Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

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  • Eine Joggerin begegnet im Park einem schwer verletzten jungen Mann. Ehe er an seiner Kopfverletzt stirbt, flüstert er noch die Worte „toter Bauer“.


    Bertram nimmt die Ermittlungen auf, denn der Fundort ist nicht der Tatort. Was ist dem jungen Mann zugestoßen? Wo wurde er so heftig geschlagen, dass er kurze Zeit später daran stirbt und was meinte er mit „toter Bauer“?


    Alles deutet zunächst auf ein Eifersuchtsdrama hin, doch je tiefer Bertram gräbt, desto mehr vergrabene Geheimnisse kommen ans Licht….


    Bertram und Tenbrink ermitteln in ihrem zweiten Fall. Tenbrink ist allerdings nach einem Schädelbasisbruch noch krankgeschrieben und eigentlich gar nicht im Dienst. Dennoch hilft er mit und unterstützt, so gut er kann, denn leider behindern ihn immer noch ungeklärte Erinnerungslücken.


    Ich kenne den ersten Band noch nicht, kam aber schnell und gut in die Geschichte hinein und wurde auch schnell mit den Ermittlern warm. Die Vorgeschichte fehlt mir natürlich, jedoch wurde für die Handlung Wichtiges kurz angerissen, so dass ich keine Probleme mit dem zweiten Fall hatte. Der Autor hat einen angenehmen, flüssigen und fesselnden Schreibstil, wie ich ihn schon von früheren Werken kenne und schätze.


    Die Ermittlungen sind sehr stark von Lokalkolorit geprägt. So spielt die Handlung nahe der niederländischen Grenze, was dazu führt, dass man als Leser nicht nur mit Platt, sondern auch mit niederländischem Vokabular konfrontiert wird und Einblick in die beiden Mentalitäten und Eigenarten erhält.


    Die Geschichte ist spannend, verworren und man wird als Leser gefordert. Gerade wenn man die ganzen Protagonisten noch nicht kennt, muss man den Überblick behalten können und zudem die Verwicklungen des Falls überblicken.


    Der Fall selbst ist in sich abgeschlossen, jedoch lassen die letzten Zeilen darauf schließen, dass es ein Wiedersehen mit Bertram und Tenbrink geben wird.


    Fazit:

    Auch wenn ich die Vorgeschichte noch nicht kenne, kam ich gut mit diesem Fall zurecht und wurde nicht enttäuscht. Da die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielt, erhielt man als Leser immer nur kleine Puzzleteilchen, die sich nach und nach zu einem Ganzen zusammenfügten. Ein schöner Krimi mit viel Lokalkolorit, bei dem ich nun gespannt auf den dritten Teil warte.



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  • Komplexer Fall, locker geschrieben

    Das Opfer bricht mit einer schweren Kopfwunde zusammen und stirbt, nachdem es etwas von einem toten Bauern gemurmelt hat. Das ist die Ausgangssituation für eine langwierige Ermittlung.

    Begonnen wird der Roman jedoch mit einem Rückblick auf einen Urlaub auf Kreta. Hier war ich zunächst etwas irritiert und habe mich gefragt, ob ich mich im Genre geirrt habe, denn diese Szene wurde aus der Sicht und im Stil eines Jugendlichen geschrieben.

    Auf Kreta wurde ein Mädchen wurde ermordet und es dauert ziemlich lange, bis beide Mordfälle zusammenkommen. Zwei Familien haben damals den Urlaub gemeinsam verbracht und sind dann zurück im Münsterland zu erbitterten Feinden geworden.

    Die Geschichte ist ziemlich komplex gewebt, aber trotzdem gut zu verfolgen. Die Spannung hängt manchmal ein bisschen durch, was für mich an dem Nebenkonflikt liegt, der, ohne zur Lösung der Mordfälle etwas beizutragen, recht viel Raum einnimmt: Der beurlaubte Ermittler Tenbrink leidet an massiver temporärer Vergesslichkeit, was durch den ungeklärten Tod seiner Frau verursacht sein soll. Das finde ich in diesem Ausmaß wenig überzeugend.

