05 - Buch 3 bis Kapitel 6 (bis Track 43)

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  • Das Buch nimmt immer mehr Fahrt auf! Tut mir leid, lieber Bernd, aber ich kann die einzelnen Bände wirklich nicht mehr als einzelne Bücher ansehen. Für mich ist es ein einziges Werk, dass in sechs Abschnitte aufgeteilt ist.


    Etwas Kopfzerbrechen hat mir die Befreiungsaktion am Anfang bereitet. War es nötig, die zum Tode verurteilten zu retten und dabei zu riskieren, dass viele Menschen sterben? Oder wäre es besser gewesen, deren Tod in Kauf zu nehmen und heimlich einzudringen um Sebastian zu retten, wobei dann wohl die anderen in Gefangenschaft geblieben wären? Wie wiegt man ein Menschenleben gegen ein anderes ab? Trotzdem hätte ich wohl an Johns Stelle genauso gehandelt, da die Revolte auch die Befreiungsaktion im Endeffekt unterstützt hatte, aber ein komischer Nachgeschmack bleibt.


    Aleandro kann richtig emotional werden! Mir hat seine Rede gegenüber den Gemüsehändlern sehr gut gefallen, fast habe ich damit gerechnet, dass sie überlaufen.


    Interessant ist auch, was Hobie zu John in Bezug auf Kelly und Sekoya gesagt hat. Ich habe bisher noch nicht darüber nachgedacht. Ich muss allerdings auch sagen, ich tue mich schwer damit, in Kelly mehr als eine sehr gute Freundin für John zu sehen. Beide ergänzen sich hervorragend, aber in meinen Augen würde eine Liebesbeziehung alles komplizieren. Und Sekoya? Keine Ahnung, kann ich mir eher vorstellen, aber sie ist bis jetzt noch zu wenig in Erscheinung getreten um das beurteilen zu können.

  • Wie wiegt man ein Menschenleben gegen ein anderes ab?

    John würde sagen: Gar nicht. Man rettet den, der in Lebensgefahr ist. Danach kümmert man sich um das nächste Problem. ;) (Das mag kurzsichtig sein, aber John ist in der Hinsicht ein gradliniger Mann. Politische Winkelzüge und Bauernopfer - selbst für eine gute Sache - sind nicht sein Ding.)

    Interessant ist auch, was Hobie zu John in Bezug auf Kelly und Sekoya gesagt hat. Ich habe bisher noch nicht darüber nachgedacht.

    Hier muss ich zugeben: Die Beziehung zwischen John und den beiden Frauen ist tatsächlich aus den Romanen geerbt. Kann gut sein, dass die in den ersten beiden Episoden der Mini-Serie nicht ganz schlüssig wirken. Da gibt es eine stärkere Entwicklung, die vorhergegangen ist. Nenn es Fan-Service, dass ich das Thema aufgegriffen habe. Ich wollte einfach auch ein paar offene Fragen der älteren Romane behandeln.

    Tut mir leid, lieber Bernd, aber ich kann die einzelnen Bände wirklich nicht mehr als einzelne Bücher ansehen. Für mich ist es ein einziges Werk, dass in sechs Abschnitte aufgeteilt ist.

    Ich vergleiche es gern mit den aktuellen TV-Serien auf Netflix. Es gibt in jeder Episode eine Herausforderung, die es zu bewältigen gibt, aber natürlich sind sie durch eine Rahmenhandlung eng verbunden und entwickeln sowohl den Hauptkonflikt (hier: den Bürgerkrieg) als auch die Protagonisten weiter. Tatsächlich besteht ja sogar ein zeitlicher Bruch zwischen Episode II und Episode III. Im dritten Teil sind wir ja schon eine Weile im Krieg. Für mich waren es gefühlt 3 Zweiteiler. 1 & 2 erzählen vom Ausbruch des Krieges, 3 & 4 erzählen Abenteuer im Krieg, 5 & 6 erzählen vom dramatischen Finale.

