02 - Kapitel 4 bis 6

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  • Zu Froni seid ihr ein bisschen hart, finde ich. Sie hat ja nicht so viele Gelegenheiten, Ausflüge in die Stadt zu machen. Da kann sie sich nicht auch noch vorher umziehen. :)

    Ach, versteh mich da nicht falsch. Fronis Naivität ist in Ordnung. Sie fällt mir halt nur auf. ;) Ich finde es eigentlich sogar gut, dass wir hier eine Protagonistin haben, die nicht alles kann und weiß. Dafür hast du ihr Jane an die Seite gestellt. Ihre Naivität mach Froni zu einer Hauptfigur mit Fehlern und das lese ich lieber, als wenn sie epochenuntypisch zu emanzipiert wäre. ;)


    Für die mag es ja einfach nur ein Kultgegenstand gewesen sein, aber was ist mit den Künstlern, die die Statuen, Bilder, Malereien, Steinmetzarbeiten, Glasfenster und Handschriften geschaffen haben? Haben sie es nicht auch verdient, dass man ihre Arbeit wertschätzt? Ganz zu schweigen von dem historischen Wert.

    Ich denke mal den historischen Wert hatten die Sachen zum damaligen Zeitpunkt noch nicht. Aber ich gebe dir Recht: Ich finde die Zerstörung auch ganz furchtbar. Ich erinnere mich noch an Videos vor ein paar Jahren, wo der sogenannte IS ebenfalls jahrhundertealte Kulturgegenstände zerstört haben. Da hat mein Herz geblutet.

  • Es ist wirklich schade um diese Kunstschätze. Mir war nicht klar, dass Friedrich so wenig Durchsetzungsvermögen hatte - zumindest was seine nähere Umgebung, wie zum Beispiel diesen Hofprediger, angeht. Dann war es ja eigentlich erstaunlich, dass er gegen den Rat der Protestantischen Union handelte, die böhmische Krone anzunehmen. Oder fühlte er sich tatsächlich von Gott berufen?

    Ja, so war es wohl. Er war dazu erzogen worden, dass er sich für die protestantische Sache einsetzen musste. Was die böhmische Krone betraf, so hörte er dabei auch stark auf seinen Ratgeber Christian von Anhalt, der die ganze Sache mit für ihn einfädelte. Überhaupt war das seine Strategie, auf Andere zu hören, da er wohl ahnte, dass er selbst von seiner Aufgabe überfordert war. Leider ging das auf Dauer nicht gut.

  • Es ist wirklich schade um diese Kunstschätze. Mir war nicht klar, dass Friedrich so wenig Durchsetzungsvermögen hatte - zumindest was seine nähere Umgebung, wie zum Beispiel diesen Hofprediger, angeht. Dann war es ja eigentlich erstaunlich, dass er gegen den Rat der Protestantischen Union handelte, die böhmische Krone anzunehmen. Oder fühlte er sich tatsächlich von Gott berufen?

    Ja, so war es wohl. Er war dazu erzogen worden, dass er sich für die protestantische Sache einsetzen musste. Was die böhmische Krone betraf, so hörte er dabei auch stark auf seinen Ratgeber Christian von Anhalt, der die ganze Sache mit für ihn einfädelte. Überhaupt war das seine Strategie, auf Andere zu hören, da er wohl ahnte, dass er selbst von seiner Aufgabe überfordert war. Leider ging das auf Dauer nicht gut.

    sowas geht doch nie gut?! Denn er war ja dann immer ein Spielball, eine Marionette von anderen?

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ach, versteh mich da nicht falsch. Fronis Naivität ist in Ordnung. Sie fällt mir halt nur auf. ;) Ich finde es eigentlich sogar gut, dass wir hier eine Protagonistin haben, die nicht alles kann und weiß. Dafür hast du ihr Jane an die Seite gestellt. Ihre Naivität mach Froni zu einer Hauptfigur mit Fehlern und das lese ich lieber, als wenn sie epochenuntypisch zu emanzipiert wäre. ;)


    Ich denke mal den historischen Wert hatten die Sachen zum damaligen Zeitpunkt noch nicht. Aber ich gebe dir Recht: Ich finde die Zerstörung auch ganz furchtbar. Ich erinnere mich noch an Videos vor ein paar Jahren, wo der sogenannte IS ebenfalls jahrhundertealte Kulturgegenstände zerstört haben. Da hat mein Herz geblutet.

    Ich mag auch gerade das "unperfekte". So kann man sich auch viel besser reinversetzen, denn ein Mensch ohne Fehler gibt's ja eigentlich nicht.


    Ohja, die Sprengung von Palmyra:barbar::wand:

    In meiner Unistadt gab es letzten Winter eine Ausstellung zum Thema Reformation, das war echt soo traurig...

    Und, klar, die haben natürlich nicht an uns Historiker gedacht.:ohnmacht:

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • hach, sorry, ich bin eine Schnecke, aber gerade ist ständig was los bei uns!

    Nun also Prag. Ich fürchte, Friedrich und Elizabeth werden sich da übernehmen bzw. schätzen die "Freude" der Böhmen ein bisschen falsch ein, trotz "richtigem" Glauben, etc. Wenn man sich geschichtlich ein wenig auskennt (oder ihn gegoogelt hat), weiß man ja, wie es ausgeht. Aber ich will hier natürlich nicht "spoilern", denn auch ohne irgendwelches Vorwissen kommt schon in diesem Abschnitt für mich deutlich durch, dass das nicht gutgehen wird.


    Sehr sympathisch in diesem Abschnitt ist mir die junge Jane, die sich anscheinend sowohl in Deutschland als auch jetzt in Böhmen bemüht, sich Wissen über Land und Leute anzueignen. Da ist sie deutlich weniger ignorant als alle anderen und bekommt dadurch natürlich auch viel mehr mit.

    Elizabeth verliert hier sehr an Punkten bei mir. Dass sie sich so gar nicht für ihr neues Königreich interessiert, was die Menschen dort brauchen, wünschen und von ihr und Friedrich erwarten...


    Ich bin gespannt, was sich zwischen Froni und diesem Marek entwickelt. Noch kann ich nicht so recht greifen, was sie an ihm findet, außer dass er gut aussieht und geheimnisvoll wirkt - aber vielleicht reicht das schon, auf jeden Fall bietet er mehr Potential für Abenteuer, als es der solide Karl getan hatte :-)

  • Sehr sympathisch in diesem Abschnitt ist mir die junge Jane, die sich anscheinend sowohl in Deutschland als auch jetzt in Böhmen bemüht, sich Wissen über Land und Leute anzueignen. Da ist sie deutlich weniger ignorant als alle anderen und bekommt dadurch natürlich auch viel mehr mit.

    Jane mag ich auch. Sie ist wirkt so unscheinbar und dabei interessiert sie sich sehr für die Menschen

    Ich bin gespannt, was sich zwischen Froni und diesem Marek entwickelt. Noch kann ich nicht so recht greifen, was sie an ihm findet, außer dass er gut aussieht und geheimnisvoll wirkt - aber vielleicht reicht das schon, auf jeden Fall bietet er mehr Potential für Abenteuer, als es der solide Karl getan hatte

    Ich denke Froni geht hier schon sehr nach dem Äusseren. Marek ist jung, sieht gut aus und gefällt ihr eben. Sicherheit und ein ruhiges Leben wollte sie ja nie, sonst hätte sie Karl ja nehmen können.

  • Ich bin gespannt, was sich zwischen Froni und diesem Marek entwickelt. Noch kann ich nicht so recht greifen, was sie an ihm findet, außer dass er gut aussieht und geheimnisvoll wirkt - aber vielleicht reicht das schon, auf jeden Fall bietet er mehr Potential für Abenteuer, als es der solide Karl getan hatte

    Ich denke Froni geht hier schon sehr nach dem Äusseren. Marek ist jung, sieht gut aus und gefällt ihr eben. Sicherheit und ein ruhiges Leben wollte sie ja nie, sonst hätte sie Karl ja nehmen können.

    Ja, som sehe ich das auch. Karel war schon ein bisschen zu alt und nicht so aufregend. Es hat bei ihr einfach nicht gefunkt.

  • Ist ja auch völlig legitim, finde ich, für so ein junges Mädchen. Wobei es mit unserem Wissen, was in der damaligen Zeit noch so passieren wird, sicher klüger gewesen wäre, den sicheren Karl zu nehmen. Aber in welcher Zeit sind junge Menschen denn klug? 8o

  • Sehr sympathisch in diesem Abschnitt ist mir die junge Jane, die sich anscheinend sowohl in Deutschland als auch jetzt in Böhmen bemüht, sich Wissen über Land und Leute anzueignen. Da ist sie deutlich weniger ignorant als alle anderen und bekommt dadurch natürlich auch viel mehr mit.

    Jane mag ich auch. Sie ist wirkt so unscheinbar und dabei interessiert sie sich sehr für die Menschen

    Ich bin gespannt, was sich zwischen Froni und diesem Marek entwickelt. Noch kann ich nicht so recht greifen, was sie an ihm findet, außer dass er gut aussieht und geheimnisvoll wirkt - aber vielleicht reicht das schon, auf jeden Fall bietet er mehr Potential für Abenteuer, als es der solide Karl getan hatte

    Ich denke Froni geht hier schon sehr nach dem Äusseren. Marek ist jung, sieht gut aus und gefällt ihr eben. Sicherheit und ein ruhiges Leben wollte sie ja nie, sonst hätte sie Karl ja nehmen können.

    Naja, wobei der ja jetzt nicht als die Schönheit beschrieben hat. Ich glaube, dass sich Froni von Marek angezogen fühlt, weil er sie ernst nimmt, belesen ist, auch erklärt und das Aussehen ist halt Bonus.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich denke Froni geht hier schon sehr nach dem Äusseren. Marek ist jung, sieht gut aus und gefällt ihr eben. Sicherheit und ein ruhiges Leben wollte sie ja nie, sonst hätte sie Karl ja nehmen können.

    Ja, som sehe ich das auch. Karel war schon ein bisschen zu alt und nicht so aufregend. Es hat bei ihr einfach nicht gefunkt.

    Das hat er aber doch auch gesagt, oder? Eine Verbindung aus gegenseitigem Respekt und Wertschätzung, aber nicht die große Liebe. Ich glaube, das Karl sie schon geliebt hat, aber halt auf eine "erwachsenere" Art.

    Liebe Grüße


    Nadine


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    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Senara von Nostria Karl hat bestimmt tiefe Gefühle für Froni empfunden, aber auch daran gedacht, dass sie noch jung ist und gut Kinder bekommen kann. Denn schließlich ist es doch das worum es ging. Kinder und Erben bekommen. Jetzt mit seiner Burg im Hintergrund, lohnte es sich ja für ihn wieder darüber nachzudenken. Und da sich die beiden gut verstanden haben, warum nicht. Für Karl hat es mir schon Leid getan, dass Froni ihn nicht wollte, aber dann wäre die Geschichte hier ja auch schon aus gewesen :P

  • Ist ja auch völlig legitim, finde ich, für so ein junges Mädchen. Wobei es mit unserem Wissen, was in der damaligen Zeit noch so passieren wird, sicher klüger gewesen wäre, den sicheren Karl zu nehmen. Aber in welcher Zeit sind junge Menschen denn klug? 8o

    Wohl war. Wenn man jung ist, meint man immer noch alles besser zu wissen und zu meinen, dass es selbst einen eh nicht so trifft. Hach ja.

  • nirak ...aber trotzdem danke die Art von Schwärmerei, die man in jüngeren Jahren hat...so erste große Liebe und so ;)

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

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    (Chin. Weisheit)