1) Seite 7 (Filomena) - Seite 110 (Ende Kapitel 6)

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  • Hallo liebe Noa,
    liebe Mitleserinnen,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Die Farben meines Herzens" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders die Autorin Noa C. Walker - schön, dass Du unsere Runde begleitest!


    Bitte lest Euch zuvor noch einmal die allgemeinen Informationen zu Leserunden und die Aufführungen zur Netiquette durch.


    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.

    Auch ist es nicht nötig, den Inhalt nachzuerzählen, wir lesen ja alle das gleiche Buch ;)


    Wenn Ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, gebt bitte hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid.


    Es wäre schön, wenn Ihr darauf achtet, nicht zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte!


    Viel Spaß uns allen beim Lesen und Diskutieren! :winken:


    Hier könnt Ihr zum Inhalt bis Seite 110 schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Filly ist so eine sympathische junge Frau und sie hat Humor. Sie wird von Panikattacken geplagt und kann nicht unter Menschen sein. Man spürt jeden Moment, wie sie sich zu einem „normalen“ Verhalten zwingen muss.


    Ruben und Meggi haben ein richtiges Komplott geschmiedet, damit Mika auf den Berg zu Filly kommt. Er ist gleich von ihr fasziniert, spürt aber auch, dass da etwas nicht stimmt und hält einerseits Abstand, andererseits lässt er sich aber auch nicht verjagen. Muss irgendwie seltsam für ihn sein, denn er weiß genau, dass man ihn manipuliert hat.


    Aber auch Filomena fühlt sich von Mika angezogen und kann doch nicht unbeschwert auf ihn zugehen. Wie schwer es ihr fällt, ein Gespräch zu führen und wie stolz sie ist, wenn sie es geschafft hat. Dass Mika so gut mit den Kindern kann, nimmt sie zusätzlich ein.


    Fillys Albträume sind ja schon schlimm genug, aber ihre Panik in der Kapelle ist einfach furchtbar. In der Einsamkeit auf dem Berg bekommt davon niemand etwas mit, aber es ist bestimmt auch nicht gut, das mit sich alleine ausmachen zu müssen.


    Dass sie Mika nach der Radtour mit in ihr Haus nimmt, ist ein enormer Vertrauensbeweis.


    Meggi scheint auch ein Geheimnis zu haben, ich bin gespannt, was sie dazu bringt von sich selbst so eine schlechte Meinung zu haben. Mir gefällt ihr Geplänkel mit Ruben.

  • Hallo ihr Lieben,


    Diese Geschichte hat mich von den ersten Sätzen an fasziniert, weil sie eine besondere Intensität und Tiefe vermittelt. Die Konzentration auf nur wenige Personen macht die Handlung zu einer Art Kammerspiel und die abgeschiedene Bergwelt gibt ihr eine Atmosphäre der Entrücktheit und damit sehr viel Raum für die innerern Entwicklungen der Menschen, die dort ihr Zuhause haben zwischen Himmel und Erde. In dieser hermetischen, fast unzugänglichen Welt ist die Natur stets präsent, ist viel mehr als nur Kulisse, sondern spiegelt die Substanz der menschlichen Erfahrungen und Wahrnehmungen wider. Es ist wunderschön und eine besondere Erfahrung, in diese schwebende, entrückte Welt einzutauchen und die Menschen zu erleben.

    Filomena hat sich ihr eigenes Paradies erschaffen dort hoch oben in der einsamen Bergwelt, sie wohnt alleine und komfortabel und nennt sogar einen Pool ihr eigen - das gefällt mir sehr gut, bin ich doch auch so eine Wasserratte.:) Dennoch hat sie mit ihren Dämonen zu kämpfen, die ihr Leben und ihr Verhalten leider sehr beeinträchtigen. Sie ist tapfer und kämpft, erschöpft sich, sucht die Herausforderung, aber wird von Ängsten und Panikattacken gequält. Mika wurde quasi zu ihr entsandt, so merkwürdig das auch klingt, um sie aus der Reserve, ihrer inneren Vereinsamung zu locken. Margarita und Bruder Ruben sind die Akteure im Hintergrund, die diese Entwicklung ins Rollen gebracht haben. Besonders Margarita hat einen sehr eigenwilligen Charakter, sie hat fast hexenhafte Züge und das meine ich durchaus nicht negativ, im Gegenteil. Sie hat in ihrem Leben viele Höhen und Tiefen durchschritten und kennt sich aus mit menschlichen Abgründen und Leidenschaften - im Guten wie im Bösen.

