Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

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    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!


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  • Schattenkult spielt in der gleichen Welt wie die Schattenherren Bücher, ist davon aber komplett unabhängig. Es ist nicht einmal definierbar ob es zeitlich davor, danach oder zwischen den ersten beiden Büchern spielt.

    Der Roman ist sehr fesselnd geschrieben, was zum Teil auch auf das, sehr auf das wesentliche eingedampfte, Setting zurück zu führen ist. Eine begrenzte, überschaubare Anzahl an Menschen (und zwei Nicht-Menschen) in einem geschlossenen Bereich und ein Zeitraum von nur einer Nacht sorgen dafür das keine Langeweile aufkommen kann.

    Neun Fraktionen wollen in einer Nacht des dreifachen Neumondes (Kenner der Welt wissen das diese Nächte sehr besonders sind) einen unverfälschten Orakelspruch erhalten. Doch vorher muss das Orakel mit einem Geschenk überzeugt werden eine der Fraktionen zu wählen. Das dies nicht friedlich abläuft ist klar.

    Wenn auch noch ein Halbgott und eine Unsterbliche mit mischen dann ist eine sehr dunkle Nacht angebrochen, und nicht alle werden das Morgengrauen (sehr passender Begriff an dieser Stelle) erleben.

    Die Hauptfiguren sind jedoch eine Tänzerin und eine Adeptae des Kultes der Schatten, und der grösste Teil der Geschichte ist aus ihrer Perspektive geschrieben.

    Die Geschichte ist sehr dunkle Fantasy, und auch ich habe an vielen stellen schlucken müssen. Die Gewalt die der Kult verherrlicht lässt sich noch recht gut abschütteln für mich, vielleicht auch weil sie meinem Alltag sehr fern sind, aber grade einige sexuelle Übergriffe und Szenen sind definitiv nichts für sanfte Mägen. Diese waren, für mich, auch in ihrer Anzahl grade noch am Rande von "fast zu viel" auch wenn sie in der Handlung ihren Sinn und Platz haben.


    Insgesamt war es ein sehr gutes Buch, was aber an vielen Stellen eine Grenzwanderung war. Die Protagonisten sind sehr gut herausgearbeitet und verlassen einen auch nach Beiseitelegen des Buches nicht vollständig wieder.

    Nichts für leichte Herzen aber nichts desto trotz wird es einen Platz in meinen Liebli gsbüchern einnehmen.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Mein Fazit: Dass diese Geschichte kein Spaziergang wird, war mir von Anfang an klar. Dass es mir allerdings so zusetzt, hat mich überrascht, dachte ich doch einiges gewohnt zu sein. Spätestens nach dem Durchleben der "Schwertfeuer-Saga" von Corvus, dachte ich, so schnell haut mich nichts mehr um. Aber weit gefehlt. Ganz weit! Noch nie hat mich ein Buch so sehr mitgenommen, mich an und über meine Grenzen gebracht, mich fluchen, zittern und würgen lassen. Nicht schlafend, nicht essend war ich gefangen von der Finsternis und hoffte immer nur auf ein Licht am Ende des Tunnels, doch die Nacht sollte nicht so schnell enden. Die Geschichte hinterlässt tiefe Spuren und nachhaltigen Eindruck. Am Ende bereue ich nichts und bin froh, durchgehalten zu haben. Es war eine haarscharfe Angelegenheit. Meine Nerven waren am Limit. Ein Buch, das mich körperlich richtig mitgenommen hat. Eine neue Erfahrung für mich! Ich habe viel mitgenommen und einiges verstanden, das noch sacken muss und nun einsickert.


    Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern der Runde!


    Rezension:


    Ein Palast! Eine Nacht! Wer wird überleben?

    -ein Albtraum zwischen zwei Buchdeckeln.


    Robert Corvus ist bekannt dafür seine Figuren nicht gerade mit Samthandschuhen anzufassen. Immer wieder mutet er seinen Lesern einiges zu, verlangt ihnen viel ab, aber was er hier geschmiedet hat scheint unmittelbar aus den Essen der Hölle zu stammen.


    Er führt uns in einer einzigen Nacht tief hinein in eine Finsternis, die keine Schatten mehr duldet. Seine Protagonisten durchleben und durchleiden Unvorstellbares. Die Metamorphosen der Figuren faszinieren, erschrecken und rütteln auf. Mit einem ungläubigen Staunen wandelt man auf dunklen Pfaden. Hier und da kam ich ins Straucheln, drohte in einen dunklen Abgrund zu stürzen, so sehr nahmen mich die Ereignisse mit!


    Wir begegnen einer Welt voller Leid, Gewalt und Boshaftigkeit. Das Böse scheint förmlich zwischen den Seiten herauszukriechen und seine Klauen halten den Leser fest umklammert.


    Wer oder was setzt sich am Ende durch? Wer erlebt das Morgengrauen?


    Einmal mehr hat der Autor mich mit seinem Werk in den Bann gezogen und doch auch mehr als an meine Grenzen gebracht. Noch immer höre ich das Brechen von Knochen, schmecke das Blut auf den Lippen und rieche die Angst der Opfer. Nie hat eine Geschichte solch heftige Reaktionen bei mir ausgelöst und ich musste ganz schön mit mir kämpfen. Doch am Ende hat sich das Durchstehen mehr als gelohnt. Alles fügt sich und die Fragen, die aufgeworfen werden, empfand ich durchaus als Horizont erweiternd.


    "Schattenkult" ist ein Dark-Fantasy Rausch vom Feinsten. Unerbittlich und gnadenlos schwingt der Autor die Peitsche und lässt Figuren und Leser auf glühenden Kohlen tanzen.


    Ein Buch das fordert, Kraft kostet und wirklich mehr als einmal Gänsehaut beschert.


    Wer bis zum Ende durchhält wird belohnt mit einer Erkenntnis oder auch nicht!? Vielleicht ist das Ende auch einfach erst der Anfang.


    Und wer nun gewillt ist dem Bösen wirklich einmal in seine hässliche Fratz zu blicken, dem kann ich dieses finstere Werk nur empfehlen.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Vorab vielen Dank an meine mittlerweile vertrauten Mitleser und -streiter gegen die Schatten (aber vielleicht doch mit Tynay) und natürlicj am Robretz, der uns wider in die Schatten begleitet, aber auch wieder herausgeführt hat.

    Es hat wieder viel Spaß mit euch gemacht.

    Wie ich bereits in einer anderen Runde zugegeben habe, neige ich machmal dazu, durch ein Buch zu eilen (ist doch nicht meine Schuld, dass es spannend ist:)) wodurch mir aber bestimmt oft Dinge entgehen. Das hat die Arbeit eines Autors ja auch nicht verdient.rotwerdDie vorgegebenen Abschnitte und der Auistausch mit euch bremst mich und hilft mir andere Blickwinkel einzunehmen und manches zu überdenken.

    Danke auch dafür.



    Mit “Schattenkult” begibt sich der Leser nach Eloy, der Welt in der auch die Schattenherren-Trilogie spielt.

    Ob er zeitlich davor, danach oder zeitgleich angesiedelt ist, bleibt unerwähnt, ist für die Geschichte auch irrelevant. Wer die Trilogie zuerst gelesen hat, bekommt noch etwas mehr Einblick in die Welt der Schatten, wer mit ‚“Schattenkult“ beginnt, de, fehlen keine Informationen.


    Der besondere Reiz dieses Romans liegt darin, dass er in einer einzigen Nacht an einem einzigen, zugegeben sehr interessanten, überraschenden Ort, stattfindet.

    Im Regenbogenpalast wetteifern Gesandtschaften aller Glaubensgemeinschaften einschließlich den allseits unbeliebten Schattenherren um die Gunst, dem Orakel eine Frage stellen zu dürfen.

    Im Zuge dieser Nacht entstehen neue unerwartete Bündnisse, werden Hoffnungen geschürt und zerschlagen. Es werden gemeinsame Ziele verfolgt und eigene Süppchen gekocht.

    Die einzelnen Figuren sowie die Protagonistinnen zeigen ihr Gesicht und Wesen erst nach und nach mit zum Teil überraschenden Wendungen.


    Meine Meinung


    Zeitweise habe ich ganz vergessen, dass die Geschehnisse in „Schattenkult“ auf nur eine einzige Nacht beschränkt sind, da so viel passiert. Es entsteht keine Langeweile und nur wenig Zeit zum Luftholen.

    Dass der Charakter der Figuren sich erst nach und nach erschließt hat macht sie noch spannender, weil der Wandel oft auch sehr unerwartet ist.

    Wie schon in der Schattenherr-Trilogie hat Robert Corvus es geschafft, Figuren zu erschaffen, die vielschichtig sind und es dem Leser schwer machen strikte Einteilungen in „gut“ oder „böse“ zu machen.

    Nicht immer steht man auf Seiten des vermeintlich Guten sondern erwischt sich beim Sympathisieren mit der dunklen Seite.

    Und wieder einmal hat der Autor es geschafft, Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen, die nicht immer schön aber dafür sehr lebendig waren.

    Danke??? dafür:)

    Nichts für Zartbesaitete aber für Liebhaber der Dark Fantasy, die wohl vielleicht eh nicht zu dieser Personengruppe zählen, eine klare Empfehlung

  • Schattenkult

    Der Autor Robert Corvus nimmt den Leser erneut mit in die dystopische Welt der Schattenherren. Und so viel sei bereits verraten: Es wird noch finsterer! Das Buch mag durchaus mit Vantablack anstelle Tinte geschrieben worden sein. Dies sollte aber keinesfalls jemanden davon abhalten, diese literarische Reise anzutreten und eine intensive, fantastische Nacht zu erleben.


    Der Leser wird Zeuge von Intrigen, Liebesgeschichten, Hoffnung und Tod auf engstem Raum innerhalb eines einzigen Tages. Seine Sympathien und Hoffnungen, aber auch Vorurteile und Antipathien verknüpfen sich eng mit den gezeichneten Figuren. Wer Protagonist oder Antagonist ist, wer auf der guten oder auf der dunklen Seite steht, ja welche Seiten es in diesem Spiel überhaupt gibt bleibt bis zum Ende fließend und überraschend. In der Leserunde, in der ich dieses Buch genossen habe herrschte durchaus Dissens, was gut und was böse sei. Ich für meinen Teil mochte das Ende. Es hat in mir die Lust entfacht, mehr von den handelnden zu erfahren. Es hat den Wunsch geweckt, Teil zu haben an der weiteren Entwicklung der ans Herz gewonnenen Figuren.


    Man muss jedoch auch vor dem Buch warnen. Es ermuntert einen, doch immer noch ein Kapitel mehr zu lesen anstatt in die Realität zurückzukehren um am nächsten Morgen gestärkt von der Nacht zu sein. Liebhaber der sanften, umschreibenden Erzählart werden erschreckt sein von der direkten Art, an der man die Handlungen in diesem Mikrokosmus erlebt. Wer also die seichte Beschallung eines Massenmarktprodukts sucht ist hier falsch. Wer aber die kribbelnde, sich aufbauende Stimmung und den Genuss einer wohl komponierten Intrige schätzt wird nicht enttäuscht werden.


    Um es zusammenzufassen: Ein klare Leseempfehlung.


    Vielen Dank für dieses Buch.

  • Wenn auch spät, so möchte ich mich doch bei allen bedanken, die mit durch diese Nacht gegangen sind. Allein ist es schon ziemlich gewagt.

    Ich habe mich gefreut zu lesen, wie Erstleser diesen Roman aufnehmen, der keine leichte Kost ist und, wie immer bei Robert Corvus, moralische Fragen aufwirft, die schwer zu beantworten sind. Für mich ist das keine einfache Dark Fantasy, es ist eine Herausforderung an unser ethisches Denken, fordert auf zum Hinterfragen und das widerspiegelt sich auch in den Beiträgen.


    Schattenkult zum Zweiten


    vorbereitet und gewarnt durch die "Schattenherren" habe ich mich zum zweiten Mal in den Bau des Orakels begeben. Wir haben abgehoben und dann ausweglos dem Treiben der verschiedenen Delegationen ausgeliefert. Ich hatte nicht vergessen, wie schwarz die Geschichte ist, aber es war trotzdem wieder so spannend, dass es schwer viel auch nur zeitweilig die Protagonisten zu verlassen. Die Sympathien wandern schnell zu Personen, die, wenn man ihre Motivationen hinterfragt wohl eigentlich keine Sympathie verdient hätten. Aber, wenn man das merkt selbst vorbereitet, ist es längst zu spät. Wieder war ich sofort von der Adeptin begeistert, die ihre Philosophie aus dem Leben in der Wüste bezieht. Ihre Charakterliche Stärke beeindruckt und, auch wenn ihre Vorhaben alles andere als moralisch (aus Sicht des Lesers) sind, man drückt ihr die Daumen, dass ihre Pläne aufgehen und sie diese Nacht überleben möge.

    Es gibt natürlich auch Protagonisten, die das Gute vertreten und dem Leser ans Herz wachsen, vor allem ein Halbgott tut sich da hervor. Was ist, wenn seine Interessen und die der gelliebten Adeptin des Schattenkults gegensätzlich sind? Wem drückt der Leser die Daumen, mit wem fiebert er mit? Was ist Moral, wer bestimmt, was moralisches Handeln bedeutet? In welcher Relation stehen die Protagonisten? Ist es nicht sehr menschlich, sich dem Stärkeren zuzuwenden, um zu überleben?

    Auch beim zweiten Mal verlasse ich das Orakel mit der Frage nach der dunklen Seite in mir.


    Ich lese selten noch Bücher mehrmals, weil es einfach so viele Bücher gibt, aber auch Schattenkult hat mich wieder gepackt. Es ist eine absolute Leseempfehlung für Leser, die ihre Moral testen wollen und keine Angst haben, eine dunkle Nacht voller Grausamkeit und kalter Logik zu bestehen.

  • Die Götter gegen die Schatten – und mittendrin drei böse Mädchen


    Es ist die Nacht des dreifachen Neumonds. Zur Feier dieser Nacht treffen neun Gesandtschaften im Regenbogenpalast ein, um dem Orakel ihre Gaben darzubringen. Darunter ist auch eine Gesandtschaft aus Ondrien. Diejenige Gesandtschaft, deren Gabe das Orakel am meisten erfreut, bekommt am Ende der Nacht die Möglichkeit, eine Weissagung des Orakels zu erhalten. Die Fronten sind schnell klar: auf der einen Seite stehen die Göttertreuen unter der Führung des Halbgottes Gûndûr, auf der anderen Seite die Ondrier mit der unsterblichen Baroness Bentora an ihrer Spitze. Die junge Adepta Tynay, die seit 2 Jahren dem Kult dient, soll am Abend der Feierlichkeiten geopfert werden, überlebt aber durch Zufall und erkennt, daß sie die Nacht nur weiterhin überleben wird, wenn sie tief nach der Finsternis in sich sucht – tiefer als je zuvor.


    Auch wenn „Schattenkult“ erneut im Land Eloy spielt und der Machtkampf zwischen den Göttern und den Schatten Ondriens wiederum eine Rolle spielt, ist dieses Buch kein Abklatsch der Schattenherren-Trilogie. Im Gegenteil: ich empfand das Buch überraschend anders, was sicherlich auch daran liegt, das der Zeitrahmen lediglich eine Nacht umfasst, und die Handlung sich nur an einem Ort, dem Regenbogenpalast, abspielt.


    Zudem läßt der Autor mit den geheimnisvollen Æsol dem Leser bisher unbekannte Wesen die Bühne betreten. In der Stadt Æterna, die als einzige Stadt der geflügelten Æsol nicht im Himmel schwebt, steht der Regenbogenpalast, der Sitz des Orakels, welcher von den Æsol bewacht wird. Eine Skizze des Regenbogenpalastes am Anfang des Buches erleichtert dem Leser die Orientierung.

    Der Fokus der Geschichte liegt auf mehreren Charakteren: neben der Schattenbaroness Bentora spielt ihr Kontrahent Gûndûr, dessen Vater der Stiergott Terron ist und von einer menschlichen Frau geboren wurde, eine große Rolle. Wer wird der Stärkere von den Beiden sein? Können die Götter in dieser Nacht über die Schatten siegen?


    Die spannendsten Figuren sind allerdings zwei junge Frauen, die in dieser Nacht eine erstaunliche Entwicklung durchlaufen: Tynay, die eine Tochter der Wüste ist und Iotana, eine Tänzerin der Efeya, die unsterblich in Tennato, den Bibliothekar ihrer Heimatbaronie, verliebt ist.

    Gegensätzlicher können die Auffassungen der beiden Frauen nicht sein, als sie sich das erste Mal begegnen: während Iotana fest an die selbstlose Macht der Liebe glaubt, ist Tynay davon überzeugt, daß Liebe nur eine Schwäche ist und die wahre Macht in der Zerstörung liegt. Dennoch läßt weder Tynay noch Iotana ihr gemeinsames Gespräch los, ihre Gedanken kreisen immer wieder um die Worte der Anderen.


    Wie auch bei den Schattenherren, schafft es der Autor wieder, daß die Handlung für mich völlig unerwartete Wendungen nimmt, so daß sich die Nacht des Neumonds in eine Richtung entwickelt, mit der zu Beginn niemand gerechnet hätte, am wenigsten die Beteiligten selbst.

    Die Handlung schreitet schnell voran, was daran liegt, daß sämtliche Entwicklungen innerhalb dieser einen besonderen Nacht vollzogen werden. Die Kapitel umfassen daher jeweils die einzelnen Nachtstunden.


    Der Schreibstil ist gewohnt düster und schockierend – und damit nichts für schwache Nerven. Und wer die Nacht überleben wird, ist, wie immer, offen. Ein tolles Buch, daß unabhängig von der Schattenherren-Trilogie gelesen werden kann, aber andererseits auch eine tolle Ergänzung ist.


    Meine Meinung habe ich bei Amazon eingestellt.

  • Ich weiß, ich bin viel zu spät, aber mein reales Leben hat mich die letzten Wochen und Monate regelrecht überrollt. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben und hier kommt nun mein Leseeindruck.


    Zunächst einmal wieder herzlichen Dank an die tolle Autorenbegleitung und an meine MitleserInnen. Beistand hat man bei dieser Lektüre wirklich gebraucht.



    Schattenkult spielt in der gleichen Welt wie in der Schattenherren-Trilogie und kann unabhängig von der Trilogie gelesen werden. Ich empfehle allerdings, erst die Trilogie zu lesen, da Schattenkult von allen Romanen am düstersten und brutalsten ist. Während der Trilogie kann man sich schon ein wenig in diesen Kult eindenken und man ist nicht ganz so geschockt, wenn es wirklich hart zur Sache geht. Das ist Dark-Fantasy der Extra-Klasse.


    Die Hauptpersonen sind drei Mädels, wobei die junge Adeptae Tynay, die nur durch einen Zufall diese Nacht überlebt, die größte Entwicklung in diesem Roman vollzieht. Die zweite starke Entwicklung macht die Tänzerin Iotana, die anfänglich noch eher romantische Ziele verfolgt, aber sehr schnell die Grenze zwischen Liebe und Hass kennenlernt. Die dritte im Bunde ist Sabea, die bereits einen festen Platz im Schattenkult hat.


    In einer einzigen Nacht im Regenbogenpalast, hoch über Eloy entscheidet sich, zu wem das Orakel spricht. Die insgesamt neun Anwärter müssen das Orakel mit Geschenken überzeugen, denn es spricht nur zu einem. Der Schattenkult geht da nicht zimperlich vor und auch die Menschen mit dem Halbgott wissen sich zu behaupten.


    Auch wenn die Geschichte nur in einer Nacht spielt, so ist es keine Nacht des Schlafes. Als Leser kommt man kaum dazu, Luft zu holen. Entweder hat man Schnappatmung, weil es so spannend, so abgrundtief böse oder so eklig ist. Der Autor weiß geschickt, die Fäden zu spinnen und unerwartete Wendungen einzubauen, die noch zusätzlich den Spannungsbogen erhöhen. Bis zuletzt weiß man nicht genau, woran man ist und das Ende ist geschickt inszeniert.


    Für Fans der Dark-Fantasy ein absolutes MUSS.


    :buchtipp:

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

Anstehende Termine

  1. Freitag, 30. November 2018, 21:43 - Freitag, 14. Dezember 2018, 22:43

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  2. Freitag, 14. Dezember 2018 - Freitag, 28. Dezember 2018

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  3. Freitag, 15. März 2019, 21:43 - Freitag, 29. März 2019, 22:43

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  4. Freitag, 19. Juli 2019, 21:00 - Freitag, 2. August 2019, 22:00

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