03 - Buch 2 bis Kapitel 6 (bis Track 43)

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  • Avila

    Hat den Titel des Themas von „03 - Buch 2 bis Kapitel 6“ zu „03 - Buch 2 bis Kapitel 6 (bis Track 43)“ geändert.
  • Jetzt wird es noch spannender, wir steuern auf den Bürgerkrieg zu!


    Geht es nur mir so, oder bekommen noch andere Zweifel an der Person West? Ist er tatsächlich nur ein Idealist, der seine Ideale durchsetzen möchte? Oder zieht er geschickt im Hintergrund die Fäden, lässt die Gouverneure und Kolonisten die ganze gefährliche Arbeit machen und stellt sich hinterher als großer Gönner dar? Vielleicht mit dem Hintergedanken eines bedeutenden Postens in der neuen Regierung? Denn von einer friedlichen Revolte kann nach der Kundgebung von Earl Jennings nicht mehr die Rede sein.


    Auf jeden Fall wird es jetzt richtig gefährlich für Donovan und seine Crew. Er schafft sich immer mehr Feinde, die hinter ihm her sind. Ich denke, er hat Pearce ganz schön unterschätzt. Sie lässt nicht mehr locker.

  • Hmmm, wie sagte John an einer stelle so schön, jetzt gab es kein zurück mehr, für keinen von Ihnen.

    Der zweite Band gefällt mir, auch wenn er nicht an den Cliffhanger sondern an die Haupthandlung anschliesst ;)

    Ich glaube John wird hier noch ne Menge zu tun bekommen, und zwar sowohl mit der Bedrohung von aussen wie auch mit Unruhen innerhalb des Konvois. Pierce scheint definitiv angebissen zu haben und ihn alleine stellen zu wollen, aber das dürfte sich schnell ändern, sobald sie raus findet was auf den Frachtern geladen ist. Schön fand ich da ihre Beschreibung vom äußeren. Da scheint sogar eine Ahnung ihrer Motivation durch. Von ihr hab ich ein wesentlich besseres Kopfkino als von den Hauptdarstellern. Vielleicht hätte ich vorher die anderen Bücher inhalieren sollen ;)

    Wärend der erste Band mich mehr an Firefly erinnerte hat dieser hier mehr von Galaktika, eine gejagte Flotte eben :)

    Oute ich mich wenn ich zugebe da noch das Orginal zu kennen ;)

    Wie dem auch sei, es macht Spass das Buch zu hören, auch wenn das für mich für eine Leserunde immer noch ungewohnt ist.

    Aktuell warte ich auf den Knall der sicher noch kommt. Die Frage ist nur von welcher Seite, Unionsmilitär, Badlands oder von innen.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Denn von einer friedlichen Revolte kann nach der Kundgebung von Earl Jennings nicht mehr die Rede sein.

    Ich misstraue allen Politikern, vor allem, wenn es um Machtkämpfe geht. Leider kenne ich zurzeit niemanden, bei dem es nicht darum geht. Solche sind in der Geschichte der Erde wirklich wenige gewesen.

    Eine Revolte, wie soll die denn Erfolg haben ohne Bürgerkrieg? Entweder man schafft es mit demokratischen Mitteln, was sehr schlecht ist, wenn eben die Demokratie von den Leuten bestimmt wird, die die ökonomischen Interessen ihrer Firmen vertreten werden. Wie soll man da Gesetze durchbringen, die den Profit minimieren. Es geht ja noch nicht mal wenn nachgewiesen wird, dass Menschen, die gern arbeiten, viel produktiver sind. Bei dem, was West da anschürt ist Bürgerkrieg eingeplant. So sehe ich das. Wenn er ehrlich wäre, würde er das auch so sagen.


    Der Käptn kommt mir vor wie Kirk, der ja auch ein Cowboy war. Die Frau so zu reizen wird sich noch rächen. Allerdings frage ich mich, auf welcher Seite sie im Ernstfall steht? Könnte sein, dass sie ganz anders reagiert als Donovan denkt.


    Ich frage mich allerdings, warum die ganze Problematik der Strecke und was da passieren kann nicht mit allen Kapitänen besprochen wurde. Schließlich müssen doch alle wissen, was Fakt ist. Da wird gesagt, es gäbe kein zurück, aber wenn es in die Badlands geht wird schließlich alles noch mal in Frage gestellt. Bei so einem großen Konvoi hätte ich immer Angst vor Verrätern, Bin gespannt, ob es ohne abgeht.

