1) Das Lied des Paradiesvogels 1

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  • Hallo liebe Rebecca,

    liebe MitleserInnen,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Das Lied des Paradiesvogels 1- 5" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders die Autorin Rebecca Maly - schön, dass Du unsere Runde begleitest!


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netikette durch.


    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag. Auch ist es nicht nötig, den Inhalt nachzuerzählen, wir lesen ja alle das gleiche Buch ;)


    Wenn Ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, gebt bitte hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid.


    Es wäre schön, wenn Ihr darauf achtet, nicht zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte!


    Viel Spaß uns allen beim Lesen und Diskutieren! :winken:


    Hier könnt Ihr zum Inhalt von Teil 1 schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Hallo zusammen,


    ich habe die Mittagspause genutzt und schon mal den 1. Teil gelesen. Das Buch ist mit 74 Seiten schnell zu lesen und man lernt in diesem Teil die Protagonisten kennen, deren Wege sich an irgend einer Stelle der Geschichte kreuzen werden. Die einen lernen sich schon in Hamburg kennen, die anderen erst später.


    Wir lernen Dorothea und Daniel kennen, deren Vater sich mit Portraitfotografie in Hamburg einen Namen gemacht hat. Die Kinder sind wohl beide künsterisch begabt, aber leider nicht so, wie es sich der Vater wünscht. Daniel kann zwar fotografieren, er geht aber darin nicht so auf wie seine Schwester Dorothea, er hat seine Passion in der Malerei gefunden. Dorothea hingegen scheint ein richtig gutes Händchen für Motive zu haben, weswegen sie fotografiert, während Daniel malt. Die Frau, die einen Abzug von der Fotografie ihrer Töchter haben möchte, hat hier - ungewollt - eine Lüge aufgedeckt und das nimmt der Vater ihnen sehr übel.


    Leider teilt Dorothea das Los vieler Frauen zur damaligen Zeit, die üblicherweise verheiratet werden (meist auch gut) und dann für Küche und Kinder zuständig sind, sonst nix. Ich glaube ihre Mutter würde ihr gerne mehr Freiheit geben, aber auch sie ist gefangen in den Konventionen, die damals geherrscht haben. An Stelle von ihrem Vater, der im Krankenbett liegt, soll nun Daniel die weite Reise machen und Dorothea kommt natürlich mit. Wenn ich dran denke, wie sie da in der Kiste liegt, bekomme ich Platzangst.


    Ihre Eigenmächtigkeit wird zu Hause natürlich Folgen haben - denke ich. Aber wenn sie tatsächlich 1,5 - 2 Jahre weg sein sollte, sind die Eltern vielleicht auch einfach nur froh, wenn ihre Kinder wieder zu Hause sind. Oder stirbt der Vater in der Zwischenzeit?


    Dann haben wir Leopold Saarner, dessen Mutter eines grauenvollen Todes stirbt. Gut, dass wir heute über eine wesentlich bessere Diagnostik und Medizin verfügen. Die Schreie seiner Mutter sind mir durch Mark und Bein gegangen. Auch Leopold möchte nach Papua-Neugineea fahren, auf die Plantagen, von denen sie die Kopra-Lieferungen bekommen. Die Aussage seiner Mutter auf dem Sterbebett kann er anfangs nicht zuordnen - bis sein Vater ihm reinen Wein einschenkt. Er hat einen Bruder auf der Plantage und dabei handelt es sich um Adam-Baptiste, den wir auch kennenlernen.


    Baptiste lebt eigentlich 2 Leben. Er ist ein Mischling und durch seine Mutter und seine Aufzucht hat er das gleiche Leben geführt wie seine Kumpels aus der Missionsschule, die er heute auf der Plantage beaufsichtigt. Vor 14 Jahren jedoch hat sein leiblicher Vater verfügt, dass er bei der Familie Oudeboom auf der Plantage aufwächst. Ein Privileg, für das er seinem Vater sehr dankbar ist. Trotzdem schlagen 2 Herzen in seiner Brust. Auf der einen Seite geht er zur Kirche und beichtet, auf der anderen Seite muss er Prüfungen bestehen und glaubt an die Kraft der Ahnen. Ich stelle ihn mir innerlich als ziemlich zerrissen vor.


    Leopold und Daniel befinden sich nun auf dem gleichen Schiff nach Papua-Neugineea. Dorothea wird ja hoffentlich nicht die ganze lange Schiffsreise in der Kabine verbringen (müssen)?


    Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Da sie wohl alle die Kokosplantage zum Ziel haben, wird es nicht lange dauern, bis Leopold auf seinen Halbbruder trifft.


    Wird Dorothea sich in Leopold oder in Baptiste verlieben?? ;)

  • Hallo in die kleine aber feine Runde.

    Ich freue mich wieder eine Leserunde hier machen zu dürfen und bin schon sehr gespannt, wie euch der Ausflug nach Papua gefällt. Bei Fragen oder Anmerkungen, immer raus damit.


    Liebe Grüße,

    Rebekka/Rebecca ;)

  • Du liebe Güte, waren das Zeiten wo Frauen keinen richtigen Beruf ausüben durften. Ich kann Dorothea sehr gut verstehen, fotografiere ich doch selbst gerne, allerdings nicht beruflich.


    Allerdings verstehe ich trotzdem nicht, wie der Vater so ausrasten konnte, als er erfuhr, wer die Fotos gemacht hat. Klar, dass er nicht damit einverstanden war kann ich ja verstehen, denn der Sohn sollte ja das Fotografieren lernen und nicht die Tochter. Die Zeiten waren halt damals so. Aber dass er sie gleich prügelt, das hätte ich jetzt nicht gedacht. Die beiden müssen ja schlimm ausgesehen haben.


    Auf die Idee, sich als blinder Passagier an Bord des Schiffes zu schmuggeln, muss man erst mal kommen. Überhaupt wenn man bedenkt, wie mit blinden Passagieren früher umgegangen wurde. Und die Art des an Bord schmuggelns, ist auch nicht ungefährlich. Hätte Thea nicht leicht ersticken können? Oder plötzlich Angst in dem Kasten bekommen?


    Ich hatte ja tatsächlich zuerst gedacht. es wäre seine kostbare Fotoausrüstung in dem Kasten, doch dann kam mir Thea in den Sinn und es hat sich ja auch gleich bestätigt.


    Das Schiff ist doch das, auf dem auch Leopold mitfährt, oder? Vielleicht wird aus den beiden ja was, denn ich könnte mir durchaus vorstellen, dass er ihr das Fotografieren erlauben würde. Was meint ihr?


    Auf jeden Fall gefällt mir das Buch - ich bezeichne jetzt mal alle fünf Bände als ein Buch - bisher sehr gut.

    Liebe Grüße

    Lerchie

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    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Vielleicht wird aus den beiden ja was, denn ich könnte mir durchaus vorstellen, dass er ihr das Fotografieren erlauben würde. Was meint ihr?

    Ja, das könnte ich mir auch gut vorstellen.


    Aber wenn Dorothea in der Kiste war .... wo ist dann die Foto-Ausrüstung? :boah:

  • Allerdings verstehe ich trotzdem nicht, wie der Vater so ausrasten konnte, als er erfuhr, wer die Fotos gemacht hat. Klar, dass er nicht damit einverstanden war kann ich ja verstehen, denn der Sohn sollte ja das Fotografieren lernen und nicht die Tochter. Die Zeiten waren halt damals so. Aber dass er sie gleich prügelt, das hätte ich jetzt nicht gedacht. Die beiden müssen ja schlimm ausgesehen haben.

    Die Reaktion fand ich auch ein wenig überzogen. Aber wenn der gute Mann etwas cholerisch veranlagt ist, dann kann das durchaus realistisch sein. Vielleicht war es auch die Erkenntnis, dass sie ihn nicht nur bei 1 Bild belogen haben - Dorothea hat ja viel mehr Bilder gemacht als nur das von den Kindern, das die Frau sich in Kopie verlangt hatte. Für ihn stürzt da wahrscheinlich ein Kartenhaus zusammen, glaubte er doch einen begnadeten Sohn als Fotografen zu haben.

  • Daniel scheint auch sehr gut zu malen und damit Erfolg zu haben. Genau wie Dorothea beim -Fotografieren, nur darf das eben bei ihr niemand wissen. Aber dass der Vater dermaßen wütend wurde und seine Kinder prügelt... Ich bin auch gespannt, was zu Hause los ist, ob Thea überhaupt eine Nachricht geschrieben hat, dass sie mit Daniel gegangen ist, oder ob sie ganz einfach 'durchgebrannt' ist.


    Ich habe mich bei Adam-Baptiste gefraqt, ob er mehr ein Weißer oder mehr ein Einheimischer ist. Er ist nicht gerne beichten gegangen, und hat nicht alles gebeichtet, wie wir gelesen haben. Auch ich glaube, dass er innerlich sehr zerrissen ist. Ich bin gespannt, wie Leopold auf ihn reagiert, wenn er ihn sieht.


    Es kommt darauf an, ob Daniel es riskieren kann, zuzugeben, dass seine Schwester als blinder Passagier an Bord gegangen bzw. getragen worden ist. Wenn sie die ganze Zeit in der Kabine bleiben muss, dann tut sie mir leid. Denn die stelle ich mir doch ziemlich muffig vor, mit nur einer kleinen Öffnung.


    Oh ja, Baptiste wäre auch eine Möglichkeit. Was da wohl ihr Vater sagen würde? Oder kann er froh sein, dass sie überhaupt noch jemand nimmt, da sie ja heimlich mit Daniel gegangen ist? Ich bin sehr gespannt!

    Liebe Grüße

    Lerchie

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    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Aber wenn Dorothea in der Kiste war .... wo ist dann die Foto-Ausrüstung? :boah:

    Das habe ich mich auch gefragt. Aber ich glaube, er hatte nicht nur eine Kiste. Er hat ja nur bestimmt, dass eine bestimmt Kiste zu ihm in die Kabine soll, und das war die mit Dorothea drinnen. Aber ehrlich gesagt hätte ich die Kiste mit der Fotoausrüstung auch in der Kabine haben wollen...

    Liebe Grüße

    Lerchie

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    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Was mit jetzt gerade noch eingefallen ist, ist folgendes:


    Dorothea fühlt sich ja schuldig, weil ihr Vater so krank ist. Ich finde nicht, dass sie schuldig ist, er ist selbst schuld. Wäre er nicht so ausgerastet, wäre das auch nicht passiert. Dafür kann Thea doch gar nichts! Weil, soweit ich es verstanden habe, hat sie nicht gedacht, dass er sooo wütend werden würde. Gut wütend ja, aber doch nicht so!


    So, ich werde jetzt mal weiterlesen. Kann sowieso nicht viel anderes machen. Bein hochlegen, kühlen, dabei kann man nur schlafen, oder lesen. Habe im moment das Bein auf einem Stuhl liegen, das geht auch eine gewisse Zeit.

    Liebe Grüße

    Lerchie

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    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Das Buch liest sich wieder sehr angenehm.


    Dorothea und Daniel haben als Zwillinge eine sehr enge Beziehung, nur so ist es möglich, den Vater auszutricksen. Er hat eine sehr engstirnige Einstellung, was Frauen anbelangt. Frauen haben zu heiraten (oft noch nicht einmal den gewünschten Mann) und dann ihr Glück im Haushalt und in der Familie zu finden. Daniel ist zwar künstlerisch begabt, aber das ist nichts für einen Mann und Dorothea beweist, was sie mit dem Fotoapparat kann und darf es nicht. Verkehrte Welt. Dumm nur, dass durch so einen blöden Zufall alles aufgedeckt wurde.


    Dann soll Daniel den kranken Vater auf der Reise vertreten und Dorothea soll schön zu Hause bleiben und heiraten. Aber die beiden haben ihren eigenen Kopf und wissen Rat. Ganz schön gewagt, die Sache mit der Kiste.


    Leopold hat es auch nicht leicht. Er muss miterleben, wie schrecklich seine Mutter leiden muss, bis der Tod sie erlöst. Als letztes erfährt er von der Mutter noch, dass es ein Familiengeheimnis gibt. Als er erfährt, worum es geht, ist er gar nicht erfreut. Dann erklärt ihm sein Vater auch noch, dass er seinen Stiefbruder finden und nach Hamburg bringen soll. Ein wenig kann ich den Groll verstehen und doch hoffe ich, dass er sich verzieht, sobald Leopold Baptiste trifft.


    Baptiste weiß nicht, wohin er wirklich gehört. Er schätzt die Möglichkeiten, die ihm seine Zieheltern bieten, aber es zieht ihn auch zu seiner leiblichen Mutter und dem Clan. Er kann halt nicht verleugnen, wo er herkommt und ich finde es auch grausam, dass die Oudebooms das erwarten.

  • Er hat eine sehr engstirnige Einstellung, was Frauen anbelangt.

    Ich denke nicht, dass das engstirnig ist - das war früher einfach so.

    Er kann halt nicht verleugnen, wo er herkommtund ich finde es auch grausam, dass die Oudebooms das erwarten

    Er bekommt bei ihnen alles was er braucht. Wahrscheinlich denken sie, dass sie damit seine Herkunft auslöschen können. Und wahrscheinlich denken sie auch, dass er selbst ein Leben in geordneten Verhältnissen dem Leben bei seinem Stamm vorzieht. Die privilegierten Weißen können nicht verstehen, wie man ein Leben "unter Wilden" vorziehen kann.

  • Irgendwie hat mich die Hitze fertig gemacht und unterm Dach, wo mein Compi steht, waren es fürchterliche Temperaturen - also nur absolut notwenige Aufenthalte dort. Aber jetzt ist es besser.

    Wir lernen Dorothea und Daniel kennen, deren Vater sich mit Portraitfotografie in Hamburg einen Namen gemacht hat. Die Kinder sind wohl beide künsterisch begabt, aber leider nicht so, wie es sich der Vater wünscht. Daniel kann zwar fotografieren, er geht aber darin nicht so auf wie seine Schwester Dorothea, er hat seine Passion in der Malerei gefunden. Dorothea hingegen scheint ein richtig gutes Händchen für Motive zu haben, weswegen sie fotografiert, während Daniel malt.

    Der Vater ist so festgefahren in seinen Vorstellungen, dass es ihm egal ist, wer die besseren Fotografien macht. Malen ist weiblicher Zeitvertreib, also nichts für seinen Sohn. Fotografieren ist irgendwie technisch und das kann nur für Männer sein. Auf das Ergebnis kommt es dann nicht mehr an.

    Die Frau, die einen Abzug von der Fotografie ihrer Töchter haben möchte, hat hier - ungewollt - eine Lüge aufgedeckt und das nimmt der Vater ihnen sehr übel.

    Damit war eigentlich nicht zu rechnen, dass diese Frau auftaucht. Aber es musste ja irgendwann auffallen, wenn nicht jetzt, dann eben später.

    Wenn ich dran denke, wie sie da in der Kiste liegt, bekomme ich Platzangst.

    Das hätte ich auch nicht gekonnt.

    Ihre Eigenmächtigkeit wird zu Hause natürlich Folgen haben - denke ich. Aber wenn sie tatsächlich 1,5 - 2 Jahre weg sein sollte, sind die Eltern vielleicht auch einfach nur froh, wenn ihre Kinder wieder zu Hause sind. Oder stirbt der Vater in der Zwischenzeit?

    So wie der Vater drauf ist, wird sein Groll auch dann nicht verschwunden sein, sicher eher noch verstärken, denke ich.

    Vor 14 Jahren jedoch hat sein leiblicher Vater verfügt, dass er bei der Familie Oudeboom auf der Plantage aufwächst. Ein Privileg, für das er seinem Vater sehr dankbar ist. Trotzdem schlagen 2 Herzen in seiner Brust.

    Ein Privileg schon, aber an die Mutter denkt niemand. Sie ist ja auch noch da und Baptiste hat Kontakt zu ihr. Daher bleibt er seinem Stamm und ihren Riten ja noch mehr verbunden.

  • Das Schiff ist doch das, auf dem auch Leopold mitfährt, oder? Vielleicht wird aus den beiden ja was, denn ich könnte mir durchaus vorstellen, dass er ihr das Fotografieren erlauben würde. Was meint ihr?

    Das wäre ein Möglichkeit, aber Baptiste ist auch eine. Ich bin gespannt.

    Dorothea fühlt sich ja schuldig, weil ihr Vater so krank ist. Ich finde nicht, dass sie schuldig ist, er ist selbst schuld.

    Schuldig sein und sich schuldig fühlen, sind ja zweierlei. Es gibt ja oft Menschen, die sich wegen irgendetwas schuldig fühlen, obwohl sie von der Logik her keine Schuld haben.

  • Vor 14 Jahren jedoch hat sein leiblicher Vater verfügt, dass er bei der Familie Oudeboom auf der Plantage aufwächst. Ein Privileg, für das er seinem Vater sehr dankbar ist. Trotzdem schlagen 2 Herzen in seiner Brust.

    Ein Privileg schon, aber an die Mutter denkt niemand. Sie ist ja auch noch da und Baptiste hat Kontakt zu ihr. Daher bleibt er seinem Stamm und ihren Riten ja noch mehr verbunden.

    Ich könnte mir vorstellen, dass würde seine Mutter nicht mehr leben oder woanders, vielleicht auch bei den Oudebooms wohnen, er nicht so oft in das Dorf käme. Und dann wäre evtl. die Bindung nicht so stark.

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________________________

    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Ein Privileg schon, aber an die Mutter denkt niemand. Sie ist ja auch noch da und Baptiste hat Kontakt zu ihr. Daher bleibt er seinem Stamm und ihren Riten ja noch mehr verbunden.

    Ich könnte mir vorstellen, dass würde seine Mutter nicht mehr leben oder woanders, vielleicht auch bei den Oudebooms wohnen, er nicht so oft in das Dorf käme. Und dann wäre evtl. die Bindung nicht so stark.

    Das mag sein.

  • Im ersten Teil kommen ganz schön viele verschiedene Protagonisten vor.

    Dorothea und Daniel, die beiden nicht den Vorstellungen ihres Vaters entsprechen. Thea würde lieber fotografieren und scheint auch Talent dafür zu haben. Daniel möchte viel lieber malen, aber das wird nicht gerne gesehen.


    Leopold, der schwer unter dem Verlust der Mutter leidet und dann doch wieder eine neue Aufgabe in der Arbeit seines Vaters findet. Doch dann kommt ein Familiengeheimnis auf den Tisch und Leopold erhält einen neuen Schlag …


    Baptiste ist sehr zerrissen. Zum einen lebt er in der Welt seiner Adoptiveltern, zum anderen kann er aber auch seine Wurzeln nicht verleugnen oder gar ignorieren. Hier prallen buchstäblich zwei Welten aufeinander, was man an der Prüfung deutlich erkennen kann.


    Ich bin mal gespannt auf den zweiten Teil und wie es mit den vier Protagonisten weiter gehen wird. Immerhin haben sie ein gemeinsames Ziel und werden sich über kurz oder lang alle kennen lernen.


    Der Schreibstil ist übrigens angenehm und auch die Wechsle zwischen den einzelnen Protagonisten bereiten mir keine Probleme. Der erste Teil war daher schnell gelesen, nachdem nun alles einigermaßen funktioniert. Jetzt geht es weiter.

  • Dorothea fühlt sich ja schuldig, weil ihr Vater so krank ist. Ich finde nicht, dass sie schuldig ist, er ist selbst schuld.

    Schuldig sein und sich schuldig fühlen, sind ja zweierlei. Es gibt ja oft Menschen, die sich wegen irgendetwas schuldig fühlen, obwohl sie von der Logik her keine Schuld haben.


    Die Schuldgefühle kann ich gut nachvollziehen. Immerhin hat Dorothea etwas "Verbotenes" gemacht. Ihrem Vater haben sie nichts davon gesagt und dann kam es durch einen dummen Zufall heraus. Hätte die Frau nicht so von Dorothea geschwärmt, wäre es vielleicht gar nicht erst aufgefallen. So aber ..

    Nur, dass der Vater derart heftig reagiert, damit hätte ich nun nicht gerechnet.

  • Nur, dass der Vater derart heftig reagiert, damit hätte ich nun nicht gerechnet.

    Zur damaligen Zeit war das aber gar nicht so unüblich, dass Väter so reagieren. Und wenn er dann noch ein Chloleriker ist (wo ich ihn tatsächlich einordnen würde), dann eskaliert das schon mal.

  • Nur, dass der Vater derart heftig reagiert, damit hätte ich nun nicht gerechnet.

    Zur damaligen Zeit war das aber gar nicht so unüblich, dass Väter so reagieren. Und wenn er dann noch ein Chloleriker ist (wo ich ihn tatsächlich einordnen würde), dann eskaliert das schon mal.


    Gut, zu einem Choleriker würde es passen. Klar, er reagiert darauf nicht gerade erfreut, aber das hatte ja schon was rasendes an sich .. :o