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  • Ich gehe mal davon aus, es hat im Unterbewußtsein wohl a) gelauert, dass sie selbst es ja so wollte '(sie wollte auf Männer wirken und meinte das ginge so, klappt ja auch meistens), b) dass die Mutter dann recht hätte, c) eine Form von Bequemlichkeit. Alles zusammen hat verhindert zu sehen, was passiert ...

    "... zu sehen, was passiert" ist eine super Formulierung, die in Eddies Fall zutreffender ist, als Ihr zu diesem Zeitpunkt der Geschcihte eigentlich ahnen könnt :boah:. LG, Lucie

  • Vielleicht hilft es ihrem Selbstbewusstsein ja, dass sie im ersten Abschnitt beruflich und privat ins kalte Wasser geworfen wurde, ist zwar erstmal eine blöde und schwierige Situation für sie, aber wer weiß, was sie an positiven Sachen sie daraus schöpfen kann.

    Das dachte ich auch schon, denn jetzt muss sie zusehen, dass sie alles irgendwie auf die Reihe bekommt.


    Wobei mich diese Überlegung von Dir auch wieder zum Nachdenken bringt, und zwar dahingehend, ob wir schon Zombies Bekanntschaft gemacht haben.

    Das habe ich ebenfalls überlegt.

    Philipp oder Bussi könnten es sein, wobei ich geneigt bin, ersteren auszuschließen. Und natürlich könnte es auch Adrian sein, wenn Lucie uns so richtig schockieren will.

    An die beiden musste ich auch schon denken, bei beiden wissen wir nicht, ob sie Kinder haben. Philipp würde ich auch ausschließen

  • Ihr habt ja schon viel Diskutiert und in vielem stimme ich mit euch überein. Aber ein paar Punkte, da möchte ich noch drauf eingehen.

    Wie hält sie diesen Ehemann aus. Ich kenne das ja, dass man zusammenbleibt, aber dann muss doch ab und zu noch was Nettes sein. Hier ist es ja so schlimm, dass sogar das Kind lieber bei der Mutter bleibt und sogar die Initiative ergreift.

    Ich denke, dass es bestimmt auch schöne Momente gab in dieser Ehe, aber da Philipp so dominant war hat Eddie diese Momente jetzt nicht mehr auf dem Schirm. Das war sicher ein schleichender Prozess indem Eddie immer mehr von ihrem Selbstbewusstsein verloren hat. Dies hat sie bestimmt gar nicht bewusst wahrgenommen, dass sie sich immer mehr aufgegeben hat.

    An irgendeiner Stelle in diesem Abschnitt erinnert Eddie sich daran, dass sie in der Pubertät - oder sogar etwas später - während der Zeit auf dem Gymnasium, gar nicht verstehen konnte warum ihre Mitschülerinnen sich die Nägel lackieren und sich schminken und auf brezeln.

    Eddie ist von ihrer Mutter nicht unbedingt als Mädchen, dass mit Barbie Puppen spielen musste und sticken lernen musste, erzogen worden. Die Mutter und die Oma haben ihr da etwas anderes vermittelt, was m.M.n. viel wichtiger ist - sie Haben Eddie die Chance gegeben frei zu entscheiden wie sie leben möchte.

    Das geht für mich auch aus der Szene hervor, in der Eddies Mutter mit soviel Unverständnis auf Eddies Berufswunsch reagiert. Sie hatte mit allem gerechnet - Architektur oder Biologie - Studium oder so, aber zur Polizei, dass hatte sie nicht erwartet. Doch da war Eddie noch sehr Selbstbewusst und ist ihren Weg gegangen.

    Also die Basis für ein selbst bestimmtes Leben ist in Eddie vorhanden, sie ist nur zur Zeit sehr tief in ihrer Seele verschüttet. Philipp hat da seinen Macho-Müll drauf gebaggert und den muss Eddie nun langsam abtragen - Schaufel für Schaufel - und dann findet sie wieder zu sich selbst.

    Ich bin mir sicher das sie das schafft, auch wenn es zur Zeit mehr Rückschläge als Erfolge gibt - jedenfalls redet Eddie sich das ein. Sie sieht ihre winzigen, aber verdammt starken Erfolge noch nicht. Zum Beispiel als sie zum Vorstellungsgespräch bei ihrem Ex-Lover war und direkt wieder zum Klo musste. Im Klo hatte sie den Drang, direkt wieder weg zu laufen und lieber bei Aldi an der Kasse zu sitzen. Aber dann strafft sie die Schultern und hebt den Kopf und meistert doch noch diesen schwierigen Anfang.

    Es war auch kein Philipp da der ihr vorher eingeredet hat: Das schaffst du sowieso nicht!

    Sie hat diesen winzigen Schritt geschafft.



    Bisher erscheint sie mir wirklich nicht so recht lebenstauglich. Nicht wegen mangelnder Fähigkeiten, sondern weil sie so viel Zeit damit verbringt festzustellen, dass sie unfähig ist, dass wichtige Dinge unerledigt bleiben.

    Wie eben schon geschrieben, sie ist nicht LEBENSUNFÄHIG - da hat Philipp einfach nur ganze Arbeit geleistet und sie systematisch zur Hilflosigkeit "erzogen" mit seinen miesen Feststellungen. Er hat ihr das eingeredet, damit ER selbst sich immer weiter auf einen unerreichbaren Thron hievt. Er hat ihr vorgehalten was ER alles aufgebaut und erreicht hat und was sie alles nicht kann. Vielleicht hat Eddie ein sehr einfühlsames und sensibles Wesen und das hat der Saukerl ausgenutzt.

    Ich hatte während des Lesens seiner miesen Bemerkungen irgendwie das Gefühl, dass ER auch nix gebacken kriegt mit seinem Fitness-Studio und den Schulden u.s.w.

    Das Opel zu macht, kam für uns Bochumer nicht unbedingt überraschend. Es war doch eh nur eine Frage der Zeit, aber man wusste es hier schon lange. So gesehen muss Philipp nun vielleicht nur eine Durststrecke überstehen, bis das neue Logistik Centrum endlich fertig ist, aber durch die ständigen Baustellen auf den Straßen rund um den Opel-Ring ist sein Fitness Studio auch nicht einfach zu erreichen. Da gibt es viele andere Studios die einfacher zu erreichen sind. Sogar mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da fällt man förmlich aus dem Bus oder der Bahn direkt ins Fitness Studio. ;)



    Ich hab mir schon gedacht, dass die Szene schockt und hoffe, dass es Zombie damit nicht gelingt, allzu viele LeserInnen zu verschrecken ... allerdings bin ich das Risiko eingegangen :o .

    Ja, OK Lucie, die Szene schockt und ich habe ja schon geschrieben, dass ich das Buch schon mal zur Seite legen musste.

    Aber seien wir doch mal ehrlich:

    Wer zu einem Krimi greift, der muss auch damit rechnen, dass es mal hässlich, blutig oder grausam wird.

    Du hast die Szene so kurz wie Möglich gehalten, aber ekelig genug um uns Zombies perverse Seite klar zu zeigen. <X

    Und ja, dies sind genau die kranken Typen mit denen sich die Kripo beschäftigen muss.

    Ich sage mit Absicht krank !!!

    Ich denke nämlich, der Typ weiß das er krank ist, aber er will es sich nicht eingestehen, weil er hin und her gerissen ist zwischen Lust und Frust.

    Na ja, und wahrscheinlich ahnt er auch, dass er früher oder später in der "Klappse" mit Sicherungsverwahrung landen wird.

    Ich bin echt gespannt, ob er noch zum Serientäter wird oder ob er vielleicht gar nix mit diesem Mord am Jobcenter zu tun hat.

    Noch habe ich keinen Plan.

    Das wurde allerhöchste Zeit, dass sich Eddie von diesem Idioten befreit und wieder auf eigenen Füßen steht, auch wenn das nach einer Mammutaufgabe aussieht, Stichwort Betreuung von Lotti.

    Ja ne, toll wie unsere Politiker alles so fein strukturiert Geplant haben!!!^^ Aber die Realität bei den jungen Müttern (nicht nur Alleinerziehende) sieht GANZ ANDERS aus. Ohne Oma, Nachbarin oder Freundin funktioniert der Plan unserer tollen Familien-Ministerin nämlich üüüüberhaupt nicht. X(

    Das hat schon einen Grund, warum es unserer Familie das geflügelte Wort vom "Oma-Dienst" gibt.

    Das ist alles so toll geplant, dass es nicht ausreichende Betreuungsplätze gibt und über Fachkräftemangel wird ja auch viel geredet......

    Und was passiert???

    Wir warten und warten und warten, auf Ganztagesplätze und genügend Erzieherinnen!!!

    Ich glaube aber, es ist auch in unserer emanzipierten Gesellschaft durchaus möglich, nach einer Trennung in einer ähnlichen Situation wie Eddie zu landen (bis auf das Blasenproblem vielleicht, wer weniger dünnhäutig ist, wird wohl nicht gleich psychosomatisch reagieren). Alleinerziehende haben ja nicht umsonst ein erhöhtes Armutsrisiko.

    Da stimme ich dir zu und ich finde es wirklich gut, dass du diesen traurigen Kampf der jungen Mütter, gegen Geldsorgen und erfolgloser Jobsuche in diesem Buch thematisiert hast. <3

  • Wie eben schon geschrieben, sie ist nicht LEBENSUNFÄHIG - da hat Philipp einfach nur ganze Arbeit geleistet und sie systematisch zur Hilflosigkeit "erzogen" mit seinen miesen Feststellungen.

    Da bin ich ganz bei dir, ich denke auch, dass Philipp sehr gute Arbeit geleistet hat, was die Demontage von Eddies Selbstbewusstsein angeht. Und wenn man es lange genug hört, glaubt man es eines Tages irgendwann selber. X(


    Ich hatte während des Lesens seiner miesen Bemerkungen irgendwie das Gefühl, dass ER auch nix gebacken kriegt mit seinem Fitness-Studio und den Schulden u.s.w.

    Eben, der soll sich mal nicht so aufblasen und vor seiner eigenen Haustüre kehren.


    Wer zu einem Krimi greift, der muss auch damit rechnen, dass es mal hässlich, blutig oder grausam wird.

    Du hast die Szene so kurz wie Möglich gehalten, aber ekelig genug um uns Zombies perverse Seite klar zu zeigen. <X

    Das sehe ich auch so, die Szene ist nicht großartig ausgeschmückt, bewirkt aber, dass man sieht, auf was für ein Zeug Zombie steht.


    Da stimme ich dir zu und ich finde es wirklich gut, dass du diesen traurigen Kampf der jungen Mütter, gegen Geldsorgen und erfolgloser Jobsuche in diesem Buch thematisiert hast. <3

    Das finde ich ebenfalls gut - und damit folgst du, liebe Lucie, weiterhin der schönen Tradition aus den Lila-Ziegler-Romanen, Missstände aufzugreifen, die nicht die große Weltpolitik betreffen, sondern unser aller Alltag durchziehen und beeinflussen.

  • Ich denke, dass es bestimmt auch schöne Momente gab in dieser Ehe, aber da Philipp so dominant war hat Eddie diese Momente jetzt nicht mehr auf dem Schirm. Das war sicher ein schleichender Prozess indem Eddie immer mehr von ihrem Selbstbewusstsein verloren hat. Dies hat sie bestimmt gar nicht bewusst wahrgenommen, dass sie sich immer mehr aufgegeben hat.

    An irgendeiner Stelle in diesem Abschnitt erinnert Eddie sich daran, dass sie in der Pubertät - oder sogar etwas später - während der Zeit auf dem Gymnasium, gar nicht verstehen konnte warum ihre Mitschülerinnen sich die Nägel lackieren und sich schminken und auf brezeln.

    Eddie ist von ihrer Mutter nicht unbedingt als Mädchen, dass mit Barbie Puppen spielen musste und sticken lernen musste, erzogen worden. Die Mutter und die Oma haben ihr da etwas anderes vermittelt, was m.M.n. viel wichtiger ist - sie Haben Eddie die Chance gegeben frei zu entscheiden wie sie leben möchte.

    Das geht für mich auch aus der Szene hervor, in der Eddies Mutter mit soviel Unverständnis auf Eddies Berufswunsch reagiert. Sie hatte mit allem gerechnet - Architektur oder Biologie - Studium oder so, aber zur Polizei, dass hatte sie nicht erwartet. Doch da war Eddie noch sehr Selbstbewusst und ist ihren Weg gegangen.

    Also die Basis für ein selbst bestimmtes Leben ist in Eddie vorhanden, sie ist nur zur Zeit sehr tief in ihrer Seele verschüttet. Philipp hat da seinen Macho-Müll drauf gebaggert und den muss Eddie nun langsam abtragen - Schaufel für Schaufel - und dann findet sie wieder zu sich selbst...

    Lieben Dank für so viel Verständnis und den Glauben an Eddie, dass sie es doch irgendwie hinkriegt. Das kann sie in ihrer Situation brauchen :* .

    Ich hab mir schon gedacht, dass die Szene schockt und hoffe, dass es Zombie damit nicht gelingt, allzu viele LeserInnen zu verschrecken ... allerdings bin ich das Risiko eingegangen :o .

    Ja, OK Lucie, die Szene schockt und ich habe ja schon geschrieben, dass ich das Buch schon mal zur Seite legen musste.

    Aber seien wir doch mal ehrlich:

    Wer zu einem Krimi greift, der muss auch damit rechnen, dass es mal hässlich, blutig oder grausam wird.

    Du hast die Szene so kurz wie Möglich gehalten, aber ekelig genug um uns Zombies perverse Seite klar zu zeigen. <X

    Die Szene steht jedenfalls genauso da, wie ich sie haben wollte. Das ist der Grund aus dem ich Krimis schreibe: In einer Schnulze könnte ich das so nicht bringen :lachen:. Natürlich gestehe ich jedem zu, das zuviel oder zu wenig zu finden, denn das ist wohl Geschmackssache.


    Wichtig war mir, die emotionale Abgestumpftheit zu verdeutlichen, mit der Zombie Vergewaltigungsszenen neben seinem Frühstücksmüsli konsumiert, wie andere Leute die Zeitung. Und selbst den schlimmen Bildern gelingt es nicht, ihn zu berühren, er macht das eher zur Ablenkung, wie Fernsehen, und das Video langweilt ihn auch noch <X. Um klarzumachen, wie gestört das ist, musste ich meiner Meinung nach zeigen, was genau ihn da langweilt.


    Die Frage, wie viele Menschen wohl tatsächlich längst von der Zeitung zum Porno übergegangen sind, bleibt im Raum stehen ...


    Liebe Grüße,

    Lucie


  • Warum man den Schritt nicht wagt, kann ich dir nichtmal genau sagen. Naiv, man glaubt den Entschuldigungen und will doch nur dass alles gut wird. Man hängt sich rein und wird am Schluss immer wieder eines besseren belehrt. Bis man irgendwann die Schnau... voll hat. Aber bis dahin ist oft ein ganz weiter Weg. Und selten klappt das ohne Hilft. Aber sich jemandem anvertrauen dauert auch ne halbe Ewigkeit aus Scham.

    :lesen: Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele:blume:

  • Es ist dir damit auch sehr gut gelungen einen kleinen Blick in Zombies Psyche und Gedankenwelt zu werfen.

    Und wir sind hier ja nicht in einer Komödie. :) Auch wenn es witzige Situationen gibt:)

  • Wichtig war mir, die emotionale Abgestumpftheit zu verdeutlichen, mit der Zombie Vergewaltigungsszenen neben seinem Frühstücksmüsli konsumiert, wie andere Leute die Zeitung. Und selbst den schlimmen Bildern gelingt es nicht, ihn zu berühren, er macht das eher zur Ablenkung, wie Fernsehen, und das Video langweilt ihn auch noch <X . Um klarzumachen, wie gestört das ist, musste ich meiner Meinung nach zeigen, was genau ihn da langweilt.

    Richtig Lucie und das ist auch sehr gut bei mir angekommen.

    Auch wenn es weit von meiner persönlichen Lebensart entfernt ist, beim Frühstück derartige Videos anzuschauen.



    Die Frage, wie viele Menschen wohl tatsächlich längst von der Zeitung zum Porno übergegangen sind, bleibt im Raum stehen ...

    Ich glaube, ich möchte da lieber nicht weiter drüber nachdenken.

    Aber ich weiß, dass die Polizei viel Arbeit mit psychisch gestörten Menschen hat.

    Im nächsten Abschnitt gibst du zu Zombie ja auch noch einige interessante Hinweise. Darum lasse ich diesen Abschnitt mal ruhen und widme mich dem nächsten tollen Abschnitt. ;)

  • So, gestern konnte ich auch endlich mit dem Buch starten. Um meinen Rückstand hier ein wenig aufzuholen, habe ich dann gleich die ersten beiden Abschnitte in einem Rutsch gelesen.


    Die neue Hauptfigur Eddie Beelitz kommt zu Beginn schon ziemlich unselbstständig rüber und lässt wenig Selbstbewusstsein erkennen, beginnt aber im Laufe des Abschnittes so langsam, sich freizustrampeln.

    Bei der Wahl ihres Ehemannes hat sie aber wohl ganz unten ins Regal gegriffen.

    Ihre Rückkehr zur Polizei erfolgt dann auch eher unfreiwillig und ist in erster Linie aus der Not geboren. Natürlich muss sie dann gleich auf alte Bekannte treffen, deren Bemerkungen darauf schließen lassen, das sie auch vor ihrer Pause nicht unbedingt Polizistin aus Leidenschaft war. Eddies eigene Erinnerungen an diese Zeit bestätigen diesen Eindruck ja auch.


    Die Passagen zum Mord am Jobcenter lesen sich noch ein Stück eindringlicher, wenn man dabei nur kurz den Kopf zur Seite drehen muss, um genau auf das dort beschriebene Arbeitsamt in Bochum schauen zu können. So nahe war ich dem Schauplatz eines literarischen Mordes bisher auch noch nicht.


    Die Kapitel aus der Sicht von Zombie sind bisher noch etwas undurchsichtig, es scheint sich hier aber doch um eine tickende Zeitbombe zu handeln. Interessant, das er hier zwar seine Gedanken und Empfindungen beim Anblick der Leiche beschreibt, nicht aber den Mord selbst. Ob das wohl noch eine Rolle spielt ? Ist er unter Umständen gar nicht der Täter sondern hier vielleicht nur ein wichtiger Zeuge ?


    Insgesamt ein mehr als gelungener und absolut spannender Auftakt, der sich so gar nicht mit den Lila-Ziegler-Krimis vergleichen lässt, mir aber dennnoch sehr gut gefallen hat.

    "Wer Bücher liest, kennt sogar den Zusammenhang, aus dem Zitate gerissen werden." (unbekannter Autor)

    Einmal editiert, zuletzt von ech ()

  • Wenn ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, dann wäre es gut, wenn ihr hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid geben würdet.

    Sorry, den Hinweis habe ich leider erst jetzt gelesen. :o

    "Wer Bücher liest, kennt sogar den Zusammenhang, aus dem Zitate gerissen werden." (unbekannter Autor)

  • Das Opel zu macht, kam für uns Bochumer nicht unbedingt überraschend. Es war doch eh nur eine Frage der Zeit, aber man wusste es hier schon lange. So gesehen muss Philipp nun vielleicht nur eine Durststrecke überstehen, bis das neue Logistik Centrum endlich fertig ist, aber durch die ständigen Baustellen auf den Straßen rund um den Opel-Ring ist sein Fitness Studio auch nicht einfach zu erreichen. Da gibt es viele andere Studios die einfacher zu erreichen sind. Sogar mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da fällt man förmlich aus dem Bus oder der Bahn direkt ins Fitness Studio. ;)

    Überraschend nicht, ein Schock war es aber dennoch, insbesondere für die Firmen und Geschäfte rund um das Opel-Werk, die bis zum Schluss auf eine andere Entwicklung gehofft hatten.

    Insofern werden Philipps Sorgen hier schon gut und zutreffend beschrieben. Den Eindruck, das er eine Durststrecke überstehen könnte, habe ich bei ihm auch eher nicht. Es sei denn, seine Eltern würden auch in ein Fass ohne Boden investieren.

    "Wer Bücher liest, kennt sogar den Zusammenhang, aus dem Zitate gerissen werden." (unbekannter Autor)

  • Die Passagen zum Mord am Jobcenter lesen sich noch ein Stück eindringlicher, wenn man dabei nur kurz den Kopf zur Seite drehen muss, um genau auf das dort beschriebene Arbeitsamt in Bochum schauen zu können. So nahe war ich dem Schauplatz eines literarischen Mordes bisher auch noch nicht.

    :boah: Ist ja spannend! LG, Lucie

  • Hallo Ech

    Schön das noch ein Bochumer hier in der LR mit mischt. Da werden meine Eindrücke, die ich von Lucies toller Recherche bisher hatte, vielleicht auch von dir bestätigt.

    Ich denke da hast du echt was verpasst, wenn du die Serie um Lila und Ben von Lucie noch nicht gelesen hast. Die spielt auch hier in Bochum und Wattenscheid und ist vielleicht mal ein Tipp für lange Winterabende. ;)


    Überraschend nicht, ein Schock war es aber dennoch, insbesondere für die Firmen und Geschäfte rund um das Opel-Werk, die bis zum Schluss auf eine andere Entwicklung gehofft hatten.

    Du, ich kenne einige Opel Mitarbeiter die schon Jahre vor der Schließung(Ende der 90 ziger) das Handtuch geworfen haben und lieber mit der damals noch guten Abfindung das Werk verlassen haben.

    Viele Opelaner haben schon lange vor dem AUS gewusst, dass es nur eine Frage der Zeit war.

    Ja gehofft haben einige wirklich, weil sie das gnadenlose Verhalten der Amis nicht wahr haben wollten.

    Aber auch ich habe in einem Betrieb gearbeitet, der 2000 an ein amerikanisches Unternehmen verkauft wurde.

    Von da an war es echt kein Vergnügen mehr in dem Betrieb zu arbeiten.^^


    Wie hat Wilhelm Busch mal so schön gesagt:

    Hoffen und Harren

    hält manch` einem zum Narren.

  • Ich denke da hast du echt was verpasst, wenn du die Serie um Lila und Ben von Lucie noch nicht gelesen hast. Die spielt auch hier in Bochum und Wattenscheid und ist vielleicht mal ein Tipp für lange Winterabende. ;)

    Wie kommst Du darauf, das ich die Serie nicht gelesen habe ? :o Natürlich kenne ich auch die vom ersten bis zum (leider) letzten Band. ^^;)


    Natürlich haben etliche Mitarbeiter von Opel schon früher das Handtuch geworfen, weil sie keine Hoffnung mehr für das Werk hatten und natürlich auch, weil sie dafür finanzielle Angebote bekommen haben, die sie nicht ablehnen konnten oder wollten. Aber es gab auch die Fraktion, die bis zum Schluß gehofft hat, insbesondere bei den Firmen rund um da Werk, die von Opel abhängig waren und nicht diese tiefen Einblicke in die dortigen Abläufe hatten.

    Aber wir schweifen hier jetzt vielleicht doch ein wenig zu sehr ab, schließlich wollen wir hier ja über das Buch diskutieren und nicht über die allgemeine Lage in Bochum. :)


    In Sachen Recherche gebe ich Dir komplett Recht. Wenn man die beschriebenen Örtlichkeiten kennt, merkt man sofort, wie exakt sie in den Büchern beschrieben werden. Da stimmt einfach jedes Detail.

    "Wer Bücher liest, kennt sogar den Zusammenhang, aus dem Zitate gerissen werden." (unbekannter Autor)

  • Natürlich kenne ich auch die vom ersten bis zum (leider) letzten Band. ^^;)

    Das freut mich, dass du auch die Lila und Ben Serie schon gelesen hast. Ich glaube, dass schon fast eine "must have" Serie für uns Bochumer.

    >LEIDER letzten Band< trifft genau ins Schwarze (der Abschied war schwer), aber wir werden ja jetzt wieder super gut mit neuem Lesestoff versorgt von Lucie.