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  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr nach der Leserunde schreiben wollt. Denkt bitte daran, dass Eure Rezensionen eine Art "Gegenleistung" für die Freiexemplare der Verlage sind. Es wäre deshalb schön, wenn sich hier möglichst alle beteiligen - ebenso ist ein Fazit zur Leserunde immer interessant.


    Bitte vermeidet Spoiler und komplette Zusammenfassungen des Inhalts in den Rezensionen, da diesen Thread vielleicht auch Leute lesen, die "Der Gutshof im Alten Land" nicht gelesen haben, es aber noch tun wollen!


    Außerdem wäre es sicherlich für Micaela als auch ihren Verlag Goldmann, der uns freundlicherweise Freiexemplare spendiert hat, schön, wenn Ihr Eure Rezensionen nicht nur hier, sondern auch auf anderen Internetseiten, Blogs und so weiter einstellen mögt.

    Bitte rezensiert das Buch auch auf unserer Hauptseite Literaturschock.de. Eine extra Anmeldung ist hierzu nicht nötig, Gastrezensionen werden manuell freigeschaltet.

  • Eine spannende Geschichte eingebettet in eine wunderbare Landschaft


    Finja von Voss, einzige Tochter einer Gutsherrenfamilie, lebt 1920 im so genannten „Alten Land“. Sie liebt das Leben auf dem Land und die Arbeit auf dem Landgut und mit den Tieren, dabei träumt von einem Studium der Tiermedizin. Ihr Vater ist schwer krank, und ihre beide Brüder sind beide verschwunden. Lennart gilt seit der Schlacht an der Somme als verschollen, während Gerrit nach Amerika ging und nie wieder was von sich hören ließ. Um das Landgut halten zu können und um zu verhindern, dass ihre Mutter ihre Heimat verliert, ist Finja gezwungen, den Widerling Roland Lüdersen zu heiraten, der gleichzeitig ihr Cousin ist. Plötzlich taucht Clemens Curtius, ein Mitsoldat und Freund von Lennart, auf und überbringt das Dienstbuch und die Erkennungsmarke ihres Bruders Lennart. Bestechend ist auch seine große Ähnlichkeit mit ihrem Bruder Lennart. Ein Zufall? Oder doch eine Blutsverwandtschaft? Um zu verhindern, dass das Landgut in Rolands Hände fällt, gibt sich Clemens als Lennart aus. Oberflächlich klappt die Täuschung, doch die äußere Ähnlichkeit täuscht nicht darüber weg, dass Clemens und Lennart charakterlich nicht verschiedener sein könnten. Auch „erbt“ Clemens alle von Lennart verursachten Probleme, die vor allem mit Frauen zu tun haben. Am Ende lösen sich einige Probleme und Unklarheiten, da Clemens alias Lennart beschuldigt wird, einen Mord begangen zu haben. Im Zuge des Versuchs, Clemens Unschuld zu beweisen, tauchen Dokumente auf, die das Geheimnis der Ähnlichkeit lösen. Ist Clemens tatsächlich unschuldig? Kann Clemens die geerbten Probleme lösen? Und fliegt die Täuschung auf?

    Fazit: Die Autorin versteht es, wunderbar plastisch zu erzählen, dank ihren Erzählungen entsteht im Kopf die Landschaft des „Alten Landes“ und man kann die Geschäftigkeit des Nachkriegshamburg und die Ruhe und Behäbigkeit auf dem Land deutlich spüren. Ihre Figuren sind detailliert ausgearbeitet und es fällt leicht, mit ihnen mitzufiebern und Sympathien bzw. Antipathien aufzubauen. Ihre Figuren sind sauber und genau ausgearbeitet, die Umstände sehr sauber recherchiert, bis hin zum dortigen Dialekt. Absolut empfehlenswert!



    Vielen Dank an euch alle für diese Leserunde, vor allem Dank an Micaela, ich freue mich auf die nächste Leserunde mit euch!