  • Mein erster Gedanke war: ich würde zu gerne Filomenas Refugium kennenlernen! Es wirkt auf mich unglaublich faszinierend mit dem Kräutergarten so mitten im Wald. Und das Schwimmbad ist auch nicht zu verachten, ebensowenig wie die After-Eight-Muffins und der Früchteeistee, den ich persönlich sehr gerne mag, wenn es denn guter Tee (und nicht der altbekannte Hagebuttenbeutel) ist und kein Zucker drin ist. Die Umgebung ist so warmherzig beschrieben, dass ich mich dort gewiss sehr wohlfühlen würde.


    Wobei mir die Vorhut, insbesondere Meggi, ein wenig intensiv erscheint. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie mir auch ein wenig auf den Geist gehen könnte in ihrer lauten und eventuell aufdringlich rüberkommenden Art. Der Kirchenmann ist da um einiges angenehmer!


    Ich mache mir Gedanken darüber, was genau wohl Fillys Funktion dort oben in der Einsamkeit ist. Die Einöde wird ihr doch sicher nicht gehören, ist sie denn dann so etwas wie eine Verwalterin oder Hausmeisterin? Anscheinend verarbeitet sie ein schlimmes Erlebnis, obwohl Panikattacken ja jeden ereilen können, auch wenn der Grund nicht sofort ersichtlich ist.


    Ebenso wie die Höhenangst, mit der ihr Besucher Mika zu kämpfen hat. Bei ihm hatte ich mich auch gewundert, dass er den Mut hatte, gleich noch zwei Tage nach seinem Auftrag dort bei Filly vorstellig zu werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich das als ein wenig zu viel für eine neue Bekanntschaft empfunden hätte, ungeachtet der gegenseitigen Anziehungskraft. Ich bin schon sehr darauf gespannt, mehr zu erfahren über die Figuren, über ihren Hintergrund, die Lasten, die sie zu schultern haben.


    Wie immer hat mich Elisabeth, Entschuldigung: Noa, sehr neugierig gemacht, und ich freue mich darauf, meine Bekanntschaft mit den Figuren, doch nicht zuletzt auch mit der wunderschönen Südtiroler Bergwelt, die ich auch bereits persönlich kennenlernen durfte, zu vertiefen!

  • Ich mache mir Gedanken darüber, was genau wohl Fillys Funktion dort oben in der Einsamkeit ist. Die Einöde wird ihr doch sicher nicht gehören, ist sie denn dann so etwas wie eine Verwalterin oder Hausmeisterin? Anscheinend verarbeitet sie ein schlimmes Erlebnis, obwohl Panikattacken ja jeden ereilen können, auch wenn der Grund nicht sofort ersichtlich ist.

    Nach meiner Meinung hat Filomena da oben keine „Funktion“, sie ist dahin geflohen, weil sie Angst vor Menschen hat. Irgendetwas aus ihrer Vergangenheit beschert ihr Panikattacken und Albträume. Wir werden sicherlich noch erfahren, was die Ursache ist.


    Ihr Refugium gefällt mir auch richtig gut, da könnte ich mich auch wohlfühlen. Obwohl es sicherlich nicht gut ist, immer allein zu sein.


    Magerita ist mir auch ein bisschen zu engagiert. Aber hat sie nicht eine „Leiche im Keller“? Auch bei ihr gibt es anscheinend einen dunklen Fleck in ihrer Vergangenheit.

    Sie setzt sich dafür ein, dass ausgerechnet Mika die Arbeiten bei Filomena erfüllt und nicht etwa Franco oder sonst jemand. Mir wäre das unangenehm, wenn sich jemand so in mein Leben einmischen würde.


    Mika überwindet seine Höhenangst, weil er sich von Filly angezogen fühlt. Das scheint ja auf Gegenseitigkeit zu beruhen, mal sehen, was daraus noch wird.


    Die Kinder finde ich auch klasse! Zum einen die herrlich altklugen Sprüche von „Kirschauge“ Dana. Und dann das tolle Benehmen der beiden, wenn es Filly nicht gut geht. Sie haben ein Gespür dafür und verhalten sich dann vorbildlich.


    Südtirol kenne ich gut, da waren wir früher mehrmals im Jahr. Wandern, Fahrradfahren, Skitouren, es ist wirklich eine tolle Gegend. Jetzt bin ich leider zu weit weg, um für ein Wochenende dahin zu fahren.

  • Hallo zusammen, Hallo Noa


    Ich habe den ersten Abschnitt nun auch beendet und bin tief berührt.


    Zum einen von diesen fast poetisch anmutenden Beschreibungen der Natur und zum anderen von diesen intensiven Gefühlen, die mit diesen Beschreibungen einhergehen.

    Da sind nicht nur die Vergleiche mit den Farben, die diese Eindrücke beim lesen so intensiv erscheinen lassen, sondern auch immer wieder die Beschreibungen des Gesamt-Kunstwerkes, welches entstehen soll.

    Doch die Farben sind noch nicht gemischt beziehungsweise gefunden, die dieses Kunstwerk vollenden könnten.


    Filly muss etwas sehr schlimmes erlebt haben, was sie in diese Angstzustände gebracht hat. Die Panikattacken sind wirklich heftig und sehr gut nach zu empfinden. Das dieser Kampf gegen die Panikattacken viel Kraft kostet, kann ich als Leser gut verstehen.

    Ich hatte spontan beim lesen dieser "Zwischenkapitel" mit der Überschrift >Filomena< immer dieses furchtbare Attentat auf dem Berliner Weihnachtsmarkt vor Augen.

    Aber in diesen Kapiteln ist von einem wunderschönen, sonnigen Tag die Rede. Das passt also nicht zusammen und ist auch nicht 10 Jahre her.


    Maggy und Bruno wollen ihr gerne helfen, aber können sie das überhaupt? Müsste da nicht eher eine professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden?


    So "schräg" Maggy auch rüber kommt, so herzensgut kommt sie aber auch bei mir an. Ich mag so raue, aber herzliche Charakter. Und natürlich hat Maggy sicher viel Lebenserfahrung, aber ob das alleine ausreicht um Fillys Panikattacken zu beenden wage ich zu bezweifeln.


    Mika ist wirklich Klasse mit seinem Humor, aber auch mit seinem einfühlsamen Wesen.

    Seine Höhenangst macht es ihm leicht, Filly etwas besser zu verstehen, als es wir Menschen ohne diese schlimmen Ängste könnten. Dennoch ist es ein steiniger Weg, den Mika sich jetzt vorgenommen hat, indem er beschließt mit Filly gegen ihre Angst und die Panik zu kämpfen.

    Sie trägt diese Panikattacken nun schon seit 10 Jahren durch ihr Leben und sieht immer nur ganz kleine "neue Rekorde".

    Und Mika ist nun einer davon, er war 3 mal hintereinander bei ihr auf dem Berg. Dafür hat Filly aber auch 2 heftige Panikattacken durchleben müssen.


    Auch wenn Filly Mika gerne sieht und sehr mag, wie lange wird ihre Kraft reichen, wenn er jetzt immer wieder bei ihr auftaucht und ihren Seelenfrieden stört?

    Andersherum kann es auch nicht so weitergehen mit Filly in der Einsamkeit und mit der Angst vor jeder neuen Begegnung mit einem fremden Menschen.

    Vielleicht lernt Filly Vertrauen zu Mika zu haben - ein wenig Vertrauen hat sie ja schon gefasst, als sie Mika in ihr Refugium gelassen hat und ihm von ihren Panikattacken erzählt hat. Aber das ist bisher noch ein kleiner Anfang. Aber er zählt für Filly vielleicht schon zu einem neuen, kleinen Rekord.


    Andersherum hat Mika durch Pater Rubens "lockerer" Gesprächsführung ;)auf Fillys Terrasse, auch schon viel von sich und seinen Träumen preis gegeben. Vielleicht hat Filly daher gedacht, dass auch sie nun ein wenig von sich preis geben muss.


