Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

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    Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Vielen Dank euch allen für diese schöne, interessante Runde und ganz besonders an Noa für die aufmerksame Begleitung.:)


    Hier ist mein Fazit:


    Filomena lebt alleine in den Bergen von Südtirol, ihre einzigen Nachbarn dort oben sind eine Bauernfamilie, deren Hof allerdings nur mit der Hilfe eines Lastesels zu erreichen ist, weil der Weg in ihr einsames Refugium zu eng und steil für Fahrzeuge ist. Den Grund für ihren Rückzug in die Abgeschiedenheit kennen wir zunächst nicht und auch der junge Forstarbeiter Mika kann sich keinen Reim darauf machen, warum diese junge Frau in völliger Einsamkeit lebt, als er wegen eines Baumschnitts zu ihr hochgeschickt wird. Es ist auf den ersten Blick ein Paradies in herrlicher Natur, mit einem schönen Garten und einem modernen komfortablen Haus, das an eine alte Pilgerkapelle angebaut wurde. Dennoch hat Mika das Gefühl, dass etwas nicht stimmt mit Filomena, die ihm zwar freundlich, aber sehr zurückhaltend begegnet und niemanden in ihr Haus lässt. Was ist passiert im Leben dieser jungen Frau, dass sie sich seit fast 10 Jahren in diese Einsamkeit zurückgezogen hat und offensichtlich Angst vor Menschen hat? Wir erleben im weiteren Verlauf der Handlung eine behutsame, zarte Annäherung zwichen Filomena und Mika, viele Momente großer Intensität, aber auch Abgründe von Trauer, Panik und Angst. Weitere Personen lernen wir kennen, die sich um Filomena kümmern und versuchen, auf ihr Leben Einfluss zu nehmen,die ihr helfen wollen und sie unterstützen - nicht immer mit dem gewünschten Erfolg . Somit bleibt im Hintergrund immer die Ungewissheit und die Frage nach einem Leben, das unserem Wesen entspricht und uns zufrieden macht. Neben den sichtbaren Entwicklungen der handelnden Personen gibt es lange und schmerzhafte innere Monologe der Selbstreflexionen und Lebensbetrachtungen, die dem Roman eine faszinierende Intensität verleihen. Die Konzentration auf nur wenige Personen macht die Handlung zu einer Art Kammerspiel und die abgeschiedene Bergwelt gibt ihr eine Atmosphäre der Entrücktheit und damit sehr viel Raum für die innerern Entwicklungen der Menschen, die dort ihr Zuhause haben zwischen Himmel und Erde. In dieser hermetischen, fast unzugänglichen Welt ist die Natur stets präsent, ist viel mehr als nur Kulisse, sondern spiegelt die Substanz der menschlichen Erfahrungen und Wahrnehmungen wider. Es ist wunderschön und eine besondere Erfahrung, in diese schwebende, entrückte Welt einzutauchen und die Menschen dort zu erleben.


    :buchtipp:

  • Auch von mir vielen Dank für diese Runde und die tolle Begleitung. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

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    Filomena hat etwas erlebt, das ihr den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Sie hat sich nach Südtirol in die Berge zurückgezogen, da sie nicht mehr unter Menschen sein kann und Albträume und Panikattacken hat. Nur zu der Familie Gasser hat sie Kontakt. Dann erhält der Forstwirt Mika den Auftrag, sich oben auf dem Berg um den Sturmbruch zu kümmern. Vom Hof der Gassers geht es mit dem Wagen nicht weiter, daher muss Fillys Esel Cleopatra den Transport auf den Berg übernehmen. Dort oben in der Einsamkeit trifft Mika auf ein kleines Paradies und auf eine junge Frau, die etwas eigenwillig ist.


    Mika fühlt sich von der jungen Frau angezogen. Immer wieder zieht es ihn auf den Berg. Aber auch Filomena fühlt sich seltsamerweise in der Gesellschaft Mikas wohl. Wenn die beiden wüssten, dass Meggi Gasser und Bruder Ruben im Hintergrund einige Fäden gezogen haben.


    Zunächst begreift Mika nicht, was mit der jungen Frau los ist, die niemanden in ihre Nähe lässt. Doch Mika ist ein ruhiger Mensch, der sich nicht aufdrängt. Aber er sucht immer wieder den Kontakt zu Filomena. Wird es ihm gelingen, Filomena aus ihrer Isolation herauszuholen und ihr wieder Freude am Leben zu geben? Wird sie statt der dunklen Schatten wieder Farbe in ihrem Leben haben?


