04 - Kapitel 9 bis 11 (Seite 179 bis 231)

Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • In der Situation hat mich Hermann Mahnsteinsehr positiv überrascht, der, obwohl er nichts mit seiner Tochtergroßartig zu tun haben möchte, sich dann doch für Hedwig einsetzt.

    Hermann Mahnstein ist zwar ein herrschsüchtiger, harter Mann, der auch dem Alkohol zu viel zuspricht, er ist aber nicht dumm. Das ist wohl seiner früheren Tätigkeit als preußischer Polizist geschuldet, dass er Zusammenhänge erkennt. Obwohl sein Sohn Karl Einfluss in der örtlichen Politik hatte, blieb Hermann ein einfacher Schreiber im Rathaus. Das hatte seine Gründe: Hermann lehnte sich zwar sich öffentlich gegen die Nazis auf, auch, um sich und die Familie zu schützen, verbarg aber nicht seine Ablehnung. Auch deswegen suchte er wohl Trost im Alkohol ...

    Always look on the bright side of life ...

  • In der Situation hat mich Hermann Mahnsteinsehr positiv überrascht, der, obwohl er nichts mit seiner Tochtergroßartig zu tun haben möchte, sich dann doch für Hedwig einsetzt.

    Hermann Mahnstein ist zwar ein herrschsüchtiger, harter Mann, der auch dem Alkohol zu viel zuspricht, er ist aber nicht dumm. Das ist wohl seiner früheren Tätigkeit als preußischer Polizist geschuldet, dass er Zusammenhänge erkennt. Obwohl sein Sohn Karl Einfluss in der örtlichen Politik hatte, blieb Hermann ein einfacher Schreiber im Rathaus. Das hatte seine Gründe: Hermann lehnte sich zwar sich öffentlich gegen die Nazis auf, auch, um sich und die Familie zu schützen, verbarg aber nicht seine Ablehnung. Auch deswegen suchte er wohl Trost im Alkohol ...

    So hätte ich das garnicht gesehen. Dann ist er fast eine tragische Figur. Ich dachte, eher, er ist ein "Kinder gehören zur Mutter" -Verfechter

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Das stimmt. Als sie später zurück kommt und man sie fragt, wo sie diese eine Nacht war, habe ich auch kurz gestutzt und gedacht: Huch, war das nur eine Nacht?

    Hedwig fährt am frühen Morgen mit den Zug von Sensburg nach Allenstein, von dort ging ein durchgehender Zug nach Berlin. Nach dem Vorfall im Adlon wartet sie am Bahnhof, bis am Morgen der erste Zug wieder nach Allenstein geht. Dort hat sie Glück, gleich den Anschlusszug nach Sensburg zu bekommen.

    Es ist schwierig, die damaligen Verbindungen, besonders mit den Fahrzeiten, heute zu recherchieren. Diese Beschreibung stammt aber von jemanden, der genau diese Fahrt gemacht hat, so habe ich mich auf deren Schilderung verlassen.

    Genauso hatte ich das auch verstanden und erstmal Hut ab für die Recherchearbeit! Es war eher darauf gemünzt, dass so viel passiert in dieser einen Nacht, dass mir die arme Hedwig wirklich Leid tut! :)

  • Wo ich im anderen Abschnitt gerade nochmal über Hedis Vater geschimpft habe, muss ich ihn hier mal lobend erwähnen. Er setzt sich für Hedi ein und agiert gegen seinen Sohn, damit die Kinder bei ihr bleiben. Sicherlich nicht ganz uneigennützig, aber ich mag es, wenn Personen dennoch nicht durch die Bank weg schlecht geschildert werden. Karl ist für mich ebenso ein Beispiel. Er ist zwar ein knallharter Nazi, aber dennoch setzt er bei der Bank ein gutes Wort für Hedwig ein, damit sie ihren Kredit kriegt, auch ohne dass Hedwig in die Partei eintritt.

    Leider fällt Johanna gar nicht in dieses Raster und ist mir stellenweise schon zu einseitig unsympathisch dargestellt.

