03 - Kapitel 14 bis 23 (Seite 153 bis 222)

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  • Klar, dass Anna jetzt in größter Gefahr schwebt und es sicheigentlich nicht mehr erlauben kann, Lumpen zu schmuggeln – da ist ihr Vatervermutlich das geringere Problem.

    Annas Dilemma kommt wirklich gut 'rüber. Ihr Vater scheint das geringere Problem zu sein, aber er hat es auch ziemlich gut drauf, die Mühle den Bach 'runter gehen zu lassen. Wenn Anna das verhindern will, muss sie entweder ihren Vater loswerden oder illegale Wege beschreiten. Ich möchte da auch nicht in ihrer Haut stecken. Zumal ihr Vater der einzige Verwandte ist und er früher auch anders war. Also hat sie durchaus positive Erinnerungen an ihn...

  • Doscho Hui, deine Meinung zu Johann wird wirklich nicht besser :totlach: Ich finde es sehr interessant, wie unterschiedlich man einen Charakter sehen kann.

    Ja, und zwischen Jackel und Matthias scheint es mächtig gefunkt zu haben. Irgendwie sind die Beiden wirklich niedlich zusammen und durch diese Verbindung ist Anna - was Matthias Loyalität an geht - auch nochmal mehr abgesichert. Matthias mag manchmal mit gezinkten Karten spielen, aber ich habe ihn in den letzten paar Kapiteln auch immer mehr schätzen gelernt. Er ist eine Laberbacke, aber nicht grundverkehrt.


    Ich danke auch Andrea dafür, mal so etwas hineinzubringen, das ist mal erfrischend anders im historischen Roman. Matthias ist vielleicht ein bisschen derb, aber das passt auch gut zu seinem Stand, denke ich :-)

    Solche Kommentare machen mich sehr glücklich :-) Ich habe die Beziehung der beiden in den Roman gemogelt, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen, und dann gehofft, dass sie es durchs Lektorat schaffen. Einfach weil man oft skeptische Kommentare bekommt, wenn man irgendwem erzählt, dass man vorhat, ein gleichgeschlechtliches Paar einzubauen. Irgendwie scheinen die Leute immer direkt zu meinen, man wolle daraus dann ein großes politisches Statement machen, oder was auch immer, und haben Angst, dass das Leser abschrecken könnte. Wenn man es aber einfach macht, stellen sie meistens fest, dass es ja gar keine so große Sache ist (und irgendwie einfach die Realität mehr abbildet als wenn man so tut, als hätte es im Mittelalter keine homosexuellen Menschen gegeben).

    Ich hoffe einfach, wenn es genug solcher positiver Leserrückmeldungen gibt, dass dann die ganze Branche irgendwann aufhört, sich Sorgen zu machen, nur weil irgendwo zwei Charaktere, die sich verlieben, dasselbe Geschlecht haben.



    Für mich ist Götz auch sehr undurchsichtig. Ich frage mich, wo Bartholomäus ihn aufgegabelt hat.

    Ich kann mir vorstellen, dass Götz aus einer etwas höheren Schicht kommt. Und um noch weiter nach oben zu kommen, hat er sich einen Herrn - Bartholomäus - gesucht, bei dem es ihm richtig gut geht. Und Bartholomäus wird die Kontakte haben und einen "Schurken" erkennen. Zwei, die sich gesucht und gefunden haben.

    Ich finde es toll, dass ihr euch darüber Gedanken macht. Mir gefällt diese Theorie sehr gut :-)

  • Ui, mit Götz zusammen wird Johann ja noch gefährlicher, als er ohnehin schon ist. Ein sehr unangenehmer, aufmerksamer Mann...

    Ich glaube, ich kann Dich nicht davon überzeugen, daß Johann ein "Guter" ist!

    Ich kann Doscho auch gar nicht verstehen;), warum er eine so große Empathie gegen Johann hat. Er ist einer von den Guten, er kämpft nur noch mit sich wann er sich ganz von Bartholomäus los sagt.

  • Hui, deine Meinung zu Johann wird wirklich nicht besser :totlach: Ich finde es sehr interessant, wie unterschiedlich man einen Charakter sehen kann.


    Ich weiß auch nicht, aber ich habe von ihm einfach auch eine grundnegative Meinung, vermutlich sehe ich das auch eindimensional, aber es ist eben so. Ich finde eben, er hat etwas intrigantes an sich und spielt mit den Leuten, um sich Vorteile zu verschaffen. Vielleicht kommt noch der Punkt, an dem ich anders über ihn denke, momentan habe ich ihn noch nicht.

    Aber ich unterstelle dir mal - auch aufgrund der Kommentare von Anna, dass sie nicht schlau aus Johann wird und ähnliches - dass es von deiner Seite durchaus gewollt ist, dass man kontrovers über Johann denkt.


    Solche Kommentare machen mich sehr glücklich :-) Ich habe die Beziehung der beiden in den Roman gemogelt, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen, und dann gehofft, dass sie es durchs Lektorat schaffen. Einfach weil man oft skeptische Kommentare bekommt, wenn man irgendwem erzählt, dass man vorhat, ein gleichgeschlechtliches Paar einzubauen. Irgendwie scheinen die Leute immer direkt zu meinen, man wolle daraus dann ein großes politisches Statement machen, oder was auch immer, und haben Angst, dass das Leser abschrecken könnte. Wenn man es aber einfach macht, stellen sie meistens fest, dass es ja gar keine so große Sache ist (und irgendwie einfach die Realität mehr abbildet als wenn man so tut, als hätte es im Mittelalter keine homosexuellen Menschen gegeben).


    Ich hoffe einfach, wenn es genug solcher positiver Leserrückmeldungen gibt, dass dann die ganze Branche irgendwann aufhört, sich Sorgen zu machen, nur weil irgendwo zwei Charaktere, die sich verlieben, dasselbe Geschlecht haben.


    Ja, absolut. Ich finde auch, Matthias und Jackel kommen genug Handlung im Roman zu, dass man nicht sagen kann, dass es sich hier um ein homosexuelles Paar handelt, dass, ich sage mal, da ist um des Da-Seins willen. Dann hätte es ja auch "normal" hetero sein können und es hätte keinen Unterschied gemacht.

    Und ja, im Mittelalter hat es sicher solche Paare gegeben, sie wurden nur leider gesellschaftlich geächtet, wenn es mal rauskam...

  • Na ja, wir sehen in Johann einen "Guten", aber man kann ihn genauso als skrupellosen Mörder sehen, der Menschen für seine Zwecke manipuliert. Johann hat einfach zwei Seiten.

  • Hui, deine Meinung zu Johann wird wirklich nicht besser :totlach: Ich finde es sehr interessant, wie unterschiedlich man einen Charakter sehen kann.


    Ich weiß auch nicht, aber ich habe von ihm einfach auch eine grundnegative Meinung, vermutlich sehe ich das auch eindimensional, aber es ist eben so. Ich finde eben, er hat etwas intrigantes an sich und spielt mit den Leuten, um sich Vorteile zu verschaffen. Vielleicht kommt noch der Punkt, an dem ich anders über ihn denke, momentan habe ich ihn noch nicht.

    Aber ich unterstelle dir mal - auch aufgrund der Kommentare von Anna, dass sie nicht schlau aus Johann wird und ähnliches - dass es von deiner Seite durchaus gewollt ist, dass man kontrovers über Johann denkt.

    Ich finde es auch immer sehr spannend, wie unterschiedlich wir die Charaktere wahr nehmen. Genau das macht mir an den LR Spaß. Denn wenn man ein Buch alleine liest, hat man nur seine Sicht und die ist dann ziemlich eindimensional.

    Doscho , und so Unrecht hast du ja auch nicht. Es könnte auch sein, dass wir alle falsch mit Johann liegen und es eine krasse Wendung gibt. Aber das vermute ich nicht, ich glaube an das Gute in Johann:totlach:

  • Hui, deine Meinung zu Johann wird wirklich nicht besser :totlach: Ich finde es sehr interessant, wie unterschiedlich man einen Charakter sehen kann.


    Ich weiß auch nicht, aber ich habe von ihm einfach auch eine grundnegative Meinung, vermutlich sehe ich das auch eindimensional, aber es ist eben so. Ich finde eben, er hat etwas intrigantes an sich und spielt mit den Leuten, um sich Vorteile zu verschaffen. Vielleicht kommt noch der Punkt, an dem ich anders über ihn denke, momentan habe ich ihn noch nicht.

    Aber ich unterstelle dir mal - auch aufgrund der Kommentare von Anna, dass sie nicht schlau aus Johann wird und ähnliches - dass es von deiner Seite durchaus gewollt ist, dass man kontrovers über Johann denkt.

    Ja, natürlich. Anna erwartet ja auch erst mal eher Schlechtes von Johann. Er ist auch auf jeden Fall als Charakter angelegt, der nicht als der strahlende Held daherkommen soll, sondern ein bisschen zwielichtiger. Mit so einer negativen Meinung wie deiner hatte ich aber wirklich nicht gerechnet. Damit will ich nicht sagen, dass deine Meinung nicht vollkommen legitim wäre. Wie wir jemanden einschätzen, hängt ja ganz viel mit unseren bisher gemachten Erfahrungen und unserer eigenen Persönlichkeit zusammen. Aber es ist sehr interessant zu sehen.