibt - kam bei dem Test welchem Charakter man am ehesten entspricht, bei mir Bren rausrotwerd

  • Lisanne hat sich offensichtlich erholt. Aber was hat sie mit dieser fiesen hirnfressenden Käferkönigin zu tun? Diese Höhle scheint sich unter der Erdoberfläche zu befinden.

    Zuulior hatt nur einen sehr kurzen Auftritt, na ja er hat gewzweifelt und so etwas darf man natürlich nicht durchgehen lassen.


    Bren macht einen, für einen Anhänger des Schattenkönigs, sympathischen Eindruck. Als General des westlichen Dunkelheit scheint er einen hohen Rang innerhalb des Imperiums des Schattenkönigs innezuhaben.

    Velon finde ich ziemlich eklig. Nicht nur weil er ein Schattenfürst ist, ich kann ihn einfach nicht leiden.

    Im Gasthaus hat Bren versucht, das Interesse Velons an der Wirtstochter abzulenken, aber leider gelingt ihm das nicht. Trotzmde ist es eine nette geste, dass er ein Goldstück zurücklässt, als er und Velon weiterziehen.


    Ich bin gespannt, was Lisanne davon hält, dass der Schattenkönig sie zu sich zitiert und wer Nachfolger bzw. Nachfolgerin wird.

  • Er scheint vom Kopf her den Schatten komplett zugewandt, hofft auf ein Aufsteigen im Rang und alles und doch wirkt er seinen (kleinen) Aktionen nach durchaus "gut".

    Ich finde ihn auch sympathisch und würde gerne noch mehr von ihm lesen.


    Hat er Größeres mit ihr vor?

    Das habe ich mich auch gefragt. Obwohl Lisanne in Ungnade gefallen ist, soll sie zum Schattenkönig kommen. Kommt es ihm wirklich nur auf ihre Anwesenheit bei der Bekannt machung des neuen Schattenkönigs an ?

  • Umso spannender , warum der Schattenkönig sie jetzt, da er sich sozusagen aufs Altenteil zurückziehen will, bei


    der Erweckung des neuen Schattenkönigs unbedingt dabei habe will.

    Das liegt schlicht an ihrem Rang: Sie ist eine Schattenherzogin. Das rangiert unmittelbar unter dem Schattenkönig. Wenn der neue Schattenkönig den Thron besteigt, wird er von jedem dieser unmittelbar Untergebenen den Treueschwur verlangen. Dazu müssen sie anwesend sein.

    Lisanne scheint ja nicht völlig verschwunden zu sein wie ihr kurzer aber wieder eindrucksvoller Auftritt im Prolog zeigt.

    ... wobei ja nirgendwo steht, wie lange der Prolog zurückliegt. ;)


    Als General des westlichen Dunkelheit scheint er einen hohen Rang innerhalb des Imperiums des Schattenkönigs innezuhaben.

    In Ondrien gibt es mehrere einflussreiche Organisationen. Natürlich die Osadroi mit ihren Adelsrängen (Schattenherzog, Schattengraf, Schattenbraron, Schattenbaronet), den Kult (Nachtsucher, Dunkelrufer, Seelenbrecher, Adepten), die Garde und eben auch das Schwarze Heer. Innerhalb des Schwarzen Heers hat Bren den höchsten Rang inne; es gibt nur eine Handvoll Krieger, die so weit gekommen sind (General der westlichen Dunkelheit, General der südlichen Dunkelheit, ...).

  • Hallo zusammen,


    da ist er: Bren Stonner, wie er leibt und lebt. Hach, ich mag den Kerl einfach mit seiner Art, die so ganz anders ist wie Lióla kriecherische Einschleimerei. Aber gut, sie gehörte zum Kult und Jittara gleicht ihr hierbei schon viel mehr, während Bren zu den Soldaten Ondriens gehört.


    Und er muss in der Vergangenheit richtig gut gewesen sein, denn sonst wäre er als sterblicher Mensch niemals in die Kammer der Unterwerfung gekommen, geschweige denn, hätte er von Elien diesen gewichtigen Auftrag bekommen, nach Lisanne zu suchen.