    *edit* geteilt hier und auf Amazon, auf Literaturschock gab es das Buch noch nicht, das wird dann nachgeholt.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Bitte rezensiert das Buch auch auf unserer Hauptseite Literaturschock.de. Eine extra Anmeldung ist hierzu nicht nötig, Gastrezensionen werden manuell freigeschaltet.

    Ich habe vor bereits mindestens zwei Wochen, nämlich am 17. August 18 um Erfassung des Buches gebeten. Ich will ja nicht drängeln, und es kann ja auch sein, dass wegen Krankheit, oder Urlaub das nicht klappt. Aber unter meiner Bitte und der von einigen anderen Lesern und auch bei anderen Büchern steht schon seit einiger Zeit (vlt. eine Woche?) Wartet auf Freischaltung. Aber es tut sich nichts. Daher werde ich mit meiner Rezi noch etwas warten.

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________________________

    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Senara von Nostria 1000Dank für diese wunderbare Rezension. Ich bin sehr gerührt!

    &WCF_AMPERSAND"Sehnsucht nach Sansibar&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2012<br />&WCF_AMPERSAND"Die Bucht des blauen Feuers&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2012<br />&WCF_AMPERSAND"Das Bild der Erinnerung&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2013

  • 1919. Der Krieg ist zu Ende, aber die Nachwehen sind auch im Alten Land spürbar. So kämpft Finja, die Tochter des Gutshofbesitzers Edzard von Voss, um den Erhalt des Gutshofes. Auf ihren Vater kann sie nicht zählen, der liebt im sterben und ihre beiden Brüder sind in den Kriegswirren verschollen. Um den Gutshof zu retten, steht ihr eine Heirat mit ihrem unliebsamen Cousin Roland bevor, doch dann taucht wie aus dem Nichts ein Doppelgänger ihres Bruders Lennarts auf und die Familie setzt all ihre Hoffnungen in ihn, ...


    Auch wenn das rosige Cover auf einem erfrischenden Roman schließen lässt, so ist das Setting der Nachkriegszeit doch eher düster gewählt. Auch wenn die Autorin sich bemüht, das Alte Land in schönen Farben zu zeichnen, so lag für mich immer ein schwerer Schatten über der Szenerie, der die schwere Zeit, die Arbeit, der Hunger, die Verzweiflung der Soldaten mit sich bringt. Ansonsten ist der Roman vor allem von einem Verwechslungsspiel geprägt, dass sich die alten Griechen nicht besser hätten ausdenken können. Dieses Spiel kann nur durch die Personenzeichnung gelingen.


    So ist der Roman geprägt von verschiedenen Persönlichkeiten, die allein durch ihre Charaktere unverwechselbar sind. So kommen trotz der verwirrender Personenkonstellationen der Leser nicht in Schwierigkeiten, die Personen und Handlungen richtig zuzuordnen. Doch fielen mir beim Lesen einige Figuren sehr auf die Nerven. Ich mag Charaktere mit Schwächen und Stärken und gerne dürfen die Schwächen auch überwiegen, aber teilweise war es mir an manchen Stellen zu viel Naivität - auch von Personen, bei denen ich mir mehr Standhaftigkeit gewünscht hatte. Dennoch schafft die Autorin es, in fast jede Person eine Entwicklung zu zeichnen, mit der ich als Leserin nicht immer gerechnet hätte.


    Der Spannungsbogen wird durch das Verwechslungsspiel aufrecht erhalten. Die meisten Wendungen waren so zwar auch vorhersehbar, aber dennoch unterhaltsam. Nur mit einem Dreh konnte die Autorin mich am Schluss dann doch noch überraschen! Außerdem gleitet der feine Schreibstil einen schön durch den Roman, so dass der Unterhaltungsfaktor nicht zu kurz kommt.


    Alles in allem also ein schöner Roman zum Schmökern.

  • Nun das es auf der Hauptseite freigeschaltet ist, hier meine Rezi und die Links zu den Plattformen, auf welchen ich sie auch gepostet habe.


    Spannend und wunderbar geschrieben

    Gerrit von Voss war nach Amerika ausgewandert. Doch inzwischen hatte er schon irgendwie Heimweh. Aber der Weg dorthin war im momentan versperrt…

    Finja ersetzte zu Kriegszeiten ihren Eltern die Söhne. Und doch würde es nie für sie möglich sein, die Domäne zu erben… Aber auch ihr hatte der große Krieg die Zukunftsträume verbaut….

    Edzard von Voss lag todkrank darnieder. Er sprach immer wieder Lennarts Namen aus…

    Christine Limbach, eine Arzttochter, hatte beobachtet, wie einem jungen Mann die Brieftasche gestohlen wurde…

    Zufällig saßen sie im Zug im gleichen Abteil, und sei konnte dies dem Schaffner bestätigen, doch der wollte seine Papiere sehen und der junge Mann hatte nur noch die von Lennart von Voss bei sich…

    Auf der Domäne wollte Clemens Curtius eigentlich nur Lennarts Papiere abgeben, aber dessen Mutter Caroline ergriff die Gelegenheit, um dem Nacherben Roland Lüdersen den Wind aus den Segeln zu nehmen… Aber auch um ihrem Mann vorzugaukeln, dass Lennart lebe…

    Doch Lennart war am rechten Arm verletzt, hatte große Schmerzen und brauchte Schmerzmittel. In Hamburg konnte er das organisieren, doch das wurde ihm zum zeitweiligen Verhängnis…

    Dann gab es da noch Käthe, die ihre Schwester Jenny am Bahnhof zu sehen geglaubt hatte…

    Würde Gerrit nach Hause zurückkehren können? Würde er es überhaupt wollen? Was versperrte ihm momentan den Weg? Warum konnte Finja die Domäne nicht übernehmen? Welche Zukunftspläne hatte der Krieg ihr verbaut? Was hatte Edzard von Voss? Wollte er Lennart sehen? Warum hatte Christine dem jungen Mann nicht gleich gesagt, dass er bestohlen worden war? Zeigte der junge Mann die Papiere von Lennart? So dass Christine glauben musste, er sei Lennart von Voss? Was erbat sich Caroline von Voss von Clemens? Würde es Lüdersen überzeugen? Und würde es ihren Mann helfen gesund zu werden? Inwiefern wurde ihm die Besorgung der Schmerzmittel zum Verhängnis? Hatte Käthe wirklich ihre Schwester Jenny am Bahnhof gesehen? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.


    Meine Meinung

    Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Von dieser Autorin hatte ich schon mal was gelesen, wusste also, dass mir der Schreibstil zusagt, dass es keine unnötigen Fragen nach dem Sinn von Worten oder gar ganzen Sätzen geben würde. Ich war sehr gespannt auf dieses Buch und es hat mich nicht enttäuscht. In der Geschichte war ich schnell drinnen. Auch konnte ich mich in die Protagonisten sehr gut hineinversetzen. In Gerrit, der lieber nach Amerika ausgewandert war, weil ihn zum einen sein Bruder Lennart zu sehr verletzt hatte, zum anderen er nicht das tun wollte, was sein Vater ihm vorzuschreiben versuchte. Ich denke, es war eine lehrreiche für Gerrit. Aber auch in den jungen Mann, der Lennart zum Verwechseln ähnlich sah. Und der sich Caroline von Voss‘ Bitte beugte und so einige Zeit auf der Domäne verbrachte. Der Schluss hat mir sehr gut gefallen, denn es gibt zwar kein richtiges Happy End – was wohl dem geschuldet ist, dass es noch Folgebände geben wird – aber auch keinen großen Cliffhanger. Auch wenn ich mich trotzdem auf den Tag freue, an dem der nächste Band erscheint. Mir hat es großen Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Daher bekommt dieses Buch von mir eine Lese-/Kaufempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.


