Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind Eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluss zeitnah euer Fazit hier einstellt.


    Denkt bitte daran, dass eure Rezensionen eine Art "Gegenleistung" für die Freiexemplare des Verlages sind. Es wäre deshalb schön, wenn sich hier alle beteiligen - ebenso ist ein Fazit zur Leserunde (gerne auch eines des Autors) immer interessant.


    Außerdem wäre es schön, wenn Ihr Eure Rezensionen nicht nur hier, sondern auch auf anderen Internetseiten, Blogs und so weiter einstellt.

    Bitte rezensiert das Buch auch auf unserer Hauptseite Literaturschock.de. Eine extra Anmeldung ist hierzu nicht nötig, Gastrezensionen werden manuell freigeschaltet.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Zum Buch:


    Ein Serienkiller hält Berlin in Atem. Drei Menschen sind ihm bereits zum Opfer gefallen. Erdrosselt, gewaschen und auf das Bett drapiert, mit einem Hinweis zum nächsten Opfer in der Hand.

    Weiterhin hat der Leser es mit Rebecca Bartels zu tun, die ihrem Mann Andreas einem einen Heiratsantrag machen möchte. Doch Andreas scheint etwas zu verbergen. Doch wie groß ist das Geheimnis, das selbst Rebecca Zweifel kommen? Und was hat das mit den Morden des grausamen Serienmörders zu tun?

    Und was hat es auch mit einem Brandschlag auf ein Geschäft zu tun? Besitzer dieser Immobilie ist Marek, Henry Freis ehemaliger Vorgesetzter. Wie passt er ins Bild?

    Henry Frei bitte kommen Sie!


    Meine Meinung:


    Eine neue Mordserie, aber Vorfälle aus dem Vorgänger "Böses Kind" werden in diesem Roman wieder aufgegriffen und offene Fragen werden aus dem letzten Band geklärt, aber nicht ohne neue Fragen aufzuwerfen.


    Zu Beginn haben wir es wieder mit zwei Handlungssträngen zu tun, deren Zusammenhang anfangs nicht ganz klar ist, wie wir es vom Martin Krist gewohnt sind und er versteht es, dem Leser diese Überschneidungen über lange Zeit vorzuenthalten.

    Erstens ist da Rebecca, die ihrem Freund Andreas einem Heiratsantrag machen möchte und bereits alles vorbereitet hat, Essen, romantische Stimmung. Aber leider stößt sie auf ein Geheimnis von Andreas, was sie stutzen lässt und ihr kommen Zweifel, ob ihr Antrag wirklich eine gute Idee ist.


    Zweitens ist da der neue Fall von Henry Frei uns seiner Kollegin Louisa Albers. Dieser Fall wurde im ersten Band bereits angerissen, bildete aber dort nur einen Nebenschauplatz, diesmal rückt er ins Zentrum der Ermittlungen. Und dann wären da noch diese seltsamen Mailausschnitte einer Mail, die an Henry Frei gerichtet ist und wahrscheinlich vom Täter stammt, um Frei seinen Standpunkt darzulegen.


    Mir sind wieder die Wechsel der Perspektiven positiv aufgefallen, so dass man sich nicht zu sehr auf einen Strang verbeisst, sondern die Handlung immer wieder aufgelockert wird.


    Diesmal erleben wir den Täter nicht direkt aus dessen oder deren Sichtweise, also schauen ihm nicht über die Schulter, sondern wir erfahren von ihm oder ihr nur aus einer E-Mail, die er an den Kommisar geschrieben hat. Martin Krist serviert sie uns häppchenweise, sodass sich das Puzzle erst gegen Ende zusammenfügt und der Leser so bei Laune gehalten wird.

    Somit wird auch der Spannungsbogen aufrecht gehalten, der auch aufgrund der Kürze nicht viele Möglichkeiten hatte einzubrechen, aber zumindest ging es meines Erachtens flott voran, sodass ich nicht gelangweilt wurde, sondern im Gegenteil mich immer gefragt habe, wie alles zusammenhängt und wer der Mörder ist.


    Und nun zu meinem Kritikpunkt. Leider fehlen jegliche Hinweise darauf, warum der Mörder seine Opfer umgebracht hat und warum er/ sie auswählte, ob zufällig oder gezielt. Der Leser erfährt zwar, wie der Täter an die Adressen kommt, aber leider fehlt jeglicher Hinweis auf seine/ihre Auswahl der Toten. Manchmal sind Krimis und Thriller um das eine oder andere Kapitel zu lang, aber etwas mehr an Erklärungen hätte ich gern gehabt. Ich weiß zwar nicht ob Martin Krist dies noch aufklärt, hätte es aber gern schon in diesem Band gewusst.


    Zwar ist bekannt, dass es mehrere Bände gibt, und dass sie alle irgendwie miteinander zusammenhängt, aber ich denke, ein paar weniger offene Fragen hätten dem Buch sicher gut getan, aber was andererseits auch positiv sein kann, denn damit warten wir ja auch sehnstüchtig auf die Fortsetzung.


    Mein Fazit: Trotz der Kritikpunkte überwiegt das Postive. Somit kann ich sagen, dass "Stille Schwester" ein spannender, temporeicher und flüssiger Roman, der Lust auf den nächsten Band macht.

  • Stille Schwester


    Eigentlich hätte mich der Untertitel (den es aber im Buch selbst nicht gibt?) aufmerksam machen müssen: Alanna 2 zeigt an, dass es die Fortsetzung einer Geschichte ist. Das ist es dann auch und zwar nicht nur, weil die gleichen Kriminalisten ermitteln, sondern weil sich mehrere Handlungsstränge aus dem ersten Band bis in den zweiten fortsetzen. Da es auch Alanna 3 geben wird, ist auch klar, hier wird in diesem Band nicht alles aufgeklärt. Die Fragen, die aus dem ersten Buch gelöst werden kennt man nicht, wenn man, wie ich, den ersten Band nicht gelesen hat. Man kann alo den zweite Band durchaus mit Genuss lesen, aber es wird einiges an interessanten Stellen unklar bleiben. Was aber für mich noch chlimmer war, es gibt nur eine Auflösung in dem Band, das ist das Wissen um den gesuchten Mörder. Das Motiv bleibt ziemlich im Dunkeln und viel Nebenlinien ebenfalls. Wenn das ein Verkaufstrick ist, dann wirkt er zumindest bei mir. Da aber der Folgeband noch nicht erschienen ist, wird das Warten wohl ziemlich schwer und einiges ist dann sicher wieder vergessen. Ich finde das eigentlich schade. Normalerweise warte ich bei solchen Aktionen gern bis alle Bände erschienen sind.


    Zum Krimi selbst. Er ist, wie immer bei diesem Autor flüssig und spannend geschrieben. Die Kapitel sind farblich abgesetzt, was einen schönen optischen Effekt erzielt. Außerdem sind die Kapitel relativ kurz und damit wird sehr auf Geschwindigkeit gedrückt. Die Schauplätze wechseln und dazwischen erhält der Leser einzelne Abschnitte, die um eine bestimmte Zeit abgesetzt wurde. So zieht sich die Zeitangabe durch das Buch. Immer wieder wird wie in einem Countdown die Uhrzeit erwähnt. Wer hat diese email geschrieben und warum? Was soll die Uhrzeit? Liegt die email vor den anderen Ereignissen oder führen alle Ereignisse dahin?


    Bei einem Verhör zeigt der Autor die unterschiedlichen Charaktere und Stärken von Frei und seiner Mitarbeiterin: DAs Verhör selbst wird klug geführt und der Fall gelöst. Was hat dies mit den Vorfällen im Buch zu tun? Hat es überhaupt etwas damit zu tun, oder sollte der Leser nur mehr über die beiden Ermittler erfahren?


    Dann gibt es einen Brandanschlag, bei dem eigentlich keine Person zu Schaden kommen sollte, aber ein Kind kommt dabei ums Leben. Damit werden die Mordermittler auf den Plan gerufen. Der junge Kollege benimmt sich dabei für meinen Geschmack ziemlich unprofessionell und daneben. Aber auch Frei und seine Kollegin kommen nicht weit, denn ein Mordfall ruft sie vom Tatort des Brandanschlags ab. Ein Mord, der nicht hätte geschehen sollen, denn das Opfer stand unter Polizeischutz. Leider wurde der eingeschränkt, weil einfach Leute fehlen. Er ist nicht das erste Opfer, das so gefunden wird, gewaschen und aufgebahrt, mit einem Zettel in der Hand.

    Wo sind die Zusammenhänge? Warum müssen diese Menschen sterben? Die Mordkommision steht vor einem Rätsel, denn alle Opfer waren total unterschiedlich, es läßt sich auch keine Verbindung zwischen den Opfern finden der Mörder scheint mit der Polizei zu spielen und ist ihr immer ein paar Schritte voraus.


    Kommissar Frei geht zu seinem Exchef und hofft auf einen Rat, er hat ein Geheimnis, seine Beziehung zu seinem Exchef ist besonders. In der Vergangenheit muss etwas passiert sein.Was ist vorgefallen?

    Louisa Albers, die Kollegin ist erkältet und der Ehemann hat Probleme, das gemeinsame Kind allein zu betreuen, besonders, wenn der Fall Überstunden verlangt. Ihr fehlt die nötige Konzentration, um wirklich an dem Fall mitarbeiten zu können und so wird sie zur Genesung nach hause geschickt.


    Auftakt des Krimis ist ein Frauentreffen, in der eine beste Freundin der anderen eröffnet, dass sie am heutigen Abend ihrem Freund einen Heiratsantrag machen wird. Warum sagt sie das erst ihrer Freundin und warum reagiert diese so komisch?


    Anhand dieser Fragestellungen erkennt man wohl schon die Komplexität dieser Handlung, auch ohne die Verbindung zu Alanna, deren Geschiche wohl der rote Faden in diesem Krimi ist. Einige der Fragen lösen sich aber viele bleiben und machen neugierig auf den nächsten Teil.


    Auch mein Fazit ist: spannend geschrieben, interessante Handlung, aber es bleiben meiner Meinung nach zu viele Fragen ungelöst.

  • Vielen Dank, liebe MitleseInnen und lieber Martin für diese spannende und unterhaltsame Leseunden! Schade, dass noch Fragen offen geblieben sind, aber die werden ja hoffentlich im dritten Band beantwortet!

    ———

    Spannung und Nervenkitzel pur


    Inhalt:

    In Berlin treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Er ermordet Menschen, inszeniert die Darstellung der Leichen und gibt ihnen jeweils einen Hinweis auf das nächste Opfer mit. Zwischen den Getöteten gibt es keinerlei Verbindung.

    Ein Brandanschlag auf eine türkisches Geschäft fordert ein weiteres Todesopfer.

    Rebecca und Andreas führen eine Bilderbuch-Beziehung. Doch plötzlich kippt die Stimmung, Andreas verbirgt irgendetwas vor seiner Partnerin.

    Dann ist da noch die Email des Mörders an den Ermittler.

    Wie hängen diese Handlungsstränge zusammen? Henry Frei und sein Team stehen vor großen Herausforderungen.


    Meine Meinung:

    Wie schon in „Böses Kind“ war ich von der ersten Seite an gefesselt und mitten drin im Geschehen. Mir gefallen die kurzen Kapitel, die fast immer mit einem Cliffhanger enden, sehr gut. Der Autor springt zwischen den verschiedenen, scheinbar unzusammenhängenden Handlungssträngen hin und her, das führt dazu, dass man nicht mehr aufhören kann zu lesen. Wäre ich nicht durch eine Leserunde „ausgebremst“ worden, hätte ich das Buch sicherlich in einem Rutsch gelesen.

    Die Charaktere sind, wie man es von Martin Krist kennt, exzellent und überzeugend gezeichnet. Henry Frei ist ein toller und fähiger Ermittler, er hat aber auch Schwächen, was ihn umso menschlicher macht. Der tiefe Einblick in sein Privatleben macht deutlich, dass Ermittler auch nur Menschen sind. Seine Kolleg*innen, allen voran Louisa Albers, sind ebenfalls überzeugend dargestellt. Besonders angetan hat es mir in dieser Geschichte Charly, der mit seinen unkonventionellen Ideen schon mal querschießt und sich so manchen Rüffel einholt.

    Mit Rebecca habe ich mitgefiebert und mitgelitten. Sie musste alles erleben - von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt.

    Die Story ist von Beginn an spannend. Der Fall ist zwar in sich abgeschlossen, es empfiehlt sich allerdings, den ersten Teil vorher zu lesen. Dadurch versteht man viele Zusammenhänge besser. Hier werden die verschiedenen Handlungsebenen nebeneinander geführt und allmählich sehr geschickt zueinander gebracht. Bis dahin wird der Leser aber auf mehrerer falsche Fährten gelockt. Der Spannungsbogen zieht sich vom Anfang bis zum Schluss. Das Ende ist völlig überraschend, lässt aber leider noch einige Fragen offen. Der Untertitel „Alanna“ wird in diesem Band kaum thematisiert. So warte ich gespannt auf den dritten Fall, in dem die Fragen hoffentlich beantwortet werden.


    Fazit:

    Ein absolutes Highlight, unbedingt zu empfehlen!

    ———

    Streuliste:

    Amazon

    Literaturschock

    Literaturschock-Forum

    buecher.de

    Leserkanone

    Hugendubel

    Thalia

    Weltbild

  • Inhalt:

    Ein Serienkiller hält die Berliner Polizei -- besonders das Team um Henry Frei und Louisa Albers -- in Atem.

    Zusammenhänge zwischen den ermordeten Personen scheint es nicht zu geben, aber der Täter hinterlässt Botschaften am Tatort, so dass eine wilde Jagd beginnt, um den nächsten Mord zu verhindern.

    Natürlich gibt es noch diverse andere Fälle, die die Aufmerksamkeit unseres Teams beanspruchen, unter Anderem ein verschwundener Teenager.


    Meine Meinung:

    Mit 'Stille Schwester' hat Martin Krist erneut einen Thriller vorgelegt, der es in sich hat.


    Trotz des Hinweises im Titel, dass es ein zweiter Band zu einem Thema ist, ist es nicht erforderlich den ersten Band zu kennen, um Stille Schwester folgen zu können. Man sollte sich allerdings selbst den Gefallen tun und den ersten Band lesen...


    Wie gewohnt bei Martin Krist, bekommt man alles, was einen spannenden Thriller ausmacht, und das Rätselraten und Bibbern fängt schon mit dem Prolog an!

    Der Spannungsbogen wird durch das gesamte Buch aufrecht erhalten, man fiebert mit, und verdächtigt die falschen Personen. Die Auflösung ist schlüssig, die Charaktere glaubwürdig.


    Obwohl die Fälle aufgeklärt werden bleiben so einige Fragen offen, was ich persönlich unbefriedigend finde -- und die Fortsetzung lässt noch auf sich warten.


    Trotzdem sehr zu empfehlen, nicht nur für Fans von Martin Krist.



    Literaturschock


    Literaturschock Forum


    Amazon


    Hugendubel


    Thalia


    Goodreads


    ebook.de


    Virtualcity (als Vorleser)


    Blätterflüstern

    :kaffee: There's no life before coffee. :kaffee:

    4 Mal editiert, zuletzt von Vorleser ()

  • Der zweite Fall für Henri Frei und sein Team schließt an das Ende aus "Böses Kind" an. Offensichtlich geht ein Serienmörderr in Berlin um, wieder gibt es eine Leiche, die nach ihrem Tod zurecht gemacht wird und einen Zettel in der Hand hält mit dem Namen des nächsten Opfers. Auch um einen Brandanschlag auf ein türkische Geschäft, bei dem ein kleiner Junge zu Tode kommt, muss das Team sich kümmern. Und was haben die geheimnisvollen Mails an Henri Frei mit den Fällen zu tun? Es gibt viel Arbeit für Frei und sein Team


    "Stille Schwester" ist der Nachfolger von "Böses Kind" und es werden einige Handlungsstränge weiter geführt aus dem ersten Band. Jedoch werden lange nicht alle Stränge am Ende zusammen geführt und nicht alle Fragen sind beantwortet. Dazu müssen wir auf den nächsten Band warten.


    Das Tempo des Buches ist schnell, die Ereignisse überschlagen sich. Und wie immer tappt man auch in diesem Krimi von Martin Krist lange im Unklaren. Wie hängen die einzelen Handlungsstränge zusammen? Was hat Freis Vergangenheit mit den Fällen zu tun. Sehr gefreut habe ich mich darüber, im Laufe des Buches auf alte Bekannte zu treffen, das "Krist-Kimiuniversum" rückt zusammen.


    Ich freue mich sehr auf den nächsten Band und hoffen auf die Auflösung so einiger offener Fragen


    Vielen Dank auch für die Leserunde und an Martin Krist für die Begleitung der Leserunde

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Nun kommt auch endlich meine Meinung.


    Zweiter Teil der Alanna-Krimi-Reihe mit Henry Frei

    Der Berliner Kommissar Henry Frei und seine Kollegin Louisa Albers haben wieder alle Hände zu tun: neben einer Brandstiftung, bei der ein kleiner Junge ums Leben kommt, wird auch ein Mann ermordet, der eigentlich unter Polizeischutz stehen sollte – und der etwas mit der Mordserie zu tun hat, die mit dem Tod der Frau des bekannten Fernsehpredigers Weinmann ihren Anfang genommen hat. Zwischen den einzelnen Opfern gibt es scheinbar keinerlei Zusammenhänge. Wird es den Ermittlern diesmal gelingen, dem Täter aufzuspüren und das Morden zu unterbrechen?


    Im ersten Band um den pedantischen Henry Frei und seiner Partnerin Louisa Albers, die immer noch im Babystress ist, ging es vordergründig um das Verschwinden eines jungen Mädchens. Eher nebensächlich wurde damals der Mord an der Frau des Fernsehpredigers angerissen, der jedoch mit seinem Folgen in diesem zweiten Band zur Haupthandlung wird. Erschwert werden die Ermittlungen dadurch, dass es einfach keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen den einzelnen Opfern gibt. Hat es die Polizei mit geplanten Taten zu tun oder handelt es sich um einen willkürlich agierenden Psychopathen?


    Bereits der Prolog beginnt, wie gewohnt, ziemlich dramatisch und spannend und man muss sich als Leser kurz orientieren, ich welchem zeitlichen Verhältnis er zum Rest der Handlung steht.

    Neben den Ermittlungen der Kripo spielt die junge Rebecca eine Rolle, die sich dazu entschlossen hat, ihrem Freund einen Heiratsantrag zu machen. Bevor es jedoch dazu kommt, muss sie erkennen, dass er nicht ganz derjenige zu sein scheint, für den er sich ausgibt.


    Dieser Band ist zwar in sich im Großen und Ganzen wieder abgeschlossen, aber auch über ihm schwebt die Ungewissheit, was es mit dem Verschwinden von Alanna auf sich hat, der Tochter von Freis ehemaligem Kollegen und Freund Oskar Marek. Sie wird seit einigen Jahren vermisst und Frei scheint durch ein dunkles Geheimnis mit ihr und ihrem Vater verbunden zu sein.

    Marek hat schon seit Jahren den Polizeidienst quittiert und ist inzwischen mit seinen ominösen Geschäften ziemlich erfolgreich. In diesem Zusammenhang taucht er auch immer wieder in Freis Ermittlungen auf.


    Die Handlung ist temporeich und der Autor schafft es wieder, mehrere falsche Fährten auszulegen. Unterbrochen werden die kurzen und knackigen Kapitel immer wieder durch die Auszüge einer geheimnisvollen Mail, die an Frei adressiert ist.


    Das Finale ist ebenfalls spannend und packend, wirft aber auch einige Fragen auf und macht neugierig auf den dritten Band, in dem wir dann hoffentlich mehr über Alanna erfahren werden.

    Besonders gefreut habe ich mich übrigens über den Gastauftritt von Paul Kalkbrenner, einem alten Bekannten aus früheren Romanen von Martin Krist.


    Meine Meinung erscheint bei:

    Amazon

    Großes Literaturschock-Bücherforum

    Literaturschock.de

    Weltbild (noch nicht freigeschaltet)

    Thalia

    LovelyBooks

    Lesejury


    Herzlichen Dank an dich, lieber Marcel, dass du uns bei dieser Runde wieder begleitet hast. Und ich hoffe, wir treffen uns zum dritten Teil hier wieder.

  • Obwohl immer noch Rezis fehlen, möchte ich mich schon mal bei dir, lieber MartinKrist und natürlich auch bei meinen MitleserInnen bedanken. Es hat wirklich Spaß gemacht, zu spekulieren und zu diskutieren. Die offen gebliebenen Fragen diskutieren wir dann wieder gemeinsam bei Alanna 3. :)

  • DU BIST GLÜCKLICH? BALD BIST DU TOT!


    Seit Monaten treibt ein Serienkiller sein perfides Spiel in der Hauptstadt: Auf heimtückische Weise erdrosselt er die Frauen, verwandelt ihre Leichen in groteske Kunstwerke. Es gibt keine Verbindung zwischen seinen Opfern. Er hinterlässt keine Spuren. Kommissar Henry Frei und sein Team stehen vor einem Rätsel.


    Die Beziehung von Rebecca und Andreas könnte glücklicher nicht sein. Bis sie seinen Lügen auf die Schliche kommt. In ihr keimt ein furchtbarer Verdacht. Wer ist Andreas wirklich?


    Der zweite Fall für Kommissar Henry Frei.



    Nach Drecksspiel hat Martin Krist mit seinem 230 Seiten Nachfolger wieder mal ein von der 1. Seite an spannendes Buch geschrieben. Man wird immer wieder auf falsche Fährten geführt und genau das macht ein gutes Buch für mich aus.

    Spannend von der 1. bis zur letzten Seite.

    Der Schreibstil ist flüssig, detailgerecht und man lernt ganz nebenbei die Protagonisten gut kennen. Ich litt mit Rebecca und hasste zeitweise Andreas.

    Wieder einmal hat der Autor in die Psyche seines Protagonisten gegriffen und perfides zu Tage geführt.

    Kommissar Frei und sein Team stehen zeitweise vor unlösbaren Aufgaben und schaffen es doch immer wieder die richtigen Schlüsse zu ziehen.

    Henry Frei ist mir schon vom 1. Teil an sehr sympathisch gewesen und auch nach diesem Teil mag ich ihn umso mehr. Louisa steht ihre Frau trotz Kinderstress.


    Von der 1. Seite und dem 1. Satz an ist man mitten in der Geschichte und wird auch rasant mitgenommen. Man will die kurzen Kapitel immer schneller lesen, da man wissen will wie alles zusammenhängt und wer was warum macht.


    Geheimnisvolle Mails die Frei erhält. Wo man erstmal nicht klar weiss ob die ein mann oder eine Frau schreibt.

    Sein Kollege Marek, der den Polizeidienst quittiert hat und seinen eigenen Geschäften nachgeht, Frei aber hilfreich zur Seite steht.


    Alles in allem wieder ein fantastisches Buch, das wieder einmal viel zu schnell zu Ende war.

    Danke an Martin, dass du die Leserunde begleitet hast.



    Meine Rezis erscheinen auf

    Amazon

    Thalia

    Weltbild

    Lesejury

    Lovelybook

    :lesen: Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele:blume: