03: 3. + 4. Stunde der Nacht

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  • Am Ende des Abschnitts, also nach Abschluss der Stunde 4 bleibe ich doch mit leichter Übelkeit zurück und die beklemmende Stimmung wirkt! Aber fangen wir von vorne an.


    Dass Sabea Tiere aufzieht nur um sie dann am Ende möglichst originell ins Jenseits (oder wo auch immer) zu befördern. Und sie hat auch noch Freude daran! :o<X Nun gut zunächst denke ich es hat auch eine gewisse Art der Intimität, wenn das Tier durch die Hände desjenigen stirbt, der es aufgezogen und genährt hat. Eigentlich ja auch eine Art von Verantwortung. Müssten wir die Tiere, die manche von uns täglich essen eigenhändig töten und verarbeiten, es gäbe vermutlich noch weitaus mehr Vegetarier! Im Grunde sollte man wohl nichts essen, was man nicht auch bereit ist zu töten. Wir haben Verantwortung für das, was wir uns vertraut gemacht haben, sagte "der Kleine Prinz" des Antoine Saint-Exupéry einmal. Vielleicht versuche ich mich aber im ersten Moment nur über die Grausamkeit Sabeas hinwegzutrösten, es mir gewissermaßen "schön" zu reden, weil ich an so etwas Perfides nicht glauben mag.:argh:


    Tynay derweil verspürt erneut den Wunsch mit Iotana zu sprechen. Darauf bin ich gespannt. Das Aufeinanderprallen dieser gegensätzlichen Charaktere hat mich sehr fasziniert und angesprochen. Daher: Gerne wieder!


    Als dieser widerwärtige und niederträchtige Kaleto Tynay unvermittelt ins Gesicht schlägt, verkrampft mein Magen sich kurzerhand. "Schweinehund"! will ich ihm zurufen. X( Tynay zeigt wieder einmal ihre beinahe heroische Selbstdisziplin!

    "Der Starke bestimmt das Geschehen" So so......die FRage bleibt nur: Der Starke wobei? Mentale Stärke ist sicherlich nicht physische Stärke.

    Oha und dann erfahren wir "nette" Anekdoten aus Kaletos Kindheit (DAS allein könnte ein Corvus Werk werden!)


    "Vielleicht haben Frauen eine andere Stärke in ihrem Herzen", schlug Tynay vor. Kaleto stellt ihre Sichtweisen auf die Probe. Fragen nach Liebe als starke Emotion die wiederum schwächt, Unterschiede zwischen Verehrung und Liebe. Keck mit dem Herz auf der Zunge fragt Tynay rundheraus, ob Kaleto jemals wahre Liebe empfunden habe. Er empört sich und verweist darauf, dass ALLE Gefühlsregungen als Essenz dienen können und dass Liebe da eine untergeordnete Rolle spielt angesichts der Pein und Verzweiflung die sich so beliebig durch Folter heraufbeschwören lässt. Und da sich Angst und Schrecken viel simpler beschwören lassen, als die Fähigkeit Liebe zu schenken oder anzunehmen.....eine Stelle, die nachdenklich macht. Im Grunde bedeutet es, dass all jene starken und mächtigen Führer und Unterdrücker dieser Welt es im Grunde gar nicht sind! Sie sind zu nichts anderem in der Lage. Zu einem so "heiligen" und ehrlichen Gefühl wie (Nächsten)liebe geben und empfangen....dafür sind sie zu schwach. Ihre Stärke ist also im Grunde eigentlich ihre Schwäche!!! Diese Gedanken stellen schnell die ganze (Gedanken)Welt auf den Kopf. Hier habe ich einige sehr interessante Denkanstöße bekommen.


    Grmpf und dann erzählt Kaleto die Sache mit der Schändung durch seine eigene Mutter. <X da kann man ja kaum etwas dazu sagen. Ich fühle mich allerdings an die Tempelszene in der Schwertfeuersaga erinnert. Da war ich damals auch sehr geschockt, wie man auf so etwas Derbes kommt und nun wiederholt sich hier dieses Motiv. Kann man sich etwas Entwürdigenderes vorstellen? Ich denke nicht. Hier zeigt sich auch wieder wie sehr sexuelle Handlungen immer schon auch ein Mittel der Macht und Dominierung waren. Vermutlich wird sich das auch nie ändern. Erst bricht man den Körper und dann die Seele, eine Methode, die seit jeher funktioniert.


    Und dann schlägt er seiner Mutter den Schädel ein. Eine tragische Figur, wer will hier richten ob er Täter oder Opfer ist? Und wieder Fragen über Fragen, die sich aufdrängen.


    Es ist leichter, zu zerstören, als zu erschaffen. Wieder gibt uns der Autor ein schönes Bild an die Hand: Für Kaleto lohnt es sich nicht Scherben zu schmelzen, versuchen es wieder in eine neue Form zu bringen. Zu aufwändig und zu ungewisse Aussicht auf Erfolg. Und ob der Behälter danach noch etwas taugt wird auch in Zweifel gezogen. Darüber könnte man jetzt auch wieder endlos philosophieren, vermutlich sprenge ich dann die Runde:totlach::unschuldig:


    Kaleto droht Tynay mit sexuellem Übergriff.....klar, er hat ja nichts anderes gelernt. Als er merkt, dass Tynay sich unbeeindruckt zeigt, hat die vermeintliche Machtdemonstration ihren Reiz schon verloren. Immerhin weiden sich Gewalttäter am meisten an der Angst ihrer Opfer....Tynay geht als Gewinnerin aus der Situation. Respekt!


    Tynay weiß, was sie durchgestanden hat....sie ist sich ihrer mentalen Stärke vollkommen im Klaren. Es gibt's nichts, das sie mehr ängstigen kann. Dadurch, dass sie der Angst und dem Tod ins Auge gesehen, hat sie einen Prozess durchlebt, der sie über sich hinauswachsen lässt. Wir überwinden die Angst, in dem wir sie durchleben.


    Dass Iotana sich in so einer misslichen Lage wiederfindet, hat mich überrascht und man leidet mit, ob sie da wieder rauskommt. Doch ähnlich wie Tynay zeigt Iotana hier ebenfalls einen unbedingten Willen zu Überleben und wehrt sich. Und doch zweifelt sie auch und fühlt sich hilflos, fühlt sich schuldig als habe sie es verdient. Eine Denkweise, die typisch für Opfer von Gewalt ist....die meisten denken, sie selbst seien der Auslöser dafür, dass ihnen eben diese Gewalt widerfährt. Darum sind viele wie gelähmt. Hach, aber schon eilt Tonnato zu Hilfe. Als die Täter endlich außer Gefecht gesetzt sind, fällt Iotana ihrem Tonnato in die Arme. Mich haben die Iotana-Tonnato Szenen die dann folgen tief berührt. Und doch befördert die leidenschaftliche Liebe auch noch ein anderes Gefühl zutage, nämlich Hass und Wut. Sie malt sich das Ende der beiden Männer aus bis ins kleinste Detail. Sie war den beiden derart ausgeliefert, hat das Gefühl der Ohnmacht derart gespürt, dass sie nun auch selbst im Tod noch Macht über ihren Peiniger haben will, in dem sie seine Asche in einer Phiole bei sich tragen will. Auch eine Allmachtsphantasie, dass derjenige selbst im Tod nicht frei sein wird. Ein interessanter Ansatz.


    Tonnato ist ein bisschen ein sogenanntes Weichei. Er sieht nur die Hindernisse, hat nur Argumente warum ihre LIebe nicht sein kann und darf! Iotana hingegen liebt derart aufrichtig und innig und hingebungsvoll, dass es für sie im Grunde außer Frage steht, ob es einen Weg gibt. Insofern würde ich wagen zu behaupten, dass sie ihn mehr liebt als umgekehrt. Wahre Liebe überwindet alles. Er schiebt den Eid vor, den er abgelegt hat. Vielleicht fürchtet er da doch mehr um sein Ansehen? Ich bin unsicher.


    Bentora jagt mir stets einen Schauer über den Rücken und auch dieser Rando :o da bekommt man ja Albträume. Gut, dass er nicht auf dem Buchcover ist:totlach:^^


    Das Einhorn krepiert. Na klasse. alles Stümper jetzt hatte ich mich schon auf die spektakuläre Verwandlung gefreut und nix da. Alles Stümper!;)


    Immerhin bekommen Iotana und Tonnato den Segen des Halbgottes.


    Ein spannender Abschnitt.....ich lechze spätestens jetzt nach mehr.....und noch halten meine Nerven stand. Achso ja da war ja noch was! Kaleto wird zu Brei gestampft. Sehr eklig....das sich jemand Hirn aus den Haaren pult und Rando es von den Lippen leckt ist wirklich einfach nur örks zum <X hier sei dem Autor nahe gelegt über eine Karriere als Drehbuchautor für Splatterfilme nachzudenken. 8o

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

    Einmal editiert, zuletzt von TippendeTastatur ()

  • "Vielleicht haben Frauen eine andere Stärke in ihrem Herzen", schlug Tynay vor. Kaleto stellt ihre Sichtweisen auf die Probe. Fragen nach Liebe als starke Emotion die wiederum schwächt, Unterschiede zwischen Verehrung und Liebe. Keck mit dem Herz auf der Zunge fragt Tynay rundheraus, ob Kaleto jemals wahre Liebe empfunden habe. Er empört sich und verweist darauf, dass ALLE Gefühlsregungen als Essenz dienen können und dass Liebe da eine untergeordnete Rolle spielt angesichts der Pein und Verzweiflung die sich so beliebig durch Folter heraufbeschwören lässt. Und da sich Angst und Schrecken viel simpler beschwören lassen, als die Fähigkeit Liebe zu schenken oder anzunehmen.....eine Stelle, die nachdenklich macht. Im Grunde bedeutet es, dass all jene starken und mächtigen Führer und Unterdrücker dieser Welt es im Grunde gar nicht sind! Sie sind zu nichts anderem in der Lage. Zu einem so "heiligen" und ehrlichen Gefühl wie (Nächsten)liebe geben und empfangen....dafür sind sie zu schwach. Ihre Stärke ist also im Grunde eigentlich ihre Schwäche!!! Diese Gedanken stellen schnell die ganze (Gedanken)Welt auf den Kopf. Hier habe ich einige sehr interessante Denkanstöße bekommen.

    Es sind genau diese Denkanstösse die dafür sorgen das Gandhi und Mutter Theresa manchen als Heilige und sehr vielen als Helden vorkommen. Solche Taten und Menschen gibt es, nur leider müssen sie sehr viel mehr tun um wahr genommen zu werden als brutale Menschen, vor allem in den heutigen Medien.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • So, die Nacht wird langsam schwärzer.

    Mir gefallen die Figuren immer besser, und auch meine Frage vorher ob denn in so kurzer Zeit (eine Nacht) wirklich eine Wandlung gleich von mehreren Figuren plausibel ist ist bereits beantwortet.

    Mir gefällt wie Tynay nach der initialen Situation des nicht sterbens jetzt reflektiert und kritisch hinterfragt, ohne gleichzeitig sich von der Finsternis selber wirklich abzuwenden. Und sie testet ihre neue Stärke, erst nur in kleinen Schritten bei Bentora und dann mutiger bei Kaleto.

    Auch Iotana mach bereits deutlich Veränderungen durch. Diese find ich bei ihr noch diverser, da ihr Leben vorher durchaus ruhiger (trotz all der Wanderschaft) war als Tynays. Sie erlaubt sich zu lieben, fallen zu lassen, aber auch zu Hassen. Genau wie Tynay hat sie eine Situation heile überstanden die sie zeichnet. Und ich fürchte sie wird diesem Blutdurst noch nachgehen auf die ein oder andere Art.

    Gundur hat mich überrascht, und mir gefiehlen die Passagen aus seiner Sicht, auch wenn die lettten Sätze nichts gutes ahnen lassen. Ich glaube er hat ein Lebensziel gefunden was über das Dienen seinem Volke gegenüber im Tempel hinausgeht. Er hat einen ebenbürtigen Gegner gefunden den es sich auch noch zu bekämpfen lohnt.

    Ich bin gespannt auf die nächsten Stunden und werde wohl direkt weiter lesen.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Müssten wir die Tiere, die manche von uns täglich essen eigenhändig töten und verarbeiten, es gäbe vermutlich noch weitaus mehr Vegetarier!

    Ich glaube, da spielt auch immer eine gewichtige Rolle, wieso man ein Tier tötet.

    Es könnte sich um ein Raubtier handeln, das einen angreift. Oder man will es als Nahrung oder Kleidung nutzen.

    Bei Sabea ist die Motivation aber eine andere: Sie ist auf den Schmerz aus. Sie foltert ein gesundes Tier zu Tode, nicht obwohl, sondern weil sie ihm damit Schmerzen bereitet. Und in zweiter Linie, um eine Verrohung bei sich selbst zu erreichen - und ihr Herz somit zu einem Palast der Finsternis zu machen.

    Ihre Stärke ist also im Grunde eigentlich ihre Schwäche!!! Diese Gedanken stellen schnell die ganze (Gedanken)Welt auf den Kopf. Hier habe ich einige sehr interessante Denkanstöße bekommen.

    Mir reicht es schon, wenn sich meine Leserschaft durch meine Romane gut unterhalten fühlt. Aber wenn es darüber hinaus für einige Leserinnen und Leser Denkanstöße gibt - umso schöner.

    Hier zeigt sich auch wieder wie sehr sexuelle Handlungen immer schon auch ein Mittel der Macht und Dominierung waren.

    Sexualverbrechen sind in den meisten Fällen Machtspiele. Ein eigentlich innerlich schwacher Mensch zwingt sich einem anderen auf und holt sich damit die Bestätigung seiner Macht.

    Erotik oder gar Zuneigung sind dabei allenfalls zweitrangig.

    Dadurch, dass sie der Angst und dem Tod ins Auge gesehen, hat sie einen Prozess durchlebt, der sie über sich hinauswachsen lässt.

    Darüber lohnt sich, nachzudenken. Vielleicht ist es ja - in sozialer Hinsicht - ganz gut, dass man vor einigen Dingen Angst hat. Das zieht Grenzen und begründet Schranken, die nicht überschritten werden. Wenn sich Tynay nun jenseits davon befindet - was bedeutet das für ihre "Tauglichkeit", mit anderen Menschen zu interagieren?


    da bekommt man ja Albträume.

    Ja, nicht wahr? :) Da verweise ich auf das Vorwort ...


    Mir gefallen die Figuren immer besser,

    :freu:

    Das ist sehr schön, denn dieser Roman funktioniert über die Figuren.


    Sie erlaubt sich zu lieben, fallen zu lassen, aber auch zu Hassen.

    Man könnte auch sagen: Iotana befindet sich in einer Phase der Neuorientierung. Aber in welche Richtung wird ihre Kompassnadel am Ende zeigen?


    Gundur hat mich überrascht, und mir gefiehlen die Passagen aus seiner Sicht,

    Das freut mich.

    In der Leserunde zur Originalfassung hatte Gûndûr nur wenige Freunde. Vielleicht habe ich deswegen bei der Überarbeitung ein wenig die Distanz verloren und ihm etwas mehr Raum gegeben (sogar zusätzliche Szenen) - in der Hoffnung, dass man nun eher mit ihm mitfühlen kann.

  • Ich muss sagen, ich bin nicht erschüttert. Langsam mache ich mir Sorgen um mich selbst.


    Ich muss sagen, ich finde es erstaunlich. Iotana entdeckt den Schatten, Tynay entdeckt das Leben und erweitert ihren Horizont. Sie hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie nach der Osadra die Stärkste in der Gesandschaft der Ondrier ist. Ich denke, ihr Weg ist der einer Schattenherren. Ich würde sogar so weit gehen, dass ich vermute, dass es mindestens ein Seelenbrecher und eine Adepta nicht lebend aus dem Palast schaffen.

    Bei Iotana fürchte ich, dass der Kampf um ihre Liebe den Weg zur dunklen Seite bereitet.


    Überrascht hat mich unser Halbgott, der sich vom Priester emanzipiert und, wie ich finde, sehr suverän auf die Schattenbaronin reagiert. Und die Spitze mit keine Kinder kriegen war definitv aus der Kategorie "Treffer, versenkt!". Leider fürchte ich auch bei ihm, dass er diese Nacht nicht überleben wird.


    Werden noch Wetten angenommen, ob die Verwandlung des Einhorns klappt? Ich setze auf nein. Ich bin wirklich gespannt, wie die Nacht ausgeht und wer die Gunst des Orakels erwirbt...


    Die Figuren des Autors funktionieren wirklich herrlich gut.

  • Sie hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie nach der Osadra die Stärkste in der Gesandschaft der Ondrier ist.

    Jemand anderes hat bereits überlegt, dass es unterschiedliche Formen von Stärke gibt: Willensstärke, Körperkraft, magische Potenz ... Die sind in der Gesandtschaft des Kultes in unterschiedlichem Maße verteilt. In einigen dieser "Kategorien" liegt Tynay vorn, in anderen ist sie eine Anfängerin. Aber eine Sache hat sie vielen anderen voraus: Sie schätzt realistisch ein, wo ihre Stärken und wo ihre Schwächen liegen.


    Bei Iotana fürchte ich, dass der Kampf um ihre Liebe den Weg zur dunklen Seite bereitet.

    Ah, eine interessante These! Gemäß landläufiger Meinung stehen sich Liebe und Finsternis ja entgegen ...

    Werden noch Wetten angenommen, ob die Verwandlung des Einhorns klappt? Ich setze auf nein.

    Liebes Tagebuch,

    meine Leserschaft traut mir jede Schurkerei zu!

    Die Figuren des Autors funktionieren wirklich herrlich gut.

    :freu:

  • Bei Iotana fürchte ich, dass der Kampf um ihre Liebe den Weg zur dunklen Seite bereitet.

    Ah, eine interessante These! Gemäß landläufiger Meinung stehen sich Liebe und Finsternis ja entgegen ...

    Ja stehen sie aber eine sehr starke positive Neigung kann bei Zerstörung auch sehr starke negative Reaktionen hervorrufen. Eine kleine Liebelei zu verlieren schmeisst uns nicht um, eine Liebe zu verlieren wirft uns in ein ganz dunkles Loch.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Mir reicht es schon, wenn sich meine Leserschaft durch meine Romane gut unterhalten fühlt. Aber wenn es darüber hinaus für einige Leserinnen und Leser Denkanstöße gibt - umso schöner.

    Dafür, dass das so nebensächlich ist, regen Deine Bücher aber sehr viel zu ethischen Diskussionen an.

    Liebe und Hass wohnen dicht beieinander. Verschmähte oder enttäuschte Liebe führt gern in Büchern zu Hass. Hier ist es aber anders und für mich sehr verwunderlich. Ebenfalls in Büchern wird immer erzählt, dass Liebe Gefühle positiv verändert, man eher bereit ist zu verzeihen und Hass aufzugeben. Ich habe das in meinem Leben auch so erlebt. Aber Iotana hasst während sie gerade die Gegenliebe findet und kann sich auf die Liebe eigentlich nicht mehr voll konzentrieren, weil sie über die Todearten nachdenkt, die sie ihren 'Peinigern zufügen will. Das ist schon etwas Besonderes, finde ich. Hat dabei das Gespräch mit Tynay etwas zu tun? 'Ist es ihr Grübeln über die Motive der Ondrier, dass sie hier so intensiv über ihren Hass nachdenkt?


    Tynay ist sicher die stärkste Person in dieser Nacht. Das macht sicher ihr Aufwachsen in der Wüste. Dort sind die Überlebensmöglichkeiten sehr eingeschränkt und sie fordern sicher eine eiserne Disziplin der Wüste gegenüber. Aber gerade deshalb denke ich, dass Tynay keine gute Schattenherrin wäre und sie es vielleicht gar nicht werden will. Die Wüste ist ihr eigentlicher Herrscher und einen anderen will sie wohl kaum akzeptieren. Auch wenn sie sehr gut taktieren kann. Ihre GEspräche, in denen sie abtastet wie stark die anderen sind, sind einfach super geführt.Das sind so die Schmeckerchen. Philosophische Gespräche in der Finsternis. Am besten hat mir gefallen, als Kaleto geht und Tynay aus dem Gespräch das Wichtigste für sich mit raus nimmt. Sie hat dieses Gespräch also nichtnur geführt, um Kaleto zu ärgern, sondern sie wollte wirklich lernen. Lernen, wo seine Schwächen liegen und die Grenzen seiner Psyche ebenso wie aus seinen Erfahrungen im Kult. Solche Azubis hat eben nur die dunkle Seite.....:)

  • Ich fand Tynays Gespräch mit Kaleto sehr amüsant. Wie sie ihn spüren lässt, dass sie weiß wie ahnungslos er an die Umwandlung des bedauernswerten Einhörner herangeht ohne offen respektlos zu sein. Kaleto ist zwar nicht so blöd nicht zu merken, dass Tynays ihm nicht die erwartete Achtung entgegenbringt aber außer eines körperlichen Übergriffe und der Drohung sie zu vergewaltigen fällt ihm auch nichts ein. Das zeugt doch sehr von seiner Unsicherheit und dem Nicht-Vertrauen in das was er tut. Tynay lässt sich auch nicht einschüchtern, lässt ihn aber immerhin das Gesicht wahren, dass er "dafür keine Zeit" habe.

    Man muss es sich ja auch nicht völlig mit ihm verderben:)

    Das Entrinnen des sicher geglaubten Todes hat sie auf jeden Fall gestärkt. Sie gefällt mir wirklich gut.

    Die Informationen, die wir über Sabea erhalten haben, machen sie nicht sympathischer und diese Nacht ist wohl zu kurz um noch viele Pluspunkte zu sammeln.

  • Dass Iotana sich in so einer misslichen Lage wiederfindet, hat mich überrascht und man leidet mit, ob sie da wieder rauskommt. Doch ähnlich wie Tynay zeigt Iotana hier ebenfalls einen unbedingten Willen zu Überleben und wehrt sich. Und doch zweifelt sie auch und fühlt sich hilflos, fühlt sich schuldig als habe sie es verdient.

    Dass Iotana sich in einer misslichenLage wiederfindet, überrascht mich nicht wirklich. Für mich ist sie ein bisschen der Typ "Jungfrau in Not", die durch ihre Naivität und Unbekümmertheit leicht in solcherlei Lagen gerät.

    Was natürlich nicht heißt, dass sie es verdient hat.

    Ich glaube auch nicht, dass dieses Gefühl sie davon abgehalten hat dem Angreifer den Schädel einzuschlagen, sondern Gewalt einfach nicht ihre Art ist. Das Erlebnis hat sie dann aber doch recht schnell dazu gebracht, den Tàtern sehr unschönen Todes zu wünschen. Eine Nacht voller Veränderungen von Lebenseinstellungen und Gefühlen....


    Gûndûrs Figur gefällt mir sehr. Langsam ist er es wohl auch etwas leid von seinem Priester wie ein Grundschüler behandelt und bevormundet zu werden. Schön, dass Bentora diese gefundene Starke zu spüren bekommt.
    Xiviarr unterschätzt ihn denke ich. Meiner Meinung nach schlägt er sich gegenüber Bentora Sticheleien recht gut und kann dagegen halten. Er muss sich ja auch körperlich nicht so arg zurück halten, um seine Meinung zu unterstreichen, sie geht nicht so schnell kaputt. Mit den beiden haben wir bestimmt noch Spaß.

    Aber Gûndûr tut mir auch leid. Da ist man schon ein Halbgott, hat aber nur ein kurzes Leben und wird während dieser Zeit vom eigenen Priester nicht mal ernst genommen sondern muß sichern noch ein ganzes Stück weit unterordnen. :(

    Gottstein ist auch nicht mehr das,was sein sollte;)

  • Mir gefällt es richtig gut, wie Tynay und Iotana die Wahrheiten, die sie kennen, hinterfragen und auch neugierig auf die Wahrheiten des jeweils anderen sind. Vielleicht liegt das auch an ihrem Alter: da ist man i.d.R. noch viel neugieriger und möchte wissen, was das Leben einem bietet. Zumal Tynays Leben schon zu Ende sein schien. Außerdem scheinen die beiden Mädchen auf einer Wellenlänge zu liegen, auch Tynay möchte die Tänzerin nicht verletzen.


    Meines Erachtens weist Tynay mehr Stärke auf als Kaleto, sie bringt ihn ganz schön in die Defensive, finde ich und macht ihm deutlich, dass sie sich nicht so leicht einschüchtern lässt. Ich denke, das unerwartete Überleben bei dem Wecken von Bentora wird genug Adrenalin bei ihr ausgeschüttet haben, was noch nachwirkt und sie dadurch auch verändert. Gut, Kaleto steht wahrscheinlich auch unter einem anderen Druck als Tynay, denn von ihm und Arilur wird erwartet, dass sie die Transformation des Einhorns erfolgreich abschließen, hier ist Tynay als Adepta außen vor.


