06 - Kapitel 16 bis 18

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  • Ich frage mich, was im letzten Abschnitt noch passieren wird. Viele Seiten sind das ja nicht mehr...


    Aber erstmal zu diesem: Wow, ganz schön ereignisreich!


    Es gab ein großes Hin und Her zwischen Marek und Froni mit mehreren Fluchten bis die letzte letztendlich geklappt hat. Lorenzo ist aber auch wirklich ein sehr übler Zeitgenosse. Ich kann Froni schon sehr gut verstehen, dass sie alles daran gibt, ihn nicht zu heiraten. Allein schon die Szene, wo er sie vergewaltigen wollte. Wie krank ist das denn? Er hätte sie bald geheiratet... Hier zeigt sich, was für ein übler Kerl er ist und wie er die Macht braucht. Deswegen wollte er wohl auch nicht von Froni loslassen, weil ihr rebellischer Geist ihn wohl noch angeturnt hat. Ihr dann seinen Willen aufzuzwingen muss für ihn wie Weihnachten und Ostern an einem Tag sein. Widerwärtig!


    Froni hat für sich beschlossen, dass Marek es wert ist, ihr Leben im Luxus dafür aufzugeben. Es freut mich ja, dass sie zu dieser Erkenntnis gekommen ist und wir werden sicherlich nicht erfahren, ob sie damit auch glücklich wird. Ich habe noch leise Zweifel. Gefehlt hat es ihr in allem bisher nie, ob sie sich daran gewöhnen kann, dass es nun anders ist? Auf der anderen Seite verliert sie ihre Freiheit nicht. Marek wird sie sicherlich nicht unterdrücken und das ist eigentlich auch viel mehr wert und vielleicht geht ihr Plan auf und sie kann sowohl am Hofe bleiben und mit Marek zusammenleben. Ich weiß nur noch nicht so ganz, wie das funktionieren soll..


    Yveta folgt ihrem Jan nach Paderborn zum Heer. Ich hoffe wirklich, dass auch sie sich nichts vormacht und nicht zur Trosshure wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das glücklich machen wird. Kann Jan sie wirklich davor schützen?


    Uff. Ganz schön mutige Frauen auf jeden Fall!

  • Ich fand den Abschnitt auch sehr spannend und ereignisreich. Aber das gefällt mir insgesamt so an dem Buch. Es gibt eigentlich keine langatmigen Phasen, die Geschichte geht ständig weiter.

    Lorenz hat meine Ansicht voll bestätigt. So ein Idiot! Dem ging es doch nur darum sein Revier zu markieren und froni als Person war ihm völlig gleich. Was Froni und Marek betrifft, bleibt es kompliziert. Yveta und Jan machen es da deutlich einfacher : vielleicht liegt es auch daran, dass sie praktisch aus der gleichen Schicht und Gegend kommen? !

    Ich bin jetzt sehr neugierig wie es weitergeht.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Yveta und Jan machen es da deutlich einfacher : vielleicht liegt es auch daran, dass sie praktisch aus der gleichen Schicht und Gegend kommen? !

    Ich denke schon, dass es genau daran liegt. Da sind die zu überwindenden Unterschiede doch geringer. Allerdings ist ihre Situation auch nicht ganz einfach. Jan möchte gerne als Soldat kämpfen. Als Frau ist das natürlich eine doofe Situation, denn selbst im Kriegsgetümmel zu sein, ist (zu dieser Zeit) eher schwierig und außerdem allgemein auch gefährlich. Also kann man zwar im Geiste verbunden, aber auch nicht körperlich beieinander sein.

  • Yveta und Jan machen es da deutlich einfacher : vielleicht liegt es auch daran, dass sie praktisch aus der gleichen Schicht und Gegend kommen? !

    Ich denke schon, dass es genau daran liegt. Da sind die zu überwindenden Unterschiede doch geringer. Allerdings ist ihre Situation auch nicht ganz einfach. Jan möchte gerne als Soldat kämpfen. Als Frau ist das natürlich eine doofe Situation, denn selbst im Kriegsgetümmel zu sein, ist (zu dieser Zeit) eher schwierig und außerdem allgemein auch gefährlich. Also kann man zwar im Geiste verbunden, aber auch nicht körperlich beieinander sein.

    Nein, einfach ist das leben einer Soldatenfrau sicher nicht. Aber bei den beiden ist die Rollenverteilung klarer und nicht so verwischt

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Es passiert so viel in diesem Abschnitt und Froni wird von den Ereignissen immer weiter getrieben zusammen mit ihren Begleitern. Sehr berührt hat mich die Geschichte des jungen Julius, der von den Soldaten mitgenommen wurde gegen den Willen seiner Familie. Das war eine grausame Zeit der Willkür, das Leben eines Einzelnen zählte nicht, auch Kinder wurden geschändet und umgebracht. Lorenz ist noch brutaler und zynischer geworden als damals in Den Haag und Froni hat recht, wenn sie alles unternimmt, um diese Zwangsehe zu verhindern. Sogar Marek bricht für sie seine Grundsätze von Gewaltlosigkeit und das ist in dieser Situation genau richtig. Wenigstens konnten sie Julius retten, das hat mich sehr gefreut.

  • Ein Abschnitt, der nun langsam zeigt in welche Richtung das Leben weitergehen wird. Endlich ist heraus, was Froni und Marek für einander empfinden. Ob es für sie auch eine glückliche Zukunft geben wird, bleibt abzuwarten. Froni bleibt sich treu und hilft auch Julius weiter. Mir gefällt gut, dass sie trotz allem immer wieder versucht zu helfen. Sicherlich wurden in diesem Krieg viele zum Dienst an der Waffe gezwungen, aber dem einzelnen ist es doche egal. Für Julius ein segen, dass es Menschen gibt, die sich eben auch für Einzelschicksale interessieren.


    Ja, und da ist er wieder, der verhasste Verlobte. Damit war ja schon irgendwie zu rechnen. Lorenz will seine zukünftige Gattin jedenfalls nicht aufgeben. Diese beinahe Vergewaltigung zeigt einmal mehr, wie wenig eine Frau damals zu sagen hatte. Für Lorenz zählte hier nur, sein eigener Wille. Aber eben nicht mir Froni. Auch Marek entschließt nun, manchmal muß Gewalt eben doch sein. Gerade rechtzeitig.

  • In diesem Abschnitt ist viel passiert: mit dem Geld der Mutter des Kurfürsten geht die Reise weiter.

    Und die zusammengewürfelte Truppe entdeckt, dass Christian, der Protestand, diesen Krieg mit der gleichen Grausamkeit führt, wie die Katholiken. Und auch wenn Froni anfangs nicht ganz glauben kann, so setzt sich auch bei ihr die Erkenntnis durch, dass im Krieg alle Seiten mit der gleichen Grausamkeit vorgehen und dass immer das einfache Volk zu leiden hat, dass es nicht um Religion geht sondern um Macht. Eine wichtige Erkenntnis auf dem Weg zu einer Entscheidung für das eigene Leben! Schön langsam kommt sie ja drauf, dass sie auch ohne Hof und imposante Festlichkeiten und tolle Kleider auskommen kann. Endlich kommt es auch zu einem Kuss!


    Aber vorerst ist noch nix mit Happy End, denn Lorenz tauch auch wieder auf. Ich hab schon gehofft, dass der Typ von der Bildfläche verschwunden ist! Und der braucht die Mitgift, die Elizabeth ihren Hofdamen zukommen lässt.

    Dass Marek scheinbar so ohne Widerstand aufgibt, ist wirklich ärgerlich. Aber das ändert sich ja im Laufe des Abschnitts. Endlich kommt Marek drauf, dass es manchmal halt einfach nicht anders geht, wenn man Schlimmeres verhindern will.


    Eigentlich dachte ich dann, dass es jetzt zwischen Marek und Froni klar wäre, dass sie zusammen bleiben. Aber in Den Haag denkt sie wieder an eine von Elizabeth arrangierte Hochzeit. :boah: Es müssen bei den beiden halt doch sehr viele Unterschiede überwunden werden. Gesellschaftlicher Stand war ja in jener Zeit sehr einflußreich und lebensbestimmend. Und Liebeshochzeiten sind ja eher eine neue Erfindung. Aber wir "leben" ja hier in einem Roman und da hoffe ich doch noch auf ein glückliches Ende für diese beiden.


    Yveta will mit Jan weiterziehen? Das ist vermutlich keine wirklich gute Idee für die Zukunft. Vor allem wäre es für sie in der Nähe einer Söldnertruppe sehr gefährlich. Als Trosshure möchte sie doch sicher nicht enden!


    Es geht spannend weiter - schließlich sind ja noch einige Fragen offen.8)

  • Ich hoffe mal, dass ich jetzt nichts verrate (meine Notizen sind etwas dürftig ausgefallen und ich habe schon weiter gelesen).;)

    In diesem Abschnitt ist mir Froni richtig sympathisch geworden zwischendurch: weil sie nämlich tatkräftig mithilft, Lorenz außer Gefecht zu setzen! Und ich hasse es, wenn in Büchern oder Filmen, die Frauen neben den kämpfenden Männern stehen und schreien, anstatt zuzupackenrotwerd!

    Und Froni macht ihre Sache gut! 8o

  • Ich hoffe mal, dass ich jetzt nichts verrate (meine Notizen sind etwas dürftig ausgefallen und ich habe schon weiter gelesen).;)

    In diesem Abschnitt ist mir Froni richtig sympathisch geworden zwischendurch: weil sie nämlich tatkräftig mithilft, Lorenz außer Gefecht zu setzen! Und ich hasse es, wenn in Büchern oder Filmen, die Frauen neben den kämpfenden Männern stehen und schreien, anstatt zuzupackenrotwerd!

    Und Froni macht ihre Sache gut! 8o

    es passt ja auch zu ihr, weil sie ihr Leben zunehmend in ihre eigene Hand nimmt

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Stimmt! Diese persönliche Entwicklung, die Froni durchgemacht hat, wird auch hier deutlich. Und in der Erkenntnis, dass im Krieg alle gleich grausam handeln!

    Das hat mir übrigens wirklich gut gefallen, dass sie sich von der naiven Hofdame zu einer selbständig denkenden und handelnden Person entwickeln darf. Allerdings dürfte das in ihrer Zeit eher selten gewesen sein - zu stark war das gesellschaftliche Korsett!