05 - ab Kapitel 34 bis zum Ende (ab Seite 300)

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  • Dass Bartholomäus aber Götz gleich den Auftrag gibt, Anna um die Ecke zubringen, ist schon ein starkes Stück.


    So, wie ich das verstanden habe, hat er das so explizit gar nicht gesagt, es war mehr ein "Mach, was du willst und wenn du die Bude abfackelst." Ich glaube, dass war nur Götz' Interpretation davon.

    JohannsEntwicklung durch den Roman hinweg ist spannend zu verfolgen.


    Ähm... Ja, doch, könnte man so sagen :-P


    Nein im Ernst: Ich mochte die Entwicklung Johanns und versuche auch zu analysieren, warum ich ihn anfangs so gar nicht mochte. Aber ich glaube, einerseits hat Johann anfangs wirklich noch geglaubt, sich mit seinem Bruder zu arrangieren, bis ihm dann klar wurde, dass das unmöglich ist und er sogar seinen Bruder töten muss, um Annas Existenz (beruflich wie körperlich) zu sichern. Zum anderen ist er auch immer offener gegenüber Anna geworden und zumindest ich hatte beim Lesen auch den Eindruck, dass ihm selbst auch während der Handlung klar wurde, was er eigentlich will.


    Wie Anna zuihren Freunden – selbst zu Matthias hält – ist klasse. Da hat sich wirklicheine tolle Truppe gefunden, die immer aufeinander zählen können. Sowas freutmich immer sehr. Nur Heinrich fällt Anna zum Schluss noch in den Rücken undplaudert allerlei aus. Da war ich fast enttäuscht. Es ist ja das eine, dass erseinen Dienst quittiert, aber dass er dann Anna ausgerechnet an einen solchengrobschlächtigen Kerl wie Götz verrät. Das fand ich sehr enttäuschend. Ichhätte Heinrich mehr Rückgrat zugetraut.


    Bei Heinrich hat mich am Ersten gestört, dass ich mir denke, dass Anna das auch früher hätte haben können. Einfach eine Ansprache von wegen "Hört mal, ich kann den Betrieb nicht auf normalem Weg retten, wer damit klar kommt, gut, wer nicht, kann gerne gehen." Und Heinrich wäre gegangen, er hat ja lange was geahnt und das immer missbilligt.


    Und wer wird jetzt der große Unterweltsboss? Matthias?


    Da wäre ich jetzt eher bei Silberzahn - es wurde ja gesagt, dass Matthias immer noch für Silberzahn arbeitet, dieser sich aber nach Bartholomäus' Ausbruch selbstständig gemacht hat.

  • Aber ich glaube, einerseits hat Johann anfangs wirklich noch geglaubt, sich mit seinem Bruder zu arrangieren, bis ihm dann klar wurde, dass das unmöglich ist und er sogar seinen Bruder töten muss, um Annas Existenz (beruflich wie körperlich) zu sichern.

    Da bin ich bei dir. Ich glaube auch, dass Johann anfangs dachte, er könne mit seinem Bruder zusammenarbeiten. Man muss ja auch ehrlich dabei sein: die Erziehung der Mutter hat auch auf ihn abgefärbt, denn auch er hat das Gesetz mehr als einmal nach seinem eigenen Gusto verbogen oder es einfach nicht beachtet.


    Bei Heinrich hat mich am Ersten gestört, dass ich mir denke, dass Anna das auch früher hätte haben können. Einfach eine Ansprache von wegen "Hört mal, ich kann den Betrieb nicht auf normalem Weg retten, wer damit klar kommt, gut, wer nicht, kann gerne gehen." Und Heinrich wäre gegangen, er hat ja lange was geahnt und das immer missbilligt.

    Ha, so habe ich das noch gar nicht gesehen. Ja, ich denke, wenn Anna das so gemacht hätte, hätte Heinrich sie sicherlich nicht verraten, denn dann hätte er sich auch nicht verraten gefühlt. Aber wer hat schon den Mumm so etwas einfach gerade heraus zu sagen, zumal Anna in diese Schiene ja auch langsam abgeglitten ist. Aber zumindest bevor sie weißes Papier schöpft, hätte sie etwas sagen können. Aber da war sicherlich die Angst, verraten zu werden noch größer. Schon verrückt wie Ehrlichkeit einem auch in der Unehrlichkeit manchmal weiter helfen könnte.

  • Bei Heinrich hat mich am Ersten gestört, dass ich mir denke, dass Anna das auch früher hätte haben können. Einfach eine Ansprache von wegen "Hört mal, ich kann den Betrieb nicht auf normalem Weg retten, wer damit klar kommt, gut, wer nicht, kann gerne gehen." Und Heinrich wäre gegangen, er hat ja lange was geahnt und das immer missbilligt.

    Ha, so habe ich das noch gar nicht gesehen. Ja, ich denke, wenn Anna das so gemacht hätte, hätte Heinrich sie sicherlich nicht verraten, denn dann hätte er sich auch nicht verraten gefühlt. Aber wer hat schon den Mumm so etwas einfach gerade heraus zu sagen, zumal Anna in diese Schiene ja auch langsam abgeglitten ist. Aber zumindest bevor sie weißes Papier schöpft, hätte sie etwas sagen können. Aber da war sicherlich die Angst, verraten zu werden noch größer. Schon verrückt wie Ehrlichkeit einem auch in der Unehrlichkeit manchmal weiter helfen könnte.

    Das ist eine interessante Sichtweise. Aber dafür hätte Anna wirklich darauf vertrauen müssen, dass niemand sie verrät. Klar, mit großere Wahrscheinlichkeit hätte Heinrich sie nicht verraten. Aber kann man das mit 100%tiger Sicherheit sagen? Vielleicht wäre er stattdessen zu einer öffentlichen Stelle gegangen und hätte sie da der Verletzung von Privilegien angeklagt.

    Wenn man Verbrechen begeht, sagt man halt lieber nur den Leuten Bescheid, die es unbedingt wissen müssen.