01: Prolog und Nachtfall

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  • Hallo Ihr Lieben,


    hier treffen wir uns ab dem 31.08.2018 zur Leserunde zu dem Buch "Schattenkult" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders Robert Corvus, der uns hier begleiten wird. Schön, dass Du, lieber Robert, wieder mit dabei bist! :-*


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch.

    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Wenn ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, dann wäre es gut, wenn ihr hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid geben würdet.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass bitte pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte! :winken:


    Hier könnt Ihr zum Prolog und Nachtfall schreiben.

    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!


    Liebe Grüße

    odenwaldcollies :winken:

  • Von Beginn an spürt man die düstere Atmosphäre des Romans und die Finsternis wirft wahrlich ihre Schatten voraus. Eine gewisse Beklemmung schwingt schon in den ersten Zeilen mit. (Aber wirklich überraschend ist diese Tatsache ja nicht, angesichts des Romantitels!)

    Zunächst bin ich noch etwas irritiert angesichts der vielen Namen und Völker und kurz überlege ich, ob ich da eine Art „Vorgängerband“ verpasst habe!? Wie ich dem Vorwort entnehmen konnte, ist „Schattenkult“ an die Welt der „Schattenherren“ angelehnt. Vielleicht daher mein Gefühl ein bisschen mit allem überrumpelt zu sein?

    Zunächst aber nimmt mich natürlich die Szene mit Tynay gefangen. Die Selbstdisziplin, die sich diese junge Frau offensichtlich auferlegt hat ringt mir natürlich sofort Respekt vor ihr ab. Mit einer gewissen Erhabenheit und nicht zuletzt mit Stolz fügt sie sich ihrem Schicksal. Wenn man sich ihre Lage mal für kurze Zeit vor Augen führt, dann bekommt man schon einen Kloß im Hals und „spürt“ wie viel Kraft ihre Disziplin kosten muss bzw. wie stark eine Person sein muss, die ihrem Ende so würdevoll entgegentritt. Tynay hat also schon mal Sympathiepunkte errungen. Sabea hingegen ist natürlich von vornerein mit Skepsis zu begegnen.

    Besonders gut gelungen, von der ersten Zeile an ist die dichte Atmosphäre, die düstere Stimmung die auch durch Sätze wie: …..dass man sich wie ein Käfer fühlte, über den jemand einen Becher gestülpt hatte.“

    Dieser kleine aber prägnante Satz gibt uns ein starkes Bild an die Hand. Die Ohnmacht des unbedeutenden Käfers. Klein und beinahe hilflos. Ausgeliefert einer höheren Macht, die er mit seinem winzigen Verstand gar nicht erst begreifen kann oder will.

    Schon jetzt faszinieren mich die Gedankengänge, die sich vollziehen. Das setzt sich in der weiteren Handlung fort, in der Macht, das Göttliche und die Selbstdisziplin ständig mitschwingen. Meine Neugier ist geweckt und ich frage mich, mit was wir wohl noch konfrontiert werden.

    Die Szene mit der Kutsche hat etwas von einem Opfergang. Sich bereitwillig hinzugeben, anzunehmen was auch kommen möge und die Grenzen die die eigene Angst setzt sprengen in dem man ihr unerschrocken ins Auge sieht.

    Der Regenbogenpalast klingt natürlich absolut „spährisch“. Auch hier beeindruckende „Bilder“.

    Eine weitere Formulierung: „In solchen Nächten schufen Beben neue Berge in den Dünen und rissen Täler auf, als schlüge ein Riese Wunden in den Leib eines toten Gegners.“ Wieder wird diese Urgewalt so bildlich herausgearbeitet. In diesem Satz spürt man förmlich die Kraft und Energie.

    Und dann geschieht das Unmögliche: Perutela trifft es anstelle Tynays. Ich muss zugeben, das hat mich überrascht und doch ertappe ich mich in dem Moment dabei, dass es nur logisch schien, dass Tynay, die so bereit war, doch einen anderen Weg gehen wird.

    „Man musste die Finsternis im Herzen nähren, um sich mit der großen Finsternis vereinen zu können, stand im Buch der Schatten.“

    Tynay verehrt die Wüste. Eine gottgleiche Urgewalt, die gnadenlos ist. (In meinem Köpfchen beginnt es bereits zu rattern und ich denke, DAS ist es, was mich an den Werken des Autors immer und immer wieder so fasziniert und was ich in dieser Intensität seltenst bis nie so gelesen und gespürt habe!)

    Die Anmaßung des wurmgleichen Menschleins angesichts solch einer Naturgewalt wird erbarmungslos mit dem Tod bestraft! So ist die Wüste und jedes Wort empfinde ich genauso.

    Tynay stellt sich die Finsternis vor: „Darin war die Welt, wie die Götter sie geschaffen hatten, die Welt, in der es Oben und Unten gab und Vorher und Nachher und alle anderen Regeln der Natur, nur eine winzige Oase inmitten von schwarzem Sand. Unwichtig. Vorübergehend. Aus einer Laune heraus geduldet von den mächtigen Dünen, die sie jederzeit ersticken konnten.“ (OHJA! So ist es! So und nicht anders. Hallo Finsternis.)

    Und es geht noch weiter:

    „wenn die ganze Welt nichtig war, war es auch jeder Mensch. Auch Tynay. Damit wurde das Festhalten an ihrem Leben eine Albernheit.“

    In diesem Moment bin ich eins und einig mit Tynay. Letztlich ist es wirklich so. Im ersten Moment vielleicht beängstigend, erschreckend oder gar deprimierend. Aber auf den zweiten Blick!? Vielleicht auch erlösend? Beruhigend, tröstlich. Egal was wir auch tun, im Grunde bedeutungslos. Nimmt das nicht sogar eine Last von den Schultern des Lebens? Selbst unsere Fehler und Makel.. eigentlich nicht maßgeblich für das große Ganze.

    Auch diese Stelle macht das beeindruckend deutlich: „Die Dünen und der Sand würden so wandern wie in der Ewigkeit zuvor. Sie würden Tynay nicht vermissen. Sie würden noch nicht einmal bemerken, dass Tynay nicht mehr wäre. Tynay war gleichgültig, flüchtig wie eine Luftspiegelung.“

    (Diese Stelle muss man einfach wirken lassen)

    Und am Ende: Betora war erwacht. Tynay lebte.

    Interessant erscheinen im weiteren Verlauf Kaleto, der in klaren Regeln denkt wie in Strategiespielen. (Solchen Menschen gegenüber empfinde ich Verachtung und dementsprechend ist er mir nicht sympathisch, doch interessant ist er dennoch, vielleicht gerade deshalb weil mich interessiert wohin ihn diese Einstellung führt.)

    Tynay ergeht es ähnlich: In diesem Moment sah Tynay die Erbärmlichkeit von Kaletos Festklammern an Sicherheiten in aller Klarheit. Ordnung war etwas Göttliches. Die Götter hatten Gesetze erlassen, die die Welt strukturierten, vom Lauf der Sonne über die Schwerkraft bis zum Frieren und Verdunsten von Wasser. Die FINSTERNIS DAGEGEN WAR DAS REICH DER MÖGLICHKEITEN

    Wer die Finsternis in sein Herz ließ, wurde unberechenbar.

    (Meine Gedanken dazu möchte ich (noch) nicht preisgeben und behalte ich vorerst für mich. Soviel sei aber gesagt: Etwas gerät ins Wanken.)

    Dass Kaleto keine Würfelspiele mag, da zu beliebig und zufällig unterstreicht und betont diesen Aspekt seiner Persönlichkeit noch einmal.

    Und dann: „Ihre Hingabe an die Osadra war eine stärkere Brücke für die Essenz als der Körperkontakt.“ -Faszinierend, aber ist es nicht so? Die Tatsache sich etwas oder jemanden hinzugeben (nicht körperlich) kann wahrlich so viel stärker sein.

    Dann lernen wir Iotana kennen, die ich auf anhieb mag. Die Gesandten werden den Flügeln zugeteilt und die Spannung steigt. Wir werden schon bald einem unheimlichen Ritual begegnen. An diesem Punkt bin ich bereits gefesselt und möchte weiterlesen.

    FAZIT: Einstieg war zunächst etwas verwirrend. Viele Namen, viele unterschiedliche Völker zu denen ich zunächst keinen Bezug habe, da ich das Gefühl habe, mir fehlt etwas Background. Tynay führt mich dann aber schnurgerade mitten hinein. Sogwirkung auf jeden Fall gegeben. Ein bisschen fühlt es sich bis jetzt an wie eine Praline….erst süß, dann bemerkt man oha da ist ja Alkohol drin und spürt den bitteren Abgang und ahnt, diese Praline ist nur auf den ersten Blick etwas Süßes….in Wahrheit, weiß man nicht, was man bekommt. 😉 und doch, greift man weiter zu….ich schätze, es wird anstrengend aber nachhaltig beeindruckend. Meine Neugier ist mehr als geweckt!les

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

    Einmal editiert, zuletzt von TippendeTastatur ()

  • Hallo in den Schatten :aaa:


    Nach dem ersten Abschnitt merke ich schon, dass auch dieses Buch viel Spaß macht, ein zweites Mal zu lesen. Ich reibe mir jetzt schon voller Vorfreude die Hände auf das, was kommen wird :totlach:


    Tynay wird die Name mit den komplett schwarzen Augen auf dem Titelbild sein, nehme ich mal an. Die Zeichnung des Regenbogenpalastes von Timo Kümmel gab es ja auch schon in der Originalausgabe, mir hat der Palast mit seiner speziellen Form schon damals gut gefallen.
    Wie die Figuren und der Schauplatz eingeführt werden, gefällt mir auch wieder gut, ebenso die Aussicht, dass die ganze Handlung nur an einem Ort und in einer einzigen Nacht spielt.


    Die Ondrier wirken erstmal ein wenig fehl am Platze, so mitten in diesem bunten Palast und sie sind ja auch die krassen Außenseiter. Aber die Anderen sollten den Mund mal nicht zu voll nehmen und sich zu sicher sein ^^ Die Aesol mischen sich schließlich nicht ein, wenn sich ihre Gäste die Köppe einschlagen. Sie werden wahrscheinlich erst grantig werden, wenn sie selbst Ziel eines Angriffs wären.


    Die Aesol sind spannende Charaktere, so ganz anders - und ich hätte solche Wesen nicht in dieser Welt erwartet. Was sie wohl mit der "Erforschung" der Menschen bezwecken? Es steckt ja sicherlich eine Motivation dahinter, dass sie die Menschen beobachten wollen.


    Lachen musste ich wieder beim Auftritt des Orakels - beim ersten Mal Lesen dachte ich ja damals, ich wäre plötzlich im falschen Buch und musste die Passagen ein zweites Mal lesen. Mal ehrlich, wär denkt bei einem Buch mit Osadroi an ein Orakel, das wie ein pummeliger Bär aussieht, tapsig und mit einem Röckchen bekleidet ist. Dann gluckst es auch noch und fiept dankbar, als es von dem Mädchen eine Blume überreicht bekommt :totlach::totlach::totlach: Ganz krasses Kontrastprogramm zu den Schattenherren :totlach:

    Ich habe hier immer Pu Bär vor meinem inneren Auge :unschuldig:


    Woher kommt das Orakel und woher bezieht es seine Fähigkeiten? Kann es kommunizieren oder erfolgt das durch die Aesol? Wie sieht überhaupt seine Verbindung zu den Aesol aus? Waren sie schon immer zusammen oder gehört er zur "Versuchsanordnung" der Aesol zur Beobachtung der Menschen?


    Tynay hatte jedenfalls verdammtes Glück, dass Bentora sie verschont hat - manchmal ist es doch ganz gut, wenn man nicht zu viel Hingabe zeigt. Spannend wird es auch sein, wie sich ihre Beziehung zu Sabea in dieser Nacht weiterentwickeln wird. Ob sich Tynay deren Schadenfreude noch rächen wird.

  • Tynay verehrt die Wüste. Eine gottgleiche Urgewalt, die gnadenlosist.

    Ich finde es auch faszinierend, wie stark sie von dem Leben in der Wüste geprägt ist, wie wertvoll dort Flüssigkeiten sind (was einen Bogen zur Widmung an Frank Herbert schlägt).

    Pikant ist auch, dass sich Tynays Vater in der Gewalt der Osadroi befindet. Mal sehen, was ihn noch und den anderen Gefangenen noch erwarten wird.


    Interessant erscheinen im weiteren Verlauf Kaleto, der inklaren Regeln denkt wie in Strategiespielen. (Solchen Menschen gegenüberempfinde ich Verachtung und dementsprechend ist er mir nicht sympathisch, dochinteressant ist er dennoch, vielleicht gerade deshalb weil mich interessiertwohin ihn diese Einstellung führt.)

    Genauso habe ich Kaleto ebenfalls empfunden.


    Dann lernen wir Iotana kennen, die ich auf anhieb mag.

    Diese Tänzerinnen sind auch irgendwie das ganze Gegenteil von den Ondriern.

  • Langsam versammeln wir uns wieder, um uns gemeinsam den Schatten zu stellen:)

    Tynay scheint mit ihren schwarzen Augen ja auch bei ihrem Volk nicht besonders gut anzukommen. Abgesehen davon, dass sie damit sicher auf den ersten Blick nicht gerade Vertrauen erweckend erscheinen wird, finde ich die Auswirkungen auf ihr Farbsehen oder eher nicht-sehen für sie auch nicht so erfreulich. Ich stelle es mir recht deprimierend vor, die Welt nur in Grauschattierungen plus rot sehen zu können. Ganz zu schweigen von den Problemen sich an einem Ort wie dem Regenbogenpalast, wo das Unvermögen Farben sehen zu können Orientierung praktisch unmöglich macht, zurechtzufinden.
    Beim Wecken der Herzogin hat sie ja noch mal Glück gehabt. Dass sie sich so in ihr Schicksal ergeben hatte, hat scheinbar keine für die Schattenherren appetitliche Emotion geboten und Perutela war der bessere Snack nach dem Aufwachen

    Die Aesol sind spannende Charaktere, so ganz anders - und ich hätte solche Wesen nicht in dieser Welt erwartet. Was sie wohl mit der "Erforschung" der Menschen bezwecken? Es steckt ja sicherlich eine Motivation dahinter, dass sie die Menschen beobachten wollen.

