08 - Buch 4 ab Kapitel 7 (ab Track 41)

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  • Avila

    Hat den Titel des Themas von „08 - Buch 4 ab Kapitel 7“ zu „08 - Buch 4 ab Kapitel 7 (ab Track 41)“ geändert.
  • Es wird von Band zu Band spannender. Das mit Kellys Mutter hätte ich nun wirklich nicht gedacht. Dass wir sie irgendwann wieder gesehen und sie dann als typische Soldatin handelt, ja, aber dass sie sich so offen und gefühllos gegen Kelly stellt nun wirklich nicht! Was ist das für eine Mutter?


    Sehr gut gefallen hat mir die Reaktion des Admirals, als er die Mary Jane kontaktiert hat und damit die Rettung eingeleitet hat. Er hat sich über seinen Eid hinweggesetzt und zu seiner Tochter gehalten. Ich hoffe, dass die beiden irgendwann einen Weg finden, sich wiederzusehen.


    Die arme Kelly, erst der emotionale Druck, weil sie im Begriff steht, ihren Vater zu hintergehen, und dann muss sie noch ihre eigene Mutter erschießen! Das wird lange dauern, bis sie das verarbeitet hat.


    Es ist schade, dass Ben Horrowitz am Ende sterben musste. Es wäre schön gewesen, wenn die Crew einen neuen Freund gefunden hätte, auf den sie sich verlassen könnte, auch wenn es vielleicht manchmal zu Spannungen gekommen wäre in Bezug auf Kelly. Er hätte sie aber in jeder Beziehung unterstützt.


    Allerdings frage ich mich auch zwei Dinge. Erstmal, ist es John nie in den Sinn gekommen, dass evtl. das Apartment abgehört werden könnte? Das wäre mein erster Gedanke gewesen, wenn ich im sog. Feindesgebiet in einem abgeschlossen Raum bin, der jede Menge Möglichkeiten bietet, Wanzen zu verstecken. Un zweitens, alle im All haben Panik, wenn es um einen Asteroidenschauer geht und die Möglichkeit besteht, dass kleine Partikel die Hülle zerstören können. Und dann wird in einem Raumschiff scharf geschossen. Kann die Hülle das ab?

  • Das war wirklich spannend, aber ich bin wohl zu verwöhnt. Die Lösung ist irgendwie nicht nachvollziehbar. Ich hätte noch verstanden, wenn der Vater wenigstens entweder durch den Krieg bereit den Eid zu verletzen und den Dienst zu quittieren oder wenn er wenigstens versucht hätte zu erfahren, ob sie wichtige Daten bei sich haben. 'Irgendwie ist der Vater für mich nicht glaubhaft. Er liebt seine Tochter und er kann nicht wissen, ob die Rettungsaktion gelingt. Er weiß, dass seine Frau sie umbringen wird. Wieso schmeißt er nicht alles zugunsten seiner Tochter hin? Wenn es rauskommt, dass wichtige Daten von seinem Computer aus geklaut wurden und dass er den Dieben geholfen hat - Kriegsgericht. Dann bleibt er relativ ruhig, als er erfährt, dass alles nur gespielt war, man ihn also zu dem Narren gemacht hat, als den seine Frau ihn sieht. Mir tat er so leid. Ich weiß nicht, wie Kelly das jemals verkraften wird. Ich könnte es wohl nicht.

    Dann die Mutter, klar aus ihrer Sicht sind die drei Feinde und sie übt ihren Beruf aus. Aber ohne jede Emotion ihrer Tochter gegenüber, das finde ich zu einseitig für einen Menschen. Sie mag keine gute Mutter gewesen sein, aber es ist ihr Kind und sie wird hier dann gleich als Personifizierter Teufel gezeigt. Ja, damit man Kelly verzeiht, dass sie die eigene Mutter umbringt. Aber auch das ist für mich schwer vorstellbar. Sicher sie waren in Lebensgefahr, aber sie ist auch noch gegen das Töten. Dann ist aber die Ladehemmung eher bei John als bei ihr. Naja, aus diesem Dilemma eine Lösung zu finden ist sicher sehr schwer. Zurück bleibt ein gebrochener Mann, der seinen Eid verraten hat, am Tod seiner Exfrau Schuld ist und seine Tochter im Feindeslager weiß. Betrogen. Da ertrage ich das Gerede von John nur sehr schwer, von wegen, er sei doch nun froh, seine Tochter gesehen zu haben und zu wissen, dass es ihr gut geht.


    Hoby gefällt mir. Die Entscheidung war logisch und richtig und sicher sehr schwer.


    Der Epilog läßt Schlimmes vermuten. Dabei sind diesmal noch nicht mal die Assassinen dabei. Ich vermute, die erscheinen sicher in einem Moment, wo es für John und seine Crew und vielleicht für die Randwelten insgesamt um Leben und Tod geht. Die Schlacht scheint nicht zu gewinnen zu sein, nach der Blässe, die beim Lesen der Anzahl der Schiffe entstanden ist. Gibt's da wieder eine Trickkiste?

    Erstmal, ist es John nie in den Sinn gekommen, dass evtl. das Apartment abgehört werden könnte? Das wäre mein erster Gedanke gewesen, wenn ich im sog. Feindesgebiet in einem abgeschlossen Raum bin, der jede Menge Möglichkeiten bietet, Wanzen zu verstecken

    Das habe ich mich auch gefragt und vielleicht war es das auch, was die Geheimen auf den Plan gerufen hat?


    Außerdem habe ich mich gefragt, warum nicht Ben selbst die Daten kopiert hat. Sein Fehlen auf der Feier wäre wesentlich unauffälliger gewesen als das von John und Kelly. Außerdem, wenn an so was vor hat, dann läßt man doch den Gang beobachten, damit eine Warnung möglich ist oder eine Ablenkung. Das hätten die Beiden sehr gut machen können, da braucht es nur den Wunsch nach einem Whiskey.

  • Allerdings frage ich mich auch zwei Dinge. Erstmal, ist es John nie in den Sinn gekommen, dass evtl. das Apartment abgehört werden könnte? Das wäre mein erster Gedanke gewesen, wenn ich im sog. Feindesgebiet in einem abgeschlossen Raum bin, der jede Menge Möglichkeiten bietet, Wanzen zu verstecken.

    Darauf habe ich zwei Antworten: 1) Das Appartement wird John und Kelly vom Admiral gestellt, der in ihnen keine Feinde sieht. Warum sollte ein Gästezimmer verwanzt sein? Seine eigene Tochter abzuhören, wäre hochgradig ehrlos für den Admiral. 2) Und wieder: Space Western. Klar, es gäbe noch viele technische Möglichkeiten der Spionage und Gegenspionage. Aber ich möchte in dem Universum einige Dinge simpel und gradlinig halten, wie im Western. Wenn jemand was von jemandem wissen will, geht er hin und verhört ihn. Oder prügelt es aus ihm heraus. Tricks und Kniffe sind hier nicht nötig.

    Un zweitens, alle im All haben Panik, wenn es um einen Asteroidenschauer geht und die Möglichkeit besteht, dass kleine Partikel die Hülle zerstören können. Und dann wird in einem Raumschiff scharf geschossen. Kann die Hülle das ab?

    Haben alle in "Frontiersmen" Panik vor Asteroidenschauern? Kann sein, ich gestehe aber, ich erinnere mich jetzt an keine Stelle. Wie dem auch sei. Durchschlagkraft hat mit Masse und Relativgeschwindigkeit zu tun. Einem Asteroiden in den Weg zu fliegen (mit zigtausend km/h) ist nochmal was deutlich anderes als eine Pistolenkugel. Außerdem können Coil Guns "runtergeregelt" werden. Ich glaube, das wird auch mal irgendwann erwähnt. Dann schießen sie schwach genug, um eben die Hülle nicht zu durchschlagen, aber trotzdem auf nahe Entfernung noch Menschen zu töten.

    Wieso schmeißt er nicht alles zugunsten seiner Tochter hin?

    Weil er die Pflicht hat, ein guter Soldat zu sein. Es gibt wenig genug davon in der Union. Und als Ausbildungsleiter einer Akademie kann er auf West Point viel mehr bewirken als bei den Rebellen. Zumal er den bewaffneten Aufstand an sich für falsch hält. Dennoch rettet er Kelly, weil er sie liebt.

    Wenn es rauskommt, dass wichtige Daten von seinem Computer aus geklaut wurden und dass er den Dieben geholfen hat - Kriegsgericht.

    Wenn. Muss aber ja nicht. Die Daten sind ja noch da (wurde nur kopiert). Und dass er den Dieben geholfen hat, kann niemand beweisen. Sie wurden halt von ihren Freunden gerettet. Sowas kann passieren. War halt eine gut geplante Operation. ;) Außerdem ist das ein Problem für einen anderen Tag für den Admiral. Erstmal zählt nur, seine Tochter zu retten, die einzige Familie, die er noch hat.

    Aber ohne jede Emotion ihrer Tochter gegenüber, das finde ich zu einseitig für einen Menschen.

    Oh, sie hat eine Menge Emotionen. Sie ist enttäuscht und voller Wut. Diese Frau, die bestimmt nicht ihre Tochter ist, hat alles verraten, was ihr wichtig war. Kellys Mutter ist ein Hardliner und schnippische Frontiersmen sind ein rotes Tuch für sie. Hat schon einen guten Grund, warum der Admiral und sie sich getrennt haben. Wie er sagte: Sie ging in eine Richtung, in die er ihr nicht folgen konnte. (Schau doch in die Nachrichten, was Eltern ihren Kindern antun. Sie ermorden sie. Quälen sie. Vergehen sich an ihnen. Verkaufen sie. Zwingen sie in Fremd-Ehen. Oder zur Prostitution. Mutter oder Vater zu sein, heißt nicht, ein guter Mensch zu sein. So schrecklich die Vorstellung für uns, die ihre Kinder lieben, ist.)

  • Darauf habe ich zwei Antworten: 1) Das Appartement wird John und Kelly vom Admiral gestellt, der in ihnen keine Feinde sieht. Warum sollte ein Gästezimmer verwanzt sein? Seine eigene Tochter abzuhören, wäre hochgradig ehrlos für den Admiral. 2) Und wieder: Space Western. Klar, es gäbe noch viele technische Möglichkeiten der Spionage und Gegenspionage. Aber ich möchte in dem Universum einige Dinge simpel und gradlinig halten, wie im Western. Wenn jemand was von jemandem wissen will, geht er hin und verhört ihn. Oder prügelt es aus ihm heraus. Tricks und Kniffe sind hier nicht nötig.

    Stimmt, ich vergesse nur zu leicht die Western-Komponente. Erzählst du es mir nicht freiwillig, prügle ich es aus dir raus!


    Haben alle in "Frontiersmen" Panik vor Asteroidenschauern? Kann sein, ich gestehe aber, ich erinnere mich jetzt an keine Stelle. Wie dem auch sei. Durchschlagkraft hat mit Masse und Relativgeschwindigkeit zu tun. Einem Asteroiden in den Weg zu fliegen (mit zigtausend km/h) ist nochmal was deutlich anderes als eine Pistolenkugel. Außerdem können Coil Guns "runtergeregelt" werden. Ich glaube, das wird auch mal irgendwann erwähnt. Dann schießen sie schwach genug, um eben die Hülle nicht zu durchschlagen, aber trotzdem auf nahe Entfernung noch Menschen zu töten.

    Bei den Frontiersmen wurde es auch bisher nicht erwähnt. Ich hatte dabei eher an die meisten anderen Bücher gedacht, wo es ein Thema ist. Aber eine Runterregelung macht definitiv Sinn.


    Wieso schmeißt er nicht alles zugunsten seiner Tochter hin?

    Weil er die Pflicht hat, ein guter Soldat zu sein. Es gibt wenig genug davon in der Union. Und als Ausbildungsleiter einer Akademie kann er auf West Point viel mehr bewirken als bei den Rebellen. Zumal er den bewaffneten Aufstand an sich für falsch hält. Dennoch rettet er Kelly, weil er sie liebt.

    Aber warum sollte er alles hinschmeißen? Er hatte seit Jahren keinen Kontakt zu seiner Tochter und hat sich ein neues Leben ohne Kinder und Ehefrau aufgebaut. Auch glaube ich nicht, dass er in diesem Moment so weit bedacht hat, was er als Ausbildungsleiter alles bewirken kann. Ich denke, es war eine schnelle Entscheidung aus dem Bauch heraus. Er ist ein pflichtbewusster Soldat. Er musste sofort handeln, wollte aber nicht sein bisheriges Leben komplett hinter sich lassen, um seiner Tochter zu folgen, die er erst seit kurzem nach langer Zeit wiedergesehen hatte. Er konnte in diesem Durcheinander wohl auch nicht mehr einschätzen, ob Kellys Gefühle ihm gegenüber ernst gemeint oder auch nur Teil des Plans waren. Da war der Hilferuf, der nicht zu ihm zurück verfolgt werden konnte, die eleganteste Lösung.

  • Aber keine sichere. Er riskiert das Leben seiner Tochter und das passt nicht zu seinem vorigen Verhalten.

    Im Krieg und im Kampf ist nichts sicher. Das einzig sichere wäre Kellys Tod gewesen, wenn die Mary Jane zu spät gekommen und Kellys Mutter der Sprung durch das Coventry-Transitfeld gelungen wäre.

  • Aber keine sichere. Er riskiert das Leben seiner Tochter und das passt nicht zu seinem vorigen Verhalten.

    Tatsächlich würde mich interessieren, welche Option du für sicherer gehalten hättest. Wenn der Admiral alles hingeschmissen und John und Kelly eigenhändig befreit hätte, wären sie vermutlich nicht mal bis zum Transitfeld gekommen, denn natürlich hätte Kellys Mutter Alarm geschlagen (vergiss nicht: der Flug zum Transitfeld dauert Stunden) und dann wären sie von Systempatrouillen abgefangen worden. Raumschiffe im Frontiersverse sind relativ unflexibel und unter Beschuss kriegt man keinen Transit hin. Es war schon - auf die Schnelle - die beste Option, den regulären Gefangenentransport kurz vor dem Sprung ins nächste System abzufangen, denn dadurch hatte das Unionsmilitär so gut wie keine Vorwarnzeit, um zu reagieren. Und dass ein Funkspruch vom Admiral abgefangen wird, ist zunächst mal eher unwahrscheinlich. Klar, ein Restrisiko gab es. Aber er musste hier John vertrauen, der sagte, er habe ein Schiff, das den Transporter abfangen könne. (Was nicht heißt, dass man die Geschichte auch anders hätte erzählen können, das ist klar. :) )

  • Ganz klar, Band 4 gehört zu meinen Favoriten - wobei mir die Serie eh sehr gut gefällt.


    Dieser zweite Teil von Band 4 war wieder ein Wechselbad der Gefühle: zuerst musste ich ja so lachen, als John Ben Horowitz auf den Arm nimmt und Kelly etwas angesäuert ist :totlach: Ben verkraftet es aber recht gut, dass Kelly angeblich verheiratet ist. Und dann stellt sich ziemlich schnell heraus, dass Ben tatsächlich der Spion im Unionsmilitär ist. Er hat es getan, weil ihm Kelly nach wie vor so viel bedeutete und er sie in den Randwelten beschützen wollte - das ist umso tragischer, als er dann am Ende auf der Flucht stirbt ;(


    Als James Robinson John und seiner Tochter eröffnet, dass er ihre Hochzeit groß nachfeiern lassen will, dachte ich auch nur, das darf doch nicht wahr sein! Ein bisschen peinlich ist das Ganze ja schon für ihn, aber ich denke, das wird dem Admiral weniger ausmachen, wie wenn seine Tochter gestorben wäre.


    Bei der Besenkammer-Szene musste ich auch nochmal herzhaft lachen, das kam auch super im Hörbuch rüber. Und John entdeckt doch tatsächlich wieder gewisse Gefühle für Kelly - ich hatte echt auf eine baldige Fortsetzung von der Besenkammerszene gehofft, aber die nachfolgenden Ereignisse waren zu dramatisch, da hat es einfach nicht mehr gepasst.


    Die Beschaffung der geheimen Daten über das Unternehmen Hammerschlag und das anschließende Absetzen zur Stardust lief richtig gut und rund - leider zu rund. Als Johns Eingaben für den Türcode nicht akzeptiert wurden, schwante mir schon Schlimmes. Allerdings hatte ich inzwischen überhaupt nicht mehr an Kellys Mutter gedacht und war daher ziemlich verblüfft, als ausgerechnet sie die beiden verhaftete. Hatte sie tatsächlich nur so eine gute Spürnase und ist durch Recherche den beiden auf die Spur gekommen oder hat hier doch irgendwer einen Tipp gegeben? Zwischendurch dachte ich kurz an die Cutter-Geschwister, allerdings wären die beiden wahrscheinlich eher nicht das Risiko eingegangen, ihr Opfer aus dem Zugriff zu verlieren; in Whitehall hätten sie wohl so gut wie keine Chance mehr gehabt, John persönlich zu töten.


    Nein, ich denke, das war wirklich reine Recherchearbeit - Catherine erwähnte ja den Zeitungsbericht, auf dem John, Kelly und Hobie (glaube ich) abgebildet waren.


    Mann, ist das ein hartes Weib! Kein Wunder, dass sich der Admiral von ihr getrennt hat, die beiden sind ja wie Tag und Nacht. Sie hätte ihre Tochter dem Tod ausgeliefert ohne mit der Wimper zu zucken, das ist aber mal sicher. Ich denke, sie wäre über eine Tochter à la Pearce glücklicher gewesen X(


    Das Gespräch, das John und James in der Zelle von Mann zu Mann führen, fand ich sehr schön und rührend. Und John, der sonst nie große Worte macht, findet diesmal die absolut richtigen Worte. Ich denke, das Gespräch hat auch Kellys Vater gutgetan und wird ihm sehr viel bedeuten.


    Und der Admiral hilft tatsächlich seiner Tochter! Die Befreiungsaktion war aber nochmal ziemlich spannend und ganz schön knapp. Wenn Kelly ihre Mutter nicht erschossen hätte, dann hätte diese John umgebracht, das ist mal sicher. Und wer weiß, wen sie noch mit in den Abgrund gerissen hätte.

    Für Kelly ist es natürlich ganz schön hart, ihre eigene Mutter zu töten, sie ist ja ein ganz anderer Charakter als sie, aber ich hoffe sehr, dass sie darüber hinwegkommen wird.

    Wegen Catherines Verbohrtheit musste schon Ben sein Leben lassen, denn hätte sie auf die Drohungen von Hobie gehört, hätte es so weit nicht kommen müssen. O.k., Hobie hat sich in seiner Knochenbrecher-Rolle nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert ^^


    Aber es bleibt keine Zeit zum Luftholen: nachdem raus ist, um was es sich bei dem Unternehmen Hammerschlag handelt, wird klar, dass der Krieg jetzt noch viel härter geführt werden wird.

    Zuerst war ich entsetzt, weil Langdon die Parlamentselite der Konföderierten nicht evakuieren will, aber nachdem er seine Gründe dargelegt hat, kann ich es gut verstehen. Ziehen sie sich zurück, war der ganze bisherige Kampf in jedem Fall umsonst!


    Und ich befürchte, John und seine Crew werden mittendrin mitmischen müssen.

  • Sehr gut gefallen hat mir die Reaktion des Admirals, als er die Mary Jane kontaktiert hat und damit die Rettung eingeleitet hat. Er hat sich über seinen Eid hinweggesetzt und zu seiner Tochter gehalten. Ich hoffe, dass die beiden irgendwann einen Weg finden, sich wiederzusehen.

    Das hoffe ich auch so sehr, dass es irgendwann Frieden gibt und die beiden sich ganz normal und gefahrlos wiedersehen können.


    Erstmal, ist es John nie in den Sinn gekommen, dass evtl. das Apartment abgehört werden könnte?

    Witzig, den Gedanken und die Befürchtung hatte ich auch direkt ^^ Aber nachdem selbst Ben so offen geredet hat, war ich etwas beruhigter, denn ich habe gehofft, dass er über mögliche Abhörtechniken in den Wohnungen hoffentlich Bescheid weiß.


    Außerdem habe ich mich gefragt, warum nicht Ben selbst die Daten kopiert hat. Sein Fehlen auf der Feier wäre wesentlich unauffälliger gewesen als das von John und Kelly.

    Ben hätte aber nicht alleine ins Büro eindringen können, zumal selbst Kelly nicht damit gerechnet hatte, dass es verschlossen ist. Dann hätten alle Drei sich dort tummeln müssen und das wäre dann noch verdächtiger gewesen. Und selbst wenn James seine Tochter irgendwo in der Nähe des Büros entdeckt hätte (was ja dann auch der Fall war), hat Kelly als seine Tochter eine bessere Ausrede als Ben.


    Diese Frau, die bestimmt nicht ihre Tochter ist, hat alles verraten, was ihr wichtig war. Kellys Mutter ist ein Hardliner und schnippische Frontiersmen sind ein rotes Tuch für sie. Hat schon einen guten Grund, warum der Admiral und sie sich getrennt haben. Wie er sagte: Sie ging in eine Richtung, in die er ihr nicht folgen konnte.

    Ich denke auch, dass die Mutter mit den Jahren immer härter und noch extremer wurde. Manche werden mit dem Alter weicher, andere immer verhärteter und verbohrter.


    Aber keine sichere. Er riskiert das Leben seiner Tochter und das passt nicht zu seinem vorigen Verhalten.

    Aber zu dem Zeitpunkt eigentlich so gut wie die einzige Möglichkeit, seiner Tochter wenigstens die Chance zu geben, zu überleben. Wie Bernd schreibt, hätte er alles hingeschmissen und hätte mit den beiden türmen wollen, wären sie garantiert wieder eingefangen worden.


    Aber er musste hier John vertrauen, der sagte, er habe ein Schiff, das den Transporter abfangen könne. (Was nicht heißt, dass man die Geschichte auch anders hätte erzählen können, das ist klar. :) )

    Sie mussten sich sogar gegenseitig vertrauen: auch John ist ein großes Risiko eingegangen, als er ihm von der Mary-Jane und dem Passwort erzählt hat.


    Ich will nicht wissen, wie es in James Robinson ausgesehen hat, als klar wurde, dass er Gefahr läuft, auch noch das letzte Familienmitglied für immer zu verlieren, weil Kelly der Tod drohte.

  • Das Gespräch, das John und James in der Zelle von Mann zu Mann führen, fand ich sehr schön und rührend. Und John, der sonst nie große Worte macht, findet diesmal die absolut richtigen Worte. Ich denke, das Gespräch hat auch Kellys Vater gutgetan und wird ihm sehr viel bedeuten.

    Das Gespräch fand ich auch sehr gelungen. Ich finde sowieso, dass in diesem Band viel mehr auf die Gefühle und Gedanken der Crewmitglieder, in diesem Fall John und Kelly, eingegangen wird. Dadurch und durch die Informationen der familiären Vorgeschichte bekommen die Charaktere viel mehr Tiefe. Ich hoffe, wir lesen über die Geschichte der anderen Crewmitglieder auch noch was.

  • Ah, ich hab total vergessen, hier auch noch meine Meinung zu schreiben. Ach je, so ein Nachtzug der bringt mich ganz durcheinandern! Wie auch immer - ich hatte ja bereits an anderer Stelle erwähnt, dass es sich bei diesem Band auch um meinem bisherigen Favoriten handelt. Ich danke dir wirklich sehr, Bernd, dass du diese Leserunde vorgeschlagen hast, weil ich hätte alleine mir die Reihe wohl nicht ausgesucht. :)


    Das mit Kellys Mutter hätte ich nun wirklich nicht gedacht. Dass wir sie irgendwann wieder gesehen und sie dann als typische Soldatin handelt, ja, aber dass sie sich so offen und gefühllos gegen Kelly stellt nun wirklich nicht! Was ist das für eine Mutter?

    Kellys Mutter hat mich als Person dann auch erschrocken. Wir wurden zwar von dem Admiral bereits vorgewarnt, dass sie eine Richtung eingeschlagen hat, die er selbst nicht mehr gut heißen konnte und deswegen auch die Trennung kam, aber dass sie dann so harsch drauf ist... Wahnsinn! Da fragt man sich wirklich, was sie so verbittert hat. Aber ich denke mal, dass das Umfeld da sehr prägend sein kann. Ich muss da gerade an die "Homeland"-Serie denken, da denkt man auch immer: Wow, ihr macht euch da auch eine Welt zurecht, ...


    Sehr gut gefallen hat mir die Reaktion des Admirals, als er die Mary Jane kontaktiert hat und damit die Rettung eingeleitet hat. Er hat sich über seinen Eid hinweggesetzt und zu seiner Tochter gehalten.

    Dieses Verhalten wurde hier ja schon diskutiert, aber ich konnte dem sehr gut folgen. Er mag seine Arbeit und glaubt auch daran, das Richtige zu tun. Doch seine Tochter liebt er, auch wenn sie auf der falschen Seite steht. Dass er da nicht seine Stelle riskieren will, aber dennoch seiner Tochter helfen möchte - ich kann das verstehen und da war Johns Vorschlag doch wirklich nicht schlecht. Und irgendwie müssen wir ja noch an unseren Kampf zum Schluss kommen. ;)


    Es wäre schön gewesen, wenn die Crew einen neuen Freund gefunden hätte, auf den sie sich verlassen könnte, auch wenn es vielleicht manchmal zu Spannungen gekommen wäre in Bezug auf Kelly.

    Uff, ich hatte zwischenzeitlich eher befürchtet, dass Ben noch länger an Board bleibt und auch wenn sich einen Tod wirklich tragisch finde, wo doch eigentlich Sinn des ganzen Buches war, ihn zu befreien und am Ende stirbt er dann einfach. Dennoch hätte er mich sicherlich irgendwann genervt. Seine über jahrelange Vernarrtheit in Kelly ist schon grenzwertig. Kelly hat ihm eigentlich keinen Anlass dazu gegeben. Klar, es gibt so Menschen, aber ich finde schon fast, dass das an Stalking (oder Besessenheit ;) ) grenzt.


    Wenn es rauskommt, dass wichtige Daten von seinem Computer aus geklaut wurden und dass er den Dieben geholfen hat - Kriegsgericht.

    Stimmt, aber er selbst weiß das ja gar nicht. Und ich denke, dass er hier auch ein wenig naiv den Beiden einfach glaubt, die gesagt haben, dass sie nur Ben retten wollen. Ich denke nicht, dass der Admiral sich vorstellen kann, dass seine eigene Tochter auch noch in sein Büro eingebrochen ist und Daten kopiert/gestohlen hat. Ich hoffe sehr für ihn, dass er das auch niemals erfahren wird. Es wird ihm sicherlich das Herz brechen.

    Ach ja, ich hab den Admiral wirklich in mein Herz geschlossen. Er ist ein feiner Mensch mit dem Herz am rechten Fleck und wird in diesen unsäglichen Krieg hineingezogen, ... aber nun gut, er hat sich ja bewusst für eine Laufbahn beim Militär entschieden. Da ist Krieg nun nicht so ganz ungewöhnlich. ;)


    zuerst musste ich ja so lachen, als John Ben Horowitz auf den Arm nimmt und Kelly etwas angesäuert ist :totlach:

    Oh, die Szene war toll und ich hätte gerne noch mehr davon gelesen. Aber dass Kelly dem Einhalt gebitet war auch klar. :D Aber John ist einfach klasse, hach ...


    Und John entdeckt doch tatsächlich wieder gewisse Gefühle für Kelly - ich hatte echt auf eine baldige Fortsetzung von der Besenkammerszene gehofft, aber die nachfolgenden Ereignisse waren zu dramatisch, da hat es einfach nicht mehr gepasst.

    Oh ja, eine Fortsetzung damit hätte ich auch gerechnet. Aber wir haben ja noch zwei Bände vor uns! Der Kuss war anfangs noch gespielt, aber ich denke mal, dass die Störung vom Vater durchaus dann auch eine Störung war. Mal schauen, wie das noch weiter geht. Kelly will ja auch auf jeden Fall noch mit John darüber reden.


    Sie hätte ihre Tochter dem Tod ausgeliefert ohne mit der Wimper zu zucken, das ist aber mal sicher. Ich denke, sie wäre über eine Tochter à la Pearce glücklicher gewesen X(

    Ja, man hat richtig gemerkt, warum Kelly aus dieser Familie ausgebrochen ist. Es ist sicherlich nicht einfach mit einer solchen Mutter zu reden. Sie hat klare Vorstellungen und wenn man diesen nicht entspricht, ... Und es war auch nie Kellys Plan in die Randwelten zu gehen. Sie wollte Medizin studieren, also durchaus eine ehrenvolle Bahn einschlagen. Aber nicht beim Militär. Wirklich verrückt, dass die Mutter sich dagegen gesträubt hat.

  • Seine über jahrelange Vernarrtheit in Kelly ist schon grenzwertig. Kelly hat ihm eigentlich keinen Anlass dazu gegeben.

    Ein Mann braucht keinen Anlass, um sich nach einer Frau zu sehnen. ;) Kelly ist hübsch, intelligent, nett, aber auch mit einem eigenen Kopf. Es gibt vielmehr keinen Grund, sie nicht zu mögen - mal abgesehen von ihrer ablehnenden Haltung Ben gegenüber. :)

  • Seine über jahrelange Vernarrtheit in Kelly ist schon grenzwertig. Kelly hat ihm eigentlich keinen Anlass dazu gegeben.

    Ein Mann braucht keinen Anlass, um sich nach einer Frau zu sehnen. ;) Kelly ist hübsch, intelligent, nett, aber auch mit einem eigenen Kopf. Es gibt vielmehr keinen Grund, sie nicht zu mögen - mal abgesehen von ihrer ablehnenden Haltung Ben gegenüber. :)

    Ich wollte damit auch nicht sagen, dass ich nicht verstehen kann, wie man sich in Kelly verlieben kann, sondern das ich Schwärmereien über einen solchen Zeitraum immer als grenzwertig empfinde. Damit will ich auch nicht sagen, dass ich sie unrealistisch finde, sondern dass ich die Person als sehr seltsam empfinde. Sprich: Ich finde Ben komisch und bin erleichtert, dass er nicht ein Teil der Crew geworden ist. ;)

  • Dennoch hätte er mich sicherlich irgendwann genervt. Seine über jahrelange Vernarrtheit in Kelly ist schon grenzwertig. Kelly hat ihm eigentlich keinen Anlass dazu gegeben. Klar, es gibt so Menschen, aber ich finde schon fast, dass das an Stalking (oder Besessenheit ;) ) grenzt.

    Ich hatte ihn mir so vorgestellt, dass er recht schnell in die Arbeit der Konföderierten eingespannt worden wäre und dabei ein nettes Mädel kennengelernt und darüber Kelly schnell vergessen hätte ^^

    Aber ganz unrecht hast du nicht: seine Vernarrtheit geht ja echt schon über viele Jahre und nichts, rein gar nichts, was Kelly getan hat, konnte diese Vernarrtheit trüben. Anderseits war er doch ziemlich gefasst, als er John kennenlernte und ich glaube ihm sogar, als er sagte, dass Kelly Glück gehabt hätte, ihn zu treffen (das war doch Ben, glaube ich).

    Vielleicht war es bei ihm eine Mischung aus Verliebtheit, aber auch Freundschaft, weil sie sich schon so lange kannten. Vielleicht hat er sie seinerzeit bewundert, dass sie ihren eigenen Kopf durchgesetzt hat und Medizin studiert hat, während er sich durch die Jahre bei der Militärakademie durchgekämpft hat - wer weiß, evtl. hätte er auch lieber etwas anderes gemacht.


    Vielleicht bin ich aber gerade auch einfach nur dämlich naiv :totlach: Denn, ob er sich hätte in die Arbeit der Konföderierten einspannen lassen, ist fraglich, er hat das alles ja nicht gemacht, weil ihm die Ziele der Konföderierten so viel bedeuten, sondern um Kelly zu schützen. Also hätte er sich dann wahrscheinlich zur Ruhe gesetzt, aber sicherlich keine Ruhe gehabt, wenn er gewusst hätte, dass Kelly mit John und den Anderen der Mary-Jane immer wieder riskante Aufträge ausführt.


    Ach ja, ich hab den Admiral wirklich in mein Herz geschlossen. Er ist ein feiner Mensch mit dem Herz am rechten Fleck und wird in diesen unsäglichen Krieg hineingezogen, ... aber nun gut, er hat sich ja bewusst für eine Laufbahn beim Militär entschieden. Da ist Krieg nun nicht so ganz ungewöhnlich. ;)

    Ich mag ihn auch sehr. Bei dem Gespräch, welches er und John und dessen Zelle geführt haben, habe ich den Krieg auch verflucht, da ging es mir genau wie John.


    Mal schauen, wie das noch weiter geht. Kelly will ja auch auf jeden Fall noch mit John darüber reden.

    Die beiden sollen nicht reden, sondern weitermachen :totlach::totlach:


    Sie wollte Medizin studieren, also durchaus eine ehrenvolle Bahn einschlagen. Aber nicht beim Militär. Wirklich verrückt, dass die Mutter sich dagegen gesträubt hat.

    Das konnte ich auch nicht verstehen, dass Kellys Entscheidung, Medizin zu studieren, so auf Ablehnung und Verachtung gestoßen ist. Ich meine, wenn sie vorgeschlagen hätte, in Zukunft nur noch auf der Straße zu leben, hätte ich die Entrüstung nachvollziehen können, aber so.

  • Das konnte ich auch nicht verstehen, dass Kellys Entscheidung, Medizin zu studieren, so auf Ablehnung und Verachtung gestoßen ist. Ich meine, wenn sie vorgeschlagen hätte, in Zukunft nur noch auf der Straße zu leben, hätte ich die Entrüstung nachvollziehen können, aber so.

    Leider gibt es solche Menschen, für die nur die eigene Meinung zählt, und für Kellys Mutter ist eben nur das Militär das einzig wahre.

  • So, ich bin gestern Abend nun auch endlich angekommen. Wir haben Besuch, da bin ich langsamer.

    Ich bin schwer begeistert von dem Weg der Reihe und muss auch sagen das dies der bisher stärkste Band war. Ich habe tatsächlich bis zu Auftauchen von Kellys Mutter echt noch befürchtet das Ben ein Verräter sein könnte, und sogar mal kurz gedacht das die Mutter vll der wahre Spion sein könnte. Sehr emotional,und trotzdem spannend geschrieben. Und der Humor kam auch nicht zu kurz. Die Besenkammerszene war so klassisch, schön! Und Johns Szene mit Horrowitz auch, schön war aber auch Johns Verwirrung ob Kelly wirklich zuviel getrunken hätte bei dem Kontrollposten.

    So macht lesen/hören Spass.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Leider gibt es solche Menschen, für die nur die eigene Meinung zählt, und für Kellys Mutter ist eben nur das Militär das einzig wahre.

    Damit hast du leider recht. Und zu solchen Menschen dringt man auch einfach nicht mehr durch.

    Meine Mutter ist zwar nicht extrem, aber auch sie ist immer noch (ich bin mittlerweile seit 11 Jahren verheiratet mit 3 Kindern!) der Meinung besser zu wissen was gut für mich ist und was ich machen sollte als ich...

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Meine Mutter ist zwar nicht extrem, aber auch sie ist immer noch (ich bin mittlerweile seit 11 Jahren verheiratet mit 3 Kindern!) der Meinung besser zu wissen was gut für mich ist und was ich machen sollte als ich...

    Ich habe das Problem eher mit meiner älteren Schwester. Ach ja, Verwandte sind Fluch und Segen zu gleich. Ich möchte sie nicht missen, aber manchmal bin ich auch schwer genervt.