02 - Buch 1 ab Kapitel 7 (ab Track 44)

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  • Avila

    Hat den Titel des Themas von „02 - Buch 1 ab Kapitel 7“ zu „02 - Buch 1 ab Kapitel 7 (ab Track 44)“ geändert.
  • Es geht spannend weiter. Und ich finde, dass es Dir, lieber Bernd, sehr gut gelungen ist, auch ohne überzogene Heldentaten und große Weltraumschlachten genug Spannung zu erzeugen. Unsere Helden bleiben trotz allem, was sie tun, immer noch menschlich mit ihren Zweifeln. Man kann sich gut in sie hineinversetzen. Die Lösung mit der Presse finde ich genial. Es zeigt mal wieder, wieviel Macht die Medien und die Öffentlichkeit besitzen, und dass man nicht immer einen Konflikt mit Waffen austragen muss, sondern es erstmal mit friedlichen Methoden versuchen kann. Ich bin gespannt, wie lange es anhält bevor es endgültig knallt, wie der Titel es verspricht!


    Mary-Jane wächst mir immer mehr ans Herz. Ich habe den Eindruck, dass sie in der Lage ist, menschliche Gefühle zu analysieren und auszuwerten, ohne selber welche empfinden zu können. Einerseits fragt sie Donovan nach seinen Gefühlen in Bezug auf seine Hilfe für die Kolonisten, andererseits analysiert sie emotionslos die Lage bei der Flucht vor dem Unionsmilitär. Steckt da vielleicht ein kleiner Vulkanier drin? ;)


    Dass Piccoli uns erhalten bleibt, finde ich prima. Es wäre schade gewesen, wenn er die Crew verlassen hätte. Aber ich habe auch fest damit gerechnet, dass Nagano sich der Crew anschließt. So kann man sich täuschen.


    Ich hoffe, dass Sekoya in einem der folgenden Bände noch eine etwas wichtigere Rolle bekommt. Hier hat sie ja leider nur eine Rolle am Rand gehabt.

  • Ich hatte ja fast damit gerechnet, dass sich der Kampf um die Mine noch auf das nächste Buch streckt. Aber nein, das Buch hat ein flottes Tempo und so war der Kampf nur der Auftakt zum eigentlichen Krieg?


    Benjamin West folgt dem Ruf und kann dem Kampfgeschehen am Ende eine Wende geben. Wenn er für sich selbst kein Profit für seine Sachen sehen würde, glaube ich nicht unbedingt, dass er gekommen wäre. Ich denke, er hat ein sehr gutes Gespür dafür, wie er sich und seine Sache einsetzen kann. So hat auch er dazu beigetragen, dass zumindest die anderen beiden Evakuierungsschiffe überleben konnten (von der Mary-Jane mal abgesehen) und kann sich so ebenfalls ein wenig als Held feiern lassen.


    Dass Sheppard das Buch nicht überleben wird, damit habe ich nicht gerechnet. Es zeigt schon die hohe Grausamkeit und Gewalt, die Eisen und seine Männer bereit waren einzusetzen, um ... um ja was eigentlich? Sich zu rächen? Dass sie die Mine zurück erobern wollten, das kann ich sogar noch verstehen, aber dafür gleich über tausend Menschen in die Luft zu sprengen (und anfangs sogar noch mehr!) - das spricht wirklich gegen jedes Ehrgefühl, was ich und anscheinend auch die Figuren im Buch kennen.

    Am Ende im Epilog setzt er dann noch Kopfgeldjäger auf John. Der hat sich wirklich einen mächtigen Feind durch diese Aktion gemacht. Hoffen wir mal, dass er das nicht noch bereuen wird. Die Beiden Namen, Jason und Janelle Cutter, sind mir gerade noch unbekannt, oder habe ich da etwas überlesen? Die sich die Lage wohl schnell zuspitzen wird (laut Ausblick auf Band 2) können die Beiden wohl noch eine brisante Gefahr werden, mit der man nicht rechnet.


    Dass Piccoli uns erhalten bleibt, finde ich prima. Es wäre schade gewesen, wenn er die Crew verlassen hätte. Aber ich habe auch fest damit gerechnet, dass Nagano sich der Crew anschließt.

    Ich hatte auch ein wenig Angst, dass Piccoli die Crew schon verlassen möchte. Ich fand es empathisch von John, dasser Piccoli hier nochmal eine explizite Wahl lässt. Aber für Piccoli ist die Crew mittlerweile mehr als nur eine Crew, sie ist seine neue Familie geworden. Die will er natürlich nicht verlassen. Ich denke mal, dass John sich darüber sehr freut, vor allem kann er sich so auch weiterhin sicher sein, dass die Crew voll und ganz hinter ihm steht und ihm keine Meuterei blüht. ;)

    Über Nagano als weiteres Crew-Mitglied hätte ich mich auch gefreut. Sehr schade! Ich habe die junge Frau schon direkt in mein Herz geschlossen.


    Ich hoffe, dass Sekoya in einem der folgenden Bände noch eine etwas wichtigere Rolle bekommt. Hier hat sie ja leider nur eine Rolle am Rand gehabt.

    Das wünsche ich mir auch. Ich finde sie unglaublich interessant mit ihrer ruhigen Art, aber sie hatte defintiv bisher zu wenig Rolle. Aber wir haben ja noch fünf Teile vor uns, wo sich das ändern kann.

  • Freut mich, dass euch die erste Episode soweit gefallen hat. Es ist so ungewohnt in einer Leserunde, dass schon am 2. Tag ein Werk vorbei ist. Klar, die Mini-Serie geht weiter, aber Band 1 ist ja doch in sich abgeschlossen.

  • Freut mich, dass euch die erste Episode soweit gefallen hat. Es ist so ungewohnt in einer Leserunde, dass schon am 2. Tag ein Werk vorbei ist. Klar, die Mini-Serie geht weiter, aber Band 1 ist ja doch in sich abgeschlossen.

    Genau darüber war ich mir aber bis kurz vor Schluss nicht sicher. Die Flucht der Siedler hätte ja auch noch weiter gehen können. Ich habe bis zum Auftauchen der Presse nicht mit nem guten Ende für die Siedler gerechnet.


    Die zweite Hälfte hat ziemlich an Fahrt gewonnen. Und nachdem der Kampf eigentlich vorbei ist geht es noch mal los, da hat sich John Befürchtung schneller und stärker bewahrheitet als gedacht. Interessant fand ich die Einblicke in seine Gedanken, als er zum einen drüber nachdenkt was man den Anderen im Gefecht nicht sagt, und zum Anderen über die Art der Rsumverfolgungsjagt. Ich denke Schach ist nen netter Vergleich, wenn auch nicht hundert Prozent passend. In den fünf (zermürbenden) Stunden Verfolgung passiert doch weniger als auf dem Brett ;) Ich mag es wenn der Weltraum nicht nur als Kulisse dient sondern tatsächlich selbst für Effekte sorgt.

    Ich freue mich das Piccoli der Mary-Jane erhalten bleibt. Ich fand es toll das er die Entscheidung selbst treffen konnte und nicht aus Pflichtgefühl bleiben musste, das zeigte zum einen was er wirklich jetzt als sein Leben und seine Heimat sieht und andererseits das John nicht so sehr auf Geld aus ist das ihm die Leute egal werden. Nette Charakterzeichnung. West's Eingreifen war ein genialer Schachzug (womit wir schon wieder bei dem Spiel wären ;)) der das Buch von anderen seiner Art doch deutlich abhob. Nicht die epische Raumschlacht war das Ziel sondern die Lösung des Konfliktes. Sehr schön, da kann man ganz vergessen das das den Spannungsbogen fast kollabieren lässt ;)

    Beim Epilog wird deutlich das Donovan gut daran tut den Ball etwas flach zu halten, aber es wird wohl nicht reichen. Der Name Cutter lässt irgendwas bei mir klingeln, aber ich kkmm grad noch nicht drauf was. Mein Gefühl neint das ex aus dem ersten Kapitel kommt, irgend ein Disput bei dem Gespräch über due Notwendigkeit der Massewaffe?!


    Kurzer Kommentar am Rande, das Licht von Laserbeschuss sieht man im All/Vakuum nicht ausser man schaut direkt in die Quelle, und dann hätte man keine Zeit mehr sich darüber zu wundern. Nur beim Auftreffen dürfte man durch rum fliegende Partikel nen Blitz sehen. Ich weiss das die Filme das ignorieren, ich bin auch erst vor kurzem mit der Nase darauf gestossen worden ;) Abef wie das dann so ist, wenn man es einmal weiss fällt es einem immer auf ;)


    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Klar, die Mini-Serie geht weiter, aber Band 1 ist ja doch in sich abgeschlossen.

    Naja, ich kann es nicht so ganz als abgeschlossen sehen. Klar, die Episode auf Higgins Moon ist abgeschlossen, aber mit den Killern hat das Buch doch einen gewaltigen Cliffhanger zum nächsten Band 😉

  • ich denke, dass sich die Revolte hervorragend als Auslöser für den Bürgerkrieg eignet. Die Arbeiter haben ihre Unabhängigkeit erhalten und können jetzt als Vorbild für andere Kolonien genommen werden, die ihnen nacheifern wollen. Das kann sich ganz schnell zu einem Flächenbrand ausweiten

  • Kurzer Kommentar am Rande, das Licht von Laserbeschuss sieht man im All/Vakuum nicht ausser man schaut direkt in die Quelle, und dann hätte man keine Zeit mehr sich darüber zu wundern.

    Ich weiß, und ich rede mir ein, ich habe das auch irgendwo berücksichtigt. Aber ich weiß jetzt gerade nicht, wie konsequent. Die grünen Lichtfinger - falls du auf die anspielst - sind aber auch kein Laserbeschuss. Das sind Massetreiberprojektile aus Schnellfeuerkanonen, die mit Leuchtspurgeschossen versetzt sind, damit man sie sehen kann (wichtig im Raumkampf für Jagdmaschinen). Das habe ich mir von der neuen "Battlestar Galactica"-TV-Serie abgeschaut.


    Falls du allerdings tatsächlich auf Impulslaser anspielst, könnte auch das theoretisch eine "Schutzmaßnahme" sein, damit eigene Schiffe nicht in Sperrfeuer fliegen. Vielleicht werden die eigentlich unsichtbaren Laserstrahlen durch mitgeschossene Partikel sichtbar gemacht. Wobei ... hm ... das klappt durch die Lichtgeschwindigkeit des Lasers nur bedingt. Man wäre de facto schon getroffen, bevor man sieht, warum. :-)


    Oder es sind gar keine "richtigen" Laser, sondern superheißes, hoch gebündeltes Plasma, das man sehen würde und das nur des optischen Eindrucks halber Laser genannt wird.


    Oder vielleicht ist es auch bloß der Science-Fiction-Film-Effekt. Denn auch wenn ich mich hier und da um halbwegs realistische Physik bemüht habe, ist und bleibt FMCW natürlich Stimmungsunterhaltung, die Atmosphäre vor Wissenschaft setzt (darum gibt es auch so viele Planeten, die aussehen wie Texas oder Oklahoma). ;-)

  • Freut mich, dass euch die erste Episode soweit gefallen hat. Es ist so ungewohnt in einer Leserunde, dass schon am 2. Tag ein Werk vorbei ist. Klar, die Mini-Serie geht weiter, aber Band 1 ist ja doch in sich abgeschlossen.

    Ja, das habe ich heute auch gedacht. :D



    Nicht die epische Raumschlacht war das Ziel sondern die Lösung des Konfliktes.

    Das gefällt mir auch wirklich sehr an dem Roman. Ich lese im allgemeinen ja nicht gerne endloses Schlachtgekämpfe. So finde ich die Lösungen hier, manchmal auch auf diplomatischem Wege (wie bei Benjamin West) oder dann zielgerichtet (wie mit der Entführung von Eisen), wesentlich angenehmer!

  • Ok, das mit den Leuchspurgeschossen kann sein das ich das da durcheinander gebracht habe. Und Wüstenpflanzen auf Planeten sind nicht sooo unwahrscheinlich, die Lebensbejaende Zone um Sonnen ist recht klein, wenn man also Terraforming berücksichtigt dürfte es viele bewohnte Eis und Wüstenartige Planeten geben.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Ich mache mir über theoretische Probleme von Waffentechnik und Flugtechnik nicht so einen Kopf. Genial finde ich immer, wenn es irgendeine Methode gibt, sich wirklich durch Sonnensysteme zu bewegen ohne auf die Lichtgeschwindigkeit und ihre Begrenzung angewiesen zu sein. Ich freue mich deshalb, weil alle diese Ideen sicher Denkanstöße für Wissenschaftler sind, einfach zu überlegen, was machbar ist. Als Star Trek anlief, wer hätte damit gerechnet, dass die selbe Generation es noch erlebt, dass man so kleine Kommunikatoren hat usw. Das ist es was im technischen Bereich eigentlich lange gut geklappt hat. Der Soziale Bereich hinkt da sehr hinterher.


    Die Lösung des Konfliktes fand ich auch sehr gelungen, habe mich aber gewundert, dass man die Gefangenen einfach in ein Raumschiff gesteckt hat. Es war doch klar, dass diese über kurz oder lang wieder vor der Haustür stehen und dann mit besseren Waffen. Egal ob das nun eher oder später passiert, denn in keiner Zeit würden die Bewohner es schaffen, sich entsprechende Verteidigung zu bauen. John durchschaut diese Dinge ziemlich gut. Das einzige für ihn, da die Gefangenen nicht weiter in Gefahr sind muss er nur rechtzeitig wegkommen. Das hat mich an dem Ganzen ziemlich gestört. Wenn die etwas später gekommen wären, dann hatte John nichts mehr damit zu tun gehabt und der ganze Planet wäre von seiner Bevölkerung "befreit" worden.
    Was mir gefällt sind die Reden. Sie sind kurz und knapp und haben einen sehr überlegten Inhalt. (Reden sind das, was mich über den ersten Band Perry R. nicht hinaus gebrachthat.)


    Dass die Presse ausgerechnet helfen kann, geht aber auch nur, weil die ganze Aktion nicht so richtig legal war. Es scheint also noch eine demokratische Überwachung zu geben. Aber was wäre gewesen, wenn...? Dann hätte das auch nichts mehr genutzt. Warum hat diese Presse sich nicht eher mal um die Geschicke der Menschen dort gekümmert? Weil es nicht so spektakulär war?


    Interessant sind die moralischen Auseinandersetzungen, die geführt werden. Allerdings hätte ich der Raumpilotin gesagt, dass sie damit ihre Mitstreiter im Stich läßt, wenn sie so ein blödes Rachemanöver durchführt.


    Übrigens, Piccoli klingt immer wie Piggeldy, was komische Assoziationen hervorruft und Sekoyas Stimme mit ihrem erotischen Hauch gefällt mir nicht. Ist das so abgesprochen?

  • Übrigens, Piccoli klingt immer wie Piggeldy, was komische Assoziationen hervorruft und Sekoyas Stimme mit ihrem erotischen Hauch gefällt mir nicht. Ist das so abgesprochen?

    Nein. Ich habe gar keinen direkten Kontakt mit dem Hörbuchsprecher. Das ist meines Wissens überhaupt eher selten der Fall. Hörbuchsprecher, genau wie etwa Comic-Autoren, adaptieren den Text nach eigenem künstlerischem Gusto. Wobei ich bislang das, was ich von Peter Lontzek gehört habe, sehr sehr cool fand. Da habe ich schon ganz andere Hörbücher erlebt. (Habe vorhin Band 5 vom Verlag erhalten und kurz mal reingehört und musste direkt schmunzeln, weil ... aber das kommt später. ;-) )

    Wenn die etwas später gekommen wären, dann hatte John nichts mehr damit zu tun gehabt und der ganze Planet wäre von seiner Bevölkerung "befreit" worden.

    So wäre es vermutlich gewesen. Zur falschen Zeit am falschen Ort, nennt man sowas. ;-)

    Warum hat diese Presse sich nicht eher mal um die Geschicke der Menschen dort gekümmert? Weil es nicht so spektakulär war?

    Vermutlich weil es jeder weiß, aber keiner wissen will. Und, ja, weil es spektakulär war. Ist doch auf der Erde kaum anders. Da wird doch auch vor allem über Arbeitsbedingungen in Asien oder Afrika gesprochen, wenn mal wieder das Dach einer Fabrikhalle eingestürzt ist.

  • Ich mache mir über theoretische Probleme von Waffentechnik und Flugtechnik nicht so einen Kopf. Genial finde ich immer, wenn es irgendeine Methode gibt, sich wirklich durch Sonnensysteme zu bewegen ohne auf die Lichtgeschwindigkeit und ihre Begrenzung angewiesen zu sein. Ich freue mich deshalb, weil alle diese Ideen sicher Denkanstöße für Wissenschaftler sind, einfach zu überlegen, was machbar ist. Als Star Trek anlief, wer hätte damit gerechnet, dass die selbe Generation es noch erlebt, dass man so kleine Kommunikatoren hat usw. Das ist es was im technischen Bereich eigentlich lange gut geklappt hat. Der Soziale Bereich hinkt da sehr hinterher.

    Mir geht es genauso. Die meisten SciFi spielen in der mehr oder weniger entfernten Zukunft. Da kann man die Technologie nicht mit heute vergleichen. Ich sehe es als künstlerische Freiheit und drücke immer beide Augen zu. Dafür freue ich mich dann umso mehr, wenn ich eine Technologie oder wissenschaftliche Erkenntnis in der heutigen Zeit wiederfinde, wie z.B. die Revolver!


    Vermutlich weil es jeder weiß, aber keiner wissen will. Und, ja, weil es spektakulär war. Ist doch auf der Erde kaum anders. Da wird doch auch vor allem über Arbeitsbedingungen in Asien oder Afrika gesprochen, wenn mal wieder das Dach einer Fabrikhalle eingestürzt ist.

    Ja leider. Für die Medien zählt eben oftmals nur die Einschaltquote. Und es ist doch nun mal so, je spektakulärer und spannender die Nachrichten sind, desto mehr verfolgen sie

  • Dafür freue ich mich dann umso mehr, wenn ich eine Technologie oder wissenschaftliche Erkenntnis in der heutigen Zeit wiederfinde, wie z.B. die Revolver!

    Wäre es nicht schöner, sie würden sich in der Zukunft fragen: Kriege? Was ist das? Wozu soll das gut sein?


    Ich finde Revolver in der Zukunft eher unpassend. Die Technologie geht auch bei Waffen zur Minimierung. Als Picard im Film plötzlich mit nem riesen Maschinengewehr durch die Gegend lief, habe ich einen Strich unter die Star Trek Filme gemacht. Bei den neuen Star Wars Filmen sind die technischen Fehler so groß, dass ich mich frage, ob die das Publikum für blöd halten. Aber vielleicht soll es auch witzig sein, das weiß ich nicht.

  • Als Picard im Film plötzlich mit nem riesen Maschinengewehr durch die Gegend lief, habe ich einen Strich unter die Star Trek Filme gemacht.

    Meines Wissens hat er das nur 1x gemacht und das war auf dem Holodeck in "First Contact" - aus der Lage heraus geboren. Aber stimmt schon: In den Kinofilmen wurde Picard mehr zum Actionhelden stilisiert als in der TV-Serie. Insbesondere in "First Contact".

    Ich finde Revolver in der Zukunft eher unpassend.

    Nun ja, ein "Space Western" ohne Revolver ist schlecht vorstellbar. ;-) Du darfst nie vergessen: "Frontiersmen" ist kein Arthur-C.-Clarke-Roman, keine Hard-SF. Ich habe einen Genre-Mix geschrieben, der daher seinen ganz eigenen Regeln folgt, was Motive, Atmosphäre und vielleicht auch Logik angeht.


    (Abgesehen davon wird der Mensch bedauerlicherweise nie vom Krieg ablassen. Konkurrenz, Neid, Konflikt sind nun mal leider unsere zivilisatorische Triebfeder. Und wann immer man denkt: He, es wird besser - gibt es garantiert einen gesellschaftlichen Rückschritt Richtung dummer, irrationaler Aggression. Aktuell ja auch leider in vielen Ländern der Erde zu sehen, einschließlich Deutschland, wo Menschen, die offenbar viel zu lange im Frieden gelebt haben (ein Hoch auf Europa!), nach neuen Feindbildern suchen, um Hass ausleben zu können.)

    Bei den neuen Star Wars Filmen sind die technischen Fehler so groß, dass ich mich frage, ob die das Publikum für blöd halten.

    "Star Wars" ist ein Märchen im Zukunftsgewand. Ritter, Prinzessinnen, schwarze Finsterlinge. Mehr war es nie. Darum nennt man es gemeinhin auch nicht "Science Fiction", sondern "Space Opera". Mit jaulenden Raumschiffen im All und blitzenden Lasern kann ich leben, die gehören zu einer Saga, die sich in der Tradition von "Flash Gordon" sieht, einfach dazu. Mich stören da eher ungare Drehbücher.

  • Wäre es nicht schöner, sie würden sich in der Zukunft fragen: Kriege? Was ist das? Wozu soll das gut sein?


    Ich finde Revolver in der Zukunft eher unpassend. Die Technologie geht auch bei Waffen zur Minimierung. Als Picard im Film plötzlich mit nem riesen Maschinengewehr durch die Gegend lief, habe ich einen Strich unter die Star Trek Filme gemacht. Bei den neuen Star Wars Filmen sind die technischen Fehler so groß, dass ich mich frage, ob die das Publikum für blöd halten. Aber vielleicht soll es auch witzig sein, das weiß ich nicht.

    Natürlich hast Du Recht. Ich würde mir auch eine Zukunft ohne Kriege wünschen, bloß leider hat uns die Geschichte das Gegenteil gezeigt. Schon immer hat der eine versucht, seine Macht über die Schwächeren auszunutzen und Andersdenkende zu vernichten, zur Not mit Waffengewalt, solange er einen eigenen Vorteil davon hat. Ich glaube nicht, dass sich das in der Zukunft ändern wird.


    Auch glaube ich nicht, dass die Star-Wars-Filme einen Anspruch auf technische Genauigkeit erheben. Sie sind eher unter Fantasie einzuordnen mit ihrer allesdurchdringenden Macht, die übernatürliche Fähigkeiten verleiht, und stehen dadurch in keinem Bezug zu einer möglichen Zukunft. Genauso sehe ich das bei Star Trek. In der alten Originalserie hat man noch zum Teil versucht, technisch bei dem in der Zukunft möglichen zu bleiben, wogegen die neueren Filme ausschließlich der Unterhaltung dienen. Und da muss es heutzutage nun mal richtig rumsen.

  • Nun ja, ein "Space Western" ohne Revolver ist schlecht vorstellbar. ;-) Du darfst nie vergessen: "Frontiersmen" ist kein Arthur-C.-Clarke-Roman, keine Hard-SF. Ich habe einen Genre-Mix geschrieben, der daher seinen ganz eigenen Regeln folgt, was Motive, Atmosphäre und vielleicht auch Logik angeht

    Du hast das, lieber Bernd, sehr schön zusammen gefasst. Das ist der große Unterschied zwischen Belletristik und Dokumentation. Ich kann mich an kein Belletristik-Werk erinnern, wo ich nicht an irgendeiner Stelle gedacht habe, warum das jetzt? Das ist doch nicht logisch. Dafür nennt man das auch Unterhaltungsliteratur. Es soll an erster Stelle unterhalten. Wenn man nur alleine nach Logik geht, bleiben einem nur Dokumentationen. Und wo bleibt da der Spaß? ;)

  • Übrigens, Piccoli klingt immer wie Piggeldy

    Ich muss immer an die kleinen Sekt Fläschchen denken. Aber ich lese das ja auch und höre es nicht. :D



    (Abgesehen davon wird der Mensch bedauerlicherweise nie vom Krieg ablassen. Konkurrenz, Neid, Konflikt sind nun mal leider unsere zivilisatorische Triebfeder. Und wann immer man denkt: He, es wird besser - gibt es garantiert einen gesellschaftlichen Rückschritt Richtung dummer, irrationaler Aggression. Aktuell ja auch leider in vielen Ländern der Erde zu sehen, einschließlich Deutschland, wo Menschen, die offenbar viel zu lange im Frieden gelebt haben (ein Hoch auf Europa!), nach neuen Feindbildern suchen, um Hass ausleben zu können.)

    Verrückt, was? Man könnte meinen, man könne aus der Geschichte lernen. Aber nein, Pazifismus ist eine Illusion, wenn auch eine sehr schöne.

  • Naja, wir haben ja schon gehört das der Revolver eine völlig andere Technik hat, und Handfeuerwaffen wird es wohl solange geben wie wir nahgefechtssituationen provozieren. Und so klein können sie nicht werden, schliesslich werden unsere Hände auch nicht kleiner, das find ich schon in Ordnung. Ausserdem haben die Menschen die Angewohnheit alles nach bekanntem zu benennen, darum darf der für mich auch gerne Revolver heissen. Schliesslich ist das Space Shuttle nach nem Webschiffchen benannt *Schultern zuck*

    Gute Geschichten, oder Drehbücher halte ich da doch für wichtiger, trotz eines Studiums im Bereich Luft und Raumfahrt ;) Aber darum mag ich es trotzdem wenn ein Buch (oder Film) technisch realistisch und nachvollziehbar bleibt.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)