    Die Aesol finde ich auch sehr interessant und bin gespannt wie sie das weitere Geschehen beeinflussen werden


    Lachen musste ich wieder beim Auftritt des Orakels - beim ersten Mal Lesen dachte ich ja damals, ich wäre plötzlich im falschen Buch und musste die Passagen ein zweites Mal lesen. Mal ehrlich, wär denkt bei einem Buch mit Osadroi an ein Orakel, das wie ein pummeliger Bär aussieht, tapsig und mit einem Röckchen bekleidet ist. Dann gluckst es auch noch und fiept dankbar, als es von dem Mädchen eine Blume überreicht bekommt :totlach::totlach::totlach: Ganz krasses Kontrastprogramm zu den Schattenherren :totlach:

    Ich habe hier immer Pu Bär vor meinem inneren Auge :unschuldig:

    Das Orakel hat mich auch erstmal zum Schmunzeln gebracht. Man erwartet unter Orakel doch etwas Erwürdigeres:totlach:

    Aber wer weiss das schon. Soll vielen Orakeln bin ich noch nicht begegnet, vielleicht ist dies ja die "Standardausführung"???

    Ich hatte eher einen Ewok ohne die löchrige Kapuze vor Augen. Pu ist aber auch nicht schlecht, nur zu wenig plüschig :totlach:


  • Von Beginn an spürt man die düstere Atmosphäre des Romansund die Finsternis wirft wahrlich ihre Schatten voraus.

    Nach dem ersten Abschnitt merke ich schon, dass auch dieses Buch viel Spaß macht, ein zweites Mal zu lesen.

    :freu::freu:

    Zunächst bin ich noch etwas irritiert angesichts der vielenNamen und Völker

    Es sind tatsächlich eine Menge Fraktionen. Da die gesamte Geschichte im Regenbogenpalast spielen wird, glaube ich, dass man in Grunde nichts von der Welt drumherum wissen muss. Wer aber etwas erfahren möchte, findet auf meiner Webseite eine kleine Enzyklopädie zu Eloy.


    Vielen Dank für Deine Gedanken zum ersten Leseabschnitt. Du gehst auf Tynay, Sabea und Iotana ein. Diese drei Mädels ... sie haben mich bis heute nicht so recht losgelassen. Auf ihre jeweils eigene Art werden sie Euch alle noch erschrecken, denke ich. :teufel::teufel::teufel:

    Falls Ihr Euch im Regenbogenpalast einmal verloren fühlen solltet, lasst Euch von Tynay an der Hand nehmen. Sie ist nicht umsonst auf dem neuen Titelbild zu sehen ...


    Ich reibe mir jetzt schon voller Vorfreude die Hände auf das, was kommen wird

    In Anbetracht der Tatsache, dass Du aus der Originalausgabe bereits weißt, wie finster er zugehen wird, offenbart das eine gewisse Abgründigkeit Deinerseits ... 8)


    Die Zeichnung des Regenbogenpalastes von Timo Kümmel gab es ja auch schon in der Originalausgabe,

    Ja, da konnte ich Verwertungsrechte erwerben. Für die erweiterte Edition habe ich zudem eine Weltkarte hereingenommen, damit man sieht, wo Aeterna liegt und wo die Länder und Städte positioniert sind, von denen im Text die Rede ist. Diese Karte zeigt die Welt der Schattenherren, sie ist eigentlich für die Neuveröffentlichung von Feind, Knecht und Herr entstanden. Witzigerweise gehen aber die meisten der neuen Einträge (im Vergleich zur ursprünglichen Weltkarte in der Trilogie) auf Schattenkult zurück, obwohl der Roman ja ausschließlich im Regenbogenpalast spielt. Aber die Fraktionen kommen eben aus vielen Weltengegenden, sprechen von Städten und Ländern ... und was dabei erwähnt wird, ist auch auf der neuen Karte zu finden. Und da die Trilogie damals vor Schattenkult entstand, waren diese Orte dem Zeichner der Originalkarte ebenso unbekannt wie mir als Autor.

    Ich habe hier immer Pu Bär vor meinem inneren Auge

    Ich hatte eher einen Ewok ohne die löchrige Kapuze vor Augen.

    Ha, Vollteffer! Das Vorbild für das Orakel waren tatsächlich die Ewoks aus "Die Rückkehr der Jedi-Ritter". :klatschen:

    Tynay scheint mit ihren schwarzen Augen ja auch bei ihrem Volk nicht besonders gut anzukommen.

    Es ist oft nützlich, wenn Hauptfiguren eine Besonderheit haben. Damit ist keine spezielle Fähigkeit gemeint, die sie dafür prädestiniert, die Aufgaben zu lösen, die sich ihnen im Laufe des Romans stellen (obwohl auch das naheliegt). Vielmehr geht es darum, sie für den Leser einprägsam zu machen. Kojak hat bei seinem Einsatz in Manhatten immer einen Lutscher im Mund, Data hat bleiche Haut, der Terminator sagt immer "I'll be back" und Sam Hawkins "Wenn ich mich nicht irre". Tynays vollständig schwarze Augen waren eine spontane erste Idee, der Figur etwas Charakteristisches zu geben.

    Aus diesem Funken hat sich dann - wie das oft bei Geschichten geschieht - viel mehr entwickelt ...

    Die Aesol finde ich auch sehr interessant und bin gespannt wie sie das weitere Geschehen beeinflussen werden

    Die lohnen sich, im Auge zu behalten - wenn man das denn kann, so durchsichtig, wie sie zumeist sind ... :lupe:

  • In Anbetracht der Tatsache, dass Du aus der Originalausgabe bereits weißt, wie finster er zugehen wird, offenbart das eine gewisse Abgründigkeit Deinerseits ... 8)

    Naja, wenn man nun schon das 8. Mal in die Schatten reist, bleibt wohl doch irgendwann etwas hängen :totlach:


    Ha, Vollteffer! Das Vorbild für das Orakel waren tatsächlich die Ewoks aus "Die Rückkehr der Jedi-Ritter". :klatschen:

    Stimmt, an die Ewoks hatte ich gar nicht gedacht.

  • So, die Sonne ist dem Mond gewichen und ich lese das Buch. Irgendwie empfinde ich die Stimmung nicht als düster, was vieleicht mehr über mich als über das Buch sagt? Ich finde, sie macht Lust auf das Buch. Nach den anderen Schattenromanen habe ich leider nicht viel Hoffnung, dass es gut ausgeht und rechne damit, das die Ondrier das Orakel befragn werden. Die Zusammenstellung der Gesandschaften finde ich spannend, auch das klare Bilden von Fronten.


    Bei Tynay und den beiden anderen Arriek hatte ich umgehend Aiel vor Augen. Stolze Wüstenbewohner, die die Engütigkeit der Wüste und des Lebens dort akzeptieren. Ich bin gespannt, was Tynays Farbenblindheit an interessanten "Verwechslungen" der Flügel erzeugen wird. Sabea für meinen Teil gebe ich keine Zukunft im Orden. Sie muss lernen, im Verborgenen zu agieren und ihre Emotionen zu beherrschen.


    Beim Orakel hatte ich nicht Winnie Puh sondern ein Glücksbärche vor Augen, auch das macht mir etwas Sorgen um mein Gemüt.


    Ein Einhorn? Das letze womöglich? Scherz bei Seite, ich bin gespannt, welches Ritual mit dem armen Geschöpf geschehen wird. Wird man es zu einem Schattenross machen? Ist dafür die Expertin nun nicht dummerweise konsumiert worden?


    Ich freue mich auf jeden Fall auf die nächsten Abschnitte :)


    Liebe Grüße, Olli

  • Schön, dass schon einige da sind, da kann ich mich doch dazu setzen in der Hoffnung, unbemerkt zu bleiben. Irgendwie geht der Brief unter, oder er hat mir schon beim ersten Mal gefallen und diesmal wieder. So elegante Drohungen, so nett verpackt. Da kann man doch nicht widerstehen, oder?


    Olli, der Einstieg ist auch nicht düster. Das ist ja das Gemeine. Da werden hübsche kluge Frauen eingeführt, die so ihre verschiedenen Lebenswege haben und ziemlich allein sind. Die Verneigung vor Frank Herbert ist wohl in einigen Büchern von Bernd zu spüren, aber ich glaube nie so wie hier. Tynay ist einem doch sofort sympathisch und die Wüste erhält etwas stolzes beinahe möchte man dort leben, so verehrt sie deren Stärke. Jedenfalls geht mir es auch beim zweigen Mal lesen so. Aber was macht dieser Autor mit sympathischen Protagonisten?


    Dieses Orakel fand ich komischerweise nicht lustig. Ich habe eine Vorstellung, die mit keinem der Bärchen hier übereinstimmt. Irgendwie sind die Aesol für mich so ein Hintertürchen für SF. Wer sonst käme auf die Idee, zu schauen, wie die Ondrier mit der vereinten Menschheit zurande kommen. Ich meine es ist ja nicht so, dass ich für ein Orakel viel machen würde. Kenne keine Geschichte, in denen das gut ausgeht. Verändern kann man sowieso nichts, das geht nach hinten los und manches möchte man auch nicht wissen, zum Beispiel die Stunde des Todes. Das fanden die, die dafür ihre Augen gegeben hatten als Betrug.


    Der Einstieg ist inzwischen für mich ganz nett. Im Vergleich zu dem was wir schon erlebt haben geht es doch nett zu. Man trifft sich und beäugt sich, aber so richtig geht ja noch nichts los.

    Der Regenbogenpalast ist wirklich schön, ich hätte ihn auch gern mal gesehen. Hatte mal eine Wohnung, in der ich die Zimmer in den Farben des Regenbogens gestrichen hatte.



    Also ich bin auch gleich wieder von der Spannung erfasst und bin nur bedrückt, weil ich ja nun zum zweiten Mal da hin gehe und als das Pech habe auch ohne Orakel zu wissen was passiert. Ich weiß es wird gruslig, aber was soll's. Ich heule mich dann hier aus.

  • So, nun bin ich auch hier angekommen und freue mich auf eine unruhige Nacht, zumindest im Buch.

    Der Prolog war spannend, aber die Bitte/Drohung scheint ja nicht gefruchtet zu haben, schliesslich sind die Ondrier da.

    Ich muss gestehen Iotana hat bei mir irgendwie gar keine Sympatie geerntet, ich weiss auch nicht sicher warum. Bei Tynay war das anders. Aber ich hab eh was für starke Figuren über, und welche die sich vor nem Verflossenen halb verstecken gehören da nicht zu. Aeterna und die aesol scheinen mir sehr sphärisch und sehr unsurchsichtig (im übertragenen Sinne allerdings nur) und ich kann sie noch nicht einschätzen. Auf jeden Fall wirken sie, vll ob der Emotionslosigkeit, nicht freundlich auf mich. Und der Palast wirkt trotz der starken Bilder, oder gerade deswegen, sehr fremd und nicht für Menschen, oder Oradroi, geeignet.

    Das Einhorn tut mir leid, und ich frage mich auch wer nun das Ritual vollziehen wird. Aber so was erwarte ich ja fast in einem solchen Buch der Schatten.

    Tynays Überleben hab ich dagegen trotz Titelbild nicht erwartet. Aber im Nachhinein.... schliesslich ist sie quasi emotionslos in die Kutsche gestiegen....

    Ich bin ehrlich gespannt wie es weiter geht, und auch was wir noch über die anderen Gesantenschaften erfahren werden. Der Halbgott gefiehl mir von der Charakterzeichnung auch schon mal gut.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Die Zusammenstellung der Gesandschaften finde ich spannend, auch das klare Bilden von Fronten.

    Ja, das fand ich auch sehr gut dargestellt.


    Sabea für meinen Teil gebe ich keine Zukunft im Orden. Sie muss lernen, im Verborgenen zu agieren und ihre Emotionen zu beherrschen.

    Da gebe ich dir auch recht, Sabea muss noch an sich arbeiten.


    Irgendwie geht der Brief unter, oder er hat mir schon beim ersten Mal gefallen und diesmal wieder. So elegante Drohungen, so nett verpackt. Da kann man doch nicht widerstehen, oder?

    Und auch ein wenig naiv, finde ich, die Ondrier werden stark unterschätzt bzw. die ganze Situation falsch eingeschätzt, denn nun ist mit Bentora sehr wohl eine Unsterbliche mit dabei.


    Der Regenbogenpalast ist wirklich schön, ich hätte ihn auch gern mal gesehen.

    Ich auch.


    die aesol scheinen mir sehr sphärisch und sehr unsurchsichtig (im übertragenen Sinne allerdings nur) und ich kann sie noch nicht einschätzen. Auf jeden Fall wirken sie, vll ob der Emotionslosigkeit, nicht freundlich auf mich.

    Stimmt, sie erscheinen eher neutral. Dabei wartet man als Leser - jedenfalls ich - gespannt darauf, wie sie reagieren werden, als die Dunkelruferin von Bentora zerfetzt wurde.


    Der Halbgott gefiehl mir von der Charakterzeichnung auch schon mal gut.

    Das ist vor allem auch deswegen spannend, weil der Sohn des Stiergottes ein krasser Kontrahent zu den Unsterblichen darstellt. Das könnte noch sehr spannend werden :teufel:

  • Irgendwie empfinde ich die Stimmung nicht als düster, was vieleicht mehr über mich als über das Buch sagt?

    :err:


    Wird man es zu einem Schattenross machen? Ist dafür die Expertin nun nicht dummerweise konsumiert worden?

    Ja, die Ondrier haben vom Start weg ein Problem. So, wie sie sich das mit ihrem Geschenk gedacht haben, wird es nicht mehr klappen ...

    Die Verneigung vor Frank Herbert ist wohl in einigen Büchern von Bernd zu spüren, aber ich glaube nie so wie hier.

    An dieser Stelle empfehle ich gern noch einmal "Der Wüstenplanet" - ein geniales Werk, das gerade in unserer Zeit wieder an Aktualität gewinnt. Es greift Themen wie globale Verflechtungen ebenso auf wie die soziologische Wucht organisierter Religionen.

    Man trifft sich und beäugt sich, aber so richtig geht ja noch nichts los.

    Na ja - eine Angehörige des Kults ist bereits tot ...


    Ich muss gestehen Iotana hat bei mir irgendwie gar keine Sympatie geerntet, ich weiss auch nicht sicher warum. Bei Tynay war das anders.

    :aaa:

    Die junge Liebende ist Dir nicht sympathisch? Aber die kalkulierende Verehrerin der Finsternis schon?

    Uiuiui, Du stehst schon tief in den Schatten!

    :ohnmacht:


    schliesslich ist sie quasi emotionslos in die Kutsche gestiegen....

    Ja, das hat sie gerettet: Direkt nach Bentoras Erwachen hat sie nur eine schwache Brücke für ihre Essenz geboten.


    Der Halbgott gefiehl mir von der Charakterzeichnung auch schon mal gut.

    Auf dem Titelbild der Originalausgabe ist Gûndûr abgebildet.

    Im ersten Entwurf war stattdessen der Kopf einer Frau mit verbundenen Augen zu sehen, wie bei Justitia. Den habe ich abgelehnt, weil er keinen Bezug zum Inhalt hatte.

  • Ich muss gestehen Iotana hat bei mir irgendwie gar keine Sympatie geerntet, ich weiss auch nicht sicher warum. Bei Tynay war das anders.

    :aaa:

    Die junge Liebende ist Dir nicht sympathisch? Aber die kalkulierende Verehrerin der Finsternis schon?

    Uiuiui, Du stehst schon tief in den Schatten!

    :ohnmacht:

    Darum lese ich ja auch hier mit und keinen Romeo und Julia Verschnitt. ;)

    Aber im ernst, Iotana kommt mom noch weder als selbstbewusst noch als stark daher, deshalb ist sie noch blass für mich. Liebe ist durchaus ein Element was ich mag, aber bisher ist da ja nur ein heimliches einseitiges Anschmachten, und dem kann ich nicht so viel abgewinnen. Die einzigen Pluspunkte bekam sie von mir bisher ob ihrer Profession.

    Und die kalkuluerende Schatten Verehrerin ist bisher für mich vor allem eines, eine echte Tochter der Wüste, und die Schilderungen davon sind sehr stark, so was liebe ich. Und ihre Sehnsüchte liegen mom auch eher da als in der Finsternis, man merkt allem anderen eine gewisse Skepsis an die mir gut gefällt und den Kulturunterschied deutlicher macht als jede beschriebene Optik.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Nun bin ich auch endlich wieder in den Schatten angekommen und konnte allein in Berlin schon mal einen kleinen Vorgeschmack erlesen. Von daher bin ich sehr glücklich darüber, dass es dann doch nicht so ganz finster beginnt, sondern wir noch in der Kennenlernphase sind.

    Irgendwie empfinde ich die Stimmung nicht als düster, was vieleicht mehr über mich als über das Buch sagt? Ich finde, sie macht Lust auf das Buch.

    Vielleicht liegt es auch einfach an der Trilogie, die wir schon hinter uns haben. So schnell kann uns nun keiner mehr verschrecken.


    Das Cover finde ich übrigens toll und mittlerweile bin ich auch ein Fan von Timo Kümmel.



    Auch das Vorwort fand ich sehr aufschlussreich und mir ist nun auch klar, wer "die drei bösen Mädchen" sind. Noch sind sie ja alle sehr liebreizend auf ihre spezielle Art und Weise und es ist für mich - auch noch - schwer vorstellbar, wie unser hartgesottender Autor von seinen eigenen Figuren Angstzustände bekommen konnte.

    Diese drei Mädels ... sie haben mich bis heute nicht so recht losgelassen. Auf ihre jeweils eigene Art werden sie Euch alle noch erschrecken, denke ich. :teufel::teufel::teufel:

    Deshalb vielleicht das Ewok-Double und ein entzückendes Einhorn als Gegenpol?


    Das ist ja das Gemeine. Da werden hübsche kluge Frauen eingeführt, die so ihre verschiedenen Lebenswege haben und ziemlich allein sind. Die Verneigung vor Frank Herbert ist wohl in einigen Büchern von Bernd zu spüren, aber ich glaube nie so wie hier. Tynay ist einem doch sofort sympathisch und die Wüste erhält etwas stolzes beinahe möchte man dort leben, so verehrt sie deren Stärke. Jedenfalls geht mir es auch beim zweigen Mal lesen so. Aber was macht dieser Autor mit sympathischen Protagonisten?

    An dieser Stelle empfehle ich gern noch einmal "Der Wüstenplanet" - ein geniales Werk, das gerade in unserer Zeit wieder an Aktualität gewinnt. Es greift Themen wie globale Verflechtungen ebenso auf wie die soziologische Wucht organisierter Religionen.

    Tatsächlich habe ich auch ein wenig an den Wüstenplaneten gedacht, den ich schon lange mal wieder lesen möchte. Ich habe den Roman (und tatsächlich auch den Film mit Sting <3) geliebt.


    So elegante Drohungen, so nett verpackt. Da kann man doch nicht widerstehen, oder?

    Der nette Brief von Tennato an Qualiz mit der leicht unterdrückten Drohung fand ich auch sehr amüsant zu lesen. Im ersten Moment scheint es ja ein kleines Ungleichgewicht zu geben, die Ondrier gegen den Rest der Welt. Ich ahne aber schon, wer da die Überhand erhält.



    Mal ehrlich, wär denkt bei einem Buch mit Osadroi an ein Orakel, das wie ein pummeliger Bär aussieht, tapsig und mit einem Röckchen bekleidet ist. Dann gluckst es auch noch und fiept dankbar, als es von dem Mädchen eine Blume überreicht bekommt :totlach::totlach::totlach: Ganz krasses Kontrastprogramm zu den Schattenherren :totlach:

    Meine Fantasy hat da ganz kurz gestreikt und wollte sich in dieser Welt nichts adäquates vorstellen. Das hat mich ein wenig irritierend zurück gelassen und ich habe mir da als Platzhalter - vorerst - einen großen schwarzen Fleck ausgedacht.


    So ganz klar ist mir noch nicht, was genau das Orakel kann und was sich alle davon erhoffen. Ist es so mächtig? Und wo kommt es her?


    Das Einhorn tut mir total leid. Ich mag Einhörner, aber die OHNE Glitzer. Das wäre die Krönung gewesen, wenn Robert noch glitzernde Einhörner in seine Schattenwelt einführt. Heimlich hoffe ich, dass die Verwandlung nicht funktionieren wird. Aber Hoffnung sollte man bei Büchern von Robert Corvus niemals haben, habe ich gelernt.


    Es liest sich vielversprechend. Ich folge Euch also so langsam im Rosengartenpalast und schleiche mich von hinten an die drei bösen Mädels heran.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Das Cover finde ich übrigens toll und mittlerweile bin ich auch ein Fan von Timo Kümmel.

    Das freut mich. Timo Kümmel war übrigens auch ganz kurz auf der Phantastika, dann aber schnell wieder weg. Er hat es nicht so mit Menschenmengen.


    Noch sind sie ja alle sehr liebreizend auf ihre spezielle Art und Weise

    :nachdenk:

    Leibreizend?

    Iotana vielleicht, aber Sabea? Oder Tynay?

    Hm ...


    So ganz klar ist mir noch nicht, was genau das Orakel kann und was sich alle davon erhoffen.

    Im Kern geht es darum, eine unfehlbare und unverstellte Prophezeiung zu erhalten.

    Später im Roman wird es noch darum gehen, welche Frage von den jeweiligen Parteien gestellt werden soll ...

  • Jaja, das ist so eine Sache mit den Fragen, nicht war? Auch wenn man die Antwort kennt ist die Frage ja wichtig. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, wie es helfen soll, die Zukunft zu wissen, wenn ich nicht weiß wie sie entstanden ist.

  • Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, wie es helfen soll, die Zukunft zu wissen, wenn ich nicht weiß wie sie entstanden ist.

    Der Klassiker: Wenn ich weiß, welche Lottozahlen am kommenden Samstag gezogen werden, ist das sehr hilfreich ...

    Ebenso, wenn ich weiß, wann genau der Vesuv ausbrechen wird.

    Oder wann eine Sturmflut kommt.

  • Na gut aber hier geht es doch wohl um andere Dinge und in den Sagen. gehts immer schief. Außerdem sagt das Orakel nicht, wieviele die gleichen Zahlen ziehen werden und ob ich nicht vom Auto überfahren werde während ich vor dem Ausbruch abhaue, oder durch die Voraussage gleich Panik ausbricht. Irgendwie fanden das die Geschichtenschreiber bisher nie positiv oder täusche ich mich da?