  • Ich frage mich allerdings, warum die ganze Problematik der Strecke und was da passieren kann nicht mit allen Kapitänen besprochen wurde.

    Na ja, manchmal ist es besser, nicht zu Beginn gleich alle Gefahren eines Wegs zu verraten, wenn es ein notwendiger Weg ist (und dieser Konvoi muss ja sein Ziel erreichen, um praktisch jeden Preis). Je mehr Zeit die Leute haben, sich Sorgen zu machen, desto weniger ziehen sie mit. Und bei Flügen von Transitfeld zu Transitfeld hat man viel Zeit, sich Sorgen zu machen!

  • Da hat Donovan dann aber Glück, dass er Zeit hat, an dem Punkt mit den Leuten zu diskutieren. Ich finde es immer besser gleich zu sagen was auf einen zukommt. So eine Diskussion kostet Zeit und Energie, die im Ernstfall für anders gebraucht wird.

  • Da hat Donovan dann aber Glück, dass er Zeit hat, an dem Punkt mit den Leuten zu diskutieren.

    So eine richtige Diskussion ist es ja auch eigentlich gar nicht. John ist der Konvoiführer. Er sagt, was Sache ist. Und keiner der Aufständischen will ins Arbeitslager oder hingerichtet werden. Vielleicht hätte John tatsächlich vorher mehr mit den Leuten reden sollen. Aber er ist einfach nicht der Typ dafür. Der macht keinen Stuhlkreis - außer mit seiner Mannschaft und das auch eher, um den Bordfrieden zu erhalten. Der entscheidet, geht los und schaut, wer ihm folgt. ;)

  • Aber er ist einfach nicht der Typ dafür. Der macht keinen Stuhlkreis - außer mit seiner Mannschaft und das auch eher, um den Bordfrieden zu erhalten. Der entscheidet, geht los und schaut, wer ihm folgt. ;)

    So habe ich John auch eingeschätzt. Ihm ist die Meinung der eigenen Crew wichtig, wovon er dann seine Entscheidungen abhängig macht, aber die anderen müssen sich seinen Entscheidungen beugen. Die anderen Kapitäne haben ja keine großartige Erfahrung im All. Wenn John sich dann anderen Vorschlägen beugen würde, die er nicht gut heißen kann, würde das schnell in eine Katastrophe münden.

  • Wenn John sich dann anderen Vorschlägen beugen würde, die er nicht gut heißen kann, würde das schnell in eine Katastrophe münden.

    Außerdem herrscht in der Weltraumfahrt ganz selten Demokratie. ;) Einer ist der Kommandant, der muss die Verantwortung tragen und die Entscheidungen treffen. Hier fällt dies John als Konvoiführer zu, denn tatsächlich haben die Arbeiter in den Schiffen ja nur wenig bis gar keine Erfahrung (siehe erster Fehlsprung).

  • -ja, aber sie haben Angst und wenn da nicht alles geklärt ist, ist die Gefahr eines Verrats eben doch höher. Es scheint, dass die Piraten schneller töten als gefangen nehmen und Menschen hängen nun mal am Leben. Sicher, es gibt auf Schiffen einen Kapitän, das sage ich auch denen immer, die meinen in Star Trek herrsche das Militär. Es muss eine Rangordnung geben, weil man eben nicht immer ewig diskutieren kann und Entscheidungen mit Verantwortung verbunden sind. Das sehe ich ein, aber den Leuten erklären, warum sie diese Route nehmen müssen und sie auf diese einschwören, das ist was anders.

  • Geht es nur mir so, oder bekommen noch andere Zweifel an der Person West?

    West ist mir bisher noch zu unsichtbar, als dass ich ihn irgendwie einschätzen könnte. Aber ich habe mich auf jeden Fall auch schon gefragt,welchen Plan er verfolgt. Dass er in irgendeiner Weise uneigennützig oder nicht durchdacht verhält, das habe ich zu keinem Moment geglaubt.



    So eine richtige Diskussion ist es ja auch eigentlich gar nicht. John ist der Konvoiführer. Er sagt, was Sache ist. Und keiner der Aufständischen will ins Arbeitslager oder hingerichtet werden. Vielleicht hätte John tatsächlich vorher mehr mit den Leuten reden sollen.

    Also ich habe es eher weniger von oben herab empfunden. Er sagt zwar, wo es lang geht, aber er hat dafür auch das meiste Wissen und ist somit der kompetenteste Mann für die Aufgabe. Dennoch nimmt er sich die Zeit und trifft sich mit den anderen, um sich ihre Sorgen anzuhören. Er hätte die Aufgabe auch Rita überlassen können. Also von daher habe ich schon das Gefühl, dass er die Leute ernst nimmt und er selbst war anfangs auch nicht begeistert durch die Badlands zu fahren. Im Endeffekt haben sie die gleichen Sorgen wie er auch. Was mich eher gewundert hat, dass die das vorher wirklich nicht als Option bedacht haben. Kennen sie sich nicht gut im All aus oder waren sie einfach blauäugig?



    Die neue Mission gefällt mir. Ein risikoreicher Transport, der der guten Sache dient. Der Bürgerkrieg ist nämlich - wie angekündigt - voll im Gange. John hat sich mit Pearce wirklich keine Freundin gemacht. Ich muss sagen, dass es bei diesem Konflikt als Leserin für mich Kelly wirklich braucht, die den arroganten Macho John ein wenig zurechtstutzt. Ansonsten wäre mir das ein wenig zu viel Testosteron gewesen. ;)


    Der Bürgerkrieg gefällt mir als Hauptthema. Die Randbezirke scheinen wirklich abgeschnitten zu sein, dass es dann früher oder später zu Revolten kommt, verwundert kaum. Ein wenig ähnlich (nur noch nicht ganz so extrem) ist es in Deutschland ja auch mit den östlichen Bundesländern. Die Crew scheint sich im großen Teil einig zu sein und unterstützen die "Bewegung" gerne. Hobie zweifelt ein wenig. Warum? Ich frage mich ja, ob da ein wenig auch sein Alter mitschwingt. Die anderen wirken wesentlich jünger und da ist man vielleicht noch risikofreudiger.


    Lieber Bernd, vielleicht hast du das mit dem Transit schon mal erklärt, aber kannst du es mir nochmal erklären? Wie kann ich mir das vorstellen? Was bedeutet das überhaupt? Muss man da in einer andere Galaxie oder Planetensystem springen? Und wenn man das getan hat - wie sieht dann der Verfolger (in unserem Falle Pearce) wohin man verschwunden ist?

  • -ja, aber sie haben Angst und wenn da nicht alles geklärt ist, ist die Gefahr eines Verrats eben doch höher.


    Das sehe ich ein, aber den Leuten erklären, warum sie diese Route nehmen müssen und sie auf diese einschwören, das ist was anders.

    Das ist eine Gratwanderung. Wieviel Zeit kann man sich für Erklärungen nehmen, und wann muss man einfach einen Befehl geben? Das ist eine Entscheidung, die nicht immer leicht ist und zu Fehlern führen kann.

  • Was mich eher gewundert hat, dass die das vorher wirklich nicht als Option bedacht haben. Kennen sie sich nicht gut im All aus oder waren sie einfach blauäugig?


    Ich muss sagen, dass es bei diesem Konflikt als Leserin für mich Kelly wirklich braucht, die den arroganten Macho John ein wenig zurechtstutzt. Ansonsten wäre mir das ein wenig zu viel Testosteron gewesen. ;)

    Ich denke, als einfache Kolonisten und Arbeiter kommt man nicht weit im Weltraum herum und hat dementsprechend auch keine Erfahrungen.


    Mit Kelly stimme ich Dir vollkommen zu. Sie ist ein guter Gegenpol zu dem draufgängerischen John.

  • Ich finde grade bei dieser Gratwanderung hat man gut gesehen das John auch nicht der erfahrenste Menschenführer ist, was ich sehr sympatisch fand.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Lieber Bernd, vielleicht hast du das mit dem Transit schon mal erklärt, aber kannst du es mir nochmal erklären? Wie kann ich mir das vorstellen? Was bedeutet das überhaupt? Muss man da in einer andere Galaxie oder Planetensystem springen? Und wenn man das getan hat - wie sieht dann der Verfolger (in unserem Falle Pearce) wohin man verschwunden ist?

    Siehe ganz unten hier: "01 - Buch 1 bis Kapitel 6 (bis Track 43)" Da habe ich das Konzept nochmal ausführlich erklärt. Gesprungen wird nur von Sonnensystem zu Sonnensystem. Und die Zielpunkte sind fix. Darum haben die Transitfelder auch immer den Namen des Zielsystems, nie der Sonne, um die sie liegen. Beispielsweise gibt es im Blue-Junction-System 7 Transitfelder (weil die Sonne so groß ist), darunter beispielsweise das Coronado-Transitfeld, das Arilon-Transitfeld und das Brycefield-Transitfeld. Im Coronado-, Arilon- und Brycefield-System heißen die Gegenstücke entsprechend alle Blue-Junction-Transitfeld. (Ein Blick auf die Galaxiskarte hilft beim räumlichen Einordnen: https://www.bernd-perplies.de/…emkarte_web_erweitert.jpg)

  • Also wenn man ein Transitfeld benutzt, weiß der Verfolger auf jeden Fall, wo sie heraus gekommen sind, richtig? Man kann immer nur an einem Ort herauskommen? Gibt es einen geregelten Sprungablauf? Kann es passieren, dass man mit einem anderen Schiff zusammenstößt, wenn es andersherum gleichzeitig springt?


    Ach ja,die Karte. Die verwirrt mich, weil sie zweidimensional und nicht dreidimensional ist. So wirklich kann mir das damit auch nicht vorstellen. rotwerd Aber ich denke, so langsam verstehe ich das Prinzip dahinter. Und entschuldige, dass ich nochmal nachgefragt habe. Bei all den technischen Sachen hier, kann ich das nicht immer zuordnen. Ich bin wirklich ein absoluter Neuling im SF-Bereich. ;)

  • Also wenn man ein Transitfeld benutzt, weiß der Verfolger auf jeden Fall, wo sie heraus gekommen sind, richtig?

    Ja.

    Man kann immer nur an einem Ort herauskommen?

    Das wird gemeinhin gehofft. Fehltransits mit stabilen "weißen Würmern" sind extrem selten, aber es sind schon Schiffe im Nirgendwo verschwunden.

    Gibt es einen geregelten Sprungablauf?

    Im Sinne von: Gibt es einen technisch festgelegten Ablauf? Ja. Im Sinne von: Gibt es Verkehrsregeln? Jain. Es kann ja immer nur ein Schiff oder ein Schiffsverband mit einem "weißen Wurm" reisen, der zwischen zwei Systemen hin- und herspringt (wobei mehrere Energiefilamente zu einem Transitfeld gehören könnten). Bestensfalls gibt es also eine Transit-Warteschleife. (First come, first serve.) Mehr aber auch nicht.

    Kann es passieren, dass man mit einem anderen Schiff zusammenstößt, wenn es andersherum gleichzeitig springt?

    Nein, da genau genommen immer nur ein Schiff bzw. ein Schiffsverband mit dem hin und her zuckenden Exo-Energiefilament unterwegs sein kein. Allerding kann theoretisch ein Schiff zu nah an einem wartenden Schiff am Zielort auftauchen. Dann gäbe es zwar keinen Crash, aber das wartende Schiff würde vermutlich von der eintreffenden Energie weggeschleudert, wie wenn man ungewollt vom Blitz getroffen wird. Doch der Weltraum ist groß. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering.

    Die verwirrt mich, weil sie zweidimensional und nicht dreidimensional ist.

    Das verwirrt nun mich. :) Die Karte ist doch ganz einfach. Jeder Punkt ist ein Sternensystem, jeder Strich eine Flugroute zwischen diesen. Genau wie eine Straßenkarte mit Städten und Autobahnen.

  • Das verwirrt nun mich. :) Die Karte ist doch ganz einfach. Jeder Punkt ist ein Sternensystem, jeder Strich eine Flugroute zwischen diesen. Genau wie eine Straßenkarte mit Städten und Autobahnen.

    Also erstmal danke für all deine Antworten - auch wenn die Fragen dazu noch so mühselig sind. ;)

    Aber können die Sternensysteme nicht auch so über- oder untereinander liegen. Also wir reden ja von einem Raum, das ist ja nicht so flach wie eine Scheibe (oder wenn wir bei der Erde und den Straßenkarten bleiben wollen: es ist ja kein endliches System wie die Erde, sondern unendlich, oder?) Und da dachte ich, dass halt auch mal was drunter oder drüber sein kann, also sich im gewissenmaße zweidimensional überschneiden kann, auch wenn es sich dreidimensional nicht überschneidet, obwohl das bei einer Vogelperspektive so wäre. Ähnlich wie bei einem Hochhaus mit mehreren Stockwerken. Denke ich zu kompliziert?