    Das empfinde ich genau wie du - einseitige Charaktere wirken schnell langweilig und unglaubwürdig, sei es im Positiven wie im Negativen. Hermann Mahnstein können wir aus seiner Zeit heraus verstehen und dann relativiert sich sein Verhalten. Er ist auf der einen Seite der autoritäre Vater, der Zuhause das Sagen hat und keiner sonst, aber er zeigt auch Verantwortung für seine Familie, besonders wenn es um Ungerechtigkeiten geht. Ebenso Karl, der zwar schon sehr früh Sympathien für die Ideologie der Nazis erkennen ließ, aber dennoch nicht dumm ist und im Laufe der Jahre eine differenziertere Meinung entwickelt, was durchaus für ihn spricht. Auch Paul ist so ein widersprüchlicher Charkter, er scheint sich den Ansichten seiner Frau völlig zu unterwerfen, aber hin und wieder blitzt doch ein gewisser Humor und ein tieferes Verständnis für die Konflikte innerhalb der Familie bei ihm auf. Nur Johanna wirkt durch und durch unsympathisch, selbstgerecht und starrsinnig, wie sie an ihrem Weltbild festhält und ihren Sohn vergöttert, während sie kein gutes Wort für Hedwig hat, die nur kritisiert und ausgenutzt wird. Auch Albert hat mehr Facetten, er ist nicht nur der selbstverliebte Egomane, der seine Familie im Stich lässt und seine Frau hintergeht, wenn sein Verhalten in Berlin auch völlig indiskutabel ist. Hedwig`s Ausflug in die Hauptstadt war für mich eine schöne Abwechslung zu ihrem Alltag in Sensburg, auch wenn er für sie alles andere als erfreulich geendet hat. Auch ihre Begegnungen mit Hans Albers und Heinz Rühmann haben mir gut gefallen - zwei Schauspiellegenden, meine Oma hat immer von ihnen geschwärmt. Sie benehmen sich auch wie richtige Gentlemen Hedwig gegenüber und dazu die elegante, leicht dekadente Atmosphäre im Adlon, das war ein sehr gelungener Abschnitt, ganz großes Kino...:)

  • Tatsache ist, dass Rühmann dann zum "Aushängeschild" der Nazi im deutschen Film und zum beliebtesten deutschen Schauspieler wurde. Er drehte drei bis vier Filme pro Jahr, die alle Kassenschlager waren. Die Filme waren allesamt lockere, leichte und lustige Unterhaltung - auch, um das Volk vom Krieg abzulenken und zumindest für eine oder zwei Stunden auf andere Gedanken zu bringen.

    Ja, das habe ich beim Googeln auch erfahren, alles ein wenig zwiespältig, aber wir waren damals auch nicht in der Situation, daher kann man später immer leicht reden.

    Ich muss gestehen, nachdem mir richtig bewusst wurde, wann "Die Feuerzangenbowle" gedreht wurde, suche ich in dem Film immer nach Hinweise aus die Selbstbeweihräucherung der Nazis - so unbeschwert wie früher kann ich den Film nicht mehr ansehen, was eigentlich schade ist.


    Wobei er wohl zuerst gar nicht hätte ausgestrahlt werden sollen, weil die Lehrer darin zu schlecht wegkamen, aber ausgerechnet Göring hat sich dann bei Hitler mit einer privaten Vorführung durchsetzen können.


    Hermann Mahnstein ist zwar ein herrschsüchtiger, harter Mann, der auch dem Alkohol zu viel zuspricht, er ist aber nicht dumm. Das ist wohl seiner früheren Tätigkeit als preußischer Polizist geschuldet, dass er Zusammenhänge erkennt. Obwohl sein Sohn Karl Einfluss in der örtlichen Politik hatte, blieb Hermann ein einfacher Schreiber im Rathaus. Das hatte seine Gründe: Hermann lehnte sich zwar sich öffentlich gegen die Nazis auf, auch, um sich und die Familie zu schützen, verbarg aber nicht seine Ablehnung. Auch deswegen suchte er wohl Trost im Alkohol ...

    Und genau das macht ihn zu einer sehr interessanten Figur, weil er überhaupt nicht einseitig ist, sondern mich als Leser immer wieder überraschen kann.

    Und das gilt auch für die anderen Charaktere in diesem wunderbaren Roman.

  • Ohje, Hedwig ihr unangemeldeter Besuch in Berlin bei Albert ist ordentlich in die Hose gegangen. Erst die Aussage der Vermieterin von Albert seiner " ehemaligen " Wohnung, und dann der Hammer. Hat sie zuerst noch die nette Bekanntschaften mit Hans Albers und Heinz Rühmann machen können, so muss sie eine ihrer bittersten Erfahrungen machen. Zu ahnen, dass der Ehemann fremd geht und die Gewissheit zu erlangen, ist ein grosser Unterschied. Albert hält es nicht für nötig Hedwig einzuladen, nein er hat auch noch eine Frau an der Seite die er als die seine ausgibt. Und die holde Dame.....na der hätte ich aber etwas erzählt..... Ich hätte die Bombe platzen lassen und hätte die Beiden lauthals vor aller Welt bloß gestellt.