    https://www.amazon.de/review/R…m?ie=UTF8&ASIN=3442485967


    Buecher.de 01.09.18, Titel: Spannend und wunderbar geschrieben, User: Lerchie https://www.buecher.de/shop/niedersachsen/der-gutshof-im-alten-land/jary-micaela/products_products/detail/prod_id/49954384/#


    Thalia 01.09.18, Titel: Spannend und wunderbar geschrieben, User: Lerchie https://www.thalia.de/shop/hom…299499.html#reviewsHeader


    https://www.lovelybooks.de/aut…3-w/rezension/1665490502/


    https://wasliestdu.de/rezensio…und-wunderbar-geschrieben


    https://www.lesejury.de/micael…1&tab=reviews&s=2#reviews


    https://www.buechereule.de/wbb…-alten-land-micaela-jary/


    https://www.buechertreff.de/fo…m-alten-land/#post2284295


    Hugendubel 01.09.18, Titel: Spannend und wunderbar geschrieben, User: Lerchie https://www.hugendubel.de/de/t…4896-produkt-details.html


    Literaturschock-Hauptseite .09.18, Titel: Spannend und wunderbar geschrieben, User: Lerchie https://literaturschock.de/lit…der-gutshof-im-alten-land


    Bei Weltbild tut sich leider noch nichts. Manchmal sind die echt lahm. Und ein andermal hat man kaum gepostet und schon ist die Rezi freigeschaltet.

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________________________

    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Vielen Dank euch allen und besonders Micaela für diese spannende Runde.


    Hier ist mein Fazit:


    Die Jahre nach dem 1. Weltkrieg waren für die deutsche Bevölkerung sehr unsicher und entbehrungsreich. Die Menschen hungerten, viele junge Männer waren gefallen oder in Gefangenschaft und dazu kamen politische Konflikte zwischen extremen Gruppierungen, Straßenkämpfe und Protestmärsche.

    Auch auf dem Gut der Familie von Voss im Alten Land bei Hamburg hat der Krieg und seine Folgen dramatische Veränderungen nach sich gezogen. Der alte Gutsherr Edzard ist schwer krank, seine Frau Caroline tut alles, um ihn zu betreuen und die einzige Tochter Finja

    ist mit der Arbeit auf dem Gut und der Pferdezucht mehr als ausgelastet. Erschwerend kommt hinzu, dass für das Gut kein männlicher Erbe mehr zur Verfügung steht. Der älteste Sohn Gerrit ist vor Jahren nach Amerika ausgewandert und der jüngere Sohn Lennart seit dem Kriegsende verschollen. Diese Vakanz weckt daher Begehrlichkeiten bei Caroline`s Neffen Roland, der sich bereits als neuer Gutsherr sieht und in dreister Manier auf seine Ansprüche pocht. Die Geschichte entwickelt sich dynamisch und bleibt dennoch konzentriert bei den Personen. Sie sind alle in der einen oder anderen Weise vom 1. Weltkrieg und seinen Folgen betroffen und müssen sich in diesen schwierigen Zeiten neu orientieren. Zudem leben sie dort im Alten Land in einer überschaubaren, hermetischen Welt, wo jeder ständig unter Beobachtung steht und den Nachbarn und Dorfbewohnern nichts verborgen bleibt. Das macht die ganze Situation für die Familie sehr belastend, bis eines Tages ein junger Mann auf dem Gut vorstellig wird, der Lennart aus dem Krieg kannte und seine Papiere bei sich trägt. Er heißt Clemens Curtius und sieht dem verschollenen Kameraden verblüffend ähnlich.

    Er macht zudem einen ehrlichen und sympathischen Eindruck und nach einem längeren Gespräch trifft die Gutsherrin Caroline eine folgenschwere Entscheidung, die das Leben der Familie in eine ganz neue Richtung lenkt.

