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  • Es gibt also noch mehr Wandelwesen wie Eric. Mit Crow ist eine Krähe dazugekommen. Ich bin gespannt, wer noch alles dazu kommt und welche Rolle sie im großen Ganzen spielen.


    Der Traum, in dem Manou die Gebäude vernichtet, hat Eric in einen schweren Konflikt gestürzt. Darf man einen anderen töten, wenn man genau weiß, dass er böse ist bzw. in der Zukunft ein Verbrechen begehen wird? Und mit welcher Wahrscheinlichkeit wird er es auch begehen? Eine Frage, die keiner beantworten kann, da die Zukunft immer ungewiss ist. Erst im nachhinein kann man sagen, was richtig gewesen wäre. Schön fand ich, dass Eric langsam lernt, seine Wut, die dieser Konflikt ausgelöst hat, zu kontrollieren ohne jemanden dabei zu verletzen. Er wendet sie praktisch gegen sich selbst und verausgabt sich völlig durch seine schnellen Flug. Die Gedanken, die er im Anschluss auf dem Berggipfel hat, finde ich für einen 16-jährigen ganz schön beachtlich. Zeitweilig hatte ich ja gedacht, dass der Drache nun endgültig die Oberhand gewinnt, aber dort kommt dann doch noch Erics menschliche Seite durch. Interessant dabei ist, dass er sich anhand Überlegungen zur Kausalität beruhigt, dabei ist Kausalität die erste Regel, die auf dieser Parallelwelt gilt.


    Dass die Träume keine Träume sind sondern Parallelwelten haben wir nun erfahren. Sie zeigen die Vergangenheit bzw. mögliche Zukunftsvisionen. Die anderen Erklärungen von Seath werfen eher noch mehr Fragen auf als dass sie beantwortet werden.


    Was mich immer etwas im Textfluss irritiert sind die Perspektivenwechsel innerhalb eines Kapitels. Ich kenne es eigentlich, dass solche Wechsel durch eine Leerzeile gekennzeichnet werden. Ist das von Dir, liebes Drachenkind, so beabsichtigt gewesen, oder ist das nur ein Übertragungsfehler des Formates?



  • :) Der Konflikt: Gar nicht so einfach, oder? Man kann natürlich sagen, man "darf es nicht", egal unter welchen Umständen. Allerdings bewilligt man damit automatisch Leid und Verlust bei Unbeteiligten, manchmal sogar bei so vielen, dass man sich ganz genau überlegen sollte, was Ethik und Moral wirklich bedeuten / bedeuten dürfen. Schwierig! Je nach dem, woran man zu glauben entscheidet.


    Leerzeile bei Perspektiven: Das war kein Fehler, ich hatte solche leeren Zeilen nie. So gewollt? Nicht wirklich, aber auch nicht ungewollt. Schlichtweg nicht näher drüber nachgedacht, weil Perspektivwechsel für mich flüssig passieren dürfen / sollen. Keine Kennzeichnung notwendig in den meisten Fällen :) Ich hoffe, es irritiert nich zu sehr!

  • :) Der Konflikt: Gar nicht so einfach, oder? Man kann natürlich sagen, man "darf es nicht", egal unter welchen Umständen. Allerdings bewilligt man damit automatisch Leid und Verlust bei Unbeteiligten, manchmal sogar bei so vielen, dass man sich ganz genau überlegen sollte, was Ethik und Moral wirklich bedeuten / bedeuten dürfen. Schwierig! Je nach dem, woran man zu glauben entscheidet.

    Da sind mir direkt zwei Beispiele eingefallen. Hätte man im voraus gewusst, was Hitler noch alles anstellt, hätte man viel Leid verhindern können, aber eine übervorsichtige Einstellung kann auch wieder Leid verursachen wie bei "Minority Report".


    Leerzeile bei Perspektiven: Das war kein Fehler, ich hatte solche leeren Zeilen nie. So gewollt? Nicht wirklich, aber auch nicht ungewollt. Schlichtweg nicht näher drüber nachgedacht, weil Perspektivwechsel für mich flüssig passieren dürfen / sollen. Keine Kennzeichnung notwendig in den meisten Fällen :) Ich hoffe, es irritiert nich zu sehr!

    Alles gut, kein Thema. Ich hatte nur einmal ein eBook, wo nach der Vergrößerung der Schrift eben solche Abschnitte weggefallen sind, z.T. waren die Kapitel auch nicht mehr richtig abgegrenzt. Daran musste ich nur denken.

  • :) Der Konflikt: Gar nicht so einfach, oder? Man kann natürlich sagen, man "darf es nicht", egal unter welchen Umständen. Allerdings bewilligt man damit automatisch Leid und Verlust bei Unbeteiligten, manchmal sogar bei so vielen, dass man sich ganz genau überlegen sollte, was Ethik und Moral wirklich bedeuten / bedeuten dürfen. Schwierig! Je nach dem, woran man zu glauben entscheidet.

    Da sind mir direkt zwei Beispiele eingefallen. Hätte man im voraus gewusst, was Hitler noch alles anstellt, hätte man viel Leid verhindern können, aber eine übervorsichtige Einstellung kann auch wieder Leid verursachen wie bei "Minority Report".


    Leerzeile bei Perspektiven: Das war kein Fehler, ich hatte solche leeren Zeilen nie. So gewollt? Nicht wirklich, aber auch nicht ungewollt. Schlichtweg nicht näher drüber nachgedacht, weil Perspektivwechsel für mich flüssig passieren dürfen / sollen. Keine Kennzeichnung notwendig in den meisten Fällen :) Ich hoffe, es irritiert nich zu sehr!

    Alles gut, kein Thema. Ich hatte nur einmal ein eBook, wo nach der Vergrößerung der Schrift eben solche Abschnitte weggefallen sind, z.T. waren die Kapitel auch nicht mehr richtig abgegrenzt. Daran musste ich nur denken.


    Okay :)


    Übervorsichtig: Ja. Ich denke, in den seltensten Fällen, falls überhaupt jemals, gibt es Schwarz/Weiß. Es gibt eigentlich nur Grauzonen und Wahrscheinlichkeiten. Das macht vieles schwierig aber alles bunt :)

  • Übervorsichtig: Ja. Ich denke, in den seltensten Fällen, falls überhaupt jemals, gibt es Schwarz/Weiß. Es gibt eigentlich nur Grauzonen und Wahrscheinlichkeiten. Das macht vieles schwierig aber alles bunt :)

    Und das ist auch gut so, oder? Ich denke, es wäre eine langweilige Welt, wenn man alles sofort in entsprechende Schubladen packen könnte. Dann gibt es keine Überraschungen mehr. :)

  • Übervorsichtig: Ja. Ich denke, in den seltensten Fällen, falls überhaupt jemals, gibt es Schwarz/Weiß. Es gibt eigentlich nur Grauzonen und Wahrscheinlichkeiten. Das macht vieles schwierig aber alles bunt :)

    Und das ist auch gut so, oder? Ich denke, es wäre eine langweilige Welt, wenn man alles sofort in entsprechende Schubladen packen könnte. Dann gibt es keine Überraschungen mehr. :)

    Wobei man wieder fragen kann, was "Gut" ist :) Aber ja: Mir gefällt es! Abgesehen davon, dass Komplexität viele Leute zur Bequemlichkeit / Abschottung verleitet. Was nicht gerade hilfreich ist :/

  • Wobei man wieder fragen kann, was "Gut" ist :) Aber ja: Mir gefällt es! Abgesehen davon, dass Komplexität viele Leute zur Bequemlichkeit / Abschottung verleitet. Was nicht gerade hilfreich ist :/

    Komplexität und Einförmigkeit haben beide ihre Vor- und Nachteile. Es ist unmöglich zu entscheiden, was besser ist. Das kann jeder nur für sich selber.

  • Wobei man wieder fragen kann, was "Gut" ist :) Aber ja: Mir gefällt es! Abgesehen davon, dass Komplexität viele Leute zur Bequemlichkeit / Abschottung verleitet. Was nicht gerade hilfreich ist :/

    Komplexität und Einförmigkeit haben beide ihre Vor- und Nachteile. Es ist unmöglich zu entscheiden, was besser ist. Das kann jeder nur für sich selber.

    Vermutlich. Kommt auf den Kontext an. Ich behaupte, dass das kategorische Ausblenden komplexer Zusammenhänge nicht gut ist (für das Zusammenleben mit anderen). Man sollte sich darüber im klaren sein, dass eben nicht alles ganz einfach ist. Heißt ja nicht, dass man alles begreifen und 100% untersuchen muss, jederzeit und überall. Es heißt nur, dass man nicht "einfach" urteilen / richten / fordern darf, ohne zumindest den Willen zu haben, sich vorher gründlich zu informieren. Das kann natürlich anstrengend sein :)

  • Der Abschnitt hat sich schwer lesen lassen. Eine solche philosophische Diskussion mit sich selbst. Noch dazu mit der Seite des eigenen Selbst, die ein Drache ist. Dieser Drache ist ein Wesen mit ungeheurer Macht und steckt im Körper eines Teenagers und doch kommen Gedanken in solcher Wucht und tiefe wie bei einem erfahrenen Philosophen. Der Drache ist mal ein Biest, ein Wesen, dass einfache klare Entscheidungen trifft, wer ich angreift ist böse, wenn er Hunger hat frisst er. Dann ist er wieder so was wie ein Gandalf, der Visionen hat und sich um die Welt sorgt. Aber andererseits erkennt er nicht , wenn etwas nicht echt ist.
    Wobei ich mich frage woher die umherliegenden Körperteile kommen, wenn niemand umgekommen ist.


    Was mir aus diesem Abschnitt bleibt ist das Bild des Drachen hoch über der Welt mit dem Schwanz um eine Felsnadel geringelt und die Freiheit genießend. Ein schönes Bild.


    Die Frage, ob ,man töten soll, wenn jemand später ein gefährlicher Mensch wird ist auch schon oft gestellt worden und wenn sie so gestellt wird: Würden sie Hitler töten, wenn sie eine Zeitmaschine hätten und zurückkehren könnten an einen Punkt bevor er die Befehle für Milllionen von Toten geben konnte. Dann würde ich es tun (wenn ich könnte, denn töten ist nicht so einfach) aber ansonsten weiß man in der Situation ja nicht, wie sich alles entwickelt und welche anderen Folgen es haben könnte. Ich bin mir auch sicher, dass es nie ein einzelner Mensch ist, sondern die Umstände, die Situation und die Helfer und Mitläufer. Deshalb wäre es auch hier für Erik besser gewesen, sich erst einmal mit Informationen zu versorgen und diese dann zu ordnen.

  • Der Abschnitt hat sich schwer lesen lassen. Eine solche philosophische Diskussion mit sich selbst. Noch dazu mit der Seite des eigenen Selbst, die ein Drache ist. Dieser Drache ist ein Wesen mit ungeheurer Macht und steckt im Körper eines Teenagers und doch kommen Gedanken in solcher Wucht und tiefe wie bei einem erfahrenen Philosophen. Der Drache ist mal ein Biest, ein Wesen, dass einfache klare Entscheidungen trifft, wer ich angreift ist böse, wenn er Hunger hat frisst er. Dann ist er wieder so was wie ein Gandalf, der Visionen hat und sich um die Welt sorgt. Aber andererseits erkennt er nicht , wenn etwas nicht echt ist.
    Wobei ich mich frage woher die umherliegenden Körperteile kommen, wenn niemand umgekommen ist.


    Was mir aus diesem Abschnitt bleibt ist das Bild des Drachen hoch über der Welt mit dem Schwanz um eine Felsnadel geringelt und die Freiheit genießend. Ein schönes Bild.


    Die Frage, ob ,man töten soll, wenn jemand später ein gefährlicher Mensch wird ist auch schon oft gestellt worden und wenn sie so gestellt wird: Würden sie Hitler töten, wenn sie eine Zeitmaschine hätten und zurückkehren könnten an einen Punkt bevor er die Befehle für Milllionen von Toten geben konnte. Dann würde ich es tun (wenn ich könnte, denn töten ist nicht so einfach) aber ansonsten weiß man in der Situation ja nicht, wie sich alles entwickelt und welche anderen Folgen es haben könnte. Ich bin mir auch sicher, dass es nie ein einzelner Mensch ist, sondern die Umstände, die Situation und die Helfer und Mitläufer. Deshalb wäre es auch hier für Erik besser gewesen, sich erst einmal mit Informationen zu versorgen und diese dann zu ordnen.


    :D ja, der Kontrast zwischen sorgenvoller Klarheit und Biest ist ziemlich stark. Beide Teile (der menschliche und der andere) sind sich in mancher Hinsicht eben ähnlich, aber dann gleichzeitig auch völlig unterschiedlich in ihren Arten, an etwas heranzugehen. Auch stellt sich die Frage, welche Merkmale denn nun wirklich zum Menschen und welche zum Drachen gehören. Glaubst du, die Abgrenzung ist einfach? :)


    Visionen / echt vs unecht: Das ist ein sehr grundlegendes Prinzip. Eric sieht Dinge, die passieren KÖNNTEN. Ob es dann genau so wird, ist in dem Moment nicht immer klar. Er sah also die Explosion und deren Konsequenzen in einer Zukunft, in welcher weder er noch jemand anderes eingreifen konnte. Dass diese Zukunft natürlich nur stimmt, wenn eben nichts dazwischenkommt (am Ende war es ja Seath, die mitbekommen hat, was passieren könnte), lernt Eric auch erst später.


    Nachdem er den Traum von Manou hatte (wo er sich ja klar dagegen entschieden hat, ihn zu töten, obwohl er dessen Erinnerungen und Absichten genau sehen konnte), ist er beim zweiten Mal (Angriff auf ihn mit dem Speer) nicht so nachgiebig. Er weiß noch nicht, dass niemand verletzt wurde, aber er weiß, dass der Typ zu Manou gehört, den er ja laufen ließ. Er sieht das ganze Unheil (Attentat / die vielen Toten) als Resultat seiner Gnade oder Angst, zu handeln. Den Fehler will er nicht nochmal machen. Außerdem ist es in dem Moment, wie du sagst: Gar nicht viel nachgedacht. Jemand wollte ihn offensichtlich umbringen, also reagiert er nur automatisch.

  • Ja, er reagiert wie ich es von einem Drachen erwarte. Dass Er Manou nicht tötet ALS DRACHE das verstehe ich nicht. Er hat ihn angegriffen und wollte ihn umbringen. Ein Drache fragt sich doch nicht nach Selbstjustiz. In so einer Situation würde ich auch denken, dass selbst wenn Erik einfluss hätte, dieser nicht ausereichend wäre. Im Bad hat der Junge nur seinen Freund angegriffen und der Drache hätte ihn umgebracht, ohne die moralischen Zügel von Erik. Also wieso lebt Manou noch. Für mich ist das unglaubwürdig.

    Im Krieg ist mein Großvater gestorben, weil sie aus Daffke und langer Weile auf Flieger geschossen haben. Sie konnten den Fliegern nicht wirklich was anhaben, aber einem waren sie so lästig, dass er kurz zurück geschossen hat. Ein Drache sollte da mehr Skrupel haben?

  • Ja, er reagiert wie ich es von einem Drachen erwarte. Dass Er Manou nicht tötet ALS DRACHE das verstehe ich nicht. Er hat ihn angegriffen und wollte ihn umbringen. Ein Drache fragt sich doch nicht nach Selbstjustiz. In so einer Situation würde ich auch denken, dass selbst wenn Erik einfluss hätte, dieser nicht ausereichend wäre. Im Bad hat der Junge nur seinen Freund angegriffen und der Drache hätte ihn umgebracht, ohne die moralischen Zügel von Erik. Also wieso lebt Manou noch. Für mich ist das unglaubwürdig.

    Im Krieg ist mein Großvater gestorben, weil sie aus Daffke und langer Weile auf Flieger geschossen haben. Sie konnten den Fliegern nicht wirklich was anhaben, aber einem waren sie so lästig, dass er kurz zurück geschossen hat. Ein Drache sollte da mehr Skrupel haben?


    Abwarten :)

    Ich finde es spannend, dass du eine so klare Erwartungshaltung beim Thema Drachen / deren Wesen hast! Mal sehen, wo das hinführt^^ :unschuldig:

  • Jetzt komme ich auch endlich dazu, zu diesem Abschnitt etwas zu schreiben.


    In der ganzen Zeit wurde ich das Gefühl nicht los, dass Mia und auch Jack mehr wissen als Eric und ihn im Dunkeln lassen. Ich finde das zweifelhaft. Eric schlittert da in eine Sache rein, die er nicht kennt und schwer kontrollieren kann, eben weil er zu wenig weiß. Und dann fliegen sie auch noch in eine völlig andere Welt. Meiner Meinung nach hätte Mia ihn viel früher darauf vorbereiten sollen. Allein wegen seiner erstaunlichen philosophischen Betrachtungsweise trifft er vielleicht auch ein aus seinem Gefühl heraus, die richtigen Entscheidungen.


    Die Träume von Eric finde ich sehr interessant, zumal man nicht immer weiß, ob das nun Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft ist. Ich finde gut, dass er diese Visionen der Zukunft haben kann. Und es hat immerhin eine Menge Leben gerettet. Ich hoffe, es wird ihn auch noch zukünftig von Nutzen sein.


    Auch stellt sich die Frage, welche Merkmale denn nun wirklich zum Menschen und welche zum Drachen gehören. Glaubst du, die Abgrenzung ist einfach? :)

    Ich glaube, die Grenzen sind da fließend. Ich mag Drachen auch sehr gerne, am liebsten habe ich aber die weisen, zurückhaltenden Drachen, die die Welt besser machen wollen. Und ich hoffe sehr, dass Eric so ein Drache ist und lernt, seine Kraft und seine Magie sinnvoll einzusetzen.


    Auf jeden Fall ist Eric als Drache wohl eine Bedrohung, sonst hätte der Schmied nicht versucht, ihn zu töten. Und auch nicht Manou schon vorher. Der Herrscher, wer immer das ist, scheint ihn zu fürchten. Wie gut, dass er sich schon so schnell verwandeln kann.


    Ist er dann eigentlich immer nackt, wenn er sich verwandelt? Immerhin haben Drachen ja auch keine Hosen und Shirts an.


    Zwischenzeitlich wurde es mir ein wenig zu langatmig, da hätte ich mir mehr Tempo gewünscht. Erics Gedanken sind sicherlich interessant, aber ich empfand sie nach einiger Zeit als etwas schwerfällig zu lesen und ich merkte, wie ich mit meiner Konzentration abdriftete. Irgendwie fehlte mir da der Spannungsbogen. Auch zwischendrin war ich ein wenig ungeduldig.


    Der Traum, in dem Manou die Gebäude vernichtet, hat Eric in einen schweren Konflikt gestürzt. Darf man einen anderen töten, wenn man genau weiß, dass er böse ist bzw. in der Zukunft ein Verbrechen begehen wird? Und mit welcher Wahrscheinlichkeit wird er es auch begehen? Eine Frage, die keiner beantworten kann, da die Zukunft immer ungewiss ist.

    Wer will das genau entscheiden? Ich glaube, dass ist der Knackpunkt. Und wer deklariert die genaue Grenze zwischen Gut und Böse? Klar, fallen einem da viele Tyrannen ein, die besser nicht gelebt hätten. Aber ohne das Böse würde es auch das Gute nicht geben und viele gute Dinge hätten sich nicht entwickeln können.

    Da sind mir direkt zwei Beispiele eingefallen. Hätte man im voraus gewusst, was Hitler noch alles anstellt, hätte man viel Leid verhindern können, aber eine übervorsichtige Einstellung kann auch wieder Leid verursachen wie bei "Minority Report".

    Das ist mir auch eingefallen. Da richtige Entscheidungen zu treffen, vor allem im Voraus, erscheinen mir nahezu unmöglich. Es gibt auch genug Beispiele, wo Menschen sich auch zum Guten entwickelt haben.

    Es heißt nur, dass man nicht "einfach" urteilen / richten / fordern darf, ohne zumindest den Willen zu haben, sich vorher gründlich zu informieren. Das kann natürlich anstrengend sein :)

    Das ist ein großes Problem in der heutigen Zeit. Heute werden nur Überschriften gelesen und direkt abgeurteilt. Keiner beschäftigt sich mehr intensiv mit einer Sache. Vielleicht auch, weil die Themen erdrückend viele geworden sind und man wenig Zeit hat. Bei so wichtigen Sachen allerdings kann das eine ganze Welt verändern. Ich denke da gerade an die rechte Szene, die sich auch durch Unwissenheit und Oberflächlichkeit vermehren kann.


    Was mich immer etwas im Textfluss irritiert sind die Perspektivenwechsel innerhalb eines Kapitels. Ich kenne es eigentlich, dass solche Wechsel durch eine Leerzeile gekennzeichnet werden.

    Ich bevorzuge da auch eher eine optische Trennung, um einfach sofort bei der Geschichte zu bleiben und nicht erst nach ein paar Worte zu merken: HUCH, ich bin ja ganz woanders.


    Wobei ich mich frage woher die umherliegenden Körperteile kommen, wenn niemand umgekommen ist.

    Gute Frage. Das ist mir auch ein Rätsel.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Jetzt komme ich auch endlich dazu, zu diesem Abschnitt etwas zu schreiben......................................................

    Okay, gesammelte ZitatMacht...


    Ich versuche, ganz kurz zu antworten. Der Übersicht halber.


    1) Schön dass du postest :)


    2) Lesefluss / Kennzeichnung der Perspektiv-Wechsel: Vermerkt :)


    3) Die Sache mit Kleidung / Verwandlungen ist in dem Buch nicht auserzählt, es gibt nur kurze Momente (von denen du noch alle vor dir hast), welche das Thema berühren. Es kann durchaus passieren, dass Fasern, welche nicht zum eigenen Körper gehören, zerfallen oder verloren gehen. Passiert nur dann, wenn man nicht drauf achtet, genau das zu vermeiden. Falls du eine genauere "Idee" hinter der ganzen Sache haben willst, sag Bescheid :)


    4) Ungeduld / langatmig: Verstehe ich :) Wobei Ungeduld intressant ist ... wie meinst du das? Im Sinne von "Ich will jetzt Action" oder "zu viele offene Fragen" ?


    5) Problem in der heutigen Zeit: Ja. Aber vermutlich nicht nur in der heutigen. Sobald Zeit ein Problem ist, in welcher Art auch immer, neigen eigentlich alle Organismen dazu, sie (logisch) einzusparen :D Der Mensch gehört wohl zu den wenigen Organismen, die relativ komplex entscheiden können, an welcher Stelle sie einsparen. Und da gehen sie dann leider die falschen Kompromisse ein, allzu oft. Nur Überschriften Lesen, keine Sicherheitsgurte in den ersten Flugzeugen, Atomkraftwerk direkt ans Wasser bei bekannter Tsunami-Gefahr, Luftschiffe mit Wasserstoff gefüllt . . . die Liste ist endlos, das Prinzip fast immer gleich :) Wahrscheinlich hast du Recht und es liegt daran, dass genau an Informationen "zu viel" überall auf einen einströmt.


    6) Rechte Szene: Wie immer. Gibts fast überall und wird fast überall von Zeit zu Zeit gefüttert. Man sollte meinen, niemand kann so bescheuert sein, sich von denen einfädeln zu lassen. Aber da sind wir schon wieder bei den Überschriften: Ein, zwei Punkte, die einen emotional anregen, und schon färbt das auf 50 weitere Punkte ab und man meint, eine Rechtfertigung für selbst den größten Schwachsinn zu haben. Natürlich kommen noch einige andere Faktoren dazu ... jedenfalls wäre hier niemandem geholfen, indem man einzelne "auslöscht". Das Problem liegt bei denen, die mitspielen, weils einfacher ist.


    7) Ich glaub, das war alles ^^ Die "umherliegenden Körperteile" .... wurde weiter oben schon kommentiert. :unschuldig:

  • Zwischenzeitlich wurde es mir ein wenig zu langatmig, da hätte ich mir mehr Tempo gewünscht. Erics Gedanken sind sicherlich interessant, aber ich empfand sie nach einiger Zeit als etwas schwerfällig zu lesen und ich merkte, wie ich mit meiner Konzentration abdriftete. Irgendwie fehlte mir da der Spannungsbogen. Auch zwischendrin war ich ein wenig ungeduldig.

    Ja, das ging mir auch so. Ich kann mir zwar vorstellen, dass er so lange überlegt, aber es wäre schöner gewesen, dass in Dialogen zu schildern.

    Ungeduld / langatmig: Verstehe ich :) Wobei Ungeduld intressant ist ... wie meinst du das? Im Sinne von "Ich will jetzt Action" oder "zu viele offene Fragen"

    Die Frage ging zwar nicht an mich, aber mir ging es so, dass ich darauf wartete, dass die Geschichte weiter geht und ich Erik am liebsten gesagt hätte, frag doch erst mal die, die mehr wissen als du und sammle mehr Informationen. Ich habe mir gedacht, dass der Leser vielleicht auch diese Problematik spüren sollte, die schweren Selbstzweifel, aber ich habe, wie gesagt , nur das Bild wirklich behalten.

  • Die Frage ging zwar nicht an mich, aber mir ging es so, dass ich darauf wartete, dass die Geschichte weiter geht und ich Erik am liebsten gesagt hätte, frag doch erst mal die, die mehr wissen als du und sammle mehr Informationen.

    Danke für die Beantwortung. Genau so ging es mir auch. Und ich wartete darauf, dass irgendetwas passiert. Vielleicht bin ich aber auch sehr verwöhnt, was schnelle und rasante Handlungen betrifft oder spannende explosive Dialoge.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Die Frage ging zwar nicht an mich, aber mir ging es so, dass ich darauf wartete, dass die Geschichte weiter geht und ich Erik am liebsten gesagt hätte, frag doch erst mal die, die mehr wissen als du und sammle mehr Informationen.

    Danke für die Beantwortung. Genau so ging es mir auch. Und ich wartete darauf, dass irgendetwas passiert. Vielleicht bin ich aber auch sehr verwöhnt, was schnelle und rasante Handlungen betrifft oder spannende explosive Dialoge.

    Die wenigen Dialoge und die ausführlichen Gedankengänge, die ihr beide kritisiert, sind etwas, was ich gerade in den späteren Kapiteln lieben gelernt habe. Mein erster Eindruck war auch, ganz schön philosophisch für einen Teenager, aber diese Gedanken erhalten später eine Qualität, die es uns ermöglicht, besser an Erics Gedanken (und auch an denen der anderen) teilhaben und seinen inneren Konflikt besser verstehen zu können. Ich hoffe, ich habe jetzt nicht gespoilert!

    Mir ist auch aufgefallen, dass jede einzelne Episode in diesem Buch eine gewisse Bedeutung hat, die sich nicht nur auf das jeweilige Kapitel, sondern auch auf alle folgenden auswirkt. Es gibt also keine Szenen, wie man sie sonst kennt, die nur für den Moment die Geschichte voran bringen, sondern jede hat ihre bestimmte Bedeutung im Gesamtzusammenhang. Schwierig, so etwas auszudrücken, ohne Zuviel zu verraten!


    Was mir aus diesem Abschnitt bleibt ist das Bild des Drachen hoch über der Welt mit dem Schwanz um eine Felsnadel geringelt und die Freiheit genießend. Ein schönes Bild.

    Eine wirklich sehr schöne Szene! Immer wenn ich Drachen höre, werde ich daran denken!


    In der ganzen Zeit wurde ich das Gefühl nicht los, dass Mia und auch Jack mehr wissen als Eric und ihn im Dunkeln lassen. Ich finde das zweifelhaft. Eric schlittert da in eine Sache rein, die er nicht kennt und schwer kontrollieren kann, eben weil er zu wenig weiß. Und dann fliegen sie auch noch in eine völlig andere Welt. Meiner Meinung nach hätte Mia ihn viel früher darauf vorbereiten sollen. Allein wegen seiner erstaunlichen philosophischen Betrachtungsweise trifft er vielleicht auch ein aus seinem Gefühl heraus, die richtigen Entscheidungen.

    Ich finde auch, Eric hätte besser darauf vorbereitet werden müssen. Schließlich ist er mit 16 kein kleines Kind mehr, aber Drachenkind hat uns ja die Auflösung in den späteren Kapiteln versprochen, ich bin sehr gespannt!

  • Zwischenzeitlich wurde es mir ein wenig zu langatmig, da hätte ich mir mehr Tempo gewünscht. Erics Gedanken sind sicherlich interessant, aber ich empfand sie nach einiger Zeit als etwas schwerfällig zu lesen und ich merkte, wie ich mit meiner Konzentration abdriftete. Irgendwie fehlte mir da der Spannungsbogen. Auch zwischendrin war ich ein wenig ungeduldig.

    Ja, das ging mir auch so. Ich kann mir zwar vorstellen, dass er so lange überlegt, aber es wäre schöner gewesen, dass in Dialogen zu schildern.

    Ungeduld / langatmig: Verstehe ich :) Wobei Ungeduld intressant ist ... wie meinst du das? Im Sinne von "Ich will jetzt Action" oder "zu viele offene Fragen"

    Die Frage ging zwar nicht an mich, aber mir ging es so, dass ich darauf wartete, dass die Geschichte weiter geht und ich Erik am liebsten gesagt hätte, frag doch erst mal die, die mehr wissen als du und sammle mehr Informationen. Ich habe mir gedacht, dass der Leser vielleicht auch diese Problematik spüren sollte, die schweren Selbstzweifel, aber ich habe, wie gesagt , nur das Bild wirklich behalten.

    Verstehe :) Hast du denn das Gefühl bisher, nicht genug an Erics inneren Bewegungen / Zweifel / Gedanken teilzuhaben? Weil du schreibst, "dass der Leser vielleicht auch diese Problematik spüren sollte" ... was sich nicht ganz deckt mit der Tatsache, dass die langen Beschreibungen / Gedankengänge ja Gegenstand dieser Kommentare sind. Oder habe ich was missverstanden? Könnte natürlich sein, dass etwas abhanden kommt, wenn man den Text zu überfliegen beginnt, weil es einem zu langweilig ist. Das ist gefährlich: Falls es soweit kommt, bitte Bescheid sagen :)