    Filomena ist eine sympathische junge Frau, die trotz allem humorvoll ist. Das Schicksal hat ihr übel mitgespielt und es kostet sie wahnsinnig Kraft, überhaupt mit anderen Menschen zu reden. Auch Mika hat sein Päckchen zu tragen. Er ist ein ruhiger und sehr geduldiger Mensch, der immer wieder versucht Filomena zu helfen.


    Aber auch die resolute und unangepasste Meggi ist mir sympathisch. Ihre Dialoge mit Bruder Ruben sind sehr unterhaltsam. Meggi und Ruben wolle Filly helfen und haben ein wenig Schicksal gespielt. Gut gefallen hat mir „Kirschauge“ Dana. Das kleine Mädchen scheint so stark und hat trotzdem ihre Schwächen.


    Dieser Roman hat mich sehr berührt. Ich habe mit Filomena und Mika mitgelitten. So viele Menschen leiden unter Angst und Panik und man sollte das nicht alleine mit sich ausmachen müssen. Wie sehr Filly gelitten hat, wie sehr sie eigentlich auf Menschen zugehen will und wieviel Kraft es sie kostet, konnte man sehr gut miterleben.


    Auch wenn es traurige Momente in diesem Buch gibt, so überwiegt doch die hoffnungsvolle Stimmung. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

  • Mit Menschen leben

    Das ist für uns alle ganz natürlich, denn der Mensch ist nicht gern allein. Jedenfalls nicht dauerhaft. Normalerweise ist es so. Warum also lebt Filomena, eine junge, aktive Frau, zurückgezogen in der Südtiroler Bergwelt? In einem ganz besonderen Gebäude, inmitten eines wunderschönen Gartens, aber eben vollkommen allein? Sie wirkt doch so normal, ja, zeitweise sogar sprühend vor Leben!


    Forstwirt Mika begegnet ihr im Rahmen eines Dienstleistungsauftrags und ist sofort fasziniert von der ebenso schönen wie charismatischen Frau.


    Wozu dann diese Menschen um sie herum, die sie schützen, die quasi einen Ring ums sie bilden? Dazu gehört die unweit lebende Familie Gasser, besonders deren Seniorin Meggi, eine sehr intensive, ja teilweise offensive und ausgesprochen lebenslustig scheinende Person. Und ein Geistlicher, der immer mal wieder auftaucht. Sehr geheimnisvoll, das alles.


    Mika bleibt am Ball und lernt Filomena Schritt für Schritt näher kennen und verliebt sich in diese ganz besondere Frau. Doch immer wieder gibt es Rückschläge, die junge Frau leidet an Platzangst. Das kann aber doch nicht alles sein - er selbst ist , obwohl ja als Forstwirt unterwegs, auch mit einer Phobie geschlagen, nämlich mit der Höhenangst. Das kann doch wohl nicht alles sein!


    Sehr, sehr langsam, ja schrittweise lernt er Filomena näher kennen, lässt sie sich mehr und mehr auf ihn ein, vertraut ihm, soweit möglich. Diesem hünenhaften Mann, der ihr so sehr entgegenkommt, die Hand reicht, wie sonst keiner! Und dann kommt es aufgrund der unterschiedlichen Interpretation einer Situation, eines Sachverhalts doch zu einem Bruch.

    Noa C. Walker beschreibt das Südtiroler Setting in einer eindringlichen, farbenfrohen, prallen Darstellung, so das ich als Leserin beinahe neidisch wurde auf die Lebensbedingungen von Filomena - aber eben nur fast. Denn das Päckchen, das sie auf ihrem Lebensweg tragen muss, ist keins. Es ist vielmehr ein riesiges Paket, so groß, dass es sie zu erdrücken droht, ohne dass ihr jemand helfen könnte. Dass es im Leben immer einen Weg gibt, der weiterführt und bei dem nicht nur die Liebe und die Wertschätzung anderer Menschen, sondern auch die Kraft, die man durch die Liebe Gottes (wie immer man diesen auch nennen mag) erfährt, eine tragende Rolle spielen - das lernt nicht nur Filomena, sondern auch Mika.


    Ein schönes und kluges Buch, bei dem es wie immer bei Noa C. Walker um Menschlichkeit in ihren unterschiedlichen Facetten geht, vor allem ums Vertrauen, aber auch um das Wertschätzen dessen, was - und vor allem auch wen - man um sich hat. Ein warmherziges, stimmiges Buch mit kraftvollen Elementen und wunderschönen Naturerlebnissen.


    Wer etwas für den Geist, für die Seele sucht, wer in der Stimmung für etwas besonders Stimmungsvolles ist und keine Angst davor hat, auch mal eine Träne zu verdrücken, der wird von diesem Buch, von seiner Warmherzigkeit und Kraft, sicher nicht enttäuscht sein! Ich jedenfalls empfehle es von ganzem Herzen!

  • Auch ich möchte mich herzlich für diese tolle Leserunde bedanken! Bei meinen Mitleserinnen und vor allem bei dir, Noa-Elisabeth! Das Buch hat mir sehr gut gefallen und mich berührt.

    Hier nun meine Rezi:

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    Aus schwarz-weiß wird bunt


    Inhalt:

    Nach einem traumatischen Erlebnis leidet Filomena an massiven Angststörungen. Deshalb lebt sie zurückgezogen auf einem einsamen Gehöft in Südtirol. Sie hat nur zu den allernächsten Nachbarn Kontakt. Die sind es auch, die ihr - nicht ganz ohne Hintergedanken - Mika für die anfallenden Gartenarbeiten schicken. Er ist von Filomena sehr angetan, was auf Gegenseitigkeit beruht. Wird es ihm gelingen, ihr zurück ins Leben zu helfen?


    Meine Meinung:

    Noa C. Walker alias Elisabeth Büchle ist wieder ein wunderschöner, gefühlvoller Liebesroman gelungen. Wie schon bei „Du, ich und die Farben des Lebens“ spielen auch hier Farben eine wichtige Rolle. Filomenas Leben ändert sich ganz allmählich von schwarz-weiß in Richtung bunt.

    Filly hat Angst vor allem und jedem. Sehr beeindruckend und einfühlsam beschreibt die Autorin die langsame Heilung. Ich konnte mich in Filomena gut hineinversetzen, habe mit ihr gelitten, gelacht und geweint. Aber auch die anderen Protagonisten sind wunderbar authentisch und liebevoll gezeichnet. Mika, der selbst an einer Phobie leidet, ist ein toller Mensch, der Filly genau auf die richtige Weise begegnet. Margerita, eine toughe alte Dame mit turbulenter Vergangenheit, hat ein bisschen die Fäden in der Hand. Ihre resolute aber liebevolle Art macht sie sehr sympathisch.

    Die Südtiroler Bergwelt, die ich schon viele Jahre kenne, ist sehr anschaulich beschrieben, man könnte Filomena glatt um ihre Wohnsituation beneiden, würde man nicht die Hintergründe kennen.

    Ich habe das Lesen dieser ruhigen, tiefsinnigen Geschichte wirklich genossen. Normalerweise bin ich eher der Krimi-Action-Typ. Aber dieses warmherzige, unaufgeregte und entspannende Buch hat mich rundum begeistert. Es wird deutlich, dass es im Leben, auch in scheinbar aussichtslosen Situationen, immer einen Weg gibt, der weiterführt. Die Kraft dazu bekommen wir sowohl durch die Wertschätzung und Freundschaft unserer Mitmenschen, als auch durch die Liebe Gottes.


    Fazit:

    Ein berührendes Buch, das der Seele gut tut. Unbedingt zu empfehlen!

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    Streuliste:

    Amazon

    Literaturschock-Forum

    buecher.de

    Leserkanone

    Hugendubel

    Weltbild


    Auf der Literaturschock-Hauptseite erscheint die Rezi natürlich auch, sobald das Buch da gelistet ist.

    Edit:

    Literaturschock

  • Wenn das Leben Dir Angst macht


    Ein Auftrag führt Mika in die Berge, hoch über Meran, um dort Sturmschäden an den Bäumen rund um eine alte Kapelle des Jakobswegs zu beseitigen. Sein Einsatzort ist nur zu Fuß zu erreichen, sein Werkzeug trägt eine Eselin und der Aufstieg ist mühsam. Seiner Meinung nach kann es sich bei der Auftraggeberin nur um eine ältere, alleinlebende Dame handeln, denn wer sonst lebt so weit abgeschieden, außerhalb jedweder Zivilisation? Vor Ort trifft er jedoch auf eine junge Frau, die ungefähr in seinem Alter ist.


    Vor 10 Jahren hat Filomena sich an diesen Ort der Einsamkeit und Stille zurückgezogen. Schon der Gedanke an fremde Menschen bereitet ihr Unwohlsein und ihr Körper reagiert mit extremen Panikattacken. Einzig mit Familie Gassner und dem Priester hat sie Kontakt. Erstaunlicherweise kann sie auch Mika ganz gut in ihrer Nähe ertragen und dieser fühlt sich ebenfalls in Fillys Nähe sehr wohl, was zur Folge hat, dass sie auch nach Abschluss des Arbeitseinsatzes von Mika Zeit miteinander verbringen.


    Ist Mika der richtige Mann, um Filomena wieder ins Leben zurück zu führen?

    Denn eigentlich möchte sie doch genau das tun – leben!


    „Die Farben meines Herzens“ ist mein 3. Buch von Noa C. Walker und, wie schon „Du, ich und die Farben des Lebens“ und „Der Tanz unseres Lebens“, hat es mich wieder einmal sehr berührt und auch nach dem Lesen des letzten Satzes noch lange nicht losgelassen.


    „Es gibt Momente im Leben, da steht die Welt für einen Augenblick still und wenn sie sich dann weiterdreht, ist nichts mehr, wie es war.“


    Filomena hat etwas erlebt, das jeden von uns – ausnahmslos jeden von uns – verändern würde. Im Anschluss an dieses traumatisierende Erlebnis musste sie dann leider auch noch erfahren, wie wichtige Menschen in ihrem Umfeld sich verhalten, wenn sie auf bestimmte Situationen mit Angst oder gar Panik reagierte, wenn ihr Körper sie immer wieder in die Knie zwang. Das alles zusammen, äußert sich in einer ausgewachsenen Sozial-Phobie.


    Noa C. Walker spricht in diesem Buch ein Thema an, welches in unserer Gesellschaft noch immer tabuisiert wird. Obwohl wir so modern und aufgeschlossen sind, sind Angststörungen/Phobien etwas, über das man am besten nur hinter vorgehaltener Hand oder besser gar nicht spricht. Wenn wir, jeder für sich, in uns hineinhören, dann leidet fast jeder an irgend einer Art von Angst: Angst vor Spinnen/Krabbeltieren, Angst vor geschlossenen Räumen (Aufzügen), Höhenangst …… meine Nachbarin z. B. hat eine ausgeprägte Angst zu fallen.


    Die Charaktere wurden von Noa C. Walker authentisch, vor allen Dingen aber liebevoll angelegt. Es gibt nicht sehr viele Akteure, aber jeder einzelne ist wichtig für die Geschichte.


    Als Leser kann ich die Zerrissenheit fühlen, die Filomena fühlt – sie würde gerne ein ganz normales Leben leben, aber ihr Körper lässt sie nicht. Die Angst, wenn wieder eine Panikattacke im Anrollen ist, ihr Verstecken, damit niemand sie in diesem Zustand sieht, die Unsicherheit im Umgang mit fremden Menschen. Andererseits jedoch die liebevolle Fürsorge, die sie den Gassner-Kindern zukommen lässt. Als sie feststellt, dass sie Mika sehr gerne in ihrer Nähe hat, fängt sie langsam an sich zu öffnen und redet mit Mika über das, was passiert ist und was das mit ihr gemacht hat. Ganz langsam, Stück für Stück, stellt sie sich verschiedenen Situationen.


    Mika ist selbst nicht frei von Ängsten, er leidet unter Höhenangst. Vielleicht ist das der Grund, warum er sich so schnell in Filomena einfühlen kann. Er wird liebevoll mit den Attributen „bewegt sich wie eine Schnecke“ und „denkt so langam wie ein Faultier“ beschrieben. Wahrscheinlich sind aber genau das seine Stärken – Mika ist bedächtig, einfühlsam und punktet durch seine unglaubliche Ruhe in bestimmten Situationen. Einen besseren Mann könnte Filly nicht an ihrer Seite haben. Es gibt da eine Szene in einem Schuhgeschäft, die mich wirklich sehr tief berührt hat. Manchmal muss man einfach nur jemanden haben, an den man sich vertrauensvoll anlehnen kann – wortlos.


    Dass Großmutter Gassner und Bruder Rubens, die seit Jahren befreundet sind, bei der ganzen Geschichte ein klein wenig die Fäden in der Hand halten, bekommt der Leser durch die Dialoge der Beiden offenbart.


    Die Stellen, in denen die Autorin die Südtiroler Landschaft beschreibt, lassen ein grandioses Bild vor meinen Augen entstehen. Filomena muss in einem wahren Paradies leben.


    Ein sehr bewegendes Buch, das einen realen Hintergrund mit einer fiktiven Geschichte verschmelzen lässt. Das Ereignis, das Filomena verändert hat, beruht auf einer wahren Begebenheit. Die Autorin versteht es hervorragend mit ihren leisen und unaufdringlichen Geschichten den Leser zu berühren und zum Nachdenken anzuregen. In mir klingen diese Bücher immer noch eine ganze Zeit lang nach.


    Die Rezension wird noch auf diversen Plattformen gestreut und die Links reiche ich nach.


    https://www.lesejury.de/noa-c-…1&tab=reviews&s=2#reviews


    http://wasliestdu.de/rezension…das-leben-dir-angst-macht


    https://www.lovelybooks.de/aut…8-w/rezension/1640881748/


    https://www.amazon.de/review/R…66412761_cm_rv_eml_rv0_rv


    https://literaturschock.de/lit…ostID=1019314#post1019314

  • Auch ich möchte mich ganz herzlich bei Noa und allen Mitleserinnen für diese wunderschöne Leserunde bedanken.

    Hier nun meine Rezension:



    Die Farben des Lebens


    Im Leben eines jeden Menschen gibt es schöne und nicht so schöne Momente oder Erlebnisse.

    Oft genug wird davon gesprochen, dass es dunkel wurde in der Seele eines Menschen, oder das die Seele leuchtet.


    Noa C. Walker hat die vielen Eindrücke und Erlebnisse, die ein Mensch durchlebt, sogar noch feiner differenziert, indem sie die Gefühle mit vielen verschiedenen Farben und Bildern beschrieben hat.


    Filly ist noch sehr jung als ein furchtbares Erlebnis ihre Seele verletzt und ihr Psyche zusammen bricht. Sie kann sich gegen diese Gefühle nicht wehren, die über sie hereinbrechen, wie ein furchtbares Unwetter.

    Weil Filly sich selbst kaum verstehen kann und ihre Gefühle kaum beherrschen kann, zieht sie sich in die Abgeschiedenheit der Berge zurück.


    Lange lebt sie einsam dort und traut sich kaum von ihrem Berg herunter.


    Jedoch spürt sie auch, dass sie diese Einsamkeit auf Dauer nicht haben will und beginnt zu kämpfen.

    Es ist ein langer und schwerer Kampf, mit kleinen Erfolgen, aber auch mit massiven Rückschlägen.

    Da Filly Künstlerin ist, sieht sie ihre Gefühle, ihre Erfolge und Niederlagen wie Bilder, die sie mit Farben gestaltet.


    Sehr feinfühlig und sehr realistisch beschreibt die Autorin, wieviel Mut und Selbstdisziplin Filly aufbringen muss, um sich Schritt für Schritt in ein normales Leben zurück zu kämpfen.

    Bei all` diesen Beschreibungen der kleinen Schritte, vergisst Noa C. Walkers aber auch nicht immer wieder humorvolle Szenen und Dialoge in die Handlung mit einfließen zu lassen.


    Die Palette der Farben ist genauso bunt, wie die Charakter der Personen in diesem Buch. Die Anzahl der Personen in der Handlung ist gut überschaubar und reicht von recht schrägem, aber sehr sympathischen Charakter, bis hin zum gemütlichen und ruhigem, sowie auch tiefsinnigen beziehungsweise philosophischen Charakter.


    Diese super Mischung der Charakter, dazu die wundervollen Beschreibungen der Natur und Farben, machen dieses Buch zu einem Lesegenuss der besonderen Art.

    Der Leser wird förmlich in eine Welt der Ruhe und Farben entführt, darf mit Filly lachen, leiden und lieben.

    Gleichzeitig baut sich jedoch eine sehr angenehme Spannung auf, denn man möchte doch wissen, was Filly widerfahren ist und ob sie es jemals schaffen wird ein normales Leben zu führen.


    Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der mal den hektischen Alltag vergessen will und in eine zauberhafte Welt, mit einer sehr tiefsinnigen Handlung, eintauchen möchte.

    Auch wenn man am Ende das Buch zuklappt, wirken die Handlung und die Gefühle, die man beim lesen erlebt hatte, noch lange nach.


    Die Rezension erscheint noch auf folgenden Internet Seiten:


    Amazon


    Buchrebellin

  • Vielen lieben Dank für eure rege Teilnahme an der Leserunde. Dafür, dass ihr mich an euren Gedanken und Empfindungen habt teilnehmen lassen und mir auch ganz offen geschrieben habt, wo euch etwas "fehlt" ...

    Ich freue mich unbändig über eure wunderschönen Rezensionen und bin glücklich, das die kleine Geschichte doch so viel Anklang bei euch gefunden hat.

    Danke für diese wieder mal sehr angenehme Leserunde.

    Noa-Elisabeth :)

  • Liebe Elisabeth,


    wir haben Dir zu danken - für ein berührendes Buch und Deine Zeit, die Du aufgewandt hast, um uns bei dieser Runde zu begleiten.

    Ich hoffe, wir sehen uns zu einem neuen Buch von Dir - Noa C. Walker - hier wieder.


    Bis dahin wünsche ich Dir eine gute Zeit, viele kreative Momente und schöne Erlebnisse.