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  • Lucie , da hast du aber ein Spiel mit uns Lesern gespielt. Einfach klasse wie es zum Showdown gekommen ist.

    Aber mit dieser Auflösung im spannendem Finale, habe ich nicht gerechnet und ich war sprachlos.

    Rheinhart ist also Zombie und Ria Rigowski die Mutter von ihm. Marleen, seine kleine Babyschwester, ist drogenabhängig und die Mörderin von Ronja Bleier und Freddie. Nur um ihre Drogensucht zu finanzieren hat sie diese beiden Morde begangen.

    Freddie, der rausgefunden hat, dass die gestohlenen Gegenstände auf sie zurück zu führen sind, wollte Rheinhart mit der "Scheißosterhasenakte" nur darauf hinweisen. Nun hat Rheinhart sich gefragt, ob es nicht besser gewesen wäre diese zu lesen. Freddie wurde von Rheinhart umsonst verprügelt,er wollte nur helfen. Und hätte Rheinhart auf die Vorzeichen geachtet, wäre es ihm wohl sogar aufgefallen, dass Marleen wieder Drogen nimmt.


    Aber zuerst wurde noch Neri von Eddie in seiner Wohnung tot aufgefunden und kurzzeitig dachte ich, dass alles irgendwie zusammen hängt. Aber der hat Selbstmord begangen. Hat wohl Schiss bekommen was passiert wäre, hätte seine Tochter die Anzeige nicht zurück gezogen.


    Bei dem Boxkampf zwischen Lars und Zombie hatte ich kurz die Orientierung verloren wer wer ist. So hab ich die Passage lieber zweimal gelesen um nicht die Übersicht zu verlieren. Wer weiß was passiert wäre wenn Dana nicht reagiert hätte.

    Dann wird es allerdings für Eddie richtig brenslich, als Zombie ihr zu nahe kam und sie auch noch entwaffnette. Oh wie gruselig, die Beschreibung des Tattoos hat sich jetzt in mein Hirn gebrannt, obwohl ich es gar nicht gesehen hab. Denn Lucie hat es so bildlich beschrieben, dass ich es vor Augen hatte.


    In ihrer Verzweiflung hatte Eddie nur einen Gedanken, völlig ungeeignet für diesen Job zu sein und schreibt Adrian einen Nachricht mit......ich kündige....

    Tja und dann eilte Adrian zu Stelle und später landen sie dann im Bett. Als wenn ich es geahnt hab, ich hatte so eine böse Ahnung mit ihm. Der ist auch nicht ganz dicht. Es ging ihm nicht um Eddie auf persönlicher Ebene. Er wollte sie nur schon immer Mal auf diese Weise fi......

    Ehrlich.....?.....wenn er sich dabei mit seinen Spiegeln so gern beobachtet, kann er es sich auch selber machen oder eine Puppe mit Handschellen an sein Bett fest machen:totlach:


    Aber zum Glück hat Eddie erkannt, dass da nichts mehr ist. Ist auch besser wenn sie sich erst einmal nur auf sich und Lotti konzentriert. Ich hoffe ja, Phillip zahlt Unterhalt für Lotti.

    Da Adrian sich in seiner Ehre gekränkt fühlte, nachdem Eddie " Schluss" gemacht hat, hat er sie zur Schreibtisch Arbeit verdonnert. Was für ein Glück, so ist ihr in den Akten das aufgefallen, was Bussi nicht entschlüsseln konnte.

    Freddie hat die fehlenden Gegenstände gelistet, diese verschwanden immer wenn Marleen Dienst hatte.


    Und als Eddie im Büro von Zombie war, hab ich die ganze Zeit darauf gewartet, dass Adrian endlich kommt. Zum Glück sind die Mutter und Schwester von Zombie hartnäckig im Büro geblieben. Dann ging alles ganz schnell...Adrian hat Marleen erschossen. Eddie wollte die Situation noch entschärfen und Zombie ist nach und nach aufgegangen, dass Adrian der Schütze gewesen ist.


    Der Fall ist gelöst und im ersten Moment hab ich geglaubt Frau Röhmer, die Staatsanwältin, entlässt Eddie. Es war mehr als offensichtlich, dass Adrian sie loswerden wollte. Dumm gelaufen, es hat nicht funktioniert so eine Einschätzung über Eddie abzugeben. Gute Frau Röhmer, sie hat Eddies Potential erkannt.

    Somit ist gesichert das es einen neuen Fall mit ihr geben wird. Die offene Frage, wird Adrian ihr Partner bleiben hat sich in der Leseprobe erübrigt.


    Lucie , mein dickes Lob. Ich habe viel gerätselt und spekuliert. Bin aber bis zum Ende nicht auf die Idee gekommen, dass Rheinhart Zombie ist. Ein toller Krimi, ich freue mich auf den zweiten Teil.


    Die Leseprobe verspricht einiges

    Liebe Grüße Kerstin

    2 Mal editiert, zuletzt von kessi69 ()

  • Liebe Lucie, vielen Dank für diesen Schluss.
    Ich habe ja gesagt, dass Zombie im Buch für uns eine Entwicklung durchmacht. Da steckt viel dahinter, Wut auf den Vater und Wut auf die Drogen und eine absolute Hilflosigkeit gegenüber dem was mit seiner kleinen Schwester los ist. Entgegen seiner Sprache (ich erinnere an Pest und Cholera) ist er ein liebevoller Vater.
    Ich kann verstehen, dass sich durch den Schlägervater viel Wut angesammelt hat und gegen so einen Vater kommt man nur an, wenn man ihm die Grenzen zeigt. Das Mobbing ist ebenso. Ich kenne alle diese weisen Sprüche, dass man Gewalt nicht mit Gewalt bekämpfen kann, aber wer petzt und sich nicht wehrt ist Opfer. Das ist in der Realität so. Ich habe gelernt, mir in der Schule Respekt zu verschaffen, es hat gereicht, einmal siegreich aus einer Prügelei hervorzugehen. Meine Tochter und mein kleiner Sohn sind solange gemobbt worden, bis die großen Brüder gezeigt haben, dass sie sie beschützen. Wenn dann noch so ein Vater dazu kommt, dann lernt er aber auch nichts anderes. Nun er scheint aber Freunde zu haben, die ihm helfen wollen damit fertig zu werden und ich finde es bewundernswert, wie er es schafft, sich so zusammenzureißen. Deshalb ist dieses Ende für mich wirklich ein gutes Ende. In diesem Buch heißt es wirklich, schau hinter die Kulissen! Und du hast uns einen weiten Weg gehen lassen bei Zombie.
    Ich denke es ist jetzt ein schwerer Schlag fürihn, aber auch eine Befreiung. Da s wird er nicht so empfinden, aber er kann jetzt mit sich selbst kämpfen ohne die Probleme seiner kleinen Schwester. Hoffentlich geht er in eine Therapie, damit er begreift, dass sie erwachsen war und für sich selbst verantwortlich. Sie hatte schließlich ihre Chance als er für sie die Strafe auf sich genommen hat. Wollte sie, dass er jetzt auch noch für sie in den Knast geht für Morde, die sie begangen hat?

    Die Mutter scheint das ja schon zu sehen. Schlimm ist es eben, dass man bei Drogen ziemlich hilflos ist.


    Bei Adrian war der Weg nicht so weit. auch da freue ich mich über deine Lösung. Ich habe mich ja gewundert, warum er so drängelt und als er dann losgelegt hat habe ich so gehofft, sie zeigt ihm, dass sie das nicht mit sich machen läßt. Aber so ist es noch schöner. Sie macht ihn zu einem One-Night-Stand. Schade, dass er nicht hört was sie denkt!!
    ^^

    Und Frauenpower, jippi! Ich hoffe mal, dass die Staatsanwältin auch weiterhin durchschaut, wenn Adrian private Rache üben will. Allerdings hat Eddie Glück, dass er ihre SMS nicht gegen sie verwendet hat. Ich finde es ja in Ordnung, wenn jemand nicht einfach Leute erschießen kann, aber im Notfall muss es Eddie können. Daran muss sie wirklich arbeiten. Warum man in der Gerichtsmedizin unbedingt dabei sein muss weiß ich nicht.


    Zuletzt nur eine Frage. hat Flos Vater sich das Leben genommen mit einer Plastetüte? Da ist ja ungewöhnlich und warum? Weil sie ihn anzeigen wollte? Oder weil er begriffen hat was er getan hat?

  • Puh, was für ein Finale mit einer absolut genialen Auflösung.

    Mit Rheinhart als Zombie hätte ich nun wirklich nicht gerechnet, bis zur Begegnung im Boxclub hatte ich hier eigentlich eher Lars Bleier auf dem Zettel und dabei dann auch an Freddie als Ronjas Mörder gedacht, der dann dafür zur Rechenschaft gezogen wurde.

    Na wenigstens hatte ich mit meiner Vermutung recht, das Zombie kein Mörder ist, mit dieser Wendung zum Schluß hätte ich dann aber niemals gerechnet. Und dabei haben die Andeutungen in den Zombie-Kapiteln die ganze Zeit in die richtige Richtung gedeutet. Man hätte sie halt nur richtig deuten müssen. Die Verschleierungen und falschen Fährten haben aber am Ende (zumindestens bei mir) einfach zu gut funktioniert. :)


    Mit der Nacht mit Adrian hat sich Eddie ja ein ziemliches Ei ins Nest gelegt, das ihr in den weiteren Teilen wohl noch einige Probleme bereiten wird. Die Schmach wird er kaum auf sich sitzen lassen. Und Bussi wird ihn dabei bestimmt nach Kräften unterstützen.


    Die Leseprobe des zweiten Bandes liefert ja auch noch eine echte Überraschung. "Zombie" Rheinhart ist also Jos Vater, da werden sich Eddie und er ja weiterhin des öfteren über den Weg laufen, auf die weitere Entwicklung zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Charakteren dürfen wir dann ja mal alle gespannt sein.


    Insgesamt fällt dieses Buch nun doch deutlich härter und düsterer aus, wie wir es von den Geschichten um Lila kennen, wobei die letzten beiden Bände dort diesen Wandel ja quasi schon ein wenig eingeleitet haben.

    Diese Stiländerung passt aber hervorragend zur hier erzählten Geschichte und ergibt sich daraus dann eigentlich auch zwangsläufig.

    Mir hat das Buch auf jeden Fall wieder sehr gut gefallen.

    "Wer Bücher liest, kennt sogar den Zusammenhang, aus dem Zitate gerissen werden." (unbekannter Autor)

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  • Ich habe ja gesagt, dass Zombie im Buch für uns eine Entwicklung durchmacht.

    Wobei die Entwicklung / Wandlung von Eddie ja sogar noch viel erstaunlicher ist und dabei absolut glaubwürdig rüberkommt.



    Zuletzt nur eine Frage. hat Flos Vater sich das Leben genommen mit einer Plastetüte? Da ist ja ungewöhnlich und warum? Weil sie ihn anzeigen wollte? Oder weil er begriffen hat was er getan hat?

    Oder war es vielleicht doch ein Mord, der uns in den nächsten Büchern noch beschäftigen wird ?

    Hinter der Internetseite, auf der Flos Fotos veröffentlicht wurden, steckt doch bestimmt eine Organisation, die keine Skrupel hat, ihre Spuren zu verwischen.

    "Wer Bücher liest, kennt sogar den Zusammenhang, aus dem Zitate gerissen werden." (unbekannter Autor)

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  • Tja und dann eilte Adrian zu Stelle und später landen sie dann im Bett. Als wenn ich es geahnt hab, ich hatte so eine böse Ahnung mit ihm. Der ist auch nicht ganz dicht. Es ging ihm nicht um Eddie auf persönlicher Ebene. Er wollte sie nur schon immer Mal auf diese Weise fi......

    Ehrlich.....?.....wenn er sich dabei mit seinen Spiegeln so gern beobachtet, kann er es sich auch selber machen oder eine Puppe mit Handschellen an sein Bett fest machen :totlach:

    Ich kenne Frauen, denen das auch gefällt, also die Tatsache an sich ist kein Problem, aber hier ist es eigentlich eine Vergewaltigung, ziemlich verschleiert, aber er weiß schon, dass sie nicht möchte und ist so arrogant und eingebildet, dass er nichts merkt. Aber das ist der Unterschied. Der eine hat seine Fantasien und versucht sie zu beherrschen und der andere lebt sie aus.

    Aber zum Glück hat Eddie erkannt, dass da nichts mehr ist. Ist auch besser wenn sie sich erst einmal nur auf sich und Lotti konzentriert. Ich hoffe ja, Phillip zahlt Unterhalt für Lotti.

    Erkennt, dass da nichts mehr ist? Ich denke sie hat mehr erkannt, sie hat gemerkt, dass die Fassade täuscht und es ihr mit ihm nicht anders ergangen wäre als mit Phillip. Ob der zahlt ist noch die Frage. Selbstständige können gut vertuschen, ob sie was verdienen und im Moment ist es wohl auch nicht so dicke. Das wird sicher noch eine Kampf geben.

    Die offene Frage, wird Adrian ihr Partner bleiben?

    Das denke ich schon, denn er ist ein guter Kriminalist und die beiden ergänzen sich bis jetzt ganz gut. Er müßte nur seine Einstellung zu ihr ändern. Geht das?

    Wobei die Entwicklung / Wandlung von Eddie ja sogar noch viel erstaunlicher ist und dabei absolut glaubwürdig rüberkommt.

    Die Entwicklung von Eddie war voraussehbar, oder? Sie hätte als Mäuschen ja keine Chance bei der Polizei und eigentlich ist es eine Rückbesinnung auf ihre Stärken. Die Entwicklung von Zombie ist mehr eine, die der Leser durchmacht. Zombie macht hier noch keine wirkliche Entwicklung durch. Ich hoffe das kommt noch. Es ist ähnlich wie bei Mütze. Am Anfang durch die Schockszene war er doch abgestempelt, oder nicht? Die leichte Andeutung, durch die zwei Kinder, eher taten uns die Kinder leid, oder? Wer hat zu der Zeit gedacht, dass da ein ganz weicher Kerl drin steckt, der seine Babyschwester beschützen will und eigentlich bereit ist, alles auf sich zu nehmen. Ich finde, die Sicht auf ihn zu drehen ist absolut toll gelungen. Ich hatte die ganze Zeit die Hoffnung, dass es bei ihm eine Überraschung gibt und siehe sie kam.

  • Die Entwicklung von Eddie war voraussehbar, oder? Sie hätte als Mäuschen ja keine Chance bei der Polizei und eigentlich ist es eine Rückbesinnung auf ihre Stärken. Die Entwicklung von Zombie ist mehr eine, die der Leser durchmacht. Zombie macht hier noch keine wirkliche Entwicklung durch. Ich hoffe das kommt noch. Es ist ähnlich wie bei Mütze. Am Anfang durch die Schockszene war er doch abgestempelt, oder nicht? Die leichte Andeutung, durch die zwei Kinder, eher taten uns die Kinder leid, oder? Wer hat zu der Zeit gedacht, dass da ein ganz weicher Kerl drin steckt, der seine Babyschwester beschützen will und eigentlich bereit ist, alles auf sich zu nehmen. Ich finde, die Sicht auf ihn zu drehen ist absolut toll gelungen. Ich hatte die ganze Zeit die Hoffnung, dass es bei ihm eine Überraschung gibt und siehe sie kam.

    Natürlich war Eddies Entwicklung ein Stück weit voraussehbar, nicht aber, das sie so schnell vonstatten geht. Ich war davon ausgegangen, das sich das über die gesamten drei Bücher erstrecken würde. Aber mal schauen, was Lucie mit ihr noch so alles vor hat. :totlach:


    Genau, Zombie ist eher der Klassiker "Harte Schale, weicher Kern", hier ändert sich ja tatsächlich nicht der Charakter an sich, sondern unsere Sichtweise auf ihn, da hast Du absolut recht.

    "Wer Bücher liest, kennt sogar den Zusammenhang, aus dem Zitate gerissen werden." (unbekannter Autor)

  • Jetzt bin ich echt platt: im Leben nicht wäre ich auf Rheinhart als Zombie gekommen, obwohl ja sein imposantes Äußeres durchaus öfters erwähnt wurde. Dieses Tattoo ist ja echt speziell. Gibt es dafür womöglich eine Vorlage?


    Dann die nächste Überraschung: Ria und Marleen Rigowski sind Rheinharts Mutter bzw. Schwester - die Schwester, um die er sich schon immer so gesorgt hat und deren Schuld er immer wieder auf sich genommen hat. Er muss seine Schwester sehr geliebt haben.

    Vielleicht wäre es aber besser gewesen, wenn sie die Konsequenzen mal hätte selbst übernehmen müssen, vielleicht hätte das bei ihr zu einem Umdenken geführt. Vielleicht hätte sich aber auch nichts geändert und sie wäre schon früher in die Katastrophe reingerauscht.


    Jedenfalls hätte Zombie die beiden Morde verhindern können, wenn er zu seiner Schwester nicht so vorbehaltlos gestanden hätte, er hat hier leider beide Augen vor der Wahrheit verschlossen, die er geahnt hat und die diese ganze Aggression bei ihm hervorgebracht hat, aber gleichzeitig konnte und wollte er sie einfach nicht akzeptieren.


    Als Eddie sich mit ihm alleine in dem Boxklub befindet, war er aber schon ganz schön unheimlich und beängstigend, wie er sich ihr gegenüber verhalten hat. Auch seine Gedanken waren alles andere als angenehm :boah: Aber irgendwie hatte ich in dem Moment das Gefühl (oder vielmehr gehofft), dass das nicht der wahre Mensch hinter Zombie ist. Zumal sich Dana zuvor ziemlich unerschrocken zwischen ihn und Lars Bleier gestellt hat. Wurde eigentlich erwähnt, in welchem Verhältnis Dana zu Rheinhart steht? Wenn ja, dann habe ich das überlesen oder vergessen rotwerd

    In jedem Fall ist Rheinhart sauber und ihm kann überhaupt nichts nachgewiesen werden, was mich auch wegen seiner Kinder erleichtert.


    Boah nee, Adrians Verhalten geht ja überhaupt nicht. Meine Hoffnung, er hat sich vielleicht die Hörner zwischenzeitlich abgestoßen, hat sich nicht erfüllt. Ich fand das ganz schön mies, wie er Eddies Verzweiflung ausgenutzt hat, um mit ihr ins Bett zu steigen. Was sie möchte oder nicht, interessiert ihn überhaupt nicht. Als dann noch der Spruch kam: "Scheiße Eddie, so wollte ich dich schon vor zehn Jahren ficken" dachte ich echt, das darf jetzt nicht wahr sein. Der Typ ist genauso besitzergreifend wie Philipp - bloß gut, dass Eddie diesmal gleich die Notbremse zieht und ihm klar macht, dass sie keine weitere Fortsetzung seiner SM-Spiele möchte.


    Und genauso wie Philipp reagiert Adrian mit gekränkter männlicher Eitelkeit und schwärzt Eddie bei der Staatsanwältin an, die sich jedoch glücklicherweise ein eigenes Bild macht.


    Eddie mag Probleme mit Leichen und deren Obduktion haben und mit der Benutzung ihrer Waffe, aber sie hat ganz feine Sensoren und eine erstaunliche Beobachtungs- und Kombinationsgabe. Und wie sie die Situation bei dem tödlichen Schuss auf Marleen anschließen deeskaliert und damit weitere Tode verhindert hat, war ebenfalls großartig.


    Ein toller und absolut überraschender Schluss für diese ohnehin sehr gute Buch.


    Über das Bonbon, die Ausschau auf den zweiten Teil, habe ich mich ebenfalls sehr gefreut. Zumal es dort direkt die nächste Überraschung gibt, was Zombie anbetrifft. Am Ende von "Jenseits von Wut" habe ich mich mal kurz gefragt, ob Zombie nochmal auftauchen wird, was ich sehr begrüßt hätte; umso mehr habe ich mich gefreut, dass es mit ihm und Eddie weitergehen wird.

    Mit den beiden hast du ein ganz spannendes Paar erschaffen und ich bin sehr gespannt, was die beiden noch erleben werden. Außerdem bin ich überzeugt davon, dass Eddie einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterlassen hat und evtl. schafft sie es, durch seine harte Schale durchzudringen. Ein wenig musste ich bei den beiden an "Die Schöne und das Biest" denken :totlach:

  • Jedenfalls hätte Zombie die beiden Morde verhindern können, wenn er zu seiner Schwester nicht so vorbehaltlos gestanden hätte, er hat hier leider beide Augen vor der Wahrheit verschlossen, die er geahnt hat und die diese ganze Aggression bei ihm hervorgebracht hat, aber gleichzeitig konnte und wollte er sie einfach nicht akzeptieren.

    Aber, dass er die Augen verschließt ist doch verständlich, oder? ER hofft eben immer dass er sich irrt. Deshalb hat er auch Freddie nicht geglaubt und eher seiner Schwester, diese Realität konnte er nicht akzeptieren - er muss seine Schwester sehr geliebt haben und wenn dann das Bild dazu kommt, dass er sie als Kind auf den Knien geschaukelt hat und vor dem Vater beschützt, dann kann man das doch verstehen.

  • Nun hat Rheinhart sich gefragt, ob es nicht besser gewesen wäre diese zu lesen. Freddie wurde von Rheinhart umsonst verprügelt,er wollte nur helfen. Und hätte Rheinhart auf die Vorzeichen geachtet, wäre es ihm wohl sogar aufgefallen, dass Marleen wieder Drogen nimmt.

    Rheinhart wollte das absolut nicht wahrhaben und hat seine ganze Wut darüber nur so in sich reingefressen.


    Aber zuerst wurde noch Neri von Eddie in seiner Wohnung tot aufgefunden und kurzzeitig dachte ich, dass alles irgendwie zusammen hängt. Aber der hat Selbstmord begangen.

    Das fand ich auch heftig und war überrascht, dass das tatsächlich Selbstmord war; ich hätte eher auf Mord getippt.


    Bei dem Boxkampf zwischen Lars und Zombie hatte ich kurz die Orientierung verloren wer wer ist. So hab ich die Passage lieber zweimal gelesen um nicht die Übersicht zu verlieren.

    Ich auch :totlach: Vor allem dachte ich kurz, häh, wieso steht Lars Bleier denn jetzt auf der falschen Seite, wir haben doch beschlossen, dass er Zombie ist :totlach:


    Ich denke es ist jetzt ein schwerer Schlag fürihn, aber auch eine Befreiung. Da s wird er nicht so empfinden, aber er kann jetzt mit sich selbst kämpfen ohne die Probleme seiner kleinen Schwester.

    Das sehe ich auch so und hoffe sehr, dass Rheinhart das mit der Zeit auch so sehen wird.


    Die Verschleierungen und falschen Fährten haben aber am Ende (zumindestens bei mir) einfach zu gut funktioniert. :)

    Bei mir auch!

  • Rheinhart seine beste Chance ist tatsächlich eine Therapie. Die müsste allerdings eine ganze Weile gehen. Wenn ich ehrlich bin, tat er mir richtig leid, denn im Herzen ist er ein guter Mensch der falsch behandelt wurde.


    Die Staatsanwältin als Verbündete zu haben wäre gar nicht so schlecht. Sie kennt Adrian schon eine ganze Weile und kann ihn mit Sicherheit gut einschätzen. Wer weiß, vielleicht hat auch bei ihr versucht zu landen. Das sie Kinder hat stört ihn doch herzlich wenig.

    Aber so wie du schreibst, wenn sie in dem Job bestehen will muss sie die Hemmschwelle überschreiten und auch abdrücken wenn die Situation es erfordert. In der Szene hab ich so gedacht, schieß aufs Bein. Treffsicher ist sie doch.


    Neris Selbstmord ist wohl alles zusammen, schade daß wir es nicht mehr erfahren.

  • Aber so wie du schreibst, wenn sie in dem Job bestehen will muss sie die Hemmschwelle überschreiten und auch abdrücken wenn die Situation es erfordert. In der Szene hab ich so gedacht, schieß aufs Bein. Treffsicher ist sie doch.

    Das finde ich ja richtig krass: sie kann total gut zielen und schießen, aber gleichzeitig kommt es für sie nicht in Frage, auf einen Menschen zu schießen.


    Nach dem Ausblick auf Band 2 wird sie mit Sicherheit in Zukunft mehr mit Rheinhart zu tun haben, mal sehen, ob er sie in dieser Hinsicht etwas festigen kann, während sie ihm mit ihrer sensiblen Art vielleicht etwas von seiner Aggression nehmen kann.

  • Liebe Lucie, vielen Dank für diesen Schluss.
    Ich habe ja gesagt, dass Zombie im Buch für uns eine Entwicklung durchmacht. Da steckt viel dahinter, Wut auf den Vater und Wut auf die Drogen und eine absolute Hilflosigkeit gegenüber dem was mit seiner kleinen Schwester los ist. Entgegen seiner Sprache (ich erinnere an Pest und Cholera) ist er ein liebevoller Vater.

    Gern :). Zombie hat diese brutale Art von Sprache (Stichwort Kommunikation ;)) schon in der Familie erlernt - und dann vermutlich auch alles daran gesetzt sie zu perfektionieren. Seine sexistische Grundeinstellung ebenfalls - und das mit zwei Töchtern :o. Das alles prägt sein gesamtes Denken, aber dass Mordfantasien für ihn eine Art Zeitvertreib sind, bedeutet ja nicht zwingend, dass er auch einen Mord begeht. Nun ja, was nicht ist, kann ja noch werden :lachen: ... Ich werde Euch jedenfalls nicht vorenthalten, wie seine Geschichte weitergeht ...


    Zuletzt nur eine Frage. hat Flos Vater sich das Leben genommen mit einer Plastiktüte? Da ist ja ungewöhnlich und warum? Weil sie ihn anzeigen wollte? Oder weil er begriffen hat was er getan hat?

    Den Grund kann er uns nicht mehr verraten. Ich tippe aber mal, dass er gewusst hat, dass nun herauskommen würde, was er getan hat. Begriffen hat er schon früher, sonst hätte er Flo wohl nicht derart unter Druck gesetzt, damit sie nichts erzählt.

    Die Plastiktüte ist gar nicht mal so selten ...


    Lucie

  • Ich finde es ja in Ordnung, wenn jemand nicht einfach Leute erschießen kann, aber im Notfall muss es Eddie können. Daran muss sie wirklich arbeiten...

    Da bleibt die Frage offen, was passiert wäre, wenn Zombie Eddie die Entscheidung, ob sie schießen soll, nicht abgenommen hätte ... Nun ja, vielleicht kommt sie irgendwann ja noch einmal in eine ähnliche Situation ... ;)

    Lucie

  • Mit der Nacht mit Adrian hat sich Eddie ja ein ziemliches Ei ins Nest gelegt, das ihr in den weiteren Teilen wohl noch einige Probleme bereiten wird.

    Ja, ich denke auch, dass das ihren Arbeitsalltag in Zukunft nicht vereinfachen wird ...



    Puh, was für ein Finale mit einer absolut genialen Auflösung.

    Lieben Dank:)! Freut mich, wenn die Überraschung gelungen ist.

    Lucie

  • Die Entwicklung von Eddie war voraussehbar, oder?... Zombie macht hier noch keine wirkliche Entwicklung durch.

    Rhea : :boah: Ich kann nicht glauben, dass Du das so kristallklar erkennst und auf den Punkt bringst! Eigentlich verliere ich über das dramaturgische Skelett der Geschichte keine großen Worte, denn es ist absolut irrelevant, was ich mir beim Schreiben so alles gedacht habe. Wichtig ist nur, dass Euch das Lesen Spaß macht :)!


    Allerdings bringst Du hier auf den Punkt, was ich mir gedacht habe:

    1. Eddie ist eine klassische Protagonistin einer dramatischen Geschichte. Wir haben in einem früheren Abschnitt schon darüber gesprochen, dass sie ihre Probleme erkennt und aktiv wird: Sie sucht sich eine Wohnung und versucht den Wiedereinstieg in den Job hinzukriegen, sie versucht auf die Beine zu kommen. Als LeserIn mögen wir, wenn die Figuren so heldenhaft sind und trotz aller Wiedrigkeiten kämpfen.


    2. Zombie macht genau das nicht.

    Im Gegenteil: Er weigert sich vorsätzlich, darüber nachzudenken, warum Freddie, die Osterhasenakte, die Augen der Katze und die Tote vor dem Jobcenter ihm Angst machen (weil sie ihn mit der Nase auf die Drogenprobleme seiner Schwester stoßen). Er greift einfach auf sein altes Muster zurück und verdrängt die Angst mithilfe von Aggression. Zombie weigert sich strikt, das Problem zu erkennen, aktiv zu werden und sich weiterzuentwickeln. Er steigert sich nur immer weiter in seine Wut und seine Mordfantasien (dabei ist es ihm letztendlich völlig egal, gegen wen sich diese Wut gerade richtet).


    Die Entwicklung verweigern, das machen klassischerweise die Protagonisten in Tragödien und - ebenfalls ganz klassisch - führt Zombies Verhalten in dieselbige. Natürlich sind tragische Geschichten zz. nicht sonderlich populär - aber sie kommen in der Realität durchaus vor. Mit der Kombination dieser beiden erzählerischen Ansätze habe ich die Grenzen des Genres "Krimi" dieses Mal wohl ganz schön strapaziert :). Und ich habe so richtig gezittert, weil ich keine Ahnung hatte, ob das überhaupt funktionieren kann.


    Umso mehr freue ich mich, dass Ihr in dieser Leserunde bereit ward, Euch nicht nur auf Eddie, sondern auch auf eine Figur wie Zombie einzulassen! :* :*:* Ich habe da so viel Arbeit reingesteckt und ihr habt tatsächlich so aufmerksam gelesen und Euch Gedanken gemacht, dass Euch selbst der kleinste Hinweis nicht entgangen ist! GANZ GROßES KOMPLIMENT AN ALLE!!!


    Lucie

  • Natürlich war Eddies Entwicklung ein Stück weit voraussehbar, nicht aber, das sie so schnell vonstatten geht. Ich war davon ausgegangen, das sich das über die gesamten drei Bücher erstrecken würde. Aber mal schauen, was Lucie mit ihr noch so alles vor hat. :totlach:

    Hey! Da kommt natürlich noch was! Das war doch erst der Anfang ...

    Genau, Zombie ist eher der Klassiker "Harte Schale, weicher Kern", hier ändert sich ja tatsächlich nicht der Charakter an sich, sondern unsere Sichtweise auf ihn, da hast Du absolut recht.

    :) Auch Zombie hat noch viel Potential ...

    Lucie

  • Jetzt bin ich echt platt: im Leben nicht wäre ich auf Rheinhart als Zombie gekommen, obwohl ja sein imposantes Äußeres durchaus öfters erwähnt wurde. Dieses Tattoo ist ja echt speziell. Gibt es dafür womöglich eine Vorlage?

    Ich habe ähnliche Tattoos bereits an Oberarmen oder Waden gesehen, das kann durchaus anatomisch korrekt und gut gemacht sein, wie bei Zombie, gibt aber auch echt schlechte Varianten. Außerdem gibt es den sogenannten "Zombie-Boy" (ist kürzlich verstorben, glaube ich), der die Sache total übertrieben hat.

    Lucie

  • Außerdem gibt es den sogenannten "Zombie-Boy" (ist kürzlich verstorben, glaube ich), der die Sache total übertrieben hat.

    Stimmt, über den Zombie-Boy bin ich voher beim Googeln gestolpert - ganz schön krass.


    Lachen musste ich in der Szene, als sich Zombie überlegte, wo und wie er Prügel provizieren könnte und überlegt, mit einem Schalke-Schal zu einem VfL-Spiel zu gehen :totlach::totlach:

Anstehende Termine

  1. Freitag, 14. Dezember 2018 - Freitag, 28. Dezember 2018

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  2. Freitag, 15. März 2019, 21:43 - Freitag, 29. März 2019, 22:43

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