05: 7. + 8. Stunde der Nacht

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  • Die siebte Stunde empfand ich etwas anstrengend. Den Ausschweifungen oder besser gesagt Nicht-Ausschweifungen aus Arilurs Leben folge ich mit gemischten Gefühlen.

    Stellen wie: "Zeig mir deines, ich zeige dir meines", war das Motto gewesen. "Führe meine Finger, auf dass sie nicht im Dschungel fehlgehen." So hatte auch Arilur seine erste Spalte vermessen. Gemeinsam mit zwei Kameraden, weil er so aufgeregt gewesen war.rotwerd Hier ahne ich bereits: es kann nur noch schlimmer kommen.


    Sein bester Freund will nicht so, wie er es will und so mancher Mann kennt es wohl, der Erfolgsdruck steigt erheblich und plötzlich ist es eine eingefahrene Angelegenheit und voilá rien ne va plus! Arilur hat also einen laaaaaangen Leidensweg hinter sich. Demütigung pur. Man stelle sich mal vor, was sein Vater alles mit ihm angestellt hat! Nackt vor Priestern stehen zu müssen vor Publikum. Das ist wirklich entwürdigend. Man kann also verstehen, warum alles so kommt wie es kommen muss. Und nicht, dass er das andere Geschlecht nicht attraktiv findet.....aber wie gesagt...je mehr man sich damit beschäftigt, umso größer wird dieses Problem und manifestiert sich gnadenlos. Die Achillesferse des Mannes!

    Da kommt ihm doch die FRuchtbarkeit des Einhorns gerade recht. Man(n) greift nach jedem Strohhalm um seinen Mann stehen zu können. Fast tut er einem leid.


    Ekelerregend ist langsam das Behüten von Tennatos Überresten. Als Iotana ihm mit einem (kostbaren) Seidentuch (warum wählt der Autor hier Seide? Er hätte jeden beliebigen Stoff nehmen können! Es soll wohl unterstreichen wie wertvoll Iotanas Liebe für sie ist.!?) das Blut abwischt, das aus seinen Augen quillt, empfand ich mehr Ekel denn Rührung. Irgendwie beides....so wie es mir so oft in diesem Abschnitt geht. Ich bin ständig hin und hergerissen zwischen Faszination, Ekel und Scham...darum empfand ich wohl beide Stunden durchaus als anstrengend, was nicht bedeutet, dass ich mich nicht unterhalten fühle.


    Noch mehr Magengrummeln bekomme ich dann als Iotana sich vorstellt die Augäpfel Azirs mit einem goldenen Löffel herauszuklauben (das perfekte Wort dazu!!!! Es unterstreicht den Ekel!) Spätestens hier frage ich mich, ob der Autor nicht doch seltsame Substanzen konsumiert während des Schreibens....wie kommt man auf so etwas?


    Tennato soll ein Gemälde bekommen ganz Märtyrer-like. Iotana zweifelt noch, ob es denn den Menschen ersetzen kann. Zurecht!


    Iotana verliert sich in ihrer Trauer. Ihre Liebe schlägt jetzt, da sie nicht mehr an den Geliebten gerichtet werden kann, um in unbezähmbaren Hass und Zorn.

    Kileeßa droht sie damit ihr Herz zu essen! Jetzt verstehe ich auch warum Iotana uns zu Beginn überdeutlich als nett, zart, anmutig und lieblich in Form einer Tänzerin präsentiert wurde. Damit wird der Kontrast, der nun folgt umso krasser.


    Iotana bewacht Tonnato....das erinnert mich an ein Tier. Elefantenkühe oder Primaten bewachen auch noch lange ihre Toten, ich überlege noch, ob diese Stelle bewusst diese Assoziierung Mensch-Tier hervorrufen soll, oder ob ich Zuviel hineininterpretiere. Die Macht der Gefühle über unseren Verstand...am Ende reagieren wir nicht anders als ein Tier.....


    Gûndûr kommt wieder gut rüber. Ihm ist klar: Worte waren wie Wurfspeere. Wenn man sie losließ, konnte man sie nicht mehr zurückholen, bevor sie in ihr Ziel schlugen!" WEISE!


    Und dann kommt Tynay auf die glorreiche Idee Gûndûrs Tod könnte den von Bentora ausgleichen. :argh: Warum habe ich so etwas geahnt? Tynay gibt den Ton an und dann stößt Iotana auch noch dazu.


    Die Starken und Klugen nehmen also von den Schwachen und Dummen...….mal abgesehen davon, dass das arrogant und anmaßend ist, findet es leider seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden so statt.

    Iotanas andere Seite bäumt sich ein letztes Mal auf, in dem sie sich darüber schockiert zeigt, dass Sabea als Kind ihre Halbschwester töten wollte.

    Tynay indessen genießt ihre Macht und nimmt sehr deutlich wahr, dass sie Sabea untergeordnet hat was am Beispiel des zugerittenen Dromedars verdeutlich wird.


    Die Menschen hängen an dem was sie kennen. Wer es zerstören kann, beherrscht sie. Schrecklich aber wahr!


    Iotana will Rache und erweitert die Todesliste. Dann schließen die drei Frauen einen Pakt.....das wird spannend!


    Interessant war übrigens was Iotanas Vater sie gelehrt hat von wegen Menschen im feinen Zwirn usw und dass man besser darauf achtet, was und wie sie etwas sagen.

    Am Bild der zerstörten Harfe wird Iotanas Hass beschrieben und schön verbildlicht. Ein intaktes Instrument ist fählig die schönsten Melodien erklingen zu lassen, aber ein zerstörtes.....es ergibt einfach keinen Sinn mehr.


    Iotanas Gewaltphantasien wachsen derweil weiter. Plötzlich fühlt sie sich rückblickend schon immer als betrogen vom Leben ansich. Hier wird schön aufgezeigt, wie sehr sich die Sichtweisen verschieben können, wenn einem plötzlich etwas genommen wird. Einer Verschwörung gleich wittert man auch rückblickend immer und überall Intrigen. Das Wort Kakofonie beschreibt dieses Chaos mit einem Wort! Man "hört" förmlich die schiefe Melodie der Umstände.

    Und wo Iotana eben noch schockiert war lässt sie der Mordversuch Sabeas an ihrer Halbschwester nunmehr völlig kalt. Für Iotana gibt es mit Tennatos Tod nichts mehr zu gewinnen im Leben. Wie wahrscheinlich soll es auch sein, dass einem zweimal im Leben das Geschenk einer solchen Liebe zuteil wird. Aus der Reinheit Iotanas wird der Abgrund zum Bösen.


    Und dann kommt es nochmal ganz Dicke: Arilur wirkt plötzlich attraktiv und löst in den "Damen vom Grill" :P etwas aus. Arilur will Iotana, jetzt und hier. Das Amulett verfehlt seine Wirkung nicht und der gute Mann bekommt wohl die Erektion seines Lebens!rotwerd Iotana zunächst angeekelt bekommt mächtig Druck von Tynay (jaaaaaa den Ton angeben kann die Madame jetzt aber wirklich) und da an Tynay offensichtlich nichts dran ist.....(wie praktisch hahaha) Als Tynay dann Iotanas Bekleidung öffnet hat das ganze für mich etwas von einem Initiationsritus! Sie übergibt dem Lüstling ja förmlich Iotana, bringt sie dar wie ein Kellner einem etwas besonders Kulinarisches serviert. Hier wird Sex und Wollust zum Mittel der Macht.

    Mir geht es beim Lesen ähnlich wie Iotana....man wankt zwischen Faszination und Ekel.....


    Arilur will mehr und die Damen setzten die Aussicht auf weitere Vergnügungen als Druckmittel ein......Frauen^^ und der gute Mann spielt mit. Tynay hat es in sich.....dass sie Sabea wie einen Hund sieht den man tätscheln muss weil er nach Zuneigung geifert.....sie ist mir jetzt definitiv zu arrogant und abgehoben. Sie denkt sie hat alles unter Kontrolle und zieht die Fäden. Ich würde mir wünschen, dass sie eines besseren belehrt wird. Meine Hoffnung ruht auf dem Halbgott.


    Rando bleibt undurchsichtig für mich. Kann ich gar nicht einordnen, was er darstellen soll in dieser Geschichte. Und immer dieeses Symbol mit der Puppe. Unschuld eines Kindes? Ich weiß es nicht, grüble noch.


    Herrje. Ich bin geschafft! Zwei anstrengende Stunden!

