01 - Prolog bis Kapitel 3

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  • Hallo ihr Lieben,


    hier treffen wir uns ab dem 10. August 2018 zur Leserunde zu dem Buch "Die Spionin des Winterkönigs" von Tereza Vanek und ich begrüße alle Teilnehmer*innen und ganz besonders Tereza! Wie schön, dass du dir die Zeit nimmst und Lust hast uns bei der Leserunde zu begleiten! :bussi:


    Bitte beachtet auf die allgemeinen Informationen zu Leserunden und die hiesige Nettiquette.

    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Wenn ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, dann wäre es gut, wenn ihr hier oder per PN kurz Bescheid geben würdet.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass bitte pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte! :winken:



    Zum Abschluss: bitte denkt auch daran, dass ein wichtiger Teil der Leserunden eure abschließenden Rezensionen sind und stellt diese am Ende der Runde zeitnah hier im Forum und auf literaturschock.de direkt ein.


    Hier könnt ihr bis Kapitel 3 schreiben.

    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!


    Liebe Grüße

    Avila :winken:

  • Avila

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Hallo ihr Lieben, schön, dass wir uns jetzt alle Lesen. Ich habe die 3 Kapitel gerade in durchgewurmt. ( Und ich konnte mich gerade fast nicht loseisen:totlach::o) Aber von vorne: Im Prolog wird die Hauptprotagonistin Fronicka ( der Name ist echt am Anfang gewöhnungsbedürftig, aber leicht zu lesen, deshalb kann man sich leicht mit der Hauptprotagonistin identifizieren) eingeführt. Sie ist zu diesem Zeitpunkt 12 Jahre alt und hat vor kurzem ihren Vater verloren. Weil ihre Mutter sich nicht mit der Schwiegertochter versteht, lebt sie jetzt in Heidelberg bei Hofe, als Hofdame der Kurfürstenmutter( Schwiegerdrachen mal andersrum :totlach:). Ihre Mutter wird als kränklich beschrieben, während Fronicka eher lebhaft und burschikos ist ( beim Ankleiden der Kurfürstenmutter langweilt sie sich zum Beispiel zu Tode). Im Prolog wurde sie vom 14jährigen Friedrich zu seinem Lieblingsort eingeladen, eine alte Eiche im Heidelberger Palastgarten. Beide verbindet zu diesem Zeitpunkt eine tiefe Freundschaft, wobei es von Seiten Friedrichs eher nach einem "Beschützerinstinkt" aussieht. Froni jedoch hat sich in Friedrich verguckt, sie bekommt von Friedrich eine selbstgeschnitzte Eule geschenkt. Ob Friedrich einfach nur seine gute Freundin beschenken möchte oder tatsächlich was für Froni empfindet, kann ich nicht entscheiden. Ich glaube eher, dass er es so gewohnt ist, dass alle von ihm schwämen, dass er garnicht drüber nachdenkt, was er in anderen für Gefühle weckt. Gibt es eigentlich Belege dazu, dass er ein Frauenschwarm war? Aber ich schweife ab, als Friedrich nach England fährt um zu heiraten, ist Froni traurig und hofft trotz gegenteiliger Berichte darauf, dass sie Friedrichs Mätresse werden kann. In einer Zeit, in der so ein Lebensmodell überhaupt nicht anerkannt wird, im Gebiet des heutigen Deutschlands noch dazu, sind solche Gedanken bemerkenswert und zeigen deutlich Fronis Gefühle. Allerdings ist auch zu denken, dass Froni viel zu jung ist um die Konsequenzen dieser Gedanken zu kapieren. Das hört sich vielleicht nett und romantisch an, aber die Wirklichkeit wäre sicher nochmal ganz anders. Während dieser Zeit kapiert Froni auch, dass sie nicht die Einzige ist, die einen Flirt mit Friedrich am Laufen hat. Als die Nachricht kommt, dass Friedrich von seiner Zukünftigen sehr angetan ist, bricht die junge Sophia in Tränen aus und gesteht Froni, dass Friedrich sie geküsst habe und ihr ewige Treue gelobt hatte (Wie Froni auch).

    Im Juni kehrt Friedrich samt seiner Frau Elizabeth Stuart zurück nach Heidelberg, Sophia ist zu dieser Zeit bereits verlobt und damit "aus dem Rennen". Allerdings erkennt Froni auch, dass Friedrich so in seine Elizabeth verliebt ist, dass er keine Mätresse braucht. Dennoch wird sie durch seine Fürsprache und ihrer guten Französischkenntnisse zu einer Hofdame Elizabeths befördert, was auch ihrer kranken Mutter zugute kommt. Dennoch kann es für Froni nicht leicht sein, ihre Rivalin jeden Tag zu sehen, sondern ihr auch noch dienen zu müssen. Eigentlich ist es keine Auszeichnung, sondern eher eine Demütigung, was aber weder Friedrich noch Elizabeth so sehen werden. Elizabeth selbst wird als verwöhnte Prinzessin dargestellt, die ihre Stellung genießt, aber noch keine politische Erfahrung hat (haben kann). Ob sie einfach nur unerfahren ist oder tatsächlich so egoistisch, kann ich (noch) nicht beurteilen. Friedrich jedoch versucht ihr das Leben so angenehm wie möglich zu machen, denn er gibt umfangreiche Umbauten am Heidelberger Schloss in Auftrag und lässt den " Hortus palatinus" anlegen. Leider ging ja im Laufe der Zeit, das meiste davon verloren, aber Heidelberg ist trotzdem ein Besuch wert und auch die Ruine des Schlosses lässt die damalige Pracht noch erahnen, das Tor, das im dritten Kapitel erwähnt wurde und angeblich in einer Nacht erbaut wurde, ist erhalten und macht den Bau "über Nacht" eher unwahrscheinlich, da es sich um ein massives, sauber gemauertes Tor handelt. Selbst bei genug Männern glaube ich nicht, dass man so etwas einfach aus dem Boden stampfen kann.

    Friedrich erzählt Elizabeth davon, dass er eventuell die Krone Böhmens angeboten bekommen werde. Logischerweise sind beide davon sehr angetan. Mir stellt sich die Frage, warum sie die Krone ausgerechnet Friedrich angeboten haben? Vielleicht will sie wussten, dass er noch zu jung für eine Regierung ist und trotz König die Bewohner selbst über ihr Leben entscheiden können? Wollten die böhmischen Adligen keinen starken König?

    Bei der Einweihung des "Elisabethentors" lernt Froni Karl, den Hauptmann der Wache kennen und kommt mit ihm ins Gespräch. Er erzählt Froni von den Veränderungen im Umgang mit den Leuten untereinander. Beide finden Gefallen an ihren Unterhaltungen und treffen sich regelmäßig. Karl ist zwar deutlich älter als Froni, aber bodenständig und ehrlich.

    Im Laufe dreier Jahre gebiert Elizabeth die ersten drei ihrer insgesamt 13 Kinder. Die Hoffnung, böhmischer König zu werden zerschlägt sich und das Leben in Heidelberg nimmt seinen gewohnten Gang aus Festen, Vergnügungen und Arbeit. Die immensen Ausgaben fallen noch nicht ins Gewicht, das Elizabeth Geld von ihren Vater aus England erhält.

    Doch das Leben bei Hofe ist eine Blase, die das wahre Leben nicht widerspiegelt, vor allem Religionszwiste gären im Land, die Vorwehen des Dreissigjährigen Krieges. In Böhmen rumort es zu diesem Zeitpunkt am heftigsten, da dort beide Religionen vorhanden sind und der katholische König nicht sonderlich beliebt ist. Ich glaube aber nicht, das ein protestantischer König weniger Ärger gehabt hätte, sondern nur anderen, was meine These bestätigt, dass die keinen starken König wollten. Der Prager Fenstersturz wird erwähnt und löst große Heiterkeit aus. Ob alle trotzdem gelacht hätten, wenn sie gewusst hätten, was auf sie zukommt?

    Friedrich will die Gelegenheit nutzen und sich den böhmischen Thron doch noch unter den Nagel zu reißen. Als sie das mit Karl bespricht, sagt er, dass er in keinen Krieg ziehen will und macht ihr einen Heiratsantrag, der nicht auf der großen Liebe beruht, sondern auf praktischen Überlegungen. Froni erbittet sich Bedenkzeit, damit endet das dritte Kapitel.


    Fazit: Bisher sehr interessant, die Zeit vor bzw. während des Dreißigjährigen Krieges ist mir zum großen Teil auch neu. Von den Kurfürsten habe ich bisher allerdings kein besonders gutes Bild, zu egoistisch und ohne genug Weitblick, die Folgen ihres Tun abzuschätzen. Ich stelle es mir sehr schwierig vor, einen Roman über tatsächliche Personen zu schreiben, weil man immer aufpassen muss, was man schreibt und ob das überhaupt so möglich gewesen wäre. Aber bisher hat es gut geklappt und ich bin jetzt sehr neugierig auf die nächsten Kapitel.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Hallo,


    erst einmal vielen Dank für die ausführliche Analyse. Du liest wirklich sher aufmerksam.


    Friedrich war in jungen Jahren tatsächlich ein Frauenschwarm. Er galt als attraktiv und sehr charmant. Dadurch konnte er auch eine so vorteilhafte Ehe mit einer Königstochter eingehen. Seine depressiven Verstimmungen nahmen erst mit den Jahren zu. Aufgrund seiner Herkunft sahen Protestanten in ihm eine Art Hoffnungsträger für die Zukunft, daher fiel die Wahl zum böhmischen König auf ihn. Der Habsburger Kaiser hatte den taktischen Fehler gemacht, dass er die Religionsfreiheit nicht mehr akzeptieren wollte. Daher wollten die böhmischen Protestanten ihn nicht als Herrscher.

    Ob sie stattdessen wirklich einen schwachen König wollten, ist schwer zu sagen. Das Land war damals in verschiedene religiöse und politische Gruppen gespalten. Die wollten alle gern weiter tun und lassen können, was ihnen gefiel. Das hätte für einen schwachen König gesprochen. Allerdings hätten sie sich auch denken können, dass ihnen kriegerische Auseinandersetzungen mit den Habsburgern bevorstanden. Da wäre wiederum ein starker Anführer besser gewesen.

    Neben Friedrich waren noch ein paar andere Kandidaten im Gespräch. Der sächsische Kurfürst zum Beispiel. Der soll aber stattdessen Verhandlungen mit dem Habsburger Kaiser vorgeschlagen haben, um einen Krieg zu vermeiden. Später aber war er angeblich stinkig, dass man letztendlich Friedrich die Krone gab, und unterstützte ihn deshalb nicht. Aufgrund seiner Stellung und der Tatsache, dass er Schwiegersohn des englischen Königs war, schien Friedrich in vieler Hinsicht die ideale Wahl. Die Böhmen hofften bis zuletzt auf Hilfe aus England.


    Mir schieden Friedrich und seine schöne Engländerin immer wie zwei im Grunde nicht üble Menschen, die aber von der Rolle, die ihnen zugewiesen wurde, hoffnungslos überfordert waren.

  • Vielleicht waren sie einfach auch zu jung für eine solche Rolle. Hätten beide eine längere Vorbereitung bekommen, wäre es vielleicht nicht so schlimm gewesen. Die Überforderung merkt man jetzt schon in den ersten Kapiteln. Dass sie sich von der englischen Prinzessin bzw. ihrem Vater Hilfe erhofften, ist verständlich, wenn man bedenkt, dass er immer noch den Titel "Defensor fidei" hatte. Der war zwar vom Papst verliehen worden, aber vielleicht dachten sie ja, dass gilt für alle.

    Die Habsburger waren, glaube ich, immer etwas strikt in Glaubensdingen. John Moore beschreibt in seinem Reisebericht die religiöse Toleranz in Frankfurt, das ist sehr lesenswert, allerdings auf Englisch. (Am besten finde ich die Beschreibung mit der Zitrone bei Beerdigungen, aber ich will nicht zuviel verraten, lest selbst!:totlach::popcorn:: John Moore: A view of Society and manners in France, Germany and Switzerland). Also, es ging auch anders.

    Spannend finde ich die frühen depressiven Verstimmungen, war er einfach melancholisch oder litt er tatsächlich an pathologischen Depressionen? Das kommt ja in Schüben.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Hallo Tereza, Hallo in die Runde,


    ich habe die ersten Kapitel nun auch gelesen und bin wunderbar in der Geschichte angekommen. Froni ist mir schnell sympathisch geworden. Obwohl ich mich immer etwas schwer tue, mit Mädchen die schon mit 12 wissen, dass sie ihren Traummann gefunden haben. Für Froni wird es in diesem Punkt keine Zukunft geben, dass ist ihr schnell klar geworden. Die Szene in dem Baum fand ich aber trotz allem niedlich. Wie schwer es gerade für den jungen Fürsten sein muss, sein Leben zu leben, wird deutlich. Irgendwie tat Froni mir schon Leid, als sie erfuhr, dass auch andere Mädchen für Friedrich schwärmen und er dies wohl auch beantwortet hat.


    Dann als junge Frau gelangt sie an den Hof. Hier wird ihr Leben auch nicht unbedingt leichter und erfüllter. Eher im Gegenteil, die Sorge um die Mutter kommt nun noch dazu. Friedrich verheiratet zu sehen, macht es ihr auch nicht leichter. Aber nun muss sie sich wenigstens keine Sorgen mehr um ihr Auskommen machen. Sie bekommt ja alles. Irgendwie hat sich mir schon die Frage gestellt, ob Friedrich wohl seine Finger mit im Spiel hatte und er der Freundin aus Kindertagen, etwas gutes tun wollte.


    Seine Gattin Elisabeth kommt als verwöhnte Königstochter daher und gibt sich auch so, aber das war eigentlich zu erwarten gewesen. Irgendwie hatte ich bei den Szenen mit der Schäferin immer den französischen Königshof vor Augen. Das auch die Kurfürstin zu Heidelberg diese Geschichte nachspielte fand ich zunächst seltsam, aber vermutlich war es in dieser Epoche wohl so, dass diese Geschichte alle Damen fasziniert hat.


    Am Ende dieses Abschnittes hat Froni nun die Wahl, mit Friedrich nach Böhmen ziehen oder aber heiraten. Auch wenn dieser Karl nett zu sein scheint, denke ich nicht, dass Froni ihn nehmen wird. Auch wenn ihr Leben vielleicht nicht so läuft, wie sie es gern hätte, so ist so doch frei und hat ihr Auskommen.


    Gut gefallen hat mir, dass sie sich um den kleinen Henry kümmert. Auch wenn es nur um einen kleinen Hund geht, er hat mir sehr Leid getan. Sein Frauchen hat ihn einfach zu Seite geschoben und sich mit neuen Tieren umgeben, als wären es bloß Spielzeuge. Ich hoffe, Froni darf ihn bei sich behalten.

  • Die Habsburger waren, glaube ich, immer etwas strikt in Glaubensdingen. John Moore beschreibt in seinem Reisebericht die religiöse Toleranz in Frankfurt, das ist sehr lesenswert, allerdings auf Englisch. (Am besten finde ich die Beschreibung mit der Zitrone bei Beerdigungen, aber ich will nicht zuviel verraten, lest selbst!:totlach::popcorn:: John Moore: A view of Society and manners in France, Germany and Switzerland). Also, es ging auch anders.

    Spannend finde ich die frühen depressiven Verstimmungen, war er einfach melancholisch oder litt er tatsächlich an pathologischen Depressionen? Das kommt ja in Schüben.

    Die Habsburger waren streng katholisch, aber die Böhmen hatten ihnen ein Zugeständnis religiöser Toleranz abgetrotzt. Der neue Kaiser Ferdinand wollte es aber nicht mehr beachten.


    Was die Depression betrifft, so lässt sich das im Rückblick schwer sagen. Er ging angeblich nach einem schweren Fieber los und hielt bis zu seinem Tod an. Immer wieder versank er in Schwermut. Das Leben meinte es aber auch nicht immer gur mit ihm.

  • Die Habsburger waren, glaube ich, immer etwas strikt in Glaubensdingen. John Moore beschreibt in seinem Reisebericht die religiöse Toleranz in Frankfurt, das ist sehr lesenswert, allerdings auf Englisch. (Am besten finde ich die Beschreibung mit der Zitrone bei Beerdigungen, aber ich will nicht zuviel verraten, lest selbst!:totlach::popcorn:: John Moore: A view of Society and manners in France, Germany and Switzerland). Also, es ging auch anders.

    Spannend finde ich die frühen depressiven Verstimmungen, war er einfach melancholisch oder litt er tatsächlich an pathologischen Depressionen? Das kommt ja in Schüben.

    Die Habsburger waren streng katholisch, aber die Böhmen hatten ihnen ein Zugeständnis religiöser Toleranz abgetrotzt. Der neue Kaiser Ferdinand wollte es aber nicht mehr beachten.


    Was die Depression betrifft, so lässt sich das im Rückblick schwer sagen. Er ging angeblich nach einem schweren Fieber los und hielt bis zu seinem Tod an. Immer wieder versank er in Schwermut. Das Leben meinte es aber auch nicht immer gur mit ihm.

    Also von Haus aus keine "braven" Untertanen.

    Das stimmt, nach dem was ich bisher in Fachbüchern gelesen habe, ist er manchmal schon zu bedauern und hat allen Grund depressiv zu werden

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich habe sie die ganze Zeit älter im Kopf. ich muss mir immer in Erinnerung rufen, dass sie ja noch sehr jung ist

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Schön mal wieder einen Roman von dir, Tereza, zu lesen.


    Wie gewohnt fiel mir der Einstieg sehr leicht, was nicht nur an dem Stil liegt sondern auch an der Protagonistin. Froni ist ein aufgewecktes Mädchen und ich bin überrascht, dass sie am Hofe so gut zurecht kommt mit ihrer frechen Art. Auf jeden Fall merkt man durch ihren Block doch eine Kritik am höfischen Leben. Spannend ist aber auch, dass sie sich Eigenschaften und Handlungen von Elisabeth anguckt. Die machen sich nicht unbedingt sympathischer, aber die Figur der Froni umso realistischer. Denn wenn ihr ganzes Umfeld keinen Eindruck oder Prägung bei dem jungen Mädchen hinter lassen würde, wäre das schon seltsam.


    Elisabeth ist ebenfalls eine interessante Person. Ihr Einfluss auf Friedrich scheint enorm zu sein, aber bisher nutzt sie diesen doch noch recht oberflächlich.ob sich das noch ändert wird? Ein bisschen frage ich mich noch, warum sie Froni zu sich geholt hat. Was verspricht sie sich davon und war es auf Anraten von Friedrich? Will sie eventuelle Konkurrenz im Auge behalten?

    Durch ihre bisher oberflächliche Darstellung ist Elisabeth mir nicht sympathisch. Wie Karl treffend formuliert, denkt sie vorrangig an sich. Sie ist ein verwöhntes Kind, die noch (?) nicht weiß, was sie vom Leben will.


    Friedrich war mir anfangs sehr sympathisch. Er erschien tiefgründig und schaute hinter die Fassade, aber wegen seiner Stellung konnte er sich das nicht bewahren. Sehr schade! Allerdings war sein Techtelmechtel mit Sophie auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Er weiß auf jeden Fall um seinen Charme, nur doof, dass seine Frau ihm eher aus anderen Gründen gefallen will.

  • Durch ihre bisher oberflächliche Darstellung ist Elisabeth mir nicht sympathisch. Wie Karl treffend formuliert, denkt sie vorrangig an sich. Sie ist ein verwöhntes Kind, die noch (?) nicht weiß, was sie vom Leben will.

    Wirklich sympathisch ist sie mir auch nicht, aber sie wurde doch wohl auch dahingehend erzogen, eine Fürstin zu sein. Nur die wenigsten hohen Damen haben sich doch darum gekümmert, was mit den Menschen in ihrer näheren Umgebung passierte. Es ist aber auch in soweit nachzuvollziehen, da sie ja in ein fremdes Land verheiratet wurde. Nur weil Friedrich ihr vom äusseren her gefiel, muss es ja nicht heissen, dass sie rundweg mit dieser Ehe einverstanden war.

  • Elisabeth ist ebenfalls eine interessante Person. Ihr Einfluss auf Friedrich scheint enorm zu sein, aber bisher nutzt sie diesen doch noch recht oberflächlich.ob sich das noch ändert wird? Ein bisschen frage ich mich noch, warum sie Froni zu sich geholt hat. Was verspricht sie sich davon und war es auf Anraten von Friedrich? Will sie eventuelle Konkurrenz im Auge behalten?

    Ich denke, Elisabeth ist sich ihres Mannes zu sicher, um Angst vor Konkurrenz zu haben. Sie erkennt einfach, dass Froni ein aufgewecktes junges Mädchen ist, das ihr vielleicht nützlich sein kann. Daher holt sie sie in ihre Dienste.

  • Durch ihre bisher oberflächliche Darstellung ist Elisabeth mir nicht sympathisch. Wie Karl treffend formuliert, denkt sie vorrangig an sich. Sie ist ein verwöhntes Kind, die noch (?) nicht weiß, was sie vom Leben will.

    Wirklich sympathisch ist sie mir auch nicht, aber sie wurde doch wohl auch dahingehend erzogen, eine Fürstin zu sein. Nur die wenigsten hohen Damen haben sich doch darum gekümmert, was mit den Menschen in ihrer näheren Umgebung passierte. Es ist aber auch in soweit nachzuvollziehen, da sie ja in ein fremdes Land verheiratet wurde. Nur weil Friedrich ihr vom äusseren her gefiel, muss es ja nicht heissen, dass sie rundweg mit dieser Ehe einverstanden war.

    Hallo ihr Lieben und liebe Tereza,


    die Geschichte gefällt mir richtig gut und die Schilderungen des Lebens am Heidelberger Hof wirken so präsent und lebensnah wie die Personen. Bei Elisabeth musste ich daran denken, dass sie noch sehr jung war als sie Friedrich geheiratet hat und vor allem hat sie immer in einer eigenen, privilegierten Welt gelebt und wurde dazu erzogen zu gefallen und zu repräsentieren. Mich erinnert sie oft an eine Schauspielerin, die eine ihr zugedachte Rolle ein Leben lang perfekt einstudiert hat und überzeugend spielen musste. Im Grunde tut sie mir auch leid, genau wie der verträumte Friedrich, der ebenfalls in die Rolle des feudalen Herrschers gedrängt wird, obwohl er vielleicht viel lieber Romane lesen und durch die Natur streifen würde - das wissen wir nicht, es könnte aber sein. Vielleicht ist das Geheimnis ihrer erstaunlich harmonischen Ehe auch genau in diesem gemeinsamen Schicksal begründet - sie hatten ein unbewußtes Verständnis für die Situation und auch die Rolle des anderen und besonders für ihn war es wichtig, seine Position durch die Schönheit und Souveränität seiner Gemahlin bestätigt zu sehen. Was mir immer Bauchschmerzen macht, sind diese religiösen Konflikte, die soviel Leid und Unheil mit sich gebracht haben. Es ist schon irgendwie merkwürdig, wenn man die eigenen ehrgeizigen Ambitionen mit dem "Willen Gottes" rechtfertigen muss...

  • Ich hab auch losgelegt. mir war gar nicht bewusst, dass der Roman in Heidelberg spielt, das Cover hat mich irgendwo anders hin denken lassen. Aber schön, ich bin oft in HD und habe auch schon diverse Führungen durch Stadt und Schloss gemacht ;-)


    Friedrich war auf den ersten Seiten sehr sympathisch, aber spätestens, als Froni erfährt, dass sie längst nicht die einzige Hofdame ist, der er nahegekommen ist, war es bei mir damit vorbei. Der scheint kein Kostverächter zu sein.


    Mit der zuerst ungewollten Braut Elizabeth hat er aber anscheinend für sich das große Los gezogen, Liebesheiraten waren ja nun damals wirklich nicht üblich.


    Elizabeth ist wohl recht verwöhnt, aber kein Wunder, wenn ihr immer alle Wünsche erfüllt werden und sie es gar nicht anders kennt.

    Dennoch finde ich sie nicht unsympathisch, sie ist halt ein Produkt ihrer Zeit und ihres Umfeldes und zumindest scheint sie nicht bösartig zu sein, wie sie sich zB nicht am Gelästere ihrer Hofdamen gegenüber Froni beteiligt.


    Ich bin gespannt wie es weitergeht, ich muss gestehen, mein historisches Wissen zu dieser Zeit ist relativ begrenzt (trotz HD Führungen, ich vergesse leider viel zu schnell wieder).

  • . Mich erinnert sie oft an eine Schauspielerin, die eine ihr zugedachte Rolle ein Leben lang perfekt einstudiert hat und überzeugend spielen musste. ..

    Ich glaube, das mussten damals alle, die zur herrschenden Klasse gehörten. Denn wie Elizabeth ja zu Froni sagt, Treue, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit gibt es nur selten. Wie bitter muss es sein, dass alle immer nur kommen, weil man die Macht hat, was zu tun. Nicht einfach nur um seiner selbst willen geliebt und akzeptiert zu sein. Auch Elizabeth und Friedrich scheinen die ganze Zeit danach zu suchen.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • . Mich erinnert sie oft an eine Schauspielerin, die eine ihr zugedachte Rolle ein Leben lang perfekt einstudiert hat und überzeugend spielen musste. ..

    Ich glaube, das mussten damals alle, die zur herrschenden Klasse gehörten. Denn wie Elizabeth ja zu Froni sagt, Treue, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit gibt es nur selten. Wie bitter muss es sein, dass alle immer nur kommen, weil man die Macht hat, was zu tun. Nicht einfach nur um seiner selbst willen geliebt und akzeptiert zu sein. Auch Elizabeth und Friedrich scheinen die ganze Zeit danach zu suchen.

    Das stimmt - sie waren zwar privilegiert und wurden hofiert, aber sie waren nicht wirklich frei - und das muss auf die Dauer sehr anstrengend gewesen sein. Froni dagegen hatte eine gewisse Freiheit in ihren Entscheidungen, sie hätte die Option gehabt, sich von der Enge des höfischen Korsetts um Elisabeth zu lösen, wenn sie Karl geheiratet hätte. Er wirkte so einfühlsam und verständnisvoll, außerdem hat er die politische Situation sehr klug und differenziert eingeschätzt. Er wäre keine schlechte Wahl für sie gewesen, aber dann wäre es eine andere Geschichte geworden und Froni hat sich für das Leben als höfische Gesellschaftsdame entschieden und damit einen wichtigen Aspekt ihrer persönlichen Freiheit aufgegeben.

  • Fronicka ( der Name ist echt am Anfang gewöhnungsbedürftig, aber leicht zu lesen, deshalb kann man sich leicht mit der Hauptprotagonistin identifizieren)

    Ging mir sehr ähnlich. Die Abkürzung Froni ging dann wieder, weil ich eine Veronika kenne, die sich ebenfalls Vroni ruft. Nur das F am Anfang war dann gewöhnungsbedürftig. :D


    Ob Friedrich einfach nur seine gute Freundin beschenken möchte oder tatsächlich was für Froni empfindet, kann ich nicht entscheiden. Ich glaube eher, dass er es so gewohnt ist, dass alle von ihm schwämen, dass er garnicht drüber nachdenkt, was er in anderen für Gefühle weckt.

    Ich habe auch über Friedrichs Handlungsmotivation nachgedacht. Ich denke, er mag Froni aufrichtig und so auch tiefergehend als Sophia. Deswegen hat er ihr auch die Eule geschenkt, aber eher als Freundschafts- denn als Liebesbeweis. Wenn man als Fürst groß wird, verliert man sicher das Gespür irgendwann dafür, bzw. es ist schwer es nicht zu verlieren, was man mit seinem Verhalten bei anderen Menschen auslöst. So glaube ich, dass der Kuss mit Sophia für ihn mehr oder minder bedeutungslos war. Froni ihm schon viel bedeutet, aber nicht in der Hinsicht, die sie sich erhofft. Wer weiß, vielleicht hätte er auch noch romantischere Gefühle für sie entwickeln können, wenn er bis ins Erwachsenenalter selbst entscheiden hätte können, mit wem er zusammen sein will.


    Leider ging ja im Laufe der Zeit, das meiste davon verloren, aber Heidelberg ist trotzdem ein Besuch wert und auch die Ruine des Schlosses lässt die damalige Pracht noch erahnen

    Ich war ja noch nie in Heidelberg, aber es steht durchaus auf meiner Will-ich-mal-hin-Liste.


    Der Prager Fenstersturz wird erwähnt und löst große Heiterkeit aus. Ob alle trotzdem gelacht hätten, wenn sie gewusst hätten, was auf sie zukommt?

    Ach, der Prager Fenstersturz. Ein mir vertrauter Begriff, aber was und wie genau geschah, habe ich auch vergessen. Vor allem die Druckgrafik ist mir im Gedächtnis geblieben, aber alles weitere werde ich ja jetzt nochmal nachlesen können.


    Obwohl ich mich immer etwas schwer tue,mit Mädchen die schon mit 12 wissen, dass sie ihren Traummanngefunden haben.

    Geht mir auch so. Allerdings weiß ich auch noch, wie ich mit 12 Jahren gedacht habe und das unterscheidet sich nicht viel. Es übersteigt einfach die Vorstellungskraft eines 12-jährigen Kindes, was noch alles später passieren kann und wie lange man noch lebt etc. Deswegen konnte ich Fronis Schwärmerei schon so hinnehmen.


    Nur weil Friedrich ihr vom äusseren her gefiel, muss es ja nicht heissen, dass sie rundweg mit dieser Ehe einverstanden war.

    Stimmt. Eigentlich kann Elisabeth sogar froh sein, dass ihr Friedrichs Äußeres gefällt, so gibt es immerhin einen Anziehungspunkt!


    mir war gar nicht bewusst, dass der Roman in Heidelberg spielt, das Cover hat mich irgendwo anders hin denken lassen.

    Ich hätte das Buch auch eher nach Russland verortet. Aber wer weiß, wo wir geographisch noch hinkommen!

  • Ich glaube, das mussten damals alle, die zur herrschenden Klasse gehörten. Denn wie Elizabeth ja zu Froni sagt, Treue, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit gibt es nur selten. Wie bitter muss es sein, dass alle immer nur kommen, weil man die Macht hat, was zu tun. Nicht einfach nur um seiner selbst willen geliebt und akzeptiert zu sein. Auch Elizabeth und Friedrich scheinen die ganze Zeit danach zu suchen.

    Das stimmt - sie waren zwar privilegiert und wurden hofiert, aber sie waren nicht wirklich frei - und das muss auf die Dauer sehr anstrengend gewesen sein. Froni dagegen hatte eine gewisse Freiheit in ihren Entscheidungen, sie hätte die Option gehabt, sich von der Enge des höfischen Korsetts um Elisabeth zu lösen, wenn sie Karl geheiratet hätte. Er wirkte so einfühlsam und verständnisvoll, außerdem hat er die politische Situation sehr klug und differenziert eingeschätzt. Er wäre keine schlechte Wahl für sie gewesen, aber dann wäre es eine andere Geschichte geworden und Froni hat sich für das Leben als höfische Gesellschaftsdame entschieden und damit einen wichtigen Aspekt ihrer persönlichen Freiheit aufgegeben.

    Ich war schon sehr gespannt, wie ihr alle auf Karl reagiert. In einer anderen Leserunde zu dem Buch haben fast alle Teilnehmerinnen von ihm geschwärmt und es auch bedauert, dass Froni ihn verschmäht. Da habe ich wohl völlig ungeplant eine Art Traummann geschaffen.:)

  • mir war gar nicht bewusst, dass der Roman in Heidelberg spielt, das Cover hat mich irgendwo anders hin denken lassen.

    Ich hätte das Buch auch eher nach Russland verortet. Aber wer weiß, wo wir geographisch noch hinkommen!

    Es geht auf jeden Fall noch weiter ostwärts, wenn auch nicht bis nach Russland. Das Gebäude auf dem Cover ist ein zeitgenössisches Bauwerk.:)

  • Das stimmt - sie waren zwar privilegiert und wurden hofiert, aber sie waren nicht wirklich frei - und das muss auf die Dauer sehr anstrengend gewesen sein. Froni dagegen hatte eine gewisse Freiheit in ihren Entscheidungen, sie hätte die Option gehabt, sich von der Enge des höfischen Korsetts um Elisabeth zu lösen, wenn sie Karl geheiratet hätte. Er wirkte so einfühlsam und verständnisvoll, außerdem hat er die politische Situation sehr klug und differenziert eingeschätzt. Er wäre keine schlechte Wahl für sie gewesen, aber dann wäre es eine andere Geschichte geworden und Froni hat sich für das Leben als höfische Gesellschaftsdame entschieden und damit einen wichtigen Aspekt ihrer persönlichen Freiheit aufgegeben.

    Ich war schon sehr gespannt, wie ihr alle auf Karl reagiert. In einer anderen Leserunde zu dem Buch haben fast alle Teilnehmerinnen von ihm geschwärmt und es auch bedauert, dass Froni ihn verschmäht. Da habe ich wohl völlig ungeplant eine Art Traummann geschaffen.:)

    Ich bin auch ein großer Fan von Karl und hoffe immer noch, dass sich die Beiden im Laufe des Buches vielleicht doch noch finden. :)

  • Das stimmt - sie waren zwar privilegiert und wurden hofiert, aber sie waren nicht wirklich frei - und das muss auf die Dauer sehr anstrengend gewesen sein. Froni dagegen hatte eine gewisse Freiheit in ihren Entscheidungen, sie hätte die Option gehabt, sich von der Enge des höfischen Korsetts um Elisabeth zu lösen, wenn sie Karl geheiratet hätte. Er wirkte so einfühlsam und verständnisvoll, außerdem hat er die politische Situation sehr klug und differenziert eingeschätzt. Er wäre keine schlechte Wahl für sie gewesen, aber dann wäre es eine andere Geschichte geworden und Froni hat sich für das Leben als höfische Gesellschaftsdame entschieden und damit einen wichtigen Aspekt ihrer persönlichen Freiheit aufgegeben.

    Ich war schon sehr gespannt, wie ihr alle auf Karl reagiert. In einer anderen Leserunde zu dem Buch haben fast alle Teilnehmerinnen von ihm geschwärmt und es auch bedauert, dass Froni ihn verschmäht. Da habe ich wohl völlig ungeplant eine Art Traummann geschaffen.:)

    Nun, was heißt Traummann? Ich denke, sie hätte mit ihm sicherlich ein gemütliches Leben gehabt, zumindest bis zum Krieg. Dann war es ja für alle vorbei. Ich habe letztes Semester eine Hausarbeit über einen Stadtbrand im Dreißigjährigen Krieg geschrieben, da musste ich einiges dazu lesen, da hat jeder drunter gelitten und keiner wusste mehr, wer, wann und für was er kämpft. Ob es dann für sie diese materielle Sicherheit noch gegeben hätte? Ich bezweifle es. So gesehen ist für Froni gut aus Deutschland( oder was man halt heute so drunter versteht) rausgekommen zu sein, wenn sie tatsächlich nach Böhmen geht.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)