10: Ende Kapitel 6 ("Es gelang Bren, den Kreis ...) bis zum Ende

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    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • So, das Buch ist geschlossen. Das war sie also, Die Schattenherren-Trilogie.

    Natürlich interessiert mich, was Ihr vom Ende von Herr haltet. Haben die Richtigen gewonnen? Ist der Roman rund?

    Wie gefallen Euch die Anhänge?


    Soweit ich es überblicke, haben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Leserunde sämtliche drei Romane gelesen. Das freut mich.

    :freu:

    Und ich hoffe, Ihr hattet ebenfalls Freude daran.

    Wie empfindet Ihr im Rückblick die Trilogie in ihrer Gesamtheit? Welcher Band ist Euer Highlight, über welche Figuren habt Ihr besonders gern gelesen?

    Falls jemandem von Euch der Kult ein wenig zu kurz gekommen sein sollte - darüber gibt es einen weiteren Roman, Schattenkult, mit einer Leserunde zur erweiterten Edition, die Ende August startet. Schattenkult spielt in derselben Welt wie Die Schattenherren - erzählt aber eine neue Geschichte mit neuen Figuren ...

  • Da sind wir nun am Ende angekommen, ich hoffe ohne Verluste.

    Haben die Richtigen gewonnen? Es haben auf jeden Fall die gewonnen, von denen wir es wohl erwartet haben.

    Alles andere wäre ja auch unglaubwürdig, wie wir schon öfter über die letzten Wochen festgestellt haben, bewegen wir uns in der Dark Fantasy nicht bei Rosamunde P.:)

    Bren kann seinen Schmerz über das Sterben der Kinder und seine Reue als Waffe gegen den Dämonen einsetzen. Das gefiel mir sehr gut. Etwas, das in den Augen der anderen Schattenherren sicherlich als Schwäche anzusehen ist, versteht er in eine Stärke und wirksame Waffe zu wandeln.


    Bren und Lisanne haben zuletzt viel miteinander erlebt und sind ein Stück weit aufeinander angewiesen. Trotzdem verbindet sie immer eln wohl unversöhnlicher Hass aufeinander.


    Bren bewahrt sich eine letzte menschliche Regung , das Mitleid mit den gequälten und getöteten Kindern. Dieses Gefühl will er genauso wie den Hass auf Lisanne bewahren. Beides braucht er um sein Leben in den Schatten weiter führen zu können. Dadurch ist er auf jeden Fall eine neue Variante von Schattenherr.


    Mir haben alle drei Bände gut gefallen, ich denke aber "Herr' am besten. Zum Einen war es für mich der Ereignisreicher (nicht,dass die anderen langweilig waren:)), zum Anderen waren für mich die Figuren am Greifbarsten, man hat viel über Hintergründe und Lebenweisen erfahren.
    Bren war mir auf jeden Fall einer der Liebsten. Er hatte fast immer ein starkes Empfinden für Moral und das was richtig ist. Zwischendurch hat er Mal ein paar Sympathiepunkte eingebüßt, aber zuletzt doch bewiesen, dass er sein Herz nur als Organ verloren hat, nicht das Gefühl.

    Ajina hat sich allen Respekt verdient. Sie war immer bereit, die Sache der Menschen mit allen Kräften zu unterstützen und hat nie den Mut und die Hoffnung verloren.
    Von einer eher kleinen Randfigur in "Feind" hat sie sich zu einer wichtigen starken Hauptfigur entwickelt.

    Helion war mir als Held etwas farblos, vielleicht auch nur zu glatt und gut.

  • Entweder ich hab am Ende schneller gelesen oder das Ende war schnell, so ganz sicher bin ich mir da nicht ;)

    Mir hat das Ende gefallen, es war rund und passte alles zusammen, obwohl der kleine Wermutstropfen bleibt das der Krieg eigentlich die Menschen jetzt noch schlechter da stehen lässt als vorher. Ich hätte mir etwas mehr Hoffnung am Ende gewünscht. Aber es ist eben Dark Fantasy und das Ende einer Trilogie.

    Und etwas Raum ist ja noch zur Befreiung Esperas und einem weiter führen des Krieges bzw neu Beginns davon, auch wenn die schwach ist, jetzt wo die Faye erfahren haben das die Schatten sogar ihr wichtigstes aus der mitte ihres Reiches entwenden können.