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Die zwei Stunden fand ich herrlich. Arilurs tragische Geschichte bedient mir ein bisschen zu sehr das Klischee des sexuell frustrierten und getriebenen Mannes. Es wirkt aber schlüssig. Was mich überrascht ist, dass das Amulett nicht nur auf den Träger wirkt.


    Ich fühle mich bestätigt in meiner Aussage, dass Tynay die stärkste aus der Gesandschaft ist. Sabea ordnet sich ihr unter und auch Arilur erkennt schlussendlich ihre neue Stellung an. Ich denke, ihr Plan wird gelingen. Nein, ich wünsche ihr, dass ihr Plan gelingt. Die Tore werden hier denke ich den Weg ebnen.


    Spannend ist auch der Nachtäther,quasi ein Impfstoff gegen Schattenherren. Man stelle sich die kommerziellen Möglichkeiten vor...was die Menschen dafür zahlen würden...


    Was soll ich noch zu Iotana sagen? Ah....ICH WUSSTE ES! Und ich finde es nicht erschreckend. Menschen suchen sich in einer Trauersitaution Ventile...und seien wir ehrlich, wie würden wir an ihrer Stelle reagieren?


    Einzig meine Einschätzung zum Ableben von Sabea mag ich korrigieren, ich würde nun eher Arilur als Bauernopfer sehen.

  • ....

    ...Man(n) greift nach jedem Strohhalm um seinen Mann stehen zu können. Fast tut er einem leid.

    Ich bin irritiert, ich empfinde lediglich mit Tynay Sympathie. Verständnis für Iotana, Mitleid mit dem Halbgott, aber ansonsten... Die anderen sind Manövriermasse des Autors.

    ....wie kommt man auf so etwas?

    Vielleicht gab es während des Schreibens Affenhirn auf Eis? Im finde es ehrlich gesagt nicht grausamer als das pfählen des Abtrünnigen in der Trilogie.

  • Hachja, mir sind diese zwei Stunden sehr schnell vergangen.

    Tennato ist tot, ein Dämon hat viele zerfetzt und einige zu sabbernden Idioten gemacht und eine Schattenherrin ist tot. Wenn das mal keine Aufregung gab. Und das war nur die erste Stunde. Und dann schliessen die drei ungleichen Mädchen einen Pakt und die Aufstellung in der Ondrischen Gesandschaft bekommt eine ganz neue Machtstruktur. Tynay hat sich als geborene Anführerin gezeigt und ist sich dessen auch bewusst.

    Die Portale zeigen nun ihren Nutzen und werden für die anderen sicher noch zu einem Problem. Abee ich glaube auch noch nicht das Tynay, Sabea und Iotana überraschungsfrei dort hjnaus kommen...

    Wirklich überrascht hat mich der Autor allerdings mit der Rettung der beiden Gefangenen, damit hätte ich nie gerechnet. Und auch das Ei horn bekommt etwas von seiner würde zurück.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Man kann also verstehen, warum alles so kommt wie es kommen muss.

    Schattenkult lebt von seinen Figuren. Würde man nur eine der Hauptfiguren austauschen, ergäbe sich eine ganz andere Geschichte. Deswegen liefere ich hier ausführlichere Hintergründe als in meinen anderen Romanen ... und im Dramatis Personae steht noch mehr. ;)

    Die Starken und Klugen nehmen also von den Schwachen und Dummen...….mal abgesehen davon, dass das arrogant und anmaßend ist, findet es leider seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden so statt.

    Das ist ein wenig widersprüchlich scheint mir: Wenn es die Tatsachen beschreibt - wie kann es dann anmaßend sein? Vielleicht sind wir nur nicht gewohnt, dass unangenehme Wahrheiten so unverblümt ausgesprochen werden.


    Die Menschen hängen an dem was sie kennen. Wer es zerstören kann, beherrscht sie. Schrecklich aber wahr!

    Das habe ich oft mit Erstaunen erlebt. Ich selbst bin ein neugieriger Mensch, der gern Neues erlebt. Ich habe zum Beispiel mehrfach Wohnort und Job gewechselt. Aber ich kenne viele, die sich beides nicht vorstellen können - die Furcht vor dem Unbekannten oder auch nur dem Neuen, oder anders gesagt: das Loslassen des Bekannten scheint für viele mit einer starken Furcht behaftet zu sein.

    Meine Hoffnung ruht auf dem Halbgott.

    Ich bin irritiert, ich empfinde lediglich mit Tynay Sympathie. Verständnis für Iotana, Mitleid mit dem Halbgott, aber ansonsten... Die anderen sind Manövriermasse des Autors.

    Da wir die Hälfte der Nacht hinter uns haben, ist es doch eine guter Zeitpunkt für eine Blitzumfrage: Wie steht Ihr zu den Hauptfiguren?

    Tynay?

    Gûndûr?

    Arilur?

    Iotana?

    Die zwei Stunden fand ich herrlich

    :freu:


    Arilurs tragische Geschichte bedient mir ein bisschen zu sehr das Klischee des sexuell frustrierten und getriebenen Mannes.

    Sie ist daraus entstanden, dass ich ein anderes Klischee vermeiden wollte: Den Magier, der von seinem unbeherrschbaren Wissensdurst angetrieben wird. Oder auch vom Wunsch nach Unsterblichkeit. Ich wollte Arilur anders motivieren ... und habe eine Lösung gefunden, die eine Interaktion mit den anderen Figuren nahelegt.


    Spannend ist auch der Nachtäther,quasi ein Impfstoff gegen Schattenherren. Man stelle sich die kommerziellen Möglichkeiten vor...was die Menschen dafür zahlen würden...

    Was denkt Ihr, wie groß sind die Auswirkungen auf die Welt der Schattenherren, wenn der Nachtäther in größeren Mengen in Umlauf gerät?

    Wirklich überrascht hat mich der Autor allerdings mit der Rettung der beiden Gefangenen, damit hätte ich nie gerechnet. Und auch das Ei horn bekommt etwas von seiner würde zurück.

    Liebes Tagebuch,

    ha, da habe ich die Leserschaft kalt erwischt! Schock Deine Leser - lass etwas Gutes geschehen!

  • Die Starken und Klugen nehmen also von den Schwachen und Dummen...….mal abgesehen davon, dass das arrogant und anmaßend ist, findet es leider seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden so statt.

    Das ist ein wenig widersprüchlich scheint mir: Wenn es die Tatsachen beschreibt - wie kann es dann anmaßend sein? Vielleicht sind wir nur nicht gewohnt, dass unangenehme Wahrheiten so unverblümt ausgesprochen werden.

    Ich meinte nicht arrogant und anmaßend vom Autor sondern natürlich von den Figuren oder von den Menschen, die so denken und handeln. Leider gibt es ja da historisch viele Beispiele, wie die armen und ungebildeten Bevölkerungsschichten von den Mächtigen der Welt unterdrückt und ausgebeutet wurden. So auch im Buch. Und so auch in der Gegenwart. Ich finde es also von denjenigen anmaßen und arrogant, die glauben, sie hätten das Recht dazu, sich über andere zu stellen.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Wie es mit den Figuren weitergeht?


    Tynays Jungfräulichkeit wurde mehrmals betont, ob sich da noch was tut?

    Gûndûr ….ich hoffe er setzt sich durch.

    Arilur? -Kann weg! Der bringt nur Ärger.

    Iotana? es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder sie wird an ihrem Hass und Zorn ersticken und sterben oder sie bekommt einen Aha-Moment vom Autoren geschenkt und darf ein neues Leben beginnen, indem sie zu sich zurückfindet. Da ich mit Dark Fantasy nicht viel Erfahrung habe bin ich aber durchaus skeptisch.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Das ist ein wenig widersprüchlich scheint mir: Wenn es die Tatsachen beschreibt - wie kann es dann anmaßend sein? Vielleicht sind wir nur nicht gewohnt, dass unangenehme Wahrheiten so unverblümt ausgesprochen werden.

    Ich meinte nicht arrogant und anmaßend vom Autor sondern natürlich von den Figuren oder von den Menschen, die so denken und handeln. Leider gibt es ja da historisch viele Beispiele, wie die armen und ungebildeten Bevölkerungsschichten von den Mächtigen der Welt unterdrückt und ausgebeutet wurden. So auch im Buch. Und so auch in der Gegenwart. Ich finde es also von denjenigen anmaßen und arrogant, die glauben, sie hätten das Recht dazu, sich über andere zu stellen.

