08 - Seite 624 bis Seite 723 (Kapitel "Der Krieg kommt näher" bis Ende Teil 4)

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  • Wie es die Kapitelüberschrift schon verrät, es wird zunehmend ernster, die jungen Männer werden eingezogen. Hedwig und ihre Mutter sind natürlich sehr besorgt, was sehr verständlich ist. Es gibt auch ein erstes Beispiel für Antisemitismus, Jakob wird von Polizisten verprügelt. Leider ist Antisemitismus kein neues Problem, es gibt ihn ja schon im Mittelalter.

    zusätzlich zum drohenden Krieg, findet Hedwig raus, dass ihre Mutter nicht an einer Bronchitis oder Erkältung leidet, sondern ernster ist. Die Vermutung mit der Tuberkulose lag ja nahe, es war ja damals eine sehr verbreitete Krankheit. Da Robert Koch noch nicht mit den Bakterien rumgespielt hat und Alexander Fleming sein Marmeladenbrot in seine Petrischalen geworfen hat, war weder bekannt, was der Grund dafür ist noch wie man es bekämpft. Schlimm ist ja, das Tuberkulose auch heute noch eine schlimme Krankheit ist und die Antibiotikaresistenzen sich hier besonders schlimm auswirken. Mittlerweile greifen ja auch viele Reserveantibiotika nicht mehr. Eine schreckliche Vorstellung, so hilflos wie damals zuschauen zu müssen, wie die Menschen daran zugrunde gingen.

    Hedwigs Dienstherrin wird mir immer unsympathischer. Am Anfang dachte ich ja noch, dass Hedwig da einen Glücksgriff getan hat, aber das hat sich mittlerweile geändert. Und das liegt nicht nur daran, dass die Madame ihr Goldbubilein in Schutz nimmt, dass kann ich ja sogar noch irgendwo nachvollziehen, natürlich geht das Verhalten trotzdem garnicht. Ich glaube Hedwig ist für die Madame ein nützliches Spielzeug. Und das Spielzeug fängt jetzt an selbstständig zu werden. Gut, das Hedwig sich das nicht länger bieten lässt und kündigt. Immerhin kann sie sich jetzt um ihre Mutter kümmern. Ein Karzinom war damals aber sicherlich noch mal schlimmer, denn bei der Tbc bestand ja eine Minichance, dass man das überlebt. Ein Karzinom überlebt man nicht.

    Mich hat auch überrascht, das Ewalt tatsächlich Hedwig heiraten will. Ich muss gestehen, am Anfang dachte ich, er meint es nicht ernst. Allerdings, Ulf Schiewe , das fand ich gemein, dass Ewalt fällt. Hätte nicht jemand anders sterben können?;( Hedwig hätte ich das Glück echt gegönnt.

    Ich freue mich jetzt sehr auf das letzte Kapitel, denn die Industrialisierung ist ein Thema, das mich sehr interessiert.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich fand diesen Abschnitt sehr Emotional. Nicht nur das Leben von Hedi wird ja geschildert, sondern vor allem ihr Schicksal. Die Mutter unheilbar Krank. Ich hatte hier auch erst auf Tuberkolose getippt (weil ist es ja meistens) aber dann war es doch Lungenkrebs. Wie schrecklich. Ewalt wirbt mit allen Mitteln um Hedi und mit Erfolg. Es hat mir gefallen, wie er sich für ihre Mutter eingesetzt hat und sie den Termin beim Chefarzt bekommen hat. Wenn auch leider mit schlechtem Ergebnis. Leider zeigt sich hier, dass das Verhältnis zu ihrer Dienstherrin doch nicht so gut ist, wie sie gedacht hat. Solange Hedi funktioniert und still ist, ist alles gut, aber wehe es gibt Probleme da ist ihre Geduld schnell dahin. Gut das Hedi sich ihrer Selbst bewußt ist und der Herrin die Meinung sagt. Jetzt kann sie sich um die Mutter kümmern und die zwei sprechen sich richtig aus. Welch ein trauriges Leben diese doch im Grunde geführt hat. Sie hat ihren Mann gar nicht geliebt, es war nur eine Zweckgemeinschaft, aber zu mindestens eine gute.


    Zwischen Hedi und Ewalt läuft es gut, sie lieben sich und dann kommt der Grausame Schluß, der wieder einmal zeigt, der Krieg macht vor niemanden halt. Ewalt fällt, nur Gero hat Glück. Den Tod von Ewalt fand ich hier furchtbar, nicht nur weil die zwei ja noch nicht verheiratet sind, sondern weil es mir um die zwei einfach Leid tut. Auch wenn Hedi mit einem Kind ja doch einen kleinen Trost hat. Der Säbel hat jetzt seinen Weg zum Amboß gefunden und kann weitergehen.


    Mich hat auch überrascht, das Ewalt tatsächlich Hedwig heiraten will. Ich muss gestehen, am Anfang dachte ich, er meint es nicht ernst. Allerdings, Ulf Schiewe , das fand ich gemein, dass Ewalt fällt. Hätte nicht jemand anders sterben können? ;( Hedwig hätte ich das Glück echt gegönnt.

    Ich freue mich jetzt sehr auf das letzte Kapitel, denn die Industrialisierung ist ein Thema, das mich sehr interessiert.

    Ja, ich war auch überrascht, hatte so gedacht es würde eine Liebelei geben und dann würde er sie fallen lassen. Ich frage mich aber auch, wie ihre Ehe hätte funktionieren sollen. Olga hat schon gezeigt, wie es in ihrer Zukunft ausgesehen hätte. Jetzt hat Hedi wenigstens die Möglichkeit sich ihr Leben so einzurichten, wie sie es möchte. Gero wird sicher nichts dagegen haben, dass sie auch weiterhin die Bücher der Schmiede führt.

  • Mich hat auch überrascht, das Ewalt tatsächlich Hedwig heiraten will. Ich muss gestehen, am Anfang dachte ich, er meint es nicht ernst. Allerdings, Ulf Schiewe , das fand ich gemein, dass Ewalt fällt. Hätte nicht jemand anders sterben können? ;( Hedwig hätte ich das Glück echt gegönnt.

    Ich freue mich jetzt sehr auf das letzte Kapitel, denn die Industrialisierung ist ein Thema, das mich sehr interessiert.

    Ja, ich war auch überrascht, hatte so gedacht es würde eine Liebelei geben und dann würde er sie fallen lassen. Ich frage mich aber auch, wie ihre Ehe hätte funktionieren sollen. Olga hat schon gezeigt, wie es in ihrer Zukunft ausgesehen hätte. Jetzt hat Hedi wenigstens die Möglichkeit sich ihr Leben so einzurichten, wie sie es möchte. Gero wird sicher nichts dagegen haben, dass sie auch weiterhin die Bücher der Schmiede führt.

    So gesehen hast du recht. Mein emotionaler Wunsch wäre gewesen, dass sie sich wiedertreffen und glücklich bis ans ende ihrer Tage werden ^^

    Liebe Grüße


    Nadine


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    (Chin. Weisheit)

  • Und wieder mal gibt es Krieg, und wieder gibt es natürlich viele Tote und trauernde Hinterbliebene.


    Mir tat es leid, dass Ewalt gefallen ist, aber immerhin hat er es ja noch geschafft, für Nachwuchs zu sorgen.

    Nun hat zwar die Handwerkerfamilie Schmitt nicht in den Adel eingeheiratet, trotzdem sind die Familien verbunden, und der Säbel ist auch wieder da wo er hingehört.


    Von den ganzen Unruhen und Aufständen (besonders in Norddeutschland) hatte ich keine Ahnung, es war daher sehr interessant, darüber zu lesen. Da kann man mal sehen, dass ein geeintes Volk doch etwas durchsetzen kann. Schade nur, dass immer erst etwas passiert wenn es gewalttätig wird. Daran hat sich doch irgendwie auch nicht wirklich was geändert, wen ich mir das heute so angucke. Gerade vorhin habe ich gelesen, dass die Firma Gerken ihre Arbeitsbühnen aus dem Hambacher Forst abzieht. Aber erst musste jemand zu Tode kommen, bevor sich was tat.


    Dieser Abschnitt hat mir gut gefallen, es herrscht Umbruchstimmung, denn in der Tat: die alten Zöpfe müssen ab (das hatte ich irgendwie immer dem Alten Fritz zugeschrieben-- wie man sich doch täuschen kann.)


    Ich denke aber, dass Friedrich der Große für vieles den Boden bereitet hat, die französische Revolution hat dann ein Übriges getan.


    Schön auch, dass wir die Anfänge der Charité (wenn auch indirekt) miterleben durften. Ich habe die Serie mit Spannung verfolgt (bestimmt bin ich nicht die einzige).


    Jetzt bin ich auf den nächsten Abschnitt gespannt. Die Schmitts werden sicher ihren Weg machen, als Handwerker werden sie immer gebraucht.

  • Die Vermutung mit der Tuberkulose lag ja nahe, es war ja damals eine sehr verbreitete Krankheit.

    Anfangs hatte cih auch darauf getippt, aber als dann die Schmerzen in der Brust erwähnt wurden habe ich an Krebs gedacht, an dem ja schon Arnulfs und Geros Mutter in einem früheren Abschnitt litt.

    Schlimm ist ja, das Tuberkulose auch heute noch eine schlimme Krankheit ist und die Antibiotikaresistenzen sich hier besonders schlimm auswirken. Mittlerweile greifen ja auch viele Reserveantibiotika nicht mehr. Eine schreckliche Vorstellung, so hilflos wie damals zuschauen zu müssen, wie die Menschen daran zugrunde gingen.

    Ja, ich kann ein Lied davon singen, ich habe nämlich vor ca 20 Jahren mal TB gehabt. Ich hätte tatsächlich auch daran sterben können, viel hat nicht gefehlt, denn es wurde nur erkannt, weil mein Arzt ratlos war und mich zum röntgen geschickt hat. Da wog ich noch ca 46kg. Und natürlich hatte ich einen Tuberkulosestamm der gegen das gängige Mittel resistent war, so dass ich einen ganzen Cocktail von Antibiotika bekam, und die auch extrem lange einnehmen musste.

    Die Leute früher hatten da natürlich überhaupt keine Chance.

    Hedwigs Dienstherrin wird mir immer unsympathischer. Am Anfang dachte ich ja noch, dass Hedwig da einen Glücksgriff getan hat, aber das hat sich mittlerweile geändert. Und das liegt nicht nur daran, dass die Madame ihr Goldbubilein in Schutz nimmt, dass kann ich ja sogar noch irgendwo nachvollziehe

    Ich denke, dass Madame ihren Standesdünkel hat, und da passt es natürlich überhaupt nicht, dass eine niedere Bedienstete von einem Freiherrn hofiert wird, gleichzeitig aber ihren Sohn ablehnt. Ich bin sicher, dass Madame genau im Bilde war, wer da Hedi den Hof machte, schließlich tratschte die gesamte Dienerschaft darüber.

    Ich frage mich aber auch, wie ihre Ehe hätte funktionieren sollen. Olga hat schon gezeigt, wie es in ihrer Zukunft ausgesehen hätte. Jetzt hat Hedi wenigstens die Möglichkeit sich ihr Leben so einzurichten, wie sie es möchte. Gero wird sicher nichts dagegen haben, dass sie auch weiterhin die Bücher der Schmiede führt.

    Ich finde diese Lösung auch sehr elegant. :D

  • Mhhhhhm ... ich muss zugeben, dass ich vom zweiten Teil der Episode nicht ganz so begeistert war wie vom ersten *duck* Ich weiß auch gar nicht so direkt woran es gelegen hat, der erste Teil hat mir einfach besser gefallen - kA warum.

    Die Ereignisse überschlagen sich - und man sieht auch, dass Hedis Dienstherrin wie immer was den Sohnenmann betrifft, auf diesem Auge blind ist. Schade eigentlich. Ich hätte mehr ... Grips von ihr erwartet, aber wenns um den Sohnemann geht, dann schaltet sich ja bei vielen Damen das Gehirn aus *seufz*

    Aber man spürt deutlich, wie sich das Klima im Haus verändert. In So fern hat es Hedi richtig gemacht, die Flinte ins Korn zu werfen ... und sich lieber um ihre Mutter und um die Schmiede zu küömmern.


    Gero hat die Schlacht bei Leipzig überlebt und modernisiert mit Hedwig die Schmiede. Eine schöne Lebensaufgabe, wie ich finde ;)


    Nur um Ewalt tut es mir ein bisschen leid. Ich habe ja von Anfang an an ihn geglaubt und mochte ihn genauso sehr!

    Ich denke, dass Madame ihren Standesdünkel hat, und da passt es natürlich überhaupt nicht, dass eine niedere Bedienstete von einem Freiherrn hofiert wird, gleichzeitig aber ihren Sohn ablehnt. Ich bin sicher, dass Madame genau im Bilde war, wer da Hedi den Hof machte, schließlich tratschte die gesamte Dienerschaft darüber.

    ja, das denk ich auch - es gibt Grenzen, die schienen damals unüberwindbar und besonders für die Dame des Hauses, die so viel auf ihre Familie hält, war es undenkbar, dass Hedi mit einem Freiherrn liiert ist ...



    Ich finde diese Lösung auch sehr elegant. :D

    Na jaaa, ich hätte schon gerne gesehen, wie Ewalt und Hedi sich gemeinsam durchs Leben schlagen, selbst wenn es sehr schwierig geworden wäre. *seufz* Schade, das Ewalt so sang und klanglos gestorben ist, aber so war der Krueg nun einmal ...

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Traders)

  • Ja, ich kann ein Lied davon singen, ich habe nämlich vor ca 20 Jahren mal TB gehabt. Ich hätte tatsächlich auch daran sterben können, viel hat nicht gefehlt, denn es wurde nur erkannt, weil mein Arzt ratlos war und mich zum röntgen geschickt hat. Da wog ich noch ca 46kg. Und natürlich hatte ich einen Tuberkulosestamm der gegen das gängige Mittel resistent war, so dass ich einen ganzen Cocktail von Antibiotika bekam, und die auch extrem lange einnehmen musste.

    Das ist ja schlimm. Auch, dass es so lange gedauert hat, die Krankheit zu diagnostizieren. Gottseidank bist du sie los!

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de

  • Na jaaa, ich hätte schon gerne gesehen, wie Ewalt und Hedi sich gemeinsam durchs Leben schlagen, selbst wenn es sehr schwierig geworden wäre. *seufz* Schade, das Ewalt so sang und klanglos gestorben ist, aber so war der Krueg nun einmal ...

    Mit der Tabakfarm in Virginia? Und einer Schar Kinder? Das war doch ihr gemeinsamer Traum.

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de

  • Gottseidank hatte niemand sonst in meinem gesamten Umfeld sich angesteckt! Woher ich es hatte weiß ich bis heute nicht. Es kann ja jahrelang im Körper schlummern bevor es ausbricht— falls es ausbricht.

  • Standesdünkel trifft es genau! Vielleicht auch Unverständnis, dass ihr Dienstmädchen einen Adligen "an der Angel" hat.

    Stimmt, ein Karzinom gab es ja schon mal, dass hatte ich nicht mehr im Kopf. Wobei mich die Schmerzen jetzt noch nicht skeptisch gemacht haben. Was du durchgemacht hast, ist ja furchtbar. Gut, dass du das überstanden hast.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Na jaaa, ich hätte schon gerne gesehen, wie Ewalt und Hedi sich gemeinsam durchs Leben schlagen, selbst wenn es sehr schwierig geworden wäre. *seufz* Schade, das Ewalt so sang und klanglos gestorben ist, aber so war der Krueg nun einmal ...

    Mit der Tabakfarm in Virginia? Und einer Schar Kinder? Das war doch ihr gemeinsamer Traum.

    Das wäre auch ein schönes Ende gewesen :love: Allerdings wäre ja dann das Buch ganz aus gewesen. Und das geht auch nicht :stopp:

    Liebe Grüße


    Nadine


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    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Na jaaa, ich hätte schon gerne gesehen, wie Ewalt und Hedi sich gemeinsam durchs Leben schlagen, selbst wenn es sehr schwierig geworden wäre. *seufz* Schade, das Ewalt so sang und klanglos gestorben ist, aber so war der Krueg nun einmal ...

    Mit der Tabakfarm in Virginia? Und einer Schar Kinder? Das war doch ihr gemeinsamer Traum.

    Ja, warum nicht? Sie hätten wenigestens eine Chance gehabt.

  • Mit der Tabakfarm in Virginia? Und einer Schar Kinder? Das war doch ihr gemeinsamer Traum.

    Ja, warum nicht? Sie hätten wenigestens eine Chance gehabt.

    ja, von mir aus auch so ... das wäre wirklich überraschend und schön gewesen xD Aber leider erfüllen sich ja nicht immer alle unsere Wünsche XD

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Traders)

  • Ja, warum nicht? Sie hätten wenigestens eine Chance gehabt.

    ja, von mir aus auch so ... das wäre wirklich überraschend und schön gewesen xD Aber leider erfüllen sich ja nicht immer alle unsere Wünsche XD

    Und was hätten wir dann im nächsten Kapitel gemacht?

    Liebe Grüße


    Nadine


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  • In diesem Abschnitt hat sich allerhand ereignet.

    Hedwigs Mutter ging es immer schlechter und sie redete Hedwig ein schlechtes ein, weil diese sich so wenig um sie kümmerte. Die gesundheitliche Situation ist mehr als ernst, denn sie spuckt schon Blut. Auch der Vater ist in großer Sorge.

    Jakob haben sie übel zugerichtet und ich bin der Meinung, dass er in Zukunft vorsichtiger sein sollte. Egal wie sehr der Wiederstand in ihm brodelt.


    Es herrscht allgemeine Wehrpflicht und so muss auch Gero sich wieder zum Dienst melden. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit ein zweites Mal den Krieg zu überleben?

    Wie ich schon erwähnt habe, kenne ich mich nicht mit diesem Krieg aus. Umso erstaunter bin ich gewesen, dass im französischen Heer Deutsche gekämpft haben. Das ist tatsächlich schlimm, denn das könnte ja bedeuten, dass sich Mitglieder aus einer Familie im Krieg als Feinde gegenüber standen.


    Hedwig bekommt ein schlechtes Gewissen, weil sie sich das Glück mit Ewalt gönnt. Der Besuch im Tiergarten war herrlich. Doch kam die Sorge um ihre Mutter wieder zum Vorschein und Ewalt hatte versprochen zu versuchen, dass die Mutter einen Termin beim Leibarzt des Königs bekommt.


    Beziehung ist das halbe Leben, dass galt auf jeden Fall für Julian. Denn für ihn traf die Wehrpflicht nicht zu. Der ist ein Ekel in Persona, denkt er kann sich alles erlauben und begrapscht Hedwig. Else die Köchin, die Hedwig eine Freundin geworden ist, warnt sie noch. Doch das hat nichts genützt.

    Die wohlgeehrte Madame ist auch nicht mehr die liebe nette Arbeitgeberin als Hedwig sich rechtfertigt und sie auch noch Briefe von Ewalt bekommt.

    Als Ewalt sie dann noch abholt um mit der Mutter sofort zum Leibarzt zu fahren, wars das. Hedwig kündigt von alleine.

    Die Diagnose ist zerschmetternd, also wird sie sterben. Nun wird Hedwig sich ganz der Pflege ihrer Mutter widmen. Noch wussten die Eltern nichts von Ewalt und Hedwig, doch nun war es raus.

    Das Eis war gebrochen, als Ewalt zu Besuch kam und Arnulf den Säbel zeigte und um Hilfe gebeten hat. Mittlerweile ist der Säbel schon über achthundert Jahre alt.


    In Hamburg wird schon gekämpft und es herrschen Unruhen.

    Auch Ewalt wartet täglich auf den Einberufungsbefehl, darum möchte er Hedwig noch seiner Schwester vorstellen, als seine Verlobte. Er hat sogar den Ring von seiner Großmutter an ihren Finger gesteckt. Er möchte sie so gerne heiraten. Hedwig schwebt förmlich auf Wolke sieben, bis sie Olga begegnet und diese sie herablassend behandelt.


    Nun stürzt sie sich förmlich in Arbeit und beginnt in des Vaters Werkstatt die Buchführung zu übernehmen. Was sie geleistet hat, war enorm, hat sogar das ausstehende geld eingetrieben und mit den Lieferanten verhandelt.

    Ewalt hat seinen Befehl bekommen und daraufhin sind Ewalt und Hedwig zusammen wie Mann und Frau, ganz ohne Priester. Sie wird ein Kind von ihm bekommen.


    Gero hat einen Posten bei den Handwerkern bekommen, Ewalt hat sich dafür eingesetzt.

    Und dann stirb Brunhilde, was für ein trauriger Tag. Ich konnte die anhaltende Trauer von Arnulf und Hedwigs förmlich spüren.


    Als Napoleon mit sechs Armeekorps in einer Gesamtstärke von über 140000 Mann von Mainz über Erfurt in Richtung Leipzig marschierte, habe ich mir versucht das vorzustellen. Das muss furchteintlösend für die Bevölkerung der Landstriche gewesen sein.


    Bei der Schlacht im Mai, ist Ewalt ums Leben gekommen und Hedwig erfuhr es erst Wochen später. Nun war sie alleine, Jakob bot ihr an, sie zu heiraten, doch sie lehnte ab.

    Und im Oktober kam es zur entscheidenden Völkerschlacht bei Leipzig. Die Verluste sind hoch gewesen, doch die Alliierten haben gewonnen.

    Gero kam verwundet aus dem Krieg zurück und hat die Schmiede seines Vaters übernommen. Die führte er von da an mit seiner geschäftstüchtigen Schwester, die einen Sohn zur Welt gebracht hat und ihn Ewalt nannte. Den Säbel hat sie behalten. Ich hätte ihn wahrscheinlich auch nicht zurück gegeben, da es das einzige Erinnerungsstück, ausser natürlich ihr Sohn, von Ewalt ist.

  • Umso erstaunter bin ich gewesen, dass im französischen Heer Deutsche gekämpft haben.

    Das war mir auch nicht bekannt gewesen. Aber Deutschland war zu der Zeit ja noch nicht ein Staat, und die Leute mussten auf der Seite ihres jeweiligen Fürsten kämpfen.

  • Umso erstaunter bin ich gewesen, dass im französischen Heer Deutsche gekämpft haben.

    Das war mir auch nicht bekannt gewesen. Aber Deutschland war zu der Zeit ja noch nicht ein Staat, und die Leute mussten auf der Seite ihres jeweiligen Fürsten kämpfen.

    So ist es. Ein Deutschland gab es ja noch nicht. Und die Fürstentümer des von Napoleon erzwungenen Rheinbundes mussten ihm Soldaten liefern. Das heißt, sie mussten ihm ihre Regimenter zur Verfügung stellen.

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de

  • Das war mir auch nicht bekannt gewesen. Aber Deutschland war zu der Zeit ja noch nicht ein Staat, und die Leute mussten auf der Seite ihres jeweiligen Fürsten kämpfen.

    So ist es. Ein Deutschland gab es ja noch nicht. Und die Fürstentümer des von Napoleon erzwungenen Rheinbundes mussten ihm Soldaten liefern. Das heißt, sie mussten ihm ihre Regimenter zur Verfügung stellen.

    deutsche gegen Deutsche, wenns ganz haarig wurde sogar Brüder gegen Brüder ... gruselige Vorstellung

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