07 - Buch 4 bis Kapitel 6 (bis Track 40)

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  • Avila

    Hat den Titel des Themas von „07 - Buch 4 bis Kapitel 6“ zu „07 - Buch 4 bis Kapitel 6 (bis Track 40)“ geändert.
  • Eine ganz schön verzwickte Angelegenheit! Langdon wird mir immer unsympathischer. Er ist ein richtiger Politiker geworden, der sich nicht scheut, Kellys Vergangenheit auszunutzen und sie und John zu dieser neuen Mission zu drängen. Ein gar nicht schöner Zug von ihm!


    Die arme Kelly tut mir richtig leid, erst der sehr belastende Bruch mit ihrer Familie und jetzt soll sie auch noch ihren Vater hintergehen, wo sie endlich die Möglichkeit hat, mit der Vergangenheit abzuschließen. Es wäre wirklich leichter für sie gewesen, wenn ihr Vater sie nicht willkommen geheißen hätte, aber er hat sich wirklich gefreut sie zu sehen. Die Frage ist, wie sie sich entscheiden wird, wenn es hart auf hart kommt.


    Ich bin nur gespannt, wer der Informant ist. Kurz hatte ich gedacht, dass es vielleicht der Admiral sein könnte, als er erwähnte, dass der Krieg bald vorbei sein könnte. Er scheint mir nicht der harte und unnachgiebige Admiral zu sein, sondern er sieht sich selbst eher als Beschützer und verachtet Kriege. Allerdings kam gegen Ende mit Horrowitz ein neuer Kandidat hinzu.

  • Dem stimme ich voll zu. Mein Verdacht lag erst bei Michael, dann bei Kellys Mutter oder dem Admiral. Und so ganz festlegen mag ich mich da immer noch nicht.

    Ich finde den Admiral durch und durch sympathisch bisher. Sein Verhalten den Beiden gegenüber ist ehrenhaft und herzlich. Und ehrlich gesagt tut es mir in der Seele weh das die Enttäuschungen vor programmiert sind. Und ich hätte John kurz treten können als er Kelly versucht auszureden auf West Point zu bleiben. Auch wenn er in der Sache bei vielem recht hat war das sehr unsensibel wie er es angefangen hat ;)

    Schön find ich das due Mission fast etwas ins Hintertreffen gerät und das Zwischenmenschliche mehr Gewicht bekommt. Ich bin gespannt wie es weiter geht, denn die nächsten (Gewissens-)konflikte und Enttäuschungen sind mehr als absehbar.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • chön find ich das due Mission fast etwas ins Hintertreffen gerät und das Zwischenmenschliche mehr Gewicht bekommt.

    Auch solche Episoden muss es in einer Serie geben. Ich wollte gern etwas "Menschliches" bringen, bevor wir uns dem Finale zuwenden, in dem wieder genug gekämpft wird und genug Politik im Vordergrund steht. Außerdem wollte ich schon immer die Vergangenheit von Kelly näher beleuchten, die bis dato ja stets sehr undurchsichtig war.

  • Das war ein dramaticher Auftakt des Buches. Da ich auch eine Weile keinen Kontakt mit meinen Eltern hatte und fast aus dem gleichen Grund, weiß ich wie schwer das ist und auch das Zurückkommen ist schwer. Aber hier ist es noch schwerer, weil sie eigentlich nie wieder zurück wollte.

    Eine ganz schön verzwickte Angelegenheit! Langdon wird mir immer unsympathischer. Er ist ein richtiger Politiker geworden, der sich nicht scheut, Kellys Vergangenheit auszunutzen und sie und John zu dieser neuen Mission zu drängen. Ein gar nicht schöner Zug von ihm!

    Es ist Krieg und sie ist die einzige Möglichkeit, den Spion zu retten. Sie könnten ihn auch hängen lassen, aber der Zug wäre wesentlich unschöner. Sie erpressen Kelly ja nicht wirklich. Das habe ich nicht so negativ gesehen. Von ihrer Seite aus legitim zu fragen.


    Ab dem Wiedersehen mit ihrem Vater habe ich gedacht: Nein, sie kann ihn doch nicht belügen! Mir tat es richtig weh mit zu erleben, wie er sich freut und sie ihn bewußt im falschen Glauben läßt, er hätte seine Tochter wieder gefunden. Wie kommen sie da wieder raus! Ich hatte die Hoffnung, ihr Vater wäre der Spion, das hätte einen Ausweg gegeben, aber er hat einen Eid geschworen. Das ist wirklich spannend und ich befürchte es endet tragisch. Aber eine Hoffnung gibt es, der Vater hat scheinbar auch seine eigene Vorstellung vom Soldatsein. Vielleicht überrascht er seine Tochter nochmal? Was ist wichtiger, die Tochter oder ein Eid der missbraucht wird?


    Was hat die Mutter getan, außer die Tochter zu vertreiben? Ist sie einer derjenigen, die die Randweltler nicht als Menschen betrachten, ihnen keine Rechte zugestehen? Oder arbeitet sie an einer Waffe, die unehrenhaft ist? (wie Giftgas z.B.)

  • Ab dem Wiedersehen mit ihrem Vater habe ich gedacht: Nein, sie kann ihn doch nicht belügen! Mir tat es richtig weh mit zu erleben, wie er sich freut und sie ihn bewußt im falschen Glauben läßt, er hätte seine Tochter wieder gefunden.


    Was hat die Mutter getan, außer die Tochter zu vertreiben? Ist sie einer derjenigen, die die Randweltler nicht als Menschen betrachten, ihnen keine Rechte zugestehen? Oder arbeitet sie an einer Waffe, die unehrenhaft ist? (wie Giftgas z.B.)

    Mir ging es genauso. Der Admiral liebt seine Tochter wirklich, vor allem da sie die einzige ist, die ihm von seiner Familie geblieben ist. Sohn tot, von der Ehefrau getrennt, da bleibt nur die Hoffnung, sich mit seiner Tochter auszusöhnen.


    Die Mutter schätze ich als hart und unnachgiebig ein. Es hat sie in ihrer Ehre als Soldatin getroffen, dass ihre Tochter als einzige in der Familie nicht die Militärlaufbahn einschlagen wollte. Ich denke, wir haben sie nicht zum letzten Mal gesehen.

  • Das freut mich gerade ungemein, dass meine Entscheidung, mal eine persönliche Episode zwischenzuschieben, so gut ankommt. Es war mir wichtig, hier zu zeigen, dass nicht alle Unionsmilitärs miese Figuren sind. Ich habe mich hier - ganz leicht - von den Kavalleriefilmen von John Ford (und mit John Wayne) inspirieren lassen, die ja auch von einer soldatischen Kameradschaft und von einer guten Form der soldatischen Ehre erzählen, ohne deswegen hurrapatriotisch zu wirken. Genau so eine Figur sollte Kellys Vater sein. Er sieht sich als Beschützer der Schwachen, aber natürlich auch als Diener der Regierung.

  • Oh, wie schön, dass in dieser Episode Kelly ein wenig mehr Raum bekommt. Sie hat auf jeden Fall eine spannende Familiengeschichte. Dass sie aus diesem engen Korsett ausgebrochen ist, kann ich durchaus verstehen. Vor allem ihre Mutter scheint ziemlich gradlinig ihre Ziele zu verfolgen. Wir haben ja nicht so viel darüber gehört, was sie nun tut, aber es klang bei ihrem Vater schon sehr für mich danach, dass sie in die obere (geheime?) Riege aufgestiegen ist. Ich glaube, im Gegensatz zu Kellys Vater ist Kellys Mutter schon ganz schön mehr wie Pearce, Eisen und Co.


    Kellys Vater ist mir bisher absolut sympathisch. Wie er auf Kellys Ankunft reagiert hat und sie einfach nur in den Arm nahm und ihr sagte, dass er sie vermisst habe und dann von den traurigen Ereignissen in seinem Leben erzählt hat, da konnte ich gar nicht anders als ihn in mein Herz zu schließen. Deswegen ist Kellys plötzlicher Sinneswandel nur zu verständlich für mich. Ich könnte diesen lieben Mann auch nicht verraten, vor allem weil sie ihn und ihre Familie in all den Jahren bestimmt auch mal vermisst haben muss. Kelly hat es in diesem Buch wirklich nicht einfach und ich bin sehr gespannt, was sich da noch entwickeln wird.


    Natürlich trifft sie erstmal auf Horowitz. In Kombination mit John stelle ich mir dieses Zusammentreffen sehr amüsant vor und ich kann es gar nicht abwarten weiterzulesen. :D


    Wer der Spion ist, darüber habe ich mir auch den Kopf zerbrochen. Zuerst dachte ich auch an Kellys Bruder, aber der fällt ja jetzt leider 'raus. Vielleicht ist es auch Horowitz? Das wäre eine sehr witzige Entwicklung. Aber vielleicht gibt es auch einfach eine vollkommen unbekannte Person an Board.

  • Boah echt, der Auftrag, den Kelly und John diesmal ausführen, geht mir echt an die Nerven - was für ein besch...... Zwiespalt, in dem Kelly wegen ihrem Vater steckt ;(


    Aber von Anfang an: der Rückblick auf ihr früheres Leben und wie es zum Bruch zwischen ihr und ihrer Familie kam, fand ich sehr gelungen, auch wenn ich kurz irritiert war, bis ich kapiert habe, dass wir in der Vergangenheit sind ^^


    Vor allem fand ich den Rückblick sehr aufschlussreich, um noch besser die Reaktion des Vaters Robinson auf das unverhoffte Auftauchen seiner Tochter einordnen zu können.


    Mann, die Spionageabwehr der Konföderierten hat das aber echt schnell mitbekommen, wer Kelly in Wirklichkeit ist. Dass Josie Wales so ein Miststück ist, hätte ich nicht erwartet; sie erschien zwar im zweiten Band recht misstrauisch, aber das ist ja in Ordnung. Der arme Hobie, der jetzt ein schlechtes Gewissen hat. Allerdings war ich froh, dass nicht Rita Kelly verpfiffen hat, das hätte mich sonst ebenfalls sehr enttäuscht.


    So, wer ist jetzt der Spion auf West Point? Bei vielem, was der Admiral gesagt hat, könnte man auf ihn tippen, auch wenn Kelly so etwas kategorisch ausschließt. Wie lange sagte Langdon noch mal, arbeitet der Spion bereits für die Konföderierten? In jedem Fall waren das mehr als nur 2 Monate, denn sonst hätte ich vielleicht darauf getippt, dass Michaels Tod den Admiral vielleicht dazu gebracht hätte, Geheimnisse nach außen zu geben.


    Und dann taucht auch noch Benjamin Horowitz auf, hm, es könnte sich genauso gut bei ihm um den Spion handeln. Wobei die Wahrscheinlichkeit natürlich deutlich höher ist, dass es sich um jemand völlig Fremden handelt. Andererseits schert sich die Wahrscheinlichkeit oftmals einen feuchten Kehricht um Wahrscheinlichkeitsrechnungen und führt zu den dollsten Zufällen :totlach:


    In jedem Fall musste ich echt schlucken, als Robinson mit Tränen in den Augen seine Tochter in die Arme geschlossen hat. Nicht nur John hat sich in seinem "Schwiegervater" getäuscht, sondern auch ich hatte ihn anders eingeschätzt. Kelly kann und darf ihren Vater nicht belügen und wieder einfach abhauen - aber ihr ist auch klar, dass sie ebensowenig die Konföderierten oder ihre Freunde von der Mary-Jane verlassen kann. Was für ein furchtbarer Konflikt. Die beste Lösung wäre wirklich, wenn es sich bei Robinson um den Spion handeln würde - hoffen darf man ja.


    Bei diesem ganzen Gefühlschaos rückt das pikante Detail, dass sich John und Kelly als Ehepaar ausgeben müssen, ganz in den Hintergrund. Ich musste echt lachen, als Aleandro und Hobie sich das Lachen nicht verkneifen können, als Langdon mit der Ehepaar-Geschichte ankommt :totlach:


    Jetzt bin ich so was von gespannt, wie sich diese Geschichte enden wird. Ich hoffe sehr, dass am Ende nicht zu viele Tränen fließen.

    Außerdem bin ich gespannt, ob wir noch erfahren werden, was Kellys Mutter getan hat, das schlussendlich zur Trennung von ihrem Mann geführt hat.


    Achja: die Cutters haben John erstmal nicht erwischt und nach West Point können sie ihm nicht so einfach folgen. Ob sie weiterhin auf Freehold ausharren und auf seine Rückkehr warten?

  • Langdon wird mir immer unsympathischer. Er ist ein richtiger Politiker geworden, der sich nicht scheut, Kellys Vergangenheit auszunutzen und sie und John zu dieser neuen Mission zu drängen. Ein gar nicht schöner Zug von ihm!

    Wobei mir Langdon um Längen sympathischer war als dieser Everate, oder wie der sich schreibt. Bei Langdon spielt die Verzweiflung mit, nach dem einzigen Strohhalm zu greifen, den er weit und breit sieht, um den Spion zu retten. Das spricht auch für ihn, dass er den Spion nicht einfach nur seinem Schicksal überlässt. Wobei mir der Gedanke auch kam, ob es sich hierbei um eine Falle handeln könnte.

    Und er überlässt Kelly die Entscheidung, wobei die vorherige Befragung nach Kellys Loyalität schon ziemlich fies war und Kelly damit quasi in eine Richtung gedrängt hat. Aber John und die anderen hätten in jedem Fall zu Kelly gehalten, wenn sie abgelehnt hätte.


    Und Langdon ging ja auch davon aus, dass es Kelly nicht so viel ausmachen würde, denn der Bruch mit ihren Eltern war ja damals nicht grundlos. Dass das Wiedersehen so verlaufen würde, konnte echt keiner vorhersehen.


    Kurz hatte ich gedacht, dass es vielleicht der Admiral sein könnte, als er erwähnte, dass der Krieg bald vorbei sein könnte.

    Ja, hier würde mich auch brennend interessieren, wie er das gemeint hat.


    Auch wenn er in der Sache bei vielem recht hat war das sehr unsensibel wie er es angefangen hat ;)

    Naja, John und sensibel .... :totlach:


    Kellys Vater ist mir bisher absolut sympathisch. Wie er auf Kellys Ankunft reagiert hat und sie einfach nur in den Arm nahm und ihr sagte, dass er sie vermisst habe und dann von den traurigen Ereignissen in seinem Leben erzählt hat, da konnte ich gar nicht anders als ihn in mein Herz zu schließen.

    Und auch John Baker nimmt er wie selbstverständlich als seinen Schwiegersohn an, ohne großartig nachzufragen.


    Natürlich trifft sie erstmal auf Horowitz. In Kombination mit John stelle ich mir dieses Zusammentreffen sehr amüsant vor und ich kann es gar nicht abwarten weiterzulesen. :D

    Ja, das könnte noch spannend werden mit den Dreien ^^

  • Das freut mich gerade ungemein, dass meine Entscheidung, mal eine persönliche Episode zwischenzuschieben, so gut ankommt. Es war mir wichtig, hier zu zeigen, dass nicht alle Unionsmilitärs miese Figuren sind. Ich habe mich hier - ganz leicht - von den Kavalleriefilmen von John Ford (und mit John Wayne) inspirieren lassen, die ja auch von einer soldatischen Kameradschaft und von einer guten Form der soldatischen Ehre erzählen, ohne deswegen hurrapatriotisch zu wirken. Genau so eine Figur sollte Kellys Vater sein. Er sieht sich als Beschützer der Schwachen, aber natürlich auch als Diener der Regierung.

    Eine sehr gute Entscheidung! Diese Episode ist für mich bisher die spannendste und beste, vor allem in Bezug darauf, wie sie endet.

  • In jedem Fall musste ich echt schlucken, als Robinson mit Tränen in den Augen seine Tochter in die Arme geschlossen hat. Nicht nur John hat sich in seinem "Schwiegervater" getäuscht, sondern auch ich hatte ihn anders eingeschätzt.

    Ich hatte ihn auch als sehr strengen Admiral eingeschätzt, der nicht begeistert ist, seine Tochter wieder zu sehen. Da hat er mich wirklich positiv überrascht.


    Und er überlässt Kelly die Entscheidung, wobei die vorherige Befragung nach Kellys Loyalität schon ziemlich fies war und Kelly damit quasi in eine Richtung gedrängt hat. Aber John und die anderen hätten in jedem Fall zu Kelly gehalten, wenn sie abgelehnt hätte.

    Aber so ganz frei war Kelly in ihrer Entscheidung nicht. Sie wurde zu sehr gedrängt, den Auftrag zu übernehmen. Wer weiß, ob sie noch als Unterstützerin der Konföderierten gegolten hätte, wenn sie ihn abgelehnt hätte, oder eher als Sympathisantin mit dem Unionsmilitär.

  • Aber so ganz frei war Kelly in ihrer Entscheidung nicht.

    Nein, so ganz frei war sie vermutlich wirklich nicht. Aber es stimmt schon: Langdon ist hier verzweifelt. Er braucht seinen Spion und dessen Informationen. Da muss er auch zu Mitteln greifen, die ihm vielleicht selbst gegen den Strich gehen. Das ist der Preis, den der Krieg selbst von den Besten fordert.

  • Nein, so ganz frei war sie vermutlich wirklich nicht. Aber es stimmt schon: Langdon ist hier verzweifelt. Er braucht seinen Spion und dessen Informationen. Da muss er auch zu Mitteln greifen, die ihm vielleicht selbst gegen den Strich gehen. Das ist der Preis, den der Krieg selbst von den Besten fordert.

    Ja leider, man wird im Krieg zu Sachen gezwungen, die man in Friedenzeiten nie machen würde.

  • Eine sehr gute Entscheidung! Diese Episode ist für mich bisher die spannendste und beste, vor allem in Bezug darauf, wie sie endet.

    Dieser 4. Band mausert sich gerade auch zu meinem bisherigen Favoriten - und ich bin echt gespannt, wie er enden wird. Ich bin gerade mitten am Hören des zweiten Teils dieses Buches.

  • Schön find ich das due Mission fast etwas ins Hintertreffen gerät und das Zwischenmenschliche mehr Gewicht bekommt. Ich bin gespannt wie es weiter geht, denn die nächsten (Gewissens-)konflikte und Enttäuschungen sind mehr als absehbar.

    Unter diesem Aspekt finde ich diesen Abschnitt von Anfang an einen der gelungensten. Denn das hat mir vorher fast etwas gefehlt. ;) Plötzlich kann ich mir Kelly viel besser vorstellen. Vor allem, wie sie tickt. Jetzt, wo es nicht mehr nur um Krieg, Kämpfe und Revolution geht sondern um persönliche Gefühle, um Familie und Verwicklungen.

    Auch solche Episoden muss es in einer Serie geben. Ich wollte gern etwas "Menschliches" bringen, bevor wir uns dem Finale zuwenden, in dem wieder genug gekämpft wird und genug Politik im Vordergrund steht. Außerdem wollte ich schon immer die Vergangenheit von Kelly näher beleuchten, die bis dato ja stets sehr undurchsichtig war.

    Ich behaupte ja, dass es ohne das Menschliche und Zwischenmenschliche schnell langweilig wird. Also eine Serie, in der einfach ein Auftrag nach dem anderen "abgehakt" wird, das gefällt mir nicht so gut auf Dauer.

    Da wir hier ja die Reihe sehr zeitnah durchmachen, finde ich es sogar noch wichtiger.



    Ab dem Wiedersehen mit ihrem Vater habe ich gedacht: Nein, sie kann ihn doch nicht belügen! Mir tat es richtig weh mit zu erleben, wie er sich freut und sie ihn bewußt im falschen Glauben läßt, er hätte seine Tochter wieder gefunden. Wie kommen sie da wieder raus! Ich hatte die Hoffnung, ihr Vater wäre der Spion, das hätte einen Ausweg gegeben, aber er hat einen Eid geschworen. Das ist wirklich spannend und ich befürchte es endet tragisch. Aber eine Hoffnung gibt es, der Vater hat scheinbar auch seine eigene Vorstellung vom Soldatsein. Vielleicht überrascht er seine Tochter nochmal? Was ist wichtiger, die Tochter oder ein Eid der missbraucht wird?

    Ich fand den Vater ja von Anfang an - also auch in der Rückblende - okay und ich dachte mir auch, wenn einer so eine tolle Frau wie Kelly zur Tochter hat, kann er gar kein Vollpfosten sein. ;) Dass Kelly jetzt quasi auf der anderen Seite ist, ist bitter. Ich bin gespannt, ob für ihr der Beruf oder die Tochter wichtiger ist, wenn es drauf an kommt.

  • Wer der Spion ist, darüber habe ich mir auch den Kopf zerbrochen. Zuerst dachte ich auch an Kellys Bruder, aber der fällt ja jetzt leider 'raus. Vielleicht ist es auch Horowitz? Das wäre eine sehr witzige Entwicklung. Aber vielleicht gibt es auch einfach eine vollkommen unbekannte Person an Board.

    Wobei ein total Fremder als Spion nicht so spannend wäre. Ich baue darauf, dass Bernd da sein Pulver nicht verschießt, sondern einer bereits bekannten Figur einen doppelten Boden gegeben hat.

  • Bei diesem ganzen Gefühlschaos rückt das pikante Detail, dass sich John und Kelly als Ehepaar ausgeben müssen, ganz in den Hintergrund. Ich musste echt lachen, als Aleandro und Hobie sich das Lachen nicht verkneifen können, als Langdon mit der Ehepaar-Geschichte ankommt :totlach:

    Das fand ich auch sehr unterhaltsam und führt zu großartigen Szenen. Vor allem für die Crew natürlich.