02 - Seite 81 bis 164 (einschließlich Kapitel 19)

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  • Ariana taucht wieder auf und Clemens erkennt sie zunächst nicht (wie auch?). Rettet die Situation aber souverän.

    Clemens muss eh schauen, dass er Lennart so gut wie möglich „vertritt“. Finja hilft ihm ein wenig dabei, aber 24 h kann sie nicht um ihn sein.

    Interessant finde ich, dass Clemens mit Ariana einen Neuanfang versuchen will. Für Ariana wäre das nicht schlecht, auch wenn ihr Herz eigentlich immer noch an Gerrit hängt. Aber dieser ist ja unerreichbar in Amerika. Keiner weiß, ob er überhaupt noch lebt.


    Käthe erhofft sich, mit Roland Lüders einen gesellschaftlichen Aufstieg zu erreichen. Doch Roland sieht nur ein nützliches Spielzeug in ihr, dem man sich wohl bei Gelegenheit entledigen kann. Derzeit hält sie ihn über die Vorkommnisse auf dem Gut auf dem Laufenden.

    Als Käthe ihn in Hamburg überraschen will, glaubt sie, auf dem Bahnhof ihre Schwester Jenny zu erkennen. Zusammen mit einem kleinen Kind. Ist es wirklich ihre Schwester? Und war das Kind der Grund, wieso Jenny seinerzeit verschwunden war?

  • Ich bin immer noch gespannt, ob Edzard wieder gesund wird. Wird er den "falschen" Sohn erkennen?


    Es geht ihm zumindest besser, daher besteht Hoffnung. Ich denke schon, dass Ezard den falschen Sohn als solchen entlarven wird. Die Frage ist nur, will er das? Oder hält er lieber an einer Lüge fest?

  • Zur Diskussion über einen Dialekt: Ob ihr es glaubt oder nicht, ich spreche glasklares Hochdeutsch, mir hört man nicht an, woher ich komme, wo ich aufgewachsen bin und wo ich wohne. Das betrifft genauso meine Tochter und meinen Mann. Natürlich auch meine Eltern, die mich ja so erzogen haben, vor allem meinen Vater, der sehr darauf achtete, dass ich etwa mit keinem einzigen bayerischen Wort nach Hause kam - und als ich es doch einmal tat, schrecklich geschimpft hat. Ich wurde zwar in Hamburg geboren, bin aber mit acht Jahren nach München gekommen. Insofern ist es für mich irgendwie normal, dass meine Figuren sprechen wie ich ;-)

    &WCF_AMPERSAND"Sehnsucht nach Sansibar&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2012<br />&WCF_AMPERSAND"Die Bucht des blauen Feuers&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2012<br />&WCF_AMPERSAND"Das Bild der Erinnerung&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2013

  • Zu den inhaltlichen Sachen:

    1. Ariana wurde definitiv nicht von Lennart vergewaltigt. Sie war betrunken und hat freiwillig mitgemacht. Aber sie hat sich später aus Scham eingeredet, er habe sie möglicherweise missbraucht.

    2. St. Pauli war damals genauso St. Pauli wie heute. Das heisst: Hier herrschte das Rotlichtmillieu. Es gibt eine Menge Quellen, die das auf ganz wunderbare Weise belegen.

    3. Gerrit von Voss ist ja in Amerika verschollen. Er hat sich bei seiner Familie nicht mehr gemeldet, niemand in Neuenfelde weiß, ob er noch lebt oder gestorben ist. Deshalb steht er ja als Erbe nicht zur Verfügung und kann per se auch nicht berücksichtigt werden. Die Recherchemöglichkeiten waren damals ja auch ausgesprochen begrenzt und nicht mit heute vergleichbar.

    &WCF_AMPERSAND"Sehnsucht nach Sansibar&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2012<br />&WCF_AMPERSAND"Die Bucht des blauen Feuers&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2012<br />&WCF_AMPERSAND"Das Bild der Erinnerung&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2013

  • Stimmt, Gerrit gibt es auch noch. Aber vielleicht gibt es eine Klausel, die besagt, dass der Erbe vor Ort sein muss?!

    Ja stimmt. Ich glaube gelesen zu haben, dass Gerrit keine Ansprüche hat und leer ausgeht. Ich hoffe, dass es nicht aus der Vorgeschichte ist.

  • Frage: Wenn Jenny wirklich ein Kind von Lennart hat, kann das erben obwohl es unehelich ist? (Ich gehe mal von unehelich aus!)

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________________________

    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Frage: Wenn Jenny wirklich ein Kind von Lennart hat, kann das erben obwohl es unehelich ist? (Ich gehe mal von unehelich aus!)

    Zu dieser Zeit waren uneheliche Kinder nicht erbberechtigt.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Stimmt, Gerrit gibt es auch noch. Aber vielleicht gibt es eine Klausel, die besagt, dass der Erbe vor Ort sein muss?!

    Ja stimmt. Ich glaube gelesen zu haben, dass Gerrit keine Ansprüche hat und leer ausgeht. Ich hoffe, dass es nicht aus der Vorgeschichte ist.

    Ist die Frage, ob das rechtlich durchginge. Heute würde ja jeder einen Pflichtteil erben, zumindest von den Kindern

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Zur Diskussion über einen Dialekt: Ob ihr es glaubt oder nicht, ich spreche glasklares Hochdeutsch, mir hört man nicht an, woher ich komme, wo ich aufgewachsen bin und wo ich wohne. Das betrifft genauso meine Tochter und meinen Mann. Natürlich auch meine Eltern, die mich ja so erzogen haben, vor allem meinen Vater, der sehr darauf achtete, dass ich etwa mit keinem einzigen bayerischen Wort nach Hause kam - und als ich es doch einmal tat, schrecklich geschimpft hat. Ich wurde zwar in Hamburg geboren, bin aber mit acht Jahren nach München gekommen. Insofern ist es für mich irgendwie normal, dass meine Figuren sprechen wie ich ;-)

    Ich habe 11 Jahre in der Nähe von Stuttgart gelebt und gearbeitet. Das hat damals sofort auf mich abgefärbt. Auch bei meiner Schwester, die in der Nähe von Bad Honnef eine Ausbildung machte, machte sich ihre neue Umgebung gleich in der Aussprache bemerkbar. Ich finde das nicht schlimm!

  • Das Erbrecht für unehelich geborene Kinder wurde erst Anfang der 1970er Jahre geändert. In der Zeit, in der meine Geschichte spielt, waren nichtehelich geborene Kinder sozusagen nicht existent für den Erblasser. Die einzige Möglichkeit war damals, ein Kind zu adoptieren. Seltsamerweise waren adoptierte (nicht unbedingt blutsverwandte) Kinder ebenso erbberechtigt wie leibliche Kinder, die in der Ehe gezeugt wurden.

    &WCF_AMPERSAND"Sehnsucht nach Sansibar&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2012<br />&WCF_AMPERSAND"Die Bucht des blauen Feuers&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2012<br />&WCF_AMPERSAND"Das Bild der Erinnerung&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2013

  • Das Erbrecht für unehelich geborene Kinder wurde erst Anfang der 1970er Jahre geändert. In der Zeit, in der meine Geschichte spielt, waren nichtehelich geborene Kinder sozusagen nicht existent für den Erblasser. Die einzige Möglichkeit war damals, ein Kind zu adoptieren. Seltsamerweise waren adoptierte (nicht unbedingt blutsverwandte) Kinder ebenso erbberechtigt wie leibliche Kinder, die in der Ehe gezeugt wurden.

    naja, irgendwie mussten ja auch Kinderlose zu Erben kommen. Der nächste in der Reihe ist ja nicht immer die bessere Wahl...Wie man an Roland sieht :unschuldig:

    In Japan ist diese Adoption ja Gang und gäbe

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Zur Diskussion über einen Dialekt: Ob ihr es glaubt oder nicht, ich spreche glasklares Hochdeutsch, mir hört man nicht an, woher ich komme, wo ich aufgewachsen bin und wo ich wohne. Das betrifft genauso meine Tochter und meinen Mann. Natürlich auch meine Eltern, die mich ja so erzogen haben, vor allem meinen Vater, der sehr darauf achtete, dass ich etwa mit keinem einzigen bayerischen Wort nach Hause kam - und als ich es doch einmal tat, schrecklich geschimpft hat. Ich wurde zwar in Hamburg geboren, bin aber mit acht Jahren nach München gekommen. Insofern ist es für mich irgendwie normal, dass meine Figuren sprechen wie ich ;-)

    Ich habe 11 Jahre in der Nähe von Stuttgart gelebt und gearbeitet. Das hat damals sofort auf mich abgefärbt. Auch bei meiner Schwester, die in der Nähe von Bad Honnef eine Ausbildung machte, machte sich ihre neue Umgebung gleich in der Aussprache bemerkbar. Ich finde das nicht schlimm!

    ôser schwobadialekt isch halt ôwîderstehlich:unschuldig:^^

    Lebe genau zwischen Stuttgart und ulm. Studiere in Stuttgart

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Mein "seltsamerweise" bezog sich nicht darauf, dass Menschen überhaupt Kinder adoptieren und zu ihren Erben machen können. Das finde ich wunderbar. Ich finde es nur seltsam, dass angenommene Kinder damals einen höheren Wert besaßen als blutsverwandte, die eben nicht in einer Ehe gezeugt wurden.

    &WCF_AMPERSAND"Sehnsucht nach Sansibar&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2012<br />&WCF_AMPERSAND"Die Bucht des blauen Feuers&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2012<br />&WCF_AMPERSAND"Das Bild der Erinnerung&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2013

  • Und Clemens tut sich ab und zu doch schwer mit dieser Scharade, auch wenn er sich langsam daran gewöhnt.

    Hilfreich ist dabei sicherlich seine eigene Situation, denke ich. Wäre er zuhause von seinem Vater willkommen geheißen worden, hätte er vermutlich trotzdem die Reise zu den von Voss' auf sich genommen, aber ich denke, es hätte ihn auch rasch wieder zurückgezogen.


    Überhaupt mag ich Clemens sehr gerne - seine kluge Art, sein kritischer Blick auf seinen Doppelgänger Lennard von Voss. Aber die Anziehungskraft, die Ariana auf ihn ausübt, gefällt mir nicht. Dabei kann ich momentan noch nicht einmal genau sagen, woran es liegt.

    Dann ist da ja auch noch der neue Arzt und seine Tochter Christine, die schon etwas Mühe haben, im Ort anzukommen. Zugezogene sind nicht so arg gerne gesehen. Ich hoffe, die Hebamme meint es wirklich gut mit dem Doktor.

    Ja, der Norddeutsche ist etwas zugeknöpfter... Wobei ich zugeben muss, dass ich als Schwäbin früher die Beäugung von "Neig'schmeckten" durchaus als kritischer empfunden habe, als ich es hier als Quiddje hier am eigenen Leib erfahren habe. Aber vermutlich liegt das weniger an der Region sondern eher am ländlichen Idyll.;) Daher kann ich Christines Wunsch, lieber in eine Großstadt zu ziehen, durchaus nachvollziehen...

    Übrigens musste ich an der Stelle, an der Christines Freundin aus dem Elsass, die es nach Schlesien verschlagen hat, kurz zucken. Ausgerechnet Schlesien - da wird sie auch nicht für immer Wurzeln schlagen können.:boah:

    Käthe spielt Spionin im Haushalt Voss. Die soll sich nur nicht erwischen lassen. Ich mag sie nicht.

    Da schließe ich mich an. Auch wenn ich ihre Situation durchaus bedauerlich finde - ein prügelnder Vater, keine Zukunftschancen abseits der Erwartungen an eine junge Frau niederer Herkunft. Im Grunde finde ich es gut und richtig, dass Käthe sich nach ihren Möglichkeiten zur Wehr setzt. Nur, dass es dieser Widerling und ein so dämlicher Plan sein muss... Nein, ich mag sie ebenfalls nicht.

  • War St. Pauli 1920 auch schon das Rotlichtviertel? Oder ist da garnicht das St. Pauli gemeint? Ansonsten ist Roland am Ende noch ein Zuhälter. Zutrauen würde ich es ihm ja.

    Sankt Pauli ist bereits seit Mitte des 17. Jahrhunderts ein Vergnügungsviertel. Damals bildete sich vor den Stadttoren Hamburgs ein Spielbudenplatz mit Jahrmarktbetrieb, Schenken, Tanzlokalen und so weiter.

    Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts (nachdem Napoleon zuvor den sogenannten Hamburger Berg abreißen ließ) gab es dann wieder neuen Aufschwung - unter anderem mit dem St. Pauli Theater, eines der ältesten Theaterhäuser Deutschlands.


    Roland hat auch in Hamburg nichts Gutes im Sinn, denke ich. Ob er deshalb gleich Zuhälter ist, kann ich nicht einschätzen, aber als der beinamputierte junge Mann die aktuellen Verbrechen aufzählt, um seine Zeitung zu verkaufen, da kam mir gleich noch viel Böseres in den Sinn...:o

  • Ich habe den Eindruck, dass einige Leute schon misstrauisch geworden sind - z.B. der Stallmeister, der Lennart gut kannte - und nur aus Respekt vor der Familie Voss ihren Verdacht nicht offen äußern. Auch bei Ariana habe ich mich gewundert, weil sie nicht bemerkt hat, dass es nicht Lennart ist, der vor ihr steht. Clemens hat einen völlig anderen Charakter, er ist eher introvertiert, spielt Klavier, wirkt sehr gebildet und kann nicht reiten. Auf Dauer kann das nicht gutgehen mit dieser Täuschung.

    Da bin ich ganz bei Dir - ich denke, irgendwann kommt alles ans Licht. Dennoch ist es für mich absolut glaubhaft, dass auch Menschen wie Ariana und der Stallmeister, die Lennart gut kannten, nicht misstrauisch werden. Sechs Jahre im Krieg, dazu noch in einem, dessen "Qualität" noch nie zuvor dagewesen war, machen einen so drastischen Charakterwandel für mich realistisch.

    Vermutlich wird die Irritation eher über die Zeit einsetzten - dann, wenn alle denken, dass die Normalität wieder Einzug hält. Oder Clemens nicht mehr so extrem auf die Vermeidung schwieriger Situationen achtet... Die Szene mit Ariana auf dem Friedhof deutet ja schon in diese Richtung.

  • Das habe ich mich auch schon gefragt. Wenn Lennart Ariane allerdings vergewaltigt hat, finde ich es seltsam, dass Ariane den Kontakt zu Lennart-Clemens sucht. Zwar waren beide Begegnungen eher zufällig, aber mir schien es nicht so, als ob Ariana die ganz schrecklich gefunden hätte. Fast eher im Gegenteil. Sie hat bei weiteren Treffen auch eher Angst vor Gerede als vor Lennart. Ich frage mich wirklich, was vorgefallen ist, dass sie ihre große Liebe Gerrit für seinen Bruder "verraten" hat? Von beiden Seiten aus schien die Liebe ja besonders und tiefgehend gewesen zu sein.

    Vergewaltigung habe ich nicht wirklich in Betracht gezogen - sicherlich wäre das damals für Frauen noch schwieriger zu melden gewesen (noch dazu bei einem derart angesehen Erben einer Domäne), aber die Reaktion Arianas auf Clemens/Lennarts ist für mich eine andere. Aktuell tippe ich darauf, dass Ariana extrem frustriert war, dass Gerrit sie derart hat sitzen lassen und Lennart sich einen Spaß gemacht hat, indem er die Flamme seines älteren Bruders verführt hat. Ihm hat das Wissen, mit Ariana Sex gehabt zu haben (im Gegensatz zu Gerrit), vermutlich den Kick gegeben, für Ariana war es unüberlegter Trotz... Nur das die Dorfschönheit in diesem Moment nicht bedacht hat, dass das Ganze die Runde im Dorf machen würde. So in etwa stelle ich mir das vor.

  • 3. Gerrit von Voss ist ja in Amerika verschollen. Er hat sich bei seiner Familie nicht mehr gemeldet, niemand in Neuenfelde weiß, ob er noch lebt oder gestorben ist. Deshalb steht er ja als Erbe nicht zur Verfügung und kann per se auch nicht berücksichtigt werden. Die Recherchemöglichkeiten waren damals ja auch ausgesprochen begrenzt und nicht mit heute vergleichbar.

    Mir gefällt es sehr gut, dass wir das Alte Land für die kurzen Episoden in Georgia verlassen. Vor allem, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass wir Gerrit in den Vereinigten Staaten begegnen... Ich bin sehr gespannt, ob er noch einmal Kontakt in die alte Heimat aufnimmt.

    Die Internierung von zivilen Deutschen und Japanern ist im Übrigen ein sehr spannender Punkt, über den es leider gar nicht viel zu lesen gibt. Damals gab es ja auch eine regelrechte Welle der Anglisierung deutscher Namen - nur, um möglichst keinen Verdacht zu erregen.

    Sehr gespannt bin ich auf die junge Dame, die Gerrit dann wohl mitnimmt... Irgendwie habe ich bei ihr eine Amelia Earhart vor Augen.:)

  • ôser schwobadialekt isch halt ôwîderstehlich:unschuldig:^^

    :totlach:

    So kann ich selbstverständlich auch sprechen. Muttersprache hinterlässt Spuren - dabei habe ich schon deutlich weniger geschwäbelt als meine Eltern. Aber seit ich in Hamburg lebe, spreche ich erstaunlicherweise lupenreines Hochdeutsch. Selbst Herr dubh konnte nicht glauben, dass ich aus dem Süden dieser Republik stamme...8) Und wenn ich heute Leute kennenlerne, sind sie auch fast immer total überrascht, dass ich nicht aus Norddeutschland stamme.

    Dabei mag ich Dialekte (naja, fast alle) sehr gerne und habe mit das Schwäbische nicht bewusst abtrainiert.

    Lange Rede, kurzer Sinn: ich kann Clemens' mangelnden Dialekt absolut nachvollziehen.

  • War St. Pauli 1920 auch schon das Rotlichtviertel? Oder ist da garnicht das St. Pauli gemeint? Ansonsten ist Roland am Ende noch ein Zuhälter. Zutrauen würde ich es ihm ja.

    Sankt Pauli ist bereits seit Mitte des 17. Jahrhunderts ein Vergnügungsviertel. Damals bildete sich vor den Stadttoren Hamburgs ein Spielbudenplatz mit Jahrmarktbetrieb, Schenken, Tanzlokalen und so weiter.

    Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts (nachdem Napoleon zuvor den sogenannten Hamburger Berg abreißen ließ) gab es dann wieder neuen Aufschwung - unter anderem mit dem St. Pauli Theater, eines der ältesten Theaterhäuser Deutschlands.


    Roland hat auch in Hamburg nichts Gutes im Sinn, denke ich. Ob er deshalb gleich Zuhälter ist, kann ich nicht einschätzen, aber als der beinamputierte junge Mann die aktuellen Verbrechen aufzählt, um seine Zeitung zu verkaufen, da kam mir gleich noch viel Böseres in den Sinn...:o

    Danke für die Info. :) damit kannte ich mich noch garnicht aus

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)