    Wir erleben im weiteren Verlauf der Handlung dramatische Entwicklungen, lernen vielschichtige Personen kennen in atmosphärisch dichter Erzählweise, die diesen historischen Roman auszeichnen und zu einer faszinierenden Lesereise machen.


    :buchtipp:

  • Altes Land, 1920: Finja von Voss kämpft darum, den elterlichen Gutshof nach dem großen Krieg am Laufen zu halten. Ihr Vater liegt schwer krank darnieder, ihre Mutter ist mit seiner Pflege beschäftigt. Von ihren beiden Brüdern fehlt jede Spur. Der eine ist im Krieg verschollen, der andere nach Amerika ausgewandert und sie haben nichts mehr von ihm gehört. Ob beide noch leben ist fraglich.


    Doch Finja gibt nicht auf und tut, was sie kann, um einer ungewollten Ehe mit ihrem verhassten Vettern Roland Lüdersen zu entgehen. Als plötzlich ein junger Mann auf der Schwelle steht, der Finjas im Krieg verschollenen Bruder Lennart zum Verwechseln ähnlich sieht, beginnt die ganze Familie wieder zu hoffen.


    Kann Clemens Curtis den eigentlichen Erben ersetzen und so das Gut retten? Warum sieht er Lennart so ähnlich?


    Durch die Vorgeschichte, die ich bereits gelesen hatte, fiel mir der Einstieg in dieses Buch sehr leicht. Ich kannte die meisten Protagonisten schon und war gespannt auf das Wiedersehen. Finja ist eine starke Frau, die mit allen Mitteln versucht, das elterliche Gut vor Schaden zu bewahren. Auch wenn es ihr zunächst nicht so recht ist, muss sie dann doch einsehen, dass mit dem Erscheinen von Lennarts Doppelgänger ein wenig Zeit gewonnen wird.


    Micaela Jarys Schreibstil ist fesselnd und spannend, zeitgleich erzeugt er ein farbenprächtiges Kopfkino, so dass man die Gefühle, Stimmungen und Anspannungen der Familie von Voss und von Clemens Curtis nicht nur nachempfinden, sondern sogar spüren kann. Zeitgleich erweckt ihr Schreibstil das Alte Land von dem inneren Auge zum Leben und man taucht regelrecht in die Geschichte und die Atmosphäre ein.


    Liebe, Hoffnungen, Intrigen, Geheimnisse und einiges mehr stecken in dieser Familiensaga, die hoffentlich mit diesem Buch noch nicht beendet ist. Der Schluss lässt zumindest die Hoffnung zu, dass es ein Wiedersehen im Alten Land geben könnte.


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Vorgeschichte war eine gute Vorbereitung auf das Buch und erleichterte mir den Einstieg. Aber auch die Kenntnis der Vorgeschichte lässt sich das Buch sehr flüssig lesen. Die wichtigsten Informationen werden kurz angerissen.


    Fazit:

    Micaela Jary hat mit diesem Buch wieder einen wundervollen Roman geschaffen, der den Leser nicht nur unterhält, sondern ihn regelrecht ins Geschehen reinversetzt und mitnimmt ins Alte Land nach dem großen Krieg. Ich hoffe auf eine Fortsetzung.



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    Eine Familiensage, spannend und wunderschön geschrieben


    Klappentext

    Frühling 1919: Edzard von Voss, der Patriarch eines herrschaftlichen Gutshofs im Alten Land, liegt im Sterben. Seine Söhne sind im Krieg vermisst und wahrscheinlich gefallen, der Erbe wäre nun sein raffgieriger Neffe Roland, den Edzards Tochter Finja aus Familienraison heiraten soll. Unerwartet steht jedoch ein Kamerad des jüngsten Sohnes Lennart vor der Tür, der diesem ähnlich sieht. Edzards Frau beschließt, den angenehmen Fremden als ihren Sohn auszugeben. Der Schwindel gelingt, Finja ist frei – sehr zum Ärger von Roland. Doch dann taucht plötzlich eine junge Frau auf, die behauptet, Lennart sei der Vater ihres kleinen Kindes ...


    Im Jahr 1919 ist der erste Weltkrieg endlich vorbei. Doch es sind schwere Zeiten, viele Ehemänner und Brüder sind im Krieg gefallen, noch in Kriegsgefangenschaft oder gar verschollen.

    Den Frauen in der damaligen Zeit blieb nichts anderes übrig als die Arbeiten der Männer mit zu übernehmen.

    Die Familie von Voss hat es auch hart getroffen, den das Familienoberhaupt Edzard von Voss liegt im Sterben. Lennart, der jüngere Sohn ist im Krieg verschollen und der älteste Sohn Gerrit ist nach einem Vorfall vor dem Krieg, der ihn schwer getroffen hat, nach Amerika ausgewandert.

    Caroline von Voss wacht Tag und Nacht am Krankenbett ihres Mannes. So bleibt Finja, der jüngsten Tochter, nichts anderes übrig sich um die Belange des Gutshofs zu kümmern.

    Es liegt ein großes Schatten über dem Hof. Da Lennart, der rechtmäßige Erbe, als verschollen gilt, würde als nächstes der Neffe Roland das Erbe antreten. Dieser hat jedoch böse Absichten und ist ein durchtriebener Halunke.

    Der junge Mann, Clemens Curtius , hat mit Lennart von Voss im Krieg gemeinsam gedient. Lennart hatte Clemens gebeten seiner Familie ein paar Gegenstände zu übergeben, sollte ihm etwas geschehen.

    So begibt Clemens sich nach dem Krieg ins alte Land um Lennart seinen Wunsch zu erfüllen.

    Caroline, die Mutter von Lennart, ist wie hypnotisiert als sie Clemens gegenüber sitzt. Dieser sieht Lennart unglaublich ähnlich, als wären sie Brüder. Da kommt Caroline von Voss die Idee, dass Clemens Lennart als Erben vertreten könnte. Nur so lange bis der leibliche Sohn wieder auftaucht. Finja steht dem ganzen sehr skeptisch gegenüber und kann im ersten Moment nicht fassen, zu welcher Scharade sich ihre Mutter hinreißen lässt.

    Nun ist es an Clemens in die Rolle von Lennart zu schlüpfen. Es gibt ein Problem, Clemens und Lennart können vom Charakter her nicht unterschiedlicher sein.

    Wird es Clemens gelingen alle im alten Land zu überzeugen?


    Meine Meinung

    "Der Gutshof im alten Land" von Micaela Jary war mein erster ( bis auf die Vorgeschichte) Roman der Autorin. Es ist ein historischer Roman, in dem der Leser in eine wunderschöne Landschaft entführt wird. Es geht um nicht erfüllte Wünsche und Träume, sowie um Liebe, Hass und Neid. Eine gefährliche Mischung, die die Autorin in eine spannende Geschichte verpackt hat. Der Schreibstil ist oft sehr emotional, dass ich die Gefühle und Gedanken der Protagonisten förmlich miterleben konnte. Hinzu kommt die Spannung, die es einem leicht macht, unbedingt weiter lesen zu wollen. Viele habe ich in mein Herz geschlossen und habe somit mit gefiebert ob alles gut ausgeht.

    Das Buch ist in verschiedene Erzählstränge eingeteilt, in denen der Leser erfährt wie es den verschiedenen Protagonisten im hier und jetzt ergeht. Immer wieder fließen auch kleine Rückblenden ein, die erklären wie es zu allem gekommen ist.

    Ich habe schon die Vorgeschichte zu " Der Gutshof im alten Land" verschlungen und so war es mir ein leichtes, gleich in die Geschichte abzutauchen.

    Eine wundervolle Familiensage mit einer Leseempehlung von mir.



    Liebe Micaela und Mitleserinnen, danke für die schöne Leserunde. Es hat mir Spaß gemacht mit euch zu diskutieren. Ich habe wieder viel dazu gelernt und einiges über das alte Land der damaligen Zeit erfahren.

    Gerne würde ich Mal wieder an einer Leserunde mit dir liebe Micaela Jary teilnehmen.


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    Liebe Grüße Kerstin

    2 Mal editiert, zuletzt von kessi69 ()

  • Hier kommt meine Rezension:


    Der Gutshof im Alten Land


    Die Autorin Micaela Jary führt uns in ihrem Roman in das Jahr 1919 auf den Gutshof der Familie Voss im Alten Land. Edzard von Voss liegt nach einem Schlaganfall im Sterben. Der älteste Sohn hat den Hof verlassen und ist nach Amerika gegangen. Der jüngere Sohn wird als Soldat in Frankreich vermißt. Der Hof wird von der Tochter Finja geführt, aber erben kann sie ihn nicht. Ihr Cousin Roland soll Finja heiraten. Diese kann ihren arroganten, durchtriebenen Cousin aber überhaupt nicht leiden. Da taucht Clemens Curtius auf, der mit dem jüngeren Sohn Lennart im Krieg gedient hat. Er ist Lennart wie aus dem Gesicht geschnitten. Edzards Frau plant, ihn als ihren Sohn auszugeben. Wird es Clemens gelingen, diese Scharade mitzuspielen? Wohin wird es Clemens führen?


    Die Autorin versteht es hervorragend, den Leser mit in eine schwierige Zeit zu nehmen, die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, und uns in den Alltag eintauchen zu lassen. Die Protagonisten sind ausführlich beschrieben, so daß man sich gut in ihr Leben hineinversetzen kann. Wenn man den verschiedenen Erzählsträngen folgt, beginnt man das Gesamtbild zu verstehen.


    Die Erinnerungen an den Krieg sind allgegenwärtig. So werden Clemens' von Lennarts abweichenden Merkmale den Kriegsgeschehnissen zugeschrieben. Aber irgendwann muß es unweigerlich zu Schwierigkeiten kommen.


    Was mir besonders gefallen hat, ist, daß die Frauen in der Zeit beginnen, nach mehr streben. Sie wollen nicht nur Mutter und Hausfrau sein, sondern eigene Träume erfüllen. Das heißt, das alte Rollenbild zerfällt.


    Dieser Roman ist nicht nur ein historischer Roman, sondern gleichzeitig auch ein Liebesroman, ein sehr bewegender Roman. Für Spannung ist von Anfang bis Ende gesorgt. Für Liebhaber von historischen Romanen sehr zu empfehlen. Ich hoffe, daß es noch eine Fortsetzung geben wird!


    Mein besonderer Dank geht an die Autorin, die diese Leserunde hervorragend begleitet hat!


    Rezensionen auch bei:

    https://www.goodreads.com/book…der-gutshof-im-alten-land

    https://www.amazon.de/review/R…66412761_cm_rv_eml_rv0_rv

    Auch bei Literaturschock eingestellt, kann ich aber nicht aufrufen!

  • Ihr seid großartig - das läuft hier ja wie am Schnürchen.:love: Meine Rezension braucht noch ein bisschen, da ich aktuell im Urlaub weile. Zwar wurden sämtliche Pläne für diesen durcheinander gewirbelt, aber morgen geht es ans Packen und dann los. Aber übernächstes Wochenende bin ich wieder zuhause und dann setze ich mich gleich an mein Fazit.


    An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Dich, Micaela Jary , für Deine aufmerksame Begleitung unserer Leserunde! :*

    Jetzt wünsche ich Dir erst einmal viel Erfolg mit "Der Gutshof im Alten Land" und natürlich weiterhin viel Freude beim Recherchieren und Schreiben! Und dann freue ich mich schon auf Deinen nächsten Roman und hoffe sehr, dass es auch eine Fortsetzung rund um Clemens, Finja und Gerrit gibt! Vielleicht lesen wird uns dann ja hier wieder?:)