    Qualiz' Leute zeigen nun offen, dass sie sich den Schatten verschrieben haben und es macht deutlich, dass die Ondrier das Geschenk der anderen Gesandtschaften verhindern wollen; sicher ist sicher, falls es mit dem Schattenross nicht klappt.


    Als Iotana derart bedroht wird, kommen bei ihr die finstersten Gedanken hervor - der Schattenkult wäre begeistert :totlach: Ja, man kann noch so friedliebend sein, aber wenn das eigene Leben bedroht wird, kann niemand vorhersagen, welche Gefühle man dabei entwickelt. Die Frage ist: wird sie sich diesen Gefühlen hingeben oder nicht?

    Gleichzeitig wird sie von der Liebe zu Tennato durchströmt, der diese zwar tatsächlich erwidert, aber auch ganz schön zaudert. Wird er mutig genug sein, zu ihrer gemeinsamen Liebe zu stehen? Im Moment scheinen die Zweifel noch allzu stark zu sein. Wenn die Nacht vorüber ist, kehrt er in sein Leben zurück und dann wird er zweimal überlegen, ob er für eine vielleicht närrische Liebe sein bisheriges Leben aufgeben wird. Iotana ist jung und ungebunden, sie hat ihr ganzes Leben noch vor sich, während Tennato einige Jahre älter ist und eben nicht mehr ungebunden ist. Außerdem kennt man das doch von sich selbst: je älter man wird, umso mehr ist man am Überlegen und Zaudern, was weitreichende Entscheidungen angeht, man hat meist auch mehr Verpflichtungen, die man nicht einfach so lösen kann oder will.


    Mir gefällt aber auch gut, dass zwischendurch die Perspektive immer wieder zu Gûndûr wechselt. Bei einem Halbgott würde man meinen, man müsste ihn um sein Dasein und seinen Status beneiden, aber es ist eher das Gegenteil der Fall: eigentlich ist er ein ganz armer Kerl, der keine lange Zukunft hat und nach der Pfeife von Xiviarr tanzen muss. Nichts, wegen dem man gerne mit ihm tauschen würde.


    Der Tanz von Bentora und dem Halbgott fand ich ebenfalls wieder sehr spannend und auch prickelnd, wie die beiden sich gegenseitig abtasten und gezielte Stiche setzen wollen. Aber Gûndûr hat am Ende sehr gut pariert, finde ich.

  • Dass Sabea Tiere aufzieht nur um sie dann am Ende möglichst originell ins Jenseits (oder wo auch immer) zu befördern. Und sie hat auch noch Freude daran! :o<X

    Das hat mich jetzt nicht mal mehr groß geschockt, da das schon Thema in "Feind" war :totlach: Wenn man davon ein viertes Mal liest, stellt sich eine gewissen Gleichgültigkeit ein - ohje, das sollte mir vielleicht zu denken geben ... 8o


    Tynay zeigt wieder einmal ihre beinahe heroische Selbstdisziplin!

    Wenn sie so weitermacht, könnte sie noch Großes in dieser Nacht erreichen.


    Und dann schlägt er seiner Mutter den Schädel ein. Eine tragische Figur, wer will hier richten ob er Täter oder Opfer ist? Und wieder Fragen über Fragen, die sich aufdrängen.

    Ich finde, er ist mit seiner tragischen Geschichte genau die richtige Zielgruppe für den Schattenkult.


    Es ist leichter, zu zerstören, als zu erschaffen. Wieder gibt uns der Autor ein schönes Bild an die Hand: Für Kaleto lohnt es sich nicht Scherben zu schmelzen, versuchen es wieder in eine neue Form zu bringen. Zu aufwändig und zu ungewisse Aussicht auf Erfolg.

    Ich muss gestehen, dieses Bild und Argument von Kaleto hat was für sich.


    Und doch befördert die leidenschaftliche Liebe auch noch ein anderes Gefühl zutage, nämlich Hass und Wut.

    Zwei ganz starke Gefühle - eine hervorragende Brücke für Essenz dürfte das abgeben.


    Ich bin unsicher.


    Bentora jagt mir stets einen Schauer über den Rücken und auch dieser Rando :o da bekommt man ja Albträume. Gut, dass er nicht auf dem Buchcover ist :totlach:^^

    Ohja, Rando stelle ich mir auch ziemlich gruslig vor.


    Vielleicht habe ich deswegen bei der Überarbeitung ein wenig die Distanz verloren und ihm etwas mehr Raum gegeben (sogar zusätzliche Szenen) - in der Hoffnung, dass man nun eher mit ihm mitfühlen kann.

    Also bei mir ist das sehr gut gelungen, ich empfinde ihn in der Tat viel näher.


    Die Figuren des Autors funktionieren wirklich herrlich gut.

    Absolut!


    Gottstein ist auch nicht mehr das,was sein sollte ;)

    Aber echt :totlach:

  • Das zeugt doch sehr von seiner Unsicherheit und dem Nicht-Vertrauen in das was er tut.

    Ja, Kaleto liebt Regeln. Wenn er sich in einer Situation "ohne Regelbuch" befindet, verunsichert ihn das zutiefst.

    diese Nacht ist wohl zu kurz um noch viele Pluspunkte zu sammeln.

    Diese Nacht ist länger, als man meinen sollte ... ;)

    Für mich ist sie ein bisschen der Typ "Jungfrau in Not", die durch ihre Naivität und Unbekümmertheit leicht in solcherlei Lagen gerät.

    Ja, das ist sie. Aber solche Typen ziehen ja bisweilen Ritter an, die für sie ausziehen und Drachen erschlagen wollen ...

    :schwert:

    Er muss sich ja auch körperlich nicht so arg zurück halten, um seine Meinung zu unterstreichen, sie geht nicht so schnell kaputt.

    Ja, als Schattenherrin ist sie robust konstruiert. :lachen:


    Gottstein ist auch nicht mehr das,was sein sollte

    Super Erkenntnis! :lachen::lachen::lachen:


    Ich denke, das unerwartete Überleben bei dem Wecken von Bentora wird genug Adrenalin bei ihr ausgeschüttet haben, was noch nachwirkt und sie dadurch auch verändert

    Ist das wirklich Adrenalin, also etwas, das abklingt, wenn man sich beruhigt?

    Oder hat es in Tynays Seele "Klick" gemacht und sie ist nun dauerhaft anders?


    Die Frage ist: wird [Iotana] sich diesen Gefühlen hingeben oder nicht?

    Das ist doch eine schöne Frage an die Runde: Wird Iotana in die Finsternis fallen? Oder wird sie ein Rettungsweg für jene, die sich in der Finsternis befinden und zurück ins Licht wollen?

    je älter man wird, umso mehr ist man am Überlegen und Zaudern, was weitreichende Entscheidungen angeht,

    Eine Erkenntnis, die schon Macchiavelli diskutiert hat. Das war ein Grund, aus dem er vermutete, dass im Allgemeinen jüngere Staatenlenker größere Erfolge erzielen als Ältere.

  • Ist das wirklich Adrenalin, also etwas, das abklingt, wenn man sich beruhigt?

    Oder hat es in Tynays Seele "Klick" gemacht und sie ist nun dauerhaft anders?

    Vielleicht eine Mischung aus beidem: zuerst das Adrenalin, unter dessem Einfluss es dann bei Tynay zusätzlich noch "Klick" macht.

  • Oder hat es in Tynays Seele "Klick" gemacht und sie ist nun dauerhaft anders?

    Ich glaube dass es dauerhaft anders ist. Sie hat erlebt, welche Kraft es gibt alles loszulassen. Wenn man für den Tod wirklich bereit war (ich kann mir das nicht vorstellen) dann hat man alles losgelassen und gemerkt, wie unwichtig es ist. Mit diesem Hintergrund kann Tynai jetzt auf sehr sicherem Boden agieren. Schlimmeres als den Tod fürchtet die (Noch?) nicht.

    Das ist doch eine schöne Frage an die Runde: Wird Iotana in die Finsternis fallen? Oder wird sie ein Rettungsweg für jene, die sich in der Finsternis befinden und zurück ins Licht wollen?

    Sicher wird sie das, wenn sie den Hass über die Liebe stellt und das tut sie ja. Damit ist eigentlich die Finsternis schon in sie gedrungen.

    Eine Erkenntnis, die schon Macchiavelli diskutiert hat. Das war ein Grund, aus dem er vermutete, dass im Allgemeinen jüngere Staatenlenker größere Erfolge erzielen als Ältere

    Ja, man weiß mehr im Alter. Als junge Frau bin ich ohne Fahrerlaubnis Motorrad gefahren und habe keine Angst gehabt. Mit 0 habe ich die Fahrerlaubnis fürs Motorrad endlich gemacht und jetzt weiß ich aber wie gefährlich Motorradfahren ist, sehe die Kreuze am Straßenrand und fahre also mit sehr viel Respekt (man kann es auch Angst nennen) So wissen kluge Staatenlenker auch, dass es keine einfachen Entscheidungen gibt und die Folgen nicht wirklich überschaubar sind. Vieles, was gut gedacht ist, geht dann doch ins Negative. Diese Erfahrungen fehlen jüngeren und so trauen sie sich einfach in einer ziemlichen Naivität Entscheidungen eher zu.

  • So langsam wird es dunkler. Aber da geht noch was, das ist ja alles noch Vorspiel.


    Das kleine Machtgeplänkel zwischen Tynay und Kaleto fand ich genial. Es zeigt sich, dass Tynay über sich hinaus wächst.

    Grmpf und dann erzählt Kaleto die Sache mit der Schändung durch seine eigene Mutter. <X da kann man ja kaum etwas dazu sagen.

    Ja, da bleibt einem die Spucke im Hals stecken. Mich befällt dann immer ein sehr beklemmendes Gefühl.

    Und dann schlägt er seiner Mutter den Schädel ein. Eine tragische Figur, wer will hier richten ob er Täter oder Opfer ist?

    Das ist in der Tat einer der schwierigsten Entscheidungen. Da trifft oft beides zu. In wieweit das entschuldigt, ist wohl eher eine moralische persönliche Frage.

    Tynay weiß, was sie durchgestanden hat....sie ist sich ihrer mentalen Stärke vollkommen im Klaren. Es gibt's nichts, das sie mehr ängstigen kann. Dadurch, dass sie der Angst und dem Tod ins Auge gesehen, hat sie einen Prozess durchlebt, der sie über sich hinauswachsen lässt.

    Ich denke, sie wird in dieser Nacht noch mehr wachsen. Ob es letztendlich für sie gut oder schlecht ist, werden wir noch erfahren. Zu wenig Angst kann auch gefährlich werden.

    Wenn sich Tynay nun jenseits davon befindet - was bedeutet das für ihre "Tauglichkeit", mit anderen Menschen zu interagieren?

    Null Tauglichkeit würde ich mal sagen. Den Menschen hat sie sich doch eigentlich schon gänzlich abgewendet, oder etwa nicht?

    Gemäß landläufiger Meinung stehen sich Liebe und Finsternis ja entgegen ...

    Ist das so? So gegensätzlich ist das nicht immer. Es gibt Lieben - oder auch Abhänigkeiten - die durchaus finster sein können, zumindest für einen Teil, der liebt.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • "Es ist leichter zu zerstören als zu erschaffen" finde ich einen starken Satz und leider sehr wahr. Bestes Beispiel ist ja gerade Trump, der soviel zerstört und man vermutlich Jahrzehnte benötigt, um das alles wieder gerade zu biegen.



    Iotana kann ich momentan schwer einschätzen. Ich glaube allerdings, dass Tennato sie verlässt und sie sich ganz der Finsternis ihrer Gefühle hingibt. Immerhin sind da genetisch bedingt schon Anlagen vorhanden. Sie müssen nur gekitzelt werden.


    Zitat

    Dass Iotana sich in so einer misslichen Lage wiederfindet, hat mich überrascht und man leidet mit, ob sie da wieder rauskommt.

    Nein, das glaube ich nicht. Sie wird in die Finsternis gehen. Sie Anzeichen sind schon stark. Es fehlt nicht mehr viel dazu.

    Zitat

    Bei Iotana fürchte ich, dass der Kampf um ihre Liebe den Weg zur dunklen Seite bereitet.

    Genau so sehe ich das auch.

    Zitat von Mowala

    Für mich ist sie ein bisschen der Typ "Jungfrau in Not", die durch ihre Naivität und Unbekümmertheit leicht in solcherlei Lagen gerät.

    Ist sie das wirklich? Ich glaube, tief in ihrem Inneren schlummern da ganz andere Charaktereigenschaften :teufel:

    Zitat von Odenwaldcollies

    Zwei ganz starke Gefühle - eine hervorragende Brücke für Essenz dürfte das abgeben.

    Du bist eindeutig schon im Schattenkult angekommen. Du denkst ja schon wie sie :o:totlach:


    Zitat von Odenwaldcollies

    Wenn man davon ein viertes Mal liest, stellt sich eine gewissen Gleichgültigkeit ein - ohje, das sollte mir vielleicht zu denken geben ... 8o

    Das sollte Dir wirklich zu denken geben. Die nächste Lektüre ist ein Pilcher-Roman, damit wir Dich nicht ganz im Schatten verlieren.



    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Das Einhorn krepiert. Na klasse. alles Stümper jetzt hatte ich mich schon auf die spektakuläre Verwandlung gefreut und nix da. Alles Stümper! ;)

    Wo war das zu lesen? Ich war bisher der Meinung, es lebt noch???

    Aber Gûndûr tut mir auch leid. Da ist man schon ein Halbgott, hat aber nur ein kurzes Leben und wird während dieser Zeit vom eigenen Priester nicht mal ernst genommen sondern muß sichern noch ein ganzes Stück weit unterordnen. :(


    Gottstein ist auch nicht mehr das,was sein sollte ;)

    Ja, er tut mir auch leid. Irgendwie scheint er noch der Normalste von allen zu sein. Und wer will heute noch Gott sein. Noch nicht mal bei dem Job findet man Respekt.

    Qualiz' Leute zeigen nun offen, dass sie sich den Schatten verschrieben haben und es macht deutlich, dass die Ondrier das Geschenk der anderen Gesandtschaften verhindern wollen; sicher ist sicher, falls es mit dem Schattenross nicht klappt.

    Ich hatte es befürchtet, dass sich einige Menschen auf die Schattenseite stellen. Sie werden es vermutlich nicht überleben.

    Der Tanz von Bentora und dem Halbgott fand ich ebenfalls wieder sehr spannend und auch prickelnd, wie die beiden sich gegenseitig abtasten und gezielte Stiche setzen wollen. Aber Gûndûr hat am Ende sehr gut pariert, finde ich.

    Ohja, das war eine sehr prickelnde Atmosphäre. Wenn es Gefühle geben würden, wäre das ein tolles Paar :totlach:

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen