10 - Buch 5 ab Kapitel 7 (ab Track 46)

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  • dass Geonoj höchstwahrscheinlich im Auftrag der Union die Peko aufgewiegelt hat, war ja auch der Knaller

    Ich halte diese Sache absichtlich vage - so wie die meisten Einmischungen von Geheimdiensten (ja auch auf der Erde) nie so ganz aufgeklärt werden können. Hat Trump geheime Verbindungen zu Russland? Hat die Union Geonoj in der Hand und nutzt ihn als Kriegstreiber, um die Konföderation zu schwächen? Wer weiß das schon. Aber sein könnte es. ;)

  • Oh, stimmt. Das ist mir hier auch untergegangen. Aber es hat mich auch nicht gewundert, denn was hat Geonoj davon? Er verkracht es sich auch mit den Nachbarsstämmen. (Kann ich Stämme sagen oder besser Land?) Zwar schafft er es einen großen Teil aufzuwiegeln, aber er zieht damit auch einen großen Krater durch die Peko, was wirklich fast fatal ist, weil sie doch sonst immer zusammengehalten haben.


    Die Union hingegen hat sehr viel davon, denn auch wenn Geonoj nun weg ist, haben die Konföderation keine Allianz mit den Peko.

  • Ich halte diese Sache absichtlich vage - so wie die meisten Einmischungen von Geheimdiensten (ja auch auf der Erde) nie so ganz aufgeklärt werden können. Hat Trump geheime Verbindungen zu Russland? Hat die Union Geonoj in der Hand und nutzt ihn als Kriegstreiber, um die Konföderation zu schwächen? Wer weiß das schon. Aber sein könnte es. ;)


    Aber es hat mich auch nicht gewundert, denn was hat Geonoj davon? Er verkracht es sich auch mit den Nachbarsstämmen. (Kann ich Stämme sagen oder besser Land?) Zwar schafft er es einen großen Teil aufzuwiegeln, aber er zieht damit auch einen großen Krater durch die Peko, was wirklich fast fatal ist, weil sie doch sonst immer zusammengehalten haben.


    Die Union hingegen hat sehr viel davon, denn auch wenn Geonoj nun weg ist, haben die Konföderation keine Allianz mit den Peko.

    Genau deswegen hat mich der Verdacht, dass Geonoj evtl. für die Union tätig war, stutzig gemacht. Was hat Geonoj im Endeffekt tatsächlich davon? Was soll ihm die Union versprochen haben, dass er mit ihnen gemeinsame Sache macht?

  • Genau deswegen hat mich der Verdacht, dass Geonoj evtl. für die Union tätig war, stutzig gemacht. Was hat Geonoj im Endeffekt tatsächlich davon? Was soll ihm die Union versprochen haben, dass er mit ihnen gemeinsame Sache macht?

    Mir ist der Verdacht gar nicht gekommen, dass Geonoj mit der Union zusammen arbeiten könnte. Auf mich hat er eher wie jemand gewirkt, der nach Macht giert und dabei über Leichen geht. Da bei den Peko die Erbfolge gilt, hat er keine Chance, selber Konya zu werden, aber er hat Sekoyas Bruder (habe gerade den Namen nicht mehr parat) unter Kontrolle und kann ihn nach seinem Willen manipulieren.

  • Was hat Geonoj im Endeffekt tatsächlich davon?

    Wahrscheinlich hat ihm die Union eingeredet, dass der eigentliche Feind die Randwelten-Siedler sind, die den Peko den Raum weggenommen haben. Und dass er mit ihrer Hilfe seine Rache bekommt, wenn man gleichzeitig gegen die Konföderation vorgeht. Vielleicht haben sie ihm auch versprochen, dass das Unionsmilitär nicht eingreift, wenn er sich ein paar Welten im Rand zurückholt. Dazu kommt noch ein Punkt, der mit dem Ende von "Höllenflug nach Heaven's Gate" zu tun hat, darum sage ich dazu nix. Gute Geheimdienstler haben jedenfalls immer eine Methode auf Lager, um selbst "Feinde" für sich arbeiten zu lassen. (Denkt nur an die CIA und deren Operationen im Nahen Osten und Mittelamerika.)

  • Eine süße, alte aber absolute fitte Frau!

    Sie hat mir auch sehr gefallen. Vor allem die Entrüstung als John von ihr erfährt wie sie ins Schiff gekommen ist. Das Schiff hat sie wirklich reingelassen.

    Langdon ist ein ehemaliger Space Marshall, ein John-Wayne-Typ im besten Sinne. Der würde niemals dahergelaufenen Verbrechern nachgeben und dafür seine Leute verraten. Koste es, was es wolle.

    Bei Folter bin ich immer nicht sicher. Ich weiß nicht, ob ich irgendeine Art von Folter aushalten würde und wer es nicht erlebt hat, kann es auch nicht einschätzen. Es besteht also theoretisch die Möglichkeit, dass er die Folter nicht aushält. Schließlich ist auch ein Kerl nur ein Mensch.

    Ob sie auch für eine Liebesbeziehung gereicht hätten, ist eine andere Sache.

    Ich fand es etwas blöd, denn er hatte ja schon erfahren, dass Sekoya etwas mehr für ihn empfindet. Sie hatte sich sicher schon einigermaßen damit abgefunden, dass sich da nichts entwickelt und nun so als Abschied kommt was, wo sie wieder die Hoffnung auf mehr rauslesen kann (sie meinte ja, es sei schade, dass sie mit dem Erinnerungen sammeln nicht eher angefangen hätten.) Er zeigt etwas an, was er selbst nicht einzuschätzen weiß.

    . Aber auf die Idee kam schlicht noch niemand - sie vermutlich auch nicht -, weil Mary-Jane eben das Schiff ist. Ihre Welt ist an diesen Metallkörper gebunden.

    Ich fand das bei den Gehirnschiffen von Mc Caffrey so schön, dass es da die Möglichkeit bestand, wieder einen Körper zu bekommen, allerdings sind es eben menschliche Gehirne und keine KIs, aber möglich wärs schon, oder?

    Aber es gibt eine schöne Star Trek-TNG-Folge, wo über Datas Menschsein verhandelt wird. Genau diese Fragen werden da betrachtet

    Ja, an die erinnere ich mich gerne. Wir haben auch hier erst im Imago-Projekt von Robert Corvus sehr intensiv zu dieser Frage diskutiert und ich finde, dass ist einewirkliche SF Frage, die immer drängender wird.

    enau deswegen hat mich der Verdacht, dass Geonoj evtl. für die Union tätig war, stutzig gemacht. Was hat Geonoj im Endeffekt tatsächlich davon? Was soll ihm die Union versprochen haben, dass er mit ihnen gemeinsame Sache macht?

    Es gab auch Indianer, die ihre Stämme verraten haben und in die Uniformen ihrer Eroberer geschlüpft sind. Für einige Vorteile und aus dem Wissen heraus, dass sie auf der Verliererseite stehen als Volk.

  • Bei Folter bin ich immer nicht sicher. Ich weiß nicht, ob ich irgendeine Art von Folter aushalten würde und wer es nicht erlebt hat, kann es auch nicht einschätzen. Es besteht also theoretisch die Möglichkeit, dass er die Folter nicht aushält. Schließlich ist auch ein Kerl nur ein Mensch.

    Jeder redet unter Folter, der eine früher, der andere später. Aber Schmerzen hält kein Mensch auf Dauer aus.

  • An High Noon musste ich auch denken - und dann entzaubert West es, in dem er darauf hinweist, dass der Kampf eigentlich um 11 Uhr stattfinden würde :totlach:

    Jaaa, die Szene fand ich auch klasse!

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • so, da ich etwas hinterher hinke ist fast alles bereits gesagt was mir auf der Zunge/Tastatur lag, aber ich muss sagen eine gute Geschichte. Ich hätte anfangs nicht gedacht, das das Buch nicht bis zum Angriff auf Ariana kommt, aber es fehlte nichts dazwischen. Und der erneute Selbstfindungsprozess der Peko der nun begonnen hat, zu mindest bei den anwesenden Stämmen, ist sehr spannend. Ich bin gespannt ob sie der Konföderation noch zu Hilfe eilen. Dieser Band war wieder mehr Western, u d obwohl ich eigentlich mehr in der sf zu Hause bin hat mir nichts gefehlt. Mal sehen wann ich die anderen beiden Romane einschieben kann, auf die bin ich jetzt nämlich schon mehr als nur ein bischen gespannt, aber eigentlich ist mein Leseplan bis dez voll. Vll hilft es als Hörbuch bei der Küchenarbeit einzuschieben ;)

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Es besteht also theoretisch die Möglichkeit, dass er die Folter nicht aushält. Schließlich ist auch ein Kerl nur ein Mensch.

    Das ist natürlich richtig. Sicher sein kann sich die Konföderation nicht. Andererseits ist Langdon seit 40 Jahren Space Marshall im Rand. Der hat seinen Teil an körperlichen Schmerzen (Stichwunden, Schusswunden, Schlägereien) erlebt. Das dürfte ihn zumindest etwas resistenter gegen gewaltsame Befragung machen als uns Wohlfühlmenschen in ihrem geschützten Leben (für das ich extrem dankbar bin!).

    Wir haben auch hier erst im Imago-Projekt von Robert Corvus sehr intensiv zu dieser Frage diskutiert und ich finde, dass ist einewirkliche SF Frage, die immer drängender wird.

    Und extrem schwierig zu beantworten ist. Weil da auch viel Angst mitschwingt. Theoretisch sind Computer den Menschen halt in vielen Dingen extrem überlegen. Welche Gefahren daraus erwachsen können, kennt man aus zahlreichen Paranoia-SFs von "Terminator" bis "Matrix".

    Jeder redet unter Folter, der eine früher, der andere später. Aber Schmerzen hält kein Mensch auf Dauer aus.

    Die "Gefahr" für den Folterer besteht allerdings darin, dass der Gefolterte nach einer bestimmten Menge Schmerz nicht mehr klar denken kann und daher nur noch Unsinn redet. Oder alles mögliche, egal wie wahr oder nicht, damit es nur aufhört. Oder dass der Körper schlichtweg unter der Belastung stirbt. Weswegen Folter als Mittel der zuverlässigen Informationsbeschaffung ja extrem umstritten ist.

  • s hieß: Jetzt oder nie. ;) Tatsächlich habe ich mit meinem Redakteur darüber eine ganze Weile diskutiert, ob wir uns den Kuss leisten oder nicht. Es sollte nicht zu erzwungen wirken, zumal John ja eben erst mit Kelly rumgeknutscht hatte. Aber sie einfach so auseinander gehen zu lassen, wäre auch schade gewesen, denn irgendetwas war da schon über die ganze gemeinsame Zeit, und dem wollte ich auch irgendwie Rechnung zollen. Ich betrachte den Moment als spontane Abschiedsaktion, als ein "Wir wissen, es kann niemals mehr werden, aber das darf noch sein". Zumal es eine schöne Szene ist, wenn man bedenkt, wie sehr John die Peko am Anfang seiner Romane-Karriere verachtet/hasst. Sekoya hat ihn in der Hinsicht echt verändert.

    Ich bin ehrlich, ich hätte den Kuss nicht gebraucht. Dass John ein Kerl ist, auf den die Frauen fliegen, ist mir schon klar. Und dass das Ding mit Kelly noch nicht in trockenen Tüchern, okay. Aber mir hat die Freundschaft mit Sekoya auch ohne solche Liebes-Zwischentöne gut gefallen. Ich bin auch kein Fan dieser ständigen Dreier-Konstellationen und unentschlossenen Männern. ^^ Dass John nicht nein sagen konnte, kann ich verstehen. An Kellys Stelle fände ich das Ganze schon etwas doof.

  • Am Ende übernimmt Sekoya den Posten ihres Bruder. Die Mission war wirklich nicht gut. John und seine Crew verlieren Sekoya und gewinnen die Peko noch nicht mal als Verbündete. Im Endeffekt hat man also auf ganzer Linie nur verloren. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass die Peko sich vielleicht noch als Ass im Ärmel entpuppen und dem ganzen Krieg eine Wendung geben könnten, mit der keiner rechnet. Ich gebe das noch nicht auf!

    Ich habe es gar nicht so negativ gesehen. Für Sekoya finde ich es durchaus gut, dass sie zu ihrem Volk zurückkehrt. Das Leben auf dem Schiff wäre immer eines gewesen ohne Familie und womöglich mit Kelly und John als Liebespaar vor Augen. Auch nicht so prickelnd. Und ich denke auch nicht, dass man diese Raumfrachter-Sache sein Leben lang machen sollte. Irgendwann sollte man sesshaft werden. Ja, ich weiß, ich bin spießig. :totlach:

  • Sehr gut hat mir auch gefallen, dass Mary Jane als guter Geist des Schiffes bezeichnet wird. Sie ist zwar "nur" eine KI, aber ist eher ein vollwertiges Crewmitglied.

    Das empfinde ich ganz genauso und den anderen scheint es ebenso zu gehen, sonst hätte sie nicht eine Holoprojektion für sie gekauft und neu eingebaut. Besonders gemerkt hat man es aber an John, als er sich erfolgreich eingeredet hat, dass Mary-Jane sie schon retten wird. :D

    Ich frage mich ja, wer die KI programmiert hat. Derjenige muss doch auch diese positiven Eigenschaften oder deren Erlernen einprogrammiert haben. Funktionierne andere KIs anders? Ist das nicht ein Grundmerkmal dieser Einheiten?

  • Genau deswegen hat mich der Verdacht, dass Geonoj evtl. für die Union tätig war, stutzig gemacht. Was hat Geonoj im Endeffekt tatsächlich davon? Was soll ihm die Union versprochen haben, dass er mit ihnen gemeinsame Sache macht?

    Mir ist der Verdacht gar nicht gekommen, dass Geonoj mit der Union zusammen arbeiten könnte. Auf mich hat er eher wie jemand gewirkt, der nach Macht giert und dabei über Leichen geht. Da bei den Peko die Erbfolge gilt, hat er keine Chance, selber Konya zu werden, aber er hat Sekoyas Bruder (habe gerade den Namen nicht mehr parat) unter Kontrolle und kann ihn nach seinem Willen manipulieren.

    Ich hatte ihn auch eher so gesehen, dass er ein machtlüsterner Kerl ist, der alles dafür tut.

  • Und ich denke auch nicht, dass man diese Raumfrachter-Sache sein Leben lang machen sollte. Irgendwann sollte man sesshaft werden.

    Ein echter Seebär, ein echter Trucker und ein echter Raumpilot sind nur unterwegs zuhause. An einem Ort fällt ihnen die Decke auf den Kopf. Ich kann das schon verstehen. Ich bin zwar auch ein eher sesshafter Mensch, aber in einem anderen Leben wäre ich auch gern mit einem Schiff um den halben Globus gefahren. (Als Trucker sehe ich mich dagegen eher nicht. ;) )

  • Und ich denke auch nicht, dass man diese Raumfrachter-Sache sein Leben lang machen sollte. Irgendwann sollte man sesshaft werden.

    Ein echter Seebär, ein echter Trucker und ein echter Raumpilot sind nur unterwegs zuhause. An einem Ort fällt ihnen die Decke auf den Kopf. Ich kann das schon verstehen. Ich bin zwar auch ein eher sesshafter Mensch, aber in einem anderen Leben wäre ich auch gern mit einem Schiff um den halben Globus gefahren. (Als Trucker sehe ich mich dagegen eher nicht. ;) )

    okay, das ist vielleicht auch was M;)ännliches.

  • Ich habe es gar nicht so negativ gesehen. Für Sekoya finde ich es durchaus gut, dass sie zu ihrem Volk zurückkehrt. Das Leben auf dem Schiff wäre immer eines gewesen ohne Familie und womöglich mit Kelly und John als Liebespaar vor Augen. Auch nicht so prickelnd. Und ich denke auch nicht, dass man diese Raumfrachter-Sache sein Leben lang machen sollte. Irgendwann sollte man sesshaft werden. Ja, ich weiß, ich bin spießig. :totlach:

    Spießig bis du nicht. Heimat ist eben Heimat. Sekoya wäre auf der Mary Jane immer die Fremde geblieben, weniger aus Sicht der Crew, sondern eher für die anderen Menschen, denen sie auf den Fahrten begegnen werden. Und da wird sie bestimmt nicht immer freundlich empfangen.

  • Sekoya wäre auf der Mary Jane immer die Fremde geblieben, weniger aus Sicht der Crew, sondern eher für die anderen Menschen, denen sie auf den Fahrten begegnen werden.

    Nun ja, Außenseiter sind sie ja alle auf ihre Weise. Der riesige, dunkelhäutige Piccoli wird sicher genauso angestarrt im Saloon. Der Hippie-Nerd Aleandro auch. Aber natürlich sind Peko in gewissen Ecken des Weltraums nochmal eine spezielle Angelegenheit.

  • okay, das ist vielleicht auch was M ;) ännliches.

    Oha, sind wir da etwa mit Vorurteilen behaftet? Reisen und Familie vereinbart sich schlecht, weil Kinder ein geregeltes Leben vorziehen, aber ich denke es gibt inzwischen viele Frauen, die gerne reisen und auch Truckerfahrerinnen, die auf ihrem Truck zuhause sind. Also ist es eher etwas, wofür sich ein Mensch entscheidet unabhängig davon ob Mann oder Frau. Zumindest in den Ländern, in denen Frauen schon möglich ist so zu leben.