    Und wer weiß, vielleicht kann Mika Filly auch Halt geben, wenn sie in seiner Gegenwart wieder von einer Panikattacke erfasst wird, aber ob das dann die richtige Basis für eine Liebe ist?


    Filly ist mir sehr sympathisch und auch die anderen Personen wirken auf mich einfach nur nett und sympathisch. Aber besonders habe ich schon Kirschauge und ihren kleinen Bruder ins Herz geschlossen. Die beiden Kinder sind wirklich Balsam für Fillys Seele und auch für die Seele des Lesers.


    Das war eine gute Idee Noa, diese Kinder in die Handlung mit einzubinden. :daumen:

    Bisher liest sich die Geschichte sehr schön flüssig, aber man muss sich doch darauf einlassen und die Handlung in Ruhe lesen.

    Ich habe das Gefühl, ich habe schon viele Hinweise auf Fillys Schicksal bekommen, aber ich kann sie noch nicht zu einem Gemälde zusammen setzen.

  • Mika wurde quasi zu ihr entsandt, so merkwürdig das auch klingt, um sie aus der Reserve, ihrer inneren Vereinsamung zu locken.

    Da gebe ich dir recht, Filly ist auch noch zu jung um ein Einsiedler-Dasein zu führen. Wahrscheinlich sehnt sie sich auch selbst nach dem Kontakt zu anderen Menschen.

    An einer Stelle wird auch erwähnt, dass sie gerne Freundinnen hätte, aber die waren durch Fillys Verhalten überfordert und haben sich zurück gezogen.


    Wobei mir die Vorhut, insbesondere Meggi, ein wenig intensiv erscheint. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie mir auch ein wenig auf den Geist gehen könnte in ihrer lauten und eventuell aufdringlich rüberkommenden Art. Der Kirchenmann ist da um einiges angenehmer!

    Na ja, als Schwiegermutter möchte ich Maggy auch nicht haben. Das stelle ich mir sehr anstrengend vor.

    Ich denke aber, dass eine Frau mit einem ruhigen und sanften Gemüt , auch mit dieser Schwiegermutter klar käme.

    Oh ja, Pater Ruben oder wie Maggy sagt: Bruno ist ein sehr angenehmer Typ, sonst wäre er wohl auch nicht schon so lange mit Maggy befreundet - oder sind sie vielleicht sogar Geschwister?



    Ihr Refugium gefällt mir auch richtig gut, da könnte ich mich auch wohlfühlen. Obwohl es sicherlich nicht gut ist, immer allein zu sein.

    Ja, ich finde so ein Refugium auch ganz toll und in Büchern haben die Leute viel Geld um sich so ein Paradies zu schaffen und auch noch weiterhin arbeiten zu können.

    Bei so märchenhaften Beschreibungen denke ich oft an die Menschen, die schlimmes erleiden und irgendwann einsam in einer armseligen Wohnung sitzen, weil sie auch ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen können und zu Hartz4 Empfängern werden. ;(

  • Meggi ist eine sehr starke Persönlichkeit und sehr direkt, sie nimmt kein Blatt vor den Mund, wie man so schön sagt. Diese dominante Art muss man aushalten können, am besten mit Humor, so wie auch Mika auf sie reagiert, als sie ihn so direkt anspricht. Er hätte auch verschreckt das Weite suchen können, aber da Bruder Ruben vermittelt hat in dem Gespräch mit Meggi und Mika schon zu tief in der Geschichte drinsteckte, hat er genau richtig reagiert.

    Diese Gedanken hatte ich auch, als ihr Haus mit dem Pool beschrieben wurde. In dieser Lage mit dem schönen großen Garten ist das ein Luxusdomizil. Ihr Vater hat ihr das Haus gebaut, dazu muss er die Genehmigung des Eigentümers haben oder die Familie hat das Grundstück vorher gekauft. Das ist noch nicht ganz klar geworden. Jedenfalls ist es eine alte Pilgerstation mit Kapelle und vermutlich unverkäuflich. Daher wundert es mich auch, wie sie die Baugenehmigung bekommen konnten für den modernen Anbau. Filomena verdient offensichtlich ihr Geld mit dem Verkauf ihrer Kinderbücher.

  • Nach meiner Meinung hat Filomena da oben keine „Funktion“, sie ist dahin geflohen, weil sie Angst vor Menschen hat. Irgendetwas aus ihrer Vergangenheit beschert ihr Panikattacken und Albträume. Wir werden sicherlich noch erfahren, was die Ursache ist.

    Naja, ich hatte Funktion jetzt ein wenig weiter gefasst - wird sie bezahlt bzw. bezahlt sie für die Unterkunft und wie hängt das alles zusammen? Irgendwie muss sie ja dort Unterschlupf gefunden haben.

  • Zum einen von diesen fast poetisch anmutenden Beschreibungen der Natur und zum anderen von diesen intensiven Gefühlen, die mit diesen Beschreibungen einhergehen.

    Da sind nicht nur die Vergleiche mit den Farben, die diese Eindrücke beim lesen so intensiv erscheinen lassen, sondern auch immer wieder die Beschreibungen des Gesamt-Kunstwerkes, welches entstehen soll.

    Doch die Farben sind noch nicht gemischt beziehungsweise gefunden, die dieses Kunstwerk vollenden könnten.

    Die Natur-Beschreibungen gefallen mir auch seht gut! Man hat diese wunderschöne Gegend wirklich vor Augen. Auch die Farben spielen wieder eine tragende Rolle, wie schon in „Du, ich und die Farben des Lebens“. Am Ende ist Fillys Leben hoffentlich bunt und schön!

    Zitat

    Auch wenn Filly Mika gerne sieht und sehr mag, wie lange wird ihre Kraft reichen, wenn er jetzt immer wieder bei ihr auftaucht und ihren Seelenfrieden stört?

    Andersherum kann es auch nicht so weitergehen mit Filly in der Einsamkeit und mit der Angst vor jeder neuen Begegnung mit einem fremden Menschen.

    Vielleicht lernt Filly Vertrauen zu Mika zu haben - ein wenig Vertrauen hat sie ja schon gefasst, als sie Mika in ihr Refugium gelassen hat und ihm von ihren Panikattacken erzählt hat. Aber das ist bisher noch ein kleiner Anfang. Aber er zählt für Filly vielleicht schon zu einem neuen, kleinen Rekord.

    ...

    Und wer weiß, vielleicht kann Mika Filly auch Halt geben, wenn sie in seiner Gegenwart wieder von einer Panikattacke erfasst wird, aber ob das dann die richtige Basis für eine Liebe ist?

    Mika sollte es meiner Meinung nach etwas langsamer angehen lassen. Filomena jeden Tag zu besuchen ist ein bisschen zu viel für sie. Sie ist ihre Einsamkeit gewöhnt und auch wenn sie sich zu Mika hingezogen fühlt, braucht sie vielleicht ein bisschen Pause zwischen den Besuchen. Klar, Mika tut ihr gut, aber das muss ihr erst klar werden.

    Wenn sie sich länger kennen und lieben, ist er bestimmt eine Hilfe bei ihren Panikattacken, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg!

  • Beitrag von Noa C. Walker ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • Hallo zusammen,

    mein Wochenende verlief anders als geplant, deswegen komme ich erst jetzt zum Schreiben.


    In Kapitel 5 wird der Albtraum von Filomena beschrieben und ich glaube, dass es sich um einen Zug- oder Busunfall handelt, der Filomena derart verstört hat. Zumindest die Beschreibung dessen was sie träumt, lässt mich das denken.


    Da ich auch unter Höhenangst leide (die mit zunehmendem Alter schlimmer wird), kann ich zumindest den Zustand von Mika nachvollziehen. Mit Panikattacken selbst kenne ich mich nicht aus. Es liest sich auf jeden Fall schrecklich, was Filomena in den Momenten durchmacht.


    Maggy und Bruno haben geplant Filomena zu helfen, indem sie Mika dort hinschicken. Ich frage mich was diese Aussage zu bedeuten hat:


    Zitat von Seite 18

    Ich weiß. Uns bleibt nicht mehr viel Zeit. Oder vielmehr: Filomena bleibt nicht mehr viel Zeit

    Ich empfinde Mika als sehr angenehmen Menschen. Er hat eine gewisse Art von Humor, ist nicht aufdringlich und spürt, dass Filomena Abstand fordert, ohne ihn mit Worten einzufordern. Durch sein Verhalten beginnt Filomena ihr eigenes Verhalten zu hinterfragen (warum sie eigentlich nicht möchte, dass Menschen in ihrem privaten Bereich sind) und ich denke, dass Mika unbewusst eine Art Heilung bei Filomena in Gang setzen wird. Sie findet ihn ja auch sympathisch, kann aber nicht über ihren Schatten springen. Wobei ich das gemeinsame Essen nach der Gewitter-Radtour schon als einen riesengroßen Sprung empfunden habe.


    Die Kinder finde ich auch klasse! Zum einen die herrlich altklugen Sprüche von „Kirschauge“ Dana. Und dann das tolle Benehmen der beiden, wenn es Filly nicht gut geht. Sie haben ein Gespür dafür und verhalten sich dann vorbildlich.

    Die Kinder finde ich auch süß. Aber sie haben - neben ihrem Gespür für Filomena - ja auch genaueste Instruktionen, wie sie sich zu verhalten haben.


    Da gebe ich dir recht, Filly ist auch noch zu jung um ein Einsiedler-Dasein zu führen. Wahrscheinlich sehnt sie sich auch selbst nach dem Kontakt zu anderen Menschen.

    An einer Stelle wird auch erwähnt, dass sie gerne Freundinnen hätte, aber die waren durch Fillys Verhalten überfordert und haben sich zurück gezogen.

    Ja, Filomena ist in der Beziehung sehr zerrissen, finde ich. Sie möchte gerne Menschen um sich haben, aber Menschen lösen diese Panik in ihr aus - eine Katze, die sich selbst in den Schwanz beißt. Sie wird eigentlich von ihrem Körper in diese Einsamkeit gezwungen.

  • Hallo buchregal123 :O)

    Schön, dass Du bereits starten konntest und vielen Dank für Deine Zusammenassung. Ich wünsche viel Spaß beim Schmökern und eine eine spannende Entdeckungsreise in Fillys "Welt". ... und in Meggis Welt!

  • Und wer weiß, vielleicht kann Mika Filly auch Halt geben, wenn sie in seiner Gegenwart wieder von einer Panikattacke erfasst wird, aber ob das dann die richtige Basis für eine Liebe ist?

    Ich glaube nicht, dass Filly es zulassen würde, dass Mika eine ihrer Panikattacken mit ansieht. Sie merkt ja, wenn eine Welle anrollt und sie wird sich meiner Meinung nach zügig aus seinem Umfeld entfernen. Diese Blöße wird sie sich sicherlich (noch) nicht geben.


    Witzig fand ich übrigens, dass Mika am Anfang dachte, dass es sich um eine ältere Frau handelt, zu der er geschickt wurde.

    Und dass der Esel durch Weglaufen den Besuch ankündigt, fand ich auch gelungen.

  • Beitrag von Noa C. Walker ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • Hallo, liebe Emmy,


    ich glaube, ich sagte es schon einmal: Ich liebe Deine tiefgründigen Zusammenfassungen.

    Fragen ergeben sich bei diesem Roman - anders als in meinen großen Romanen oder den Histos mit ihren "Krimihandlungen" - vermutlich weniger, dennoch versuche ich immer "präsent" zu sein und zu reagieren.

  • Mein erster Gedanke war: ich würde zu gerne Filomenas Refugium kennenlernen! Es wirkt auf mich unglaublich faszinierend mit dem Kräutergarten so mitten im Wald. Und das Schwimmbad ist auch nicht zu verachten, ebensowenig wie die After-Eight-Muffins und der Früchteeistee, den ich persönlich sehr gerne mag, wenn es denn guter Tee (und nicht der altbekannte Hagebuttenbeutel) ist und kein Zucker drin ist. Die Umgebung ist so warmherzig beschrieben, dass ich mich dort gewiss sehr wohlfühlen würde.

  • Ich liebe es, derlei Welten zu erschaffen. Im Grunde sind es "Träume", wie ich selbst gern wohnen würde. Falls ich mal so einen Sehnsuchtsort finde und dorthin ziehen kann, darfst Du mich gern besuchen. :)