12 - Buch 6 ab Kapitel 7 (ab Track44)

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  • Von Liebe war natürlich keine Rede. Aber Kelly hat das ausgereicht, was er geben konnte. Sie kennt ihn halt und weiß, dass sie wohl nicht mehr bekommen wird im Augenblick.

    Das dachte ich auch, sie kennt den Kerl inzwischen ziemlich gut und weiß, dass das, was er ihr sagte, schon sehr sehr viel für ihn ist :totlach:


    Vor allem wenn man dann noch weiß, dass genau so "Höllenflug nach Heaven's Gate" anfängt. :totlach:

    Das dachte ich auch - wie war das doch gleich nochmal? "Zwölf Uhr mittags! Warum muss es immer zwölf Uhr mittags sein!" :totlach:

  • Darum kann John auch das benötigte Werkzeug aus dem Flug fischen nachdem er die Reparatur übernehmen muss, es gibt einfach keine Luft (oder andere Teilchen) die durch Reibung nicht angetriebene Körper verlangsamen.

    Genau so. :) Die Hauptgefahr geht da wirklich von herumfliegenden Splittern aus, die bei explodierenden Raumschiffen überall ringsum entstehen.

  • Im freien Flug rauszugehen hmm Geschwindigkeit ist relativ oder? Ich denke das ist machbar, da ja kein Wind/Luftwiderstand ist oder? Was sagen die Physiker? Außerdem war die Reparatur wohl wichtig, wenn ich das richtig verstanden habe und in dieser Schlacht dürfte zurückziehen auch nicht einfach sein.

    Geschwindigkeiten sind im All fast immer nur in Relationen wichtig. Was mit der Gleichen Geschwindigkeit nebeneinander fliegt ist zueinander scheinbar bewegungslos, genau wie einer der im Anzug raus geht, der hat die gleiche Geschwindigkeit wie das Schiff und nur wenn sich das ändert wird es problematisch. Sachen driften nur auseinander wenn sie verschiedene Geschwindigkeiten oder Richtungsvektoren haben. Darum kann John auch das benötigte Werkzeug aus dem Flug fischen nachdem er die Reparatur übernehmen muss, es gibt einfach keine Luft (oder andere Teilchen) die durch Reibung nicht angetriebene Körper verlangsamen.

    Fenlinka

    Danke, da lag ich ja nicht falsch.

  • Dass Calamity Kate und Aleandro sterben mussten, ist wirklich sehr traurig. Calamity ist in bester Heldenmanier gestorben, und Aleandro hatte einfach Pech gehabt. Auch wenn keiner direkt auf einen schießt ist der Weltraum doch ein sehr gefährlicher Ort. Die Szene mit der Beerdigung finde ich sehr gut gelungen. Es ist einfach toll, dass alle Frontiersmen ihren gefallenen Kollegen die letzte Ehre erweisen.

    Ich fand auch den Tod des Guitarman traurig. Ich mochte, wie der Sprecher ihn gesprochen hat. So richtig Howdy-mäßig. Und seine Manipulation am Raumschiff hat er ja nur begangen, weil seine Partnerin als Druckmittel benutzt wurde. Und am Ende hat er doch geholfen und für die gute Sache sein Leben gelassen. Er hatte verdient, dass man ihn nicht einfach ohne Begräbnis ist All fliegen lässt.

  • Ich mochte, wie der Sprecher ihn gesprochen hat. So richtig Howdy-mäßig.

    Das hat mir auch gut gefallen.


    Er hatte verdient, dass man ihn nicht einfach ohne Begräbnis ist All fliegen lässt.

    Das stimme ich dir ebenfalls zu: er hat es nicht aus Gier oder anderen niedrigen Beweggründen getan, sondern aus Liebe und Verzweiflung.

  • Auch hier kommt wieder das Persönliche nicht zu kurz. Kelly spricht sich endlich mit John aus, ich hoffe, wir werden in weiteren Staffeln sehen, wie sich die Beziehung weiter entwickelt. ;)

    Ich kann auch gut nachvollziehen, dass John keine Lust hat, mit den anderen zu feiern. Es wäre mir irgendwie nicht richtig erschienen, wenn er in der Bar geblieben wäre.

    Manchmal finde ich John überraschend empfindsam. So eine Feier anlässlich der Toten finde ich auch gewöhnungsbedürftig. Ist aber ähnlich wie Leichenschmaus. Ich war schon auf welchen, die richtig lustig wurden, weil man über den Verstorbenen und seinen Witz und Charme geredet hat. Unter dem Gesichtspunkt wäre so eine Feier schon okay für mich.

  • Ich hatte da dieses Bild im Kopf: John sitzt in einem Klappstuhl am Rand einer Klippe, ein Glas Whiskey in der Hand und starrt in die Ferne (vielleicht den Sonnenuntergang). Hinter ihm ragt das Wrack der abgestürzten Mary-Jane auf. Alle Freunde sind fort. Kelly und Aleandro kamen im Kampf um, die Mary-Jane ist abgestürzt. Danach hat John zutiefst erschüttert die Crew aufgelöst. Hobie ist mit Rita gegangen, Piccoli zurück nach Higgins' Moon. Nur John ist geblieben, weil er Mary-Jane nicht verlassen will. In dem Zustand finden ihn die Cutters. Jason Cutter hält John den Revolver an den Kopf. Aber er tötet ihn nicht. "Warum drückst du nicht ab?", fragt John dumpf. "Das muss ich nicht", sagt Cutter. "Du bist ja schon tot." - Ende

    Auch nicht schlecht, finde ich. Also ich hatte ja schon befürchtet, dass Kelly nicht überlebt. Weil das dramaturgisch stark wäre und weil man dann in der nächsten Serie eine neue Frauenfigur oder Sekoja hätte ausbauen können. Gibt es in solchen Serien ja öfter, dass die Frauenfiguren verschwinden müssen. ;)

  • Mit dem Eintreffen von Sekoyas Schiffen hat sich eine unserer größten Hoffnungen doch noch erfüllt und dank der Peko kommt es dann sogar ganz schnell zu einem Ende des ganzen Krieges. Damit hatte ich echt nicht gerechnet, nachdem der Präsident der Kernwelten zuvor nicht mal auf die Kapitulation eingegangen ist, sondern die Vernichtung der Konföderation wollte.

    Ich fand es schön, dass wir Sekoya nochmals begegnet sind, auch, dass sie zu Aleandros Bestattung gekommen ist; hier wird nochmal deutlich, wieviel ihr die gemeinsame Zeit mit der Crew der Mary-Jane bedeutet.

    Gibt ja nicht so viele Frauenfiguren in der Geschichte. Und nachdem Kellys Mutter und Clamiti Kate tot sind, ist Sekoya mir sehr willkommen und es unterstreicht nochmal ihre Wichtigkeit für die Crew.

  • So eine Feier anlässlich der Toten finde ich auch gewöhnungsbedürftig. Ist aber ähnlich wie Leichenschmaus. Ich war schon auf welchen, die richtig lustig wurden, weil man über den Verstorbenen und seinen Witz und Charme geredet hat. Unter dem Gesichtspunkt wäre so eine Feier schon okay für mich.

    Wenn ich jetzt sage ich "mag" solche Feiern, klingt das komisch, aber ich finde sie dennoch wichtig. Man gedenkt dem Verstorbenen und ehrt ihn auf eine Weise und kann zudem Abschied nehmen. Bisher kam es bei mir sehr darauf an, wie die Feier war. Bei meinem Opa war die Stimmung sehr gelassen (auch wenn ich durch Kommilitonen lernen musste, dass 72 nicht alt ist. Da es mein Opa war, war es für mich wohl alt 8o ), bei meinem Onkel, der noch nicht mal 50 wurde, war die Stimmung wesentlich gedrückter oder gar bei meinem Cousin, der noch viel jünger war. Also es kommt wohl auch immer auf die Lebens- und auch Todesumstände an.

    Aleandro war jetzt wirklich sehr jung, bei ihm stelle ich mir die Stimmung auch eher gedrückt vor. Aber umso wichtiger ist es ja, dass alle die Gelegenheit haben, sich zu verabschieden. Das kann in der Trauerverarbeitung nur helfen. Außerdem finde ich es auch irgendwie schön, dass nochmal alle nahestehenden Menschen zusammen kommen. Sich einen Tag Zeit nehmen. So weiß man doch, dass jeder Mensch Spuren hinterlässt. Hach, Aleandro ... Er bleibt auf jeden Fall mein heimlicher Held dieser Reihe, alleine schon wegen des "Cap"s. <3

  • Ist aber ähnlich wie Leichenschmaus. Ich war schon auf welchen, die richtig lustig wurden, weil man über den Verstorbenen und seinen Witz und Charme geredet hat. Unter dem Gesichtspunkt wäre so eine Feier schon okay für mich.

    Man muss auch einfach mal Dampf ablassen nach dem Stress des Kampfes. Klar, der Toten gedenken. Aber auch das Leben feiern. Ich halte das nach großen (und erfolgreichen) Kämpfen für ziemlich normal. Klar, wenn man einen engen Freund im Kampf verloren hat, ist das eine bittersüße Sache. Aber ich denke, schon allein aus Angst, in Seelenleid zu versinken, feiern Soldaten, Krieger, Frontiersmen lieber etwas lauter und mit mehr Alkohol.

    Gibt es in solchen Serien ja öfter, dass die Frauenfiguren verschwinden müssen.

    Eben darum habe ich es nicht gemacht. Weil es so typisch gewesen wäre. Liebe geklärt. Zack. Tot.

  • Aleandro war jetzt wirklich sehr jung, bei ihm stelle ich mir die Stimmung auch eher gedrückt vor.

    Auf so einer Feier war ich leider auch schon. Mein Trauzeuge starb mit 40. Hinterließ auch zwei kleine Kinder. Sehr traurig.


    Vielleicht hat John ja gestört, dass hier zwei Sachen vermischt werden. Also eine Trauerfeier für die Freunde und eine Freudensfeier für den Sieg. Die Siegesfeier kann man auch später noch feiern. Und ja, natürlich feiert man da auch sein eigenes Überleben. Aber dass er erst mal der Toten gedenken möchte, finde ich nachvollziehbar.

  • Aleandro war jetzt wirklich sehr jung, bei ihm stelle ich mir die Stimmung auch eher gedrückt vor.


    Vielleicht hat John ja gestört, dass hier zwei Sachen vermischt werden. Also eine Trauerfeier für die Freunde und eine Freudensfeier für den Sieg. Die Siegesfeier kann man auch später noch feiern. Und ja, natürlich feiert man da auch sein eigenes Überleben. Aber dass er erst mal der Toten gedenken möchte, finde ich nachvollziehbar.

    Es hängt wohl hauptsächlich vom Alter ab. Je jünger und deshalb unerwarteter der Tod kommt, desto schwieriger ist es für die Familie und Freunde. Und bei Aleandro hat nun wirklich keiner mit einem baldigen Tod gerechnet.

  • Es hängt wohl hauptsächlich vom Alter ab. Je jünger und deshalb unerwarteter der Tod kommt, desto schwieriger ist es für die Familie und Freunde. Und bei Aleandro hat nun wirklich keiner mit einem baldigen Tod gerechnet.

    Also im Krieg muss man immer mit dem Tod rechnen, da ist das Alter nicht wirklich entscheidend. Bei der Arbeit der Frontiersman ist es wohl auch eine Sache wo der Tod mitfährt in jedem Alter.