    Tja um es mal mit einem Zitat zu versehen "Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm, 'halt du sie dumm, ich halt sie arm'"

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Da wir die Hälfte der Nacht hinter uns haben, ist es doch eine guter Zeitpunkt für eine Blitzumfrage: Wie steht Ihr zu den Hauptfiguren?

    Tynay?

    Gûndûr?

    Arilur?

    Iotana?

    Ich glaube Tynay kommt irgendwie aus der ganzen Nacht raus, vielleicht nicht als strahlende Siegerin aber mit heiler Haut.

    Für Gundur sehe ich da mom weniger Chancen.

    Arilur beginnt mich anzuwiedern.

    Iotana bei ihr bin ich mir nicht sicher, ich denke wie wird sich entweder der Finsternis zuwenden oder sterben. Möglich wäre aber auch irgendwie eine Limbo Lösung .

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Möglich wäre aber auch irgendwie eine Limbo Lösung .

    Bitte was ist eine Limbo Lösung?

    Keine klare entscheidung, zb wenn sie im Palast bliebe nach der Nacht.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Ich fand die Beschreibung des Autor wie sich die Gefühle Iotanas und der Vorstellung die sie von Tennato Mördern hat in unterschiedlichen Instrumenten und deren Klängen manifestiert. Welch ein beängstigendes Konzert in ihrem Innern.


    Tynay übernimmt wie selbstverständlich die Führung. Wer sollte es auch sonst tun. Sabeas Kreativität erschöpft sich wohlnimmt Quàlen von Opfern. Iotana hat zwar einige handfeste Fantasien was sie den Mördern ihres Geliebten antun will, aber ihr fehlt da doch Erfahrung und Übung. Arilur ist vorerst mehr daran interessiert die Auswirkungen seines Amuletts auszuleben. Tynay ist die einzige mit einer Art Plan.


    Die Aesol sind nach wie vor recht undurchsichtig (außer im körperlichenchen Sinne:))

    Sie stecken die einander feindlich Versionen Gruppen zusammen und sehen Mal was passiert. Wenn die sich die Köpfe einschlagen, stören sie sich nicht dran, ziehen niemanden zur Rechenschaft. Was ist ihre Absicht? Ist die Ansammlung von Menschen, Halbgöttern, Schattenherrin etc eine Art Zoo für sie?

    Offenbar können sie das gesamte Geschehen mit Hilfe der Tore beobachten ohne selbst gesehen zu werden.

    Was ist mitnunserem plüschigen Orakel ? Ist es so harmlos wie es scheint?


    Tynay? Ich setze große Hoffnungen, dass sie die Nacht lebend übersteht. Vielleicht geht sie zurück in die Wüste


    Gûndûr? Seine eh nicht lange Lebensspanne wird wohl verkürzt


    Arilur? Mit etwas Glück für ihn stirbt er wàhrend der Ausübung seiner neu errungener Fàhigkeiten


    Iotana? Ihr einziges Ziel ist ihre Rache. Wenn sie das erreicht hat, bleibt ihr nicht mehr viel. Wenn es nötig wird ihr Leben für das Erreichen dieses Ziels zu opfern wird sie es mit Freuden tun.


    Dabei wird uns keine Überraschung bieten. Er ist zwar etwas gruselig aber letztlich war er dienSnackbox für Bentora. Nach deren Tod wird er still und leise vergehen und sterben.

  • Tynay übernimmt wie selbstverständlich die Führung. Wer sollte es auch sonst tun.

    Das ist eine Wendung, die mir das isolierte Setting erlaubt. Wären die Delegationen nicht im Palast auf sich gestellt, würde der Kult jemand Ranghöheren schicken, um das Kommando zu übernehmen. Aber so konnte ich Tynay an die Spitze setzen.


    Was ist mitnunserem plüschigen Orakel ? Ist es so harmlos wie es scheint?

    Und ist es das, was es zu sein scheint? ;)

  • "Führe meine Finger, auf dass sie nicht im Dschungel fehlgehen." So hatte auch Arilur seine erste Spalte vermessen.

    Ich ärgere mich sehr oft, wenn in Romanen an solchen Stellen eine Gossensprache genutzt wird und bekomme tatsächlich (nicht nur von Männern) die Antwort, wie soll man sonst über Sex reden. Es geht also auch anders. Das ist es was mir hier auffällt.

    Ekelerregend ist langsam das Behüten von Tennatos Überresten. Als Iotana ihm mit einem (kostbaren) Seidentuch (warum wählt der Autor hier Seide? Er hätte jeden beliebigen Stoff nehmen können!

    Es war lange Zeit üblich, Totenwache am offenen Sarg zu halten. Ist das nun ein tierischer Instinkt? Soweit ich weiß ging es darum verschiedene Aberglauben abzudecken, aber auch um Abschied nehmen. Schneewittchen ist ein Volksmärchen. Vielleicht ist es einfach gerade für eine starke Verbundenheit schwierig, den Tod zu akzeptieren und sicher ist in Iotanas Fall der Schock ziemlich groß und erzeugt eine Art Handlungsunfähigkeit. Ich fand es überhaupt nicht ekelerregend, sondern ein Zeichen ihrer großen Liebe, dass sie auch der entstellte Körper nicht abgestoßen hat, dass da immernoch Zärtlichkeit war und beschützen. Wenn das Instinkt ist, dann bin ich froh, wenn ihn sich einige Menschen erhalten.

    Und warum Seide? Sicher ein Grund ist, dass Iotana in seidene Gewänder gekleidet ist. Seide ist aber auch ein Symbol für Zartheit.

    Iotanas andere Seite bäumt sich ein letztes Mal auf, in dem sie sich darüber schockiert zeigt, dass Sabea als Kind ihre Halbschwester töten wollte.

    Sie ist überrascht, aber schockiert? Wenn ja, dann hält das nicht lange an, denn sie ist es auf alle Fälle nicht mehr als sie die Baroness mit trägt.

    Tynay indessen genießt ihre Macht und nimmt sehr deutlich wahr, dass sie Sabea untergeordnet hat was am Beispiel des zugerittenen Dromedars verdeutlich wird.

    So unterschiedlich kann man das auffassen. Ich sehe nur, dass Tynay eine gute Menschenkennerin ist und sie immer Sabea überlegen war. Sie beurteilt, wie Sabea ist. Das würde jeder, der es kann, in der Situation so machen, damit man sie richtig einsetzt. Ich sehe da keine Machtgelüste, sondern Pragmatismus gewürzt mit kleinen Stichen der Rache.

    Iotanas Bekleidung öffnet hat das ganze für mich etwas von einem Initiationsritus! Sie übergibt dem Lüstling ja förmlich Iotana, bringt sie dar wie ein Kellner einem etwas besonders Kulinarisches serviert. Hier wird Sex und Wollust zum Mittel der Macht.

    Ja Sex wird hier eingesetzt um Ziele zu erreichen, aber dieses Offnen der Bekleidung hat für mich etwas Zärtliches, etwas von Beistand. Tynay will Iotana nicht opfern, sondern sie sieht darin die einzige Möglichkeit an ihr Ziel zu kommen, welches letztlich überleben heißt.

    Tynay hat es in sich.....dass sie Sabea wie einen Hund sieht den man tätscheln muss weil er nach Zuneigung geifert.....sie ist mir jetzt definitiv zu arrogant und abgehoben

    Auch hier nicht abgehoben, sondern nur feststellen einer Tatsache. Sabea bringt sich selbst in diese Position und auch hier ist die Einschätzung wichtig, um den richtigen Umgang mit ihr zu erreichen. Tynay liest Menschen sehr gut und sie kann das Gelesene auch anwenden.

    frustrierten und getriebenen Mannes. Es wirkt aber schlüssig. Was mich überrascht ist, dass das Amulett nicht nur auf den Träger wirkt.

    Das hat mich auch überrascht. Aber immerhin nett, dass die Frau auch was davon hat.

    Nein, ich wünsche ihr, dass ihr Plan gelingt. Die Tore werden hier denke ich den Weg ebnen.

    Du magst den Halbgott nicht? Ich bin da sehr zerrissen.


    Zwei Stunden der Nacht, die sich wie nichts weglesen und uns auf den Höhepunkt zutreiben. Wenn wir nicht in den Schatten wären, Iotana unnd Tynay (die knabenhafte) wären doch ein schönes Paar.<3

  • Es erleichtert es Frau zumindest nicht schreiend vorArilr wegzulaufen oder ihn dahin zu treten wo es pulsiert^^

  • Wir lernen nun Arilur besser kennen und sein großes Leid. Einen sexbesessenen Magier hatte ich auch noch nicht :totlach: Klar, dass er sein Spielzeug direkt ausprobieren will. Iotana ist da wohl die erste im Bunde, ich schätze aber, er wird sich die anderen auch noch vornehmen, vorausgesetzt er überlebt die nächsten 2 Stunden :teufel:


    Tynay übernimmt wie selbstverständlich die Führung, was auch gut ist. Sie scheint tatsächlich die Einzige zu sein, die die Lage erfasst und nach einer Lösung sucht. Da sieht man mal wieder, das Führungsqualitäten durchaus angeboren sein können oder zumindest eine Charaktersache sind. Ich bin gespannt, wer von den Dreien zum Schluss übrig bleibt. Ich hoffe auf Tynay. Sie hätte es verdient.


    Dieser Nachtäther ist ja ein Teufelszeug und könnte den Schattenherren aber mächtig einheizen. Was soll man da hoffen? Dass das Orakel sagen kann, wo man das in Massen findet? Für die Menschen wäre das sicherlich gut, für die Schattenherren würde sich die Geschichte ändern. Da wir nicht wissen, wann Schattenkult spielt und die Schattenherren noch existieren, gehe ich davon aus, dass das Orakel dazu nichts gesagt hat oder dass Nachtäther extrem selten ist.


    Der Dämon hat mich kalt gelassen. Er wütet, er tötet, er ist tot. Check.


    Gundur gefiel mir mal wieder. Und ich finde es schön, dass er dem Einhorn die Würde zurück geben möchte. Ein kleiner positiver Moment in diesem düsterem Szenario.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Spätestens hier frage ich mich, ob der Autor nicht doch seltsame Substanzen konsumiert während des Schreibens....wie kommt man auf so etwas?

    :totlach::totlach::totlach: Falls ja, bitte rüberschicken. Die könnte ich hier dringend gebrauchen.

    Wie steht Ihr zu den Hauptfiguren?

    Tynay?

    Gûndûr?

    Arilur?

    Iotana?

    Tynay soll überleben und einen festen Platz im Schattenkult bekommen. Sie ist eine starke Persönlichkeit und ich fände es schade, wenn sie die Nacht nicht überleben würde.

    Gundur wird vermutlich sterben, ich würde ihm aber wünschen, dass auch er überlebt. Er ist ja schon so stark gebeutelt und wird gar nicht so alt. Ihm noch die wenigen Jahre zu nehmen, wäre grausam. Auf jeden fall mag ich diese Figur.

    Arilur? Wer ist Arilur?

    Iotana wäre das perfekte Bauernopfer. Ich glaube, sie wird schnell nerven oder soll mit Sabea eine Krabbelgruppe gründen.


    Ist die Ansammlung von Menschen, Halbgöttern, Schattenherrin etc eine Art Zoo für sie?

    Gute Frage. Bisher scheinen sie nur zu beobachten.

    Was ist mit unserem plüschigen Orakel ? Ist es so harmlos wie es scheint?

    Ich denke eher nicht. Vielleicht ist das Orakel auch der große Voyeur in dieser Geschichte und hat einen Spaß daran, das Gerangel untereinander zu beobachten. Großes Kino in dieser Welt.

    Und ist es das, was es zu sein scheint? ;)

    Vielleicht ist das Orakel ja eine große Mogelpackung. So wie Wahrsagerinnen bei uns auf dem Jahrmarkt. Fände ich lustig.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Vielleicht ist das Orakel ja eine große Mogelpackung. So wie Wahrsagerinnen bei uns auf dem Jahrmarkt. Fände ich lustig.

    Ich muss immer an "Das Schlangenei" von Igmar Bergmann denken. Ein Arzt experimentiert mit Menschen und bietet Freunden eine Wohnung an. Was die nicht wisse, überall befinden sich Kameras und er beobachtet dann ihr Verhalten. Läßt Gase in die Wohnung, die das Bewusstsein verändern. Ich glaube, dass die Aesol genau so sind. Sie beobachtend die Menschen und greifen nur ein, wenn sie selbst bedroht sind. Ich denke die ganze Sache mit dem Orakel ist einfach ein Köder, um die Menschen dorthin zu bringen.