1) Seite 7 - Seite 134 (Brief an .... - einschl. Kapitel 9)

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  • Hallo liebe Petra Durst-Benning,

    liebe MitleserInnen,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Spätsommerliebe" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders die Autorin Petra Durst-Benning - schön, dass Du unsere Runde begleitest!


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netikette durch.


    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag. Auch ist es nicht nötig, den Inhalt nachzuerzählen, wir lesen ja alle das gleiche Buch ;)


    Wenn Ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, gebt bitte hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid.


    Es wäre schön, wenn Ihr darauf achtet, nicht zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte!


    Viel Spaß uns allen beim Lesen und Diskutieren! :winken:


    Hier könnt Ihr zum Inhalt bis Seite 134 schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Guten Morgen!

    Ich mache dann mal den Anfang.


    Es ist schön, wenn man alte Bekannte wieder trifft und so habe ich mich direkt wieder eingefunden in Maierhofen. Ich habe gestern die Mittagspause genutzt, um im Garten zu lesen, konnte dann aber gestern Abend leider nicht mehr posten, weil ich unerwarteten Besuch hatte.


    In Deinem "Brief an meine Leser" greifst Du so wahre Wort auf, liebe Petra.


    Zitat von Seite 9

    Unsere Bedürfnisse verändern sich, plötzlich spüren wir, dass wir etwas anderes benötigen als in all den Jahren zuvor. Oder dass uns Dinge, die uns früher immens wichtig waren, plötzlich nichtig erscheinen.

    So erging es mir vor knapp 2 Jahren. Mit den Flüchtlingen, die 2016 in mein Leben traten, hat sich alles verändert. Dinge, die mir vorher wichtig waren, hatten auf einmal keine Wertigkeit mehr, andere Dinge bekamen einen tieferen Sinn und ich habe gemerkt, dass ich es leid bin, Samstag für Samstag auf dem Hundeplatz zu stehen und mich stundenlang mit Menschen abzugeben, die meine Zeit und meine Mühe nicht schätzen, mich von wichtigen Dingen abhalten und so habe ich einen Cut gemacht und mich den Dingen zugewandt, die mir etwas (zurück-)geben.


    Wenn mir das jemand vor 3 Jahren gesagt hätte, hätte ich ihm wohl einen Vogel gezeigt. Der Hundeplatz und das Drumherum waren für mich meine 2. Heimat.
    Nun bin ich für jemand anderer die 2. Heimat geworden und alles hat sich geändert.


    Ich muss gestehen - mit den griechischen Namen tue ich mich schwer beim Lesen. Aus Apostoles hat mein Kopf permanent Apostoteles gemacht .... :o


    Schön, dass sich Magdalena nach Gottfrieds Tod noch einmal verlieben konnte. An Liebe auf den 1. Blick habe ich jedoch nur als Teenager geglaubt. Heute bin ich der Meinung, dass man sich bei Liebe auf den 1. Blick nur in die Blätter, nicht aber in die Wurzeln verliebt. Also in Äußerlichkeiten, nicht in den Charakter des Menschen. Ich bin gespannt, wie es mit den Beiden weiter geht. Die ersten Missverständnisse gibt es ja schon und Apostoles hat dann so viel Stolz, dass er auch gleich seinen Koffer packt und das Haus verlässt. Auch wenn Magdalena ihn quasi rausgeworfen hat, hätte er ja nicht gleich mit Sack und Pack ausziehen müssen sondern mal ne Nacht drüber schlafen und dann nochmal mit Magdalena reden ...??!! Ich denke, dass die unterschiedlichen Nationalitäten und die damit zusammenhängende Art Dinge anzupacken, noch zu weiteren Missverständnissen führen wird.


    Wenn man liest, was die Maierhofener für ein Programm haben, dann stimmt die Aussage, dass sie sich immer um das Wohlergehen anderer kümmern und sich niemand wirklich Zeit für sich selbst nimmt. Und dann kommt Apostoles auch noch auf die Idee für alle zu kochen ..... also ein weiterer Termin im großen Ganzen.


    Schön fand ich, dass Filosofena Magdalena sagte, dass sie "ein Engel, ein Segen" für Apostoles ist. Exfrauen sind ja manchmal ganz anders drauf, auch wenn sie selbst einen neuen Partner haben. Weniger schön fand ich dann, dass Magdalena vom Sog des Meeres in Lebensgefahr geraten ist. Man sollte Strömungen tatsächlich nicht unterschätzen. Aber ihr Apostoles war aufmerksam und hat sie gerettet.


    Bei der Erwähnung des "Tag der Arbeit" musste ich erst mal Tante Google befragen. Ich dachte, dass das ein typisch deutscher Feiertag wäre. Wieder was gelernt, danke!


    Michelle hat ja wahrlich einen "Traum-Job". Oh mein Gott, als ich die Beschreibung der Arbeitskluft gelesen habe, hatte ich schon genug. Ich kann mir vorstellen, wie ihr Arbeitsklima ist und wie sich ihr Chef benimmt. So einen Chef wie Josef Beuerle braucht kein Mensch. Die Aussage "Deine Schenkel waren auch schon mal schlanker, wenn ich das so sagen darf", hätte bei mir wahrscheinlich eine Anzeige wegen Körperverletzung zur Folge. So ein Spruch geht gar nicht und vom Chef gleich überhaupt nicht. Boah ... und dass der Herrenausstatter dann auch noch in die gleiche Kerbe schlägt mit seiner Aussage, dass Mädels ein Verfalldatum haben ... sexistischer geht ja schon gar nicht mehr. Hier würde ich ganz sicher nicht lange arbeiten. Freundin Heike ist auch nicht so ganz glücklich, Janice geht jedoch voll in ihrem Job auf, noch.


    Der Freund von Michelle ist auch sonderbar, aber irgendwie legt er doch das typische Verhalten eines NERDs an den Tag. Lieber Stunden mit dem PC als mit seiner Freundin zu verbringen. Wobei ich jedoch glaube, dass er mit Sabine, der anderen Start-Up-Unternehmerin, nicht nur die Leidenschaft zum Computer teilt. Ich vermute mal, dass die 2 sich schnell näher kommen, während Michelle in Maierhofen weilt.


    Grinsen musste ich bei


    Zitat von Seite 55

    Kam das Wort Romantik eigentlich von Roman? Falls ja, warum fehlte dann genau das in ihrem echten Leben? Wo sie doch so viel las! Oder las sie genau deswegen so viel?


    Vielleicht lese ich ja auch deswegen so viele Romane? Mein Mann ist dermaßen unromantisch, im Gegensatz zu mir.


    Und auch bei

    Zitat von Seite 56

    Jonas hielt nichts von Urlauben, er langweilte sich dabei.


    kann ich mitreden. Mein Mann ist eine Spaßbremse und ich habe die offizielle Erlaubnis, alleine in Urlaub zu fahren.

    Ziemlich doofer Gedanke, aber immer noch besser als wenn er nur rumsitzt und man ihm aus 1 km Entfernung ansehen kann, dass er lieber zu Hause wäre.


    Also - ich kann mich in Michelle durchaus einfühlen. Ich bin gespannt, was aus ihrem Roman wird.


    Christine und Reinhard haben es auch nicht leicht. Reinhard würde es gerne locker angehen, Christine ist noch genau so arbeitswütig wie vorher, vielleicht noch ein wenig mehr, da sie ja die finanzielle Last nun alleine tragen muss. Sie möchte es immer allen und jedem recht machen. Ich glaube das kann auch erdrückend sein. Und als sie den Rasen gemäht hatte, obwohl Reinhard das angekündigt hatte, wäre ich an seiner Stelle auch etwas angepisst gewesen. So kommt sich Reinhard dann auch noch nutzlos vor.


    Edy und Roswitha haben es also geschafft. Er hat mit seinen Vurstwaren Erfolg und sie mit ihren Chips. Das freut mich sehr.
    Für die Eltern von Roswitha haben sie auch eine Lösung gefunden - wobei ich mit Liliana noch nicht so ganz einig bin. Sie hat zwar, so wie es aussieht, ein Händchen für Opa Otto und Oma Irmchen, ich weiß aber noch nicht so recht ob das ihre wahre Bestimmung ist. Irgendwie kann ich sie nicht so recht greifen.


    Greta und Vincent sind auch noch zusammen, prima.

    Ja, Freiwilligendienste können schon mal überhand nehmen, wenn man niemals "Nein" sagen kann. Und Vincent scheint sich da auch ein klein wenig für jeden Zweck einbinden zu lassen. Er sollte da einen Schritt zurücktreten. Sind die körperlichen "Warnsignale" von Greta nicht doch einer Schwangerschaft geschuldet? Ist er wirklich unfruchtbar oder war er das nur bei Deborah (weil es bei beiden nicht gepasst hat)? Unfruchtbar durch Mumps ... ich bin nicht so ganz sicher, ob diese Diagnose stimmt. Abwarten :-)


    Bürgermeisterin Therese hat ihre Krebserkrankung überwunden - toll!


    Magdalena und Apostoles werden sich sicherlich wieder zusammenraufen und das nächste "Fest" kann kommen. Die Maierhofener sind wirklich ein vielbeschäftiges Dörfchen. Sie haben eine große Außenwirkung erreicht, vergessen aber dabei sich selbst.


    So, jetzt bin ich gespannt, wie es weiter geht.

  • Ich hab mir auch gerade spontan das Buch gegriffen, es passt so schön zu diesem sommerlichen Wochenende.

    Da ich alle anderen Maierhofen Romane auch kenne, ist es ein bisschen wie "heimkommen" oder zumindest zu guten Freunden.

    Aber ich muss ja beinahe die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn ich lese, wie sich hier praktisch all unsere liebgewonnenen Paare vor lauter Arbeit kaputtmachen und ihre Beziehungen riskieren.

    Ich finde, hier wird wirklich ein wichtiges Thema angesprochen, wie erhält man eine Beziehung und versinkt nicht im Alltagstrott?


    Bei Christine ist das "Helfersyndrom" ja nichts Neues. Früher waren es ihr Mann und die Töchter, die sie umsorgt hat, nun sind es die Pensionsgäste, die alte Nachbarin... alles gut und schön, aber sie sollte ihr zweites Glück mit Reinhard mehr pflegen. Dass sie es und ihn nicht zu schätzen weiß, will ich ihr gar nicht unterstellen. Aber es kommen eben immer andere Dinge in die Quere.

    Ich hoffe, gesundheitlich ist es nur die Erschöpfung bei ihr, aber ich meine ich hätte da ein paar Warnzeichen gelesen!


    Genauso bei Greta. Schwanger war auch mein erster Gedanke. Ist Vincent wirklich zeugungsunfähig? Hoffentlich ist es auch bei ihr nichts Schlimmeres und sie geht nun wirklich bald mal zum Arzt, um nachschauen zu lassen. Auch so ein Unding bei immer beschäftigten Menschen - völlig verlernen, mal kurz innezuhalten und den eigenen Körper zu fragen, ob es noch geht! Und erst, wenn irgendwas richtig wehtut, mal zum Arzt gehen, oder dann erst recht nicht, weil man dann ja Angst bekommt. Ich bin gespannt, ob die beiden wirklich nach Kanada reisen und wenn ja, wie die Begegnung mit Deborah verläuft.


    Zu Magdalena und Apostoles fällt mir nichts mehr ein. Wie kann man sich nur so anstellen. Alle beide! Wegen solcher Nichtigkeiten! Und keiner traut sich nun, den ersten Schritt zu machen und die Sache wieder einzurenken. Jetzt leben sie wochenlang in so einem Dorf nebeneinander her? Kaum zu fassen!


    Die polnische Altenpflegerin macht mir bisher wenig Sorgen, Apostoles scheint mir recht gefestigt in seinen Gefühlen für Magdalena und lässt sich da nicht von einem Dirndl-Dekolleté so schnell drausbringen. Aber ein bisschen dreist ist die gute Liliana schon. Ohne jetzt etwas unterstellen zu wollen, könnte man auch in die Richtung denken, dass sie in Deutschland auch nach einem Mann Ausschau hält und der Job nur Mittel zum Zweck ist. So wirklich sympathisch ist sie mir nicht, wie sie versucht, sich überall mit in die Familie und vor allem in die Unternehmungen von Edy und Rosi reinzudrängen. Aber tauschen und ihren Job machen möchte ich halt auch nicht und das ist ja auch Realität, dass solche Pflegekräfte meistens aus Osteuropa kommen und hier unsere Eltern und Großeltern pflegen...


    Wen hab ich jetzt vergessen? Michelle natürlich. Aua, das gibt noch ein hartes Erwachen in ihrem "Traumberuf" Autorin. Das hat sie sich wohl etwas zu einfach vorgestellt. Bei ihren Buchszenen schaudert es mich beim Lesen und mir tut Christine jetzt schon leid, die ihr das irgendwann beibringen muss, dass das ziemlicher Mist ist. Aber vielleicht entdeckt Michelle das auch noch von selbst?



  • Ich muss gestehen - mit den griechischen Namen tue ich mich schwer beim Lesen. Aus Apostoles hat mein Kopf permanent Apostoteles gemacht ....

    Ich sage mir die griechischen Namen zwei oder drei mal laut vor - dann geht es besser.

  • Ich finde den "Brief an meine Leser" schon so schön. Petra, Du hast absolut recht.

    Ich lese hier und da auch gerne mal ein Buch mit Liebe, Friede, Freude – alles gut. Danach lehne ich mich zurück und denke: Hach, wenn´s nur manchmal wirklich so wäre. Denn mit dem richtigen Leben haben diese Bücher nichts zu tun. Aber mir schenken sie ab und zu ein paar angenehme, unterhaltsame Lesestunden, bei denen ich nicht nachdenken muss. Und das ist gut so.

    Viel lieber habe ich allerdings die Bücher, in denen es um Frauen wie du und ich geht. Mit ihren Ängsten, ihrem Ärger, ihrem Trotz, manchmal ihrer Wut, ihrer Enttäuschung, aber auch um ihre Freude, ihren Lebenswillen, ihr Verständnis, ihren Mut. Über Frauen, über die ich mit meinen Freundinnen, die auch sehr gerne und viel lesen, diskutieren kann. Und genau diese Frauen bringst Du, liebe Petra, mir in Deinen Büchern nahe. Und deshalb lese ich sie auch so gerne.


    Bei dieser Wanderung auf Kreta zum Picknick ans Meer muss ich sofort an meinen Aufenthalt auf der griechischen Insel von vor 33 Jahren denken. Da kann ich mich noch besser in Magdalena hinein versetzen und die Gegend so richtig genießen. Beim Lesen fühle ich richtig, wie wohl sie sich hier fühlt. Ausser, wenn sie auf die Ex von ihrem Apostoles trifft.


    Apostolis – ich finde es von ihm einen riesigen Schritt von seinem Restaurant Akropolis in die Backstube nach Maierhofen und gleich in die Wohnung von Magdalena zu ziehen. Ihm scheint es damit sehr gut zu gehen, trotz seines Heimwehs. Aber Magdalena macht mir einen etwas angestrengten, leicht überforderten Eindruck. Und kaum sind die ersten Missverständnisse da, gibt ein Wort das andere, da packt der stolze Grieche seinen Koffer und lässt Magdalena mit der ganzen Arbeit stehen.

    Ich bin mir sicher, dass dies nicht der einzige Knall in der Beziehung bleiben wird. Die immer für die Anderen daseiende Magdalena, die alles tut, um die Bäckerei am laufen zu halten und die Arbeit für das Kräuter-der-Provinz-Festrival auf die Reihe zu kriegen. Und der stolze Grieche, der gerne mal alle Fünfe gerade sein lässt. Kann das auf Dauer gut gehen? Ich bin gespannt, ob sie sich auf Dauer mit der doch sehr leichten Lebensweise ihres Griechen arrangieren kann.

    Dass Jessy versucht ihr die Augen ihrer Engstirnigkeit zu öffnen, gefällt mir sehr gut. Ich habe beim Lesen das Gefühl, dass ganz Maierhofen auf eine baldige Versöhnung hofft.

    Ich freue mich schon richtig auf das Fest auf dem Bauernhof, das Apostolis in die Wege leitet.


    Michelle´s Job möchte ich nicht machen. Allein bei der Arbeitskleidung stellen sich mir die Haare auf. Und dann diese anzüglichen, ja schon fast beleidigenen Sprüche, die so gar nicht gehen. Vor allem nicht von einem Mann, der sich der "Chef" nennt. Wobei der Herrenausstatter ja ins gleiche Horn bläst, also auch keinen Deut besser ist.

    Ihr Freund Jonas scheint für´s Zusammenleben irgendwie nicht geschaffen zu sein. Hängt lieber vor seinem PC, anstatt mal mit Michelle zum Essen zu gehen. Ich finde, er benimmt sich gegenüber Michelle absolut herzlos. Ich könnte auf so einen unsensiblen Klotz gerne verzichten. Zu fehlen scheint sie ihm, ausser für ihre Tipps zur Müllentsorgung und dem Wäsche waschen, auch nicht.

    Dann Kollegin Sabine – nur eine Kollegin? Oder kommen sich die Beiden langsam näher?. Da wohl Beide den Computer als nähesten Bestandteil ihres Lebens haben, kann ich mir gut vorstellen, dass da schnell mehr draus wird, wenn Michelle nach Maierhofen abreist.


    Auch bei Christine und Reinhard scheint nicht alles eitel Sonnenschein zu sein. Reinhard würde seiner Liebsten gerne so einiges abnehmen um mit ihr gemeinsam das Leben und die dadurch gewonnene gemeinsame Zeit mehr genießen zu können. Aber Christine ist ein Arbeitstier, dem es nicht leicht fällt, auch mal eine Arbeit abzugeben oder zu delegieren. Und schon ist Zoff vorprogrammiert. Ich hoffe sehr, dass die Tochter von Frau Luise Stetter bald für eine Pflegerin für ihre Mutter sucht und findet.


    Otto und Irmchen haben mit Liliana eine neue Pflegerin bekommen. Die erinnert mich so stark an die erste Pflegerin, die bei meinen Schwiegereltern war. Immer recht jugendlich, wenn nicht sogar sexy, angezogen. Mein Schwiegerpapa wurde auf einmal wieder richtig rüstig und flott. Genau so kommt mir Liliana vor. Ich bin gespannt, ob sie als Pflegerin bleiben wird. Sie scheint ein Auge auf Apostolis geworfen zu haben. Und mit dem Arbeiten scheint sie es auch nicht all zu ernst zu nehmen.


    Hach, es ist so schön wieder mittendrin in Maierhofen zu sein. Ich habe die Menschen hier so in mein Herz geschlossen. Bin schon so gespannt, wie´s weiter geht.

  • Zitat von JanaBabsi: Nun bin ich für jemand anderer die 2. Heimat geworden und alles hat sich geändert.

    Das hört sich richtig gut an, wenn Du das so schreibst.


    Zitat von JanaBabsi: Und dann kommt Apostoles auch noch auf die Idee für alle zu kochen ..... also ein weiterer Termin im großen Ganzen.

    Die Idee finde ich richtig toll. Da machen die Maierhofener endlich mal was für sich selbst - und haben nicht immer nur das Wohl der Gäste im sinn.


    Zitat von JanaBabsi: So einen Chef wie Josef Beuerle braucht kein Mensch.

    Da hast Du absolut recht. Bei so jamandem möchte ich auch nicht angestellt sein.


    Zitat von JanaBabsi: Der Freund von Michelle ist auch sonderbar. Ich vermute mal, dass die 2 sich schnell näher kommen, während Michelle in Maierhofen weilt.

    Da bin ich ganz Deiner Meinung. Ich denke, es wird nicht lange dauern, dann zieht Susanne bei ihm ein.


    Zitat JanaBabsi: Mein Mann ist eine Spaßbremse und ich habe die offizielle Erlaubnis, alleine in Urlaub zu fahre

    Da sind sich unsere Männer sehr gleich. Ich fahre auch schon seit Jahren allein in Urlaub. Bis auf ganz spezielle Ziele, wo er dnn auch mal mitkommt.


    Zitat JanaBabsi: wobei ich mit Liliana noch nicht so ganz einig bin. Sie hat zwar, so wie es aussieht, ein Händchen für Opa Otto und Oma Irmchen, ich weiß aber noch nicht so recht ob das ihre wahre Bestimmung ist. Irgendwie kann ich sie nicht so recht greifen.

    Die "Liliana" bei meinen Schwiegereltern hieß Veronika und hatte einen Spruch parat: "Ich Pflegerin, nix Haushalt machen." Die haben wir schneller nachhause geschickt, als sie den Koffer vollständig ausgepackt hatte. Wie es mit Liliana weiter geht, da bin ich auch schon gespannt drauf.


    Zitat JanaBabsi: Bürgermeisterin Therese hat ihre Krebserkrankung überwunden - toll!

    Das zu lesen hat mich auch sehr gefreut!

  • Aber ein bisschen dreist ist die gute Liliana schon. Ohne jetzt etwas unterstellen zu wollen, könnte man auch in die Richtung denken, dass sie in Deutschland auch nach einem Mann Ausschau hält und der Job nur Mittel zum Zweck ist. So wirklich sympathisch ist sie mir nicht, wie sie versucht, sich überall mit in die Familie und vor allem in die Unternehmungen von Edy und Rosi reinzudrängen. Aber tauschen und ihren Job machen möchte ich halt auch nicht und das ist ja auch Realität, dass solche Pflegekräfte meistens aus Osteuropa kommen und hier unsere Eltern und Großeltern pflegen...

    Wie schon geschrieben, hatten wir für meine schwiegereltern eine Pflegerin aus Tschechien. Zum einen wollte sie nichts im Haushalt machen. Also nur Pillen herrichten und Fußmassage - oder was? Andererseits hatte sie nach ca. 5 Wochen einen "Freund" im Ort gefunden. Damit war dann das Arbeitsverhältnis für sie hinfällig. Die anderen beiden Damen, die sich 14-tägig abgewechselt haben, waren super und haben bis zum Tod meiner Schwiegereltern mit im Haus gewohnt. Für uns, die wir 500km weit weg wohnen, war das eine riesige Erleichterung.

  • Zitat von JanaBabsi: Nun bin ich für jemand anderer die 2. Heimat geworden und alles hat sich geändert.

    Das hört sich richtig gut an, wenn Du das so schreibst.

    Das fühlt sich auch gut an. So schlimm wie es ist - ein Krieg, der einer Mutter ihren Sohn genommen hat, hat mir einen Sohn "geschenkt". Er ist zwischenzeitlich 21 Jahre alt, studiert seit Oktober 2017 an einer deutschen Universität - und vor 3 Jahren sprach er noch kein Wort Deutsch.


    Zitat von JanaBabsi: Der Freund von Michelle ist auch sonderbar. Ich vermute mal, dass die 2 sich schnell näher kommen, während Michelle in Maierhofen weilt.


    Da bin ich ganz Deiner Meinung. Ich denke, es wird nicht lange dauern, dann zieht Susanne bei ihm ein.

    So weit habe ich noch nicht gedacht, aber Du könntest Recht haben. Da das Loft ja ihm gehört, stellt er Michelle bestimmt (sinnbildlich) den Koffer vor die Türe.


    Die "Liliana" bei meinen Schwiegereltern hieß Veronika und hatte einen Spruch parat: "Ich Pflegerin, nix Haushalt machen." Die haben wir schneller nachhause geschickt, als sie den Koffer vollständig ausgepackt hatte. Wie es mit Liliana weiter geht, da bin ich auch schon gespannt drauf.

    So wie Eure Veronika, so kommt mir Liliana auch vor. Die angenehmen Seiten des Lebens mitnehmen, mit den Herren ein wenig flirten, aber ansonsten eher nix tun .... warten wir ab, vielleicht erfahren wir ja noch etwas zu ihrer Entwicklung.


    Apostolis– ich finde es von ihm einen riesigen Schritt von seinem RestaurantAkropolis in die Backstube nach Maierhofen und gleich in die Wohnungvon Magdalena zu ziehen. Ihm scheint es damit sehr gut zu gehen,trotz seines Heimwehs.

    Ich könnte mir vorstellen, dass das auf Dauer für ihn sehr eintönig ist. In seinem Restaurant war er der Chef, hatte Verantwortung und musste alles planen. In der Bäckerei hat Magdalena das Heft in der Hand, das ist sicherlich nicht einfach.

  • Ich finde, hier wird wirklich ein wichtiges Thema angesprochen, wie erhält man eine Beziehung und versinkt nicht im Alltagstrott?

    Es ist ja nicht nur die Beziehung, die hier irgendwie untergeht. Sie vergessen auch den Blick auf sich selbst - auch wenn es zwickt und zwackt geht man nicht zum Arzt oder fährt mal einen Gang zurück. Immer weiter, egal ...... irgendwann bricht auch das beste System zusammen. Für mich stehen die alle recht nah an einem Burn-Out.

  • Genau so schätze ich Jonas auch ein.

  • Zitat von Gaby

    Das finde ich so toll, wenn sich jemand so engagiert. Da hast Du meine absolute Hochachtung.

    Dankeschön!
    Ich habe 5 syrischen männlichen Flüchtlingen + 1 Frau mit Kind bei ihrem Start ins deutsche Leben geholfen. Es war eine anstrengende Zeit, ich habe viel gelernt und auch viel Einblick in unsere deutsche (bescheuerte) Bürokratie bekommen. Ich habe aber auch noch nie so viel gelacht wie in 2016. Rückblickend - die beste Zeit meines Lebens. 4 sind weitergezogen, die Frau mit Kind wohnt in 20 km Entfernung und mein "Kind" ist an den Wochenenden hier und wohnt unter der Woche im Studentenwohnheim.


    Genau so schätze ich Jonas auch ein.

    Lassen wir uns mal überraschen, was Petra aus der Sache gemacht hat. Gibt es in Maierhofen noch einen ledigen Mann?? :-)

  • Toll, kaum hatte ich die ersten zeilen gelesen war ich schon wieder mittendrinn in Maierhofen. Für mich fühlt es sich an wie wenn man nach einer längeren Zeit wieder nach Hause kommt. So intensiv habe ich das noch bei keinen anderen Büchern empfunden.


    Der Urlaub in Griechenland liest sich wunderschön, das würde ich auch gerne einmal erleben.


    Irgendwie passt bisher auch vieles so in meine Vorstellungen wie es mit den Bewohner von Maierhofen und den neuen Partnern entwickelt. Nur bei Magdalena und Apostoles habe ich öfter das Gefühl ich müßte beide einmal schütteln damit sie mal wach werden.


    Werde dann später ersteinmal weiterlesen.


    Liebe Grüße Gabi

  • Liebe JanaBabsi,

    dein Satz mit "Früher war der Hundeplatz meine Welt - heut bin ich eine Welt für jemand anderen" hat mich auch die ganze Nacht nicht losgelassen, er ist so berührend ...
    Was für ein Geschenk einem das Leben manchmal macht. Euch beiden!

    Lesen ist wie ein Kurzurlaub vom Alltag! <br />Viele schöne Lesestunden wünscht euch deshalb eure Urlaubsfee Petra Durst-Benning :-)

  • Wer mal sehen möchte, wie "Feiern wie in Maierhofen" aussehen kann im wahren Leben, kann gerne auf meine Autorenseite bei Facebook schauen. Dort habe ich heute ein Fotoalbum vom gestrigen Bücherfest in Dettingen unter Teck eingestellt.

    Ich glaube, Therese, Christine und alle andern wären stolz auf uns gewesen ...

    Lesen ist wie ein Kurzurlaub vom Alltag! <br />Viele schöne Lesestunden wünscht euch deshalb eure Urlaubsfee Petra Durst-Benning :-)

  • Liebe JanaBabsi,

    dein Satz mit "Früher war der Hundeplatz meine Welt - heut bin ich eine Welt für jemand anderen" hat mich auch die ganze Nacht nicht losgelassen, er ist so berührend ...
    Was für ein Geschenk einem das Leben manchmal macht. Euch beiden!

    Dankeschön!
    Ja, er ist ein Geschenk - anders kann man das nicht sagen.


    Wer mal sehen möchte, wie "Feiern wie in Maierhofen" aussehen kann im wahren Leben, kann gerne auf meine Autorenseite bei Facebook schauen. Dort habe ich heute ein Fotoalbum vom gestrigen Bücherfest in Dettingen unter Teck eingestellt.

    Ich glaube, Therese, Christine und alle andern wären stolz auf uns gewesen ...

    Ich hatte die Vorankündigung für die Veranstaltung auf Deiner Seite gesehen, leider viel zu weit weg für mich. Da schaue ich doch später gerne mal bei Dir auf der Seite vorbei.

  • Feiern wie in Maierhofen können wir hier auch, am Freitag hatten wir unser alljährliches Abschlußfest von unserem Gesangsverein. Da läuft es auch immer so dass jeder etwas zum Buffet beisteuert. Nur die obligatorischen Schnitzel werden bestellt. Aber für mich sind die vielen Salate und Brote sowie der Nachtisch und Kuchen das beste. Auch wenn ich aus gesundheitlichen Gründen vieles nicht mitessen kann sieht das ganze Buffet auch so wunderbar aus.


    Ich bin zur Zeit am Grübeln was die polnische Pflegerin anbetrifft, einerseits finde ich es ja super dass Rosi´s Eltern mit ihr anscheinend gut klarkommen andererseits finde ich es aber nicht so toll dass sie es mit ihrer Arbeit nicht so genau nimmt. Was ist in so einem Fall wichtiger? Meine Überlegungen rühren daher dass ich meinen Mann pflege und eventuell auch einmal in so eine Situation kommen werde wo ich Hilfe benötigen würde. Und günstig ist so eine Hilfe ja nicht.


    Greta ist bestimmt schwanger, das war auch mein erster Gedanke.


    Bei Christine hoffe ich dass sie rechzeitig die Reißleine zieht bevor sie zusammenbricht, aus ihrem Helfersyndrom kann sie wohl einfach nicht ausbrechen.

  • Der Urlaub in Griechenland liest sich wunderschön, das würde ich auch gerne einmal erleben

    Kreta ist eine wunderschöne, sehenswerte Insel mit freundlichen Menschen und einer tollen Natur. Hach, ich merke gerade, dass ich dort auch gerne mal wieder hinfliegen würde.

  • Meine Überlegungen rühren daher dass ich meinen Mann pflege und eventuell auch einmal in so eine Situation kommen werde wo ich Hilfe benötigen würde. Und günstig ist so eine Hilfe ja nicht.

    Mhm .... ich weiß jetzt nicht, ob das legal ist oder nicht ... viele Leute haben doch eine ausländische Pflegekraft, die ihre Arbeit gegen Kost und Logis verrichtet. Zumindest hab ich das jetzt schon öfter gehört, dass die nur ein kleines Taschengeld bekommen und der Rest wird in Essen und Unterkunft "gezahlt".

  • "Ich bin zur Zeit am Grübeln was die polnische Pflegerin anbetrifft, einerseits finde ich es ja super dass Rosi´s Eltern mit ihr anscheinend gut klarkommen andererseits finde ich es aber nicht so toll dass sie es mit ihrer Arbeit nicht so genau nimmt. Was ist in so einem Fall wichtiger? "

    Genau um diese Frage ging es mir. Ich wusste, dass meine Liliana bei vielen Lesern anecken wird. Aber ist sie wirklich so "schlimm"? Sie ist eine lebenslustige junge Frau, die ihren Job als Sprungbrett für ein neues Leben, am besten mit deutschem Mann, sieht. Sie schaut mit Rosis Mutter die Lieblingsserie, sie verhätschelt Rosis Vater ... Klar ist es nicht schön, wenn das Geschirr ungespült in der Spüle liegen bleibt! Aber Frohsinn, Herzenswärme und auf die alten Menschen eingehen haben in meinen Augen auch einen hohen Stellenwert!

    Ich freue mich jedenfalls, wenn ich einen Stein des Anstoßes geliefert habe :-) Denn so sollte es sein. Zwischen den Zeilen lesen ...

    Lesen ist wie ein Kurzurlaub vom Alltag! <br />Viele schöne Lesestunden wünscht euch deshalb eure Urlaubsfee Petra Durst-Benning :-)