05 - Seite 400 bis Seite 472 (Kapitel "Der große Krieg" bis einschl. Kapitel "Auf der Flucht")

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  • Frage nur, ob sie die Möglichkeit auf dem Schirm gehabt hätten. Ich glaub ja eher nicht.

    Die Diebe beklauen den Dieb^^

    Bei wem hätten sie denn Klage einreichen sollen? Beim Oberkommandierenden, Feldmarschall von Werth? Oder beim Kaiser oder dem Kurfürsten von Bayern? Und das in Kriegszeiten? Bei diesem Durcheinander?

    Das noch dazu.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Aber du könntest vor Gericht gehen und es einklagen. Das konnten die Söldner nicht.

    ja, das könnte ich. Müsste ich wahrscheinlich auch. Aber ich kann das Handeln der beiden schon nachvollziehen.

    Aber wenn wir sie hier im Recht sehen, mit ihrem Diebstahl, dann düften das also alle tun, die sich im Recht fühlen mit etwas. Denn oft ist ja nicht ganz klar, wer recht hat in Streitigkeiten und wenn jeder dann das Recht in die eigene Hand nehmen darf, naja, das stelle ich mir vor wie Anarchie. Es ging mir nicht darum, ob ich sie verstehe sondern darum, was sie ganz einfach gemacht haben. Gestohlen, wie Ulf schon sagt. Ich denke, auch spätere Generationen werdén das in der Rückschau so sehen.

  • Interessant fand ich die Unterhaltung über Religion zwischen den Männern. Ob es dem Rest der Bevölkerung auch so ging, dass ihnen die Religion inzwischen ganz egal war, besonders wenn sie öfter wechseln mussten?

    Ich denke schon das es vielen so ging. Kann man nicht auch nach so vielen Jahren Krieg den Glauben verlieren? Wie wir lesen konnten, haben viele ihre Zweifel gehabt, nur hat sich kaum einer gewagt es auszusprechen. Merken konnte wir es, als Ewalt dies endlich tat.

    Was nützt einem die Religion, wenn die Menschen jeden Tag aufs neue Hunger litten und aus ihrem zu Hause vertrieben wurden. Oder wenn einem die liebsten genommen wurden, was denkt man dann wohl. Was ist das für ein Gott, der soetwas zulässt. Der Glaube hat nicht satt gemacht und einem ein Dach über dem Kopf gegeben. Ja, ich denke viele haben so gedacht.

    Und dann wurden auch noch Schriften veröffentlicht, die zum selbstständigen Denken anregten,. Wir haben ja schließlich nicht mehr Mittelalter, in dem das größte Medium der Menschheit die Kirche gewesen ist (gut, sie mag immer noch für asie eine Säule sein, aber ich denke, sie hinterfragen die Rolle von Gott, von der Religion immer mehr ...)

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Traders)

  • Ich denke schon das es vielen so ging. Kann man nicht auch nach so vielen Jahren Krieg den Glauben verlieren? Wie wir lesen konnten, haben viele ihre Zweifel gehabt, nur hat sich kaum einer gewagt es auszusprechen. Merken konnte wir es, als Ewalt dies endlich tat.

    Was nützt einem die Religion, wenn die Menschen jeden Tag aufs neue Hunger litten und aus ihrem zu Hause vertrieben wurden. Oder wenn einem die liebsten genommen wurden, was denkt man dann wohl. Was ist das für ein Gott, der soetwas zulässt. Der Glaube hat nicht satt gemacht und einem ein Dach über dem Kopf gegeben. Ja, ich denke viele haben so gedacht.

    Und dann wurden auch noch Schriften veröffentlicht, die zum selbstständigen Denken anregten,. Wir haben ja schließlich nicht mehr Mittelalter, in dem das größte Medium der Menschheit die Kirche gewesen ist (gut, sie mag immer noch für asie eine Säule sein, aber ich denke, sie hinterfragen die Rolle von Gott, von der Religion immer mehr ...)

    In dieser Zeit beginnen schon die Zweifel am Kirchendogma. Kopernikus, Galilei, Decartes. Alte Schriften, wie von Lucretius, werden wiederentdeckt und machen unter Gebildeten die Runde. Das sind die Vorläufer der späteren Aufklärung.

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de

  • Und dann wurden auch noch Schriften veröffentlicht, die zum selbstständigen Denken anregten,. Wir haben ja schließlich nicht mehr Mittelalter, in dem das größte Medium der Menschheit die Kirche gewesen ist (gut, sie mag immer noch für asie eine Säule sein, aber ich denke, sie hinterfragen die Rolle von Gott, von der Religion immer mehr ...)

    In dieser Zeit beginnen schon die Zweifel am Kirchendogma. Kopernikus, Galilei, Decartes. Alte Schriften, wie von Lucretius, werden wiederentdeckt und machen unter Gebildeten die Runde. Das sind die Vorläufer der späteren Aufklärung.

    Oh ja, und diese kritische Einstellung läutet wie ich finde auch den modernen Gedanken ein, den Erfindungsgeist ... der Mensch will mehr als bloß sein Dasein fristen!

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  • Frage nur, ob sie die Möglichkeit auf dem Schirm gehabt hätten. Ich glaub ja eher nicht.

    Die Diebe beklauen den Dieb^^

    Bei wem hätten sie denn Klage einreichen sollen? Beim Oberkommandierenden, Feldmarschall von Werth? Oder beim Kaiser oder dem Kurfürsten von Bayern? Und das in Kriegszeiten? Bei diesem Durcheinander?

    Wäre schwierig geworden, sicher, aber sie hätten es können :unschuldig:

  • Bei wem hätten sie denn Klage einreichen sollen? Beim Oberkommandierenden, Feldmarschall von Werth? Oder beim Kaiser oder dem Kurfürsten von Bayern? Und das in Kriegszeiten? Bei diesem Durcheinander?

    Wäre schwierig geworden, sicher, aber sie hätten es können :unschuldig:

    Man muss ja auch abwägen, ob es einem der Stress, die Zeit und das Geld wert ist. ^^

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Wäre schwierig geworden, sicher, aber sie hätten es können :unschuldig:

    Man muss ja auch abwägen, ob es einem der Stress, die Zeit und das Geld wert ist. ^^

    Ich möchte euch da nicht die Illusionen nehmen, aber ein einfacher Söldner oder selbst einer wie Ewalt von Billung wäre mit einer Klage in diesen Zeiten nicht weit gekommen. Er hätte weder die Zeit noch das Geld dazu gehabt. Und wo hätte man denn klagen sollen? Welches Gericht wäre zuständig gewesen? Ein Feldmarschall von Werth hätte nur gelascht und wäre gar nicht vor Gericht erschienen. Den hat ja sogar die Reichsacht, die der Kurfürst über ihn verhängt hat, nicht im Geringsten gestört. Selbst bei einer Verurteilung, wer hätte das Urteil denn durchsetzen sollen? Der Gerichtsbüttel von München? Nicht vorstellbar. :totlach:

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de

  • Ulf Schiewe Niemand hat ja behauptet, dass sie Erfolg gehabt hätten und die Methode von Ewalt an Geld zu kommen, war die Erfolgreichere, aber sie hätten es doch machen können. Selbst heut kann man vor Gericht klagen, recht haben und trotzdem kein Recht bekommen.

  • Man muss ja auch abwägen, ob es einem der Stress, die Zeit und das Geld wert ist. ^^

    Ich möchte euch da nicht die Illusionen nehmen, aber ein einfacher Söldner oder selbst einer wie Ewalt von Billung wäre mit einer Klage in diesen Zeiten nicht weit gekommen. Er hätte weder die Zeit noch das Geld dazu gehabt. Und wo hätte man denn klagen sollen? Welches Gericht wäre zuständig gewesen? Ein Feldmarschall von Werth hätte nur gelascht und wäre gar nicht vor Gericht erschienen. Den hat ja sogar die Reichsacht, die der Kurfürst über ihn verhängt hat, nicht im Geringsten gestört. Selbst bei einer Verurteilung, wer hätte das Urteil denn durchsetzen sollen? Der Gerichtsbüttel von München? Nicht vorstellbar. :totlach:

    Das es in der Realität nicht so war, ist schon klar. Aber wir reden ja über kontrafaktische Geschichte ^^

    Liebe Grüße


    Nadine


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  • Genauso sehe ich es auch, sie haben sich geholt was ihnen zusteht, und noch eine ganze Menge mehr:totlach:. Stellt euch vor heute ohne Lohn arbeiten zu gehen, dann würde man ganz schnell auf der Straße landen ohne Obdach und ohne Essen.

    naja, der Vergleich hinkt etwas. Denn trotzdem dürfte ich mein Gehalt mir nicht einfach holen :totlach:

    Ja heute nicht, aber damals ging es . Heute wird gestreikt und die Arbeiter legen ihre Arbeit nieder. Stell dir vor, die Soldaten hätten damals gestreikt:totlach:

  • Man muss ja auch abwägen, ob es einem der Stress, die Zeit und das Geld wert ist. ^^

    Ich möchte euch da nicht die Illusionen nehmen, aber ein einfacher Söldner oder selbst einer wie Ewalt von Billung wäre mit einer Klage in diesen Zeiten nicht weit gekommen. Er hätte weder die Zeit noch das Geld dazu gehabt. Und wo hätte man denn klagen sollen? Welches Gericht wäre zuständig gewesen? Ein Feldmarschall von Werth hätte nur gelascht und wäre gar nicht vor Gericht erschienen. Den hat ja sogar die Reichsacht, die der Kurfürst über ihn verhängt hat, nicht im Geringsten gestört. Selbst bei einer Verurteilung, wer hätte das Urteil denn durchsetzen sollen? Der Gerichtsbüttel von München? Nicht vorstellbar. :totlach:

    ich stell mir das Vorhaben auch recht kompliziert vor, wenn ich so drüber nachdenke xD

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  • naja, der Vergleich hinkt etwas. Denn trotzdem dürfte ich mein Gehalt mir nicht einfach holen :totlach:

    Ja heute nicht, aber damals ging es . Heute wird gestreikt und die Arbeiter legen ihre Arbeit nieder. Stell dir vor, die Soldaten hätten damals gestreikt:totlach:

    Ha, das wäre cool gewesen :klatschen: Allerdings wären sie dann als Deserteure erschossen worden

    Liebe Grüße


    Nadine


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