2) Seite 111 (Filomena) - Seite 215 (Ende Kapitel 10)

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  • Dann habe ich oft daran gedacht, ob ein Haustier hilfreich gewesen wäre, ein Hund oder ein Kätzchen als Gesellschaft und weil es sehr heilsam sein kann, sich um ein Tier zu kümmern. Tiere schenken Liebe und Vertrauen, ohne etwas zu fordern und sind wunderbare Seelenbegleiter.

    Sie hat ja einen Esel. *zwinker*
    Haustiere sind mir selbst etwas fremd, weil wir keine haben. Außerdem möchte ich eines zu bedenken geben: Filly hätte die Verantwortung für dieses Tier. Selbst das könnte sie überfordern, sie verunsichern (mache ich das alles richtig, was ist wenn ...) und sie hätte ggf. auch noch zu einem Tierarzt gehen müssen. Es war für sie ja schon schwierig genug, ihre eigenen Termin auf die Reihe zu bekommen.

  • Dann habe ich oft daran gedacht, ob ein Haustier hilfreich gewesen wäre, ein Hund oder ein Kätzchen als Gesellschaft und weil es sehr heilsam sein kann, sich um ein Tier zu kümmern. Tiere schenken Liebe und Vertrauen, ohne etwas zu fordern und sind wunderbare Seelenbegleiter.

    Sie hat ja einen Esel. *zwinker*
    Haustiere sind mir selbst etwas fremd, weil wir keine haben. Außerdem möchte ich eines zu bedenken geben: Filly hätte die Verantwortung für dieses Tier. Selbst das könnte sie überfordern, sie verunsichern (mache ich das alles richtig, was ist wenn ...) und sie hätte ggf. auch noch zu einem Tierarzt gehen müssen. Es war für sie ja schon schwierig genug, ihre eigenen Termin auf die Reihe zu bekommen.

    Das stimmt schon, sie hätte die Verantwortung für das Tier gehabt, aber genau das wäre vielleicht heilsam gewesen. Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen und für mich ist ein Leben ohne Tiere unvorstellbar. Wenn ich von Menschen enttäuscht war, haben meine Tiere mich gerettet, das war schon in meiner Kindheit so. Cleopatra ist wunderbar, Esel sind übrigens nicht störrisch, sondern vorsichtig und klug.:)

  • 2. Fillys größtes Problem ist die Sozialphobie - die stammte nicht von dem Attentat, sondern von den Menschen in ihrem direkten Umfeld. (s. auch Punkt 1.)

    Jetzt hoffe ich sehr, dass das im Buch wirklich verständlich rüberkommt. *ängstlichguck*

    Doch, da musst du dir keine Sorgen machen. Das kommt sehr gut und verständlich rüber.


    Die Gesellschaft ist leider sehr oberflächlich, spaßorientiert und sogar hartherzig geworden. Und halt auch extrem leistungsorientiert. Darauf versuche ich mit diesem Roman hinzuweisen und vielleicht auch ein klein wenig zu sensibilisieren.

    Genau diese Gedanken sind mir beim Lesen auch durch den Kopf gegangen. Filly hat einen Beruf indem sie viel mit Menschen umgehen muss. Ein Hotelbesitzer der geführte Besichtigungen anbietet, die ja auch den Preis für die Gäste erhöhen, kann es sich auf Dauer nicht leisten eine Eventmanagerin zu beschäftigen, die Panikattacken bekommt und nicht in einen Bus oder einer Bahn fahren kann.

    Geld regiert die Welt und der Leistungsdruck, beziehungsweise Konkurrenzkampf wird immer härter.

    Die Umgangsformen immer schlechter und das verständnisvolle Miteinander bleibt total auf der Strecke.

    Diese Geschichte mit Dana war ja ein Ding! Ich denke mal, Dana ruht so in sich, dass sie das alles gut übersteht und keine schlimmen Folgen davonträgt! Mir hat - wie offenbar auch Meggi - am besten die Reinigungszeremonie gefallen.

    Oh ja. die Szene war Klasse, dass hat mir auch großen Spaß gemacht sie zu lesen.

    Was mich ein bisschen stört - Meggie, Franco, Bruder Ruben, sie alle sind besorgt um Filomena und Mika. Jeder möchte mitmischen und „helfen“. Ich finde, die beiden sind jetzt soweit, dass man sie alleine lassen kann. ^^

    Das sehe ich anders.

    Ich denke, dass auch alle Helfer, die sich 10 Jahre liebevoll um Filly gekümmert haben, nun ihre Fortschritte auch erkennen.

    Um Filly weiterhin zu helfen und besonders auch Mika zu unterstützen, besteht bei der Helfer-Truppe nun sogar ein erhöhter Gesprächsbedarf.

    Schließlich sollten sie sich schon ein wenig abstimmen, wer wann zu Filly geht oder wer - wie Meggy jetzt - geschont wird, damit es für Filly nicht zu viel wird.

    Sie hatte Therapien, aber die hat sie ja anscheinend beendet.

    Du das ist oft ein leidiges Thema mit den Therapien. ^^ Je nach Krankheit und schwere der Krankheit, wird von den Krankenkassen eine gewissen Zeit diese Therapien bezahlt. Dann heißt es irgendwann, der Patient ist Austherapiert und soll wieder Arbeiten.

    Ich denke mal, so ist es bei Filly gewesen. Nur leider war sie noch nicht wieder Arbeitsfähig und da wird es dann schwierig für die Patienten. Oftmals lässt unser tolles System genau diese Patienten hilflos im Regen stehen. Ein Gang zum Arbeitsamt dürfte für Filly zu diesem Zeitpunkt noch nicht machbar gewesen sein.

    Bei Frau Ferrari :o vom Jugendamt ist der Name wahrscheinlich Programm. Sollten solche Menschen nicht etwas einfühlsamer sein? Ich fand sie extrem unsympathisch (und so sollte sie wahrscheinlich auch dargestellt werden).

    Oh ja !!! Das hast du wunderbar auf den Punkt gebracht. Diese Frau ist eher ein Kinderschreck, als das sie eine Hilfe darstellt.

    Worüber ich aber in dieser Szene gestaunt habe, war Fillys verhalten. Was muss es sie an Kraft und Beherrschung gekostet haben, ins Polizeirevier zu gehen und dann noch Dana vor dieser Fr. Ferrari zu beschützen.

    Da sieht man sehr deutlich, was Filly aus Liebe zu Dana alles schaffen kann.

    Filly ist auf einen verdammt guten Weg, denn später am Tag schafft sie es sogar noch einmal sich unter Menschen zu begeben. Bei der Reinigungsaktion. Auch das macht sie aus Liebe. Genauso wie den Besuch im Krankenhaus bei Meggy.

    Wie heißt es so schön: "Liebe macht Stark"

    Sie hat ja einen Esel. *zwinker*

    Ja, und das passt sehr gut, denn der ist auch recht stoisch. Eine Königin der besonderen Art, wie Mika leidvoll erfahren hat am Anfang. :)

  • Cleopatra ist wunderbar, Esel sind übrigens nicht störrisch, sondern vorsichtig und klug. :)

    Da könnte was dran sein. Diese Königin ist klug genug um sich nicht von jedem etwas sagen zu lassen und gleichzeitig Fillys "Frühwarnsystem" zu sein. Weil sie weiß, Filly liebt sie und versorgt sie dafür sehr gut. ;)

  • Ganz ähnliche Überlegungen hatte ich auch, liebe Annette. Ich habe oft befürchtet, dass sich Mika überfordert mit all der Rücksichtnahme auf Filly und den vielen vorsichtigen Schritten und was er alles ständig dabei zu beachten hat. Er weiß natürlich, dass all das notwendig ist im Umgang mit ihr, aber so viel Geduld und Selbstdisziplin haben sicher nicht viel Männer und Menschen im allgemeinen. Das wurde auch deutlich bei Filly`s Freunden und Kollegen, die sich von ihr entfernt hatten, als sie Hilfe gebraucht hätte.

    Mika ist wirklich ein toller Memnsch. Ich frage mich nur, ob er wirklich auf Dauer in der Lage ist, derart rücksichtsvoll und einfühlsam mit Filly umzugehen. Ich hoffe es sehr! Aber auch er ist nur ein Mensch - und dann noch ein Mann! ^^ Irgendwann gehen vielleicht die Gefühle mal mit ihm durch oder die Geduld ist am Ende!? Filomena lebt seit Jahren abgeschieden so gut wie ohne Kontakt zu anderen, geschweige denn zu Fremden. Da muss Mikas Anhänglichkeit ihr doch vorkommen wie ein Bombenhagel... Ich hoffe sehr für die beiden, dass sie ihre Liebe füreinander entdecken.


    Zitat von Emmy

    Auch die Frage nach ihren Eltern hat mich beschäftigt. Ihr Vater hat den Anbau für sie errichtet, aber ansonsten werden sie nie erwähnt. Warum kümmern sie sich nicht um ihre Tochter und schauen nie, wie es geht auf dem Berg? Sie müssen doch wissen, aus welchen Gründen sie sich vor der Welt und den Menschen zurückgezogen hat.

    Nach ihren Eltern habe ich mich auch schon gefragt. Leben sie weit entfernt? Aber in der heutigen Zeit mit Smartphone etc. kann man doch trotzdem in Kontakt bleiben.

    In Margarita und Bruder Ruben hat sie ja quasi „Ersatzeltern“, und auch die Gassers sind wie Familie, aber die Eltern kann man so leicht nicht erstzen.

    Zitat von Emmy

    Dann habe ich oft daran gedacht, ob ein Haustier hilfreich gewesen wäre, ein Hund oder ein Kätzchen als Gesellschaft und weil es sehr heilsam sein kann, sich um ein Tier zu kümmern. Tiere schenken Liebe und Vertrauen, ohne etwas zu fordern und sind wunderbare Seelenbegleiter.

    Da gebe ich dir voll und ganz recht! Tiere sind so wunderbare Lebensbegleiter! Und Hunde (auch Katzen?) haben ein tolles Gespür für den Seelenzustand ihres Menschen. Sie können trösten aber auch Abstand halten, wenn nötig. Und sie reden kein dummes Zeug.

  • Was mich ein bisschen stört - Meggie, Franco, Bruder Ruben, sie alle sind besorgt um Filomena und Mika. Jeder möchte mitmischen und „helfen“. Ich finde, die beiden sind jetzt soweit, dass man sie alleine lassen kann. ^^

    Ich weiß nicht, ob man so einfach loslassen und die Verantwortung für sein Sorgenkind, das man 10 Jahre lang begleitet hat, an einen anderen übergeben kann. Da steht das "muss" oder "sinnvoll" ziemlich gegen das "wollen", vor allem aber gegen das "können". Finde ich.

    Da hast du sicherlich recht. Meggie kann einfach nicht aus ihrer Haut.

  • Das stimmt schon, sie hätte die Verantwortung für das Tier gehabt, aber genau das wäre vielleicht heilsam gewesen. Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen und für mich ist ein Leben ohne Tiere unvorstellbar. Wenn ich von Menschen enttäuscht war, haben meine Tiere mich gerettet, das war schon in meiner Kindheit so. Cleopatra ist wunderbar, Esel sind übrigens nicht störrisch, sondern vorsichtig und klug. :)

    Ich finde es toll, dass Du so positive Erlebnisse mit Deinen Tieren hast. Vermutlich wäre der Umgang mit diesen wirklich hilfreich, aber vielleicht so, dass Filly (oder Personen mit derlei Angststörungen) nicht wirklich für sie verantwortlich wäre. Als Beispiel: Pferde, Reittherapie - wobei das Tier dann eben einen anderen Eigentümer hat und die zu Therapierende die Veranwortung wieder abgeben kann.

  • Du das ist oft ein leidiges Thema mit den Therapien. ^^ Je nach Krankheit und schwere der Krankheit, wird von den Krankenkassen eine gewissen Zeit diese Therapien bezahlt. Dann heißt es irgendwann, der Patient ist Austherapiert und soll wieder Arbeiten.

    Ich denke mal, so ist es bei Filly gewesen. Nur leider war sie noch nicht wieder Arbeitsfähig und da wird es dann schwierig für die Patienten. Oftmals lässt unser tolles System genau diese Patienten hilflos im Regen stehen. Ein Gang zum Arbeitsamt dürfte für Filly zu diesem Zeitpunkt noch nicht machbar gewesen sein.

    Das ist leider so. Und das nächste bzw. eigentlich das erste Problem ist, einen wirklich "passenden" Therapeuten zu finden. Es gibt elend lange Wartezeiten, kommt man endlich an die Reihe, stellt man womöglich recht bald fest, dass man mit dem Psychologen gar nicht zurecht kommt - und die Warterei geht von vorn los. Mach das nur zweimal und du hast lässig 1 bis 1,5 Jahre "gewartet". Ich finde es übrigens sehr schade, dass nur Personen mit 1,0-Abi-Schnitt ein Psycholgiestudium machen können. DAS sind nämlich oft (sicher nicht immer), die Menschen, die ohne großen Widerstand, ohne größere Kämpfe durch ihre Jugend und ihre Schulzeit "spazieren" und manchmal gar nicht wissen, wie es ist, wenn man immer nur am Kämpfen, am Versagen (...) ist. Aus welchem Erfahrungsschatz prakizieren solche Therapeuten ...? Aus erlerntem Wissen, das über alle in gleicher Weise übergestülpt wird, ohne das Individuum mehr zu sehen ... (?)

    Und dann hast Du auch noch das "psychisch krank" mit großer Leuchtschrift auf der Stirn kleben. Seltsam übrigens, dass Menschen mit "Burnout" fast bewundert werden. >Das kann er ja nur haben, weil er ein ganz Fleißiger ist und sich für die Firma förmlich aufreibt< - um es jetzt mal ganz überspitzt auszudrücken - in Wirklichkeit hat hier (womöglich!!!) jemand einfach keine Aufgaben abgeben, deligieren können, nicht Nein sagen können oder einfach nicht bemerkt, dass er vielleicht mal eine Pause einlegen sollte ... Rein theoretisch (bitte versteht die überspitzte Darstellung zur Verdeutlichung), ist er selbst schuld. Der psyhchisch Kranke - der trägt keine eigene Schuld, ist aber negativ stigmatisiert.

  • Meine Schwester lebte damals in London und sie hat am 8. Juli Geburtstag. So ist sie am 7. zum Flughafen (ich weiß nicht mehr, welchen) aufgebrochen, weil sie hier mit uns feiern wollte, auf jeden Fall ist sie kurz vorher an der besagten Undergroundstation vorbeigekommen. Ich bin dann ein paar Tage später mit ihr nach London geflogen und wir hatten beide die ganzen Tage ein ausgesprochen mulmiges Gefühl!

    So eine Erinnerung wird man nicht mehr los. Mein Sohn war 2010 bei der loveparade. Er ist ungefähr 20 Minuten, bevor das Chaos ausgebrochen ist, gegangen. Das macht ihm (und mir!) heute noch manchmal eine Gänsehaut!

    Ja, das kann ich gut nachvollziehen!

  • Ich hoffe sehr, dass Meggie das alles übersteht, aber ehrlich gesagt, glaube ich nicht daran und das basiert auf meiner Erfahrung mit den Romanen von Noa C. Walker!

    Ich glaube auch, dass Meggi das Ende der Geschichte nicht erleben wird.

    Dass Dana stundenlang auf dem Polizeirevier festgehalten wurde, finde ich auch übertrieben. Aber die Eltern waren ja nicht aufzutreiben, sie waren mit Meggie im Krankenhaus.

    Aber sie ist doch noch klein. Sollte man sie alleine wegschicken? Ich finde das nicht übertrieben.

    Dass Mika sich bewegt wie eine Schnecke und so langsam denkt wie ein Faultier ...... die Aussage fand ich schon ein wenig heftig, denn so kommt er mir gar nicht vor.

    Er ist vielleicht ein wenig behäbig, sonst hätte er wahrscheinlich auch nicht so viel Geduld mit Filly. Aber wie ein Faultier kommt er mir auch nicht vor.

    Und dies ist dann auch wohl so bei Fillys Arbeitgebern, ihren Freunden und Bekannten so gewesen. Sie waren schlichtweg überfordert und hilflos, was Fillys Verhalten betraf.

    Meine Tochter erlebt bei ihrer Mitbewohnerin gerade etwas ähnliches. Immer wieder gibt es Phasen von Depression. Sie hat sie immer wieder aufgefangen und unterstützt, aber im Moment fehlt ihr selbst die Kraft, das weiter zu tun. Sie versuchen etwas Abstand zu halten, aber in einer WG ist das nicht leicht.

    Da hätte ich echt gedacht, dass Meggy diesem Kind den nötigen Rückhalt gegeben hätte, aber offenbar war das nicht so.

    Dana kennt Meggi nur als selbstbewusste starke Frau und fühlt sich selbst nicht so. Daher gelingt es Filly besser, Dana Rückhalt zu geben, denn Filly ist so schwach wie Dana.

  • Dadurch und durch die ganzen Schilderungen drumherum wird ihr Wesen natürlich um einiges besser erfassbar. Ich liebe Noas/Elisabeths einfühlsame Darstellungen dieser Situationen, ich kann mich an eine zum Tsunami in einem unter dem Klarnamen erschienenen Roman erinnern, die ähnllch eindringlich war.

    Oh ja, der "Sturm im Paradies" ... Das war auch so eine Gesichte, bei der ich immer Angst hatte, entweder auf die eine oder auf die andere Seite zu kippen. (zu lässig und oberflächlich bzw. zu "romantisch" und zu schrecklich, zu hart, zu reißersich) Ich bin froh, dass mir das damals recht gut gelungen ist und hoffe das natürlich auch für dieses Buch.

    Nein, aus meiner Sicht ist es in beiden Fällen absolut perfekt - nicht zu sehr in die eine oder andere Richtung!

  • Meine Tochter erlebt bei ihrer Mitbewohnerin gerade etwas ähnliches. Immer wieder gibt es Phasen von Depression. Sie hat sie immer wieder aufgefangen und unterstützt, aber im Moment fehlt ihr selbst die Kraft, das weiter zu tun. Sie versuchen etwas Abstand zu halten, aber in einer WG ist das nicht leicht.

    Das kann man auch gut verstehen, dass deiner Tochter langsam die Kraft fehlt dieser Mitbewohnerin immer wieder zu helfen.

    Möglicherweise wird aber die Mitbewohnerin in ihrem Elend dies gar nicht nachvollziehen können, wenn deine Tochter nun etwas Abstand sucht.

    So ähnlich wird es wahrscheinlich auch bei Fillys Freundinnen gewesen sein, sie hätten gerne geholfen, aber irgendwann hatten sie selbst keine Kraft mehr.

    Das ist sicher ein Teufelskreis im menschlichen Miteinander.


    Dana kennt Meggi nur als selbstbewusste starke Frau und fühlt sich selbst nicht so. Daher gelingt es Filly besser, Dana Rückhalt zu geben, denn Filly ist so schwach wie Dana.

    Stimmt, da könntest du recht haben mit deiner Einschätzung. Meggy ist echt eine starke und schillernde Persönlichkeit.

  • So ähnlich wird es wahrscheinlich auch bei Fillys Freundinnen gewesen sein, sie hätten gerne geholfen, aber irgendwann hatten sie selbst keine Kraft mehr.

    Das ist sicher ein Teufelskreis im menschlichen Miteinander.

    Eine Freundschaft besteht aus Geben und Nehmen. Je nachdem, wie tief die Freundschaft ist, kann man es nicht lange ertragen, immer nur zu geben, ohne etwas „zurückzubekommen“. Das ist zwar traurig, aber ich glaube, da zeigt sich wirkliche Freundschaft.

  • Das kann man auch gut verstehen, dass deiner Tochter langsam die Kraft fehlt dieser Mitbewohnerin immer wieder zu helfen.

    Möglicherweise wird aber die Mitbewohnerin in ihrem Elend dies gar nicht nachvollziehen können, wenn deine Tochter nun etwas Abstand sucht.

    So ähnlich wird es wahrscheinlich auch bei Fillys Freundinnen gewesen sein, sie hätten gerne geholfen, aber irgendwann hatten sie selbst keine Kraft mehr.

    Das ist sicher ein Teufelskreis im menschlichen Miteinander.

    Da gebe ich euch recht. Deshalb habe ich bei Filly auch bewusst keine WG im eigentlichen Sinne gewählt, sondern sie mit einer Freundin zusammen ziehen lassen. Mit einer jungen Frau, die sie von früher kennt, die sie "näher" kennt und schon länger - der Filly wichtig sein müsste und um die es mehr zu kämpfen lohnt. Zudem habe ich den Zeitrahmen extrem kurz gehalten, sodass dieses "die Kraft fehlt" eigentlich noch gar nicht eintreten konnte. Und den Aufhänger (Licht an; Fenster auf, ... = kosten) "böse" lapidar dargestellt. Heißt: Leider lohnt es sich für viele Menschen heute nicht mehr, für andere zu kämpfen; ihre traurigen Phasen mitzutragen, auszuhalten. Wer "anstrengend" ist, wird aussortiert.

  • Möglicherweise wird aber die Mitbewohnerin in ihrem Elend dies gar nicht nachvollziehen können, wenn deine Tochter nun etwas Abstand sucht.

    So ähnlich wird es wahrscheinlich auch bei Fillys Freundinnen gewesen sein, sie hätten gerne geholfen, aber irgendwann hatten sie selbst keine Kraft mehr.

    Das ist sicher ein Teufelskreis im menschlichen Miteinander.

    Doch, die Freundin weiß, was sie anderen antut und will das eigentlich nicht. Das zeitweise Abstandhalten passiert in Einvernehmen.

    Ich hoffe, euch ist schon klar, dass das liebevoll-spöttisch gemeint war. :)

    Klar! :lachen: