01 - Anfang bis Seite 81 (einschließlich Kapitel 9)

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  • Hallo Ihr Lieben,


    hier startet die Leserunde zu "Der Gutshof im Alten Land". Ich begrüße alle TeilnehmerInnen herzlich und ganz besonders Micaela Jary, die Autorin. Großartig, dass Du auch dieses Mal Lust hast und Dir die Zeit nimmst, uns bei der Lektüre Deines neuen Romans zu begleiten!:*


    Bitte lest Euch zuvor noch einmal die allgemeinen Informationen zu Leserunden und die Aufführungen zur Netiquette durch.

    Postet bitte erst, wenn Ihr mit der Lektüre begonnen habt und etwas zum Buch zu schreiben oder zu fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Hier könnt Ihr zum ersten Abschnitt - einschließlich Kapitel 9 - schreiben.

    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns allen viel Spaß beim Lesen und Austauschen!

  • Ich bin schon jetzt begeistert von der Geschichte. Ich hoffe, wir werden Gerrit von Voss, der nach Amerika ausgewandert ist und der im Prolog auftaucht, auch in der Geschichte im Alten Land wiedertreffen.


    Ich finde, daß Finja, die Tochter des Hauses, mehr Anerkennung und Zuneigung verdient hätte. Bloß weil sie sich nicht so verhält, wie es von ihr erwartet wird, kann man sie doch nicht links liegen lassen. Warum sollten sich nicht auch Frauen für die Veterinärmedizin interessieren?


    Christine Limbach, die Tochter des Arztes, hatte sich von dem Haus, das ihr Vater gekauft hatte, mehr versprochen. Aber der junge Mann, Clements Curtius, den sie für Lennart von Voss hält, imponiert ihr. Ihr Traum, ihr Medizinstudium zu beenden, wurde durch den Tod der Mutter und den Krieg zerstört.


    Clements Curtius, der eigentlich nur von Lennart berichten wollte, soll dafür herhalten, zur Genesung des Gutsherrn beizutragen, indem er so tut, als ob er Lennart sei. Schon am nächsten Morgen ist Clements von dieser Idee nicht mehr begeistert, was ich auch verstehen kann.


    Kann dieses Spiel wirklich gut gehen? Macht Finja da wirklich mit? Was passiert, wenn der Gutsherr stirbt? Dann würde das Gut an den Neffen Roland übergehen, weil die Tochter nicht zählt. Kann das verhindert werden mit dem Doppelgänger?

  • Es ist schon viel passiert in diesem ersten Abschnitt und die Geschichte entwickelt sich dynamisch und bleibt dennoch konzentriert bei den Personen. Sie sind alle in der einen oder anderen Weise vom 1. Weltkrieg und seinen Folgen betroffen und müssen sich in diesen schwierigen Zeiten neu orientieren. Auf dem Gut der Familie von Voss ist es die Tochter Finja, die ihre beiden Brüder ersetzen muss, sie arbeitet hart und muss sich mit den Dienstboten arragieren. Dabei hatte sie ganz andere Ziele und Wünsche für ihr weiteres Leben. Als Clemens auftaucht , der ihrem verschollenen Bruder Lennart so ähnlich sieht, trifft ihre Mutter Caroline eine folgenschwere Entscheidung, die das Leben der Familie in eine ganz neue Richtung lenkt. Weil diese Ähnlichkeit so oft und eindringlich erwähnt wird und wir außerdem erfahren, dass der Vater Edzard kein Kostverächter war in Bezug auf attraktive Frauen, habe ich den Verdacht, dass Clemens und Lennart möglicherweise Halbbrüder sein könnten. Edzard von Voss könnte die Mutter von Clemens bei seinen Reisen nach Berlin kennengelernt und eine heimliche Affäre mit ihr gehabt haben?

  • Dank des Lesens der Vorgeschichte, kannte ich die Protagonisten schon etwas. Was wohl mit Lennart passiert ist? Ist er gefallen, oder hat er sich abgesetzt? Denn ein Kämpfer war der nie.


    Was mit Jenny war, kann ich mir sehr gut vorstellen. Erst recht nachdem ihr Vater das zu Käthe gesagt hat. Apropos Käthe, die ist ja reichlich frech. Nicht dass ich es gutheißen würde, dass der Adel so mit seinem Personal umgesprungen ist, aber Käthe erlaubt sich da einiges. Wobei ich sagen muss, dass die Art der Strafe ihres Vaters für sie natürlich nicht richtig ist. Er könnte sie zum Krüppel schlagen, und dann? Lässt er sie dann verhungern, wenn sie nicht mehr arbeiten kann?


    Clemens Curtius hat sich breitschlagen lassen, vor Edzard von Voss dessen Sohn zu spielen. Ich denke, spätestens, wenn Edzard wieder klar im Kopf ist, merkt er, dass Clemens nicht sein Sohn ist. Denn da müsste dieser sich um 180 ° gedreht haben! Ich vermute mal, das hier jeder die Vorgeschichte kennt?


    Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Sache weitergeht. Wer weiß, vielleicht ist der alte Edzard sogar einverstanden, Clemens als seinen Sohn zu betrachten? Auch wenn er weiß, dass er es nicht ist? Nur damit sein Neffe nicht die Domäne erbt? Ich bin auf jeden Fall gespannt!

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________________________

    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Christine Limbach, die Tochter des Arztes, hatte sich von dem Haus, das ihr Vater gekauft hatte, mehr versprochen. Aber der junge Mann, Clements Curtius, den sie für Lennart von Voss hält, imponiert ihr. Ihr Traum, ihr Medizinstudium zu beenden, wurde durch den Tod der Mutter und den Krieg zerstört.

    Das tat mir für Christine sehr leid. Ich bin gespannt, ob sie irgendwann erfährt, dass Lennart nicht Lennart ist.


    Clements Curtius, der eigentlich nur von Lennart berichten wollte, soll dafür herhalten, zur Genesung des Gutsherrn beizutragen, indem er so tut, als ob er Lennart sei. Schon am nächsten Morgen ist Clements von dieser Idee nicht mehr begeistert, was ich auch verstehen kann.


    Kann dieses Spiel wirklich gut gehen? Macht Finja da wirklich mit? Was passiert, wenn der Gutsherr stirbt? Dann würde das Gut an den Neffen Roland übergehen, weil die Tochter nicht zählt. Kann das verhindert werden mit dem Doppelgänger?

    Er hatte sich ja vorgenommen, dass er sofort aufbrechen wird, wenn es hell genug ist. Aber ich denke, dass daraus nichts werden wird. Denn das gäbe wohl einen herben Rückschlag für Edzard von Voss. Ob dieser wohl wieder gesund wird? Und dann? Wird Edzard glauben wollen, dass Clemens Lennart ist? Und was wenn Lennart doch noch auftaucht? Wenn Edzard in Clemens seinen Sohn Lennart 'sieht' dann hat er ja wieder einen Erben und Lüdersen geht leer aus. Ich kann diesen Typen nicht leiden. Und ich hoffe, dass Finja ihn nicht heiraten muss. Ja ich hoffe, dass sie doch noch Medizin studieren kann.

    Liebe Grüße

    Lerchie

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    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Weil diese Ähnlichkeit so oft und eindringlich erwähnt wird und wir außerdem erfahren, dass der Vater Edzard kein Kostverächter war in Bezug auf attraktive Frauen, habe ich den Verdacht, dass Clemens und Lennart möglicherweise Halbbrüder sein könnten. Edzard von Voss könnte die Mutter von Clemens bei seinen Reisen nach Berlin kennengelernt und eine heimliche Affäre mit ihr gehabt haben?

    Auf diese Idee bin ich auch schon gekommen. Schon als ich die Vorgeschichte las.

    Liebe Grüße

    Lerchie

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    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Ein liebes Hallo in die Runde und ein besonderes Hallo an dich liebe Micaela.


    Ich habe zwei Tage vor Leserunden Start die Vorgeschichte gelesen. Ich fand sie gut und schön geschrieben. Aber ich muss jetzt enorm aufpassen, das jetzt gelesene nicht mit der Vorgeschichte zu vermischen.


    Der Prolog


    Du hast verstanden?

    Du hast verziehen?

    Du hast vergessen?

    Welch ein Missverständnis!

    Du hast aufgehört zu lieben.

    Arthur Schnitzler


    Das könnte, so wie es scheint, hier tatsächlich zutreffen.


    Finja leidet unter dem Verlust der Brüder, am meisten aber unter Gerrits Verschwinden. Zu ihm hatte sie eine ganz besondere Beziehung. Lennart war halt Lennart, er hat gemacht was er wollte und nahm wenig Rücksicht auf auf die Familie und seine Umgebung.

    Finja hatte einen Traum, doch dann kam der große Krieg und alles kam anders. Ihr Vater schwer krank und ihre Mutter nimmt sie nicht wahr. Die Mutter wollte nur Söhne,was soll sie da mit einem Mädchen. Allerdings muss gerade Finja in dieser Zeit ihren " Mann" stehen. Sie kümmert sich um alles und erledigt sogar ein Teil der Arbeiten von Mutter, Vater und die verlorenen Söhnen. Dasoblem, sie wird nicht von allen als weisungsbefugte Person angesehen, nur als Tochter von Voss.


    Roland Lüders ist mir vom ersten Moment an unsympathisch. Da kann ich Finja verstehen, auf so einen Mann hätte ich auch keine Lust. Und Käthe sollte aufpassen wie weit sie es treibt. Ihre Tante kann sie nicht immer in Schutz nehmen und Lüders hat es nur darauf abgesehen, Käthe endlich rum zu bekommen, sonst nichts.

    Die Szene, die sich Finja mit Käthe und Lüders im Stall bietet, erinnert sie an die Ereignisse, die sie als 16jahriges Mädchen im Stall erleben musste. Als nämlich Lennart und Ariane sich im Stall vergnügten.


    Caroline von Voss wacht unterdessen ohne Pause am Krankenbett ihres Mannes. Es war schon sehr befremdlich wie sie mit Finja umgegangen ist, als die sich getraut hat sie zu stören. Da ist nichts von mütterlicher Liebe oder Zuneigung zu spüren. Ich stelle mir das grauenhaft vor nur ein vorbestimmtes Leben als Tochter führen zu können. So ganz ohne ihre eigenen Wünsche leben zu dürfen.


    Gerrit ist nach Amerika ausgewandert, wo er allerdings nicht ungefährlich lebt. Und Lennart gilt als verschollen. Alles in allem keine gute Grundlage für die von Voss.


    Ernst Limbach ist mit seine Tochter Christine auf dem Weg ins alte Land um dort als Arzt zu praktizieren. Christine konnte ebenfalls nicht ihren Traum zu studieren verwirklichen, auch bei ihnen hat der Krieg Spuren hinterlassen. Auf der Reise lernen sie das erste Mal Clemens kennen, der sich in der Not als Lennart von Voss ausgibt.

    Von da an ist klar, dass wird alles sehr verwirrend werden.


    Finja lernt ihn ebenfalls kennen, als sie mit Hund und Gewehr unterwegs war. Die Situation hatte etwas zum schmunzeln, obwohl es auch ernst gewesen ist.

    Nachdem sie nun Clemens nach Hause gebracht hatte und ihre Mutter sich die Erzählungen von Clemens anhörte, war klar, irgendetwas wird geschehen.

    Caroline ist wie hypnotisiert vom Anblick. Sie hat Hoffnung das Lennart noch am Leben ist. Als dann Dr. Limbach ins Haus von Voss kam und Christine in mit Lennart von Voss begrüßte, war die Chance für Caroline greifbar.

    Ob es etwas mit der Ähnlichkeit der beiden Männer auf sich hat, oder ist es eine Laune der Natur. Es wird ja behauptet, dass jeder Mensch ein ähnliches Abbild irgendwo auf der Welt hat.


    Nun ist es für Caroline entschieden, sie wird Clemens zum Bleiben überreden. Nur ob auch alle auf diese Scharade reinfallen ist fraglich, denn Clemens und Lennart könnten nicht unterschiedlicher sein. Sie beabsichtigt Gertrud, die Hauswirtschafterin, einzuweihen.

    Finja wird nicht begeistert sein, davon gehe ich Mal aus. Sie müsste von da an so tun als sei Clemens ihr Bruder Lennart.


    Die Szene, als der alte Harms seine Tochter Käthe verprügelt hat tat sehr weh. Sie muss anscheinend für alles büßen, für die verstorbene Mutter und die verschwundene Schwester Jenny. Nachvollziehbar das sie sich eine kleine heile Welt mit einem Liebenden Mann wünscht. Doch ist Lüders garantiert nicht der Richtige für sie.

    Und sie hat auf keinen Fall verdient so vom Vater behandelt zu werden.


    Was da wohl noch alles auf uns zukommt, einfach wird es bestimmt nicht.

  • Weil diese Ähnlichkeit so oft und eindringlich erwähnt wird und wir außerdem erfahren, dass der Vater Edzard kein Kostverächter war in Bezug auf attraktive Frauen, habe ich den Verdacht, dass Clemens und Lennart möglicherweise Halbbrüder sein könnten. Edzard von Voss könnte die Mutter von Clemens bei seinen Reisen nach Berlin kennengelernt und eine heimliche Affäre mit ihr gehabt haben?

    Ach du Schreck, da könntest du natürlich Recht haben. Daran habe ich noch keine Minute gedacht, aber das wäre die Lösung. Ohje, dann wäre er tatsächlich ein Halbbruder von Finja, Lennart und Gerrit. Caroline zeigte Interesse an Clemens Herkunft, ob sie da noch weiter forschen wird? Dann hätte Clemens womöglich noch Anspruch auf ein Erbe.:o

  • Clements Curtius, der eigentlich nur von Lennart berichten wollte, soll dafür herhalten, zur Genesung des Gutsherrn beizutragen, indem er so tut, als ob er Lennart sei. Schon am nächsten Morgen ist Clements von dieser Idee nicht mehr begeistert, was ich auch verstehen kann.


    Kann dieses Spiel wirklich gut gehen? Macht Finja da wirklich mit? Was passiert, wenn der Gutsherr stirbt? Dann würde das Gut an den Neffen Roland übergehen, weil die Tochter nicht zählt. Kann das verhindert werden mit dem Doppelgänger?

    Er hatte sich ja vorgenommen, dass er sofort aufbrechen wird, wenn es hell genug ist. Aber ich denke, dass daraus nichts werden wird. Denn das gäbe wohl einen herben Rückschlag für Edzard von Voss. Ob dieser wohl wieder gesund wird? Und dann? Wird Edzard glauben wollen, dass Clemens Lennart ist? Und was wenn Lennart doch noch auftaucht? Wenn Edzard in Clemens seinen Sohn Lennart 'sieht' dann hat er ja wieder einen Erben und Lüdersen geht leer aus. Ich kann diesen Typen nicht leiden. Und ich hoffe, dass Finja ihn nicht heiraten muss. Ja ich hoffe, dass sie doch noch Medizin studieren kann.

    Ich denke auch nicht, das Clemens so gewissenlos ist und einfach aufbricht. Ich befürchte nur, dass es ordentlich in die Hose gehen wird. Lüders scheint vor nichts zurück zu schrecken und somit befürchte ich auch von ihm grosse Gefahr. Wird er es einfach so hinnehmen nicht mehr der Erbe zu sein?

    Und ich hoffe so wie du, dass Finja noch studieren kann.

  • Weil diese Ähnlichkeit so oft und eindringlich erwähnt wird und wir außerdem erfahren, dass der Vater Edzard kein Kostverächter war in Bezug auf attraktive Frauen, habe ich den Verdacht, dass Clemens und Lennart möglicherweise Halbbrüder sein könnten. Edzard von Voss könnte die Mutter von Clemens bei seinen Reisen nach Berlin kennengelernt und eine heimliche Affäre mit ihr gehabt haben?

    Ach du Schreck, da könntest du natürlich Recht haben. Daran habe ich noch keine Minute gedacht, aber das wäre die Lösung. Ohje, dann wäre er tatsächlich ein Halbbruder von Finja, Lennart und Gerrit. Caroline zeigte Interesse an Clemens Herkunft, ob sie da noch weiter forschen wird? Dann hätte Clemens womöglich noch Anspruch auf ein Erbe.:o

    Wenn sie tatsächlich Halbbrüder sind, werden wir es erfahren. Die Hinweise haben mich auf diese Spur gebracht, es würde auch passen zu dieser leicht instabilen Familie. Außerdem wäre Clemens als Erbe des Anwesens viel besser als dieser widerliche Roland. Er und Käthe passen sogar irgendwie zusammen - beide sind berechnend und auf ihren Vorteil aus. Dennoch hat sie mir leidgetan, als sie von ihrem Vater so brutal verprügelt wurde :o

  • Ich will jetzt nicht sagen, dass man das Buch ohne die Vorgeschichte gelesen zu haben, nicht lesen kann. Aber ich finde schon, dass es das lesen des Buches einfacher macht. Man hat schon ein Gespür für die Protagonisten, kennt die - im Buch nur angedeuteten - Hintergründe und versteht die Handlungsweisen deutlich besser. Von daher bin ich froh, dass ich zunächst die Vorgeschichte gelesen habe.

  • Ich will jetzt nicht sagen, dass man das Buch ohne die Vorgeschichte gelesen zu haben, nicht lesen kann. Aber ich finde schon, dass es das lesen des Buches einfacher macht. Man hat schon ein Gespür für die Protagonisten, kennt die - im Buch nur angedeuteten - Hintergründe und versteht die Handlungsweisen deutlich besser. Von daher bin ich froh, dass ich zunächst die Vorgeschichte gelesen habe.

    Ich hatte mir die Vorgeschichte auch gekauft und gelesen. Aber so ist man in einigen Dingen den Lesern, die die Vorgeschichte nicht gelesen haben, im Voraus. Für mich ein wenig schwierig meine Gedanken, die im Zusammenhang mit dieser stehen, nicht mit einzubringen.

    Es wird ja nach und nach erklärt was geschehen ist.

  • Ich denke auch nicht, das Clemens so gewissenlos ist und einfach aufbricht. Ich befürchte nur, dass es ordentlich in die Hose gehen wird. Lüders scheint vor nichts zurück zu schrecken und somit befürchte ich auch von ihm grosse Gefahr. Wird er es einfach so hinnehmen nicht mehr der Erbe zu sein?

    Das denke ich eigentlich auch nicht. Aber Lürdersen traue ich nicht über den Weg.

    Liebe Grüße

    Lerchie

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    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Ich bin zu spät, sorry, dafür, ich kam erst gestern aus Österreich zurück. Aber jetzt meine 5 Cents:

    Wow! Ich bin noch total geflasht von dem gelesenen Teil! Schon der Anfang war wie Balsam auf die Seele. Diese Beschreibung des Landes, ich hatte gleich das Gefühl, ich bin mitten dort. Und spüre den Wind auf der Haut und rieche das Gras, merke wie warm die Sonne leuchtet, einfach toll beschrieben! Der Prolog machte mich sofort neugierig, stimmte mich teilweise traurig, als Gerrit erzählte, dass auch ein verlorener Sohn wertvoll ist.

    Finja( die Namen finde ich total gut, sie sind einfach zu lesen und sind gleichzeitig auch modern, einfach stimmig)

    Die Geschichte spielt im sogenannten Alten Land, ein Zentrum des Obstbaus um Hamburg rum. Es bezeichnet fruchtbares Marschland, eine weite Ebene aus angeschwemmten Sedimenten, das Gegenteil ist das Geest, eine unfruchtbare Gegend aus sandigem Boden, wo Kartoffelanbau vorherrscht.

    Die Weite des Geländes wird toll vermittelt, man kann es sich wirklich gut vorstellen.

    Finja ist die einzige Tochter von Caroline und Edzard von Voss, ihre beiden Brüder Gerrit und Lennart sind beide nicht da, der eine ist nach Amerika abgehauen und Lennart wird seit der Schlacht von Somme vermisst. Finja ist sehr naturverbunden und liebt ihre Heimat und ist sich nicht zu fein mit anzupacken. Sie hat sich mit einem entfernten Verwandten Roland Lüdersen verlobt, der aber nicht die Flossen von anderen Frauen lassen kann. Als ich die Stelle mit Käthe gelesen habe, war ich so wütend auf ihn, am liebsten hätte ich ihm selbst eine gedonnert. Ich glaube nicht daran, das Käthe sich einen Gefallen tut, wenn sie sich an Roland hängt. Unabhängig davon, dass Roland ein, wie wir hier sagen, "Granadadaggl" ist ,glaube ich nicht, dass er sie anders sieht, als einen netten Zeitvertreib. Denn Käthe hat ihm ja nichts zu bieten, kein Geld, kein Land, nur ihren Körper, sonst nichts. Und wenn er den Körper umsonst haben kann, warum sollte er, als Geschäftsmann, was dafür geben? Ich glaube, sie verzockt sich da gewaltig. Wobei sie trotzdem noch gewaltig Unruhe bringen kann, keine Frage.

    Über Finjas Vater kann man noch nicht viel sagen, denn er liegt krank im Bett, Finjas Mutter lebt nur für ihren Vater, ihre Tochter war nicht nur unerwünscht von ihr, sie hat auch kein großes Interesse an ihr. Allenfalls noch an ihren Söhnen, vielleicht weil sie sie an ihren Mann erinnern? Was bedeutet sie liebt ihre Kinder nur auf Grund der Ähnlichkeit zu ihrem Vater und Finja ist ein Mädchen, also schon deshalb uninteressant.

    Plötzlich taucht ein Mitglied (Mitsoldat? Kampfkollege? Schlachtfreund? Egal...) aus Lennarts Regiment auf, der Finja und Caroline Lennarts Heeresbuch und Erkennungsmarke übergibt. Das ist nichts besonderes. Das Besondere ist, dass er Lennart gleicht wie ein Ei dem anderen. Ich glaube allerdings tatsächlich nicht, dass es ein uneheliches Kind Edzards ist. Ich glaube vielmehr, das Clemens Käthes Neffe ist. Jenny, die ein Verhältnis mit Gerrit hatte und plötzlich verschwunden ist. Was, wenn sie verschwunden ist, weil sie unverheiratet schwanger war? Dann wäre er sowieso derjenige, der nach Gerrit, als ältestem Sohn, das größte Erbrecht hätte. Zumindest falls das altersmäßig gehen würde. Wobei es natürlich nicht ausgeschlossen ist. Aber vielleicht etwas zu einfach?!

    Als die Arzttochter Christine Clemens im Zug getroffen hat, habe ich mich schon gefreut, dass Roland in die Röhre guckt, aber das war es ja leider nicht. Überhaupt, aus dem Elsaß in den Norden. Das ist nicht nur ein langer Weg, sondern auch ein echter Kulturschock. Ich bin gespannt, wie die beiden sich einleben.

    Sehr angenehm fand ich die sparsame, aber passende Verwendung von Dialekt. Nie so, dass man es nicht versteht, aber immer treffsicher.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich denke auch nicht, das Clemens so gewissenlos ist und einfach aufbricht. Ich befürchte nur, dass es ordentlich in die Hose gehen wird. Lüders scheint vor nichts zurück zu schrecken und somit befürchte ich auch von ihm grosse Gefahr. Wird er es einfach so hinnehmen nicht mehr der Erbe zu sein?

    Das denke ich eigentlich auch nicht. Aber Lürdersen traue ich nicht über den Weg.

    Wenn man Clemens als Erbe aufbaut, kann man ihn nicht mehr so einfach wegschicken, damit schafft man Fakten, die einfach da sind. Roland kann ich auch nicht leiden und glaube, dass er noch viel Ärger machen wird. Allein schon seine "Berufsbezeichnung" ist so schwammig, dass man dort alle möglichen Betrügereien verstecken kann. Dass er skrupellos ist und ihn die Belange anderer nicht sehr interessieren, hat er ja schon gezeigt.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich will jetzt nicht sagen, dass man das Buch ohne die Vorgeschichte gelesen zu haben, nicht lesen kann. Aber ich finde schon, dass es das lesen des Buches einfacher macht. Man hat schon ein Gespür für die Protagonisten, kennt die - im Buch nur angedeuteten - Hintergründe und versteht die Handlungsweisen deutlich besser. Von daher bin ich froh, dass ich zunächst die Vorgeschichte gelesen habe.

    Ich hatte mir die Vorgeschichte auch gekauft und gelesen. Aber so ist man in einigen Dingen den Lesern, die die Vorgeschichte nicht gelesen haben, im Voraus. Für mich ein wenig schwierig meine Gedanken, die im Zusammenhang mit dieser stehen, nicht mit einzubringen.

    Es wird ja nach und nach erklärt was geschehen ist.

    Deshalb habe ich mich entschlossen, diesen "Prolog" erst danach zu lesen.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Das denke ich eigentlich auch nicht. Aber Lürdersen traue ich nicht über den Weg.

    Wenn man Clemens als Erbe aufbaut, kann man ihn nicht mehr so einfach wegschicken, damit schafft man Fakten, die einfach da sind.

    Spannend wird es, wenn Lennart doch noch auftaucht. Er hat zu Clemens vor seinem Verschwinden gesagt, er beweist, dass er seine Fehler gut machen wird. Wie ein Neuanfang, aber was bedeutete das für Lennart?

  • Wenn man Clemens als Erbe aufbaut, kann man ihn nicht mehr so einfach wegschicken, damit schafft man Fakten, die einfach da sind.

    Spannend wird es, wenn Lennart doch noch auftaucht. Er hat zu Clemens vor seinem Verschwinden gesagt, er beweist, dass er seine Fehler gut machen wird. Wie ein Neuanfang, aber was bedeutete das für Lennart?

    Meinst du, er taucht nochmal auf? Ich hätte eher drauf getippt, dass Roland dreckige Wäsche wäscht und einen Zeugen für lennarts Tod findet oder so

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich finde, daß Finja, die Tochter des Hauses, mehr Anerkennung und Zuneigung verdient hätte. Bloß weil sie sich nicht so verhält, wie es von ihr erwartet wird, kann man sie doch nicht links liegen lassen. Warum sollten sich nicht auch Frauen für die Veterinärmedizin interessieren?

    Das mit dem "Nicht-studieren" hängt ja mit der Zeit zusammen. Und das Problem ist glaube ich nicht das, dass Finja eine Frau ist, sondern dass sie als Frau keine Ähnlichkeit mit dem Vater aufweist. Einen Sohn kann man in Vertretung des Vaters lieben, einfach weil es in den Augen der Mutter eine "Fortführung" des Mannes ist. Verstehst du worauf ichhinaus will?

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich finde, daß Finja, die Tochter des Hauses, mehr Anerkennung und Zuneigung verdient hätte. Bloß weil sie sich nicht so verhält, wie es von ihr erwartet wird, kann man sie doch nicht links liegen lassen. Warum sollten sich nicht auch Frauen für die Veterinärmedizin interessieren?

    Das mit dem "Nicht-studieren" hängt ja mit der Zeit zusammen. Und das Problem ist glaube ich nicht das, dass Finja eine Frau ist, sondern dass sie als Frau keine Ähnlichkeit mit dem Vater aufweist. Einen Sohn kann man in Vertretung des Vaters lieben, einfach weil es in den Augen der Mutter eine "Fortführung" des Mannes ist. Verstehst du worauf ichhinaus will?

    Willst Du damit sagen, daß man eine Tochter nicht lieben kann, eben weil sie kein Sohn ist? Eine Tochter ist ebensogut ein Teil des Vaters.