    Als sie Göbbels noch beschimpft, in ihrem Ärger über Albert, musste ich einmal kurz schmunzeln.

    Aber nun endlich hat sie einen Entschluss gefasst, den sie in aller Konsequenz durchgezogen hat. Ihr hat wenigsten ein wenig Glück in die Hände gespielt, wenn auch mit einem traurigen Hintergrund. Der Buchhändler hat ebenfalls mit seiner Frau die Stadt verlassen.

    Gefallen hat mir, dass sie ihrem Vorsatz, nicht in die Partei einzutreten, nur um einen Kredit zu bekommen, treu geblieben ist. Ich kann aber aus eigenen Erfahrungen sprechen, welche Steine einem in den Weg gelegt werden können, wenn man einem Parteibeitritt verweigert. Ich habe ja schon mal berichtet, dass ich in den achtziger Jahren als Zivilbeschäftigte bei der NVA als Köchin in der Offiziersküche gearbeitet habe. Als ich meinen Meister machen wollte, hat man mir nahe gelegt einen Dienst als Unteroffizierin für drei Jahre zu absolvieren, mit Parteieintritt natürlich. Als ich dem nicht zugestimmt habe, war es das mit meinem Meister dann auch. Ich bin aber auch nicht weich geworden, da ich die Überzeugung hatte, die Leistungen auch ohne Uniform erbringen zu können.


    Karl hat wohl doch noch einen Funken Familiensinn und hat es geschafft einen Kredit für Hedwig zu besorgen. Die Worte die er ihr jedoch bei dem Gespräch gesagt hat, machen mir echt Angst. Wird er soweit gehen und seine eigene Schwester denunzieren? Ich denke ja.

    Wieder eine Genugtuung habe ich gehabt, als Hedwig zuvor ihren Schwiegereltern die Meinung gesagt hat und sich nicht einschüchtern ließ. An dem Kanten können die adligen Herrschaften erst einmal rum kauen. Sie hätten liebevoller und netter mit Hedwig umgehen sollen;)

    Und eine solche Drohung auszusprechen.....ich werde dafür sorgen, dass dir die Kinder weggenommen werden....., hätte mich auch nur noch mehr in meinem Entschluss bestärkt. So wie bei Hedwig.

    Luise ist mir eine der liebsten Schwestern von Hedwig, sie sind wie beste Freundinnen, die sich aufeinander verlassen können.

    Ach, das sie das " von" auf ihrem Schild weg gelassen hat, finde ich super. Von einem " von" wird man eh nicht satt.

    Und das wichtigste, Werner und Grete geht es gut. Das Grete nicht nach den Großeltern in Kahlenwald fragt, zeigt wie unwohl sie sich dort gefühlt haben muss.


    Grete hat neue Freundinnen, Inge und Else. Wobei es sich bei Inge wohl um die aus dem Prolog handelt. Ich bin immer wieder aufs neue entsetzt, nicht einmal Kinder durften miteinander spielen, wenn sie nicht arisch gewesen sind. Ja, wie erklärt man das einem Kind, wie schrecklich. Hedwig ihre Kurzschluss Reaktion, als Werner aufsässig geworden ist, oh je. Sie haut ihm eine runter und Werner petzt es gleich seinem Onkel Karl, was seine Mutter über die ganze Sache denkt. Und prompt steht Karl in der Tür. Wie immer hat er ihr eine Standpauke gehalten. Was mich richtig überrascht hat, sie bekam Unterstützung von ihrem Vater. Das macht ihn mir ein Minimum sympathischer.

    Und als Werner unter Tränen sagt er möchte doch bei ihr bleiben war ich berührt. Wie soll er das auch alles verstehen, was da vor sich geht.

    Nun konnte Hedwig nicht anders, sie musste ebenfalls in die NSDAP eintreten. Ein hoher Preis aber für ihre Sicherheit natürlich das Beste. Aber Karl wird immer gefährlicher, sie muss auf der Hut sein.


    Ja und dann kam Albert. Ich habe es kommen sehen, bei seinen Höhenflügen bei der UFA und sein unendlicher Alkoholkonsum. Das konnte auf Dauer nicht gut gehen. Nun hat er Herwig Vorhaltungen gemacht und verlangt, dass sie und die Kinder sofort mit ihm nach Kahlenwald gehen. Hallo, geht's noch? Was glaubt er, Hedwig schmeißt alles wieder hin? Wie erbärmlich, nun darum zu betteln, sie solle es noch einmal mit ihm versuchen.


    Mir fällt gerade noch etwas ein, Grete wird auf ihre dunklen Haaren und Augen angesprochen. Das stimmt einen traurig, wie Menschen auf ihr Äußeres reduziert wurden und leider heute noch werden.

  • In der Situation hat mich Hermann Mahnsteinsehr positiv überrascht, der, obwohl er nichts mit seiner Tochtergroßartig zu tun haben möchte, sich dann doch für Hedwig einsetzt.

    Hermann Mahnstein ist zwar ein herrschsüchtiger, harter Mann, der auch dem Alkohol zu viel zuspricht, er ist aber nicht dumm. Das ist wohl seiner früheren Tätigkeit als preußischer Polizist geschuldet, dass er Zusammenhänge erkennt. Obwohl sein Sohn Karl Einfluss in der örtlichen Politik hatte, blieb Hermann ein einfacher Schreiber im Rathaus. Das hatte seine Gründe: Hermann lehnte sich zwar sich öffentlich gegen die Nazis auf, auch, um sich und die Familie zu schützen, verbarg aber nicht seine Ablehnung. Auch deswegen suchte er wohl Trost im Alkohol ...

    Ich fand es sehr mutig von Hermann Mahnstein, sich in diese Angelegenheit einzumischen. Aber ist es nicht traurig, Trost im Alkohol zu suchen? Hedwig hatte es verstanden, zwar nicht für gut befunden, aber sie wusste warum er in die Kneipe ging. Er hat seinen Dienst mit Stolz erfüllt und würde dann degradiert zu einer Arbeit die ihn nicht erfüllte.

  • Schließlich tritt Hedwig doch der Partei bei, damit endlich Ruhe einkehrt.

    Kann man diesen Schritt Hedwigs verstehen? Von Anfang an war sie gegen Hitler und seine Politik, erkannte, dass da nichts Gutes auf die Deutschen zukommt, und jetzt tritt sie trotzdem der Partei bei. Sie tat es, um ihre Kinder zu schützen, hat also resigniert und musste einsehen, dass sie allein zu schwach ist, um gegen das Regime anzukämpfen ...

    So, wie Hedwig, handelten früher viele Menschen. Im Herzen waren sie keine Nationalsozialisten, oft war es aber nötig, Mitglied der Partei zu werden, um sich selbst und seine Lieben zu schützen.

    Ich kann es verstehen, wahrscheinlich hätten wir die Kinder haben, oder die die andere Familienmitglieder schützen wollten, genauso gehandelt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie als Parteimitglied aktiv wird. Sie tat es um Ruhe zu haben und für das Wohl von Werner und Grete zu sorgen.

  • Tragisch finde ich, dass die Rosenbaums bei Nacht und Nebel nach Norwegen fliehen, aber das hat denen wohl das Leben gerettet.

    Mich würde interessieren ob es den Wichmanns und Rosenbaum in Dänemark und Norwegen gut ergangen ist. Schließlich wurden auch diese Länder von den Deutschen besetzt.

  • Tragisch finde ich, dass die Rosenbaums bei Nacht und Nebel nach Norwegen fliehen, aber das hat denen wohl das Leben gerettet.

    Mich würde interessieren ob es den Wichmanns und Rosenbaum in Dänemark und Norwegen gut ergangen ist. Schließlich wurden auch diese Länder von den Deutschen besetzt.

    Das würde mich auch interessieren!

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Als sie Göbbels noch beschimpft, in ihrem Ärger über Albert, musste ich einmal kurz schmunzeln.

    Nachdem klar war, dass der Zusammenstoß keine Folgen für Hedwig hatte, musste ich auch schmunzeln.


    Als ich meinen Meister machen wollte, hat man mir nahe gelegt einen Dienst als Unteroffizierin für drei Jahre zu absolvieren, mit Parteieintritt natürlich. Als ich dem nicht zugestimmt habe, war es das mit meinem Meister dann auch. Ich bin aber auch nicht weich geworden, da ich die Überzeugung hatte, die Leistungen auch ohne Uniform erbringen zu können.

    Es ist echt unglaublich. Toll, dass du standhaft geblieben bist.


    Wird er soweit gehen und seine eigene Schwester denunzieren? Ich denke ja.

    Ich würde auch nicht meine Hand für Karl ins Feuer legen, dass er sie nicht denunziert.


    Wobei es sich bei Inge wohl um die aus dem Prolog handelt.

    Davon gehe ich auch aus.


    Und als Werner unter Tränen sagt er möchte doch bei ihr bleiben war ich berührt. Wie soll er das auch alles verstehen, was da vor sich geht.

    Hier merkt man, dass Werner wirklich noch ein Kind ist und wie du schreibst, das alles noch nicht verstehen und überschauen kann.


    Mich würde interessieren ob es den Wichmanns und Rosenbaum in Dänemark und Norwegen gut ergangen ist. Schließlich wurden auch diese Länder von den Deutschen besetzt.

    Ich muss auch immer wieder an die beiden Familien denken.

  • Ich habe ja schon mal berichtet, dass ich in den achtziger Jahren als Zivilbeschäftigte bei der NVA als Köchin in der Offiziersküche gearbeitet habe. Als ich meinen Meister machen wollte, hat man mir nahe gelegt einen Dienst als Unteroffizierin für drei Jahre zu absolvieren, mit Parteieintritt natürlich. Als ich dem nicht zugestimmt habe, war es das mit meinem Meister dann auch. Ich bin aber auch nicht weich geworden, da ich die Überzeugung hatte, die Leistungen auch ohne Uniform erbringen zu können.

    Dafür zolle ich Dir meinen ganz großen Respekt!!!

    Always look on the bright side of life ...

  • Der Besuch in Berlin brachte Hedi endlich die Klarheit, die sie schon die ganze Zeit ahnte. Dass sie Albert nicht glaubt, kann ich sehr gut nachvollziehen.


    Der Kurzauftritt von Hans Albers und Heinz Rühmann .. hach …<3


    Dass die Rosenbaums fliehen werden habe ich zum einen vermutet und auch gehofft. Sie waren sehr nett, nicht nur zu Hedi und ihren Kindern. Schade, dass es so kommen musste, aber es war abzusehen.


    Dann kam eine Stelle, an der ich fast nicht mehr weiterlesen wollte. Hedi hätte fast ihre beiden Kinder verloren. :oDa brauchte ich erst einmal eine längere Pause.


    Albert kehrt zurück, tja, der Alkohol, aber das wurde Hedi ja schon gesagt. Sich dann ins gemachte Nest setzen wollen, das treibt ihm Hedi gleich wieder aus. Immerhin hat sie hart gekämpft, um sich die Wohnung und den Laden aufbauen zu können. Wenigstens nimmt Albert sie vor Johanna ein wenig in Schutz.

  • Ich habe ja schon mal berichtet, dass ich in den achtziger Jahren als Zivilbeschäftigte bei der NVA als Köchin in der Offiziersküche gearbeitet habe. Als ich meinen Meister machen wollte, hat man mir nahe gelegt einen Dienst als Unteroffizierin für drei Jahre zu absolvieren, mit Parteieintritt natürlich. Als ich dem nicht zugestimmt habe, war es das mit meinem Meister dann auch. Ich bin aber auch nicht weich geworden, da ich die Überzeugung hatte, die Leistungen auch ohne Uniform erbringen zu können.

    Dafür zolle ich Dir meinen ganz großen Respekt!!!

    Leider gab es genug andere, denen nichts anderes übrig blieb. Viele junge Männer die nach dem Schulabschluss oder Abi einen speziellen Berufsweg einschlagen wollten, mussten sich für mindestens drei Jahre verpflichten. Im Nachhinein Frage ich mich, was hätte die Führung der DDR gemacht, wenn alle verweigert hätten. Wo wären dann die Fachkräfte her gekommen?

  • Im Nachhinein Frage ich mich, was hätte die Führung der DDR gemacht, wenn alle verweigert hätten. Wo wären dann die Fachkräfte her gekommen?

    Ja, dann hätte man vielleicht genügend Druck ausüben können, um tatsächlich etwas von unten zu verändern.

  • Ich war auch sehr froh, dass die Rosenbaums fliehen onnten. Weiß man eigentlich, was mit Horst Adomeit passiert ist?

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Wird nicht irgendwann erwähnt, dass er Familie hat? Aber ob er überlebt, flieht oder getötet wird, wird nicht erwähnt. Von vielen weiß man es sicherlich auch einfach nicht...

Anstehende Termine

  1. Freitag, 12. Oktober 2018 - Freitag, 26. Oktober 2018

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  2. Mittwoch, 17. Oktober 2018, 21:43 - Mittwoch, 31. Oktober 2018, 22:43

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  3. Freitag, 19. Oktober 2018 - Freitag, 2. November 2018

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  4. Freitag, 19. Oktober 2018 - Freitag, 2. November 2018

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