    Der Kampf Brens mit dem Dämon in der mystischen Wirklichkeit fand ich sehr schön geschildert, da r auch wieder eine Reflektion auf das enthielt was Bren alles noch nicht weiss. Ich denke er wird noch viele Jahrzehnte auf das Studium der Magie verwenden müssen....

    Der "Kampf" im Fayewald war dann wieder sehr strategisch geliefert mit dem Minimum an nötigen Opfern, aber er zeigte auch das Brens Skrupel sich sehr verändert haben. Er handelt immer noch danach was nötig ist, versucht aber auch nicht mehr manchen Sachen aus dem Weg zu gehen (die Essenz des Kindes) wenn er nicht sicher ist das es ohne geht. Aber ich habe das Gefühl das er sich ein neues Moralgerüst aufgebaut hat das nicht so grausam ist wie das vieler anderer Schattenherzöge.

    Der schnelle Tot der Paladine hat mich erst pberrascht, machte dann aber schnell Sinn, die Faye wollten nicht das Risiko eingehen das die Paladine das Leben Esperas gefährden mit irgendeiner Aktion.

    Die Faye riskieren eher das ihr erstes Kind seit Jahrhunderten in den Händen der Schatten aufwächst als das sie es verlieren. Das bietet interessanten Spekulationen Nahrung, denn Nalaji hat ja eindeutig festgestellt das dieses Kind eine Gnade der Götter ist. Werden die Schattenherren es schaffen diese Gabe zu pervetieren?

    Das "Nachspiel" von Bren und Lisanne war super, ich glaube das es Lisannes Hass vielleicht noch mehr geschürt hat, aber ich habe das Gefühl das sie ihn genauso braucht wie Bren grade. Und die Erklärung warum sie Helion so sehr verfallen war gab tiefe Einblicke in das unsterblich Leben und die Gefahr der Gleichgültigkeit die mit den Jahrhunderten kommt. Und Bren merkt auch das er in seinem "Leben" mehr braucht als nur sein Lehn und die Studien.

    Und zu allem Überfluss müssen die beiden auch weiter zusammen arbeiten.... Das bietet eigentlich noch genug Stoff für weitere Geschichten....


    Mir hat die Trilogie viel Spass gemacht, und besonders das Helion am Ende noch mal so viel Gewicht bekam hat das ganze sehr Rund gemacht. Stellen wir uns nicht alle die Frage welche kleine Entscheidung zu der jetzigen Lebenssituation entscheident war? Ich weiss bei mir war es ein Erste Hilfe Kurs mit 16 der das Ganze ins Rollen gebracht hat was jetzt mein Leben ausmacht ;) aber das ist meine Geschichte, hier ist es quasi Helions. Aber eigentlich doch die des Schattenkrieges.

    Ich freu mich auf die Runde zu Schattenkult.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Irgendwie bin ich jetzt traurig, dass ich nichts mehr von Bren lesen werde. Es wurde gerade so spannend.

    Wie erwartet hat er natürlich geschafft, was der Schattenkönig von ihm verlangt hat. Nun hat er gegenüber den Fayé ein Druckmittel. Zumindest von dieser Seite gibt es wohl eine zeit lang keine Gefahr mehr für die Schatten. Eigentlich ist es ein sehr dunkles und deprimierendes Ende .... ach ja. Dark Fantasy :totlach:


    Alles andere wäre ja auch unglaubwürdig, wie wir schon öfter über die letzten Wochen festgestellt haben, bewegen wir uns in der Dark Fantasy nicht bei Rosamunde P. :)

    :totlach::totlach::totlach:

    Entweder ich hab am Ende schneller gelesen oder das Ende war schnell, so ganz sicher bin ich mir da nicht ;)

    Ja, bei mir war das Buch auch so plötzlich zu Ende. Ich könnte jetzt noch einen vierten oder fünften Teil lesen.




    Meine gewünschte Aussprache zwischen Bren und Lisanne fand auch statt. Ich fand den Dialog klasse. Lisanne wird nicht mehr die Schönheit sein, die sie mal war. Ob ihr Charisma dadurch leidet oder ob sie das nicht sogar noch interessanter macht? Auf jeden Fall werden die Beiden die nächsten Jahrzehnte keine Langeweile haben, wenn sie ihrem Hass frönen.


    Sehr witzig finde ich übrigens, dass beide zusammen als Amme agieren dürfen. Mama Schatten und Papa Schatten :totlach:


    Bren bewahrt sich eine letzte menschliche Regung , das Mitleid mit den gequälten und getöteten Kindern. Dieses Gefühl will er genauso wie den Hass auf Lisanne bewahren. Beides braucht er um sein Leben in den Schatten weiter führen zu können. Dadurch ist er auf jeden Fall eine neue Variante von Schattenherr.

    Auf jeden Fall. Ich finde ohnehin, dass er zu einem sehr interessanten Schattenherr heranwächst und mit Lisanne gleichziehen wird. Die Beiden werden in der Zukunft keine Langeweile miteinander haben.


    Interessant fand ich, dass Bren keine Essenz von Säuglingen nehmen kann. Gibt es da tatsächlich einen natürlichen Schutz?

    Die Faye riskieren eher das ihr erstes Kind seit Jahrhunderten in den Händen der Schatten aufwächst als das sie es verlieren. Das bietet interessanten Spekulationen Nahrung, denn Nalaji hat ja eindeutig festgestellt das dieses Kind eine Gnade der Götter ist. Werden die Schattenherren es schaffen diese Gabe zu pervetieren?

    Das frage ich mich auch. Immerhin ist die Erziehung sehr prägent. Bren und Lisanne werden sicherlich alles dran setzen, dass daraus etwas Dunkles erwächst. Aber wer weiß, in Bren ist die Seele ja auch nicht ganz schwarz, sondern eher grau bis anthrazit. Vielleicht setzt sich da das Licht der Götter auch durch. Werden wir aber wohl nicht mehr erfahren.


    Schade, dass wir nicht mehr erfahren, warum Gadior auf Rosen gebettet wird. Diese Geschichte hätte mich noch interessiert.


    Natürlich interessiert mich, was Ihr vom Ende von Herr haltet. Haben die Richtigen gewonnen? Ist der Roman rund?

    Wie gefallen Euch die Anhänge?

    Ich finde das Ende sehr schlüssig. Es passt alles zusammen. Die Geschichte ist abgeschlossen.

    Wie empfindet Ihr im Rückblick die Trilogie in ihrer Gesamtheit? Welcher Band ist Euer Highlight, über welche Figuren habt Ihr besonders gern gelesen?

    "Herr" ist eindeutig mein Favourit. Alleine die Beziehung zwischen Bren und Lisanne fand ich hochspannend. Demnach ist Bren eindeutig meine Lieblingsfigur. Aber auch Nalaji fand ich als Alte sehr spannend.


    Eine Trilogie, die man wirklich uneingeschränkt weiter empfehlen kann (also an Liebhaber der Dark Fantasy, nicht an die Rosamunde Pilcher Fraktion, die bräuchten vermutlich nach der Lektüre ein paar Therapiestunden).

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Sehr witzig finde ich übrigens, dass beide zusammen als Amme agieren dürfen. Mama Schatten und Papa Schatten :totlach:


    Interessant fand ich, dass Bren keine Essenz von Säuglingen nehmen kann. Gibt es da tatsächlich einen natürlichen Schutz?

    Rofl "Papa Schatten"


    Die Osadroi brauchen Emotionen die auf sie gerichtet sind um die Essenz zu greifen. Die hat ein Säugling nicht. Und ganz kleine können die nicht mal sehen, da der scharfe Sehbereich unter einem halben Meter liegt. Das einzige Gefühl was vielleicht sein könnte ist Unsicherheit, aber ob die gerichtet ist bezweifle ich. Darum kann man Neugeborene auch einfach weiter reichen, solange da ein (warmer) Körper ist fühlen sie sich geborgen. Die Bindung und damit die Trennungsangst wächst erst mit der Zeit.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Die Schatten haben gesiegt, kein Wunder, oder?

    Natürlich ist es das Ende wie es nur kommen konnte. Ich weiß, dass ich beim ersten Mal lesen noch gehofft hatte auf das Kind, ich hatte auf eine bessere Bewachung gehofft, auf Faye, die wirklich die Schatten besiegen wollen, zumal so viele Opfer gebracht wurden. Wie konnte man Osadroi in die Nähe und zur Bewachung des Kindes nutzen? Sie wurden von Lisanne geschaffen, da ist es doch zumindest fraglich, ob sie wirklich gegen die Schatten kämpfen können oder ob sie nicht eine unbewußte Infiltration sind. Das konnte nicht gut gehen. Arme Nalaji, jetzt wäre ihr der Tod wohl lieber gewesen. Aber vielleicht findet sich ja wirklich noch jemand, der im Geschichtenwettbewerb ihre Figur aufnimmt und ihr ermöglicht dieses teuer erkaufte Leben gegen die Schatten einzusetzen. Sie würde sich aufgrund ihrer Erfahrungen sicher gut machen, bei der Ausbildung von Assassinen. Ich finde immernoch, dass dies die einzige Art wäre, die Schatten besiegen zu können.

    Der Epilog ist wiedermal richtig toll. Langeweile in einem unsterblichen Leben, welches nur durch starke Gefühle noch Sinn bekommt. Bren läßt also Lisanne am Leben bis er jemand anderen gefunden hat, den er hassen kann.


    Lisannes Charisma hat auf mich ausgestrahlt. Wenn ich mich entscheiden müßte, wäre ich auf ihrer Seite. Ich finde. dass sie recht hat. Bren hat keine Ahnung was er da zerstört hat. Ich denke der Schattenkönig wußte um die Gefahr, die von dieser Liebe Lisannes ausgeht. So wie sie die Narbe empfängt ist es doch einfach majestätisch.


    Es gibt also viel zu erzählen, da bin ich gespannt welche Geschichte wir zu lesen bekommen werden, ist es das Spiel des Hasses zwischen Bren und Lisanne oder das Bett aus Rosen (lief da vielleicht einfach nur der Song beim Schreiben?) Oder ist es die Rettung Esperas' oder etwas völlig anderes?

  • wie wir schon öfter über die letzten Wochen festgestellt haben, bewegen wir uns in der Dark Fantasy nicht bei Rosamunde P.

    Eigentlich ist es ein sehr dunkles und deprimierendes Ende .... ach ja. Dark Fantasy

    :lachen::lachen:


    Trotzdem verbindet sie immer eln wohl unversöhnlicher Hass aufeinander.

    Ja, der Hass verbindet sie mindestens ebenso sehr, wie er sie trennt ... Mann muss wohl ein Schattenherr sein, um das gänzlich zu verstehen.

    Er handelt immer noch danach was nötig ist, versucht aber auch nicht mehr manchen Sachen aus dem Weg zu gehen (die Essenz des Kindes) wenn er nicht sicher ist das es ohne geht.

    Das Thema hatten wir in der Leserunde ein paarmal: Er ist im "moralischen Spektrum" bei denjenigen, für die gilt: "Survival first!" Wenn das Überleben gesichert ist, kann man schauen, was möglich ist ...


    und besonders das Helion am Ende noch mal so viel Gewicht bekam hat das ganze sehr Rund gemacht.

    Ich hatte ja ein wenig ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn so gründlich abserviert hatte ... :verlegen:


    Ob ihr Charisma dadurch leidet oder ob sie das nicht sogar noch interessanter macht?

    Das ist eine interessantere Frage! Manchmal ist es ja eine kleine Störung, die die Perfektion des großen Ganzen erst betont ...


    Mama Schatten und Papa Schatten

    :lachen::lachen::lachen:


    Aber wer weiß, in Bren ist die Seele ja auch nicht ganz schwarz, sondern eher grau bis anthrazit.

    Ihr könnt Euch ja mal den Spaß machen, zu schätzen, wie viele Unschuldige er im Laufe der Handlung umgebracht hat oder hat leiden lassen ... Wenn das dann "nicht ganz schwarz" ist, drängt sich der Eindruck auf, dass sich die Maßstäbe während der Lektüre verschoben haben ... :lachen:


    Schade, dass wir nicht mehr erfahren, warum Gadior auf Rosen gebettet wird. Diese Geschichte hätte mich noch interessiert.

    Sie würde sich aufgrund ihrer Erfahrungen sicher gut machen, bei der Ausbildung von Assassinen. Ich finde immer noch, dass dies die einzige Art wäre, die Schatten besiegen zu können.

    Vielleicht kommen diese Themen ja im Kurzgeschichtenwettbewerb hoch. Wollt Ihr Euch vielleicht selbst daran versuchen? ;)


    Ich weiß, dass ich beim ersten Mal lesen noch gehofft hatte auf das Kind, ich hatte auf eine bessere Bewachung gehofft, auf Faye, die wirklich die Schatten besiegen wollen, zumal so viele Opfer gebracht wurden.

    Ah, dann warst Du bei der ersten Lektüre also nicht auf der Seite der Schatten?

  • Ja, der Hass verbindet sie mindestens ebenso sehr, wie er sie trennt ... Mann muss wohl ein Schattenherr sein, um das gänzlich zu verstehen.

    Hass ist ja ein ebenso starkes Gefühl wie Liebe. Und man muss dafür kein Schattenherr sein, um das zu verstehen (nur Dark Fantasy lesen von Robert Corvus reicht :totlach:)

    Vielleicht kommen diese Themen ja im Kurzgeschichtenwettbewerb hoch. Wollt Ihr Euch vielleicht selbst daran versuchen? ;)

    Da bin ich leider hoffnungslos untalentiert.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ah, dann warst Du bei der ersten Lektüre also nicht auf der Seite der Schatten?

    Ich glaube nicht, dass hier jemand wirklich auf der Seite der Schatten ist. Die meisten sind wohl auf der Seite Brens. Man gönnt ihm seine Unsterblichkeit und ich weiß nicht, was ich für Unsterblichkeit zu tun bereit wäre.
    Die Faye hatte ich auch beim ersten Lesen gern. Sie tun mir leid, sie haben einfach den Neid der Götter erregt und die sind eben rachsüchtig. Ich hätte ihnen gewünscht wieder mit der umgebenden Natur in Einklang leben zu können und dieses Kind war eine so große Hoffnung, oder ist es. Vielleicht schreibt ja wirklich jemand in dem Wettbewerb diese Geschichte.

    Vielleicht auch eine, wie Lisanne aus den Schatten tritt...

  • Och, schon vorbei ... das ging jetzt doch Alles echt schnell.



    Natürlich interessiert mich, was Ihr vom Ende von Herr haltet. Haben die Richtigen gewonnen? Ist der Roman rund?

    In meinen Augen haben nicht die Richtigen gewonnen ... aber wer ist schon "richtig" ... die Menschen machen es ja auch nicht besser und sind nicht durchweg gut. Und ich habe auch mit nichts Anderen gerechnet. Und somit ist die Trilogie an sich rund, denn genau auf so ein Ende musste es hinsteuern. Alles Andere wäre utopisch gut und damit unrealistisch geworden.

    Dass ausgerechnet Bren und Lisanne am Ende übrig bleiben und sich um das Kind kümmern sollen ist irgendwie ... lustig. Ausgerechnet die Beiden die sich spinnenfeind sind. Ich habe aber wenig Hoffnung dass sie das Kind nicht im Sinne der Schatten erziehen. Und Bren Gefühle gegenüber Kindern werden sich wohl wahrscheinlich auch raus wachsen, da bin ich jetzt mal ganz pesimistisch.


    Mir hat tatsächlich rückblickend "Feind" am Besten gefallen weil es da dann doch noch am Meisten Hoffnung gab und weil ich Helion dann doch irgendwie mochte. Und weil ich mit "Feind" meine erste Berührung mit darker Dark Fantasy hatte und ich bei Band 2 und 3 schon desillusioniert war. In Band 1 hast Du es geschafft meine Hoffnungen immer wieder mit Füßen zu treten und deshalb hat sich das Ganze wohl am Meisten in mein Gedächtnis gebrannt.Wobei in Band 2 die Piraten schon auch echt gut waren.

    Aber letztendlich gehören alle 3 Bände zusammen. Sehr passend finde ich auch das dann doch irgendwie offene Ende denn wie soll man eine Ewigkeit für die Schattenherren aucn irgendwie enden lassen. Für Bren und Lisanne werden die Erinnerungen verblassen und nur noch eine kurze vielleicht sogar unwichtige Episode werden. Wer weiß was noch kommt


    Falls jemandem von Euch der Kult ein wenig zu kurz gekommen sein sollte - darüber gibt es einen weiteren Roman, Schattenkult, mit einer Leserunde zur erweiterten Edition, die Ende August startet. Schattenkult spielt in derselben Welt wie Die Schattenherren - erzählt aber eine neue Geschichte mit neuen Figuren ...

    An der Runde kann ich leider , urlaubsbedingt, nicht teilnehmen. Aber ich linse bestimmt mal rein hier.


    Die Anhänge und Erklärungen mochte ich wieder sehr und habe sie aufmerksam gelesen.

    Und ich mochte das Nachwort und finde den Gedanken gut dass die Schattenherren quasi mitgepilgert sind


    Danke für die spannenden und unterhaltsamen Runden hier

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Brens Transfer in den Nachtschattenwald gelingt. Die beiden Mütter mit ihrem Kind und dem Säugling war so ein idyllisches Bild, dass es schon klar war, dass Bernd diese Idylle nicht verschonen wird :totlach: Aber auch hier rührt sich sein Mitleid: er vergießt sogar Tränen.


    Nun hat Nalaji auch noch ihren zweiten Sohn verloren, ihre ganze Familie hat sie im Kampf gegen die Schattenherren sterben sehen. Und dabei war schlussendlich alles umsonst. Die Fayé ergeben sich den Schattenherren und stellen sich gegen die Menschen. Gerg ist der Meinung, dass eine Welt ohne die Fayé ärmer wäre, aber die Menschen spielen dabei keine Rolle; sie erscheinen mir immer wieder nur wie ein Spielball, die den Unsterblichen in keinster Weise das Wasser reichen können. Sie strampeln sich völlig umsonst ab, die Freiheit ihrer Reiche zu sichern.

    Wobei die Fayé ihren Fluch ebenfalls nicht loswerden konnten, da sie die Osadroi nicht besiegen konnten. Ihre ganze Hoffnung ruht nun auf dem Kind.


    Bren kann Espera (was für ein passender Name für das erste Fayé-Kind nach so langer Zeit) in seine Gewalt bringen und hat somit Gergs Auftrag an ihn und Lisanne erfüllt. Aber deswegen hat er immer noch keine Ruhe vor ihr, jetzt sollen sie auch noch gemeinsam Espera aufziehen!


    Aber Bren hat diesmal vorgesorgt und Lisanne mit seinem Wissen in der Hand. Wenn Gerg erfahren würde, was sie getan hat, hätte sie verwirkt, davon bin ich überzeugt. Und das weiß sie auch selber, sonst hätte sie sich nicht der Verunzierung ihres Gesichts durch Kirettas Haken gebeugt. Eine sehr passende Strafe - gefällt mir sehr gut :teufel:


    Ich kann mir schon vorstellen, dass Bren es irgendwann gelingen wird, Lisanne zu vernichten – sie muss sich ziemlich zurückhalten, was zukünftige Aktionen gegen Bren angeht. Und Bren hat alle Zeit der Welt.


    Und am Ende entscheidet sich Bren sogar dafür, das Ernten von Essenz von Kindern so gut wie möglich zu vermeiden und will das sogar in seiner Baronie durchsetzen. Dadurch bewahrt er sich doch noch ein Stück Menschlichkeit - Kiretta hätte das gefallen.

  • Natürlich interessiert mich, was Ihr vom Ende von Herr haltet. Haben die Richtigen gewonnen? Ist der Roman rund?

    Wie gefallen Euch die Anhänge?

    Tja, wie schon beim ersten Lesen machte sie halt wieder etwas Ernüchterung breit, dass die Menschen weiterhin nur in der zweiten Liga spielen und Spielbälle Unsterblichen sind. Aber solch einen Paukenschlag, die Osadroi zu besiegen - und das auf ganzer Ebene - ist auch viel zu unrealistisch, daher ist der Roman rund. Die Anhänge haben mir wieder sehr gut gefallen.


    Wie empfindet Ihr im Rückblick die Trilogie in ihrer Gesamtheit? Welcher Band ist Euer Highlight, über welche Figuren habt Ihr besonders gern gelesen?

    Beim ersten Lesen war ich ja ein wenig frustriert vom ersten Band, aber damals war es auch schon so, dass ich die gesamte Trilogie gelesen haben musste, um "Feind" besser einschätzen zu können. Da ich diesmal schon wusste, was mich in "Feind" erwartet, blieb der Frust aus und mir hat das Buch auch besser als damals gefallen. Die wechselnde Perspektive, wie man in den einzelnen Bänden die Schattenherren besser kennenlernt - von außen, innen und aus der Sicht eines Osadro - finde ich sehr gelungen. Mein persönlicher Favorit der drei Bände ist nach wie vor "Knecht": das liegt einmal an dem coolen Bren und der coolen Kiretta, aber auch an den wechselnden Schauplätzen, die wir durch die Suche nach Lisanne entdeckt haben. Außerdem hat es mir gut gefallen, wie Gadior und Velon mit Bren zusammenarbeiten mussten, weil sie im gleichen Boot saßen und die Osadroi sich keine Überheblichkeiten leisten konnten.

  • Dass ausgerechnet Bren und Lisanne am Ende übrig bleiben und sich um das Kind kümmern sollen ist irgendwie ... lustig. Ausgerechnet die Beiden die sich spinnenfeind sind. Ich habe aber wenig Hoffnung dass sie das Kind nicht im Sinne der Schatten erziehen.

    Ich glaube grade der Hass zwischen den beiden wird dem Kind die Schattenart vorleben, vielleicht war genau das auch Gergs Intention.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Und weil ich mit "Feind" meine erste Berührung mit darker Dark Fantasy hatte und ich bei Band 2 und 3 schon desillusioniert war.

    :lachen:

    Man muss die Leserschaft zu Beginn erst einmal mittelhochtief anschocken, dann sind alle für das Folgende bereit.


    Die beiden Mütter mit ihrem Kind und dem Säugling war so ein idyllisches Bild, dass es schon klar war,dass Bernd diese Idylle nicht verschonen wird

    :lachen:


    Wenn Gerg erfahren würde, was sie getan hat, hätte sie verwirkt, davon bin ich überzeugt.

    Was genau hätte sie verwirkt?

    Ihren Einfluss bei Hofe?

    Ihre Existenz wohl kaum - sie ist eine Schattenherzogin - die tötet man nicht so einfach ...

    Ich kann mir schon vorstellen, dass Bren es irgendwann gelingen wird, Lisanne zu vernichten – sie muss sich ziemlich zurückhalten, was zukünftige Aktionen gegen Bren angeht. Und Bren hat alle Zeit der Welt.

    Aber würde Bren das überleben? Derzeit ist sein Hass auf Lisanne das, was ihn am meisten am Leben hält ... ;)


    Mein persönlicher Favorit der drei Bände ist nach wie vor "Knecht"

    Damit haben wir alle Bände zusammen: Jeder ist irgendjemandes Favorit.

    :freu:

    Was auch zeigt, dass es nicht die eine Bestsellerformel gibt, nicht das eine Rezept, um den Roman zu schreiben, der alle umhaut. Letztlich müssen immer Roman und Leser zueinander finden - und manchmal gibt es dann ein "Match in Heaven" (oder eben "in the Shadows").


    Ich glaube grade der Hass zwischen den beiden wird dem Kind die Schattenart vorleben, vielleicht war genau das auch Gergs Intention.

    Der Schattenkönig ist nicht nur böse, sondern auch weise. :teufel:

  • Was genau hätte sie verwirkt?

    Ihren Einfluss bei Hofe?

    Ihre Existenz wohl kaum - sie ist eine Schattenherzogin - die tötet man nicht so einfach ...

    Nicht? Schade ... ich habe mir das eigentlich schon so schön ausgemalt, wie Gerg Lisannes Herz entsaftet :teufel:


    Aber würde Bren das überleben? Derzeit ist sein Hass auf Lisanne das, was ihn am meisten am Leben hält ... ;)

    Och, bis dahin kann er ja vielleicht noch ein weiteres Hobby finden :totlach:

  • So, das Buch ist geschlossen. Das war sie also, Die Schattenherren-Trilogie.

    Natürlich interessiert mich, was Ihr vom Ende von Herr haltet. Haben die Richtigen gewonnen? Ist der Roman rund?

    Wie gefallen Euch die Anhänge?

    wie immer auch sehr schön das Nachwort mit dem du uns einen kleinen Einblick in dein Schaffen gewährt und wir miterleben , wie alltägliche Erfahrungen ihren Weg in deine Bücher finden ( nicht das dass Ziehen von Weisheitszähnen zum Alltagsgeschehen zàhltrotwerd)

    Es ist schön quasi mit dir am Schreibtisch zu sitzen.

  • Mir ist vor zwei Wochen ein Weisheitszahn gezogen worden. Ich habe das Geräusch noch in den Ohren

    :zahnschmerzen:<X

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore