05: Anfang Kapitel 3 bis "... Wetterbergen entschieden hatte." (Pos. 2907)

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Anfang Kapitel 3 bis "... Wetterbergen entschieden hatte." (Pos. 2907) schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Ich muss sagen, die Geschichte entwickelt sich anders als erwartet. Da ist Guardaja ein zweites Mal ein Leuchtfeuer für den Wiederstand gegen die Schattenherren. Und mit den Faye als Gegner scheint die Luft enger zu werden. Die Aussicht, den Fluch zu brechen scheint ein mächtiger Antrieb für diese Unsterblichen zu sein. Die Schattenherren in der Defensive, das gefällt mir.


    Bren hingegen scheint in einem klassischen Rollenkonflikt gefangen zu sein. Er ist mit Leib und Seele, nein, Leib und Herz, auch nicht mehr passend...er ist halt noch im Kopf General und nicht Schattenherr. Wie sonst wäre er auf die Idee gekommen, dem General des Südens zu drängen, seiner nicht dessen Erfahrung zu folgen? Gleichzeitig fängt er an, die der neuen Rolle angemessene Überheblichkeit und Arroganz zu entwickeln. Allerdings ist er noch nicht intrigrant genug, um sich direkt Gadiors zu entledigen, als die Kutsche stürzt.


    Die Beziehung zu seiner Mutter entwickelt sich auch spannend. Sehnt sich Bren nach Liebe? Ist es des Festhalten an seinem alten Leben? Und dieser Traum von Kiretta, sehr mysteriös. Meine erste Intuition war, dass sie vieleicht ein gemeinsames Kind (Das Leuchten) in den Armen halten könnte...aber die Szene passt irgendwie nicht dazu.


    Sind die Silberminen bei Guardaja eigentlich erschöpft oder nutzbar? Falls ja ein doppelt dramatischer Verlust .

  • Guardajas General ist eher ein Spielbrett-Stratege, der noch nie ein richtiges Schlachtfeld betreten hat.

    Bren gibt ihm in dem Übungskampf einen kleinen Vorgeschmack auf das richtige Leben. Dass ihm diese Lektion keine rechte Befriedigung verschafft, zumindest nicht die der körperlichen Anstrengungen zeigt Mal wieder, dass man bei der Wandlung zwar die Unsterblichkeit erlangt, aber auch einen großen Teil Lebensfreude und -qualität verliert.

    Freuen wir uns also an unserem endlichen Leben in dem wir wenigsten Spaß haben^^


    Allerdings schwächt Brens Verachtung für Zuresso seinen üblichen strategischen Weitblick. Die Entscheidung ihn mit so vielen Soldaten in die Schlacht zu schicken, hat diesem zwar eine Lektion in Krieg spielen außerhalb des Spielbretts verschafft, aber die Festung auch schlecht verteidigt zurück gelassen.

    Diesen Fehler macht er aber schnell wieder wett, als die Verantwortung plötzlich in seinen Hànden liegt.


    Brens Verhältnis zu seiner Mutter ist scheinbar recht zwiegespalten. Er hasst sie immer noch dafür ihn als Kind aufgegeben zu haben, sieht sich jetzt aber auch in überlegener Position ihr gegenüber. Nicht als erfolgreicher General, der sein Leben auch ohne sie gemeistert hat sondern als in ihren Augen gottàhnlcher Osadro.
    Er weiß selbst nicht so recht, wie er mit ihr umgehen soll.


    Wie deprimierend muss es für Kiretta sein, dass die Heilkräfte einer alten Mondpriesterin höher geschätzt werden als ihre Kenntnisse als Navigatorin:) Und dann zockt der Kapitän ihr auch noch den Ring ab. Da muss sie ja an ihren sämtlichen Fähigkeiten zweifeln;)

  • Der Entfesselung und Entsendung des Seelennebels hat auch bei den Menschen auf Ejabon-vor-dem-Nebel hohe Verluste gefordert. Im Moment scheinen die Fayé und die mit ihnen verbündeten Menschen einen guten Lauf zu haben, aber wird das so bleiben? Bren wird nicht so schnell aufgeben, sondern nach einer neuen Strategie suchen, um den Kampf doch noch zu drehen. Ihm ist bewusst, wo Widajas Fehler lagen.


    Wobei er sich bei Zurresso von dessen äußeren Erscheinung und seiner Unfähigkeit, mit der Waffe zu kämpfen, täuschen lässt und ebenfalls eine falsche Entscheidung trifft. Neben dem Kampf beschäftigt ihn noch die Frage, welcher Schattenherr für die Rettung von Kiretta verantwortlich sein könnte und er muss aufpassen, dass Jittara nicht zu viel erfährt, die natürlich merkt, dass hier irgendein Geheimnis verborgen liegt.


    Kiretta wäre beinahe die Flucht geglückt - die Szene, in der sie Nalaji vom Steg schubst, musste auf den Kapitän ziemlich skurril wirken :totlach: Genauso wie der unter Rosen gebettete Gadior. Nach wie vor würde mich echt interessieren, was ihn mit den Rosen verbindet. Es ist auch immer wieder Gadior, der Bren die Macht der Erinnerungen nahelegt.


    Spannend war auch zu erfahren, dass Schattenherren im Schlaf träumen können, wenn auch Brens Schlaf "rüde" unterbrochen wird. Ich musste bei Brens Überlegungen grinsen, warum sich über all die Jahrhunderte keiner hat etwas einfallen lassen, wie man einen Schattenherrn gefahrlos wecken könnte.


    Gadiors Schlaf ist echt extrem tief und fest, dass er nicht mal von dem Sturz der Kutsche aufwacht. Ob das auch der Fall gewesen wäre, wenn nicht die drei Monde am Himmel gewesen wären?


    Sehr raffiniert von Bren, den Fayé, der den Zauber gegen die Osadroi webte, als Geisel zu nehmen, zumal dieser sehr gesprächig ist.


    Brens Gefühle für seine Mutter sind ziemlich widersprüchlich: einerseits kann und will er ihr nicht verzeihen, was sie ihm und seinem Vater angetan hat, andererseits ist sie ihm aber nicht gleichgültig, sonst hätte er sich nicht zwischen sie und den Unhold geworfen.


    Diese Unholde sind ja auch ziemlich gruselige Kreaturen - oder Unkreaturen *schüttel*

  • Ich muss sagen, die Geschichte entwickelt sich anders als erwartet. Da ist Guardaja ein zweites Mal ein Leuchtfeuer für den Wiederstand gegen die Schattenherren.

    Das stimmt, Guardaja nimmt hier wieder eine wichtige Stellung ein.


    Und dann zockt der Kapitän ihr auch noch den Ring ab.

    Ich denke, wenn Kiretta nicht untem der Einfluss von Nalajis Drogen gestanden hätte, wäre der Kapitän damit nicht so einfach weggekommen :totlach:

  • Ich bin überrascht und auch irgendwie erleichtert dass Bren seine Mutter noch nicht getötet hat. Ich denke mal dass das ein weiterer großer Schritt für ihn sein wird wenn seine Mutter -druch seine Hand- stirbt. Und ich gehe davon aus dass es so sein wird, dass er ihre Essenz nehmen wird. Die Mutter ist ja auch wirklich sklavisch demütig.


    Bren gibt ihm in dem Übungskampf einen kleinen Vorgeschmack auf das richtige Leben. Dass ihm diese Lektion keine rechte Befriedigung verschafft, zumindest nicht die der körperlichen Anstrengungen zeigt Mal wieder, dass man bei der Wandlung zwar die Unsterblichkeit erlangt, aber auch einen großen Teil Lebensfreude und -qualität verliert.

    Freuen wir uns also an unserem endlichen Leben in dem wir wenigsten Spaß haben ^^

    Ja, das habe ich wohl auch gedacht. So erstrbenswert scheint das Schattendasein nicht zu sein.



    Ist es des Festhalten an seinem alten Leben? Und dieser Traum von Kiretta, sehr mysteriös. Meine erste Intuition war, dass sie vieleicht ein gemeinsames Kind (Das Leuchten) in den Armen halten könnte...aber die Szene passt irgendwie nicht dazu.

    Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Aber Schattenherren können bestimmt keine Kinder zeugen, dann müsste Kiretta schon schwanger sein. Aber auch davon gehe ich nicht aus



    Genauso wie der unter Rosen gebettete Gadior. Nach wie vor würde mich echt interessieren, was ihn mit den Rosen verbindet. Es ist auch immer wieder Gadior, der Bren die Macht der Erinnerungen nahelegt.

    Die Rosen sind irgendwie sehr skurril. Er hat doch da gar nichts von. Sehr sehr seltsam. Außerdem erinnert mich das dann doch sehr an ein Grab, so mit den Blumen bedeckt

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Die Beziehung zu seiner Mutter entwickelt sich auch spannend. Sehnt sich Bren nach Liebe? Ist es des Festhalten an seinem alten Leben?


    Brens Verhältnis zu seiner Mutter ist scheinbar recht zwiegespalten.

    Vielleicht beginnt er zu einem Teil zu verstehen, weshalb seine Mutter ihn weggab und sucht eine Möglichkeit, eine Beziehung zu ihr aufzubauen.


    Kiretta wäre beinahe die Flucht geglückt - die Szene, in der sie Nalaji vom Steg schubst, musste auf den Kapitän ziemlich skurril wirken :totlach:

    Die Szene fand ich ziemlich komisch. Sich vorzustellen, wie Najali rücklings ins Hafenbecken plumpst :)


    Nach wie vor würde mich echt interessieren, was ihn mit den Rosen verbindet. Es ist auch immer wieder Gadior, der Bren die Macht der Erinnerungen nahelegt.


    Die Rosen sind irgendwie sehr skurril. Er hat doch da gar nichts von. Sehr sehr seltsam.

    Ob Gadior bei der Rettung von Kiretta seine Finger im Spiel hatte? Vielleicht erinnern ihn die Rosen an etwas oder jemandem. Ich wittere einen möglichen Romantikfaktor.

  • Ich muss sagen, die Geschichte entwickelt sich anders als erwartet.

    :jakka:


    Allerdings ist er noch nicht intrigrant genug, um sich direkt Gadiors zu entledigen, als die Kutsche stürzt.

    Hm, wieso sollte er sich Gadiors entledigen?


    Sind die Silberminen bei Guardaja eigentlich erschöpft oder nutzbar?

    Nachdem sie in die Schatten gefallen waren, wurde das Silber nicht weiter abgebaut. Es gibt dort also noch Silbererz ...


    Freuen wir uns also an unserem endlichen Leben in dem wir wenigsten Spaß haben

    Eine gute Einstellung! :klatschen:


    Wie deprimierend muss es für Kiretta sein, dass die Heilkräfte einer alten Mondpriesterin höher geschätzt werden als ihre Kenntnisse als Navigatorin :) Und dann zockt der Kapitän ihr auch noch den Ring ab. Da muss sie ja an ihren sämtlichen Fähigkeiten zweifeln ;)

    Kiretta wäre beinahe die Flucht geglückt - die Szene, in der sie Nalaji vom Steg schubst, musste auf den Kapitän ziemlich skurril wirken

    Diese Kiretta-Szene ist übrigens neu in der erweiterten Edition. In der Originalversion war sie nicht enthalten.

    Wobei er sich bei Zurresso von dessen äußeren Erscheinung und seiner Unfähigkeit, mit der Waffe zu kämpfen, täuschen lässt und ebenfalls eine falsche Entscheidung trifft.

    Das stimmt: Zurresso hat einen ganz anderen Weg an die Spitze des Militärs genommen als Bren. Das ist ihm sehr fremd - und deswegen schätzt er ihn falsch ein.


    Ich bin überrascht und auch irgendwie erleichtert dass Bren seine Mutter noch nicht getötet hat.

    :lachen: Eine solche Aussage würde außerhalb der Leserunde sicher zu einiger Verwunderung führen ...


    Vielleicht beginnt er zu einem Teil zu verstehen, weshalb seine Mutter ihn weggab und sucht eine Möglichkeit, eine Beziehung zu ihr aufzubauen.

    Brens Mutter wird uns noch eine Weile begleiten. Was denkt Ihr - wie wird sich die Beziehung zwischen den beiden entwickeln?

    Ich wittere einen möglichen Romantikfaktor.

    <3:jakka:<3

  • Diese Kiretta-Szene ist übrigens neu in der erweiterten Edition. In der Originalversion war sie nicht enthalten.

    Da war ich mir hier ziemlich sicher, dass das eine neue Szene ist, denn an die hätte ich mich bestimmt noch erinnert.


    Das stimmt: Zurresso hat einen ganz anderen Weg an die Spitze des Militärs genommen als Bren. Das ist ihm sehr fremd - und deswegen schätzt er ihn falsch ein.

    Bren hat hier eine Gemeinsamkeit mit Helion, der sich immer wieder ermahnen musste, sich nicht von dem ersten Eindruck leiten zu lassen.

  • Hui, es geht an allen "Fronten" rasant voran.

    Die Faye haben sich also wirklich mir den Menschen verbündet, bisher sah es ja eher nach einem Chance nutzen der Menschen aus. Da wird es für die Schatten doch bedrohlich. Und tatsächlich ist Guardaja nicht nur die letzte Handlungsstätte des Silberkrieges sondern auch einer der ersten strategischen Punkte der Rebellion. Und durch die Magie der Faye auch erstaunlich angreifbar. Vor allem in einer Nacht des dreifachen Vollmondes. Ich wusste bisher gar nicht das diese von den Schattenherren grundsätzlich verschlafen wird.

    Das Wecken Brens erinnerte mich stark and Gadiors in Knecht, das hatte schon fast etwas comikhaftes. Und die Reflektionen danach haben mich sehr zum Schmunzeln gebracht. Bei dem Traum von Kiretta hatte ich übrigens die Assoziation das sie Brens Herz hält, aber die Kind Theorie ist auch spannend.

    Und die Fluch war auch cool, mit den Änderungen an der Festung htte ich nicht gerechnet, und Bren eindeutig nicht mit dem Hinterhalt, den er dann aber sehr gut gemeistert hat. (Auch die kleine Szene mit der Frage wer welches Pferd bekommt fand ich super)

    Kirettas Fluchtversuch fand ich sehr aufschlussreich, zeigte er doch das Nalaji sie immer noch zu kontrollieren versucht, und das Kiretta dies mittlerweile genau weiss. Die Frage nach dem Weg in die Schatten fand ich klasse, und sie zeigt, das Kiretta, allem Freiheitsdrang zum trotz, doch zu Bren zurück will.

    Und die Veränderungen in Ejaborn vor dem Nebel sind auch interessant, und da zeigt sich das es hohe Verluste gab.

    Und weiter gehts, irgendwie fiebere ich grade mit allen Seiten mit ;)

    Das kann nicht gut gehen.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Allerdings schwächt Brens Verachtung für Zuresso seinen üblichen strategischen Weitblick. Die Entscheidung ihn mit so vielen Soldaten in die Schlacht zu schicken, hat diesem zwar eine Lektion in Krieg spielen außerhalb des Spielbretts verschafft, aber die Festung auch schlecht verteidigt zurück gelassen.

    Bren war als Stratege deshalb sehr gut, weil er so viel Erfahrungen hatte und immer daraus gelernt. Jetzt handelt er nach seinen menschlichen Erfahrungen, aber die Schattenherren haben ganz andere Möglichkeiten, das sieht er noch nicht alles. Es ist doch schon etwas anderes, wenn man Probleme über Jahrhunderte ausschlafen kann. Die Zeit ist ein menschlicher Faktor, ebenso wie der Umgang mit den Soldaten und den Menschen allgemein. Für den menschlichen General Bren waren die ihn umgebenden Soldaten wertvolle Kampfgefährten. Er hat versucht sie , wo es geht zu schonen, ebenso wie die Bevölkerung, die auch seinesgleichen waren. Jetzt ist er Schattenherr und die Menschen sind nur noch Material.

    Brens Verhältnis zu seiner Mutter ist scheinbar recht zwiegespalten. Er hasst sie immer noch dafür ihn als Kind aufgegeben zu haben, sieht sich jetzt aber auch in überlegener Position ihr gegenüber. Nicht als erfolgreicher General, der sein Leben auch ohne sie gemeistert hat sondern als in ihren Augen gottàhnlcher Osadro.
    Er weiß selbst nicht so recht, wie er mit ihr umgehen soll.

    Dieses Zwiegespaltenheit ist wohl etwas, wo der Verstand gegen das schwindende Gefühl eingesetzt wird. Ich denke es ist noch irgendwo das da, was alle Kinder haben, Liebe zu der Mutter, egal was diese getan oder nicht getan hat.

    GERade habe ich mich wieder mit jemandem unterhalten, den jetzt, mit über 50 Jahren von seiner Kindheit eingeholt wurde. Das ist im Unterbewusstsein und das war es sicher, was ihn dazu gebracht hat, sich vor seine Mutter zu werfen. Der Verstand ist neugierig. Er will verstehen, warum sie sich so an die Schatten bindet. Etwas was ich auch nicht verstehen kann. Was bringt die Menschen zu dieser Verehrung der Schatten. Wenn ich heutige Religionen ansehe, so arbeiten sie doch (soweit ich weiß) mit einem Versprechen für die Ewigkeit. Entweder nur die Ruhe, das Nichts oder die Herrlichkeit. Aber diese Schatten versprechen eine endlose Qual., die Hölle ohne Chance auf Rettung. Warum "vergöttern" die Menschen, die Mutter, die Schatten? Wieso ist sie so stolz auf ihn, weil er ein Osadro geworden ist, nicht etwas, weil er ein so guter General ist. Diese Frage, die sich Bren stellt, stelle ich mir also auch und ich würde gern wissen, was ihr dazu denkt?

    :totlach: Genauso wie der unter Rosen gebettete Gadior. Nach wie vor würde mich echt interessieren, was ihn mit den Rosen verbindet. Es ist auch immer wieder Gadior, der Bren die Macht der Erinnerungen nahelegt.

    Gadior ist sehr jung in die Schatten gekommen., hatte er überhaupt schon ein romantisches Leben? Wie ist er überhaupt so jung in die Schatten gekommen? ich denke es stecken in allen Schattenherren (und Frauen) Geschichten.

    warum sich über all die Jahrhunderte keiner hat etwas einfallen lassen, wie man einen Schattenherrn gefahrlos wecken könnte.

    Warum sollte man? Menschen erachten sie doch als wertlos. QAber interessant, wie unbewußt die Handlung geschieht und wie es also Bren erlebt, der sich auch beim ersten Mal keine GEdanken weiter darum macht.

    Ich denke, wenn Kiretta nicht untem der Einfluss von Nalajis Drogen gestanden hätte, wäre der Kapitän damit nicht so einfach weggekommen

    Das denke ich auch!!

    Die Mutter ist ja auch wirklich sklavisch demütig.

    Gibt es in den Schatten eine andere Art demütig zu sein? Bren war eine Ausnahme, finde ich und vielleicht sind es eher die Ausnahmen, die für Wert erachtet werden, Schattenherren zu werden?

    So hatte ich das noch gar nicht gesehen - gruselige Vorstellung.

    Gruslig für wen?

  • Dieses Zwiegespaltenheit ist wohl etwas, wo der Verstand gegen das schwindende Gefühl eingesetzt wird. Ich denke es ist noch irgendwo das da, was alle Kinder haben, Liebe zu der Mutter, egal was diese getan oder nicht getan hat.

    GERade habe ich mich wieder mit jemandem unterhalten, den jetzt, mit über 50 Jahren von seiner Kindheit eingeholt wurde. Das ist im Unterbewusstsein und das war es sicher, was ihn dazu gebracht hat, sich vor seine Mutter zu werfen. Der Verstand ist neugierig. Er will verstehen, warum sie sich so an die Schatten bindet. Etwas was ich auch nicht verstehen kann. Was bringt die Menschen zu dieser Verehrung der Schatten. Wenn ich heutige Religionen ansehe, so arbeiten sie doch (soweit ich weiß) mit einem Versprechen für die Ewigkeit. Entweder nur die Ruhe, das Nichts oder die Herrlichkeit. Aber diese Schatten versprechen eine endlose Qual., die Hölle ohne Chance auf Rettung. Warum "vergöttern" die Menschen, die Mutter, die Schatten? Wieso ist sie so stolz auf ihn, weil er ein Osadro geworden ist, nicht etwas, weil er ein so guter General ist. Diese Frage, die sich Bren stellt, stelle ich mir also auch und ich würde gern wissen, was ihr dazu denkt?

    Ich denke dafür sollte man nicht nur auf die Weltreligionen schauen sondern auch besonders auf die Sekten, und da frag ich mich auch manchmal wie Menschen so was tun können (die eigene minderjährige Tochter zum Beispiel dem Sektenführer als Lustsklavin zu überlassen, war glaube ich in Südamerika in ner Enklave) ich glaube Hingabe kann die undenkbarsten formen annehmen. Und die Schatten lassen die Wahl zwischen Qualen und Tod direkt oder ein "gutes" langes Leben im Sinne der Schatten. Und wenn das nicht reicht, weil man damit ja seine Seele verwirkt, dann bleibt noch die Hoffnung vielleicht doch irgendwann die Fesseln der Sterblichkeit hinter sich zu lassen. Selbst Bren, der die Greultaten des Kultes und einiger Schattenherren nicht gut hiess hat sich gewünscht ein Unsterblicher zu werden.

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Gadior ist sehr jung in die Schatten gekommen., hatte er überhaupt schon ein romantisches Leben? Wie ist er überhaupt so jung in die Schatten gekommen? ich denke es stecken in allen Schattenherren (und Frauen) Geschichten.


    Gruslig für wen?

    Gut möglich, dass Gadior noch zu jung für ein romantisches Leben war. Und ja, seine Geschichte, wie er in die Schatten gekommen ist, würde mich auch interessieren.


    Gruselig finde ich die Vorstellung von einem Grab, wenn es denn so ist, was Gadior dann damit verbindet.

  • Und die Schatten lassen die Wahl zwischen Qualen und Tod direkt oder ein "gutes" langes Leben im Sinne der Schatten. Und wenn das nicht reicht, weil man damit ja seine Seele verwirkt, dann bleibt noch die Hoffnung vielleicht doch irgendwann die Fesseln der Sterblichkeit hinter sich zu lassen. Selbst Bren, der die Greultaten des Kultes und einiger Schattenherren nicht gut hiess hat sich gewünscht ein Unsterblicher zu werden.

    Wenn es das ja wäre, aber weder die Mutter noch das Mädchen wollen ein gutes Leben und streben auch nicht die Unsterblichkeit an, trotzdem Verehren sie die Schatten bis zur Selbstaufgabe. WARUM? Ich kann da keinen Grund erkennen.

  • Sie glauben Götter vor sich zu haben, was gibt es besseres und höheres als diesen zu dienen?

    Ich selbst bin wenig Obrichkeits hörig, aber wenn es mir mein Leben lang eingetrichtert worden wäre, wer weiss..

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Die Schattenherren in der Defensive, das gefällt mir.

    Mir gefällt das auch sehr gut, obwohl ich befürchte, dass das nicht so bleibt. Bren wird nicht so leicht aufgeben und er hat einen hohen Erfahrungswert, was das betrifft. Auch wenn er jetzt eine Fehlentscheidung traf, so wird ihm das sicherlich kein zweites Mal passieren.

    Brens Verhältnis zu seiner Mutter ist scheinbar recht zwiegespalten.

    Nun ja, wen wundert es. Immerhin wurde er als Kind weggegeben. Das prägt natürlich. Ich bin eher gespannt, wie sich seine Gefühlswelt ihr gegenüber ändern wird, je länger er ein Osadro ist.

    Wie deprimierend muss es für Kiretta sein, dass die Heilkräfte einer alten Mondpriesterin höher geschätzt werden als ihre Kenntnisse als Navigatorin :) Und dann zockt der Kapitän ihr auch noch den Ring ab. Da muss sie ja an ihren sämtlichen Fähigkeiten zweifeln ;)

    Das war eine geniale Szene. Da habe ich echt gelacht. Die arme Kirette, deren Gesicht hätte ich da gerne gesehen. Aber sie wird sich davon schon erholen, da bin ich mir sicher.

    Nach wie vor würde mich echt interessieren, was ihn mit den Rosen verbindet. Es ist auch immer wieder Gadior, der Bren die Macht der Erinnerungen nahelegt.

    Gadior war zwar noch sehr jung, aber warum sollte er nicht schon eine romantische Geschichte erlebt haben? Vielleicht denkt er an seine erste Liebe zurück, die oft sehr intensiv ist und an die man sich noch lange erinnert.

    Vielleicht erinnern ihn die Rosen an etwas oder jemandem. Ich wittere einen möglichen Romantikfaktor.

    Genau das denke ich auch. Da könnte sich Romantik und vielleicht sogar eine kleine Tragödie dahinter verstecken.

    Diese Kiretta-Szene ist übrigens neu in der erweiterten Edition. In der Originalversion war sie nicht enthalten.

    Da bin ich aber froh, dass diese Szene jetzt reingekommen ist. Ich finde, das lockert das sehr auf.

    :lachen: Eine solche Aussage würde außerhalb der Leserunde sicher zu einiger Verwunderung führen ...

    Deshalb bleiben wir auch lieber unter uns, ansonsten können wir tatsächlich in Schwierigkeiten geraten :totlach:

    Brens Mutter wird uns noch eine Weile begleiten. Was denkt Ihr - wie wird sich die Beziehung zwischen den beiden entwickeln?

    Ich glaube, sie kühlt ab. Bren wird sich immer weiter von ihr als Sohn distanzieren und sie nur noch als Osadro sehen. Aber vielleicht ist sie ihm als Untergebene noch eine gute Hilfe und er wird sie weiterhin in seinem Umfeld einsetzen.


    Das war auf jeden Fall ein spannender Abschnitt.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Da wird es für die Schatten doch bedrohlich.

    Tja, wie schätzt Ihr die Kräfte ein? Sind die Schatten bedroht? Sind sie gar verloren? Oder ist die ganze Angelegenheit für sie eher ein Ärgernis?


    Vor allem in einer Nacht des dreifachen Vollmondes. Ich wusste bisher gar nicht das diese von den Schattenherren grundsätzlich verschlafen wird.

    In jedem Fall dämpft das Mondlicht die Magie, und bei drei Vollmonden fällt das extrem aus. Ob die Schattenherren durchschlafen oder nicht, hängt auch von ihrem Alter ab.


    Aber diese Schatten versprechen eine endlose Qual., die Hölle ohne Chance auf Rettung.

    Für die Ungehorsamen.

    Die treuen Diener werden vor den Göttern versteckt. Sie sind dann nach dem Tod nicht-existent - kein Paradies, aber das große Nichts.

    Sie glauben Götter vor sich zu haben, was gibt es besseres und höheres als diesen zu dienen?

    Das ist wohl der entscheidende Aspekt: Sie sehen die Chance, etwas Höherem nahe zu sein. Das ist für viele Menschen in sich schon eine Belohnung. Deswegen sterben manche ja auch für eine weltliche Ideologie, die ihnen keinerlei Jenseitsversprechen macht. Man kann sich in alles Mögliche hineinsteigern ... Die Band Man-o-War unterscheibt ihre Plattenverträge zum Beispiel mit Blut und der Bandleader äußert in jedem zweiten Interview: "I would die for heavy metal!" :lachen:

    Wie ist er überhaupt so jung in die Schatten gekommen?

    Ich glaube, in Feind wird angedeutet, dass es an seiner Wohlgestalt lag.

    Gadior war zwar noch sehr jung, aber warum sollte er nicht schon eine romantische Geschichte erlebt haben? Vielleicht denkt er an seine erste Liebe zurück, die oft sehr intensiv ist und an die man sich noch lange erinnert.

    Ich habe neulich eine Fernseherie geschaut, in der es in einer Staffel einen Nebenplot zwischen zwei Figuren gibt, die sich nicht leiden können. Vor allem der eine macht dem anderen einen schweren Vorwurf, man erfährt aber bis zur letzten Folge der Staffel nicht, worum es geht. Es wird so erzählt, dass man eine Frauengeschichte vermutet. Im Showdown fällt dann der Satz: "Ich habe sie auch geliebt", und man glaubt, nun sei alles klar. Aber dann sieht man ein Foto: Es ging um einen Hund. :lachen: