09 - Buch 5 bis Kapitel 6 (bis Track 45)

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  • Ich werd mir die Vorgänger auch noch bald zu Gemüte führen. Und hoffe auf Staffel 2.

    Mir tat Sekoya hier total leid, ihre komplette Vorstellung von ihrem Volk wurde in Augenblicken über den Haufen geworfen. Es scheint wirklich das in dieser Reihe keiner ungeschoren davon kommt. Alles was Sekoya für Peko typisch gehalten hat hat ihr Stamm über den Haufen geworfen, und jetzt wirkt er auch noch so wie die Menschen die Peko sehen, das muss sie tief treffen.

    Schön fand ich die Szene zwischen Kelly und John die hatte sehr viel Tiefe, und Geheimnisse die noch nicht mal geahnt wurden werden erwähnt, wen auch nicht aufgedeckt. Was hat John da bloss in seiner Vergangenheit begraben? aber auch die Szene wo sie beide als Vorbereitung die Waffen reinigen war sehr schön, sie zeigte wie ähnlich sich die beiden sind, und auch wo ein fundamentaler Unterschied zwischen ihnen ist.

    Die Charaktere bekommen immer mehr Tiefgang und verflechten sich immer mehr, miteinander und in der Situation.

    Ich bin gespannt wie sie sich jetzt aus dieser Situation raus arbeiten.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Mir tat Sekoya hier total leid, ihre komplette Vorstellung von ihrem Volk wurde in Augenblicken über den Haufen geworfen. Es scheint wirklich das in dieser Reihe keiner ungeschoren davon kommt. Alles was Sekoya für Peko typisch gehalten hat hat ihr Stamm über den Haufen geworfen, und jetzt wirkt er auch noch so wie die Menschen die Peko sehen, das muss sie tief treffen.

    Ein Krieg ist eben sehr prägend, und leider meistens zum Schlechten hin.

  • Die Charaktere bekommen immer mehr Tiefgang und verflechten sich immer mehr, miteinander und in der Situation.

    Das stimmt. Die Charaktere sind zwar immer noch nicht die Hauptsache, aber für mich bekommen sie auch immer mehr Konturen.

  • Die zwei letzten Bücher haben die langweilige Arbeit des Streichens von Wänden verschönert.

    ch muss jetzt mal erwähnen, dass mir der Humor in der Serie sehr gut gefällt. Die Szene des Holoprojektoreinkaufs mit John, Aleandro und dem Verkäufer hat mich auch wieder zum lachen gebracht. Herrlich, wie John sofort in die Offensive geht, als der Verkäufer andeutet, die Mary-Jane könnte nicht mehr auf dem neuesten Stand sein

    Da stimme ich vollkommen zu. Es war zwar zu erwarten, wie man den Käptn dahin bekommt, aber es war auch toll gelesen.


    Glück für Aleandro und Hobie, die direkt in ihrem Element sind. Ich war ja echt erstaunt, dass der IT'ler Aleandro von der Mary-Jane so begeistert ist, obwohl sie nicht mehr dem neuesten Stand entspricht; IT'ler haben ja gerne immer die neueste Technik

    Da spielt bestimmt viel rein, Bastler, 'Neugier, aber immerhin ist die Mary Jane schon was Besonderes. Sie wird ja wie ein Mitglied der Crew gesehen und da regt sich natürlich der IT-Mensch und sagt, wie kann man das noch verbessern.

    Dass die Peko allerdings ihre Lebenssituation wieder deutlich verbessern wollen, ist absolut verständlich - die Wahl der Mittel ist jetzt eben der Knackpunkt. Die Menschen haben die Peko allerdings bisher nur belogen und betrogen, ausgenutzt und vertrieben und gezwungen, ihre nomadische Lebensweise aufzugeben. Hier wird es sehr schwierig, das Vertrauen wieder herzustellen, selbst wenn man mit den besten Absichten kommt, wie es West tut. Aber er ist nur ein einzelner Mensch, die Gesamtheit der Konföderierten muss ebenfalls hinter ihm stehen


    Ich denke auch, dass da noch viel Vergangenheit zu bewältigen sein wird, bevor die Randwelten und die Peko Frieden schließen können.


    Absolut. Und genau darum ging es mir. (Übrigens ein Schicksal, das viele Indianer in Nordamerika im 19. Jahrhundert teilten - deren Reservate waren mitunter auch nicht gerade Naturparadiese.)

    Ja, wenn ich bisher nicht an Indianer gedacht hätte (und ohne Euch vielleicht wirklich nicht) hier spätestens wäre es soweit gewesen. Als absoluter Indianer-Fan, habe ich als Kind nach Anna Jürgens (Blauvogel) Karl May (der von Indianern ja nicht viel Ahnung hatte) Cooper gelesen und dann Liselotte Welskopf-Henrich. Bei letzterer werden die Bücher immer trauriger, nach dem eigentlichen Krieg, in der Reservation. Man hört heute weniger, aber gut geht es den Indianern heute noch nicht. Wer so oft betrogen wurde, wie soll der einem Handel trauen? Ich würde es auch nicht. Die Konförderation braucht die Peko jetzt gerade und was ist, wenn der Krieg gewonnen wurde? Wielange werden sie sich an Versprechen erinnern? Da gibt es für Peko keine Sicherheit.


    Ich weiß gar nicht, ob John sich seiner Gefühle überhaupt im Klaren ist. Er schwankt zu sehr zwischen Kelly und Sekoya und kann sich keine eindeutige Meinung bilden.

    Eige.ntlich hat er eine Frau und für die wird er sich im Zweifelsfall immer entscheiden: die Mary-Jane.

    (Mir erstmals passiert bei "Drachengasse 13" nach dem 4. Band.)

    Deshalb kein weiterer? Wen muss man da erschießen? Ich finde die Bücher so toll und als ich sie mit den Kindern gelesen habe, haben Leute sich dazu gesetzt und wollten mit zuhören. Dieses blöde Zahlendenken!

  • Deshalb kein weiterer? Wen muss man da erschießen? Ich finde die Bücher so toll und als ich sie mit den Kindern gelesen habe, haben Leute sich dazu gesetzt und wollten mit zuhören. Dieses blöde Zahlendenken!

    Leider ja. Und, naja, wenn es nur ums Geld ginge, wäre natürlich der Verlag schuld. Aber ein Verlag ist ja nicht dazu da, Geld zu verlieren. Sonst hat er ja am Ende keins mehr, um seine Mitarbeiter (und die Autoren) zu bezahlen. Insofern sollte ein Buch auch schon was einspielen. Vorwerfen kann man denen höchstens, dass sie die Reihe ab Band 3 völlig aufgegeben haben. Band 4 wurde nur noch in Kleinstauflage gedruckt und war kaum im Buchhandel zu kriegen. Doch leider liegt's halt auch an den Lesern und den Bücherschenkern, die sich zu wenig trauen. Was kriegen denn noch heute alle Kinder geschenkt? "Drei ???", "Räuber Hotzenplotz", "Harry Potter" und "Warrior Cats". Alles tolle Bücher, keine Frage. Aber das sind alles schon Megaseller. Wenn da 1000 Bücher weniger verkauft würden, würde das in der Bilanz gar nix ausmachen. Bei "D13" hat es zum Aus geführt. Insofern liegt es in der Hand jeden Lesers und Bücherschenkers: Greift mal weniger zu Stapeltiteln. Die sind auch nicht besser als das Buch im Regal nebenan. ;)

  • Deshalb kein weiterer? Wen muss man da erschießen? Ich finde die Bücher so toll und als ich sie mit den Kindern gelesen habe, haben Leute sich dazu gesetzt und wollten mit zuhören. Dieses blöde Zahlendenken!

    Leider ja. Und, naja, wenn es nur ums Geld ginge, wäre natürlich der Verlag schuld. Aber ein Verlag ist ja nicht dazu da, Geld zu verlieren. Sonst hat er ja am Ende keins mehr, um seine Mitarbeiter (und die Autoren) zu bezahlen. Insofern sollte ein Buch auch schon was einspielen. Vorwerfen kann man denen höchstens, dass sie die Reihe ab Band 3 völlig aufgegeben haben. Band 4 wurde nur noch in Kleinstauflage gedruckt und war kaum im Buchhandel zu kriegen. Doch leider liegt's halt auch an den Lesern und den Bücherschenkern, die sich zu wenig trauen. Was kriegen denn noch heute alle Kinder geschenkt? "Drei ???", "Räuber Hotzenplotz", "Harry Potter" und "Warrior Cats". Alles tolle Bücher, keine Frage. Aber das sind alles schon Megaseller. Wenn da 1000 Bücher weniger verkauft würden, würde das in der Bilanz gar nix ausmachen. Bei "D13" hat es zum Aus geführt. Insofern liegt es in der Hand jeden Lesers und Bücherschenkers: Greift mal weniger zu Stapeltiteln. Die sind auch nicht besser als das Buch im Regal nebenan. ;)

    Ich kann Stunden in ner Buchhandlung verbringen um dann mit 2 Büchern raus zu gehen, weil ich mich erst durch die Hälfte der Regale gewühlt habe, ich Schuhläden bin ich nach 15 min spätestens durch.

    ;)

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Der Mensch ist halt von Natur aus bequem. Und Bestseller verkaufen ich bequemer als unbekannte Bücher. Das erfordert private Überzeugung. Und zugegeben: Nicht jeder Buchhändler kann sein ganzes Sortiment kennen und gut finden. Ist eine schwierige Sache. Ich verstehe, warum viele Dinge im Buchmarkt so sind, wie sie sind. Ich bin ja Realist. Trotzdem wünschte ich mir - als einer der vielen Autoren der B-Riege am Markt -, dass es anders wäre.

  • Es wäre halt gut, wenn Buch Verkäufer auch mehr wüssten als Bestseller zu verkaufen

    Leider findet man immer mehr große Buchhändler-Ketten. Die Verkäufer dort wissen gerade mal, wo welches Genre steht, haben aber keine Ahnung von den Inhalten bzw. Autoren. Da muss man schon in die kleinen Läden gehen, aber die haben nur ein begrenztes Angebot aus finanziellen Gründen.

  • Das gilt auch für John und seine Crew. Auch sie können nicht mehr weglaufen sondern müssen sich dem Krieg stellen, so schwer es auch manchen fällt, vor allem dem risikobewussten John. Die jüngeren Crewmitglieder haben da nicht solche Skrupel.

    Es ist ja auch schon zu viel vorgefallen. Sie haben sich zu oft eingemischt, jetzt müssen sie Stellung beziehen. Eigentlich haben sie das aber schon länger gemacht. Wenn ich z.B. an das Befreien der zum Tode verurteilten denke.



    Ich muss jetzt mal erwähnen, dass mir der Humor in der Serie sehr gut gefällt. Die Szene des Holoprojektoreinkaufs mit John, Aleandro und dem Verkäufer hat mich auch wieder zum lachen gebracht. Herrlich, wie John sofort in die Offensive geht, als der Verkäufer andeutet, die Mary-Jane könnte nicht mehr auf dem neuesten Stand sein :totlach: Und er dann das teure Gerät verkaufen kann, weil John so eine "Beleidigung" nicht auf sich bzw. der Mary-Jane sitzen lassen kann - köstlich :totlach:

    Ja, diese Szene fand ich auch sehr lustig. Erinnert an den Millenium Falken und Han Solo. Über den lässt Han auch nix kommen. Oder an stolze Besitzer von alten Autos. So ein Mustang-Besitzer z.B. der würde sich gut mit John verstehen.



    Sehr schön, dass wir auch Zeuge des Gesprächs zwischen John und Kelly wurden, dass er ihr von seinem Gespräch mit ihrem Vater erzählt hat und dass Robinson dafür gesorgt hat, dass die Mary-Jane überhaupt von dem Gefangenentransporter wusste.


    Nur was seine Gefühle für Kelly angeht, darüber kann er noch nicht so richtig reden. Zumal er auch nicht weiß, was das mit Sekoya ist, ob da überhaupt etwas ist.

    Ich finde, dass Kelly und er gut zusammen passen. Sekoya sehe ich nicht an seiner Seite. Also als gute Freundin aber nicht als DIE Freundin. Die passt charakterlich irgendwie nicht zu ihm. Viel zu ruhig und zurückgenommen. Kelly und John das ist doch der alte Song - tausendmal berührt..... Haha.

  • Dass sie die Verhältnisse auf Sekoyas Heimatplaneten inzwischen derart verändert haben, konnte keiner ahnen. Dieser Geonoy (?) ist ein ganz schöner Aufwiegler und wie es aussieht, ist er damit auch noch ziemlich erfolgreich. Wobei ich gestehen muss, ich kann die Peko durchaus auch verstehen, dass sie irgendwann die Nase voll haben und auf Rache aus sind - und vor allem im Moment eine Chance für sich sehen, wenn sich die Menschen untereinander bekriegen. Aber Rache bringt i.d.R. nichts Gutes hervor. Dass die Peko allerdings ihre Lebenssituation wieder deutlich verbessern wollen, ist absolut verständlich - die Wahl der Mittel ist jetzt eben der Knackpunkt. Die Menschen haben die Peko allerdings bisher nur belogen und betrogen, ausgenutzt und vertrieben und gezwungen, ihre nomadische Lebensweise aufzugeben. Hier wird es sehr schwierig, das Vertrauen wieder herzustellen, selbst wenn man mit den besten Absichten kommt, wie es West tut. Aber er ist nur ein einzelner Mensch, die Gesamtheit der Konföderierten muss ebenfalls hinter ihm stehen.

    Ich musste ständig an die Indianer denken. Habe in letzter Zeit zwei tolle Filme über das Thema gesehen. (Die Frau, die vorausging und Feinde.) Die Peko stecken im gleichen Dilemma fest. Sich wehren und Gleiches mit Gleichem vergelten oder sich ducken (Die Indianer wurden in ihren Reservaten ja auch nicht glücklich.)

    Das ist ja übrigens so eine witzige Sache. Als junger Leser und Laie dachte ich früher immer, dass Bücher erscheinen, weil ein Autor sie schreiben wollte. Und wenn sie nicht erscheinen, wollte der Autor sie wohl nicht schreiben. Wie viele ganz profane wirtschaftliche Faktoren da noch hineinspielen, wird einem erst so richtig klar, wenn der erste Verlag eine eigene Reihe abgesägt hat, weil sie sich - aus welchem Grund auch immer - nicht gut genug verkaufte. (Mir erstmals passiert bei "Drachengasse 13" nach dem 4. Band.)

    Ich finde das auch als Leser ätzend. Mir passiert bei zwei Historeihen. Bei einer Trilogie wurde einfach der dritte Teil (schon geschrieben) nicht mehr herausgebracht und bei der anderen (von Ulf Schiewe) wurde mitten drinnen aufgehört, wohl auch, weil die Verkaufszahlen nicht passten (mir unerklärlich). Das muss für einen Autor auch schwierig sein abzuwägen, wie groß man so eine Reihe im Kopf anlegt. Also ob man Johns Geheimnisse aufhebt und nur als Appettitanreger andeutet oder ob man sie noch in die erste Staffel einarbeitet.

  • Der Planet, auf dem Sekoyas Volk lebt, scheint ein ziemlich heißer und auch etwas öder Planet zu sein. Wenn man sich vorstellt, dass die Peko so naturliebend und -verbunden sind, muss es für sie wirklich schlimm sein, dann auf so einem "leeren" Planeten leben zu müssen.


    Wir fragen uns ja auch, warum die Innuit nicht in wärmere Gefilde ziehen, die Tuareg unbedingt in der Wüste wohnen müssen usw. Aber wenn das deine Heimat ist, dann hinterfragst du das nicht unbedingt. Solange du dein Auskommen hast. So würde ich mir das erklären.



    Eige.ntlich hat er eine Frau und für die wird er sich im Zweifelsfall immer entscheiden: die Mary-Jane.

    Das wäre ja schon etwas traurig, finde ich.

  • Wir fragen uns ja auch, warum die Innuit nicht in wärmere Gefilde ziehen, die Tuareg unbedingt in der Wüste wohnen müssen usw. Aber wenn das deine Heimat ist, dann hinterfragst du das nicht unbedingt. Solange du dein Auskommen hast. So würde ich mir das erklären.

    Bei den Peko ist es halt der Fall, dass sie nicht freiwillig auf diesem Planeten festsitzen wollen, sondern sich sicherlich andere Planeten aussuchen würden, wenn sie von den Menschen nicht in Reservate gepfercht und ihrem Nomaden-Dasein beraubt worden wären.

  • Das muss für einen Autor auch schwierig sein abzuwägen, wie groß man so eine Reihe im Kopf anlegt. Also ob man Johns Geheimnisse aufhebt und nur als Appettitanreger andeutet oder ob man sie noch in die erste Staffel einarbeitet.

    Das ist es immer, stimmt. Wenn ich alles Pulver direkt verschieße, merkt man das mitunter dem Sequel an, weil es da nichts mehr zu erzählen gibt oder aber die Erzählung in eine ganz neue Richtung führt (weil man alle anfänglichen Fragen ja schon beantwortet hat). Aber wenn ich was zurückhalte, wird es mitunter nie aufgelöst. Aber neuerdings sagen Verlage eigentlich immer: Pitch uns mal einen Einzelband - mit einer losen Option auf Fortsetzung. Dann entstehen so "shared world"-Romane wie "Der Drachenjäger" und "Der Weltenfinder", die beide für sich einzelne Abenteuer sind, aber doch ein bisschen auch zusammengehören. Echte Trilogie- oder gar Reihenverträge sind viel schwerer als noch vor 10 Jahren zu bekommen (Reihen sogar praktisch unmöglich). Krimi-Autoren haben es da einfacher, da die Leser hier normalerweise kein aufeinander aufbauendes Epos in den Romanen erwarten, sondern "nur" den nächsten Fall von Kommissarin X oder Inspektor Y. Das ist (glaube ich, ohne mich da gut auszukennen) alles deutlich episodischer angelegt.

  • Beitrag von Bernd Perplies ()

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  • Echte Trilogie- oder gar Reihenverträge sind viel schwerer als noch vor 10 Jahren zu bekommen (Reihen sogar praktisch unmöglich). Krimi-Autoren haben es da einfacher, da die Leser hier normalerweise kein aufeinander aufbauendes Epos in den Romanen erwarten, sondern "nur" den nächsten Fall von Kommissarin X oder Inspektor Y. Das ist (glaube ich, ohne mich da gut auszukennen) alles deutlich episodischer angelegt

    Vielleicht irre ich mich, aber ich denke, das liegt an unserer schnelllebigen Zeit. Heutzutage hat keiner mehr so richtig Zeit oder Ausdauer, sich mit einer Sache länger zu beschäftigen, gerade bei den Jüngeren. Für viele ist es einfacher, eine Serie im TV zu sehen anstatt die dazu passenden Bücher zu lesen. Man braucht dabei auch nicht so viel nachzudenken. Das habe ich zuletzt im Bekanntenkreis erlebt. " Game of Thrones" hat dort fast jeder gesehen, aber als ich erwähnte, dass ich die Bücher gerade zum zweiten Mal lese, erst auf deutsch, jetzt auf englisch, wurde ich nur mitleidig belächelt nach dem Motto "sowas tust du dir an?".

  • Klar, TV ist Dank Netflix und Co mit ihren extrem teuren High-Profile-Genre-Serien aktuell stark auf dem Vormarsch, durchaus zulasten des gelesenen Worts. Ich merke es tatsächlich an mir selbst. Eine TV-Episode geht abends immer noch. Ein Buch? Da fehlt dann oft die Ruhe zu. Zugegeben arbeite ich auch den ganzen Tag schon mit Texten. Trotzdem würde ich gern viel mehr Zeit mit Lesen verbringen.