01: Prolog + Kapitel 1 bis "... sobald wir können." (Pos. 639)

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  • Hallo Ihr Lieben,


    hier treffen wir uns ab dem 27.07.2018 zur Leserunde zu dem Buch "Die Schattenherren: Herr" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders Robert Corvus, der uns hier begleiten wird. Schön, dass Du, lieber Robert, wieder mit dabei bist! :-*


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch.

    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Wenn ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, dann wäre es gut, wenn ihr hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid geben würdet.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass bitte pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte! :winken:


    Hier könnt Ihr vom Prolog + Kapitel 1 bis "... sobald wir können." (Pos. 639) schreiben.

    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!


    Liebe Grüße

    odenwaldcollies :winken:

  • Oh, sucht ihr alle noch nach Silberbesteck? Ich habe ne ganze Kiste davon, lasse sie allerdings hier, weil ich nicht damit erwischt werden will. Würde aber gern abgeben für mutigere.


    Ach ja, die Liebe zu einer Hure. Immer wieder wird angenommen, dass diese nur aus Verzweiflung ihren Beruf ausüben, aber da irrt die Männerwelt. Es gibt auch hier, wie in jedem Beruf, Frauen (und sicher auch Männer) die ihren Beruf lieben. So ein Fehldenken ist lebensgefährlich in den Schatten, wie man liest. Die Tötungsart haben nun die Schattenherren nicht erfunden, aber sie scheint ihnen zu gefallen, obwohl es doch eine Verschwendung von Lebensessenz ist. Warum soll dann die Hure sterben, die doch nur ihre Bürgerpflicht erfüllt hat. Obwohl ich schon dachte, der Schattenherr könnte ihre Essenz nehmen als Belohnung sozusagen.

    Der Prolog zeigt wie normal das Leben eigentlich verläuft, obwohl wir als Leser doch diese Schattenherrschaft als sehr grausam empfinden. Die Menschen haben sich sehr schnell daran gewöhnt. Oder wäre einer von uns freiwillig in die Burg der Schattenherren gegangen? Naja, wie man es nimmt, wir tun es ja..

    Ich fand jedenfalls, dass die Gier der Hure hier sehr normal rüber kommt und ihre Angst vor den Schattenherren sich in Grenzen hält.

    Dann ist Bren wieder da und es gibt gleich wieder ein paar ethische Ansichten. Die beiden Gesandten kennen wir und es tröstet doch etwas, dass sie ein relativ normales Leben geführt haben und vor allem voller Liebe. Romantikerinnen vor, das war ein Schmankerl für Euch. Genießt es, wird nicht lange so bleiben! Aber es gibt Hoffnung für Euch: Kiretta lebt! Wer will, dass sie lebt? Lisanne. Warum? Weil sie ein Mittel ist Bren zu erpressen und leiden zu lassen. Oder? Also wird es wohl eine typische Robert-Romantik werden. Wieviel Überlebenschance gebt ihr unserem Ehepaar und ihrem Sohn? Sie hatten ihre Zeit und jetzt machen sie etwas, was immer schief geht. Sie trennen sich. Ist das klug? Es ist gegen Nalajis Rat. Was passiert mit Helden, die sich dumm benehmen?

    Interessant aber wieder die Betrachtungen zur Unsterblichkeit. Die Logik ist nicht zu widerlegen, wenn die Prämissen so stimmen würden. Aber Unsterblichkeit würde vielleicht auch dazu führen, dass die Menschen den Weltraum erobern und der ist unendlich. Warum tun das eigentlich die Schattenherren nicht? Weil sie keine SF Literatur sind? ^^

    Und die Betrachtungen zur Bestrafung des Gardisten, der völlig unschuldig den Osadro verletzt hatte, zeigen wie sich Bren an seine neue Existenz anpasst. Muss er das? Wie weit? Was ist mit ihm, wenn er 100 Jahre oder 1000 Jahre als Schattenherr gelebt hat?

    Die Heilung Kirettas fand ich sehr schön beschrieben. Auch dass Nalaji mehr tut als ihre Pflicht wäre. Sie ist doch eine Heilerin mit ganzer Seele und sie hat Respekt vor Kiretta.

    Nun mal sehen wie es den Neulingen in den Herrscherregionen der Schatten gefällt.

  • Hah! Da ist sie also wieder, die Hoffnung. Der Leser mag wieder an einen guten Ausgang der Geschichte glauben. Sei es, dass man sich eine Romanze zwischen Kiretta und Bren (Verspürt ein Schattenherr eigentlich menschliche Gelüste?) oder ein Happy End für Nalaji und Narron wünscht. (An der Stelle: HAH! ICH HAB RICHTIG GERATEN!!!) Dieses tut man trotz oder wegen des Wissens um die Andeutungen des Autors.

    Die kleine Geschichte mit der Hure und dem Gardisten zeigt deutlich, dass viele in der Garde halt Menschen sind, und prinzipiell auch an ihrem Leben hängen und sich nach Liebe sehnen. Das Pfählen ist halt eine deutliche Erinnerung daran, dass die einzige Frage ist, ob sie schnell oder schmerzerfüllt sterben. So haben in der Geschichte immer wieder Herrscher ihre Truppen „motiviert“, mit wechselndem Erfolg. Es wird einem erneut bewusst, dass im Land der Schatten jeder sich und nur sich der nächste ist.

    Da schreibe ich so etwas und im nächsten Moment muss ich den kleinen Zirkel der Gläubigen betrachten. Wo immer Unterdrückung herrscht wächst Wiederstand und Hoffnung ist ein scharfes Schwert. Einzig fürchte ich, dass sich die Geschichte unserer beiden Alten keinem guten Ende nähert.

    Interessant ist die Frage, wer steht hinter Kirettas Rettung? Es kann doch eigentlich nur Velon sein? Was sind die Motive? Wohlwollen oder Epressungsmöglichkeiten? Fragen über Fragen… Ich fürchte, ich muss doch den Rest des Buchs lesen für die Antworten, keine grausame Vorstellung.

  • Interessant, wieso Velon?

    Weil er anwesend war und die Geschichte kennt. Ebenso kennt er den Faye und Kiretta, damit wäre er auf der Liste der potenziellen Urheber bei mir ganz weit oben. Zumal er in Knecht schon angefangen hat, sich Brens Gunst zu sichern.

  • Na, das war doch Mal wieder ein schattenerfrischender Start. Kaum hat man die Seiten aufgeschlagen, gibt es Verrät, enttäuschte Liebe oder doch starke Zuneigung, eine extrem unschöne Art der Hinrichtung und zu allem Überfluss erklärt Lisanne dem armen Tasor auch noch, dass er ein Versager ist.


    Narron hat offenbar einen Weg gefunden, den Schattenherren zu trotzen, auch ohne Paladin-Weihe und Mondschwert.

    Wird er so zum "stillen Helden"?


    Bren muss sich sichtlich erst an seinen Status als Leandro gewöhnen, aber auch hier hilft ihm sein strategischen Denken.

    Er findet die Bestrafung des Gardisten zwar übertrieben, er war ja ein Stück weit selbst schuld, erkennt aber schnell, dass Milde nur seine Autorität als Schattenbarometer untergraben würde.


    Mit dem altbekannten Blick des ehemaligen Generals erkennt er Dengors Qualitäten und befördert ihn gleich Mal.

    Allerdings scheint mir in Dengors mehr als ein Hauch von Widersprichsgeist zu schlummern. Könnte interessant werden.


    Kirettas Rettung war eine Überraschung. Wer hat sie veranlasst? Gehört siemit zu Lisannes Plan Bren zu quälen und zu zerstören? Den ersten Schlag bekam er durch ihren Tod, zu gegebenem Zeitpunkt tritt sie wieder in sein Leben, Hoffnung erwacht und dann schwingt sie den ganz großen Hoffnungs-Zertrümmer-Hammer?

    Wer weiß?

    Die Heilung Kirettas fand ich sehr schön beschrieben. Auch dass Nalaji mehr tut als ihre Pflicht wäre. Sie ist doch eine Heilerin mit ganzer Seele und sie hat Respekt vor Kiretta.

    Ja, die Heilung war sehr schön und mitfühlend beschrieben. Faszinierend, wie Nalaj in Kirettas Körper quasi eintaucht und die " Defekte" aufspürt und repariert, sowie die Schmerzen abzieht und umleitet, ein bisschen wie Pranaheilung.


    Den Respekt zu haben dürfte ihr leicht fallen, da sie sich die Schmerzen und das Leiden von Kiretta nicht nur vorstellen kann, sondern es quasi im eigenen Körper spürt.

  • Barbarische Sitten mit dem Phählen. Da gab es doch mal einen netten Grafen, der seine Feinde so tötete 😬


    Chialla verpetzt ihren Freier. Ob wir noch mal etwas von ihr hören? Sie scheint eine dunkle Seele zu haben. Genau das, was den Schattenherren gefällt.


    Najali und Narron scheinen weiterhin gegen den Schatten zu kämpfen und suchen nun nach Schwächen des neuen Königs Greg. Gar nicht so dumm. Jeder hat seine Achillesverse. Ich bin gespannt, ob sie etwas Entscheidendes finden werden.


    Kiretta lebt? Das überrascht mich jetzt wirklich. Hatte unser Autor da einen weichen Moment? Ich hoffe, dass Najali sie retten kann. Ich stelle mir vor, wie sie die Seiten wechselt und irgendwann Bren gegenübersteht. Das könnte spannend werden.


    Brent's Gedanken, wie man ihn sieht, finde ich ganz interessant. Held oder Verräter? Das ist eine gute Frage und beantwortet sich vermutlich je nach Ausgangsposition.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Interessant, wieso Velon?

    Weil er anwesend war und die Geschichte kennt. Ebenso kennt er den Faye und Kiretta, damit wäre er auf der Liste der potenziellen Urheber bei mir ganz weit oben. Zumal er in Knecht schon angefangen hat, sich Brens Gunst zu sichern.

    Man merkt, dass ich in Urlaubsstimmung bin. Tatsächlich habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht. Vielleicht sollte sie ein Ghoul werden und jemand fand es zu schade für ihre Qualitäten.


    Vielleicht hat sich Ghoulmeister Monjohr auch in sie verguckt und sie gerettet. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass er sein eigenes Ding dreht.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Hallo zusammen in den Schatten ^^


    Überraschung: Kiretta ist noch gar nicht tot - ich musste ja aufpassen, dass ich bei der letzten Leserunde deswegen nichts verrate :totlach: Ob Lisanne wohl davon weiß? Und wer hat wohl Ghoulmeister Monjohr beauftragt, Kiretta zu retten? Er selbst, um sich Brens Gunst gewogen zu halten bzw. etwas in der Hand zu haben, um sich ihn gewogen zu halten? Jittara, die bisher noch nicht in Erscheinung getreten ist, sie war ja im letzten Band auch schon sich schwer am Einschleimen bei Bren? Velon, der Bren ebenfalls auf seine Seite ziehen möchte oder gar die Konkurrenz zwischen Lisanne und Bren noch verschärfen möchte, weil Kiretta noch lebt und Bren weiterhin um ihr Leben fürchten muss, was ihn sicherlich leichter beinflussbar machen wird? Oder sogar Lisanne selbst, weil sie so Bren weiter quälen kann? Das glaube ich aber am allerwenigsten, denn sie leidet zu sehr unter dem Verlust von Helion, was man auch bei Tasors Pfählung wieder gut erkennt, denn ihre Gedanken weilen nur bei seiner Rolle während Helions Ermordung.


    Ich tendiere am ehesten dazu, dass es ein Osadro ist, der Monjohr den Auftrag gegeben hat, Kiretta zu Nalaji zu bringen, denn evtl. nur ein Osadro würde es wagen, sich Lisanne zur Feindin zu machen. Andererseits riskiert er damit, dass es mit Monjohr einen weiteren Mitwisser gibt und kann er dann sicher sein, dass Monjohr nicht mit seinem Wissen evtl. bei Lisanne hausieren gehen könnte? Aber vielleicht hat dieser Osadro wiederum Monjohr in der Hand und kann sich dessen Loyalität sicher sein. Ganz schön kompliziert das alles in Ondrien :totlach:

    Über eines sind wir uns aber alle sicher: dass derjenige, der für Kirettas Rettung verantwortlich ist, es nicht aus Nächstenliebe getan hat oder weil er eine ausgeprägte romantische Ader hat :totlach:


    Das was, Chialla mit Tasor macht, ist ganz schön fies - und zeigt gut, wie die Ondrier ticken, dass die Manipuliation durch die Schattenherren von Erfolg gekrönt ist.


    So, jetzt werde ich erstmal was essen und melde mich nachher wieder.

  • Ich werfe mal ein "Hallo" in die Schatten. Und wie es sich für einen echten Schattensklaven gehört warte ich mit dem Posten bis die Nacht herein bricht und die böse Sonne endlich hinterm dem Horizont verschwunden ist. Bei diesem Wetter erscheint ein Land ohne Sonne fast erstrebenswert.



    Barbarische Sitten mit dem Phählen. Da gab es doch mal einen netten Grafen, der seine Feinde so tötete 😬

    Ja, eine sehr passenden Hommage hier an Vlad den Pfähler.


    Chialla ist ja eine tolle Schattensklavin, so wünschen sich die Schattenherren ihre Untertanen. Kein Wunder dass sie nicht getötet wird, so eine kann man ja immer gebrauchen.


    Dass Kiretta lebt hat auch mich sehr überrascht, damit habe ich nicht gerechnet.


    Kiretta lebt? Das überrascht mich jetzt wirklich. Hatte unser Autor da einen weichen Moment?

    Ganz bestimmt nicht, das ist doch pure Berechnung.

    Ich bin auch der Meinung dass Velor Kiretta retten lassen will. An einen perfiden Plan Lisannes denke ich dabei nicht. Für sie ist das "Werkzeug Kiretta" abgenutzt.

    Die beiden Gesandten kennen wir und es tröstet doch etwas, dass sie ein relativ normales Leben geführt haben und vor allem voller Liebe. Romantikerinnen vor, das war ein Schmankerl für Euch. Genießt es, wird nicht lange so bleiben!

    Oh ja, ich habe mich gefreut. Ein kleiner Hoffnungsschimmer, schauen wir wie lange er glimmen kann


    Ob der Blutmond gestern die Schattenherren auch schwächen würde? Oder würde er ihnen Kraft verleihen?


    Ich werde nun weiter eintauchen in die Schatten

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • So, jetzt bin ich wieder da.


    Über das Wiedersehen mit Narron und Nalaji habe ich mich wieder besonders gefreut, zumal die beiden nach Narrons Verletzung seinerzeit doch noch zusammengekommen sind. Und all die Jahre haben sie im Untergrund ihren Kampf gegen die Schatten nicht aufgegeben.

    Das, was sie in den Schriften über Gerg und den ersten Zirkel erfahren, ist ziemlich interessant und gibt eine Antwort darauf, wie damals die ersten Osadroi überhaupt entstanden sind. Und es sieht so aus, als ob es so schnell keine neuen Schattenkönige oder auch -königinnen mehr geben wird.


    Die Argumentation, warum den Menschen keine Unsterblichkeit vergönnt ist, ist absolut schlüssig und nachvollziehbar, aber im Endeffekt tun die Schattenkönige auch nichts anderes als die "eifersüchtigen Götter", die den Menschen die Unsterblichkeit vorenthalten: die letzten Geheimnisse erfahren die Osadroi unterhalb der Schattenkönige auch nicht und zudem habe diese sie durch die Herzen in der Hand. Spannend wäre noch zu erfahren, wo sich dieser Ort befindet, an dem die Schattenkönige ihren Schlaf abhalten.


    Nochmal zurück zu Nalaji und Narron: mal sehen, ob sie und ihr Sohn das Ende dieses Buches erleben werden, das ist bei Bernd mehr als fraglich :totlach:


    Nalaji muss ziemlich überrascht gewesen sein, als sie von Helions Schicksal erfahren hat, dass er bis vor kurzer Zeit noch nicht ganz tot war. Ich bin gespannt, ob sich ihr Wunsch, Helion Rubin auszulesen, noch erfüllen wird. Und wie wird sie sich Bren gegenüber verhalten, der Helion eigentlich einen Gefallen getan hat, indem er ihn getötet und damit Lisannes Fängen entrissen hat. Sie weiß ja, dass Helion ein erbitterter Feind der Osadroi war.

    Lachen musste ich wieder bei der Szene, als Nalaji kurz und schmerzlos die ondrischen Bücher "aufräumt", die hat mir schon beim ersten Lesen gefallen :totlach:


    Dann sehen wir Bren wieder: ein wenig wehmütig und noch scheinbar etwas orientierungslos. Ihn zieht es noch eher zu den Kämpfern und seinen ehemaligen Kameraden hin, für seinen Seelenbrecher hat er dagegen Verachtung übrig. Tja, so richtig glücklich ist er noch nicht, was auch dem entspricht, was Gadior im zweiten Band bereits angesprochen hat: dass die jungen Schattenherren in der ersten Zeit mit ihren Erinnerungen zu kämpfen haben. Er selbst weiß noch nichts davon, dass Kiretta eigentlich noch lebt, also erfolgt ihre Rettung hinter seinem Rücken.


    Er überlegt sich, dass er noch nie einen Schattenherrn hat weinen sehen: die Szenen, als Lisanne bitterlich um Helion weinte, kennt er ja nicht.

  • Ich fand jedenfalls, dass die Gier der Hure hier sehr normal rüber kommt und ihre Angst vor den Schattenherren sich in Grenzen hält.

    Ja, das zeigt so richtig schön den Menschenschlag in Ondrien und wie erfolgreich die "Innenpolitik" der Schattenherren ist.


    Was ist mit ihm, wenn er 100 Jahre oder 1000 Jahre als Schattenherr gelebt hat?

    In diesem Abschnitt wurde erwähnt, dass die Osadroi mit der Zeit immer abgehärteter und brutaler werden und Dinge tun, die so vielleicht als junge Schattenherren noch nicht so dolle fanden.


    Na, das war doch Mal wieder ein schattenerfrischender Start. Kaum hat man die Seiten aufgeschlagen, gibt es Verrät, enttäuschte Liebe oder doch starke Zuneigung, eine extrem unschöne Art der Hinrichtung und zu allem Überfluss erklärt Lisanne dem armen Tasor auch noch, dass er ein Versager ist.

    Das hast du jetzt sehr treffend zusammengefasst :totlach:


    Barbarische Sitten mit dem Phählen. Da gab es doch mal einen netten Grafen, der seine Feinde so tötete 😬

    Wer hat hier wohl von wem abgeschaut? :totlach:


    Das überrascht mich jetzt wirklich. Hatte unser Autor da einen weichen Moment?

    Das kannst du nicht wirklich glauben, oder? :o Bernd macht das doch nur, um Bren und uns Leser noch ein wenig mehr zu quälen :teufel:


    Ob der Blutmond gestern die Schattenherren auch schwächen würde? Oder würde er ihnen Kraft verleihen?

    Eine gute Frage :teufel:

  • So mein unabsichtlich erfahrener Spoiler ist jetzt auch klar, nämlich das Kiretta noch eine Rolle hat. Ich bin froh das sie dafür (noch) nicht unsterblich gemacht wurde.

    Narron und Nalaji gefallen mir gut, vor allem die Überlegeungen das Abwarten auch seine nicht zu verachtenden Vorteile hätte. Das hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt auch mal wieder das der Spruch "Mutig muss man nur sein wenn man eine Wahl hat" sehr wahr ist. Aber trotzdem haben sie sich auf die Seite des Lichts geschlagen und versuchen immer noch "die Welt zu retten". Interessant fand ich da aber den gesähten Samen des Misstrauens in der verschworenen Gemeinschaft der Anhänger der Mondmutter. Und wieso sitzen fast alle mit den Rücken zur Mitte bei der Zeremonie? Kennen sie sich gegenseitig selber nicht oder gehört das zum normalen Heilungsritual?

    Bren dagegen gefällt mir sehr gut von der Darstellung her. Man merkt wie Zerrissen er noch ist, und wie wenig er sich an seinen neuen Stand gewöhnt hat. Im Herzen (welches er nicht mehr hat) ist er immer noch ein Krieger. Ich glaube sein taktisches Geschick wird er auch noch bitter nötig haben in diesem Buch. Lisanne gegen sich, kein Gefolge hinter sich und die grosse Überraschung mit Kiretta steht ihm auch noch bevor. Vom Krieg mit den Faya ganz abgesehen...

    Dengor erinnert mich irgendwie ein wenig anden Riesen aus Band eins (den Namen hab ich grade nicht parat) aber ich glaube mit ihm hat Bren einen guten Fang gemacht. Ein Untergebener der nicht nur buckelt hat auch Vorteile, solange er loyal bleibt heisst das...

    Ich bin mal gespannt wie es weiter geht.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Hallo Ihr Lieben,


    meine Zeitplanung der letzten Tage wurde über den Haufen geworfen, ich komme leider erst heute abend zum Posten :winken:

  • Obwohl ich schon dachte, der Schattenherr könnte ihre Essenz nehmen als Belohnung sozusagen.

    Sicher gibt es viele in den Schatten, die das als Belohnung empfunden hätten, vor allem die Kleriker im Kult. Aber ob Chialla auch so gepolt ist? Oder lebt sie einfach nur in der Welt, in der sie aufgewachsen ist - ohne gleich an Selbstaufopferung Gefallen zu finden?

    Romantikerinnen vor, das war ein Schmankerl für Euch. Genießt es, wird nicht lange so bleiben!

    Liebes Tagebuch,

    mein rosengefülltes Herz wird völlig verkannt! Ich weine Tränen aus Rosenwasser! ;(


    Aber Unsterblichkeit würde vielleicht auch dazu führen, dass die Menschen den Weltraum erobern und der ist unendlich. Warum tun das eigentlich die Schattenherren nicht?

    Dschingis Khan hat angeblich auf die Frage, warum er die Welt erobern wollte, geantwortet: "Irgendwomit muss ich schließlich anfangen! Erst die Welt - dann der Mond und die Sterne!" Auch die Schattenherren haben ja noch ein bisschen Raum, wo sie sich in Eloy ausdehnen können.

    Hah! Da ist sie also wieder, die Hoffnung.

    Ein so zartes Pflänzchen, diese Hoffnung - und doch so widerstandsfähig ... Erstaunlich, ganz erstaunlich ... ;)


    für Nalaji und Narron wünscht. (An derStelle: HAH! ICH HAB RICHTIG GERATEN!!!)

    Ja, das stimmt!

    :klatschen:


    Interessant ist die Frage, wer steht hinter KirettasRettung? Es kann doch eigentlich nur Velon sein? Was sind die Motive?

    Kirettas Rettung war eine Überraschung. Wer hat sie veranlasst? Gehört siemit zu Lisannes Plan Bren zu quälen und zu zerstören?

    Ich vermute, diese Frage wird uns noch einige Leseabschnitte weit begleiten ... Ich freue mich auf Eure Spekulationen. :jakka:


    Über eines sind wir uns aber alle sicher: dass derjenige, der für Kirettas Rettung verantwortlich ist, es nicht aus Nächstenliebe getan hat oder weil er eine ausgeprägte romantische Ader hat

    Nein, da sind sich nur die steinherzigsten aller Leserinnen einig! Auch in dieser Leserunde gibt es jedoch Leserinnen mit Herz:

    Vielleicht hat sich Ghoulmeister Monjohr auch in sie verguckt und sie gerettet. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass er sein eigenes Ding dreht.

    Liebes Tagebuch,

    wenigstens Murkxsi gesteht mir eine gewisse Restromantik zu. :jakka:

    Mit dem altbekannten Blick des ehemaligen Generals erkennt er Dengors Qualitäten und befördert ihn gleich Mal.

    Allerdings scheint mir in Dengors mehr als ein Hauch von Widersprichsgeist zu schlummern. Könnte interessant werden.

    Ein Untergebener der nicht nur buckelt hat auch Vorteile, solange er loyal bleibt heisst das...

    Tja, wie loyal in Dengor?

    Chialla ist es nicht (gegenüber ihrem Freier), Lióla war es bis in den Tod (gegenüber Lisanne). Es gibt nicht nur einen Schatten, sondern viele Schattierungen.

    Faszinierend, wie Nalaj in Kirettas Körper quasi eintaucht und die " Defekte" aufspürt und repariert, sowie die Schmerzen abzieht und umleitet, ein bisschen wie Pranaheilung.

    Zu dieser Darstellung hat mich die Reihe um Alvin den Schmied inspiriert. Sie stammt von Orson Scott Card, der, nebenbei bemerkt, die für mich hilfreichsten Schreibratgeber verfasst hat. Der erste Band trägt den Titel "Der siebente Sohn".

    Ich habe es vor vielen Jahren gelesen, aber erst letztes Jahr erfahren, dass es wohl viele Motive aus der Lebensgeschichte des Gründers der Mormonenkirche enthält.


    Barbarische Sitten mit dem Phählen. Da gab es doch mal einen netten Grafen, der seine Feinde so tötete

    Ja, eine sehr passenden Hommage hier an Vlad den Pfähler.

    Interessanterweise galt Vlad der Pfähler als Bollwerk der zivilisierten Welt gegen den Ansturm der Barbaren. rotwerd


    Sie scheint eine dunkle Seele zu haben. Genau das, was den Schattenherren gefällt.

    Das was, Chialla mit Tasor macht, ist ganz schön fies - und zeigt gut, wie die Ondrier ticken, dass die Manipuliation durch die Schattenherren von Erfolg gekrönt ist.


    Ja, das zeigt so richtig schön den Menschenschlag in Ondrien und wie erfolgreich die "Innenpolitik" der Schattenherren ist.

    Erinnert Ihr Euch noch an das Interludium Giftschatten aus Feind? Dort war ja Thema, wie die Kleriker das Volk erziehen ...


    Kiretta lebt? Das überrascht mich jetzt wirklich.

    Liebes Tagebuch,

    heute konnte ich Murkxsi verblüffen! :freu:

    Ob der Blutmond gestern die Schattenherren auch schwächen würde? Oder würde er ihnen Kraft verleihen?

    In einer Roten Nacht werden in Akene neue Paladine erwählt ... ;)


    Das, was sie in den Schriften über Gerg und den ersten Zirkel erfahren, ist ziemlich interessant und gibt eine Antwort darauf, wie damals die ersten Osadroi überhaupt entstanden sind.

    Ja, da habe ich mich in den vorigen Leserunden ein wenig zurückgehalten, damit Ihr hier noch etwas Neues lest. ;)


    Lachen musste ich wieder bei der Szene, als Nalaji kurz und schmerzlos die ondrischen Bücher "aufräumt", die hat mir schon beim ersten Lesen gefallen

    Das habe ich auch mit einer gewissen Genugtuung geschrieben. ;)


    Narron und Nalaji gefallen mir gut,

    Das freut mich, weil sie recht untypische Protagonisten sind. Der typische Fantasy-Held ist jung, am besten Waise, und die Frisur sitzt auch beim eleganten Schwertschwingen 1A. Ich versuche gern, anders gestrickte Figuren zur Identifikation anzubieten.

    Und wieso sitzen fast alle mit den Rücken zur Mitte bei der Zeremonie? Kennen sie sich gegenseitig selber nicht oder gehört das zum normalen Heilungsritual?

    Viele Religionen kennen die "Arkandisziplin", was bedeutet, dass die heiligsten Handlungen im Verborgenen vollzogen werden. Besonders deutlich ist das bei den orthodoxen Christen, bei denen die Priester während der Messe immer wieder hinter einer Trennwand verschwinden.


    Bei diesem Wetter erscheint ein Land ohne Sonne fast erstrebenswert.

    Ich weiß ja nicht, ob Ihr Euch das vorstellen mögt, aber dieser Tage schreibe ich im Berserker-Modus - sprich: mit freiem Oberkörper.

    :schwitz:

  • Ein so zartes Pflänzchen, diese Hoffnung - und doch so widerstandsfähig ... Erstaunlich, ganz erstaunlich ... ;)

    Ich habe Sorge dass Du es noch zertreten wirst



    Das freut mich, weil sie recht untypische Protagonisten sind. Der typische Fantasy-Held ist jung, am besten Waise, und die Frisur sitzt auch beim eleganten Schwertschwingen 1A. Ich versuche gern, anders gestrickte Figuren zur Identifikation anzubieten.

    Aber bei Lisanne hast Du das "Haar-Klischee" dann wieder erfülllt, denn ihre Haare und ihr perfekter Sitz werden oft erwähnt



    Ich weiß ja nicht, ob Ihr Euch das vorstellen mögt, aber dieser Tage schreibe ich im Berserker-Modus - sprich: mit freiem Oberkörper.

    :schwitz:

    :schweinskram:

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore