03 - Kapitel 7 bis 9

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  • Aber es ist doch schon so, dass vogelfreie Menschen häufig Gaukler waren, oder?

    Ach so, du beziehst es auf die Gaukler :totlach: sorry, dann hab ich es verblickt. Ich dachte du meinst die Bürger

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich bin schon wieder verspätet, aber momentan ist einfach so viel zu tun, dass die Lesezeit zu kurz kommt, was mir sehr leid tut, denn das Buch ist eine gute Mischung aus Spannung und Information!

    Friedrich wird der Winterkönig genannt. Also haben wir schon mal ein Rätsel des Titels gelöst. Da Froni die Hauptfigur ist, denke ich ja, dass sie die Spionin sein soll. Aber bisher spioniert sie nicht für den König. Ob das noch kommen wird? Und wenn wird sie dann ausspionieren? Die Katholiken oder gar die Dissenter und damit Marek?

    Eigentlich habe ich es bis jetzt als selbstverständlich angenommen, dass Froni die Spionin ist, aber jetzt überlege ich mir, ob sie sich überhaupt dazu eignet. Sie ist naiv und ohne Hintergedanken ziemlich ehrlich und das sind ja nicht gerade die Qualitäten, die ein Spion benötigt. Jane wäre diesbezüglich -meiner Ansich nach - eher geeignet. Aber es stimmt schon: Froni ist die Hauptfigur!


    Zumindest hat die Lage sich in Prag weiter zugespitzt und Froni muss mit Elizabeth fliehen. Ich frage mich ja, wohin sie wollen, wenn überall Truppen stehen und wie weit sie wohl kommen werden. Ich sehe da zurzeit nicht allzu viele Möglichkeiten, aber ich bin gespannt.

    Das wundert mich auch: wohin wollen sie denn eigentlich jetzt? Die Pfalz ist ja verloren gegangen, oder? Und warum können sie überhaupt fliehen, wenn rund um Prag die Armee des Habsburgers steht? Die werden doch damit gerechnet haben, dass Friedrich und Elizabeth die Stadt verlassen werden.


    Schlimm finde ich dagegen, dass die königlichen Truppen Dörfer plündern und niederbrennen, weil sie ihren Sold nicht erhalten. Daran sieht man ja, dass das Geldproblem von Anfang an vorhanden war und man schon zu Beginn keinen Unterschied zwischen Freund und Feind machte.

    Es sind Söldner, die nicht aus Überzeugung kämpfen, sondern für Geld. Schlimm dabei finde ich eher die Tatsache, dass Friedrich und Elizabeth trotzdem ihren gewohnten Lebensstil mit Festen und Luxus weitergelebt haben, anstatt die Söldner (die schließlich ihr Leben riskieren im Krieg) zu entlohnen.


    Ich finde, Tereza bringt ziemlich deutlich zum Ausdruck, dass Friedrich überhaupt nicht weiß, was überhaupt geschieht und warum. Er lässt sich (mehr schlecht als recht) beraten und vertraut völlig darauf. Eigene Gedanken macht er sich kaum oder versteht er wirklich nichts von alledem? Das kann ich mir ja schwer vorstellen. Friedrich ist ein Tagträumer!

    Ja, Friedrich ist sehr anschaulich charakterisiert - seine Unfähigkeit, selbständig und vorausschauend zu denken und zu handeln und seine Überzeugung "berufen" zu sein. Das Bewusstsein der Verantwortung des Herrschers den Menschen gegenüber, war zu jener Zeit noch nicht sehr ausgeprägt.

  • Das Problem war ja, dass die Herrscher damals ihre Verantwortung quasi "geerbt" haben. Sie wurden nicht nach ihren Fähigkeiten ausgesucht, sondern nach der Abstammung. So erklärte ich mir Friedrichs Hilflosigkeit. Er musste etwas tun, was er eigentlich nicht besonders gut konnte. Da scheint mir die Strategie, auf Ratgeber zu hören, nicht einmal sooo schlecht, nur machten auch die Ratgeber zahlreiche Fehler und am Ende ging alles den Bach runter.

  • Schlimm finde ich dagegen, dass die königlichen Truppen Dörfer plündern und niederbrennen, weil sie ihren Sold nicht erhalten. Daran sieht man ja, dass das Geldproblem von Anfang an vorhanden war und man schon zu Beginn keinen Unterschied zwischen Freund und Feind machte.

    Es sind Söldner, die nicht aus Überzeugung kämpfen, sondern für Geld. Schlimm dabei finde ich eher die Tatsache, dass Friedrich und Elizabeth trotzdem ihren gewohnten Lebensstil mit Festen und Luxus weitergelebt haben, anstatt die Söldner (die schließlich ihr Leben riskieren im Krieg) zu entlohnen.


    Ich finde, Tereza bringt ziemlich deutlich zum Ausdruck, dass Friedrich überhaupt nicht weiß, was überhaupt geschieht und warum. Er lässt sich (mehr schlecht als recht) beraten und vertraut völlig darauf. Eigene Gedanken macht er sich kaum oder versteht er wirklich nichts von alledem? Das kann ich mir ja schwer vorstellen. Friedrich ist ein Tagträumer!

    Ja, Friedrich ist sehr anschaulich charakterisiert - seine Unfähigkeit, selbständig und vorausschauend zu denken und zu handeln und seine Überzeugung "berufen" zu sein. Das Bewusstsein der Verantwortung des Herrschers den Menschen gegenüber, war zu jener Zeit noch nicht sehr ausgeprägt.

    Ja, eben, Söldner, aber das sie so gedankenlos sind und keine Sekunde an das Volk denken, was die wegen denen beiden durchmachen müssen und was sie damit losgetreten haben...….ohne Worte...


    "Der Staat bin ich" :angst:

    Liebe Grüße


    Nadine


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    (Chin. Weisheit)

  • Das Problem war ja, dass die Herrscher damals ihre Verantwortung quasi "geerbt" haben. Sie wurden nicht nach ihren Fähigkeiten ausgesucht, sondern nach der Abstammung. So erklärte ich mir Friedrichs Hilflosigkeit. Er musste etwas tun, was er eigentlich nicht besonders gut konnte. Da scheint mir die Strategie, auf Ratgeber zu hören, nicht einmal sooo schlecht, nur machten auch die Ratgeber zahlreiche Fehler und am Ende ging alles den Bach runter.

    War sein Vater eigentlich auch schon so unfähig? Hat Friedrich eine Ausbildung im Staatswesen erhalten( von einem anderen Herrscher, nicht von einem Tutor) Und hat Friedrich seine Ratgeber "geerbt" oder selbst ernannt? Er wusste dann ja eigentlich garnicht, was Sache war, oder?

    Liebe Grüße


    Nadine


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  • Das Problem war ja, dass die Herrscher damals ihre Verantwortung quasi "geerbt" haben. Sie wurden nicht nach ihren Fähigkeiten ausgesucht, sondern nach der Abstammung. So erklärte ich mir Friedrichs Hilflosigkeit. Er musste etwas tun, was er eigentlich nicht besonders gut konnte. Da scheint mir die Strategie, auf Ratgeber zu hören, nicht einmal sooo schlecht, nur machten auch die Ratgeber zahlreiche Fehler und am Ende ging alles den Bach runter.

    War sein Vater eigentlich auch schon so unfähig? Hat Friedrich eine Ausbildung im Staatswesen erhalten( von einem anderen Herrscher, nicht von einem Tutor) Und hat Friedrich seine Ratgeber "geerbt" oder selbst ernannt? Er wusste dann ja eigentlich garnicht, was Sache war, oder?

    Sein Vater hatte angeblich ein "Alkoholproblem" - was damals bei Männern aber noch als recht normal empfunden wurde. Er hatte einfach nicht so eine schwere Aufgabe im Leben zu bewältigen wie Friedrich. Der Junge bekam schon eine gründliche Ausbildung. Die Ratgeber waren schon da, als noch recht jung war, und kümmerten sich um ihn. Aber er brachte nicht die nötigen Talente mit, denke ich.

  • Ich bin schon wieder verspätet, aber momentan ist einfach so viel zu tun, dass die Lesezeit zu kurz kommt, was mir sehr leid tut, denn das Buch ist eine gute Mischung aus Spannung und Information!

    Alles gut, kein Stress! :-*



    Sie ist naiv und ohne Hintergedanken ziemlich ehrlich und das sind ja nicht gerade die Qualitäten, die ein Spion benötigt. Jane wäre diesbezüglich -meiner Ansich nach - eher geeignet. Aber es stimmt schon: Froni ist die Hauptfigur!

    Das sehe ich ähnlich. Ich kann mir Froni derzeit auch gar nicht als Spionin vorstellen. Mal schauen, wie es zu all dem kommt.

  • War sein Vater eigentlich auch schon so unfähig? Hat Friedrich eine Ausbildung im Staatswesen erhalten( von einem anderen Herrscher, nicht von einem Tutor) Und hat Friedrich seine Ratgeber "geerbt" oder selbst ernannt? Er wusste dann ja eigentlich garnicht, was Sache war, oder?

    Sein Vater hatte angeblich ein "Alkoholproblem" - was damals bei Männern aber noch als recht normal empfunden wurde. Er hatte einfach nicht so eine schwere Aufgabe im Leben zu bewältigen wie Friedrich. Der Junge bekam schon eine gründliche Ausbildung. Die Ratgeber waren schon da, als noch recht jung war, und kümmerten sich um ihn. Aber er brachte nicht die nötigen Talente mit, denke ich.

    es ist ja schon bemerkenswert, wenn in zeitgenössischen berichten von Alkoholproblemen die rede ist.

    Liebe Grüße


    Nadine


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  • Das Königspaar flieht Hals über Kopf (und " vergisst" beinahe den jüngsten Prinzen. Was war denn das eigentlich für eine Mutter???? X( ).

    Ist das eine überlieferte "Anekdote"? Hatte ich mich beim Lesen direkt gefragt.

    Ja. Sowas denkt man sich als Autor nicht aus, also jedenfalls nicht, wenn es um eine historisch dokumentierte Person geht.:totlach:


    Elizabeth war eine sehr "gebärfreudige" Frau, in dem Sinne, dass sie oft schwanger wurde und meistens auch sehr schnelle, unkomplizierte Geburten hatte. Darum haben sicher viele Frauen der damaligen Zeit sie beneidet.

    Andererseits zeigte sie bemerkenswert wenig Interesse an ihren Kindern. Selbst zu einer Zeit, da es für adelige Damen normal war, ihren Nachwuchs Ammen zu überlassen, fiel das auf. Eine ihrer Töchter hat sich sogar darüber beschwert, dass der Mutter ihre Äffchen und Schoßhunde wichtiger waren als die eigenen Kinder.

    Bevor man Elizabeth verurteilt, sollte man aber bedenken, dass sie in ihrer Posotion wenig Möglichkeiten hatte, zu entscheiden, ob sie überhaupt Mutter sein will oder nicht. Das wurde damals noch nicht so gesehen. Wer heiratete, bekam Kinder und fertig.

  • Sein Vater hatte angeblich ein "Alkoholproblem" - was damals bei Männern aber noch als recht normal empfunden wurde. Er hatte einfach nicht so eine schwere Aufgabe im Leben zu bewältigen wie Friedrich. Der Junge bekam schon eine gründliche Ausbildung. Die Ratgeber waren schon da, als noch recht jung war, und kümmerten sich um ihn. Aber er brachte nicht die nötigen Talente mit, denke ich.

    es ist ja schon bemerkenswert, wenn in zeitgenössischen berichten von Alkoholproblemen die rede ist.

    Es wird meistens nicht als Problem beschrieben. Der Fürst war halt trinkfreudig. Man kann sich vorstellen, wie das eventuell aussah.:totlach:

  • Ja. Sowas denkt man sich als Autor nicht aus, also jedenfalls nicht, wenn es um eine historisch dokumentierte Person geht. :totlach:

    das dachte ich mir, wollte aber doch nachfragen, wenn wir hier schon die Gelegenheit haben.

    Eine ihrer Töchter hat sich sogar darüber beschwert, dass der Mutter ihre Äffchen und Schoßhunde wichtiger waren als die eigenen Kinder.

    Das kommt hier ja auch immer wieder deutlich rüber.

  • Ja. Sowas denkt man sich als Autor nicht aus, also jedenfalls nicht, wenn es um eine historisch dokumentierte Person geht. :totlach:

    das dachte ich mir, wollte aber doch nachfragen, wenn wir hier schon die Gelegenheit haben.

    Eine ihrer Töchter hat sich sogar darüber beschwert, dass der Mutter ihre Äffchen und Schoßhunde wichtiger waren als die eigenen Kinder.

    Das kommt hier ja auch immer wieder deutlich rüber.

    vor allem als sie Baby ruprecht "vergessen "

    Liebe Grüße


    Nadine


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    (Chin. Weisheit)

  • ohja :totlach:wobei die deutschen ja eh als Säufer gelten. Ich weiß nicht ob es moryson oder Moore war, der sagte, dich deutschen saufen so viel, dass sie sich bestimmt deswegen einen Pelz um den Bauch wickeln, damit der geschützt ist :karotte:

    Liebe Grüße


    Nadine


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  • Bemerkenswert auch, dass relativ viele Kinder auch überlebten. Sie scheint eine gesundheitlich ziemlich robuste Frau gewesen zu sein. Im Gegensatz zu iherkömmlichen Mutter, die ja mehrere Verluste verkraften musste

    Liebe Grüße


    Nadine


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