  • Hier muss ich zugeben: Die Beziehung zwischen John und den beiden Frauen ist tatsächlich aus den Romanen geerbt. Kann gut sein, dass die in den ersten beiden Episoden der Mini-Serie nicht ganz schlüssig wirken. Da gibt es eine stärkere Entwicklung, die vorhergegangen ist. Nenn es Fan-Service, dass ich das Thema aufgegriffen habe. Ich wollte einfach auch ein paar offene Fragen der älteren Romane behandeln.

    Jetzt bedauere ich es umso mehr, die beiden Vorgänger nicht gelesen zu haben!


    Ich vergleiche es gern mit den aktuellen TV-Serien auf Netflix. Es gibt in jeder Episode eine Herausforderung, die es zu bewältigen gibt, aber natürlich sind sie durch eine Rahmenhandlung eng verbunden und entwickeln sowohl den Hauptkonflikt (hier: den Bürgerkrieg) als auch die Protagonisten weiter. Tatsächlich besteht ja sogar ein zeitlicher Bruch zwischen Episode II und Episode III. Im dritten Teil sind wir ja schon eine Weile im Krieg. Für mich waren es gefühlt 3 Zweiteiler. 1 & 2 erzählen vom Ausbruch des Krieges, 3 & 4 erzählen Abenteuer im Krieg, 5 & 6 erzählen vom dramatischen Finale.

    Ein sehr schönes Beispiel! Ich bin normalerweise nicht so der Serienfan, weil die meisten Serien, die ich bisher gesehen und dann auch abgebrochen habe, irgendwann in der Handlung nicht mehr voran gingen. Das ist ja hier Gott sei Dank nicht der Fall.

  • Avila

    Hat den Titel des Themas von „05 - Buch 3 bis Kapitel 6“ zu „05 - Buch 3 bis Kapitel 6 (bis Track 43)“ geändert.
  • Ein sehr schönes Beispiel! Ich bin normalerweise nicht so der Serienfan, weil die meisten Serien, die ich bisher gesehen und dann auch abgebrochen habe, irgendwann in der Handlung nicht mehr voran gingen. Das ist ja hier Gott sei Dank nicht der Fall.

    Das liebe ich auch, wenn Serien eine durchgehende Handlung haben. Darum liebe ich auch Babylon 5 und ähnliche so. Die kann ich mir auch 10 mal ansehen. (Und mach es auch)

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Ich fand den Einstieg in diesen Band irgendwie auch wie ein neues Buch, mehr als beim letzten Band. Jetzt ist auch der Titel wirklich gerechtfertigt, denn der Einstieg ist definitiv Bürgerkrieg mit all den negativen Folgen, heroischen Einsätzen und Opfern auf beiden Seiten. Und auch der nächste Auftrag ist wieder Guerilla Kampf. Es ist also Krieg par excellence. Erinnert sehr an die Konflikte in Amerika früher.

    Den Auftakt zu der neuen Mission fand ich wunderbar unspektakulär ohne langweilig zu sein. Und die Moralpredigt war super.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Ich fand den Einstieg in diesen Band irgendwie auch wie ein neues Buch, mehr als beim letzten Band. Jetzt ist auch der Titel wirklich gerechtfertigt, denn der Einstieg ist definitiv Bürgerkrieg mit all den negativen Folgen, heroischen Einsätzen und Opfern auf beiden Seiten. Und auch der nächste Auftrag ist wieder Guerilla Kampf. Es ist also Krieg par excellence. Erinnert sehr an die Konflikte in Amerika früher.

    Man merkt den zeitlichen Bruch zwischen diesem und dem vorherigen Band. Außerdem fanden die beiden ersten eher im SciFi-Genre statt, dieser ist mehr auf Western ausgerichtet.

  • Das Band fängt ja sehr actionreich an. Direkt am Anfang überfallen John und seine Crew schon ein Gefangenenlager, um einen anderen Frontiersman zu retten. Sowas gefällt mir ja und ist ganz nach meinem Geschmack. Zu einer anderen Zeit wäre ich sicherlich auch Rebellin geworden. 8) Mit Hilfe von seinen Informationen sollen sie ein Hangerder Union übernehmen. Ich bin mal gespannt, wie das bewerkstelligen wollen. Bisher läuft alles ja sehr glatt, aber die kurze Unterbrechung bei der Passwortdurchgabe ist schon seltsam und nun schrillt auf einmal sehr plötzlich der Alarm. Ich bin gespannt, wie sie sich da hinaus manövrieren wollen.


    Tut mir leid, lieber Bernd, aber ich kann die einzelnen Bände wirklich nicht mehr als einzelne Bücher ansehen. Für mich ist es ein einziges Werk, dass in sechs Abschnitte aufgeteilt ist.

    Ich finde Bernds Serienvergleich ganz gut. Ich sehe die Bücher nämlich schon auch als einzelnes Werk. Allerdings macht es wenig Sinn nur Band 3 oder so zu lesen. Dafür ist die Rahmenhandlung dann doch zu stark. Doch würden sie durchaus auch für sich alleine Sinn machen, weil es doch immer abgeschlossene Missionen sind.


    Nenn es Fan-Service, dass ich das Thema aufgegriffen habe. Ich wollte einfach auch ein paar offene Fragen der älteren Romane behandeln.

    Ich war ein wenig überrascht, dass es auf einmal auftauchte, aber mich stört ein wenig Romantik nicht. :)


    Wie wiegt man ein Menschenleben gegen ein anderes ab?

    Das ist im Krieg wohl immer eine zentrale Frage. Ich kann Johns Handhabe recht viel abgewinnen. Wie hat er gesagt: die meisten Gefangenen wären eh gestorben. Und wenn man diese Hinrichtungen stoppen will, muss man ja irgendwann mal einschreiten.


    Und Sekoya? Keine Ahnung, kann ich mir eher vorstellen, aber sie ist bis jetzt noch zu wenig in Erscheinung getreten um das beurteilen zu können.

    Bei ihr kann ich mir noch gar keine romantische Beziehung/Affäre vorstellen. Für mich steht sie zurzeit noch über all dem. Aber das kann auch daran liegen, dass wir bisher so wenig von ihr wissen.

  • O.k., John und seine Crew sind nun tatsächlich mittendrin im Bürgerkrieg, das wird gleich zu Beginn des Buches deutlich, als er entscheidet, die zum Tode Verurteilten zu befreien und dafür auch bereit ist, Tote auf der Unionsseite in Kauf zu nehmen. Es herrscht in der Tat Krieg.


    Dieser Mad Dog ist ja auch eine Marke :totlach: Und er ist über den neuen John ein wenig überrascht, weil er ihn ein noch etwas ander kennt, aber das hatten wir ja schon im zweiten Buch, dass sich seine Einstellung durch die Kollegen, die die Welt verbessern wollen, gewandelt hat ^^


    Der neueste Auftrag, den sich John heranzieht (und ich denke, Langdon ist nicht wirklich böse, dass sich John freiwillig gemeldet hat), ist ja echt ziemlich riskant. Und wenn Donovan schon so anfängt, von wegen schnell hin und wieder raus, dann kann man sich sicher sein, dass es mächtigen Ärger geben wird. Ich musste ja lachen, als sich Hobie darüber empört, dass sie einen Gemüsehändler überfallen sollen :totlach:

    Aber es ist in der Tat ein sehr unverdächtiger Weg, um nach Fort Hope zu gelangen.


    Bisher sind unsere Helden ganz gut durchgekommen - aber jetzt am Ende dieses Abschnitts erklingt die Alarmsirene. Ich bin echt gespannt, weswegen. Anscheinend nicht wegen John, Hobie und Aleandro, das war die gute Nachricht - welches ist aber die schlechte Nachricht? Sind Kelly und die Anderen irgendwie aufgeflogen? Oder befand sich womöglich irgendwas bei der Fracht, das sich dort besser nicht befunden hätte? Oder wird Fort Hope angegriffen, vielleicht von Peko?


    Tja, so kann es gehen, wenn man bei Hobie wegen Rita nachfragt und man dann selbst gefragt wird, wie es bei ihm mit Kelly bzw. Sekoya aussehen würde. Das hat John schwer aus seiner Komfortzone gezogen, der eigentlich mit dem Status Quo doch ganz zufrieden war - wird ja doch bloß alles wieder nur unnötig kompliziert :totlach:

    Bei Sekoya wissen wir gar nichts, ob sie irgendwelche Gefühle für Donovan empfindet, aber bei Kelly scheinen durchaus welche da zu sein. Naja, jetzt müssen erstmal alle wieder heil aus der Sache rauskommen.


    Und mir geht es wie Hobie und John: ich vermisse ebenfalls die Mary-Jane.

  • Bisher läuft alles ja sehr glatt, aber die kurze Unterbrechung bei der Passwortdurchgabe ist schon seltsam und nun schrillt auf einmal sehr plötzlich der Alarm.

    Ja, ich weiß auch nicht so recht, wie ich die Computerprobleme einschätzen soll, ob sie real waren oder nur vorgeschoben.


    Achja, lachen musste ich ja auch wegen der Erleichterung über das Klopapier, welches zum rechten Zeitpunkt ankommt :totlach:

  • Bei ihr kann ich mir noch gar keine romantische Beziehung/Affäre vorstellen.

    Da ist so interessant, dass ausgerechnet in so einem Nebenaspekt plötzlich das Fehlen der Romane so reinschlägt. Das Kennenlernen und die sich eigentümlich entwickelnde Beziehung zwischen dem Pekos eher abgeneigten John und der Peko Sekoya ist ein echt wichtiger Erzählstrang in "Blutfehde auf Alvarado". (Es ist halt doch ein Unterschied, ob man für eine Geschichte nur 200.000 Zeichen hat oder 600.000. Gerade persönliche Aspekte, die nicht unmittelbar dem Plot dienen, sind in der kurzen Form schwieriger unterzubringen - bzw. nur über mehrere Episoden verteilt.)

    Achja, lachen musste ich ja auch wegen der Erleichterung über das Klopapier, welches zum rechten Zeitpunkt ankommt

    :) Ich finde, dass solche alltäglichen Nöte und Angelegenheiten in den großen Space-Epen immer viel zu kurz kommen. Da ist der Western-Aspekt des "Space Western" hilfreich, denn der Western an sich ist ja viel bodenständiger und geerdeter als das typische Weltraum-Abenteuer. Und er bringt so schön "einfache Dinge" ins Setting, wie etwa ein Schiff, das Gemüse und Toilettenpapier transportiert.

  • Bei ihr kann ich mir noch gar keine romantische Beziehung/Affäre vorstellen.

    Da ist so interessant, dass ausgerechnet in so einem Nebenaspekt plötzlich das Fehlen der Romane so reinschlägt. Das Kennenlernen und die sich eigentümlich entwickelnde Beziehung zwischen dem Pekos eher abgeneigten John und der Peko Sekoya ist ein echt wichtiger Erzählstrang in "Blutfehde auf Alvarado". (Es ist halt doch ein Unterschied, ob man für eine Geschichte nur 200.000 Zeichen hat oder 600.000. Gerade persönliche Aspekte, die nicht unmittelbar dem Plot dienen, sind in der kurzen Form schwieriger unterzubringen - bzw. nur über mehrere Episoden verteilt.)

    Ich merke schon, auch ich werde an dem Vorgängerband nicht vorbei kommen. :D

  • Dieser Mad Dog ist ja auch eine Marke :totlach: Und er ist über den neuen John ein wenig überrascht, weil er ihn ein noch etwas ander kennt, aber das hatten wir ja schon im zweiten Buch, dass sich seine Einstellung durch die Kollegen, die die Welt verbessern wollen, gewandelt hat

    Dieser Aspekt gefällt mir. Hier merkt man, dass John nicht der strahlende Held ist. Das Heldenhafte kommt nur durch seine Umgebung. Das macht es für mich doch gleich ehrlich und realistisch.

  • Ich finde, dass solche alltäglichen Nöte und Angelegenheiten in den großen Space-Epen immer viel zu kurz kommen.

    Das stimmt!


    Dieser Aspekt gefällt mir. Hier merkt man, dass John nicht der strahlende Held ist. Das Heldenhafte kommt nur durch seine Umgebung. Das macht es für mich doch gleich ehrlich und realistisch.

    Und ich finde es sympathisch von ihm, dass er es auch Mad Dog gegenüber ehrlich darstellt, wie es ist.

  • Gerade persönliche Aspekte, die nicht unmittelbar dem Plot dienen, sind in der kurzen Form schwieriger unterzubringen - bzw. nur über mehrere Episoden verteilt.)

    Und das ist der Grund, warum ich hauptsächlich Kurzgeschichten meide. Die Gefühle und Gedanken der Protagonisten werden nur unzureichend dargestellt. Dafür braucht man schon einen ganzen Roman oder wie hier mehrere Episoden, wo man auf die Informationen in den vorhergehenden Bänden zurückgreifen kann.


    :) Ich finde, dass solche alltäglichen Nöte und Angelegenheiten in den großen Space-Epen immer viel zu kurz kommen. Da ist der Western-Aspekt des "Space Western" hilfreich, denn der Western an sich ist ja viel bodenständiger und geerdeter als das typische Weltraum-Abenteuer. Und er bringt so schön "einfache Dinge" ins Setting, wie etwa ein Schiff, das Gemüse und Toilettenpapier transportiert.

    Stimmt, da reist man stundenlang, ist tagelang in Gefangenschaft und keiner muss zur Toilette!

  • :) Ich finde, dass solche alltäglichen Nöte und Angelegenheiten in den großen Space-Epen immer viel zu kurz kommen. Da ist der Western-Aspekt des "Space Western" hilfreich, denn der Western an sich ist ja viel bodenständiger und geerdeter als das typische Weltraum-Abenteuer. Und er bringt so schön "einfache Dinge" ins Setting, wie etwa ein Schiff, das Gemüse und Toilettenpapier transportiert.

    Stimmt, da reist man stundenlang, ist tagelang in Gefangenschaft und keiner muss zur Toilette!

    Jaaaa, das ist auch bei Rollenspielrunden immer so schön lustig so was einzubringen.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • John würde sagen: Gar nicht. Man rettet den, der in Lebensgefahr ist. Danach kümmert man sich um das nächste Problem. ;) (Das mag kurzsichtig sein, aber John ist in der Hinsicht ein gradliniger Mann. Politische Winkelzüge und Bauernopfer - selbst für eine gute Sache - sind nicht sein Ding.)

    Naja, er weiß aber schon eigentlich, dass er den Einzelnen nicht retten kann, wenn dann sowieso alles verloren ist.

    Aber diese Fragestellung ist eine ziemlich oft in Tests benutzte und ich finde es schwer zu beantworten, ob man berechtigt ist einen zu retten und dabei viele zu opfern. Da starben ja auch Gefangene.

    Dieser Aspekt gefällt mir. Hier merkt man, dass John nicht der strahlende Held ist. Das Heldenhafte kommt nur durch seine Umgebung. Das macht es für mich doch gleich ehrlich und realistisch.

    So unterschiedlich sind die Meinungen. Für mich geschieht gerade das Umgekehrte. Wenn man sich in den Krieg hineinziehen läßt, weiß auch Donovan, dass man da nicht neutral sein kann. Also bezieht er Position. Ich finde es dann unwahrscheinlich, dass alle anderen Position beziehen und ihren Kapitän "erziehen". Er hat erstens nicht viel andere Möglichkeiten, nachdem er nun schon so weit gegangen ist und zweitens ist er ja eigentlich auch auf der Seite der Randplaneten, denn die Förderationsarmee kann er doch nicht leiden. Mir kommt er immer wieder so vor, wie jemand, der sich gern aus allem raushalten würde, aber es aufgrund seiner eigentlichen Einstellung nicht kann.

    Ein strahlender Held war Kirk nicht und ist auch Han Solo nicht. sie alle sind Cowboys. Ich finde Cowboys sind selten strahlende Helden, selbst wenn sie solche strahlenden Augen haben wie Terence Hill.

    Und Sekoya? Keine Ahnung, kann ich mir eher vorstellen, aber sie ist bis jetzt noch zu wenig in Erscheinung getreten um das beurteilen zu können

    Ich habe ja nun hauptsächlich das Hörbuch und diese Stimme für Sekoya nervt mich wirklich. Aber ich hoffe mal, dass wir nicht schon wieder bei Pocahontas sind.


    Müssen immer alle Frauen für den Kapitän schwärmen?

    Und das ist der Grund, warum ich hauptsächlich Kurzgeschichten meide. Die Gefühle und Gedanken der Protagonisten werden nur unzureichend dargestellt. Dafür braucht man schon einen ganzen Roman oder wie hier mehrere Episoden, wo man auf die Informationen in den vorhergehenden Bänden zurückgreifen kann.

    Dabei sind Kurzgeschichten, wenn sie gut gemacht sind, wundervoll. Ich bin ein Fan von Kurzgeschichten und wenn man die von Anna Seghers, Jack London, Hemingway oder auch wie hier schon geschehen Oliver Plaschka, Christian von Aster......... und meine Entdeckung vergangenes Jahr Aleksandar Žiljak liest, dann trifft diese Aussage nicht wirklich zu.

    Jaaaa, das ist auch bei Rollenspielrunden immer so schön lustig so was einzubringen.

    Wir hatten mal auf dem Elstercon eine ganze Diskussionsrunde über Toiletten in SF Geschichten. Und unser Dieb musste mal tagelang im Wald bleiben, weil die Heilerin ihm was ins Bier getan hat. :)

  • Naja, er weiß aber schon eigentlich, dass er den Einzelnen nicht retten kann, wenn dann sowieso alles verloren ist.

    Aber für ihn ist ja gar nicht alles verloren. Er greift ein, weil er glaubt, das es klappen kann. Schließlich hat er ein voll bewaffnetes Raumschiff auf seiner Seite. Und John würde auch immer den Tod im Kampf vorziehen als den am Galgen. Entsprechend gibt es für ihn keine Option als anzugreifen und den Gefangenen wenigstens einen Tod zu ihren eigenen Bedinungen zu ermöglichen. Ich weiß nicht, ob er damit recht hat. Aber ich kann sein Denken nachvollziehen.

    Müssen immer alle Frauen für den Kapitän schwärmen?

    Ja. Und alle Männer für die Kapitänin. :)


    Nein, das hat sich einfach so ergeben. Anfangs, als Kelly an Bord kam, waren nur Hobie und John da. Hobie ist ein alter Knacker um die 70. Zwischen John und Kelly hat's dann irgendwann geknistert - und es hat sich in dem Moment irgendwie falsch angefühlt, weswegen sie lange Zeit eher so eine Bruder-Schwester-Freundschaft gepflegt haben; zumal John ja gar nicht weiß, was er will. Zwischen Sekoya und John war das so ein Abneigung-wird-zu-Respekt-wird-zu-weiß-nicht-genau-Ding. Blinde Schwärmerei würde ich keiner der Frauen unterstellen. Es gibt aber auch einfach an Bord keine Alternativen. Aleandro ist ein junger Nerd, Hobie ist der faltige Opa, höchstens Piccoli, aber das hat sich einfach in den Vorgänger-Romanen nicht ergeben. Rita hat kein Interesse an John. ;) Die zieht reifere Männer vor.

  • Dabei sind Kurzgeschichten, wenn sie gut gemacht sind, wundervoll.

    Dem widerspricht niemand. :) Ich finde es trotzdem schwierig, in Geschichten, die viel Plot haben, noch ausführlichere emotionale Nebenhandlungsstränge zu fahren. Gerade wenn man ein relativ großes Ensemble hat. Da spielt halt mal jemand keine so große Rolle. Trotzdem versuche ich natürlich, in jedem Frontiersmen auch die ruhigen Momente einzubauen. Und ich habe versucht, in jeder Episode einer Nebenfigur mehr Raum zu geben, wie Piccoli in Episode 1 und Kelly bzw. Sekoya in der zweiten Hälfte der Mini-Serie.