    Maik Bertram, der Hauptermittler, ist eigentlich ein taffer Typ, kann aber mit Frauen nicht umgehen. Das klingt sehr nach Klischee, hat hier aber eine eigene Note und ist auch glaubwürdig beschrieben. Menschen, die sich gegen den eigenen Willen verhalten, gibt es schließlich viele.

    Die weiteren Charaktere bringen durch ihre Unterschiedlichkeit Farbe in die Geschichte, die von der Struktur her ein klassischer Whodunnit ist. Tenbrinks Tochter Maria schwatzt ihm einen kleinen Hund auf, was einerseits originell ist (und wohl auf die weibliche Leserschaft zielt), andererseits auch wieder Spannung rauszieht, wie alles Familiäre.

    Fazit: Insgesamt spannend, locker geschrieben und originell mit einigen Schwächen.


    (Rezi auch bei Amazon)

  • Ein Wiedersehen mit Tenbrink und Bertram.

    Ich habe dieses sehr ungewöhnliche Ermittler Duo in guter Erinnerung von ihrem ersten Fall.

    Den kauzigen Münsterländer Tenbrink den die Vergesslichkeit immer mehr einholt. Und Bertram aus Ostdeutschland, der sich erstmal im Münsterland zurechtfinden muss und mit Land und Leuten erstmal so seine Probleme hat.

    Tenbrink ist immer noch krank geschrieben und noch nicht wieder offiziell im Dienst. Was ihn nicht daran hindert , Bertram tatkräftig zu unterstützen. Auch wenn ihn sein Gedächtnis immer mehr im Stich lässt. Doch warum hat er diese Aussetzer? Dazu muss sich Tenbrink auch mit seiner eigenen Vergangenheit auseinandersetzen.

    Und auch Bertram wird von seiner Vergangenheit eingeholt, eine alte Bekannte taucht plötzlich und nicht sehr willkommen auf. Was zu einigen Turbulenzen führt.

    Und dann muss Bertram mit seinem neuen Chef auch noch einen sehr ungewöhnlich Fall lösen. Ein Mann bricht mit einer Schädelwunde tot zusammen, seine letzten Worte "toter Bauer". Der Tote arbeitete in einem Pflegeheim, wohin zunächst die Spur führt, doch auch die Ex-Freundin des Toten, ein insolventer Bauunternehmer und ein Landmaschinenhändler geraten ins Visier der Ermittler. Und wie hängen die Begebenheiten eines frühreren Griechenland-Urlaubs mit den heutigen Ereignissen zusammen.

    Tom Finnek führt uns Leser immer wieder auf eine andere Spur. Und dabei kommen Land und Leute nie zu kurz. Der viele Lokalkolorit macht mir als Nachbar des Münsterlandes besonders viel Spaß. Der Kriminalfall ist spannend und ungewöhnlich und bis fast zum Schluß überraschend.

    Und ich mag Tenbrink und Bertram sehr, und sehe dem neuen Fall mit Spannung entgegen.



    Vielen Dank für die Leserunde und die spannenend und interessante Begleitung

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Tenbrinks Tochter Maria schwatzt ihm einen kleinen Hund auf, was einerseits originell ist (und wohl auf die weibliche Leserschaft zielt), andererseits auch wieder Spannung rauszieht, wie alles Familiäre.

    Vielen Dank für die Rezis und die Rückmeldungen. Es macht mir immer viel Spaß, die Leserunden zu begleiten und die Lesenden beim Lesen zu "bespitzeln".


    Noch eine Anmerkung zu dem Hund: An die weibliche Leserschaft hab ich dabei überhaupt nicht gedacht. Es war eher so, dass ich während meiner Arbeit am "Totenbauer" einen Pudel aufgeschwatzt bekommen habe und dachte: Wenn schon, denn schon. Dann wird Tenbrink eben ein "Leidensgenosse" :)

    Außerdem sind mir einige der Ideen zu dem Roman beim Gassigehen zugeflogen ;)

    Ich hoffe, wir lesen uns beim nächsten Buch wieder ...

  • Ich hoffe, wir lesen uns beim nächsten Buch wieder ...

    Sehr sehr gerne

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    Wer ist der Totenbauer?


    Klappentext


    Auf einer Parkbank im Münsterland bricht ein Mann zusammen. An seiner Schläfe klafft eine blutige Wunde. Er flüstert noch die Worte "toter Bauer" – und stirbt. Bertram vermutet ein tödliches Eifersuchtsdrama, tritt bei seinen Ermittlungen aber auf der Stelle. Er sucht Hilfe bei seinem ehemaligen Partner Tenbrink, der sich von einem Schädelbasisbruch erholt und mit starken Erinnerungslücken kämpft. Doch Tenbrinks untrügliches Bauchgefühl führt sie schon bald zu alten Familiengeheimnissen und einem weiteren rätselhaften Todesfall. Dabei stoßen die Kommissare auf Dinge, die besser für immer unentdeckt geblieben wären ...


    Zum Inhalt:

    Was hat es mit den letzten Worten des toten Mannes im Park auf sich und wen könnte er damit gemeint haben.

    Bertram muss sich zu seinem Leidwesen mit einem neuen Vorgesetzten diesem aktuellen Fall widmen. Da es zwischen den beiden immer wieder Ungereimtheiten gibt und sie zu Beginn der Ermittlungen auf der Stelle treten, erzählt Betram Tenbrink von dem Fall.

    Dieser ist eigentlich noch immer krankgeschrieben, doch da ihm die Decke auf dem Kopf fällt und er mit den Dämonen der Vergangenheit kämpft, entschließt er sich kurzer Hand, selbst ein paar Ermittlungen anzustellen.

    Auch wenn Bertram und seine Kollegen sich Schritt für Schritt in einem verworrenen Fall vorarbeiten, ist es doch auch Tenbrink zu verdanken, dass sie der Lösung des Ganzen so nahe kommen, um alles zusammen zu fügen. Doch das Ergebnis der Ermittlungen überrascht letztendlich jeden, nicht nur die Ermittler, sondern auch alle anderen Protagonisten.


    Meine Meinung:

    Schon " Galgenhügel" hatte mich begeistert, so war ich auf den zweiten Fall des Ermittlerteams Tenbrink und Bertram sehr gespannt.

    Das Buch ist in zwei Erzählstränge geteilt. Zu Beginn eines neuen Abschnitts gibt es immer einen kurzen Rückblick auf Kreta. Dort machten vor einigen Jahren zwei Familien Urlaub und genau in der Zeit ist ein Mädchen ermordet worden. Aber auch eine Frau, Ingrid Holters, aus dem heimischen Wohnort der Familien, befand sich zur selben Zeit auf Kreta. Auch sie spielt eine Rolle in diesem Fall.

    In der heutigen Zeit, wird der Mord an Peter, der Mann im Park untersucht. Und dabei geraten einige Mitglieder der Familien unter Verdacht. Der eine mehr und der andere weniger. Was hat es damit auf sich? Es lohnt sich auf jeden Fall es heraus zu finden.

    Er ist spannungsgeladen und das reinste Verwirrspiel. Der Autor schafft es, einen in die Irre zu führen, so das man bis zum spannenden Finale rätseln kann, wer der wahre Mörder ist.

    Ich mag den Schreibstil und da es ein Regional Krimi ist, gefiel mir auch wieder die Einbringung des typisch gesprochenen Münsterländer Dialekts. Wie sich mit "Totenbauer" zeigt, muss ein Krimi nicht blutig und brutal sein um gute Spannung zu erleben.

    Wer Tom Finnek seine Bücher kennt und mag, versteht mit Sicherheit, dass ich für "Totenbauer" eine Leseempfehlung ausspreche. Ein wirklich gelungen Fall des Ermittlerteams Tenbrink und Bertram.



    Lieber Tom, danke das du uns auch in dieser Runde begleitet hast. Wie immer hat es mir mit dir und deinem Ermittlerteam riesigen Spaß gemacht.

    Auch an euch Mitleser/innen ein Dankeschön für den regen Austausch den wir hatten. Wie bei Tom gewohnt, hat er uns wieder in die Irre geführt und schön rätseln und spekulieren lassen.

    Ich freue mich schon auf den dritten Teil.


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    Liebe Grüße Kerstin

    2 Mal editiert, zuletzt von kessi69 ()

  • Noch eine Anmerkung zu dem Hund: An die weibliche Leserschaft hab ich dabei überhaupt nicht gedacht. Es war eher so, dass ich während meiner Arbeit am "Totenbauer" einen Pudel aufgeschwatzt bekommen habe und dachte: Wenn schon, denn schon. Dann wird Tenbrink eben ein "Leidensgenosse" :)


    Außerdem sind mir einige der Ideen zu dem Roman beim Gassigehen zugeflogen ;)

    Ich hoffe, wir lesen uns beim nächsten Buch wieder ...

    Ist der Pudel dann erwachsen? Vielleicht sogar als Spür- oder Rettungshund zu gebrauchen? Oder schlabbert die Verdächtigen so lange ab, bis sie gestehen?


    Ich glaube schon, dass wir uns beim nächsten Buch wiederlesen. Vielleicht bin ich mit meinem nächsten dann auch so weit.

    Liebe Grüße, Hartmut

  • Auch ich bedanke mich für diese tolle Leserunde! Danke an alle MitleserInnen für die wilden Sprkulationen, danke auch am Moorteufel für die engagierte Begleitung. Ich freue mich sehr auf den nächsten Fall!

    Hier nun meine Rezi:

    ————

    Totenbauer


    Spannungsgeladenes Verwirrspiel mit Lokalkolorit


    Inhalt:

    In einem Park irgendwo im Münsterland bricht ein schwer verletzter Mann zusammen. Bevor er stirbt, flüstert er einer Joggerin, die ihm zu Hilfe eilt, die Worte „toter Bauer“ zu.

    Bertram und sein Team stehen vor einem Rätsel. Wo und von wem wurde der Mann so schwer verletzt? Erst sieht es nach einer Beziehungstat aus. Bertram und Tenbrink, der trotz seiner Krankschreibung das Ermitteln nicht lassen kann, gehen der Sache auf den Grund. Auf der Suche nach der Bedeutung der letzten Worte des Opfers kommen sie langsam, aber sicher auf die Lösung des Falls .


    Meine Meinung:

    Der erste Band der Reihe („Galgenhügel“) hat mich schon restlos begeistert. Also war ich natürlich sehr gespannt auf den zweiten Fall für Tenbrink und Bertram - und wurde nicht enttäuscht.

    Tom Finnek versteht es, von Anfang an Spannung aufzubauen. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Wäre ich nicht durch eine Leserunde „ausgebremst“ worden, hätte ich das ganze Buch wahrscheinlich an einem Stück gelesen. Der Hauptteil erzählt von den Ermittlungen im Mordfall Peter Gausling. In kürzeren Einschüben erfahren wir von einem Kreta-Urlaub vor ein paar Jahren, in dem auch ein Mord passierte. Anfangs scheinen die beiden Geschichten überhaupt nicht zusammen zu gehören, aber je weiter man liest, desto besser fügen sich die Puzzleteile zusammen. Der Showdown ist - wie schon im ersten Band - dramatisch, nervenaufreibend und überraschend.

    Besonders gefallen hat mir neben dem fesselnden und spannenden Fall, dass auch das Privatleben der Ermittler eine wichtige Rolle spielt. Sowohl Heinrich Tenbrinks Probleme, den Tod seiner Frau zu verarbeiten, als auch Maik Bertrams „Händchen“ für das andere Geschlecht lockern die Geschichte auf und der Leser lernt die Protagonisten besser kennen. Dass Heinrich jetzt im wahrsten Sinne des Wortes „auf den Hund gekommen“ ist, verleiht dem Ganzen eine witzige Note.

    Da Tenbrink offiziell krank geschrieben ist, muss Bertam sich mir seinem Vorgesetzten Arno Bremer herumschlagen. Der Schlagabtausch zwischen den beiden hat mir so manches Lachen entlockt.

    Auch alle anderen Charaktere sind überzeugend und authentisch gezeichnet. Besonders zu erwähnen sind Daniel und Johannes, die sich nach dem Urlaub auf Kreta charakterlich verändert haben. Ihr Denken, Tun und Lassen hat mich zwar zeitweise erschüttert, war aber durchaus nachvollziehbar und stimmig.

    Da es ein Regionalkrimi mit reichlich Lokalkolorit ist, tauchen einige Sätze in der münsterländer Mundart auf. Auch das angrenzende Holland findet seinen Platz.

    Der Fall „Totenbauer“ ist in sich abgeschlossen, man kann ihn gut lesen, ohne den ersten Buch zu kennen. Es gibt Hinweise darauf, dass es noch einen dritte Band geben wird.


    Fazit:

    Ein spannungsgeladenes Verwirrspiel, unbedingt zu empfehlen!

    ————

    Streuliste:

    Sobald das Buch auf der Literaturschock-Hauptseite gelistet ist, erscheint meine Rezension da auch.

    Edit:

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  • Spät aber doch...


    Tenbrink und Bertram ermitteln wieder. Endlich!


    Wie schon im ersten Fall, „Galgenhügel“, werden die eigenwilligen Kommissare mit einem komplizierten und verwirrenden Mordfall konfrontiert. Die letzte Worte des Opfers waren „toter Bauer“ oder zumindest so ähnlich. Können sie damit etwas anfangen? Und welche Rolle spielt ein längst vergangener Griechenlandurlaub in dem aktuellen Verbrechen? Und hat irgendwer bei dem Verkehrsunfall nachgeholfen? Wie schon gesagt: verwirrend!


    Tenbrink ermitteln nur im Krankenstand und Bertram muss sich mit einem anderen Vorgesetzten herumschlagen, was einige witzige Situationen und Dialoge ergibt, aber keinesfalls konfliktfrei abläuft! Neben diesen wirklich komplexen Ermittlungsarbeiten kämpfen die Kommissare mit privaten Problemen: Tenbrink hat nach wie vor Gedächtnislücken, kommt der Ursache im Laufe des Buches nur langsam auf die Spur (übrigens eine Spur, von der ich noch immer hoffe, dass sie sich als falsch erweisen wird) und Bertram wird von seiner Vergangenheit eingeholt, was bei ihm natürlich auch mit Frauen zu tun hat und für schlagkräftige Argumente sorgt.


    Tom Finnek schafft es, eine Geschichte mit viel Lokalkolorit zu erzählen, ohne dabei ins Klischeehafte von Regionalkrimis abzurutschen. Der Krimi ist nicht blutrünstig, obwohl da schon die eine oder andere Leiche dazukommt. Eigentlich ist es eine Art Puzzle: nur nach und nach gibt der Autor die wichtigen Fakten über die Verdächtigen und die Geschehnisse preis, nur nach und nach werden Zusammenhänge und Entwicklungen klar sichtbar.


    Beim Lesen wurde ich zum Detektiv, habe geraten und ermittelt, alle Informationen berücksichtigt um dann zu bemerken, dass Tom Finnek mich wieder und wieder auf den Holzweg geschickt hat! Beste Unterhaltung also! Alles in allem ist es ein temporeicher und spannender Krimi, mit einigen völlig unerwarteten Wendungen. Die Auflösung ist logisch, der Mordfall mit all seinen tragischen Nebengeschichten wird vollständig geklärt.

    Trotzdem bleiben noch viele Fragen um die zwei kauzigen Kommissare offen – also wieder ein genial-bösartiger Cliffhanger! Der dritte Teil wird mit Spannung erwartet!


    Beste Buchhandlung!

    LB

    Literaturschock

    amazon

    weltbild

  • Wenn ich es recht überblicke, sind nun alle mit der Lektüre durch und habe ihre Meinungen/Rezensionen gepostet. Es hat mir wieder viel Spaß gemacht, und es freut mich natürlich, dass euch der "Totenbauer" ebenfalls Freude und Spannung bereitet hat. Sobald es Neues von Tenbrink und Bertram und Locke zu vermelden gibt, werde ich es euch wissen lassen. Bis dahin weiterhin frohes Schmökern!

    Noch eine Anmerkung für die Hörbuch-Fans: die Hörbuch-Fassung vom "Totenbauer" soll im Oktober bei Audible erscheinen ...

  • Wenn ich es recht überblicke, sind nun alle mit der Lektüre durch und habe ihre Meinungen/Rezensionen gepostet. Es hat mir wieder viel Spaß gemacht, und es freut mich natürlich, dass euch der "Totenbauer" ebenfalls Freude und Spannung bereitet hat. Sobald es Neues von Tenbrink und Bertram und Locke zu vermelden gibt, werde ich es euch wissen lassen. Bis dahin weiterhin frohes Schmökern!

    Noch eine Anmerkung für die Hörbuch-Fans: die Hörbuch-Fassung vom "Totenbauer" soll im Oktober bei Audible erscheinen ...

    Moorteufel , ich wünsche dir bis dahin eine gute Zeit. Lass uns nicht zu lange warten, wir sind ganz heiß darauf mehr von dem Ermittlerteam und Locke zu lesen

    :danke:

  • Moorteufel , ich wünsche dir bis dahin eine gute Zeit. Lass uns nicht zu lange warten, wir sind ganz heiß darauf mehr von dem Ermittlerteam und Locke zu lesen

    Dem kann ich voll und ganz zustimmen: lass uns nicht zu lange warten!

    Lass es Dir gut gehen und: bis bald!

    :laola:

  • Wenn ich es recht überblicke, sind nun alle mit der Lektüre durch und habe ihre Meinungen/Rezensionen gepostet. Es hat mir wieder viel Spaß gemacht, und es freut mich natürlich, dass euch der "Totenbauer" ebenfalls Freude und Spannung bereitet hat. Sobald es Neues von Tenbrink und Bertram und Locke zu vermelden gibt, werde ich es euch wissen lassen. Bis dahin weiterhin frohes Schmökern!

    Noch eine Anmerkung für die Hörbuch-Fans: die Hörbuch-Fassung vom "Totenbauer" soll im Oktober bei Audible erscheinen ...

    Hoffentlich geht es ganz bald weiter


    Meine Mutter hat beide Bücher nun auch gelesen und ist ganz begeistert und möchte mehr ...

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  • So, nun kommt auch endlich noch meine Rezension.


    Heinrich Tenbrink und Maik Bertram ermitteln wieder im Münsterland


    Der Tod eines Mannes, der mit den Worten „Toter Bauer“ zusammenbricht, gibt Maik Bertram Rätsel auf. Der Ermittler denkt an ein Eifersuchtsdrama, jedoch treten die Ermittlungen zunehmend auf der Stelle. Daher wendet sich Bertram an seinen alten Kollegen Tenbrink, der sich noch immer von seinem Schädelbasisbruch erholt und weiterhin mit seinen massiven Gedächtnislücken zu kämpfen hat. Zusammen gelingt es ihnen, neue Spuren zu entdecken, die zu vergrabenen Familiengeheimnisse führen. Aber auch die beiden Beamten werden von ihrer Vergangenheit eingeholt.


    Nach dem tollen Einstand von Heinrich Tenbrink und Maik Bertram in „Galgenhügel“ habe ich mich sehr auf den zweiten Band um den knurrigen Tenbrink und Bertram, der einfach nur von seinen Kollegen in Ruhe gelassen werden möchte, gefreut. Und auch diesmal gelingt es dem Autor wieder mühelos, einen spannenden und überraschenden Regionalkrimi mit viel Lokalkolorit zu erzählen. Dabei werden einige Hinweise gestreut, die mich immer wieder in die völlig falsche Richtung denken ließen.


    Auch diesmal gibt es zwei Erzählstränge, die scheinbar erstmal nichts miteinander zu tun haben: einmal werden die aktuellen Ereignisse im Münsterland erzählt, andererseits reisen die Leser immer wieder ein paar Jahre in die Vergangenheit zu einem Familienurlaub auf Kreta und erleben dessen Folgen. Ich hatte anfangs keinen blassen Schimmer, was diese beiden Zeitebenen miteinander zu haben könnten. Wie bei einer Zwiebel gibt der Autor geschickt mit jeder Schale, die entfernt wird, mehr Informationen preis, bis allmählich nicht nur den Ermittlern die Zusammenhänge dämmern.


    Tenbrink und Bertram – die beiden sind einfach ein Dreamteam, weil sie irgendwie beide besondere, aber liebenswürdige Eigenbrötler sind. Die beiden sind meiner Meinung nicht einfach mehr nur Kollegen, sondern können auch privat bei einem gemeinsamen Bier sich einiges anvertrauen.


    Tenbrink lässt sich endlich untersuchen, um die Ursache für seine starken Gedächtnislücken, die ihm immer mehr und mehr zu schaffen machen, herauszufinden – auch wenn ich persönlich Angst vor der Diagnose hatte. Nach dem letzten Einsatz, bei dem er schwer verletzt wurde, ist er nach wie vor krankgeschrieben, was ihn aber nicht davon abhält, Bertram bei den Ermittlungen zur Hand zu gehen. Außerdem bekommt Tenbrink diesmal einen unerwarteten Mitbewohner.


    Aber auch Bertram wird von seiner Vergangenheit in Berlin eingeholt, die ihm ziemliche Probleme bereiten wird. Bertram ist ja echt ein netter Kerl, aber was sein Verhältnis zur Oberstaatsanwältin angeht, hat er einfach keinen Arsch in der Hose, das muss man so hart sagen. Daher kommt es im zweiten Band auch zu der einen oder anderen peinlichen und unangenehmen Situation für ihn.


    Der Kriminalfall ist zwar in sich abgeschlossen, aber die Vergangenheit der beiden Ermittler, die ihre langen Schatten bis in die Gegenwart wirft, zieht sich wie ein roter Faden durch die Bücher. Ich finde diese Themen genauso spannend wie die Ermittlungen selbst. Ich hoffe sehr, dass es mit Tenbrink und Bertram weitergehen wird, zumal das Ende von „Totenbauer“ einen spannenden Ausblick auf einen weiteren Band gibt.


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    Moorteufel

    Lieber Mani, nochmals herzlichen Dank für das Freiexemplar und für deine Begleitung dieser tollen Leserunde. Ich hoffe sehr, dass wir uns spätesten zum dritten Band um Tenbrink und Bertram hier wieder lesen werden.

  • Moorteufel

    Lieber Mani, nochmals herzlichen Dank für das Freiexemplar und für deine Begleitung dieser tollen Leserunde. Ich hoffe sehr, dass wir uns spätesten zum dritten Band um Tenbrink und Bertram hier wieder lesen werden.

    Gern geschehen und ebenfalls vielen Dank! Es hat mir Spaß gemacht, euch beim Lesen ein wenig zwischen die Zeilen zu schielen. Sobald Tenbrink und Bertram und Locke wieder im Einsatz sind, gebe ich Bescheid.