4) Das Lied des Paradiesvogels 4

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  • Thea ist mit Baptiste im Kanu unterwegs. Verständlich dass sie erst Angst hatte, denn wer konnte zu diesen Zeiten schon schwimmen? Aber Baptiste hat es ihr beigebracht. Und dass sie ihm so weit vertraut hat, sagt eigentlich schon alles. Doch als der Sturm kam, hatte ich richtig Angst um die beiden. Zum Glück haben sie die Hohle dann noch erreicht.


    Leider hat die Siedlung den Sturm nicht überstanden, die armen Menschen. Mit Recht hatten sie Angst um Baptistes Mutter Naian. Ich denke, es war im letzten Moment, dass sie sie noch retten konnten.

    Ich glaube nicht, dass Bruder Bernhard Baptiste seinen Heiler für Naian mitgegeben hätte. Und sowas will ein Christ sein. Predigen Nächstenliebe, aber ausüben tun sie diese nicht.


    Ernst ist wirklich tot und Daniel ist todunglücklich darüber, darf ja noch nicht mal richtig Trauer zeigen, denn das würde wohl auffallen. Und dann kommt er zur Missionsstation und Thea ist nicht da. Dass er da irritiert ist, und sich fragt, wo sie wohl steckt, kann ich verstehen. Und dass er Bruder Bernhard vertraut auch, er ist ja nichts anderes gewohnt. Und für ihn sind die Menschen hier halt wohl auch nur 'Wilde'.


    Dieser Bruder Bernhard ist mir total unsympathisch. Christ hin, Christ her, benehmen tut er sich nicht wie einer. Ihm ist zugetragen worden, dass Baptiste mit Thea zu dem Großvaterbaum geritten ist und er will, dass der Baum gefällt wird. Das wäre für Baptiste entsetzlich und ich denke, dann würden sie ihn für immer verlieren. Ich kann nur hoffen, dass es nicht so weit kommt.

    Aber ich will wissen, wie es weitergeht. Also lese ich weiter…

    Liebe Grüße

    Lerchie

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    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Nicht nur Daniel und die anderen auf dem Schiff sind vom Sturm betroffen, auch die Menschen in der Siedlung und auch Thea und Baptiste auf dem Meer.


    Ich fand das witzig, wie die Kinder Thea machgeäfft haben. Das muss aber auch für diese Menschen ein seltsamer Anblick gewesen sein. Die Kleidung von Thea ist einfach für solche Aktionen nicht geeignet – was sie sehr bald auch selbst festgestellt hat.


    Dann der Sturm. Zum Glück haben sie sich ja noch auf die Insel retten können. Aber das Dorf hat mächtig was abbekommen. Thea hat nicht aufgegeben und Baptiste nach Kräften unterstützt und so konnten sie Naian retten. Aber schon wieder muss ich mich tierisch über die Mönchen aufregen. Ihre Einstellung wiederspricht eigentlich den Lehren der Christen, aber wie kann man Nächstenliebe üben, wenn man diese Menschen nicht als gleichwertige Menschen betrachtet, sondern als Teufel.


    Es hat Ernst wirklich erwischt und Daniel trauert. Er macht sich Vorwürfe und sieht alles als Strafe Gottes. Daher will er seine Schwester retten und lässt sich von den Mönchen beeinflussen. Am liebsten hätte ich ihn durchgeschüttelt, damit er zu Verstand kommt. Aber leider befürchte ich, dass Schlimmes passiert.

  • Thea ist mit Baptiste im Kanu unterwegs. Verständlich dasssie erst Angst hatte, denn wer konnte zu diesen Zeiten schon schwimmen?

    Vor allem in einem solch kleinen Boot kann einem auf dem Meer Angst und Bange werden. Ich habe so etwas mal erlebt in Cornwall vor St. Yves beim Übersetzen zu den Scilly-Islands - ist kein schönes Gefühl.

    Ich glaube nicht, dass Bruder Bernhard Baptiste seinenHeiler für Naian mitgegeben hätte. Und sowas will ein Christ sein. PredigenNächstenliebe, aber ausüben tun sie diese nicht.

    Aber Thea musste sich ja auch einiges anhören. Aber sie hat sich nicht einschüchtern lassen.

    Und für ihn sind die Menschen hier halt wohl auch nur 'Wilde'.

    Dabei kennt Daniel die Menschen doch gar nicht. Ich glaube, dass er vor dem Tod von Ernst da auch anders gedacht hätte. Aber er hat sich verändert.

  • Thea hat sich in Baptiste verliebt und er sich auch in sie. Irgendwie war mir das von Anfang an klar. Ich hab ja schon im 1. Teil darüber nachgedacht, ob sie sich in Leopold oder in Baptiste verlieben wird - der "Wilde" hat gewonnen und ich finde das gut. :-)


    Dass sie mit ihren Kleidern nicht schwimmen kann war klar. Also muss sich sich ein paar Schichten entledigen, wenn sie tauchen (lernen) möchte. Ich frage mich immer, wie die Frauen damals mit solchen Kleidern leben konnten. Die Szene hat mir richtig gut gefallen.


    Als sie dann in der Höhle Unterschlupf gefunden haben dachte ich zuerst daran, dass evtl. irgend etwas von diesem Sturm vor den Höhleneingang geweht werden würde und sie nicht mehr raus kämen. Das würde aber nicht dazu passen, dass wir nur noch einen Teil des Buches vor uns haben.


    Dass Ernst tot ist, habe ich befürchtet. Daniel fällt deswegen in ein tiefes Loch. Ich kann es ihm nicht verdenken. Leopold bemerkt das wohl, aber er bringt es - Gott sei Dank - nicht mit dem Tod von Ernst in Verbindung.


    Zum Rest schreibe ich gleich noch, ich hab noch Arbeitszeit und hier fliegt die Kuh ....

  • Schön, dass sie Naian unter den Trümmern noch bergen konnten.
    Ihr Zustand ist kritisch und ich dachte beim Lesen noch, dass spätestens der Mönch sie umbringen würde, so, wie er an ihr rumgefummelt hat. :-)

    Gebrochene Rippen sind ja allgemein nix, was man auf die leichte Schulter nehmen kann, noch heute nicht, eben wegen der Gefahr, dass die Rippe die Lunge perforiert.


    Aber schon wieder muss ich mich tierisch über die Mönchen aufregen.Ihre Einstellung wiederspricht eigentlich den Lehren der Christen, aber wie kannman Nächstenliebe üben, wenn man diese Menschen nicht als gleichwertigeMenschen betrachtet, sondern als Teufel.

    Aber das war doch damals so. Die Weißen haben sich doch schon immer über alles erhoben. Alles was nicht christlich war, war heidnisch und somit waren das Wilde - ob in Papua-Neuginea oder in Australien oder Amerika ...... und die konnte man für sich arbeiten lassen oder auch abschlachten wie Vieh, weil sie nix wert waren. Gruselig die Zeiten damals.


    Wobei, wenn ich mir den heutigen Fremdenhass anschaue, sind wir nicht viel weiter als damals.


    Leopold ist nun also bei den Oudebooms angekommen. Ich bin gespannt, wann und wie er zum ersten Mal auf Baptiste trifft. Der Schlag wird ihn treffen, wenn er merkt, dass Thea diesem Wilden zugetan ist.


    Nun bin ich auf den Schluss gespannt .....

  • Dass Ernst tot ist, habe ich befürchtet. Daniel fällt deswegen in ein tiefes Loch. Ich kann es ihm nicht verdenken. Leopold bemerkt das wohl, aber er bringt es - Gott sei Dank - nicht mit dem Tod von Ernst in Verbindung.

    Das hatte ich auch befürchtet und Daniel tut mir so leid. Zum Glück merkt Leopold nichts von Daniels Neigung.

    Liebe Grüße

    Lerchie

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    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Ich hab ja schon im 1. Teil darüber nachgedacht, ob sie sich in Leopold oder in Baptiste verlieben wird - der "Wilde" hat gewonnen und ich finde das gut. :-)

    Ich finde das auch gut.

    Leopold bemerkt das wohl, aber er bringt es - Gott sei Dank - nicht mit dem Tod von Ernst in Verbindung.

    Zum Glück, dass hätte ja alles nur verschlimmert und Danile auch nicht geholfen.

    Wobei, wenn ich mir den heutigen Fremdenhass anschaue, sind wir nicht viel weiter als damals.

    Ich finde den Fremdenhass auch nicht richtig, aber die Mönche sind in ein fremdes Land gegangen und verteufeln dort alles. Niemand hat sie dorthin gezwungen, außer ihr entgstirniger Glaube, dass sie der Nabel der Welt sind und alle anderen bekehren müssen.

  • Oh nein! Ernst ist tatsächlich tot. Der arme Daniel. Sein Gelübde ist zwar gut und schön, aber ich glaube nicht, dass er sich dran halten kann. Wenn mal der Richtige verbeiläuft, hat er es gewiss bald wieder vergessen.



    Thea und Baptiste kommen sich näher. Die Szene mit dem Tauchgang ist zwar schön, aber man hätte hier noch etwas mehr auf die Wunderwelt eingehen können. Sie durch Theas Augen zeigen können. So wurde alles irgendwie nur kurz angeschnitten, was ich sehr schade fand. Immerhin machen solche Momente den Zauber einer Geschichte aus.



    Der Sturm und ihre Rettung war atemberaubend, auch die Zerstörung danach. Als sie nach Naian gesucht haben, habe ich manchmal Probleme gehabt, mir das alles vorzustellen. Wo war Naian wie begraben? Das schien ja endlos zu sein. Und dann befürchtet Thea schon, dass sie mit Bruder Francois zu spät kommt (NächstenliebeX(, ich erwähne es nur!). Aber Naian überlebt, wie auch immer. Ich dachte wirklich, sie schafft es nicht mit ihren Verletzungen und dem Blut spucken.



    Leopold hat einen regelrechten Hass auf seinen unbekannten Halbbruder. Immer wieder hofft er, dass andere ihm eine Entscheidung abnehmen. Dass er ihm ja nie begegnen muss oder er ihn ja nicht sprechen muss. Aber weder der Sturm noch andere tun ihm diesen Gefallen.

  • Als sie nach Naian gesucht haben, habe ich manchmal Problemegehabt, mir das alles vorzustellen. Wo war Naian wie begraben? Das schien jaendlos zu sein

    Ja, das fand ich auch irgendwie verwirrend. Irgendwie hatte ich mir ihr Haus kleiner vorgestellt und nicht, dass sie unter so große Trümmerbergen begraben liegt.

  • Sein Gelübdeist zwar gut und schön, aber ich glaube nicht, dass er sich dran halten kann.Wenn mal der Richtige verbeiläuft, hat er es gewiss bald wieder vergessen.

    Es soll aber auch Leute geben, die ihrer ersten Liebe einen Leben lang nachtrauern und nicht mehr offen sind für eine weitere Beziehung.

    Ja, das fand ich auch irgendwie verwirrend. Irgendwie hatte ich mir ihr Haus kleiner vorgestellt und nicht, dass sie unter so große Trümmerbergen begraben liegt.

    Stimmt, ein Stelzenunterbau und darauf die Flechtwände, das kann eigentlich nicht so lange dauern. Aber vielleicht hat der Sturm ja mehrere Gebäude zusammengefegt.

  • Da habe ich mich auch etwas gewundert. Aber Du kannst recht haben mit Deiner Theorie.

    Liebe Grüße

    Lerchie

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