    Er ist den Schatten treu ergeben, aber dennoch schleimt er nicht bei ihnen (siehe sein "lockeres" Gespräch mit den Osadroi-Wachen vor der Kammer), obwohl er sich klar darüber ist, dass sein Leben keinen Pfifferling mehr wert ist, wenn es den Unsterblichen in den Kram passen würde. Und denoch hat man das Gefühl, die Osadroi begegnen ihm stellenweise auf Augenhöhe.


    "Bren fühlte sich von ihnen fasziniert und abgestoßen zugleich, so, wie es ihm mit dem gesamten Wesen der Osadroi ging." Genau dieser Gegensatz ist es, der mich auch an Bren fasziniert: wie er zwar ohne mit der Wimper zu zucken zusieht, wie sich Velon bei Aduriana bedient, gleichzeitig aber dafür dankbar ist, daß dieser ihre letzten Minuten so angenehm wie möglich macht. Oder dass er sich um Mara, die Tochter des Wirtes sorgt und der Familie heimlich eine Goldmünze zurücklässt. Auch beruhigt es Bren, dass das Dorf scheinbar wohlhabend ist und es somit ganz gut verkraften kann, die ungebetenen Gäste zu verköstigen. Es einfach faszinierend, wie er diesen Spagat schafft, ohne daran emotional zu verzweifeln.


    Aber auch die Schattenherren wirken in diesem Band kontrastreicher: wer hätte gedacht, dass die Unsterblichen so scherzhaft plaudern können (damit meine ich nochmal das Gespräch zwischen Bren und den Wachen vor der Kammer der Unterwerfung)? Warum reagiert Velon so zurückhaltend und geradezu rücksichtsvoll seinem Opfer gegenüber, als Elien ihn auffordert, Adurianas komplette Essenz zu entnehmen?
    Was hat Velon mit Mara gemacht, denn gealtert scheint sie nicht zu sein?


    Ja, Velon ist eh auch so eine interessante und widersprüchliche Figur. Und dann steht ein Wiedersehen mit Gadior bevor, auf das ich damals beim ersten Lesen schon sehr gespannt war.


    Bren Stonner und die nahen Einsichten, die wir ab diesem Band in das Dasein der Schattenherren bekommen, macht auch diesmal wieder der besondere Reiz des Buches für mich aus.


    Dann haben wir Lisanne, die seit Jahrzehnten verschwunden ist, niemand weiß, wo sie sich aufhält, aber nach ihrem Herzschlag scheint sie noch zu leben - und die bei ihresgleichen in Ungnade gefallen ist. Was hat sie damals getan? Hat sie Eliens Befehl, dafür zu sorgen, dass das mit den verlorenen Silberminen wieder in Ordnung kommt, ignoriert bzw. endete das im Chaos für die Schattenherren? Nachdem inzwischen alle Silberminen unter der Herrschaft der Schatten sind (und somit der Einsatz und die Opfer der Menschen aus dem ersten Band leider mittelfristig umsonst waren), ist das schwer zu glauben. Oder ist sie einfach sang- und klanglos verschwunden? Und die große Frage: was ist mit Helion?


    Der Schattenkönig hat Sehnsucht nach ihr - solche Worte würde man von einem Schattenkönig eher nicht erwarten, aber er schien am Ende von Band 1 schon eine gewissen Schwäche für sie zu haben oder aber er will ihre besonderen Talente nicht verloren wissen. Theoretisch hätte er ja die Macht, Lisannes Herz zu durchbohren und sie damit sterben zu lassen, wenn er ihrer überdrüssig wäre. Angenommen, Lisanne erscheint nicht zu der Zeremonie des Thronwechsels, wie würde der nächste Schattenkönig bezüglich ihrem Schicksal entscheiden?


    Spannend ist auch, dass wir Leser womöglich Zeuge davon werden, wie es zum Erwachen eines neuen Schattenkönigs kommen wird und was das sowohl für Unsterbliche wie auch Menschen bedeutet, die mit den Schatten Abkommen unterhalten, nämlich, dass die Würfen neu gemischt werden. Etwas, das ja im vorigen Band bereits schon mal angesprochen wurde.


    Womit ich beim ersten Lesen schon nicht gerechnet hatte: dass wir bereits im ersten Kapitel der Kammer der Unterwerfung so nahe kommen, immerhin ist das der Ort, an dem die Osadroi am verletzlichsten sind.


    Als wir Jittara begegnen, dachte ich schon, irgendwer hat Lióla einfach ausgetauscht, so sehr ähneln sich die beiden im ersten Eindruck. Daher war es für mich ein innerer Vorbeimarsch, wie Bren dieser arroganten Dame den Wind aus den Segeln nimmt :teufel:


    So, nun aber zum Prolog: diese "Königin" hatte ich irgendwie erfolgreich aus meinem Gedächtnis verdrängt, weil ich sie damals schon so eklig fand <X

    Ich weiß noch, dass ich beim ersten Lesen etwas orientierungslos war, wie ich den Prolog einordnen sollte, erst mit Lisannes Auftauchen hatte ich einen Ankerpunkt, der mir bekannt war. Und nach dem ersten Abschnitt macht der Prolog mehr Sinn, denn Zuulior scheint sich dort zu befinden, wohin sich Lisanne zurückgezogen hat. Scheinbar aber kein Ort, an dem man gerne Urlaub machen würde, wenn Zuulior den Tod der Unsterblichkeit vorziehen würde.


    Hat Lisanne die Zweifel bei ihrem Gefolgsmann verspürt und benötigte ihn einfach nicht mehr oder hat er ihr tatsächlich in seiner Einsamkeit leid getan? So, wie wir Lisanne am Ende von Band 1 kennengelernt haben, traue ich ihr alles zu. Wie fühlt sie sich eigentlich da, wo sie jetzt ist? Ist sie ebenfalls einsam und kann Zuulior deshalb verstehen?

    Ohne ihrem emotionalen Ausbruch in Band 1 hätte ich gesagt, ihr war es in dem Moment einfach danach, Zuulior umzubringen, weil es ihr Spaß macht, aber so einfach ist das jetzt alles nicht mehr.

  • Und trotz besseren Wissend hab ich immer einen halb vergangenen Greis vor Augen wenn ich von ihm lese, und nicht das optische Alter.

    Du, so geht es mir irgendwie auch, ich bin dann immer wieder überrascht, wenn da steht, dass Elien von Aussehen her einem etwas 30-jährigen entspricht :totlach:


    Überrascht hat mich die Anzahl der Herzen, da ich dachte die Zahl der Osadroi sei kleiner, ich hab irgendwie pro Herzog/in nur mit einer Handvoll Untertänigen Schattenherren gerechnet.

    Und hier ging es mir auch wieder so wie dir, einfach, weil wir bisher nur eine Handvoll Schattenherren kennengelernt habe, aber eigentlich ist es logisch, dass hier schon eine stattliche Anzahl zusammengekommen sein muss, Ondrien ist ja auch nicht so klein.


    Faszinierend find ich die Herrscherfolge der Schattenkönige, erinnerte mich etwas an Underworld, die es ja quasi unmöglich macht das ein "neuer" König wird.

    Da sprichst du etwas spannendes an: wie wurden damals die Schattenkönige eben zu Schattenkönige, wer hat das entschieden? Und kann man als Unsterblicher irgendwie die Möglichkeit erringen, Schattenkönig zu werden?

  • Achja, ganz vergessen: die Karten finde ich auch wieder sehr gelungen. Es macht immer richtig Spaß, sie im Reader zu vergrößern und dadurch die vielen kleinen Details auf ihnen zu erkennen.

    Spannend finde ich auch die Darstellung der Seelennebel auf den Karten.

  • Naja, sie ist den Schattenherren entzogen, in einem dem Anhänger fremden Land und es gibt eine Karte zu einem Land rechts vom Nebel. Ich glaube das das als Puzzle zusammen passt ;)

    Fenlinka

    Ich würde auch auf Tamiod tippen, weil doch von irgendwelchen Feuern die Rede war und auf der Karte die Feuerburg eingezeichnet ist.

  • Hach, ich mag den Kerl einfach mit seiner Art, die so ganz anders ist wie Lióla kriecherische Einschleimerei

    Genau, er steht zwar hinter den Zielen der Schattenherren, vergeht aber nicht in Ehrfurcht.

    Robert Corvus , nur weil wir ihn mögen musst du ihn nicht gleich über den Jordan gehen lassen. Von wegen sympathsichen Protagonisten auftreten lassen und dann ab mit dem Kopf oder so.

    Bren Stonner und die nahen Einsichten, die wir ab diesem Band in das Dasein der Schattenherren bekommen, macht auch diesmal wieder der besondere Reiz des Buches für mich aus.

    Die Insiderinformationen und Sichtweisen von Bren Stonner (den Namen finde ich schon ziemlich cool) gefallen mir auch sehr.

    Und die große Frage: was ist mit Helion?

    Ach ja stimmt. Lisanne hatte ihn doch sicherlich mitgenommen, wohin immer es sie auch verschlagen hatte.

  • Und dann steht ein Wiedersehen mit Gadior bevor,

    Das habe ich genutzt, um noch einen kleinen Hinweis auf die Zeit zu geben, die vergangen ist: Er ist vom Schattenbaron zum Schattengrafen aufgestiegen. Ein bisschen etwas verändert sich eben auch in den Schatten, wenn die Jahrzehnte vorüberziehen ...


    und der Familie heimlich eine Goldmünze zurücklässt.

    Schön, dass Euch diese Szene so gefällt - die ist nämlich neu! :banane: Oder besonders alt - je nachdem, wie man es sieht. Im Nachwort steht mehr dazu.


    Bren Stonner und die nahen Einsichten, die wir ab diesem Band in das Dasein der Schattenherren bekommen, macht auch diesmal wieder der besondere Reiz des Buches für mich aus.

    Ich bin im Nachhinein sehr glücklich damit, aus dem Stoff eine Trilogie gemacht zu haben. Dadurch hat man in Feind die Schattenherren schon ein wenig kennengelernt, sodass die Details, die man nun aus der Innensicht bekommt, hoffentlich nicht mehr verwirren. Man müsste nun den Kontext haben, um sie einordnen zu können.

    somit der Einsatz und die Opfer der Menschen aus dem ersten Band leider mittelfristig umsonst waren

    Wobei "mittelfristig" bis zu fünfzig Jahre bedeutet ... Wenn ich mir vorstelle, in einem der Länder unserer Erde, die gerade von einer fremden Macht besetzt sind, würde man den Leuten das Angebot machen: "Hört mal, für ein halbes Jahrhundert nehmen wir das Joch der Unterdrückung von euren Schultern! Eure Kinder werden in Freiheit leben." - Ich glaube, da würde man so manchen Pakt unterschreiben ...

    diese "Königin" hatte ich irgendwie erfolgreich aus meinem Gedächtnis verdrängt, weil ich sie damals schon so eklig fand

    :lachen:


    Ohne ihrem emotionalen Ausbruch in Band 1 hätte ich gesagt, ihr war es in dem Moment einfach danach, Zuulior umzubringen, weil es ihr Spaß macht, aber so einfach ist das jetzt alles nicht mehr.

    Ja, die Begegnung mit Helion und die Aufnahme seiner Essenz in der Nahtod-Situation haben die Schattenherzogin nachhaltig beeindruckt ... Dazu später mehr. ;)


    wie wurden damals die Schattenkönige eben zu Schattenkönige, wer hat das entschieden?

    Geduld ... Auch dazu kommen wir in dieser Trilogie noch. ;)


    die Karten finde ich auch wieder sehr gelungen. Es macht immer richtig Spaß, sie im Reader zu vergrößern und dadurch die vielen kleinen Details auf ihnen zu erkennen.

    Spannend finde ich auch die Darstellung der Seelennebel auf den Karten.

    Das sind besonders wichtige Rückmeldungen für mich! Ich bin selbst ein Fan von Timo Kümmels Kunst. Das kann aber auch den Blick verschleiern. Wenn ich als Einziger von den Karten begeistert wäre, wäre das ja nicht das Ziel. Aber zum Glück sind die Rückmeldungen da recht eindeutig.

  • Falls das stimmt: Was glaubt Ihr, welche Funktion füllt der (ehemalige?) Paladin in ihrem Umfeld aus?

    Hm, schwierig, schwierig. Seinen abgrundtiefen Hass auf Lisanne wird er nicht abgelegt haben und eine Funktion ähnlich der von Lióla wird er auch nicht innehaben. Dazu ist er nicht kriecherisch genug gewesen. Als Ghoul wird sie ihn sich doch wohl nicht halten... nee das kann ich mir nicht vorstellen. Und das würde sicherlich auch ihren Sinne von Schönheit stören. Wobei, die Gesellschaft dieser ekligen Käferkönigin ist auch abstossend.

    ich grübele noch ein wenig darüber und warte, was meine Mitleserinnen und Mitleser dazu meinen.

  • Die Insiderinformationen und Sichtweisen von Bren Stonner (den Namen finde ich schon ziemlich cool) gefallen mir auch sehr.

    Ja, den Namen finde ich auch so cool.


    Schön, dass Euch diese Szene so gefällt - die ist nämlich neu! :banane:

    Echt jetzt? Siehste mal, das habe ich ihm auch schon beim ersten Mal zugetraut, dass er die Münze dort zurückgelassen hat :unschuldig:


    Ich bin im Nachhinein sehr glücklich damit, aus dem Stoff eine Trilogie gemacht zu haben. Dadurch hat man in Feind die Schattenherren schon ein wenig kennengelernt, sodass die Details, die man nun aus der Innensicht bekommt, hoffentlich nicht mehr verwirren. Man müsste nun den Kontext haben, um sie einordnen zu können.

    Die Entscheidung finde ich auch richtig, vor allem, wenn man alle drei Bände kennt, dann ist das echt eine logische Aufteilung.


    Wobei, die Gesellschaft dieser ekligen Käferkönigin ist auch abstossend.

    Da fragt man sich doch gleich, welches Bündnis sie und Lisanne eingegangen sind, denn Zuulior handelt ja auf Geheiß der Schattenherzogin, als er die Gehirne verfüttert. Und ich glaube nicht, dass sich die beiden Damen den gleichen Geschmack teilen, was ästethische Schönheit angeht :totlach:

  • Huhu in die Runde,


    trotz allen Widrigkeiten und Ehrenämtern habe ich es tatsächlich geschafft, zu lesen. Ich muss sagen, der Autor hat es mit den ersten Zeilen geschafft, dass man Sympathien für einzelne Protagonisten entwickelt. Brens menschliche Seite wird durch die Szene in der Gaststätte herrlich betont und hervorgeholt. Trotz seines Rangs und Dienstherren scheint er einen Rest "Anstand" und "Moral" bewahrt zu haben.


    Was mir bisher nicht schlüssig erscheint ist die Wahl eines Menschen, um einen so delikaten Auftrag auszuführen. Der Schattenkönig verfügt quasi über uneingeschränkte Macht und bedient sich einen Sterblichen um Lisanne zu finden? Der Hintergrund interessiert mich.


    Zur Optik des Schattenkönigs: Ich habe ihn und Lisanne mir immer eher wie Dunkelelfen vorgestellt als wie Menschen.


    Zu Lisanne: Ich hege die Hoffnung, dass es Helions Vermächtnis ist, dass Sie aus den Reihen der Schatten hat treten lassen. Vielleicht in ich nicht lernfähig, aber mein Gemüt weigert sich, nicht einen Funken Hoffnung für die Menschen zu sehen :) Ich tippe, dass diese "Königin" der Grund ist, warum der König sie nicht rufen kann.


    Zusammengefasst: Ich freue mich auf das Buch.

  • Der Schattenkönig verfügt quasi über uneingeschränkte Macht und bedient sich einen Sterblichen um Lisanne zu finden?

    Wenn die Sonne am Himmel steht, liegen die Osadroi in Starre. Er will aber, dass es schnell geht und sich seine Gesandten auch tagsüber bewegen. Deswegen gibt er Velon einen exzellenten Krieger mit, der auch weiß, wie man sich außerhalb von Ondriens Herrschaftsgebiet bewegt und der den Schattenfürsten schützt, während dieser in seinem Schlitten oder seiner Kutsche ruht.
    Das ist jedenfalls einer der Gründe.;)